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-   -   Wie geht ihr mit Stürzen um? (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=49752)

KevJames 03.07.2021 14:29

Wie geht ihr mit Stürzen um?
 
Kurz zum Hintergrund:

Mich hat es gestern etwas heftiger vom Rad geholt. Ich dachte mir, dass es wohl eine gute Idee sei mal Kopf über vom Rad abzusteigen und mit dem Kopf zuerst auf den Asphalt zu knallen, um mal meinen Helm zu testen.

Neben üblichen Stauchungen und Abschürfungen habe ich ziemlich Glück gehabt. Der Helm ist komplett gebrochen, der Kopf aber heile geblieben. Ein Schleudertrauma habe ich, sonst scheint aber alles heile zu sein.

Der Sturz selbst gehört zum Radfahren dazu, da habe ich wenig Probleme mit. Die Tatsache, dass so eine Sekunde Unachtsamkeit, aber auch ganz anders ausgehen kann (Stichwort: Auf den Kopf fallen) beschäftigt mich schon nachhaltiger. Zum Sturzzeitpunkt bin auch nur knapp über 30 km'h gefahren, das kann ja auch bei höheren Geschwindigkeiten anders aussehen. Da kommen mir schon Gedanken, dass der Sport nicht alles ist. Andererseits kann immer was passieren und was soll die Konsequenz solcher Gedanken sein?

Kurzum: Wer von euch ist schonmal schlimmer gestürzt und wie seid ihr damit umgegangen?

JENS-KLEVE 03.07.2021 14:33

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1609520)
Kurz zum Hintergrund:

Mich hat es gestern etwas heftiger vom Rad geholt. Ich dachte mir, dass es wohl eine gute Idee sei mal Kopf über vom Rad abzusteigen und mit dem Kopf zuerst auf den Asphalt zu knallen, um mal meinen Helm zu testen.

Neben üblichen Stauchungen und Abschürfungen habe ich ziemlich Glück gehabt. Der Helm ist komplett gebrochen, der Kopf aber heile geblieben. Ein Schleudertrauma habe ich, sonst scheint aber alles heile zu sein.

Der Sturz selbst gehört zum Radfahren dazu, da habe ich wenig Probleme mit. Die Tatsache, dass so eine Sekunde Unachtsamkeit, aber auch ganz anders ausgehen kann (Stichwort: Auf den Kopf fallen) beschäftigt mich schon nachhaltiger. Zum Sturzzeitpunkt bin auch nur knapp über 30 km'h gefahren, das kann ja auch bei höheren Geschwindigkeiten anders aussehen. Da kommen mir schon Gedanken, dass der Sport nicht alles ist. Andererseits kann immer was passieren und was soll die Konsequenz solcher Gedanken sein?

Kurzum: Wer von euch ist schonmal schlimmer gestürzt und wie seid ihr damit umgegangen?

Ich hatte den gleichen Sturz bei 50kmh mit den gleichen Konsequenzen wie bei dir. Das war im Rahmen eines Radrennens. Deswegen verzichte auf Radrennen. Triathlonrennen sind deutlich ungefährlicher. Im Training bin ich seit über 20 Jahren nicht gestürzt.

Estebban 03.07.2021 14:47

Erstmal gute Besserung, erhol dich gut!

Ich kann deine Gedanken schon nachvollziehen - das kann auch noch ein bischen dauern bis die Gedanken wieder zurücktreten. Ich versuche soviel es geht das Risiko zu minimieren (aktiv auch an fahrtechnik arbeiten, keinen Quatsch auf Abfahrten machen, niemals aerobars in Ortschaften, Radrennen meiden - die sind bei jedermännern teilweise gemeingefährlich - etc) ein gewisses Restrisiko besteht natürlich weiterhin - allerdings gibt mir das Radfahren für meine psychische Gesundheit so viel mehr als hallenhalma, dass ich das Risiko bewusst in Kauf nehme. Die schlimmsten Radgeschichten, die ich mitbekommen habe waren aber selten Rennrad-Stürze sondern Zusammenkünfte mit Autofahrern in der Stadt, auch mal bei 1,5km Fahrweg morgens zur Arbeit.

Thomas W. 03.07.2021 14:56

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1609520)

Kurzum: Wer von euch ist schonmal schlimmer gestürzt und wie seid ihr damit umgegangen?

ich bin mit meinem Rennrad , auf dem Weg zur Arbeit innerhalb eines Monats dreimal ordentlich gestürzt.
Beim letzten Mal bin ich Petersburger Platz in Berlin in den Gleisen hängen geblieben und bei voller Geschwindigkeit weggebremst nach linkst weggeknallt und direkt auf den Kopf links geballert. So sehr, dass mein Kopfhörer im Ohr zerbrochen ist.

Nach einer halbstündigen Pause am Strassenrand, bis der Schock vorbei war - habe ich mir ein neues Rad gekauft.

Breitere Reifen und Scheibenbremse.
Seitdem gehts - allerdings ist die Sicht im Sommer ist natürlich auch deutlich besser.
Neuer Helm sowieso.

Alles Stürze basierten auf persönlichen Fahrfehlern.
Bei allen Stürzen Glück gehabt, dass grad kein Auto oder Straßenbahn auf dem Weg war...

Ich verdränge ansonsten...

Helmut S 03.07.2021 15:31

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1609520)
Kurzum: Wer von euch ist schonmal schlimmer gestürzt und wie seid ihr damit umgegangen?

Bin so schnell wie möglich wieder gefahren. Hatte die üblichen Abschürfungen und Prellungen und zwei gebrochene Rippen. Irgendwas kann ja immer sein, man dürfte ja gar nicht aus dem Haus gehen und schon gleich gar nicht im Haushalt arbeiten. :Lachen2:

Ich hab schon Tote gesehen bei Triathlon (Immenstadt) und Radmarathon (Radstadt). Alles Hobbyluschen in meiner Leistungsklasse. Was soll da denn die Konsequenz sein? Mit dem Sport aufhören? Das kann es ja auch nicht sein.

Wichtig schein mir, dass man sich klar macht, dass es hinsichtlich des sportlichen Aspektes überhaupt keine Rolle spielt, ob man nun das Risiko eingeht oder nicht. Ich habe für mich entschieden, es nicht einzugehen. Dafür fahre ich morgen auch noch und bin glücklich mit dem Sport. Dafür bremse ich halt einmal öfter oder so.

Weiter wichtig beim Radfahren: Radskills trainieren. Bremsen üben, Kurven üben, Kurven lesen üben, bergabfahren üben. Selbst wenn man sich sagt: Kein Risiko eingehen, wird man regelmäßig PBs aufstellen, wenn man regelmäßig fährt und übt. Man wird einfach besser.

Also: Don‘t worry. Ride your bike. :Blumen:

KetteRechts 03.07.2021 15:44

Mich hat es über 20 Jahre lang nicht einmal gelegt. Dann in 2019 innerhalb 8 Monaten gleich viermal. Davon zweimal ordentlich im Wettkampf (Cross-Duathlon & Kreis-Verkehr im Triathlon). Manchmal hat man einfach Pech und sonst vielleicht einfach jahrelang Glück. Ich fahre seitdem aufmerksamer und gehemmter durch Kreisverkehre, aber was soll‘s. Ich hab jeweils analysiert was ich falsch gemacht habe. Es gab immer ne schlüssige Erklärung und man muss versuchen draus zu lernen.

qbz 03.07.2021 16:10

Mir rutschte vor ca. 10 Jahren das Rennrad auf einem ungeräumten Radweg mit sehr feinkörnigem Asphalt (für Skater) bei plötzlicher Nässe und dichtem Blätterbelag so wie auf Eis blitzschnell seitlich weg, so dass ich nicht mehr rechtzeitig aus den Pedalen kam und genau seitlich auf den Oberschenkelhalsknochen knallte. Folge: Oberschenkelhalsbruch. Ich bin so bald ich konnte wieder gefahren, im Fitness-Studio auch einbeinig, vermeide heute allerdings mit dem Rennrad im Herbst bei Nässe auf Blätterbelag zu fahren und habe das Mountain Bike stattdessen sehr schätzen gelernt oder bleibe mit dem Rennrad im Herbst halt auf der geräumten Strasse.

welfe 03.07.2021 16:51

Ehemann ist mal von einem Keiler auf die Hauer genommen worden: das Biest kam frühmorgens von der Seite und wollte den Weg queren. Hat ihm einen Salto mit Rad eingebracht und mit dem Kopf voran aufgekommen. Helm dreimal gebrochen, außer Abschürfungen (dicke Winterjacke!) und Brummschädel nichts passiert. Unfall gemeldet und er bekam eine Anzeige, denn das Tier könne man ja nicht zur Verantwortung ziehen. Der Keiler war einfach weitergelaufen.
Drei Tage später ist er wieder gefahren, fährt aber seitdem frühmorgens lieber auf der breiten Landstraße.

Ich selbst habe mich nur aus persönlicher Dummheit abgelegt. Klickies weniger stramm einstellen half schon mal beim Abgang :Lachanfall:


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