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Bleierpel 06.09.2020 09:34

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1551272)
Und was hält uns davon ab, diese Ladeinfrastruktur einfach zu bauen? Straßen, Brücken, Tankstellen, Häuser etc. waren ja auch nicht schon immer da sondern sind in einer gemeinsamen Anstrengung gebaut worden. In diesem Land gibt es Milliarden Steckdosen und jetzt soll es unmöglich sein, ein paar Millionen zusätzliche Stromanschlüssen an allen vorhandenen Parkplätzen zu installieren?
Bei dem entsprechenden politischen Willen und gesellschaftlichen Konsens dauert das vielleicht 5 Jahre. Statt dessen wir weiter am "Geht-Nicht" rum lamentiert. Ziemlich armselig für eine führende Industrienation

Du sprichst mir aus der Seele!!

Der Staat macht nichts, weil er sich auf Unternehmen verläßt. So wie auf die Telekom bei der Digitalisierung.... kann man ja machen... Wenn Du einen Musk hast, der erst Infrastruktur schafft und dann seine Autos liefert, funktioniert das auch. Bislang hat in D aber keiner Interesse daran...
Thema E-Mobilität wird in D den selben Weg gehen wie das Fax oder mobile Telefoniegeräte: hier erfunden (oder Marktführung gehabt), dann verschwunden...

Trimichi 06.09.2020 09:59

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1551284)
Danke!!!:Blumen: :Blumen: :Blumen:

Es wäre schon ein Erfolg, wenn jeder, der eine Photovoltaik-Anlage sein Eigen nennt, auch ein E-Auto auf dem Hof stehen hätte.

Ja, toll. Erst sagst du, solange er noch fährt bleibt er in der Garage stehen. Nachhaltiger geht es nicht. Und so ist es. Was glaubst du was das für ein K(r)ampf ist hier? Einmal wegen der Photovoltaik-Anlage. Wir habe schon drei Röhrenkollektoren aufm Dach. Ergebnis nach 15 Jahren: kaputt, geht nicht. Es müsste also ein fettes Ding sein und das kostet: 20000,- EUR. Und bis sich die "20 schweren Scheine" amortisiert haben..., dauert das 20 Jahre. Wesentlich kostengünstiger ist den Tank vollmachen mit Diesel bei den derzeitigen Öl-Preisen. Und den alten Audi TDI zum TüV bringen, der verbraucht 4,7ltr auf 100km Bj. 1997. Ich will kein neues Auto anschaffen! Ein Bekannter, Professor für Psychologie an der Uni, zwei Kinder, lebt uns das schon seit Jahren vor, dass es ohne Auto geht. Ich habe nun einen Radanhänger und komme gut damit klar. :P

Ich glaube, dass diese Verlagerung vom Diesel zum eAuto ein Nullsummenspiel ist. Und zudem ein Luxusproblem. Zum Beispiel fahren hier bei uns im Kaff sowohl Postwagen als auch die City-Busse mit eAntrieb. Braucht jeder Haushalt ein, oder im Normalfall mehrere, Auto(s)? Man kann auch mit der Bahn fahren wenns mal weiter weg geht. Oder nehm mal die Philppinen. Da karrt einer auf seinem Tricycle bis zu 10 Kinder in die Schule. Hier aber: du brauchst ein Auto. Kauf' dir ein eAuto dann biste hipp? Ich weigere mich. Und habe jede Menge nervige Debatten hier. Wozu die eine Dreckschleuder durch eine andere Umweltsau ersetzen? Warum keine Fahrgemeinsachften bilden? Usw.

Am besten zur Senkung von CO2 Emissionen ist es gar kein Auto zu kaufen: ich verstehe nicht wie du a) auf dieses Elektrogekaspere aufspingst in Sachen Auto und b) auch in Sachen eBike. Mein Spruch wegen der eBiker ist immer: "aber Laufen geht noch oder warum kaufst du dir keinen Rollstuhl?" Same with car, wozu einen "blechernen Sarg" kaufen, wenn es öffentliche Transportmittel gibt? Wie gesagt, Bekannter lebt das seit Jahren vor mit Familie. Es geht auch ohne Auto, ganz gleich ob Diesel oder Elektro.


Woher kommt denn der Strom für die Batterie? Aus der Steckdose, klaro. So lässt sichs schön verdrängen? Grundsätzlich ist also das Energieproblem. Da kann ich entweder hin-und herschiften, oder aber den Verbrauch senken in dem ich mir kein neues Auto kaufe. Spart auch Resourcen wie Coltan, das ja in diese "ferngesteuerten Flugmobile" eingebaut ist wegen der Halbleitertechnologie. Sonst funktioniert ja das Navi nicht.


Zudem Verkehrskollapps. Stau, Stress, Abgase, Lithium. Muss das sein? Ich denke nein. Und wohin mit all den kaputten Akkus? Das betrifft Solarzelle ebenso. Verschiffen wir also unseren Sondermüll in die dritte Welt oder fangen wir mal an gesünder zu leben und umweltverträglicher? Wie mobil soll denn unsere Gesellschaft noch sein zu Zeiten von home-office? Nichts gelernt?

Was für den Sport der Fussball ist, das ist für die Industrie das Auto? Ja, die Deutschen haben im zweiten Weltkrieg die besten Panzer gebaut wie zum Beispiel den Tiger mit seiner Achtacht. Aber irgendwann muss es mit diesem auch übertragenen Kriegstrauma auch mal wieder gut sein. Imho. :Blumen:

Körbel 06.09.2020 14:09

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1551290)
Ja, toll. Erst sagst du, solange er noch fährt bleibt er in der Garage stehen. Nachhaltiger geht es nicht. Und so ist es. Was glaubst du was das für ein K(r)ampf ist hier? Einmal wegen der Photovoltaik-Anlage. Wir habe schon drei Röhrenkollektoren aufm Dach. Ergebnis nach 15 Jahren: kaputt, geht nicht. Es müsste also ein fettes Ding sein und das kostet: 20000,- EUR. Und bis sich die "20 schweren Scheine" amortisiert haben..., dauert das 20 Jahre.

Ich glaube, dass diese Verlagerung vom Diesel zum eAuto ein Nullsummenspiel ist. Und zudem ein Luxusproblem.

Richtig, habe ich gesagt, aber da ich mit meinen alten Auto hier jedes halbe Jahr zum TÜV musste, und der spanische Staat dann auch noch den Umstieg auf E-Autos honorierte, haben wir uns kurzerhand umentschieden.

Es gibt vom Staat 4000€ und genau diese Summe habe ich gleich reinvestiert und eine 2,5 KW Anlage auf die Garage bauen lassen.
Ich kann damit mein E-Auto laden und wenn ich es nicht laden muss, dann kann ich den Strom gleich im Haus verbrauchen.
Also eine klimafreundliche Sache., denn die Solarpanels von heute sind rechnerisch nach 3,6 Jahren CO2-Neutral und ab dann, aber das muss ich nicht weitererzählen.

Deine thermische Anlage kannst du doch weiter nutzen und ich weiss ja nichtwas in Deutschland für Preise für eine P-Anlage aufgerufen werden, aber mit 20000 Talern, da hast du mit Sicherheit jede Menge Strom über zum einspeisen, desse bin ich mir sicher.

Ich sag auch nicht das du dein altes Auto abschaffen sollst, wege mir fahr es, bis es auseinanderbricht.

Ich bin vom E-Auto überzeugt, es passt zu meinem Bewegungsprofil und verreisen tue ich damit nicht.

Was meinst du mit Nullsummenspiel?

Trimichi 06.09.2020 16:00

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1551325)
Ich sag auch nicht das du dein altes Auto abschaffen sollst, wege mir fahr es, bis es auseinanderbricht.

Ich bin vom E-Auto überzeugt, es passt zu meinem Bewegungsprofil und verreisen tue ich damit nicht.

Was meinst du mit Nullsummenspiel?

Doppelpost; Text siehe #1269

Trimichi 06.09.2020 16:02

Hi Körbel,

ok. Danke. Diese Diskussion führen wir alle zwei Jahre. Die Karre hat jetzt 269T Kilometer auf dem Tacho und fährt lt Schrauber nochmal 100T Kilometer. Wenn ich also alle zwei Jahre 1000 EUR in die Karre investiere wegen dem TÜV gebe ich 5000 EUR aus, muss dafür aber kein neues Auto bezuschussen - die Prämie für einen Neuwagen im Bereich 30T EUR ist dann doch nicht so üppig - und müsste zudem 20 T EUR in eine Photovoltaik-Analge investieren. Es geht also um 50 T EUR oder ein Zwanzigstel davon um über den Winter zu kommen. Zumal ich kein Auto mehr will.

Ich will kein Auto mehr, obschon mir auch das Rasen im Sommer Überland und einige gewagte Manöver fehlen werden (sportliches Fahren). Auf der anderen Seite entscheunigt kein Auto haben genialerweise. 1. überlegt man sich ob man wirklich mal schnell irgendwo hin muss. Das spart jede Menge Zeit. 2. Wenn wann wo hin muss dann the slow way. Und das macht Spaß. Zu Fuß gehen. Mitm Radel fahren und dann ist der Kühlshrank trotzdem voll. Ebenso Altglas wegbringen. Man fühlt sich gut dabei, weil Entschleunigung auch mega gut aufs Gemüt wirkt. Kein Stress. weil kein Stress durch das Auto und die Mobilität generiert werden kann. GENIAL! Ebenso Bummelzug fahren mit der DB. Macht Spaß.
Hier das Nachbarkaff hat übrigens eine Auszeichnung erhalten: slow citta https://www.cittaslow.de/mitglieder.html. Und das merkt man auch wenn man dort ist. Die Kirchtumuhren schlagen langsamer. Ist fast wie einer anderen, weil unüberdrehten und unaufgezogenen Welt.

Aber ich schwafale am Thema vorbei. Meiner Meinung nach ist die Energieversorgung der Schlüssel. Rechne doch mal durch was wenn alle Autos nun eAutos wären und wann dann der Overshoot-Day wäre. Meine Schätzung. Bringt nur marginal was. Kann mich aber auch täuschen. Daher sage ich: Verzicht und negatives Wirtschaftswachstum um 50%. Um den Götzen Wachstum zu töten. Wenn der Kapitalismus nicht mehr wächst geht er kaputt. Altmeier faselt es gibt keine Alternative. Man kann aber mathematisch modellieren, schon seit Jahrzehnten übrigens, dass sich der Kapitalismus, der 2,5% Wachstum global p.a. braucht, um zu funktionieren, sich selbst frisst. Bis es soweit ist, haben wir so gut wie alles aus dem Planeten herausgewindet. Daher sehe ich keine Alternative als den Verzicht. Wie gesagt 50% weniger. 20% Gebrauchsgüter, 20% Verbrauchsgüter und 10% Luxus. Die 50% zusätzlicher Luxus entfielen.

Mir ist schon klar das ich ein realitätsferner Träumer bin. Naiv dazu? Luxus kommt von Luxuria und heißt Verschwendungssucht. Alle großen Hochzivilistationen, ob Ägypter, Mayes, Inkas, Azteken, auch die alten Griechen und Rom sind untergegangen. Gründe waren u.a. ein Abfall von den Tugenden, die diese Reiche einst groß gemacht haben. Stattdessen: Frönerei, Luxuria, Corrumpere, Orgien usw. Heute haben wir eine globale Hochzivilisation. Die Weltuntergangsuhr, die du hier selbst vernetzt hattest, steht so kurz vor Detonation wie noch nie zuvor seit ihrer Einführung. Ich glaube nicht, dass die Welt untergeht, halte aber Verzicht auf Luxus für eine Alternative zum Kapitalismus. Wie gesagt, wie verschiebt sich der Overshoot-Day wenn alle Benziner Eautos wären?

Oder in den Worten von Rolf Miller: da werden sich unsere Enkel bei uns bedanken, wenn in 50 Jahren die Welt zwei Wochen später untergeht (sinngemäß). Das verstehe ich unter Nullsummenspiel.

Wie du lebst ist vorbildhaft und natürlich bist du ein Vorbild für viele (Idealbild). Dein eAuto gönne ich dir natürlich ebenso die PV-Anlage. Genial kalkuliert, geschickt gemacht auch.

In irgendeine Richtung müssen wir steuern, und natürlich ist die eTechnologie besser als die alte Verbrennungsphilosophie.

BG,
Michael


P.S.: Falls wir dank eAutos den Overshoot-Day aufs Folgejahr legen können und keinen Planeten B brauchen nehme ich meine Behauptungen selbstverständlich zurück.

Stefan 06.09.2020 16:12

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1551348)
.....

Da Du nicht viele Kilometer im Jahr fährst, ist Dein Ansatz aus ökologischer und ökonomischer Sicht IMHO der richtige Weg. Für einem Audi mit dem Baujahr sollte es in den nächsten Jahren auch mit der Ersatzteilversorgung gut aussehen.

Körbel 07.09.2020 00:27

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1551348)
Dein eAuto gönne ich dir natürlich ebenso die PV-Anlage. Genial kalkuliert, geschickt gemacht auch.

Und hat mich viel weniger als die Hälfte deiner berechneten 50000€ gekostet.

Nobby_81 12.09.2020 21:00

Was haltet Ihr denn eigentlich von wasserstoffbetriebenen Elektroautos? Die scheinen ja ziemlich ähnlich zu funktioneren wie solche mit einer Batterie als Energiequelle, also der Antriensstrang z.B.
Wenn man im Internet nach Elekrromobilität googled, kriegt man auch immer öfters Artikel zu Wasserstoffautos ausgeworfen.

Die von Bosch scheinen da ja zumBeispiel ganz offen zu sein (siehe Link):

https://winfuture.de/news,118192.html


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