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FinP 03.08.2020 12:14

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1545378)
Beides ist falsch.
Oder spielt die Motivation des Regelbruches irgendeine Rolle in deiner Wahrnehmung.

Natürlich spielt die Motivation (umgangssprachlich: Vorsatz) eine Rolle bei der Bewertung eines Regelbruchs.

Meine Einschätzung zu den Regelbrüchen:

Erste BLM-Demos: Leichtfertige über bewusst fahrlässiger Regelbruch bis teilweise Dolus eventualis
Weitere BLM-Demos-Organisatoren haben sich um Einhaltung bemüht.

Tag-der-Freiheit-Demo: Dolus directus 1. Grades

aequitas 03.08.2020 12:15

Was soll überhaupt dieses Herumreiten auf Teilnehmerzahlen? Es muss in einem Rechtsstaat möglich sein zu demonstrieren. Dabei gilt es jedoch in Zeiten einer Pandemie gewisse Regeln und Handlungshinweise zu beachten. Am vergangenen Samstag wurde das bewusst vom Großteil der Demonstranten missachtet. Entsprechend hat die Polizei reagiert und die Versammlung durch den Veranstalter beenden lassen.

Es führt uns auch in der Diskussion nicht weiter, wenn wir hier andauernd über reale oder fake TN-Zahlen diskutieren. Fakt ist: am Samstag wurden reihenweise Vorschriften missachtet und krude Thesen verbreitet. Das ist gefährlich!

Natürlich muss trotzdem über gewisse Probleme diskutiert werden, mit denen sich derzeit bspw. Unternehmen, prekär Beschäftigte und Alleinerziehende konfrontiert sehen. Die Demo am vergangenen Samstag war dafür sicherlich nicht der richtige Rahmen. Das war auch im Vorhinein klar.

Triasven 03.08.2020 12:25

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1545382)
Natürlich spielt die Motivation (umgangssprachlich: Vorsatz) eine Rolle bei der Bewertung eines Regelbruchs.

Meine Einschätzung zu den Regelbrüchen:

Erste BLM-Demos: Leichtfertige über bewusst fahrlässiger Regelbruch bis teilweise Dolus eventualis
Weitere BLM-Demos-Organisatoren haben sich um Einhaltung bemüht.

Tag-der-Freiheit-Demo: Dolus directus 1. Grades

Danke für die Klarstellung.

Ich bin komplett anderer Meinung und sehe im Kampf gegen die Pandemie keinerlei Rechtfertigung von Regelbrüchen.

Im Übrigen ging es mir zuletzt aber nicht ausschliesslich um die regelbrechenden BLM Demonstranten.

Der Focusbeitrag bringt eine Momentaufnahme aus Schweden ins Spiel, was die Sinnhaftigkeit der Maske möglicherweise relativiert. Unter diesem Aspekt ist das Fehlverhalten von BLM Demonstranten evtl. gar nicht schlimm.

Wasserbüffel 03.08.2020 12:30

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1545383)
Es muss in einem Rechtsstaat möglich sein zu demonstrieren. Dabei gilt es jedoch in Zeiten einer Pandemie gewisse Regeln und Handlungshinweise zu beachten. Am vergangenen Samstag wurde das bewusst vom Großteil der Demonstranten missachtet.

Ist die Frage wie glaubhaft eine Demo gegen diese Corona Beschränkungen und Regeln (z.B. Masken, Abstand etc.) ist, wenn sich die Teilnehmer genau an diese halten würden? :Cheese:

FinP 03.08.2020 12:31

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1545384)
Danke für die Klarstellung.

Ich bin komplett anderer Meinung und sehe im Kampf gegen die Pandemie keinerlei Rechtfertigung von Regelbrüchen.

Mit keiner Silbe habe ich von Rechtfertigung der Regelbrüche geschrieben.
Das ist ein anderer Aspekt.

(Es ist möglich, dass eine grundsätzlich strafbare Tat mit Vorsatz gerechtfertigt ist, während eine fahrlässige Tat dies nicht ist.)

Bockwuchst 03.08.2020 12:36

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1545383)
Was soll überhaupt dieses Herumreiten auf Teilnehmerzahlen? Es muss in einem Rechtsstaat möglich sein zu demonstrieren. Dabei gilt es jedoch in Zeiten einer Pandemie gewisse Regeln und Handlungshinweise zu beachten. Am vergangenen Samstag wurde das bewusst vom Großteil der Demonstranten missachtet. Entsprechend hat die Polizei reagiert und die Versammlung durch den Veranstalter beenden lassen.

Es führt uns auch in der Diskussion nicht weiter, wenn wir hier andauernd über reale oder fake TN-Zahlen diskutieren. Fakt ist: am Samstag wurden reihenweise Vorschriften missachtet und krude Thesen verbreitet. Das ist gefährlich!

Natürlich muss trotzdem über gewisse Probleme diskutiert werden, mit denen sich derzeit bspw. Unternehmen, prekär Beschäftigte und Alleinerziehende konfrontiert sehen. Die Demo am vergangenen Samstag war dafür sicherlich nicht der richtige Rahmen. Das war auch im Vorhinein klar.

Geb ich dir völlig recht. Natürlich kann ich den Ladenbesitzer verstehen, der verzweifelt ist, weil sein Umsatz wegbricht. Und den Veranstaltungstechniker, der in Nöte gerät, weil es eben fast keine größeren Veranstaltungen gibt. Einen Grund zu demonstrieren hätte auch der osteuropäische Leiharbieter, er in ner Wurst-Fabrik unter fragwürdigen Umständen schuften muss. Oder auch der nordafrikanische Arbeiter, der sich auf Obstplantagen in Spanien abrackert und hier ner großen Infektionsgefahr ausgesetzt ist, soviel dazu.
Ich bin mir aber ziemlioch sicher, dass das nicht mal die Mehrheit der Leute ist, die auf solche Demos gehen. Das sind auch Leute, denen es eigetnlcih gut geht. Und die hier in Deutschland, wo wir so niedrige Zahlen haben, gut durch die Pandemie kommen. Wenn das einzige Opfer, das man bringen muss, ist, zweimal in der Woche beim Einkaufen ne Maske aufzusetzen und eine Weile auf größere Veranstaltungen weitgehend zu verzichten, dann kann ich nicht verstehen, wieso man trotzdem auf alles scheißt. Und wo diese Wut herkommt, die man überall wahrnimmt.

Triasven 03.08.2020 12:37

Zitat:

Zitat von FinP (Beitrag 1545388)
Mit keiner Silbe habe ich von Rechtfertigung der Regelbrüche geschrieben.
Das ist ein anderer Aspekt.

(Es ist möglich, dass eine grundsätzlich strafbare Tat mit Vorsatz gerechtfertigt ist, während eine fahrlässige Tat dies nicht ist.)

Du bringst Vokabular wie „Vorsatz“ „Fahrlässig“ ins Spiel, verknüpfst das mit der Umgangssprache und mit Motivation und willst dann juristisch werden?

Das ist dann doch sehr weit hergeholt.

BLM Demonstranten haben Regeln gebrochen. Ich verurteile das in gleichem Maße wie andere Regelbrüche.
Wie du das habdhabst ist dir überlassen.

FinP 03.08.2020 12:39

Womit verknüpfst Du denn etwas wie Motivation?

Das bewegt sich gerade auf einem Niveau, wie wenn den Fridays for Future-Demonstranten vorgeworfen wird, dass sie ja beim Rufen zwangsläufig atmen und dabei mehr CO2 als notwendig emittieren ("in Sachen Klimaschutz gibt es keinerlei Rechtfertigung").
Und gleichzeitig würden mit der Begründung, dass FFF das ja auch gemacht hat, die Harley-Days im Naturschutzgebiet durchgeführt...


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