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Mirko 21.09.2018 22:27

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1407674)
Mirko, Joe, Judith und Co. - er vertraut uns nicht mehr und anstatt unsere genialen Tipps
umzusetzen, setzt er auf Dominik Franke :Lachen2:

Das ist unglaublich. Echt scher zu verdauen. Ich bin ziemlich fertig gerade deswegen und weiß wirklich nicht wie ich jetzt mit der Situation umgehen soll! Ich bin maßlos enttäuscht!

schnodo 21.09.2018 22:40

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1407714)
Das ist unglaublich. Echt scher zu verdauen. Ich bin ziemlich fertig gerade deswegen und weiß wirklich nicht wie ich jetzt mit der Situation umgehen soll! Ich bin maßlos enttäuscht!

Mirko, Du musst aufhören, emotional zu viel in politische Themen zu instieren; das ist schlecht für Dein Gemüt, merke ich. Ich mache mir Sorgen, dass eine krankhafte Wesensänderung die Folge sein könnte! :Cheese:

Keine Angst, meine Goldstücke, ich brauche Euch immer noch -- damit Ihr mir hinterher sagen könnt, dass das alles nix gebracht hat. :Liebe:

schnodo 22.09.2018 08:52

"Not kennt kein Gebot" und "Not macht erfinderisch" fallen mir spontan als Sinnsprüche ein. Wasserdichtes Pflaster, mit Tape fixiert, sollte hoffentlich auch bei etwas kräftigeren Bewegungen die Wunde verschlossen halten. Bald geht es ins Bad. :)


Bildinhalt: Defekter Finger

schnodo 23.09.2018 14:00

Mein Fingerverband funktioniert super, nix flattert, alles bleibt trocken. :)

Das gibt mir die Gelegenheit, mein Körpergefühl zu verfeinern und dabei weitere Baustellen in meiner Armbewegung zu lokalisieren. Ich hole hier noch einmal ein Bildchen raus, auf dem erahnen kann, wo als nächstes gebuddelt werden muss:


Bildinhalt: Schulterlinie und Längsachse

Was ist damit nicht in Ordnung? Auf der linken Seite bin ich noch beim Anstellen. In dieser Phase müsste das Schulterblatt noch weit vorne sein und die Schulter das Ohr abdecken. Was man stattdessen sieht, ist, dass zwischen Schulter und Kopf schon ein fetter Spalt existiert und ich anfange, mit dem Ellenbogen zu führen.

Anstatt das Schulterblatt stabil zu halten und den Ellenbogen oben, um nach dem Ende des Anstellens und zu Beginn der Diagonalphase den kompletten Weg für die Kraftübertragung nutzen zu können, habe ich 15 bis 20 cm Zugweg hergeschenkt.

Nun, da ich darauf aufmerksam geworden bin, arbeite ich daran, das abzustellen. Es braucht einiges an Konzentration aber wenn es glückt, fühlt sich der Zug sehr effektiv an. Irgendwo habe ich gelesen, Schwimmen sei als ob man sich entlang einer Leiter, die auf dem Beckenboden liegt, nach vorne zieht. So ähnlich würde ich das beschreiben.

schnodo 01.10.2018 14:35

Kurzes Update aus dem Karlsruher Schwimmparadies. :)


Bildinhalt: Cabriobecken bei Nacht

macoios Eisenbahnschienen ist nach wie vor eine meiner Lieblingssequenzen. Zur Erinnerung:

Zitat:

4 x 50 m einarmig 25er Wechsel
4 x 50 m 4er Armzug (d.h. 4 links, 4 rechts, ...)
4 x 50 m 3-3-5 (d.h. 3 Züge linker Arm, atmen, 3 Züge rechter Arm, atmen, 5 Züge wechselseitig, atmen, 3 Züge rechter Arm,...)
4 x 50 m normal

Auf jeden Fall mit großem Pullbuoy...

Mir ist aber aufgefallen, dass es dabei sehr lange dauert bis ich einen guten Zugrhythmus finde.

Dieser gesuchte Rhythmus drängt sich mir bei einer anderen Abfolge auf, die ich mir aus verschiedenen Komponeten zusammengebastelt habe, und die so aussieht (alles mit Pull Buoy und Knöchelband):
  • 2 x 25 m UNCO-Drill (Atmung zur passiven Seite, Seitenwechsel jede Bahn)
  • 2 x 25 m NAD-3-Drill (aka bilateral UNCO)
  • 2 x 25 m ganze Lage mit angedeutetem Delfinbeinschlag
    (Im Gegensatz zum Video setze ich den Kick nicht beim Eintauchen der Hand, sondern wenn die Hand hinten aus dem Wasser geht. Von außen betrachtet sollte das bei meinem Zugtiming keinen Unterschied machen.)
  • 2 x 25 ganze Lage (wie er, nur ohne Schnorchel)
Wenn ich das dreimal hintereinander schwimme und dann die Eisenbahnschienen mache, kann ich die Übung mit dem - vermutet - richtigen Arm-Timing durchführen.

Dadurch, dass ich mich so sehr auf die Arme konzentriere und überwiegend mit Pull Buoy schwimme, habe ich allerdings wieder mehr Probleme mit der Atmung. Ausreichend Luft zu bekommen erfordert immer noch große Konzentration und bei mir funktioniert Multitasking nicht so toll. :o

Bei ganzer Lage ohne irgendwelche Hilfsmittel muss ich mich also immer noch zwischen schlechter Technik und Sauerstoffdefizit entscheiden. Der Wunsch nach technischer Kontrolle gewinnt meist: Immer wenn ich mich auf "gut Luft bekommen" konzentriere, fällt mir nach spätestens zwei Bahnen auf, dass beim Zug was schiefgeht und das kann ich dann einfach nicht auf sich sitzen lassen und schon vergesse ich auch mal, ordentlich auszuatmen und die Lunge wieder zu füllen. ;)

Eine Übung, die überraschend gut funktioniert ist one-arm pull with kickboard. Das hatte ich mir anstrengender vorgestellt. Die Übung hilft mir dabei, den Zug auch in ungünstiger Position nicht zu verkürzen. Ich meine, dass dadurch auch mein Wasserballkraul besser wird.

FlyLive 01.10.2018 16:41

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1409211)
Kurzes Update aus dem Karlsruher Schwimmparadies. :)


Tolles Foto :Blumen:

Dein Update und die dazugehörigen Schwimmübungen zeigen mir, das Schwimmen genau das richtige für Dich ist.

Eine Bahn, die man hin und zurück schwimmen kann und niemals verloren geht. Man nie genau sagen ob es vorwärts ging oder nicht. Es geht immer nur 25m / 50m vorwärts und auf dem Rückweg prompt zum Ausgangspunkt zurück.
Wenn es dann doch gelingt, einen Fortschritt zu erzielen, der sich festigen konnte - nimmt man die nächste Übung in Angriff, die zuvor erlerntes wieder vernichtet. Man merkt es aber erst wenn man die neue Übung festigen konnte. Gut das es nach einer Bahn wieder zurück geht. Schwimmen verzeiht soviel :Lachen2: .

Ich war heute auch kreiseln und habe eine überzeugende Feststellung zum Thema Wasserschatten und Gegenverkehr gemacht. Schwimmt man einem Schwimmer auf 10m Distanz hinterher, profitiert man immer noch von seinem Wasserschatten und schwimmt die 100m gut 3 Sekunden schneller.
Bei ähnlichem Aufwand schafft man die Zeit nicht mehr wenn man ca 10m vor dem Schwimmer los schwimmt.
Meine Theorie: schwimme ich hinterher, profitiere ich auf der 25er Bahn mindestens 20m vom Wasserschatten. Die letzten 5m treffe ich den Schwimmer beim entgegenkommen, was mich auf der Bahn nur leicht verlangsamt.
Andersrum muss ich 20m mit dem Wasserstrom des entgegenkommenden Schwimmers "kämpfen" ....vielleicht sogar 25m, weil ich mit meinem eigenen Wasserstrom nach der Wende zu tun habe. Für eine Theorie zum Nobelpreis in Physik wirds nicht reichen - aber trotzdem ist mir das erst heute so deutlich geworden.

Mein Highlight: die junge talentierte Schwimmerin ist bei ihrem Überholvorgang mit mir zusammen gerummst - das war wunderschön und es tat gar nicht weh. :liebe053:

werner 01.10.2018 17:41

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1407915)
Mein Fingerverband funktioniert super, nix flattert, alles bleibt trocken. :)

Das gibt mir die Gelegenheit, mein Körpergefühl zu verfeinern und dabei weitere Baustellen in meiner Armbewegung zu lokalisieren. Ich hole hier noch einmal ein Bildchen raus, auf dem erahnen kann, wo als nächstes gebuddelt werden muss:



Was ist damit nicht in Ordnung? Auf der linken Seite bin ich noch beim Anstellen. In dieser Phase müsste das Schulterblatt noch weit vorne sein und die Schulter das Ohr abdecken. Was man stattdessen sieht, ist, dass zwischen Schulter und Kopf schon ein fetter Spalt existiert und ich anfange, mit dem Ellenbogen zu führen.

Anstatt das Schulterblatt stabil zu halten und den Ellebogen oben, um nach dem Ende des Anstellens und zu Beginn der Diagonalphase den kompletten Weg für die Kraftübertragung nutzen zu können, habe ich 15 bis 20 cm Zugweg hergeschenkt.

Nun, da ich darauf aufmerksam geworden bin, arbeite ich daran, das abzustellen. Es braucht einiges an Konzentration aber wenn es glückt, fühlt sich der Zug sehr effektiv an. Irgendwo habe ich gelesen, Schwimmen sei als ob man sich entlang einer Leiter, die auf dem Beckenboden liegt, nach vorne zieht. So ähnlich würde ich das beschreiben.

Mir scheint, als würdest Du in dieser Phase mit keinem der Arme Vortrieb erzeugen. Also zu front quadrant mäßig. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, Du bist schneller, als ich.

schnodo 01.10.2018 18:33

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1409237)
Schwimmen verzeiht soviel :Lachen2:

Ein Glück verzeiht es auch tiefgründige Betrachtungen, bei denen man sich unsicher ist, ob man frohlocken oder weinen soll. Hört sich aber alles irgendwie zutreffend an. Schwimmen ist das Schönste! :liebe053:

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1409237)
Mein Highlight: die junge talentierte Schwimmerin ist bei ihrem Überholvorgang mit mir zusammen gerummst - das war wunderschön und es tat gar nicht weh.

Hast Du sie danach befragt oder war das nur Deine eigene Empfindung? :Lachen2:

Das mit dem Wasserschatten muss ich auch noch für mich erforschen. Momentan bin ich allerdings immer noch froh, wenn es bei meiner Schwimmerei nicht zu Personenschäden kommt.

Zitat:

Zitat von werner (Beitrag 1409252)
Mir scheint, als würdest Du in dieser Phase mit keinem der Arme Vortrieb erzeugen. Also zu front quadrant mäßig. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren

In dieser Phase erwartet man aber auch keinen nennenswerten Vortrieb. Das mag sich anders verhalten, wenn man ein Sprinter sein will und straight-arm-freestyle schwimmt aber das bin und will ich ja nicht.


Bildinhalt: Kraulzug-Animation


Bildinhalt: Alexander Popov - Kraft/Geschwindigkeits-Graph

Zitat:

Zitat von werner (Beitrag 1409252)
Du bist schneller, als ich.

Darauf, dass diese Aussage zutrifft, würde ich lieber keine allzu großen Geldbeträge wetten. :Cheese:


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