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tom81de 28.03.2020 19:57

Zitat:

Zitat von Matze8 (Beitrag 1520839)
@Hafu und Jens: Ich wünsche Euch gute Besserung :Blumen:

Von mir das Gleiche

JeLü 28.03.2020 20:00

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1520840)
Hat denn jemand verlässliche Informationen, ab wann Antikörpertests in größerem Umfang verfügbar sein werden?

Was meinst du mit in größerem Umfang?
100000 Probanden sollen auf Antikörper getestet werden.
Start: April/ woanders habe ich Mitte April gehlört/gelesen.
https://www.deutschlandfunk.de/covid...ews_id=1114815

In China wurden Antikörpertests schon durchgeführt. Es gibt aber Probleme mit der Zuverlässigkeit:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/coro...zen-ld.1548261
https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-16687111.html

In Singapur wird auch schon in größerem Stil getestet (Siehe NZZ).


Oder meinst in einer Anzahl von Millionen verfügbar?
Das wird länger dauern.
https://www.theguardian.com/world/20...health-england

abc1971 28.03.2020 20:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520771)
Ja. bin zugegebenermaßen im Augenblick etwas dünnhäutig, was damit zusammenhängt, dass ich auch in meinem privaten Umfeld und selbst Berufsumfeld laufend denselben Argumenten begegne, selbst von unserer Klinikleitung und das Gefühl habe, Diskussionen führen zu müssen, die sich angesichts der Realität in anderen Ländern (zuletzt New York) längst erledigt haben.

Dass ich seit gestern mich selbst mit typischen Covid-19-Symptomen krank melden musste, nachdem ich vorher zwei Wochenenden durcharbeiten musste (als Kompensation für zwei schon da erkrankte Kollegen, von denen einer mittlerweile positiv auf Covid-19 getestet wurde) trägt auch nicht zur inneren Ausgeglichenheit bei.

Ich weiß jetzt auch, wie schwierig bis unmöglich es aktuell ist, in unserem Landkreis getestet zu werden: rund zweieinhalb Stunden habe ich gestern in Warteschleifen verbracht und wenn ich nicht in der unmittelbaren Patientenversorgung, somit also systemkritisch tätig wäre, hätte man bei überfordertem kassenärztlichem Notdienst nichtmal meine Personalien aufgenommen. Bis jemand zu uns nach Hause kommt und einen Abstrich nimmt, kann es laut der Sekretärin an der Hotline noch Tage dauern.
Vor dem Hintergrund ist den offiziellen Infektzahlen in Deutschland trotz insgesamt relativ vieler Tests im Vergleich zu manchen Nachbarländern, natürlich absolut nicht zu trauen.

Der erste Covid-19-Todesfall bei uns im Landkreis war übrigens 54 Jahre alt und hatte keine Vorerkrankungen. Statistiken sind also immer so eine Sache, die wenig Aussagekraft für den Einzelfall haben.

Allerbeste Genesungswünsche. Hoffentlich wird es nicht so schlimm.

JeLü 28.03.2020 20:09

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1520843)
Ich empfehle den Podcast 21-23 von Drosten.

Da geht es um Antikörpertests und mögliche Medikamete.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Ich bin dann auch mal wieder raus. Was zur Hölle macht es eigentlich so unglaublich schwierig, eine Zusammenfassung zu schreiben?
Und ansonsten werden hier mal wieder Fragen gestellt und beantwortet, die eine einfache Google-Suche ebenfalls beantworten kann, nicht wahr, Atom?

Um noch etwas Konstruktives zu schreiben:
Laut Studien berührt man mit Handschuhen wesentlich seltener das Gesicht. Ist aber dann natürlich so, dass man entweder Einmalhandschuhe anzieht oder die auch häufiger wäscht, sonst wird es schnell kontraproduktiv.

abc1971 28.03.2020 20:14

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 1520784)
Dir erstmal alles Gute!

Was heißt denn ohne Vorerkrankung? Wird nach dem Tod noch untersucht ob eine Vorerkrankung vorlag oder heißt „ohne Vorerkrankung“ lediglich ohne bekannte Vorerkrankung?
Mein Mann z. B. hat eine neue Herzklappe bekommen. Als er im KH lag, lagen dort noch einige Männer unter 40 die nicht wußten, dass sie eine Herzklappeninsuffzienz hatten. Denen wurde halt schwindelig und sie sind vom Rad gefallen oder mit dem Auto vor dem Baum gelandet.
Ich finde die Formulierung „ohne Vorerkrankung“ etwas schwammig.

Guter Punkt, vielleicht wäre die Formulierung „ohne bekannte Vorerkrankung“ die passendere?

Außerdem finde ich auch eine andere Formulierung, welche ständig gebraucht wird echt schwierig. Sinngemäß: „Zur Risikogruppe gehören nur Menschen mit Vorerkrankungen“ Soll sicherlich der Beruhigung dienen. Als relevante Vorerkrankung gilt aber durchaus auch Bluthochdruck und dieser ist eine Volkskrankheit.

MattF 28.03.2020 20:17

Zitat:

Zitat von JeLü (Beitrag 1520846)
Was meinst du mit in größerem Umfang?
100000 Probanden sollen auf Antikörper getestet werden.
Start: April/ woanders habe ich Mitte April gehlört/gelesen.
https://www.deutschlandfunk.de/covid...ews_id=1114815

In China wurden Antikörpertests schon durchgeführt. Es gibt aber Probleme mit der Zuverlässigkeit:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/coro...zen-ld.1548261
https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-16687111.html

In Singapur wird auch schon in größerem Stil getestet (Siehe NZZ).


Oder meinst in einer Anzahl von Millionen verfügbar?
Das wird länger dauern.
https://www.theguardian.com/world/20...health-england

Das verstehst du unter Zusammenfassungen zu Links?

BananeToWin 28.03.2020 20:17

Zitat:

Zitat von JeLü (Beitrag 1520846)
Oder meinst in einer Anzahl von Millionen verfügbar?

Nein, ich meine einige Tausend, um mal einen Eindruck zu haben, wie hoch die Durchseuchung evtl. schon sein könnte bzw. in welchem Bereich die Dunkelziffer sein könnte.

Das würde ja schon sehr substantiell etwas an der möglichen Zeitdauer ändern, die der Virus uns noch Probleme machen könnte. Wenn man nun ein Modell rechnet und eine Dunkelziffer in der Größenordnung der positiv Getestete an nimmt, dann dauert die Immunisierung noch ewig. Wenn wir eine 10-fache, 20-fache, 50-fache Dunkelziffer hätten, sähe das Modell ja ganz anders aus.

Soweit ich weiß, gibt es dazu aktuell keine seriöse Schätzung, die irgendwie auf Fakten beruht. Oder kennt jemand was?

abc1971 28.03.2020 20:23

Zitat:

Zitat von Snip (Beitrag 1520817)
Hier das gleiche Bild. Die Leute haben absolut kein Durchhaltevermögen, und das nach gerade mal 1 - 2 Wochen.
Genauso die die Presse, anstatt mal hinter der Politik zu stehen, liest man immer irgendwelche Artikel mit " Wie lange noch Ausgangsbeschränkung ? " usw.
Richtig schlecht.

Die Rolle der Presse, gerade des Boulevards, ist mehr als fragwürdig, aber leider typisch. Wurde vor 2 Wochen noch Kanzler kurz, wegen seines harten und schnelleren Shut-Down Kurses gelobt und die Zurückhaltung unserer Politik getadelt, fängt man nach 2 Tagen Kontaktverbot in Deutschland die Heulerei an, dass dies ja nicht lange andauern dürfe
Ich nenne so etwas schäbig

abc1971 28.03.2020 20:27

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520825)
Achja und vielen Dank für die vielen guten Wünsche auch von mir. :Blumen:
Ich hab' etwas Kopfschmerzen, ganz wenig Husten, kein Frösteln mehr (wie am ersten Tag), hab, die letzten zwei Nächte jeweils über 12 Stunden geschlafen. Insgesamt also bis jetzt ein milder Verlauf (was hoffentlich so bleibt), aber eben auch deutlich anders als bei einem herkömmlichen grippalen Infekt.



Drücke fest die Daumen, dass es so bleibt :Blumen:

DocTom 28.03.2020 20:31

Gute Besserung und milden Verlauf wünsche ich allen Infizierten, aktuell HaFu und Jens!
Allen anderen, bleibt gesund!:Blumen:

abc1971 28.03.2020 20:33

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1520827)
Wir waren wohl in der gleichen Ecke unterwegs.:Lachen2: :Blumen:
Ich gebe zu, die Wege Rammelvoll mit Radlern. Aber immer schön auf Abstand und höchstens Familien zusammen. Selbst Da waren Väter & Mütter oft getrennt mit 1-2 Kindern.

Heute in der Voreifel unterwegs, typische Rennrad-Gegend: Ansonsten auch viele größere Rennradgruppen, heute max. 2 Personen, viele alleine
Aber einige auswertige Autofahrer (Kennzeichen MG, K, D, BN) in die Eifel oder aus der Eifel zurück. Gefühlt aber auch nicht mehr als sonst, eher weniger. Gleiches gilt auch für Motorradfahrer, die mir als Radler ansonsten hart auf den Sack gehen. Hier auch keine Gruppen und eher weniger als sonst.

abc1971 28.03.2020 20:38

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1520842)
Zum Händewaschen:
Ich wasche mir aktuell nicht wahnsinnig oft am Tag die Hände, aber schon wesentlich häufiger und intensiver als früher.
Mittlerweile sehe ich, dass die Haut an meinen Händen ziemlich trocken geworden ist.
Da werde ich mir wohl besser eine Handcreme besorgen.

Kenne ich - Stokolan hilft richtig gut

abc1971 28.03.2020 20:43

Nochmal was zum Thema Test: Im Kreis Euskirchen gibt es seit Montag ein Drive-Inn Testcenter. Die Fallzahlen in Kreis haben sich innerhalb einer Woche nahezu verdoppelt. Das ist mal wieder der eindeutige Beleg, wie wichtig es ist, flächendeckend zu testen.

zahnkranz 28.03.2020 20:49

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1520834)
Genau letzteres sollte doch aktuell eigentlich nicht mehr passieren! Aktuell bei der geltenen Ausgangsbeschränkung sollte grundsätzlich kaum noch jemand draußen rumlaufen, außer Arbeitsweg, für wichtige Besorgungen oder eben zum Luft schnappen.

Erstmal alles alles Gute Hafu, auch Dir Jens!!

Das ist genau das Problem, heute waren unheimlich viele Menschen draußen, paar einsamer Jogger, Unmengen an Radfahrern, davon sehr viele ältere auf E-Bikes. Auch zahlreiche Spaziergänger. Gruppenbildungen habe ich selbst keine gesehen, dafür öfters Polizei auf Streife, die auch gezielt Orte anfuhr, die bei Spaziergängern beliebt sind. Klar, auf der einen Seite erzielen die Ausgehverbote die gewünschte Wirkung nicht, wenn doch jeder nach draußen kann, andererseits haben sich zumindest die, die ich gesehen habe, sehr ordentlich verhalten. Ich denke, da ist die Gefahr höher, sich in dem ein oder anderen Supermarkt anzustecken. Da ist es nicht immer möglich den Mindestabstand einzuhalten, einfach weil die Flure zu schmal sind. In einem Laden haben sie die Kundenanzahl, die sich gleichzeitig drinnen aufhalten darf, sehr stark reglementiert, das hat wirklich gut funktioniert.

abc1971 28.03.2020 20:49

Ich empfehle übrigens die gestrige Pressekonferenz, des Landes NRW, mit Prof. Streeck, von der Uni Bonn. Im Landkreis Heinsberg startet nun eine Studie,
mit deren Hilfe man Ansteckungswege genauer untersuchen will. Ziel ist bereits innerhalb von 2 Wochen Ergebnisse zu haben, welche eine fundierte Grundlage dafür liefern sollen, welche Maßnahmen möglicherweise gelockert werden könnten. Man profitiert an dieser Stelle von der tragischen Situation im Landkreis Heinsberg.

Prof. Streeck scheint in NRW eine ähnliche Rolle zu haben, wie Prof. Droste im Bund

ThomasG 28.03.2020 20:54

Zitat:

Der Anstieg der Fallzahlen sei noch kein Indiz, dass die Corona-Pandemie sich weiter ungebremst ausbreite, sagt Markus Grill vom Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Schließlich würde auch die Zahl der Tests erhöht. "Dann ist auch die Erwartung vorhanden, dass man auch deutlich mehr Infizierte findet."

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=l9ySHHfzyTA

ThomasG 28.03.2020 21:04

Zitat:

Zitat von tagesschau
Die aktuelle Corona-Zwangspause entzieht vielen Menschen die Lebensgrundlage. Für sie wäre es am besten, wenn sie schnell wieder regulär arbeiten könnten. Doch das geht laut Wissenschaftlern erst, wenn die Zahl der Infizierten nicht mehr steigt, sondern stagniert.

Nur so müssen sich Ärzte in Deutschland nicht die Frage stellen, die sich Kollegen zum Beispiel in Italien derzeit täglich stellen, wenn Beatmungsgeräte fehlen: Wem soll ich das Leben retten und wem nicht?

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=jWO89prCKkc

qbz 28.03.2020 21:12

Zitat:

Zitat von abc1971 (Beitrag 1520862)
Nochmal was zum Thema Test: Im Kreis Euskirchen gibt es seit Montag ein Drive-Inn Testcenter. Die Fallzahlen in Kreis haben sich innerhalb einer Woche nahezu verdoppelt. Das ist mal wieder der eindeutige Beleg, wie wichtig es ist, flächendeckend zu testen.

Irgendwie finde ich die statistische Situation total unbefriedigend. Man ist fast überall auf Vermutungen und Schätzungen angewiesen. Die einzig verlässliche Zahl sind noch die behandelten Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern und die an Covid-19 Verstorbenen.

Helmut S 28.03.2020 21:25

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1520871)
Irgendwie finde ich die statistische Situation total unbefriedigend. Man ist fast überall auf Vermutungen und Schätzungen angewiesen. Die einzig verlässliche Zahl sind noch die behandelten Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern und die an Covid-19 Verstorbenen.

Was würde sich für dich ändern, wenn du genauere Zahlen hättest?

ThomasG 28.03.2020 21:26

Zitat:

Zitat von abc1971 (Beitrag 1520861)
Kenne ich - Stokolan hilft richtig gut

Danke :-)!
Zitat:

Tipp 1: Höchstens 10 Mal täglich Hände waschen

Beispiel Händewaschen: Man hat Patienten angefasst, mit Essen hantiert, vielleicht leicht staubige Bücher oder ältere, speckige Zeitschriften weggeräumt. Der Impuls nun: Hände waschen, weg mit dem gefühlten Schmutz – und das möglichst unter fließendem Wasser. Doch vom schnellen und mehrfachen Gang zum Waschbecken rät die BGW ab: „Häufiges Händewaschen lässt nur unnötig die Hornschicht der Haut aufquellen“, sagt Alexandra Morch-Röder. Die Folge, so die BGW-Hautexpertin: Hautfette und Feuchthaltefaktoren gingen verloren, die Haut trockne aus. Es drohen Erkrankungen wie sogenannte Abnutzungsekzeme. Das zumindest legt eine Studie aus Dänemark nahe: Hautärzte der Universitäten Kopenhagen und Roskilde hatten 2012 bei einer Studie unter rund 2200 Ärzten und Klinikpflegekräften herausgefunden, dass jeder sechste der Befragten an einem Handekzem litt. Interessant: 52 Prozent der Betroffenen wusch sich nach eigenen Angaben häufiger als zehn Mal täglich die Hände. Von den Befragten ohne Ekzeme taten dies nur 43 Prozent.
Quelle: https://www.pflegen-online.de/haende...sser-und-seife

Zitat:

Tipp 5: Creme, Creme, Creme

Auffällig war zudem, dass Handekzeme bei jenen dänischen Pflegekräften und Ärzten seltener auftraten, die während ihrer Arbeit regelmäßig Feuchtigkeitscremes benutzten. Für die BGW gehört das Eincremen der Hände ohnehin zur täglichen Handpflege dazu. „Besonders vor Arbeitsbeginn, vor dem längeren Tragen von Handschuhen oder wenn die Hände länger mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, ist das Auftragen eines Hautpflegeprodukts nötig“, so die Empfehlung der Unfallversicherung.

Und so mag es zeitaufwändig sein und müßig, seinen Arbeitsablauf hautverträglicher zu gestalten. Doch die BGW ist überzeugt, dass sich der Einsatz lohnt. Denn wer sich wenigstens darum bemühe – also geeignete Handschuhe trage, Hautschutzcreme und Händedesinfektionsmittel konsequent und richtig benutze – , der behalte einen wertvollen Schatz: Er behält, so die BGW, „heile Hände“.
Quelle: https://www.pflegen-online.de/haende...sser-und-seife

LidlRacer 28.03.2020 21:37

Zitat:

Zitat von abc1971 (Beitrag 1520865)
Ich empfehle übrigens die gestrige Pressekonferenz, des Landes NRW, mit Prof. Streeck, von der Uni Bonn. Im Landkreis Heinsberg startet nun eine Studie, ...

Müsste dies hier sein:
Pressekonferenzen der Bundesregierung sowie der NRW-Landesregierung zur Corona-Pandemie

Ist etwas länglich - wann wird's interessant?

qbz 28.03.2020 21:59

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1520876)
Was würde sich für dich ändern, wenn du genauere Zahlen hättest?

Muss sich subjektiv für mich etwas ändern, um sich valide epidemiologische Daten zu wünschen. ;) :Blumen:

abc1971 28.03.2020 22:04

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1520879)
Müsste dies hier sein:
Pressekonferenzen der Bundesregierung sowie der NRW-Landesregierung zur Corona-Pandemie

Ist etwas länglich - wann wird's interessant?

Ab dem Zeitpunkt, wo Prof. Streeck redet. Müsste nach MP Laschet und Minister Laumann sein. Habe die Minute leider nicht mehr präsent :Blumen:

LidlRacer 28.03.2020 22:10

Zitat:

Zitat von abc1971 (Beitrag 1520885)
Ab dem Zeitpunkt, wo Prof. Streeck redet. Müsste nach MP Laschet und Minister Laumann sein. Habe die Minute leider nicht mehr präsent :Blumen:

Danke, also ab hier:
https://youtu.be/cKSvbrEDedc?t=2524

Antracis 28.03.2020 22:44

In Schweden hat sich die Anzahl der Toten in den letzten 5 Tagen von 21 auf 105 Tote gesteigert. Case-Fatality-Rate um 3%, was darauf hinweisen könnte, dass die Anzahl der erfassten Neuerkrankungen, die sich fast verdoppelt hat, deutlich zu gering ist. Ist natürlich aufgrund der noch geringen Fallzahlen alles ohne starke Aussagekraft, ich rechne aber mit einem Lockdown innerhalb der nächsten 10 Tage.

Triphil 28.03.2020 22:58

Könnte es nicht auch sein, dass unterschiedliche Coronastämme aufgrund von Mutation unterwegs sind? Mich wundert nur der stark unterschiedliche Verlauf. Ich weiß nun aber nicht ob bei einem veränderten Covid der Test auch positiv wäre,denke aber schon, dass der Test eventuell dies nicht unterscheiden kann. Es wäre natürlich richtig beängstigend, wenn der Virus an Mortalität durch Herumreichen zunimmt. Hoffentlich bleibt der Welt wenigstens das erspart.

Hoffentlich kommt auch bald die Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit,zumindest beim Arbeiten und in Läden. So würde jeder der VirusTräger ist weniger Leute anstecken und ein paar weniger würden sich mit Maske auch nicht anstecken.

Antracis 28.03.2020 23:05

Coronavirus mutieren wohl nicht so häufig wie z.B. Influenza-Viren. Eine erhöhte Mortalität kann natürlich vorkommen, aber epidemiologisch gesehen, nimmt die Sterblichkeit im Zeitverlauf durch Mutation eher ab. Ein Virus, dass seine Wirte umbringt, vor allem wenn es das schnell tut, ist ja nicht vorteilhaft für seine Verbreitung.

Andererseits: Das Infektionserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich verlaufen, ist so normal, wie die Tatsache, dass Medikamente nicht bei jedem Menschen gleich wirken. Wir sind komplizierte Organismen.

Triphil 28.03.2020 23:09

Natürlich mutiert Covid häufiger als Influenza,denn Covid ist doch ein RNA Virus oder?
Wenn der mutierte Virus schneller und leichter verbreitet wird, da er infektiöser ist,ist er derjenige der sich durchsetzt oder zumindest auch Erfolg hat(aus Virussicht). Dann spielt das Überleben vom Wirt keine Rolle bei der Verbreitung.

Antracis 28.03.2020 23:26

Zitat:

Zitat von Triphil (Beitrag 1520894)
Natürlich mutiert Covid häufiger als Influenza. Denn Covid ist doch ein RNA Virus oder?
Wenn der mutierte Virus schneller und leichter verbreitet wird, da er infektiöser ist,ist er derjenige der sich durchsetzt oder zumindest auch Erfolg hat(aus Virussicht). Dann spielt das Überleben vom Wirt keine Rolle bei der Verbreitung.

Ich hatte aus einem Podcast von Drosten in Erinnerung, dass die Mutationsrate geringer ist, vielleicht bezog sich das aber auch nur auf die Hüllproteine und die Impfstoffe ? Ich lasse mich da gerne korrigieren.

Aber Du sprachst doch von Mortalität, das ist ja etwas anderes als Infektiosität. Letztlich scheint ja die Tatsache, dass es eine verhältnismäßig lange Inkubationszeit ohne Symptome gibt, einer der Gründe Für die leichte Verbreitung zu sein.

Trotzdem ist eine erhöhte Mortalität tendenziell für das Virus ein negativer Faktor. Nicht umsonst verursachen die verbreiteten Viren häufig banale Magen-Darm-Infekte und leichte grippale Infekte.

Ein so tödliches Virus wie das HI-Virus hätte zum Beispiel nie so eine Pandemie ausgelöst, wenn nicht die Latenzphase so lange wäre und die ersten Symptome so milde wären.

Aber Du hast natürlich recht: Wenn jetzt die Gefährlichkeit ansteigt, würde sich das aufgrund der hohen Infektiosität erstmal negativ auswirken.

Mir ging es aber darum, dass die Variabilität des Krankheitsbildes normal ist und nicht durch unterschiedliche Stämme bedingt sein muss.

anlot 28.03.2020 23:27

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1520871)
Irgendwie finde ich die statistische Situation total unbefriedigend. Man ist fast überall auf Vermutungen und Schätzungen angewiesen. Die einzig verlässliche Zahl sind noch die behandelten Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern und die an Covid-19 Verstorbenen.

Wobei letzteres ja auch nicht genau ist. Wie bereits wahrscheinlich bekannt ist, werden alle Verstorbenen als Corona Tote gezählt, sofern lediglich eine Infizierung festgestellt wurde und nicht weil sie daran gestorben sind. Heißt auch diejenigen, die eine ganz andere Todesursache hatten.

Triphil 28.03.2020 23:36

Ich habe es nochmals genau nachgeschaut, es ist ein RNA Virus und daher mutiert es schneller, da mehr Ablesefehler passieren. Naja wenn nun ein Virus sich schnell verbreitet und tötlicher ist, ist er vielleicht weniger verbreitet wie sein Stammeskollege,ist aber halt trotzdem Scheisse.
Mir ist der Unterschied im Verlauf zu groß für einen Stamm,oder da ist ein anderer Faktor,der mir noch nicht klar ist.

qbz 28.03.2020 23:38

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1520896)
Wobei letzteres ja auch nicht genau ist. Wie bereits wahrscheinlich bekannt ist, werden alle Verstorbenen als Corona Tote gezählt, sofern lediglich eine Infizierung festgestellt wurde und nicht weil sie daran gestorben sind. Heißt auch diejenigen, die eine ganz andere Todesursache hatten.

Zu diesem Thema meint das RKI als Antwort auf eine Anfrage zu der Definition: Todesfall durch Covid-19.

"Gerade bei COVID-19 dürften die Fälle, in denen sich unter der Infektion ein Geschehen verwirklicht, dass auch unabhängig von der Infektion eingetreten wäre, angesichts der zumeist kurzen Zeitspanne von einigen Tagen zwischen der Infektion und dem Tod und den für COVID-19 typischen vielfach schweren bis hin zu tödlichen Krankheitsverläufen zu vernachlässigen sein."

Covid-19, Todesfalldefinition

Antracis 28.03.2020 23:41

Zitat:

Zitat von Triphil (Beitrag 1520898)
Ich habe es nochmals genau nachgeschaut, es ist ein RNA Virus und daher mutiert es schneller, da mehr Ablesefehler passieren. Naja wenn nun ein Virus sich schnell verbreitet und tötlicher ist, ist er vielleicht weniger verbreitet wie sein Stammeskollege,ist aber halt trotzdem Scheisse.
Mir ist der Unterschied im Verlauf zu groß für einen Stamm,oder da ist ein anderer Faktor,der mir noch nicht klar ist.

Kannst Du speziell zum aktuellen Corona-Virus eine Quelle auftreiben ? Ich habe jetzt mal kurz quergegoogelt, und habe vermehrt die Info gefunden, dass die SARS-Corona-Viren langsamer mutierten als andere Coronaviren. Aber alle ausführlichen Beiträge waren hinter einer Paywall.

Weiterhin findet sich eine Aussage von Frau Prof. Mölling, dass Corona-Viren 10 x langsamer mutieren als Grippeviren, allerdings finde ich Frau M. Ja als Kronzeugin zur aktuelle Debatte nicht besonders verlässlich.

Muss jetzt ins Bett, werde aber morgen nochmal nachforschen, ist ja doch interessant.

Triphil 28.03.2020 23:45

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1520896)
Wobei letzteres ja auch nicht genau ist. Wie bereits wahrscheinlich bekannt ist, werden alle Verstorbenen als Corona Tote gezählt, sofern lediglich eine Infizierung festgestellt wurde und nicht weil sie daran gestorben sind. Heißt auch diejenigen, die eine ganz andere Todesursache hatten.

Genau und es ist ja einfach so,dass du eigentlich 3 Tests bräuchtest oder 3 Ansätze um ein sicheres Ergebnis zu liefern (also eine Probe 3x),derzeit wird ein Ansatz gefahren,dass Ergebnis ist dann eher so ein 50/50 Ding. Ich kenne jemanden aus dem Testlabor. Getestet wird derzeit nur noch wirklich akute heftige Fälle oder über 65 Jahre, zumindest hier. Sogar Leute aus Risikogebiete mit Krankheit mit entsprechenden Symptomen aus meinem Umfeld haben keinen Test bekommen und laufen schön rum...

Die Zahlen kannst du also derzeit nicht gebrauchen.

Ich finde, es arbeiten noch viel zu viele...inkl. Physio und Spangenärzte usw. Industrie... Alle ohne Mundschutz...so wird das nix.
Ich habe am Freitag mit Mundschutz gearbeitet... Habe mich wie ein außerirdischer Trottel gefühlt. Wenn es alle machen würden, hätte es ein super Effekt und wäre nicht so unangenehm.

Triphil 28.03.2020 23:47

https://www.google.com/amp/s/www.br....klaert,RphvPWY

Ich finde es auch interessant...aber auch richtig sch....
Übrigens bin ich nicht studiert,kann mich auch irren und wollte das eher diskutieren und nicht feststellen.

Ich möchte mir auch noch folgendes vom Herzen schreiben: ich finde das von China nachhaltig unglaublich doof. Sie tragen an der Verbreitung eine große Schuld. Keiner schreibt das laut, natürlich kann sich jetzt auch keiner einfach Mal dafür entschuldigen,dass man Beweise von 5 Laboren vernichtet hat und es vertuschen wollte.... Da macht man vorher Amerika verantwortlich. Ich persönlich denke das die Virologie in Wuhan da bissle Scheisse gebaut hat. Es wurden schon soviele Fledermäuse gegessen... Aber nun so ein Virus... Genau aus einer Stadt mit einem Virus- Labor unter militärischer Leitung... Aber ne da ist ja der Markt daneben Schuld. Wurde nicht auch vor kurzem ein Mensch gekolnt in China obwohl man sowas nicht macht. Sind mir zuviele Zufälle... Wenn jetzt noch China zur Weltmacht Nummer eins wird,dann sind alle Verschwörungsthoretiker glücklich.

Ich mag solche unbewiesenen Theorien nicht... Aber eine falsch gegessen Fledermaus... War die millionste gegessen Fledermaus schlecht?

Ausdauerjunkie 29.03.2020 00:05

Zitat:

Zitat von Triphil (Beitrag 1520901)
Genau und es ist ja einfach so,dass du eigentlich 3 Tests bräuchtest oder 3 Ansätze um ein sicheres Ergebnis zu liefern (also eine Probe 3x),derzeit wird ein Ansatz gefahren,dass Ergebnis ist dann eher so ein 50/50 Ding. Ich kenne jemanden aus dem Testlabor. Getestet wird derzeit nur noch wirklich akute heftige Fälle oder über 65 Jahre, zumindest hier. Sogar Leute aus Risikogebiete mit Krankheit mit entsprechenden Symptomen aus meinem Umfeld haben keinen Test bekommen und laufen schön rum...

Die Zahlen kannst du also derzeit nicht gebrauchen.

Ich finde, es arbeiten noch viel zu viele...inkl. Physio und Spangenärzte usw. Industrie... Alle ohne Mundschutz...so wird das nix.
Ich habe am Freitag mit Mundschutz gearbeitet... Habe mich wie ein außerirdischer Trottel gefühlt. Wenn es alle machen würden, hätte es ein super Effekt und wäre nicht so unangenehm.

Außerirdisch mit Mundschutz und Handschuhen, war ich heute kurz einkaufen. Erstmals seit 2 Wochen Klopapier gesehen. Am Eingang ein großes Abstandsschild, innen nur an den Kassen 3 Markierungen. Seit heute habe ich auch eine neongelbe Abstandsweste.:Cheese:
Personal im Markt: keine Handschuhe, kein Mundschutz. Dauert noch.

Triphil 29.03.2020 00:13

Meine chinesische Freundin von hongfu -bikes habe ich erzählt,dass hier niemand einen Mundschutz trägt, sie konnte das nicht glauben,ihre Worte: thats so dangerous! People start to wear if the others are ill arround them...thats to late.

LidlRacer 29.03.2020 00:32

Zitat:

Zitat von Triphil (Beitrag 1520902)
Ich möchte mir auch noch folgendes vom Herzen schreiben: ich finde das von China nachhaltig unglaublich doof. Sie tragen an der Verbreitung eine große Schuld. Keiner schreibt das laut, natürlich kann sich jetzt auch keiner einfach Mal dafür entschuldigen,dass man Beweise von 5 Laboren vernichtet hat und es vertuschen wollte.... Da macht man vorher Amerika verantwortlich. Ich persönlich denke das die Virologie in Wuhan da bissle Scheisse gebaut hat. Es wurden schon soviele Fledermäuse gegessen... Aber nun so ein Virus... Genau aus einer Stadt mit einem Virus- Labor unter militärischer Leitung... Aber ne da ist ja der Markt daneben Schuld. Wurde nicht auch vor kurzem ein Mensch gekolnt in China obwohl man sowas nicht macht. Sind mir zuviele Zufälle... Wenn jetzt noch China zur Weltmacht Nummer eins wird,dann sind alle Verschwörungsthoretiker glücklich.

Ich mag solche unbewiesenen Theorien nicht... Aber eine falsch gegessen Fledermaus... War die millionste gegessen Fledermaus schlecht?

Das "schreibt keiner laut" (außerhalb der Gilde der Verschwörungstheoretiker), weil es höchstwahrscheinlich falsch ist.
Wurde schon in genügend Faktenchecks und auch ausreichend hier diskutiert.

PS:
Wenn Du das selbst verlinkte Erklärvideo aufmerksam geschaut hättest, hättest Du auch gehört, dass für den Übergang vom Tier zum Mensch (i.d.R.?) eine Mutation nötig ist.

Helios 29.03.2020 07:35

Moin,

nach 8 Tagen beim Aufwachen nicht mehr verschleimt und bekomme "sauber" Luft, ohne zu röcheln.

Soll das der unheimliche "survival of the fittest" Virus gewesen sein??

Hat "Es" sich noch ein Hintertürchen aufgespart um zuzuschlagen, wenn man leichtsinnig wird?? Fragen über Fragen

der Hund guggt.

Triphil 29.03.2020 07:47

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1520906)
Das "schreibt keiner laut" (außerhalb der Gilde der Verschwörungstheoretiker), weil es höchstwahrscheinlich falsch ist.
Wurde schon in genügend Faktenchecks und auch ausreichend hier diskutiert.

PS:
Wenn Du das selbst verlinkte Erklärvideo aufmerksam geschaut hättest, hättest Du auch gehört, dass für den Übergang vom Tier zum Mensch (i.d.R.?) eine Mutation nötig ist.

Hä? Eben... Daher mutiert er, darum geht es ja, mein Diskussionspartner meinte ja,dass er eventuell weniger mutiert als z.B. Influenza. Ein Zeichen dafür,dass Corona oft mutiert ist auch,dass er mindestens schon auf einem Hund und einer Katze bei infizierten Menschen im Haushalt nachgewiesen wurde und in China nach ein paar Wochen eine Frau sich nach einen überstanden Krankenhausaufenthalt wieder angesteckt hat... Dass kann ja dann nicht der gleiche gewesen sein... Also normal.
Fakten über Fakten,alles schon durch diskutiert...wer weiß denn was und wer sagt denn das. Keiner war irgendwo dabei und jede Theorie kann falsch sein.


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