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ThomasG 08.05.2020 18:43

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1530870)
Vielleicht hast Du ja am zweiten Beispiel gemerkt, dass man mit der Rechnung nicht zum Ziel kommt.

Das wusste ich selbstverfreilich schon, bevor ich den Online-Rechner bemühte!
Wer würde daran zweifeln?
;-)

Nachtrag:

Nächsten Mittwoch geht die Präsenznachhilfe wieder los ...
Um meine Gehirnwindungen wieder zu aktivieren, leite ich am Wochenende die Berechnungsformel zur Ermittlung der Stichprobengröße her.
Man sollte ja mit relativ leichten Übungen beginnen und sich dann allmählich steigern.
;-)

qbz 08.05.2020 18:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1530816)
.......
Zu Beginn der Epidemie Mitte März waren die Gesundheitsämter in den Hotspotregionen damit reihenweise überfordert.
......

Sobald die Zahlen wieder steigen, wird das auf jeden Fall in Berlin weiterhin der Fall sein. Man hat zur Überbrückung sich mit Studenten ausgeholfen und diese eingearbeitet. Qualifiziertes Personal auf festen Stellen sowie geeignete PC-Programme fehlen.

"Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) hat die in den Lockerungsplänen von Bund und Ländern vereinbarte Infektionsobergrenze als viel zu hoch kritisiert.
.......
Teichert sagte dem RND, ihr sei schleierhaft, woher die Zahl 50 komme. Die Gesundheitsämter hätten in den vergangenen Wochen die Arbeit nur geschafft, weil das Personal unter anderem durch Medizinstudenten und viele Freiwillige verdrei- bis vervierfacht worden sei.

"Und dennoch sind alle Mitarbeiter der Gesundheitsämter in den vergangenen Wochen auf dem Zahnfleisch gekrochen." Die Aushilfskräfte seien nun teilweise schon wieder weg, weil sie ins Studium oder in ihren eigentlichen Job zurückgekehrt seien."

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...f-f279421d3a6f

Natürlich gehört Öffentlichkeitsarbeit zum Handwerk eines Verbandes, aber die Einschätzung deckt sich mit meinen Erfahrungen / Kenntnissen der Berliner Gesundheitsämter, wo in den vergangenen Jahrzehnten der Personalabbau überproportional erfolgte. Wir hatten im Jugendamt regelmässig Beschäftigte aus dem Gesundheitsamt übernommen, die wegen Stellen- und Aufgabenwegfall in den sog. Überhang kamen und in andere Ämter wechseln mussten.

Im Unterschied zu Krankenhäusern und den Notfallaufnahmen arbeiten die Ämter wie eine Behörde, d.h. am Wochenende nicht. So heisst es aus Greiz:

Der Pandemiestab des Landkreises will das am kommenden Montag klären. Aus Kreisen des Thüringer Landtags heißt es, gerade das Greizer Gesundheitsamt habe Probleme, die Fälle nachzuverfolgen. Wie in vielen Gesundheitsämtern herrscht auch dort Personalmangel, eine von fünf Arztstellen ist unbesetzt.
https://www.spiegel.de/politik/deuts...6-68a44cbb1d2d

Stefan 08.05.2020 19:15

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1530875)
Man hat zur Überbrückung sich mit Studenten ausgeholfen und diese eingearbeitet. Qualifiziertes Personal auf festen Stellen sowie geeignete PC-Programme fehlen.

Die Software kann man gerne kritisieren. Aber hätte man über Jahre Mitarbeiter für einen solchen Fall vorhalten sollen, die bis Anfang 2020 ihre Zeit mit Daumen drehen verbracht hätten?

qbz 08.05.2020 19:22

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1530878)
Die Software kann man gerne kritisieren. Aber hätte man über Jahre Mitarbeiter für einen solchen Fall vorhalten sollen, die bis Anfang 2020 ihre Zeit mit Daumen drehen verbracht hätten?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn man nicht X-Aufgaben radikal abgebaut hätte, die früher zur Gesundheitsvor-/fürsorge des Amtes gehörten - ich kann Dir da sofort ganze Einrichtungen aufzählen, die aus dem Gesundheitsamt gestrichen, privatisiert oder ausgelagert wurden (z.B. an die niedergelassenen Ärzte) - hätte man eigene Personalressourcen schnell in die plötzlich anfallenden Pandemieaufgaben zur Überbrückung verschieben können.

Hafu 08.05.2020 19:35

Die Fallnachverfolgung ist personell aufwendig, aber jetzt auch kein Hexenwerk. Man muss halt Betroffene Interviewen, Adressen ermitteln, Kontaktpersonen für Tests einbestellen.
Das sollte grundsätzlich jede angelernte Bürokraft oder studentische Hilfskraft hinbekommen.

Der Stellenabbau und die Personalverschlankung der Vergangenheit ist sicher ein Problem, aber jetzt sollte man da nach vorne gucken und angesichts der wirtschaftlichen Folgen jedes auch lokalen Lockdowns, sollten personelle Engpässe in diesem Bereich schon lösbar sein.

ThomasG 08.05.2020 20:54

WELT DOKUMENT: Corona-Studie - Viele Covid-19-Erkrankte sterben an Embolien
Zitat:

Bei vielen gestorbenen Covid-19-Patienten können Thrombosen und Embolien festgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie am Institut für Rechtsmedizin des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf, wie Stefan Kluge, Direktor der UKE-Intensivmedizin am Freitag in Hamburg sagte. Demnach seien bei Obduktionen von zwölf Covid-19-Patienten in sieben Fällen verstärkt Thrombosen - also Gerinselbildungen - in den Gefäßen der unteren Extremitäten festgestellt worden. Vier Patienten seien an einer Lungenembolie gestorben, ohne dass es vor ihrem Tod entsprechende Anzeichen gegeben habe.

Die Ergebnisse der Studie hätten sich auch bei weiteren Obduktionen wiedergefunden, sagte der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, Klaus Püschel. Insgesamt seien in seinem Institut bisher 190 gestorbene Covid-19-Patienten untersucht worden.

Die Ergebnisse hätten auch Einfluss auf die Behandlung Erkrankter, sagte Kluge. «Wir haben jetzt die Möglichkeit, einen Teil der Patienten zu behandeln mit Blutverdünnern. Und das sollten wir auch tun.»

Dass in die den Angaben zufolge weltweit erste Studie dieser Art nur vergleichsweise wenig Obduktionen eingingen, sei auch dem Zeitfaktor geschuldet, sagte der Oberarzt des Instituts für Rechtsmedizin, Jan Sperhake. Hätte man mehr Fälle berücksichtigt, «wären wir nicht schnell genug gewesen. So einfach ist das.»

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VvH3mG-v0Ms


Nachtrag:

Nach rund 37 Minuten hatte Prof. Püschel länger Gelegenheit zu sprechen.
Was er zu sagen hatte, finde ich sehr hörenswert:

https://youtu.be/VvH3mG-v0Ms?t=2221

Lucy89 08.05.2020 21:06

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1530813)
50 Neuinfizierte in 7 Tagen / 100 000 Einwohner in Eurem Landkreis.

Diese Grafik zeigt es an

Soweit ich es in einer Talkshow gehört habe, wollten die Regierung und Stadtstaaten lieber 35 / 100 000 und einige weitere Indikatoren. Es war ein politischer Kompromiss zwischen gar keinem Grenzwert und einem niedrigeren (35) und jetzt weniger exakt epidemiologisch-fachlich begründet.

Danke :Blumen: Unser Kreis liegt aktuell bei 3,5, gut.

Bei uns wird jetzt einfach ALLES quasi wie immer, Regelbetrieb im Büro (klar mit Masken & Co), Vereinssport kommt, Öffnung Bäder etc.. ABER keine Kinderbetreuung. Ich bin gespannt wie das dann gehen soll.

LidlRacer 08.05.2020 21:33

Komisch, obwohl es ja nur ein "Hoax" der Demokraten oder "the flu" ist, oder "miraculously" verschwinden wird, gibt es jetzt tägliche Corona Tests im Weißen Haus inkl. Donaldus Stupidus.

One of Trump's personal valets has tested positive for coronavirus


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