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keko# 06.04.2020 12:27

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1522932)
Bei uns (NRW) war gestern (Bergisches Land, Großraum Köln) abartig viel Verkehr, insbesondere Motorradfahrer und Oldtimer/Cabrios. Radfahren war wirklich keine Freude. Zusätzlich einige Radgruppen. Und wenn 5 Radler zusammen über nem defekten Schlauch hängen seh ich da einen ordentlichen Verstoß.
Man merkt dann doch dass die Leute so langsam nicht mehr wollen...

Naja, ich könnte mir vorstellen, dass sich andere über Radfahrer wundern, die sich unnötigerweise Gefahr aussetzen und bei einem Sturz Rettungskräfte binden (so vielleicht die Denkweise). Vielleicht ärgern sich junge, fitte Radfahrer sogar über alte Senioren auf dem E-Bike, denn die bilden ja scheinbar die Gefahrengruppe.
Ich habe vom Haus aus Blick auf einen Radweg und der ist mittlerweile auch während der Woche gut besucht. Liegt vielleicht am umgreifenden "Home-Office" ;-)
(gelegentlich fährt sogar die Polizei auf dem Radweg)

abc1971 06.04.2020 12:28

Zitat:

Zitat von TriAdrenalin (Beitrag 1522937)
bzw noch nie gewollt haben!

Hück morje, Köln-Nippes, Neusser Stross

Trottoir vull von Lück, am Schwätzje halte, dä Flschensammler wühlen im Müll, vorm Merzenich stunnse upjereit, als einer kütt um sich vorzudrängle, vor der Sparkass hängen se direkt inner Traube oppeinander

Dann dä Maat am Wilhelmsplatz,
ne ahl Mam begrabscht dä Sparjes, ob der och us der Region kütt, ne andere hustet ob dä bunne...

:Nee:

Die besten Methoden nützen nix, wenn der Pöbel es nicht kapiert...

Ich glaube, dass ist einfach typisch kölsch. Bin jeden Samstag auf dem Markt in Düren und da geht es mega-diszipliniert zu.

Stefan 06.04.2020 12:29

Was ist denn Euer Problem mit Motorrad- und Oldtimerfahrern?

Ich besitze beides nicht, aber ich sehe nicht, wie sich Corona von Motorrad zu Motorrad und Oldtimer zu Oldtimer übertragen sollte, wenn die Fahrten nicht an irgendwelchen Grillfeiern enden.

carvinghugo 06.04.2020 12:38

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1522858)
McDonalds DriveIn (sofern man einen McSundae-Eisbecher als "Eis" defnieren möchte.;) )Warum Eisdielen im Gegensatz zu Bäckereien in Bayern keinen DriveIn-Verkauf anbieten dürfen, gehört zu den etwas schwerer verständlichen Besonderheiten der geltenden Sonderverordnung.
Auch normale Lebensmittelgeschäfte dürfen nach wie vor Eis anbieten.

Edit: Habe gerade nochmal recherchiert: Ein togo-Verkauf von Eis ist theoretisch wohl erlaubt. Tatsächlich hatten alle Eisdielen unserer Gegend am Wochenende aber geschlossen, wie mir auch beim Radfahren gestern aufgefallen ist.

Bei uns in Hersbruck (Mfr.) haben die Eisdielen (togo und auch Lieferservice geöffnet. Soll wohl auch lange Schlangen (mit Abstand) gegeben haben.

Kannst ja FreFu nen Tipp geben, wenn er wieder in der schönen Hersbrucker Schweiz trainiert. :Huhu:

Hafu 06.04.2020 12:46

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1522942)
Zu recht. Seit dem 19. März sind sämtliche Start- und Landeplätze für Gleitschirm- und Drachenflieger gesperrt. Eventuell kommen auf ihn noch strafrechtliche Konsequenzen zu gem. LuftVG.

Natürlich in diesem Fall zu Recht, da es explizit verboten ist. Die Frage, die aber in der derzeitigen Situation erlaubt sein muss zu stellen:

Muss man Gleitschirmfliegen tatsächlich mit dem Verweis auf die potenzielle Unfallgefahr und die dann erforderliche Inanspruchnahme von Rettungskräften verbieten? Muss man vielleicht auch (so wie in Tirol) Mountainbiken und sportliches Rennradfahren in derselben Argumentation verbieten?

Aktuell gibt es nach meinen Infos noch keine vermehrte Beanspruchung von Rettungsdiensten oder Notaufnahmen. Tatsächlich sitzt man derzeit in fast allen deutschen chirurgischen Notaufnahmen eher gelangweilt rum, da auch die üblichen Freizeitunfälle (Fußball etc.) dort nicht mehr auftauchen. Seit zwei Wochen dürfen in allen deutschen Krankenhäusern auch keine planbaren Eingriffe oder nicht zwingend notwendige Behandlungen stattfinden. Die chirurgischen Stationen und OP-Säle in deutschen Krankenhäusern stehen jetzt leer und dort werden natürlich auch keine Covid-19-Fälle behandelt.

Da die Krankenhäuser auch mit der Behandlung von Freizeitunfällen und erst recht mit sogenannten Elektiveingriffen (=planbare Operationen) Geld verdienen, schwächt man mit diesen Anordnungen mittelfristig ganz erheblich das in der jetzigen Pandemie so wichtige Gesundheitswesen.

Auch Arztptraxen sind bundesweit leer.

Die Krankenkassen freut das zwar, denn sie sparen Milliarden an Ausgaben ein (und die Millionen von Kurzarbeitern zahlen ja weiterhin Krankenkassenbeiträge), aber man sollte dringend jede vor zwei bis drei Wochen getroffene Maßnahme und jedes Verbot kritisch überprüfen, ob es noch zu den aktuellen Infektzahlen passt und welche Schädlichkeit die Maßnahme/ das Verbot für die Gesellschaft und die Wirtschaft mit sich bringt.

Die Frage, die ich in diesem Zusammenhang gestellt habe, war ja auch: wird open water-Schwimmen explizit verboten?
Wenn noch eine Woche weiter schönes Wetter bleibt, dann werden sicher die ersten Menschen in Seen springen und natürlich wird es dann auch irgendwann die ersten Badeunfälle der Saison geben, so dass in der derzeitigen Verbotsstimmung zur entlastung von Wasserwacht und Rettungskräften zweifellos auch ein Schwimmverbot in Seen folgen wird.

ThomasG 06.04.2020 12:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1522870)
Ich finde das Papier als Diskussionsgrundlage absolut O.K.
Deutschland soll sich, wie schon vor Wochen hier im Thread gefordert, insbesondere an den Ländern orientieren, die im Kampf gegen Covid-19 erfolgreich sind (Südkorea, Taiwan) uns nicht an den Maßnahmen unserer Nachbarländer wie Italien oder Frankreich.

Gerade das Beispiel Südkorea taucht in dem Strategiepapier mehrfach auf.

Allerdings ist das Papier am 22. März verfasst und damit in vielen Bereichen längst von der schnellebigen Zeit überholt. Wir befinden uns bereits in der (im Papier noch hypothetischen) Phase 1 (best case -Szenario). Das exponentielle Infektwachstum ist gestoppt. Wenn der Meldeverzug der Infektdaten und die Inkubationszeit berücksichtigt wird, dann liegt der R0-Wert schon jetzt vermutlich unter 1, so dass zügig die Zeit nach Ostern geplant werden sollte mit kontroliertem Rückgang zu normalem gesellschaftlichem Leben.

Was in dem Papier leider überhaupt nicht diskutiert oder thematisiert wird, ist der flächendeckende Gebrauch von Schutzmasken in der Öffentlichkeit, obwohl Ende März diese Maßnahme aus Südkorea und Taiwan ja bekannt hätte sein müssen.

Dein Wort in Gottes Ohr!
Hoffentlich wissen die Leute wie man R0 bestimmt und der Faktor liegt wirklich etwa bei bzw. besser natürlich noch unter 1.

hanse987 06.04.2020 12:49

Ich bin gestern zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Rad etwas in den Bayerischen Wald rein gefahren. Da musste ich durch einige kleine Städtchen. Die Eisdielen hatten Straßenverkauf, die Schlange war fast überall ziemlich lang aber die Leute sind schön im 2m Abstand angestanden! Die Meisten haben ihr Eis gleich vor Ort verspeißt aber schön einzeln verteilt auf dem Stadtplatz. Schon fast vorbildlich!

Radlbauer 06.04.2020 12:49

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1522947)
Was ist denn Euer Problem mit Motorrad- und Oldtimerfahrern?

Ich besitze beides nicht, aber ich sehe nicht, wie sich Corona von Motorrad zu Motorrad und Oldtimer zu Oldtimer übertragen sollte, wenn die Fahrten nicht an irgendwelchen Grillfeiern enden.

Es geht da weniger um das Übertragungsrisiko von Motorradfahrern. Zumindest in meiner Region NRW/Ruhrgebiet sind bei schönem Wetter manche Motorradfahrer schon ein Problem für Radfahrer: mit viel zu hoher Geschwindigkeit viel zu dicht an einem vorbei, dazu dann häufiger offene Auspuffanlagen und dergleichen. Wie oft erschrecke ich mich, wenn da ein Moped mit offener Anlage und gefühlt 30 cm Abstand und mit über 100 km/h an mir vorbeibrettert.
Und gestern war das die Multiplikation von sonstigen Frühjahrsfahrten in den vergangenen Jahren. Da kamen nicht mal 4-5 Maschinen im Pulk vorbei, sondern Kolonnen. Viel zu dicht, viel zu schnell, viel zu laut. Und das in beiden Fahrtrichtungen.


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