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Steff1702 23.03.2021 08:09

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1592148)
wer gibt dir die gewissheit, dass es andere besser machen? und kann man es überhaupt für alle gleichzeitig gut machen? wenn ich mir in den sozialen medien die kommentarspalten anschaue, kann man es nie allen recht machen.
zu einem bericht über lockerungen wird gemeckert wie man so verantwortungslos sein kann, das damit ja die nächste welle schon vorprogrammiert ist.....
zu einem bericht über einschränkungen wird gemeckert das die freiheit eingeschränkt ist, die maßnahmen sowieso nichts bringen...

Gegenfrage: kann man es mehr verbocken? Außer Schließungen fällt mir nichts ein was auf Anhieb geklappt hat.
Wieso sollen die Minister also weiterwursteln?

Trimichi 23.03.2021 08:19

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1592153)

Kauft Klopapier! :Cheese:

Falscher Mythos. Selbst hier versagt die Regierung, indem falsche Ängste geschürt werden. Denn wer die Geschichten im und nach dem zweiten Weltkrieg kennt, der weis, dass Zigaretten und NICHT Klopapier die Währung auf dem Schwarzmarkt sind. :Cheese:

KevJames 23.03.2021 09:37

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1592168)
. Sie sollen lieber Verantwortung dafür übernehmen, was sie verbocken, denn wirklich gut, läuft in dieser Pandemie eigentlich nichts.



Gegenfrage: Bezirke, die eine hohen Verbrechensrate haben sollte die komplette Polizeistation austauschen?

(Nur um vorzubeugen: Ich versuche Dir vor Augen zu führen auf welchem Niveau Du gerade argumentierst.)

Klugschnacker 23.03.2021 09:39

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1592171)
Anfang März schreien die Politiker Hurrah!, wir müssen alles öffnen und zwei Wochen später Hilfe! alles wieder schliessen :Nee:

Offenbar war die Faktenlage der Bevölkerung schwer zu vermitteln:
1. allgemein niedrige Inzidenzen mit sinkender Tendenz
2. gleichzeitiges verborgenes Wachstum bei der B117-Mutante
Punkt 1 erreichte ein höheres politisches Gewicht als Punkt 2. Mir ist keine einzige Lobbygruppe bekannt, die das nicht ausgeschlachtet und für Lockerungen der Maßnahmen plädiert hatte. In den Medien las, hörte und sah ich eine große Zahl von Beiträgen, die sich für eine Rücknahme der Beschränkungen aussprachen. Selbst als von wissenschaftlicher Seite das Kommen einer dritten Welle bereits feststand.

Wir hatten das vor der zweiten Welle in gleicher Weise. Das Land sprach überall von Lockerungen, während die Fallzahlen zwar niedrig, das Wachstum aber bereits wieder hoch war. Es kam dann, wie es kommen musste.

KevJames 23.03.2021 09:47

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1592196)

Wir hatten das vor der zweiten Welle in gleicher Weise. Das Land sprach überall von Lockerungen, während die Fallzahlen zwar niedrig, das Wachstum aber bereits wieder hoch war. Es kam dann, wie es kommen musste.

Die Wissenschaftler haben genau davor zu jeder Zeit gewarnt. Aber Heinz Müller auf Facebook weiss es halt besser als die Wissenschaftler. Das Phänomen der puren Arroganz gegenüber Fachleuten nimmt, so empfinde ich das subjektiv, ein immer größeres Maß an. Als seien viele schlechtweg überfordert mit der Situation und basteln sich daher lieber eine Scheinwelt, als sich entsprechend der Realität zu verhalten - das frustriert mich zunehmend.

deralexxx 23.03.2021 09:51

"There is no glory in prevention" sagt man in meinem Berufszweig. Das sieht man immer mehr auch in den Reaktionen zu den neuen Beschlüssen.

In die "sozialen" kann man kaum noch schauen weil unter jedem Artikel einfach nur dagegen gebrüllt wird und die (pers. Meinung) kleine Minderheit am lautesten gegen alles brüllt was beschlossen wurde. Ich vermute es ist dabei fast egal was beschlossen wurde, Keine Entscheidung hätte diese Gruppe zufrieden gestellt (vllt mit der Ausnahme von: wir machen alles auf?!).

Ich bin froh das im Rahmen des erträglichen Maßnahmen beschlossen wurden um weiter Kontaktzahlen zu reduzieren.

Adept 23.03.2021 09:56

Wetten: Und wenn diese Massnahmen nicht funktionieren, liegt es an der Bevölkerung, die zu dumm ist, diese sinnvoll umzusetzen.

Das ist ja schon Stomberg-Stype. Management par excellence! :Lachen2:

NBer 23.03.2021 09:56

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1592196)
.....Wir hatten das vor der zweiten Welle in gleicher Weise. Das Land sprach überall von Lockerungen, während die Fallzahlen zwar niedrig, das Wachstum aber bereits wieder hoch war. Es kam dann, wie es kommen musste.

Mich wundert auch, dass statt der Virologen nicht auch mal auf die Statistiker gehört wird. Das sind ja oft rein mathematische Sachen. Aber oft will man (da schließe ich mich nicht aus) nur das hören, was einen passt.
Als Merkel Ende September, als die Infiziertenzahl bei rund 2-3000 Neuansteckungen/Tag lagen, davor warnte, dass wir zu Weihnachten bis zu 19 000 Neuansteckungen/Tag haben könnten, wurde sie ausgelacht, Panikmache und sonstwas vorgeworfen. Wie man jetzt weiß, hatten wir dann diese 19 0000 Ansteckungen/Tag bereits Anfang/Mitte November.

dr_big 23.03.2021 09:58

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1592196)
Offenbar war die Faktenlage der Bevölkerung schwer zu vermitteln:
1. allgemein niedrige Inzidenzen mit sinkender Tendenz
2. gleichzeitiges verborgenes Wachstum bei der B117-Mutante
Punkt 1 erreichte ein höheres politisches Gewicht als Punkt 2. Mir ist keine einzige Lobbygruppe bekannt, die das nicht ausgeschlachtet und für Lockerungen der Maßnahmen plädiert hatte. In den Medien las, hörte und sah ich eine große Zahl von Beiträgen, die sich für eine Rücknahme der Beschränkungen aussprachen. Selbst als von wissenschaftlicher Seite das Kommen einer dritten Welle bereits feststand.

Wir hatten das vor der zweiten Welle in gleicher Weise. Das Land sprach überall von Lockerungen, während die Fallzahlen zwar niedrig, das Wachstum aber bereits wieder hoch war. Es kam dann, wie es kommen musste.

Achtung Faktencheck: Die Inzidenz für D war seit Mitte Februar bereits im Anstieg. Zwar nur leicht, aber sie stieg langsam und war auch insgesamt noch über 50.

Für die Ostermaßnahmen habe ich echt kein Verständnis:
- Supermärkte für einen Tag schliessen bringt gar nichts
- Homeoffice bleibt freiwillig
- Testen in Unternehmen bleibt freiwillig
- Verzicht auf Gottesdienste bleibt freiwillig

noam 23.03.2021 10:15

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1592196)
Offenbar war die Faktenlage der Bevölkerung schwer zu vermitteln:
1. allgemein niedrige Inzidenzen mit sinkender Tendenz
2. gleichzeitiges verborgenes Wachstum bei der B117-Mutante
Punkt 1 erreichte ein höheres politisches Gewicht als Punkt 2. Mir ist keine einzige Lobbygruppe bekannt, die das nicht ausgeschlachtet und für Lockerungen der Maßnahmen plädiert hatte. In den Medien las, hörte und sah ich eine große Zahl von Beiträgen, die sich für eine Rücknahme der Beschränkungen aussprachen. Selbst als von wissenschaftlicher Seite das Kommen einer dritten Welle bereits feststand.

Wir hatten das vor der zweiten Welle in gleicher Weise. Das Land sprach überall von Lockerungen, während die Fallzahlen zwar niedrig, das Wachstum aber bereits wieder hoch war. Es kam dann, wie es kommen musste.


Und genau da haben wir das das Paradebeispiel für das politische Versagen. Man lernt nicht aus dem, was passiert ist und macht die selben Fehlen zum dritten Mal.

Besser wäre zB gewesen. Die Lockerungen zwei drei Wochen aufzuschieben mit der klaren Botschaft B117 macht sonst alles wieder kaputt. Gleichzeitig hätte man in jedem Bundesland den Istzustand an Infizierten und darunter die Mutationen durch repräsentative Testreihen feststellen müssen. Dann hätte man Erkenntnisse auf dessen Grundlage man nachvollziehbare Entscheidungen treffen und erklären kann.

Noch besser wäre wenn diese Reihentestungen eh grundsätzlich in sinnvollen Abständen durchgeführt werden würden um aus dieser Reaktivität herauszukommen.

Wir reagieren leider immer erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Hafu 23.03.2021 10:22

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1592171)
Sehe ich genauso. Einkaufen muss man ja, also gehen alle am letzten/ersten Tag vor/nach Schliessung. So kurzes Schliessen für ein paar Tage bringt doch gar nichts....

Sehe ich anders: gerade diese zwei Extra-Tage, in der die Kontakte reduziert werden bringt angesichts der relativ kurzen Zeitspanne, in der Infizierte auch infektiös sind (max. drei bis vier Tage), sehr viel zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Geschlossene Supermärkte bedeuten ja nicht nur, dass die Leute weniger einkaufen gehen, sondern dass auch die Angestellte in den Supermärkten nicht zum Arbeiten fahren und dort auch untereinander keinen Kontakt haben. es bedeutet auch, dass die Supermärkte nicht von Liefer-LKWs angefahren werden usw.

Mit 14 Tagen konsequenten (globalen) Lockdown könnte man bekanntlich die Covid-19-Pandemie komplett beenden. Mit 6 Tagen gelingt das zwar nicht, aber die Inzidenzzahlen lassen sich trotzdem mit einem synchronisierten kurzem und striktem Lockdown besser senken als mit einem langen Wischi-Waschi-Lockdown.

Selbst wenn es an den Tagen davor durch Hamsterkäufe ein paar Übertragungen mehr geben wird, wird die anschließende synchronisierte Kontaktreduzierung dafür sorgen, dass viele Infektionsketten abreißen.

Eine abendliche Ausgangssperre (bis zum Ende der Osterferien hätte ich mir durchaus noch zusätzlich gewünscht, aber man muss auch mal das Positive sehen und nicht nur nach dem Haar in der Suppe suchen. Nach Ostern wird auf jeden Fall die Impfkampagne in Deutschland absehbar in Fahrt kommen und dann werden sich mutmaßlich die positiven Nachrichten rund um die Pandemie häufen.

merz 23.03.2021 10:42

ähnlich optimistisch:
Brockmann vom RKI, ich zitiere mal den ganzen Text weil es aus dem Ticker ist:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...3-7bc90f45069c

"Epidemiologe: Oster-Shutdown könnte »sehr positiven Effekt haben«
09.14 Uhr: Der Epidemiologe Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verschärfung der Corona-Maßnahmen über Ostern für wirksam. »Das könnte nach meiner Ansicht einen sehr positiven Effekt haben, weil eine ganze Reihe von Tagen dann quasi Ruhetage sind, also Sonntage«, sagte Brockmann am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Schon beim »Wellenbrecher« im Frühjahr habe sich gezeigt, dass viele Menschen ihre Aktivitäten runtergefahren hätten. »Und das hatte dann (...) ein, zwei Wochen später einen sehr starken Effekt auf die Fallzahlen, weil sehr viel weniger Kontakte stattfinden«.

Interview (noch nicht gelesen) hier:
https://www.deutschlandfunk.de/model...icle_id=494570

m.

LidlRacer 23.03.2021 10:49

Zitat:

Zitat von Schlafschaf (Beitrag 1592156)
Wer hat hier nochmal behauptet die Supermärkte gehören reguliert? Da hatte ich mich doch völlig verrannt bei dem Thema oder? :Lachanfall:

Herzlichen Glückwunsch!
Die 1(!)-tägige Supermarktschließung ist jetzt die von dir geforderte Reglementierung, die irgendetwas entscheidendes bewegt!?

Gut, man muss ja fast schon froh sein, dass der Lockerungswahn jetzt mal kurz ausgesetzt wird, aber mit einem ernsthaften Versuch, das Virus zu bekämpfen, haben wir es hier nicht zu tun. Das bezieht sich jetzt nicht nur aus den 1 Supermarkttag sondern auf die insgesamt nicht vorhandene Anti-Corona-Strategie.

LidlRacer 23.03.2021 10:56

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1592214)
Sehe ich anders: gerade diese zwei Extra-Tage, in der die Kontakte reduziert werden bringt angesichts der relativ kurzen Zeitspanne, in der Infizierte auch infektiös sind (max. drei bis vier Tage), sehr viel zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Geschlossene Supermärkte bedeuten ja nicht nur, dass die Leute weniger einkaufen gehen, sondern dass auch die Angestellte in den Supermärkten nicht zum Arbeiten fahren und dort auch untereinander keinen Kontakt haben. es bedeutet auch, dass die Supermärkte nicht von Liefer-LKWs angefahren werden usw.

Mit 14 Tagen konsequenten (globalen) Lockdown könnte man bekanntlich die Covid-19-Pandemie komplett beenden. Mit 6 Tagen gelingt das zwar nicht, aber die Inzidenzzahlen lassen sich trotzdem mit einem synchronisierten kurzem und striktem Lockdown besser senken als mit einem langen Wischi-Waschi-Lockdown.

Selbst wenn es an den Tagen davor durch Hamsterkäufe ein paar Übertragungen mehr geben wird, wird die anschließende synchronisierte Kontaktreduzierung dafür sorgen, dass viele Infektionsketten abreißen.

Eine abendliche Ausgangssperre (bis zum Ende der Osterferien hätte ich mir durchaus noch zusätzlich gewünscht, aber man muss auch mal das Positive sehen und nicht nur nach dem Haar in der Suppe suchen. Nach Ostern wird auf jeden Fall die Impfkampagne in Deutschland absehbar in Fahrt kommen und dann werden sich mutmaßlich die positiven Nachrichten rund um die Pandemie häufen.

Der positive Effekt wird klein und vorübergehend sein.
Es sind nur 4 Ruhetage übrig geblieben, von denen 3 ohnehin Feiertage sind:
1. bis 5. April - unterbrochen vom Samstag, an dem die Supermärkte aufmachen.

dasgehtschneller 23.03.2021 11:06

Vielleicht reicht es um die zusätzlichen Kontakte an Ostern zu kompensieren die trotz aller Regeln stattfinden werden;)

Ich denke es geht eher darum einen sprunghaften Anstieg nach Ostern zu vermeiden

TRIPI 23.03.2021 11:08

Sie haben sehr wenig beschlossen, tun aber so als wäre es ein Riesending. Für mich weiteres Spielen auf Zeit in der Hoffnung dass die Impfungen anlaufen und greifen.
Und ein Hinschieben der Schuld zu Landkreisen die über 100 sind...

Gibt es eigentlich irgendetwas neues bzgl. Dunkelziffer? Bekannte von mir haben einen Antikörpertest gemacht und der war positiv, obwohl sie nie irgendwelche Symptome hatten. Überlege das auch zu machen.

dr_big 23.03.2021 11:20

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1592224)
Vielleicht reicht es um die zusätzlichen Kontakte an Ostern zu kompensieren die trotz aller Regeln stattfinden werden;)

Ich denke es geht eher darum einen sprunghaften Anstieg nach Ostern zu vermeiden

Das exponentielle Wachstum lässt sich von so einer Mini-Maßnahme nicht abschrecken. Mit Glück gibt es eine kleine Abflachung, danach geht es exponentiell weiter.
Da halte ich den Effekt durch die Schulferien schon für deutlich höher.

crazy 23.03.2021 11:30

Was mich on top wundert ist, dass es (meines Wissens nach, bitte korrigiert mich, würde mich ehrlich freuen) keinerlei offizielle Studie, Untersuchung o.ä. gibt, welcher 'Teil' (Wirtschaft, Industrie, Schule, Kindergarten, ÖPNV etc pp...) in welchem Maße zur Pandemie und der Entwicklung des R-Wertes beiträgt.

Oder das gab's, es kam XY raus, das geht ja gar nicht, halten wir die Studie lieber unter Verschluss.

Schlafschaf 23.03.2021 11:40

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1592218)
Herzlichen Glückwunsch!
Die 1(!)-tägige Supermarktschließung ist jetzt die von dir geforderte Reglementierung, die irgendetwas entscheidendes bewegt!?.

Es ist schon mal besser als nichts und ich hoffe, danach gehts nicht einfach weiter wie davor. Wenn es was bringt, dann muss man sich danach ja fragen wie man da dauerhaft einen Hebel ansetzen kann!

Es wurde ja jetzt scheinbar erkannt, dass beim Einkaufen sehr wohl großes Potential liegt und darauf zu schauen und sich Änderung zu wünschen ist vielleicht doch nicht grober Unfug oder sich verrennen. Vielleicht braucht es doch nicht dringend Beweise für meine schwache These um sagen zu können das das Einkaufen zum Infektionsgeschehen beiträgt und in der Form wie es aktuell praktiziert wird nicht zu unseren restlichen Maßnahmen passt.

So blöd wie ich von mehreren angemacht wurde musste man danach ja das Gefühl haben das war die blödeste Idee ever von mir. Natürlich beschert mir das nun ein Grinsen, wenn die Politik plötzlich in die gleiche Richtung schaut und die Gedanken womöglich doch nicht so daneben waren... :Blumen:

Lucy89 23.03.2021 11:41

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1592201)
Mich wundert auch, dass statt der Virologen nicht auch mal auf die Statistiker gehört wird. Das sind ja oft rein mathematische Sachen. Aber oft will man (da schließe ich mich nicht aus) nur das hören, was einen passt.

Ich erlebe es schon so, dass der Statistik gerade viel Bedeutung zukommt. Ich würde allerdings auch als Biostatistikerin mir nicht anmaßen zu sagen, ich hätte echt Ahnung von der Thematik, da ich eben kein ausreichend fundiertes medizinisches Wissen besitze. Und die allermeisten meiner Kollegen würden sich da auch zurückhalten. Das ist immer ein Zusammenspiel beider Disziplinen. Die Vorhersage dazu, wie sich die Zahlen entwickeln, haben wohl auch alle Virologen treffen können, ich glaube da reicht solides mathematisches Grundwissen (was natürlich weiß Gott nicht jeder besitzt).

Ansonsten, verstehe ich nicht was daran jetzt "radikaler Oster-Lockdown" ist- ich bin ja schon beruhigt dass Hafu positives schreibt und genauso der RKI Epidemiologe, aber leider werden sich auch nicht alle an die Kontaktbeschränkungen halten und ich sehe jetzt nicht wirklich eine große Änderung zu jetzt.
Aber ernsthaft, ich hab auch keinen Gegenvorschlag zu bieten. Außer impfen, impfen, impfen, fällt mir gar nichts ein...ich bin gegen die komplette Schließung von Schulen und Kitas und halte das gerade dennoch für ein großes Problem. Also, keine Ahnung, was man tun kann.

sabine-g 23.03.2021 11:46

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Simulation von irgendjemandem aus dem Saarland ( gestern aus einer ARD Sendung ) wie sich die Lage entwickelt wenn man was macht bzw. nichts macht.

pepusalt 23.03.2021 11:52

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592200)
Wetten: Und wenn diese Massnahmen nicht funktionieren, liegt es an der Bevölkerung, die zu dumm ist, diese sinnvoll umzusetzen.

Das ist ja schon Stomberg-Stype. Management par excellence! :Lachen2:

Sieh das doch mal andersrum:

Grundsätzlich ist es schon so, dass die Bevölkerung und ihr (ganz neutral gesehen) Verhalten der direkte Grund dafür sind, ob die Pandemie wirksam eingegrenzt werden kann. Idealerweise setzt sie das Verhalten dazu von selber um (so wie Schweden dass mit Empfehlungen versucht aber auch nicht wirksam erreicht hat).

Wenn die Bevölkerung die Massnahmen nicht von selber umsetzen kann oder individuell nicht will, bedarf es halt mehr oder minder harter Maßnahmen der Bundes - und Landesregierungen. Ob diese Maßnahmen dann jetzt mehr oder minder gut sind, kann man diskutieren.
Ich sehe aber ein weites Verhalten der Bevölkerung, die Maßnahmen lediglich als bestenfalls unbequem, schlimmstenfalls als Diktatur zu sehen.
Mit diesem Verhalten auf die Politiker einzudreschen ist naiv bis hirnlos, auch wenn es Mängel in den Maßnahmen gibt. Die es eigentlich nicht bräuchte, wenn die Bevölkerung (bzw. weite Teile) die Änderung des eigenen Verhaltens als ureigennützig erkennen und mit Bereitschaft dazu umsetzen würde.

dr_big 23.03.2021 11:55

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1592239)
Simulation von irgendjemandem aus dem Saarland ( gestern aus einer ARD Sendung ) wie sich die Lage entwickelt wenn man was macht bzw. nichts macht.

Das was auf deiner Grafik als Notbremse bezeichnet wird ist aber sicher nicht die 1-tägige Schliessung von Supermärkten.

Die Kirchen wollen auf Präsenzgottesdienste übrigens nicht verzichten, soviel zum Thema Notbremse....

sabine-g 23.03.2021 12:00

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1592243)
Das was auf deiner Grafik als Notbremse bezeichnet wird ist aber sicher nicht die 1-tägige Schliessung von Supermärkten.

Die Kirchen wollen auf Präsenzgottesdienste übrigens nicht verzichten, soviel zum Thema Notbremse....

natürlich nicht. Das ist ein echter Shutdown von allem ohne den wir nicht drumrumkommen werden.

Ich kann weder die Kirchen ernst nehmen noch andere Gruppen die sich unbedingt treffen wollen.
Nur wegen solchen Vollpfosten stehen wir da wo wir stehen.

noam 23.03.2021 12:01

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1592239)
Simulation von irgendjemandem aus dem Saarland ( gestern aus einer ARD Sendung ) wie sich die Lage entwickelt wenn man was macht bzw. nichts macht.

Wobei der Herr Professor für mich irgendwie sehr ausweichend auf Nachfragen reagierte und wenig Lust versprühte, Dinge erklären zu wollen.

Und das was man da sieht, sollte jedem, der entsprechende Entwicklungen verfolgt klar sein. Witzig war seine Ansage zu der Notbremse und zusätzlichen Maßnahmen. Als Notbremse sah er den Stand vor den Lockerungen und bei den zusätzlichen Maßnahmen wurde es schon fast putzig. Da sprach er von einer Infektionsübertragungsreduzierung von 20% durch zusätzliche Maßnahmen. Leider hat das die Moderatorin nicht reingegrätscht. Wäre ja schon schön zu wissen, welche Maßnahmen das wären. Dann bräuchten die Damen und Herren Politiker nicht wieder und wieder diskutieren über Maßnahmen die diese 20% nicht annähernd erreichen werden.

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1592135)
Auch witzig fand ich seine Argumentation zu "Versuchslandkreisen"... Es ist ja nicht so, dass es diese Versuchslandkreise nicht schon seit Pandemiebeginn gibt. Was macht der LK Aurich mit einer Inzidenz unter 40 anders als andere vergleichbare. Warum hat Rostock die Lage im Griff aber vergleichbare andere Städte nicht. Ja was machen denn diese Hampelmänner den lieben langen Tag, wenn man nun meint diese Dinge in Versuchslandkreisen zu evaluieren? Die Ergebnisse dazu hätten schon lange vorliegen können. ein Armutszeugnis.


Bockwuchst 23.03.2021 12:13

https://twitter.com/docjosiahboone/s...115895304?s=09

Derweil in Wien de facto Triage. Lesenswerter Bericht.

Adept 23.03.2021 12:14

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1592242)
Sieh das doch mal andersrum:

Grundsätzlich ist es schon so, dass die Bevölkerung und ihr (ganz neutral gesehen) Verhalten der direkte Grund dafür sind, ob die Pandemie wirksam eingegrenzt werden kann. Idealerweise setzt sie das Verhalten dazu von selber um (so wie Schweden dass mit Empfehlungen versucht aber auch nicht wirksam erreicht hat).

Wenn die Bevölkerung die Massnahmen nicht von selber umsetzen kann oder individuell nicht will, bedarf es halt mehr oder minder harter Maßnahmen der Bundes - und Landesregierungen. Ob diese Maßnahmen dann jetzt mehr oder minder gut sind, kann man diskutieren.
Ich sehe aber ein weites Verhalten der Bevölkerung, die Maßnahmen lediglich als bestenfalls unbequem, schlimmstenfalls als Diktatur zu sehen.
Mit diesem Verhalten auf die Politiker einzudreschen ist naiv bis hirnlos, auch wenn es Mängel in den Maßnahmen gibt. Die es eigentlich nicht bräuchte, wenn die Bevölkerung (bzw. weite Teile) die Änderung des eigenen Verhaltens als ureigennützig erkennen und mit Bereitschaft dazu umsetzen würde.

Wenn Massnahmen beschlossen werden, die die Bevölkerung nicht befolgen kann/will, dann sind es die falschen Massnahmen für diese Gesellschaft. Es ist immer noch eine Demokratie und da entscheidet das Volk, was gemacht wird.

Dänemark macht es richtig (Quelle: Spiegel.de):

Während Deutschland den Shutdown verlängert, hat Dänemark sich auf einen langfristigen Plan zur Abkehr von den geltenden Corona-Maßnahmen verständigt. Die Vereinbarung zwischen der sozialdemokratischen Regierung und fast allen weiteren dänischen Parlamentsparteien sieht das Ziel vor, dass die Beschränkungen des öffentlichen Lebens mit wenigen Ausnahmen komplett aufgehoben werden, sobald alle Risikogruppen und alle Menschen über 50, die dies wünschen, ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Für gewisse Bereiche sollen voraussichtlich aber Einschränkungen bestehen bleiben, etwa für Großveranstaltungen und das Nachtleben.

Wie aus der am späten Montagabend veröffentlichten Rahmenvereinbarung hervorgeht, dürfen Friseure und vergleichbare Dienstleister ab dem 6. April – also nach Ostern – landesweit wieder öffnen. Auch in den Schulen gibt es dann weitere Lockerungen: Nachdem die Schüler bis zur vierten Klasse bereits seit Längerem zurück im Klassenzimmer sind, dürfen nun unter anderem auch die fünften bis achten Jahrgangsstufen zur Hälfte – das bedeutet jede zweite Woche – zum Präsenzunterricht zurückkehren. Andere Corona-Maßnahmen werden vorläufig bis zum 20. April verlängert. Bei vielen weiteren Öffnungsschritten soll ein derzeit entwickelter Coronapass mit Impf- und Testdaten eine zentrale Rolle spielen.

Nach einem Höchststand Mitte Dezember sind die Neuinfektionszahlen in Dänemark deutlich gesunken. Zuletzt lagen sie bei den Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC auf die Bevölkerung heruntergerechnet in etwa auf dem Niveau von Deutschland, die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung stehenden Todesfälle ist dagegen bei den Dänen so niedrig wie fast nirgendwo sonst in Europa. Auch die bisherigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben die dänischen Zahlen bislang nicht wieder stark in die Höhe schnellen lassen.

Tobi F. 23.03.2021 12:22

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1592242)
Sieh das doch mal andersrum:

Grundsätzlich ist es schon so, dass die Bevölkerung und ihr (ganz neutral gesehen) Verhalten der direkte Grund dafür sind, ob die Pandemie wirksam eingegrenzt werden kann. Idealerweise setzt sie das Verhalten dazu von selber um (so wie Schweden dass mit Empfehlungen versucht aber auch nicht wirksam erreicht hat).

Wenn die Bevölkerung die Massnahmen nicht von selber umsetzen kann oder individuell nicht will, bedarf es halt mehr oder minder harter Maßnahmen der Bundes - und Landesregierungen. Ob diese Maßnahmen dann jetzt mehr oder minder gut sind, kann man diskutieren.
Ich sehe aber ein weites Verhalten der Bevölkerung, die Maßnahmen lediglich als bestenfalls unbequem, schlimmstenfalls als Diktatur zu sehen.
Mit diesem Verhalten auf die Politiker einzudreschen ist naiv bis hirnlos, auch wenn es Mängel in den Maßnahmen gibt. Die es eigentlich nicht bräuchte, wenn die Bevölkerung (bzw. weite Teile) die Änderung des eigenen Verhaltens als ureigennützig erkennen und mit Bereitschaft dazu umsetzen würde.

+1

Ich bin immer noch der Meinung, dass die bestehenden Maßnahmen nicht konsequent genug umgesetzt werden.
Wenn hier um die Ecke eine Kirchen-Gesellschaft mit 100 Leuten statt 50 feiert und jeder dann 200€ zahlen muss, wird da zwar gemault. Aber gelernt wird nix.
Genau so wie die "Empfehlung" von Quarantäne Aufenthalten.
Man hat ja letztes Jahr im Sommer schon gesehen, wie die ganzen Kroatien-Urlauber im Inntal an der Corona-Test-Station vorbei gefahren sind.

Adept 23.03.2021 12:27

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1592252)
https://twitter.com/docjosiahboone/s...115895304?s=09

Derweil in Wien de facto Triage. Lesenswerter Bericht.

Kommt nicht daraus hervor. Und wenn, ist das nicht ein Einzelfall?

Die Zahlen, zumindest in CH sprechen eine ganz andere Sprache:

CH hat Untersterblichkeit und keine Probleme in der ICU-Auslastung!

Kälteidiot 23.03.2021 12:30

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592254)
....

Nach einem Höchststand Mitte Dezember sind die Neuinfektionszahlen in Dänemark deutlich gesunken. Zuletzt lagen sie bei den Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC auf die Bevölkerung heruntergerechnet in etwa auf dem Niveau von Deutschland, die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung stehenden Todesfälle ist dagegen bei den Dänen so niedrig wie fast nirgendwo sonst in Europa. Auch die bisherigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben die dänischen Zahlen bislang nicht wieder stark in die Höhe schnellen lassen.

ich kapier einfach nicht, warum es bei uns dann genau andersrum ist.

dr_big 23.03.2021 12:36

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592259)
Kommt nicht daraus hervor. Und wenn, ist das nicht ein Einzelfall?

Die Zahlen, zumindest in CH sprechen eine ganz andere Sprache:

CH hat Untersterblichkeit und keine Probleme in der ICU-Auslastung!

Erstens hat die Schweiz nichts mit Wien zu tun, zweitens sagt eine Langzeit Statistik, wo die letzten 3 Wochen noch gar nicht aufgenommen sind, absolut nichts über das aktuelle Geschehen.

trithos 23.03.2021 12:37

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592259)
Kommt nicht daraus hervor. Und wenn, ist das nicht ein Einzelfall?

Die Zahlen, zumindest in CH sprechen eine ganz andere Sprache:

CH hat Untersterblichkeit und keine Probleme in der ICU-Auslastung!

Österreich (und im Speziellen Wien) aber schon:
Neuer Rekord an belegten Intensivbetten durch Corona-Fälle in Wien. Am Montag benötigten 165 Corona-Infizierte eine intensivmedizinische Betreuung. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle Mitte November 2020 waren es 162.
https://https://www.derstandard.at/s...faelle-in-wien

Adept 23.03.2021 12:38

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1592261)
ich kapier einfach nicht, warum es bei uns dann genau andersrum ist.

Für mich ist es ein Beleg dafür, dass diese Lock-down Massnahmen nicht signifikant verantwortlich für den Verlauf sind. AHA mal ausgenommen.

Die Realität ist viel komplexer als die ganzen Modelle und nutzlosen Prognose-Charts der Experten. Das gibt halt nur keiner zu, da ist Politik und Wissenschaft recht ähnlich, was Fehler eingestehen angeht.

Adept 23.03.2021 12:40

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1592264)
Österreich (und im Speziellen Wien) aber schon:
Neuer Rekord an belegten Intensivbetten durch Corona-Fälle in Wien. Am Montag benötigten 165 Corona-Infizierte eine intensivmedizinische Betreuung. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle Mitte November 2020 waren es 162.
https://https://www.derstandard.at/s...faelle-in-wien

Zeigt doch mal bitte die Zahlen von ganz Oesterreich, damit man sieht, dass es keine Einzelfälle sind. Bisher ist es nur Wien und damit ein Einzelfall.

Hafu 23.03.2021 12:42

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1592261)
ich kapier einfach nicht, warum es bei uns dann genau andersrum ist.

Ich habe in Dänemark noch keine Querdenker-Demos gesehen.

Zusätzlich hat Dänemark den gravierenden Vorteil, dass es keine gemeinsamen Grenzen mit Hochinzidenzregionen hat. Die Grenze zu Schleswig Holstein ist unproblematisch, weil das eines der Bundesländer mit der niedrigsten Inzidenz in Deutschland ist

Deutschland hat gemeinsame Grenzen mit Polen, Tschechien, Österreich (Tirol/ Salzburger Land), Schweiz, Frankreich: in all diesen Ländern liegt die Inzidenz deutlich höher als in Deutschland (oft um das drei bis vierfache höher) und dementsprechend finden sich die Landkreise in Deutschland, die am meisten von Covid-19 betroffen sind, fast ohne Ausnahmen in den Grenzregionen.

Da wir aber dänische User hier haben, können diese evt. auch noch aus eigener Erfahrung ein paar weitere Unterschiede zwischen Dänemark und Deutschland, was das Handeln der Regierenden und das vorherrschende Verhalten der Menschen betrifft, angeht.

Hafu 23.03.2021 12:49

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592266)
Zeigt doch mal bitte die Zahlen von ganz Oesterreich, damit man sieht, dass es keine Einzelfälle sind. Bisher ist es nur Wien und damit ein Einzelfall.

Steht doch im Text

Zitat:

Zitat von Der Standard
...Österreichweit lagen am Montag 437 Corona-Intensivpatienten in den Spitälern. Vor einer Woche waren es 364 Patientinnen und Patienten.

Eine solche Steigerung innerhalb einer Woche ist durchaus etwas, das die Politik in Handlungszwang bringt, zumal es nichts gibt, was träger auf Infekteindämmungsmaßnahmen reagiert wie die Intensivbettenauslastung. Diejenigen, die jetzt neu auf der intensivstation landen haben sich vor drei bis vier Wochen infiziert.

Bockwuchst 23.03.2021 12:52

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592266)
Zeigt doch mal bitte die Zahlen von ganz Oesterreich, damit man sieht, dass es keine Einzelfälle sind. Bisher ist es nur Wien und damit ein Einzelfall.

In deinem Weltbild sind das immer Einzelfälle. Müssen in ganz Österreich die Krankenhäuser überlaufen bevor es keine Einzelfälle mehr sind? Oder in ganz Europa? Die Krankenwagen, die im Dezember in London Stunden vor den Krankenhäusern warten mussten bevor ihnen die schwer kranken Menschen abgenommen wurden, waren das auch Einzelfälle? Macht es die Situation überhaupt so viel besser wenn es nur Einzelfälle sind in denen entschieden werden muss, wer auf die Intensivstation darf und wer nicht?

Bockwuchst 23.03.2021 12:56

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1592271)
, zumal es nichts gibt, was träger auf Infekteindämmungsmaßnahmen reagiert wie die Intensivbettenauslastung. Diejenigen, die jetzt neu auf der intensivstation landen haben sich vor drei bis vier Wochen infiziert.

Und die meisten liegen auch 3 oder 4 Wochen auf Intensiv und blockieren da die Betten, bevor sie entweder sterben oder auf die Normalstation verlegt werden und wieder ein Bett frei wird.

Adept 23.03.2021 12:57

Die extrem widersprüchlichen Verläufe in den einzelnen Ländern zeigen doch ganz gut, dass das Thema zu komplex ist und nicht einfach auf halbgare Lockdown-Massnahmen runterzubrechen kann. Die bringen nämlich anhand dieser widersprüchlicher Verläufe genau gar nichts.

Und die Experten versuchen in einer Art Chaosforschung irgendwelche superausgeklügelten Massnahmen herauszuarbeiten, was offensichtlich anhand der Erfahrung von einem Jahr nicht funktioniert.

Entweder man macht es mit striktem Lockdown und Grenzen zu, so wie einige diktatorische Länder, was bei unserem Gesellschaftssystem nicht funktioniert, oder man muss damit leben. AHA-Regeln, Eigenschutz, Impfung. Der Rest reguliert sind von selbst.

Adept 23.03.2021 12:59

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1592272)
In deinem Weltbild sind das immer Einzelfälle. Müssen in ganz Österreich die Krankenhäuser überlaufen bevor es keine Einzelfälle mehr sind? Oder in ganz Europa? Die Krankenwagen, die im Dezember in London Stunden vor den Krankenhäusern warten mussten bevor ihnen die schwer kranken Menschen abgenommen wurden, waren das auch Einzelfälle? Macht es die Situation überhaupt so viel besser wenn es nur Einzelfälle sind in denen entschieden werden muss, wer auf die Intensivstation darf und wer nicht?

Es geht eher darum, das gesamte Bild zu sehen, nicht sich auf dramatische Einzelfälle zu konzentrieren und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ist hoffentlich nachvollziehbar.


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