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Antracis 04.04.2020 20:36

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1522670)
Ein Wissenschaftsjournalist meinte zu diesem Thema heute im Radio, er würde bei solchen Fragen, welche Spezialkenntnisse des Virus Sars-CoV2 erfordern, eher Drosten vertrauen, weil der eben spez. die Wirkungsweisen von Corona Viren geforscht hat und erforscht, während Streek wohl mehr HIV Forschung betrieb und Statistik. (was man ja auch daran sieht, dass er jetzt eine statistische Studie durchführt.)

Die Position des Kritikers ist ja wichtig, aber auch bequem. Streeck sagt ja vor allem, was vielleicht nicht nötig gewesen wäre oder aus seiner Sicht überzogen war.

Die Bundesregierung musste aber eine Entscheidung treffen. Wenn man Streeck direkt nach seinem Rat gefragt hätte, wäre ich gespannt, was er gesagt hätte. Als Politiker muss man dann halt die Konsequenzen verantworten, in die eine und auch andere Richtung.
Und dazu auch noch bei den Maßnahmen praktische Umsetzungen und rechtliche Hürden beachten. Ich bin sehr froh, dass das nicht meine Aufgabe ist.

Das Streeck einen runden Tisch fordert, ist vielleicht gar keine schlechte Idee. Andererseits sind ja die Meinungen medial präsent und werden wohl weder vom RKI noch von der Bundesregierung ignoriert.

Heute auf Facebook habe ich auch den netten Kommentar, eines Fans der Partei für einfache Antworten auf komplexe Fragen und Spezialisierung des Suchens auf Sündenböcke, gelesen dass die Bundesregierung nur auf Drosten höre und sich dieser mediengeile Wissenschaftler die Taschen voller Geld fülle.
Ja, die Welt ist schlecht.

PS: Sollte nicht Ende März der Spuk vorbei sein ? :Blumen:

qbz 04.04.2020 21:01

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1522678)
.......
PS: Sollte nicht Ende März der Spuk vorbei sein ? :Blumen:

ja, bei seinen ersten öffentlichen Auftritten nahm Drosten noch tatsächlich an, dass Wärme und UV-Strahlung, d.h. der Frühling, dem Virus den Garaus machen und erst ab Herbst möglicherweise eine zweite Welle auftreten kann, weshalb er leider auf bestimmte Verbotsforderungen noch verzichtete.

merz 04.04.2020 21:33

Fassen wir zusammen, deutlich mehr als 100 Staaten haben mit der Pandemie zu tun, die Staaten, wo 2003 SARS eingeschlagen hat, haben es besser machen könnrn (bis jetzt, und sie sind nicht westeuropäische strukturiert). Der Rest ist in der gleichen Misere, mal mehr mal weinger - keiner hat eine Billion Masken und PPE sets im Kyffhäuser eingelagert. und die Virologie lernt jetzt viel.

Wer es gern intellektuell mag: Corona ist kein „black swan“ (Taleb), denn diese Geschöpfe sind unerwartet, eine globale Pandemie war immer auf jedem Zettel.....

m.

merz 04.04.2020 21:45

Noch ein Nachtrag: FAS morgen hat eine Seite über Frodeno, Aufhänger seine LD indoor an Ostern und die Lage: er sagt am Anfang seine Eltern seien 400 m Luftlinie in Girona, wo er auch und er dürfe da nicht hin - das ist lockdown ....

m.

Pippi 04.04.2020 22:05

Auszug aus dem Bundestag anfangs 2013:

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

Abschnitt 2.3
2.3 Risikoanalyse „Pandemie durch Virus
Modi-SARS“
Die Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“
wurde unter fachlicher Federführung des Robert Koch-Instituts und Mitwirkung weiterer Bundesbehörden13 durchgeführt.
Auch hier wurde zunächst ein entsprechendes Szenario
durch die behördenübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitet. Anschließend wurden die anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Pandemie sowie das bei
ihrem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß bestimmt.
Das Szenario beschreibt ein außergewöhnliches Seuchengeschehen, das auf der Verbreitung eines neuartigen Erregers basiert. Hierfür wurde der zwar hypothetische, jedoch mit realistischen Eigenschaften versehene Erreger
„Modi-SARS“ zugrunde gelegt. Die Wahl eines SARSähnlichen Virus erfolgte u. a. vor dem Hintergrund, dass
die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat.
Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit
neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes
Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können
(z. B. SARS-Coronavirus (CoV), H5N1-Influenzavirus,
Chikungunya-Virus, HIV).14 Unter Verwendung vereinfachter Annahmen wurde für dieses Modi-SARS-Virus
der hypothetische Verlauf einer Pandemie in Deutschland
modelliert, welcher sowohl bundesrelevant als auch plausibel ist.15
Das Szenario beschreibt eine von Asien ausgehende,
weltweite Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus,
welches den Namen Modi-SARS-Virus erhält
. Mehrere
Personen reisen nach Deutschland ein, bevor den Behörden die erste offizielle Warnung durch die WHO zugeht.
Darunter sind zwei Infizierte, die durch eine Kombination
aus einer großen Anzahl von Kontaktpersonen und hohen
Infektiosität stark zur initialen Verbreitung der Infektion
in Deutschland beitragen. Obwohl die laut Infektionsschutzgesetz und Pandemieplänen vorgesehenen Maßnahmen durch die Behörden und das Gesundheitssystem
schnell und effektiv umgesetzt werden, kann die rasche
Verbreitung des Virus aufgrund des kurzen Intervalls zwischen zwei Infektionen nicht effektiv aufgehalten werden.
Zum Höhepunkt der ersten Erkrankungswelle nach ca.
300 Tagen sind ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland
an Modi-SARS erkrankt. Das Gesundheitssystem wird vor
immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt
werden können. Unter der Annahme, dass der Aufrechterhaltung der Funktion lebenswichtiger Infrastrukturen
höchste Priorität eingeräumt wird und Schlüsselpositionen
weiterhin besetzt bleiben, können in den anderen Infrastruktursektoren großflächige Versorgungsausfälle vermieden werden. Nachdem die erste Welle abklingt, folgen
zwei weitere, schwächere Wellen, bis drei Jahre nach dem
Auftreten der ersten Erkrankungen ein Impfstoff verfügbar ist. Das Besondere an diesem Ereignis ist, dass es erstens die gesamte Fläche Deutschlands und alle Bevölkerungsgruppen in gleichem Ausmaß betrifft, und zweitens
über einen sehr langen Zeitraum auftritt. Bei einem Auftreten einer derartigen Pandemie wäre über einen Zeitraum von drei Jahren mit drei voneinander getrennten
Wellen mit immens hohen Opferzahlen und gravierenden
Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgutbereiche zu
rechnen.
Für dieses Szenario wurden anschließend sowohl die für
ein solches Seuchengeschehen anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das bei seinem Auftreten zu
erwartende Schadensausmaß gemäß der Methode der Risikoanalyse für den Bevölkerungsschutz auf Bundesebene bestimmt. Die Ergebnisse der Risikoanalyse (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensausmaß, Szenario) sind
dem Bericht in Anhang 4 beigefügt

merz 04.04.2020 22:35

Hinlänglich bekannt , ähnliche Papers wird es für die Schweiz auch geben - die Drucksache hier nimmt einen bösen grossen Bruder vom akutellen Corona an ...
m.

Nobodyknows 05.04.2020 00:22

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1522695)
Hinlänglich bekannt , ähnliche Papers wird es für die Schweiz auch geben - die Drucksache hier nimmt einen bösen grossen Bruder vom akutellen Corona an ...
m.

Der Pipi ist einfach ein ganz Schlauer. Daher die Frage an ihn:

Pipi, was ist dein Rat an die deutsche Bevölkerung?

Danke im Voraus für die Antwort von einen der wenigen, die sich nicht von den Staatsmedien blenden lassen und noch den vollen Durchblick haben. :Blumen:

Gruß
N. :Huhu:

Bockwuchst 05.04.2020 07:52

Ist doch ein alter Hut. Was soll das Lamentieren jetzt bringen?


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