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noam 09.02.2021 11:26

Der Landrat (?) von Heinsberg hat gestern bei Hart aber Fair ein für mich sehr nachvollziehbares Statement abgegeben.

Wir sollten uns ein wenig von den reinen Zahlen lösen, denn sie bringen uns nichts.

Er begründet das am Beispiel Inzidenzen, Kontaktnachverfolgung und Verordnungen zu Personenanzahlen uf die Nachfrage von Plasberg wie denn sein Landkreis mit der Nachverfolgung (auch bei höheren Inzidenzen) so klarkommt.

Da entgegnet er ein wenig zynisch, dass es für seinen Landkreis bei derzeitiger Gesetzeslage kein Problem ist Kontakte nachzuverfolgen bei hohen Inzidenzen, da die Leute kaum Kontakte ANGEBEN, weil sie sich eben selber nicht diskreditieren wollen, hinsichtlich irgendwelche Verstöße.

Anschließend hat er dann für pragmatische umsetzbare Lösungen geworben, ohne diese konkret benennen zu können oder wollen.

Bockwuchst 09.02.2021 11:28

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1583558)
Anschließend hat er dann für pragmatische umsetzbare Lösungen geworben, ohne diese konkret benennen zu können oder wollen.

Tja, was soll ich sagen. Das ist meist das Problem mit den Leuten, die "mit dem Virus leben" wollen.

Schwarzfahrer 09.02.2021 11:35

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1583546)
spannende Diskussion.


So ganz so schwarz wie Esteban sehe ich das mit der Eigenverantwortung nicht.

Aber in meinem Umfeld resignieren die mMn eigenverantwortlich Handelnden langsam.

Auch deswegen, weil es ja "nix nützt, weil ein paar Idioten alles wieder zunichte machen können".

Das ist m.M.n. die falsche Denkweise. Ich fahre auch nicht bei rot über die Ampel oder ohne Licht am Rad, bloß weil es ein paar Idioten tun. Zur Eigenverantwortung gehört auch die Akzeptanz, daß es immer ein paar geben wird, die es lockerer sehen. Das müssen wir aushalten, denn sie machen nie "alles zunichte", sie erhöhen meistens nur das Risiko geringfügig. Die wenigen konkreten Gefährdungen kann man entsprechend ahnden und damit minimieren, der Rest passiert halt - und hat meistens ja doch keine Folgen, besonders, wenn die "Vernünftigen" sich auch selbst ein wenig schützen (s. Diskussionen zum Thema Radfahren im Autoverkehr...).

anlot 09.02.2021 11:44

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1583480)
Ok. Das ist verständlich. Aber wie lange es tatsächlich dauert die Inzidenz klar und konstant unter 10 zu bekommen, ist auch nicht wirklich berechenbar? Viele sind wirtschaftlich am Ende,und das diese Menschen jeden Tag auf Lockerungen hoffen, ist ebenfalls verständlich.
Alles eine Zwickmühle.

Was ich zudem nicht verstehe, ist, dass seit Monaten sich nichts an der „Richtgröße“ 50 ändert. Wenn ich in einem Unternehmen feststelle, dass mich ein Bereich so extrem limitiert, dann setze ich doch alles daran diesen zu erweitern, effektiver auszubauen, zu modernisieren, etc. Das sehe ich aktuell in der Politik nicht. Die 50 von vor 6 Monaten müsste doch heute schon 80,100 oder sonst was sein.

Mir ist natürlich klar, das weniger Infizierte immer besser ist. Aber was machen wir, wenn auf Absicht die „alte“ Richtmarke nicht erreichen lässt??

hero 09.02.2021 11:45

Hallo zusammen,

in meinem privaten Umfeld gibt es immer wieder Äußerungen über die Wirksamkeit der PCR Test und der Schnelltest.
Was da alles vorgebracht wird halte ich für nicht korrekt, es geht meist in die Richtung dass das Ergebnis der Test's falsch ist.

Wie ist denn da der Stand der Technik, wie genau sind die Test's und wie kann ich dies Belegen ?
Kann mir da jemand weiterhelfen, möchte da faktenbasierend gegen halten können.

Gruß
Matthias

Kälteidiot 09.02.2021 11:57

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1583562)
Das ist m.M.n. die falsche Denkweise. Ich fahre auch nicht bei rot über die Ampel oder ohne Licht am Rad, bloß weil es ein paar Idioten tun. Zur Eigenverantwortung gehört auch die Akzeptanz, daß es immer ein paar geben wird, die es lockerer sehen. Das müssen wir aushalten, denn sie machen nie "alles zunichte", sie erhöhen meistens nur das Risiko geringfügig. Die wenigen konkreten Gefährdungen kann man entsprechend ahnden und damit minimieren, der Rest passiert halt - und hat meistens ja doch keine Folgen, besonders, wenn die "Vernünftigen" sich auch selbst ein wenig schützen (s. Diskussionen zum Thema Radfahren im Autoverkehr...).

der Vergleich hinkt gewaltig und du weißt das doch auch :)

Sie resignieren, weil sie sich nur noch mit einem Haushalt treffen dürfen. Erkläre das mal einer jungen Dame die neu in der STadt ist. Und packe dann deine Schwimmsachen und gehe zum "irgendwie" gestatteten Schwimmtraining für die Ligamanschaft der "Senioren Hessenliga Süd unten links"

Und die Jungen Leute (die ich kenne) halten sich trotzdem dran. Langweilige, linientreue Jugend.
Aber hauptsache die eigenverantwortlichen Bestager dürfen weiter schwimmen oder Skifahren oder zum Frisör.

und dieses Dilemma soll mit dem Apell an die Eigenverantwortung gelöst werden.

Ich wüsste nicht was ich wie anordnen, oder an was ich appelieren sollte.

Sorry

Dafri 09.02.2021 12:04

Zitat:

Zitat von hero (Beitrag 1583566)
Hallo zusammen,

in meinem privaten Umfeld gibt es immer wieder Äußerungen über die Wirksamkeit der PCR Test und der Schnelltest.
Was da alles vorgebracht wird halte ich für nicht korrekt, es geht meist in die Richtung dass das Ergebnis der Test's falsch ist.

Wie ist denn da der Stand der Technik, wie genau sind die Test's und wie kann ich dies Belegen ?
Kann mir da jemand weiterhelfen, möchte da faktenbasierend gegen halten können.

Gruß
Matthias


Ich hatte diesen Artikel mal in unserer heimischen Tagesonlinezeitung verlinkt,da auch einige der Meinung sind ,PCR Test wäre nicht ausagekräftig.


https://www.idowa.de/inhalt.corona-f...K3uIu_Dfy6vq0c

Schwarzfahrer 09.02.2021 12:15

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1583570)
der Vergleich hinkt gewaltig und du weißt das doch auch :)
...
Und die Jungen Leute (die ich kenne) halten sich trotzdem dran. Langweilige, linientreue Jugend.
Aber hauptsache die eigenverantwortlichen Bestager dürfen weiter schwimmen oder Skifahren oder zum Frisör.

und dieses Dilemma soll mit dem Apell an die Eigenverantwortung gelöst werden.

Ich wüsste nicht was ich wie anordnen, oder an was ich appelieren sollte.

Sorry

Wir haben wohl eine unterschiedliche Sicht auf das Thema. Eigenverantwortung ist für mich nicht, sich an Verbote zu halten, und möglichst wenig zu machen; das ist Gehorsam. Eigenverantwortung kann man nicht anordnen, man kann es fördern. Eigenverantwortung wäre für mich in einem Umfeld relevant, in dem wir möglichst alle Facetten des Lebens auch leben (Kino, Frisör, Schwimmen, ...), und dies so tun, daß wir überall das Infektionsrisiko verringern oder minimieren, soweit es geht - das ist dann situativ auch mal unterschiedlich.

Bockwuchst 09.02.2021 12:20

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1583565)
Was ich zudem nicht verstehe, ist, dass seit Monaten sich nichts an der „Richtgröße“ 50 ändert. Wenn ich in einem Unternehmen feststelle, dass mich ein Bereich so extrem limitiert, dann setze ich doch alles daran diesen zu erweitern, effektiver auszubauen, zu modernisieren, etc. Das sehe ich aktuell in der Politik nicht. Die 50 von vor 6 Monaten müsste doch heute schon 80,100 oder sonst was sein.

Mir ist natürlich klar, das weniger Infizierte immer besser ist. Aber was machen wir, wenn auf Absicht die „alte“ Richtmarke nicht erreichen lässt??

Das liegt daran, dass die 50 eigentlich keine wissenschaftliche Grundlage haben, völlig willkürlich gewählt wurden und eigentlich zu hoch sind. Erst waren ja die 35 mal als Grenzwert angedacht, das wurde dann auf 50 verschoben. Begründet wurde es damit, dass die Gesundheitsämer bis dahin die Kontaktnachverfolgung schaffen, aber ich glaube das ist Quatsch. Man wollte einfach irgend ne Zahl, bei der man dann aktiv werden muss.
Im Herbst dachte man, man tritt bei 50 einfach stufenweise auf die Bremse und dann gehen die Zahlen wieder runter. Wie gut das funtkioniert hat man gesehen und zeigt auch wie absurd die Diskussion ist, dass man jetzt wieder öffnen kann wenn man unter 50 kommt.

Kälteidiot 09.02.2021 12:20

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1583575)
Wir haben wohl eine unterschiedliche Sicht auf das Thema. Eigenverantwortung ist für mich nicht, sich an Verbote zu halten, und möglichst wenig zu machen; das ist Gehorsam. Eigenverantwortung kann man nicht anordnen, man kann es fördern. Eigenverantwortung wäre für mich in einem Umfeld relevant, in dem wir möglichst alle Facetten des Lebens auch leben (Kino, Frisör, Schwimmen, ...), und dies so tun, daß wir überall das Infektionsrisiko verringern oder minimieren, soweit es geht - das ist dann situativ auch mal unterschiedlich.

So verhalten sich die von mir Genannten auch. Ich wollte es nur nicht so ausführlich aufschreiben.

Aber Menschen die Eigenverantwortung bis jetzt noch nicht gelernt haben werden das auch jetzt nicht plötzlich lernen.

Dachte mir aber schon, das es missverständlich sein könnte.

Ich wollte auch nur die von mir wahrgenommene Stimmung schildern.

Estebban 09.02.2021 12:54

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1583575)
Wir haben wohl eine unterschiedliche Sicht auf das Thema. Eigenverantwortung ist für mich nicht, sich an Verbote zu halten, und möglichst wenig zu machen; das ist Gehorsam. Eigenverantwortung kann man nicht anordnen, man kann es fördern. Eigenverantwortung wäre für mich in einem Umfeld relevant, in dem wir möglichst alle Facetten des Lebens auch leben (Kino, Frisör, Schwimmen, ...), und dies so tun, daß wir überall das Infektionsrisiko verringern oder minimieren, soweit es geht - das ist dann situativ auch mal unterschiedlich.

Also eigentlich möchtest du einfach nicht dass dir jemand vorschreibt, dass du aus Rücksicht auf andere irgendwas verzichtest?
Das kann man natürlich dann Eigenverantwortung nennen, ja.

Bockwuchst 09.02.2021 13:01

Der Hohenlohekreis in BaWü war vor ca. 2 Wochen bei einer Inzidenz von 30, die niedrigste in BaWü. Jetzt, 2 Wochen später ist man wieder bei 130. So schnell kann es gehen.
Ursache ist ein B117 Ausbruch, der wohl auf einer "nicht Corona-konformen" Hochzeit begann, dann in´s Logistik-Zentrum von Würth ("mit stimmigem Hygienekonzept") und in eine Kita verschleppt wurde. (Zitate von der Homepage des Landkreises)
B117 ist bei bisher 3 Fällen laborbestätigt. Man zählt aber mindestens 70 zu dem Cluster im Landkreis.

noam 09.02.2021 13:27

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1583585)
Der Hohenlohekreis in BaWü war vor ca. 2 Wochen bei einer Inzidenz von 30, die niedrigste in BaWü. Jetzt, 2 Wochen später ist man wieder bei 130. So schnell kann es gehen.
Ursache ist ein B117 Ausbruch, der wohl auf einer "nicht Corona-konformen" Hochzeit begann, dann in´s Logistik-Zentrum von Würth ("mit stimmigem Hygienekonzept") und in eine Kita verschleppt wurde. (Zitate von der Homepage des Landkreises)
B117 ist bei bisher 3 Fällen laborbestätigt. Man zählt aber mindestens 70 zu dem Cluster im Landkreis.

Gerade in ländlichen Regionen kann die Inzidenz durch einen sehr lokalen aber hefitgen Ausbruch auch über das tatsächliche Infektionsgeschehen hinwegtäuschen.

Wir hatten zB lange eine schwankende Inzidenz zwischen 20 und 35, bis es zu einem zeitgleichen Ausbruch in zwei Pflegeeinrichtungen mit entsprechender Durchseuchung (und Gott sei dank ohne Todesfälle) kam, der dann eben 7 Tage für eine Inzidenz von fast 100 gesorgt hat, der nach den 7 Tagen dann wieder akut gefallen ist.



Hier auf dem Land ist im Prinzip aber auch Schwarzfahrers eigenverantwortliches Handeln im Privaten an der Tagesordnung, da es hier eh niemand überprüft. Die Menschen sind sehr umsichtig und verhalten sich Situationsangepasst, was nicht immer legal bedeutet.

Bockwuchst 09.02.2021 13:31

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1583595)
Gerade in ländlichen Regionen kann die Inzidenz durch einen sehr lokalen aber hefitgen Ausbruch auch über das tatsächliche Infektionsgeschehen hinwegtäuschen.

Wir hatten zB lange eine schwankende Inzidenz zwischen 20 und 35, bis es zu einem zeitgleichen Ausbruch in zwei Pflegeeinrichtungen mit entsprechender Durchseuchung (und Gott sei dank ohne Todesfälle) kam, der dann eben 7 Tage für eine Inzidenz von fast 100 gesorgt hat, der nach den 7 Tagen dann wieder akut gefallen ist.



Hier auf dem Land ist im Prinzip aber auch Schwarzfahrers eigenverantwortliches Handeln im Privaten an der Tagesordnung, da es hier eh niemand überprüft. Die Menschen sind sehr umsichtig und verhalten sich Situationsangepasst, was nicht immer legal bedeutet.

Die 7 Tage Inzidenz ist eine mathematische Größe. Ich wüsste nicht über was die hinwegtäuschen soll.

Estebban 09.02.2021 13:34

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1583597)
Die 7 Tage Inzidenz ist eine mathematische Größe. Ich wüsste nicht über was die hinwegtäuschen soll.

Eine Inzidenz von 100 kann eben bedeuten, dass es ein Cluster gibt, bzw ein Cluster gerade entdeckt wurde oder dass es ein latentes schwelendes Problem gibt und es schon nicht mehr nachvollziehbar wo das alles herkommt.
Entsprechend ist die Zahl an sich nicht aussagend wie es wirklich aussieht. Aber auch ein einzelner Cluster führt eben - wenn man ihn einfach laufen lässt - zu Chaos in dem Landkreis...

noam 09.02.2021 13:37

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1583598)
Eine Inzidenz von 100 kann eben bedeuten, dass es ein Cluster gibt, bzw ein Cluster gerade entdeckt wurde oder dass es ein latentes schwelendes Problem gibt und es schon nicht mehr nachvollziehbar wo das alles herkommt.
Entsprechend ist die Zahl an sich nicht aussagend wie es wirklich aussieht. Aber auch ein einzelner Cluster führt eben - wenn man ihn einfach laufen lässt - zu Chaos in dem Landkreis...

Eben. Habe ich einen Landkreis mit 100.000 Menschen und eine Inzidenz von 200, die sich aber auf zwei einfach zu kontrollierende Cluster wie Heime beschränkt, ist die allgemeine Lage im LK sicher besser (zu kontrollieren) als in einem LK mit 1.000.000 Menschen und einer Inzidenz von 50, wo niemand weiß wo wie wer was ist.

Schwarzfahrer 09.02.2021 13:48

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1583584)
Also eigentlich möchtest du einfach nicht dass dir jemand vorschreibt, dass du aus Rücksicht auf andere irgendwas verzichtest?
Das kann man natürlich dann Eigenverantwortung nennen, ja.

Eigentlich müßig bei Deiner Einstellung zu meinen Aussagen, aber trotzdem eine kleine Klarstellung: Ich halte wenig von starren Verhaltensvorschriften; es ist richtig, vorzugeben daß man auf andere Rücksicht zu nehmen hat, und Empfehlungen zum richtigen Wie zu geben. Von starren Vorschriften, die in mehr als der Hälfte er Fälle niemanden schützen (Maske auf leeren Straßen, kein Eislecken 50 m von der Eisdiele, Sperrung von Parks, ob ich die 2 Minuten beim Bäcker ein Buff oder eine FFP3-Maske aufhabe, u.ä.) halte ich nichts.

anlot 09.02.2021 14:01

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1583536)
Der Weg der Länder mit No-covid-Strategie hat nachweislich funktioniert und funktioniert für diese Länder immer noch. Die erste Aussage aus dem Zitat ist also nachweislich falsch. Die Bevölkerung in Australien und Neuseeland ist mittlerweile begeistert von ihrer jeweiligen politischen Führung, obwohl beide Regierungen vor Beginn der Pandemie durchaus umstritten waren.

Der einzige diskutable Ansatz, den ich derzeit sehe ist neben flächendeckender Durchimpfung der, eine no-Covid-Strategie in einem fast reinen Binnenstaat wie Deutschland (theoretisch besser natürlich in der ganzen EU, aber das ist noch unrealistischer) zu implementieren. Dieser Ansatz ist sicher schwieriger, als bei einem inselstaat, aber nichtsdestoweniger durchaus möglich.
Dass sich ein Industriestaat mit vor der Pandemie Millionen von internationalen Flugbewegungen über mehr als 12 Monate derartig vom Rest der Welt abschotten könnte (und es der Bevölkerung dabei gut geht!) hätte vor einem Jahr auch niemand zu prognostizieren gewagt-

Andere Ansätze, die sich substanziell von früheren, nachweislich fehlgeschlagenen Ansätzen unterscheiden, sehe ich derzeit in der politischen Debatte offen gesagt nicht.

Das hört sich in der Tat gut an, nur mir fehlt der Glaube daran. Wir schaffen es zum Einen nicht klar definierte Orte wie Alten- & Pflegeheime vor Infektionen zu schützen, aber würden im nächsten Schritt eine Strategie versuchen, die dies im ganzen Land nahezu ermöglicht? Das hört sich für mich zu schön an. 😉

MattF 09.02.2021 14:08

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1583536)
Der einzige diskutable Ansatz, den ich derzeit sehe ist neben flächendeckender Durchimpfung der, eine no-Covid-Strategie in einem fast reinen Binnenstaat wie Deutschland (theoretisch besser natürlich in der ganzen EU, aber das ist noch unrealistischer) zu implementieren. Dieser Ansatz ist sicher schwieriger, als bei einem inselstaat, aber nichtsdestoweniger durchaus möglich.

Der Zug ist allerdings in meinen Augen jetzt abgefahren.

Max. möglich für zukünftige Pandemien oder wenn wir nach dem Sommer noch ne 3. Welle bekommen, durch neue Mutanten oder der Impfstoff wirkt nicht.

Kälteidiot 09.02.2021 14:11

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1583601)
Eigentlich müßig bei Deiner Einstellung zu meinen Aussagen, aber trotzdem eine kleine Klarstellung: Ich halte wenig von starren Verhaltensvorschriften; es ist richtig, vorzugeben daß man auf andere Rücksicht zu nehmen hat, und Empfehlungen zum richtigen Wie zu geben. Von starren Vorschriften, die in mehr als der Hälfte er Fälle niemanden schützen (Maske auf leeren Straßen, kein Eislecken 50 m von der Eisdiele, Sperrung von Parks, ob ich die 2 Minuten beim Bäcker ein Buff oder eine FFP3-Maske aufhabe, u.ä.) halte ich nichts.

nein hab mich nicht auf dich eingeschossen. :-)

Und deinem Post kann ich gar nicht widersprechen insofern die von dir geschilderten Anordnungen 24/7 tatsächlich niemanden schützen.

Trotzdem frage ich mich, was würde in diesem unserem Land passieren, wenn wir auf die obengenannten Verhaltensvorschriften verzichten würden.

Es ist halt eine Glaubensfrage. Ich glaube eben nicht, dass sich ein, für die Pandemiebekämpfung entscheidender Teil der Befölkerung an die Gebote und Empfehlungen halten würde.

Bei uns auf der Hauptverkehrststrasse gilt eine Maskenpflicht von 7 bis 22 Uhr. Da ist da auch am meisten los.

anlot 09.02.2021 14:16

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1583576)
Das liegt daran, dass die 50 eigentlich keine wissenschaftliche Grundlage haben, völlig willkürlich gewählt wurden und eigentlich zu hoch sind. Erst waren ja die 35 mal als Grenzwert angedacht, das wurde dann auf 50 verschoben. Begründet wurde es damit, dass die Gesundheitsämer bis dahin die Kontaktnachverfolgung schaffen, aber ich glaube das ist Quatsch. Man wollte einfach irgend ne Zahl, bei der man dann aktiv werden muss.
Im Herbst dachte man, man tritt bei 50 einfach stufenweise auf die Bremse und dann gehen die Zahlen wieder runter. Wie gut das funtkioniert hat man gesehen und zeigt auch wie absurd die Diskussion ist, dass man jetzt wieder öffnen kann wenn man unter 50 kommt.

Ich habe die Entstehung der „50“ schon verstanden und mitbekommen. Das war aber nicht mein Punkt. Wie bereits mit dem Unternehmen Beispiel erwähnt, kann es doch nicht sein, das 50,30 oder sonst eine Zahl in Stein gemeißelt ist (egal ob diese willkürlich zustande kam). Es muss doch dann zwangsläufig so sein, dass derjenige der diese Grenze im ersten Schritt festlegt, im zweiten und dritten sofort versuchen muss diese nach oben zu schieben. Allein schon deshalb, damit man mehr Luft hat.

Diesen Umstand, dass in der täglichen Diskussion, die Verbesserung der „50“ nicht thematisiert wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Schwarzfahrer 09.02.2021 14:42

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1583609)
nein hab mich nicht auf dich eingeschossen. :-)

Natürlich nicht; ich meinte Stebbi, der sich mal wieder seinem Hobby gewidmet hat, mich bloßzustellen.
Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1583609)
Trotzdem frage ich mich, was würde in diesem unserem Land passieren, wenn wir auf die obengenannten Verhaltensvorschriften verzichten würden.

Es ist halt eine Glaubensfrage. Ich glaube eben nicht, dass sich ein, für die Pandemiebekämpfung entscheidender Teil der Bevölkerung an die Gebote und Empfehlungen halten würde.

Ich finde nicht, daß man auf alle Vorschriften verzichten sollte, aber es sollten die mit der größten Wirkung reichen. Wobei wieviel "reicht", versteht auch jeder etwas anders...
Es stimmt schon, es ist viel Glauben bzw. Interpretation im Spiel auf allen Seiten - wie bei sehr vielen Entscheidungen, die man als Mensch so trifft. Und ich glaube an die Vernunft der Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft, auch wenn immer wieder so manches passiert, was diesen Glauben erschüttern kann.

merz 09.02.2021 14:49

Auch mal was konkretes vorschlagen: FDP will 7 Stufenplan zur Öffnung morgenin den BT einbringen, zentrale Orientierung an der Inzidenz:

https://www.n-tv.de/politik/FDP-legt...e22348847.html

hier ist er (etwas unhandlich zu lesen, ich würde ne PPT bevorzugen :Lachen2: ):

https://www.fdpbt.de/sites/default/f...20vorlegen.pdf


m.

Seyan 09.02.2021 14:54

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1583575)
Wir haben wohl eine unterschiedliche Sicht auf das Thema. Eigenverantwortung ist für mich nicht, sich an Verbote zu halten, und möglichst wenig zu machen; das ist Gehorsam.

Eigenverantwortung (und in einem sozialen System auch Fremdverantwortung, das ist ja gerade bei Corona das Thema) ist nur möglich, wenn Leute "klug" genug dafür sind. Wir haben aber zuviele "Idioten", die aus verschiedenen Gründen kein Interesse an Eigen- und Fremdverantwortung haben. Das beweisen sie ja nicht nur zu Corona-Zeiten, sondern auch sonst (sonst würden diese "Idioten" auch nicht besoffen Auto fahren o.ä.).

Wer sich dem Konzept von Eigen- und vor allem Fremdverantwortung verschließt, dem muss mit Verboten und harten Maßnahmen entgegengewirkt werden. Und das gilt auch für die Konzerne, denen Gewinne und Geld über alles geht und dafür die Infektion eines Mitarbeiters willentlich in Kauf nehmen.

Harter Lockdown jetzt oder wir sind auch den Sommer (und nächstes Jahr usw.) noch in diesem halbgaren Zustand, in dem wir privat nichts dürfen, aber brav die blöde Arbeiterbiene spielen dürfen, damit einige wenige reiche Säcke noch reicher werden (siehe auch Fussballer, die ja unbedingt spielen müssen im Ausland, während zahlreiche Amateure und Jugendliche / Kinder seit Monaten in die Röhre schauen und es vermutlich noch viele Monate weiter müssen).

Stefan 09.02.2021 15:03

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583626)
.....Und das gilt auch für die Konzerne, denen Gewinne und Geld über alles geht und dafür die Infektion eines Mitarbeiters willentlich in Kauf nehmen....

Wenn einem Konzern "Gewinne und Geld über alles geht", dann wird er versuchen, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen. Kranke Mitarbeiter kosten das Unternehmen Geld.

Schwarzfahrer 09.02.2021 15:08

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583626)
Wir haben aber zuviele "Idioten", die aus verschiedenen Gründen kein Interesse an Eigen- und Fremdverantwortung haben. Das beweisen sie ja nicht nur zu Corona-Zeiten, sondern auch sonst (sonst würden diese "Idioten" auch nicht besoffen Auto fahren o.ä.).

Wegen der besoffenen Autofahrer wird trotzdem nicht Alkohol generell verboten. Mit einem gewissen Anteil von solchen "Idioten" kann offenbar jede Gesellschaft leben.
Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583626)
Wer sich dem Konzept von Eigen- und vor allem Fremdverantwortung verschließt, dem muss mit Verboten und harten Maßnahmen entgegengewirkt werden.

Wenn die Maßnahmen aber auch eine große Mehrheit solcher trifft, die man nicht zwingen müsste, erreicht man das Gegenteil: sinken der Akzeptanz. Keiner will zu etwas gezwungen werden, was er freiwillig auch machen würde.
Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583626)
Und das gilt auch für die Konzerne, denen Gewinne und Geld über alles geht und dafür die Infektion eines Mitarbeiters willentlich in Kauf nehmen.

Das sind meistens konkrete einzelne Personen (Vorgesetzte), die so entscheiden, nicht die gesichtslosen Konzerne. Unser Konzern (weltweit agierend) ist da eher überängstlich und nimmt wesentliche Effizienzeinbußen in Kauf, nur um ja keinen Infizierten zu riskieren. Ein Ergebnis ist eine wachsende Unsicherheit der Arbeitsplätze in vielen Standorten. Irgendwie gibt das auch keine bessere Stimmung der Belegschaft.

Adept 09.02.2021 15:10

Genau, alles Idioten da draussen, ausser natürlich ich selbst. :Lachen2:

Ich finde, es zeigt eher, dass die Massnahmen für unsere Gesellschaft völlig praxisfern sind. Hier wird versucht, eine Seuche auszurotten, was nicht (mehr) möglich ist, auf jeden Fall vorerst nicht. Der Anspruch an die Menschen ist viel zu hoch. Und wenn die zweifelhaften Massnahmen nicht klappen, dann liegt es natürlich an den Einzelfällen, die sich nicht richtig verhalten haben.

Ist übrigens eine sehr populäre Management-Strategie: Wenn man Müll auf der oberen Ebene entscheidet, und die Stossrichtung überhaupt nicht aufgeht, argumentiert man mit Beispielen von Mitarbeitern, die sich nicht genau daran gehalten haben. So ist man immer save, denn hätte sich der dran gehalten, wäre natürlich die Strategie perfekt aufgegangen. Dem ist natürlich kaum entgegen zu kommen, da es schwer ist, da irgendwas nachzuweisen.

Bin weiterhin gespannt, wieviele Monate der Massnahmen-Eiertanz so weitergeht. :Huhu:

Schwarzfahrer 09.02.2021 15:10

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1583631)
Wenn einem Konzern "Gewinne und Geld über alles geht", dann wird er versuchen, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen. Kranke Mitarbeiter kosten das Unternehmen Geld.

Der einzelne Mitarbeiter ist weniger das Risiko. Dafür reichen die üblichen schönen Vorsorgeprogramme. Bei uns wird übervorsichtig agiert, weil bei einem Ausbruch ggf. ein Betriebsbereich stillgelegt werden müsste - und das tut dann finanziell wirklich weh.

Bockwuchst 09.02.2021 15:21

https://www.swr.de/swraktuell/baden-...nheim-100.html

Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim und der Humboldt Universität Berlin ergibt, dass die Querdenker Demos im November und Dezember erheblich zum Infektionsgeschehen in den betroffenen Landkreisen beigetragen haben (Anstieg der Inzidenz um 40).

Zitat:

Eine mobile Minderheit, die sich nicht an geltende Hygieneregeln hält, kann so ein erhebliches Risiko für andere Personen darstellen
Zitat:

Die Forscher schätzen, dass bis Weihnachten zwischen 16.000 und 21.000 Covid-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden großen "Querdenker" Kundgebungen abgesagt worden wären.
So viel zu Vernunft und Eigenverantwortung.

LidlRacer 09.02.2021 15:23

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1583612)
Ich habe die Entstehung der „50“ schon verstanden und mitbekommen. Das war aber nicht mein Punkt. Wie bereits mit dem Unternehmen Beispiel erwähnt, kann es doch nicht sein, das 50,30 oder sonst eine Zahl in Stein gemeißelt ist (egal ob diese willkürlich zustande kam). Es muss doch dann zwangsläufig so sein, dass derjenige der diese Grenze im ersten Schritt festlegt, im zweiten und dritten sofort versuchen muss diese nach oben zu schieben. Allein schon deshalb, damit man mehr Luft hat.

Diesen Umstand, dass in der täglichen Diskussion, die Verbesserung der „50“ nicht thematisiert wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Du missverstehst da irgendwas.
Eine "Verbesserung der 50" wäre eine Absenkung - keine Erhöhung, die Du in einem früheren Posting gefordert hast.

Flow 09.02.2021 15:30

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583626)
Eigenverantwortung (und in einem sozialen System auch Fremdverantwortung, das ist ja gerade bei Corona das Thema) ist nur möglich, wenn Leute "klug" genug dafür sind. Wir haben aber zuviele "Idioten", die aus verschiedenen Gründen kein Interesse an Eigen- und Fremdverantwortung haben.

Hi Seyan,

du warst doch selbst infiziert, nicht wahr ?
Waren dafür deiner Meinung nach andere verantwortlich oder hast du selbst "geschlampt" ?
Ferner, weißt du, ob du selbst andere angesteckt hast oder kannst du das ausschließen ?
Das sind direkte Fragen. Sie interessieren mich, ich will darüber nicht urteilen. Falls sie dir zu persönlich sind, verstehe ich, wenn du nicht darauf eingehen willst.

In deinen Beiträgen lese ich in jüngster Zeit eine gewisse "Aggressivität".
(Ich hoffe, SARS-CoV-2 hat keine Wesensveränderung hinterlassen ... :Lachen2:)
Ich interpretiere das mal so, daß du "keine Lust mehr" auf Corona samt Einschränkungen hast und dem gerne ein schnelles Ende bereiten willst. Denkst du, mit der von dir aufgerufenen Knallhart-Strategie läßt sich Corona innerhalb weniger Wochen nachhaltig tottreten ? Ich habe da meine Zweifel ...

Eventuell solltest du noch über eine neue Signatur nachdenken ... ;)

Grüße !

pepusalt 09.02.2021 15:34

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1583609)
Trotzdem frage ich mich, was würde in diesem unserem Land passieren, wenn wir auf die obengenannten Verhaltensvorschriften verzichten würden.

Es ist halt eine Glaubensfrage. Ich glaube eben nicht, dass sich ein, für die Pandemiebekämpfung entscheidender Teil der Befölkerung an die Gebote und Empfehlungen halten würde.


Querdenken-Demos in Leipzig und Berlin im November waren Superspreader-Events für ganz Deutschlandfür und für bis zu 21.000 Infektionen verantwortlich
(tagesspiegel)

Analysiert wurde das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, aus denen zehntausende Demonstranten per Bus zu den Protesten angereist waren. Der Studie zufolge stieg dort die Sieben-Tage-Inzidenz bis Weihnachten deutlich an, teils um den Wert von 40
(deutschlandfunk)

Das Demonstrationsrecht ist ja trotz der Pandemie immer sehr sakrosant lange auf hohem Niveau gehalten worden, ohne Wenn und Aber.
Dies ist das Ergebnis der in diesem Punkt frei eingeräumten Eigenverantwortung.

Schwarzfahrer hätte wahrscheinlich diese Eigenverantwortung bei sich selber tatsächlich umgesetzt, so wie vielleicht sagenhafte 10% der Teilnehmenden. Der Rest der sogenannten Querdenker halt nicht. :-((

Um das tatsächliche Geschehen zu beeinflussen (was notwendig ist) hilft bei einer relevanten Breite der Gesellschaft nur klare deutliche nachhaltige rahmengebende Maßnahmen.

Die Alltagsmasken wurden, wenn dann, in der Mehrheit getragen wie lustig, aber selten richtig und sinnvoll. Seit Söder Kante gezeigt hat und die FFP2 gegen Widerstände plötzlich mehr oder weniger als Standard durchgesetzt hat, tragen z.B. beim Einkaufen 95% so eine Maske auch korrekt. Geht doch
Aber (leider) nicht mit Eigenveranwortung.
Höchstens Schwarzfahrer und ich, und natürlich Anwesende ;-)

Estebban 09.02.2021 15:39

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1583641)
Du missverstehst da irgendwas.
Eine "Verbesserung der 50" wäre eine Absenkung - keine Erhöhung, die Du in einem früheren Posting gefordert hast.

In der Logik stimmt das mit Verbesserung = Erhöhung. Wenn die 50 als Grenze dient ab welcher gesundheitsämter und Krankenhäuser überlastet sind würde eine Effizienzsteigerung bedeuten, diese Grenze verschiebt sich nach oben. Allerdings hat ja offensichtlich die 50 schon nicht funktioniert und lag realistischerweise irgendwo bei 10-20...

Da aber mittlerweile ja eher das Thema Eigenverantwortung gespielt wird sind die Gesundheitsämter eigentlich auch egal, da ihnen Kontakte ja nicht gemeldet werden, weil es für die Leute ja unzumutbar ist 2 Wochen in Quarantäne zu gehen.. Siehe auch die Beiträge im forum von Leuten, die halt einfach aufpassen, dann passier schon nix... das da noch keiner drauf gekommen ist...

Seyan 09.02.2021 15:40

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1583646)
du warst doch selbst infiziert, nicht wahr ?
Waren dafür deiner Meinung nach andere verantwortlich oder hast du selbst "geschlampt" ?
Ferner, weißt du, ob du selbst andere angesteckt hast oder kannst du das ausschließen ?
Das sind direkte Fragen. Sie interessieren mich, ich will darüber nicht urteilen. Falls sie dir zu persönlich sind, verstehe ich, wenn du nicht darauf eingehen willst.

Alles nur Annahmen, da die gesicherte Nachverfolgung nicht möglich ist (Infektion kann theoretisch) auch im Supermarkt trotz Maske passieren).

- es wurden drei mögliche Fälle in der Firma kommuniziert (Test ausstehend)
- hier wird vermutet, dass die Ansteckung bei einem externen Kunden in der Vorwoche stattfand
- in Besprechungsräumen war zu dem Zeitpunkt keine Maskenpflicht bei genug Abstand zwischen den einzelnen Teilnehmern
- am Tag nach der Kommunikation wurden die positiven Fälle bestätigt
- in der Firma habe ich immer Maske getragen ausser ich war am Arbeitsplatz oder beim Essen in der Kantine
- meine Vermutung: Ansteckung in der Kantine, da es der einzige ungeschützte Moment war, mit denen ich im selben Raum wie die Personen war
- es hat dort auch noch andere erwischt
- ich sehe daher keine direkte Schuld bei mir ausser, dass ich halt nicht in der Kantine hätte essen sollen

hero 09.02.2021 15:40

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1583571)
Ich hatte diesen Artikel mal in unserer heimischen Tagesonlinezeitung verlinkt,da auch einige der Meinung sind ,PCR Test wäre nicht ausagekräftig.


https://www.idowa.de/inhalt.corona-f...K3uIu_Dfy6vq0c

vielen Dank, hat noch wer weitere Informationen ?

Gruß Matthias

anlot 09.02.2021 15:41

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1583641)
Du missverstehst da irgendwas.
Eine "Verbesserung der 50" wäre eine Absenkung - keine Erhöhung, die Du in einem früheren Posting gefordert hast.

Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt?! Mit „Verbesserung“ meinte ich die Möglichkeit der Gesundheitsämter Kontakte nachverfolgen zu können. Wenn dies heute nur bis „50“ möglich ist und in 3 Monaten bis 70, dann wäre dies die gemeinte Verbesserung. Dies wäre u a. für mich auch ein Punkt einer nachhaltigen Strategie. Stattdessen wurstelt immer noch die Mehrheit der Gesundheitsämter mit seiner eigenen Software, Excel-Tabellen und Faxen herum. Das muss man sich mal vorstellen.

Dazu fehlt mir eine politische Debatte mit klaren Zielvorgaben.

Estebban 09.02.2021 15:43

Zitat:

Zitat von hero (Beitrag 1583653)
vielen Dank, hat noch wer weitere Informationen ?

Gruß Matthias

https://www.bioscientia.de/home/aktu...r-pcr-nachweis

Bockwuchst 09.02.2021 15:52

https://kurier.at/politik/inland/cor...sung/401183104

Ausreise aus Tirol nur noch mit negativem Test. Jetzt werden wahrscheinlich alle vorher noch schnell abhauen.

Flow 09.02.2021 16:12

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583652)
[...]

Danke für die Antworten !

Erinnerst du dich, ob du einem anderen (nachträglich bestätigt) Infizierten nahegekommen bist ?
Z.B. gemeinsam am Tisch in der Kantine o.ä.

Zur "sicheren" Verhinderung von Übertragungen, wie du sie vermutest, hülfe ja sonst tatsächlich nur "Betrieb dicht" / "strikt home office".

Hafu 09.02.2021 16:19

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583652)
...
- in Besprechungsräumen war zu dem Zeitpunkt keine Maskenpflicht bei genug Abstand zwischen den einzelnen Teilnehmern

Ich hoffe, ihr habt das Hygienekonzept hinsichtlich des Punktes "Verhalten bei Besprechungsräumen" mittlerweile angepasst.

Wegen des Hauptübertragungsweges Aerosole genügt Abstand halten bei Meetings keinesfalls. Filtrierende Masken und ein genau befolgtes Lüftungskonzept (kompletter Luftaustausch alle 20min) ist hier essentiell.
Maskenpflicht bei allen Besprechungen besteht bei uns seit April durchgehend.

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1583652)
......
- meine Vermutung: Ansteckung in der Kantine, da es der einzige ungeschützte Moment war, mit denen ich im selben Raum wie die Personen war
-

Kantinen sollten eigentlich seit der vorletzten Verschärfung im Dezember alle geschlossen sein. Vermute deine Geschichte war vor dieser Zeit.


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