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Nobodyknows 27.03.2020 10:42

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1520534)
Das verstehe ich nicht. Die Leute haben zwar keinen Weg zur Arbeit (der häufig aber auch per Auto stattfindet), aber die Zeit haben sie dafür ja frei zur Verfügung und könnten diese einfach für einen Spaziergang (oder zum Radeln, whatever) nutzen.

Ich stimme Dir zu.

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1520534)
Wer als behauptet, dass er durch Home Office einen Bewegungsmangel hat, der ist selbst schuld.

Die Realität bei mir:
Weg vom Arbeitsplatz im Büro zur Kantine: Ca. 500 Meter.
Weg vom Homeoffice bis zum Kühlschrank: Ca. 3 Meter.

Macht schon einmal 994 Meter weniger am Tag. :Cheese:

Gruß
N. :Huhu:

Helmut S 27.03.2020 10:47

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520537)
Weg vom Arbeitsplatz im Büro zur Kantine: Ca. 500 Meter.
Weg vom Homeoffice bis zum Kühlschrank: Ca. 3 Meter.

Macht schon einmal 994 Meter weniger am Tag. :Cheese:

Allerdings gehst du bestimmt öfter zum Kühlschrank als zur Kantine. Und durch die häufigen Kühlschrankbesuche werden sich auch die Toilettenbesuche häufen. Plötzlich hast ne mords Lauferei. Also alles halb so schlimm :Cheese:

Seyan 27.03.2020 10:48

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1520535)
Niemand redet gerne darüber: Die Fachgesellschaften erarbeiteten für die jetztge Pandemie Selektionskriterien als Hilfe für die Ärzte für die Zuweisung zur Intensivbehandlung.

Das ist das beliebte Spiel "Dein Bruder oder deine Schwester müssen sterben. Entscheide, wer das sein soll!"

Solange es nur ein Gedankenspiel ist, ist alles gut. Dramatisch wird es, wenn es bitterer Ernst wird.

Empathie stösst halt an seine Grenzen, wenn es keinen Ausweg gibt. Empathie kann man aber gegenüber denen zeigen, die die schwere Entscheidung fällen müssen, anstatt sie für die Entscheidung im Nachhinein zu kritiseren.

Nepumuk 27.03.2020 10:51

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1520432)
mir geht die Pressekonfernz gestern kurz nach mittag nicht aus dem Hirn - haben sie sich dauernd selbst gelobt und gleichzeitig eine Zahl von 5000 freien intensiv Betten genannt??

bei 80 mio Leuten - 60% durchseucht macht 42 mio Kandidaten, davon 3 % ins Krankenhaus macht 1 mio Leute..... ??? ..... 5000 Betten??? irgentwas passt nicht...

Du hast die zeitliche Komponente vergessen. Es sind ja nicht alle gleichzeitig krank und es werden ja auch laufend Infizierte gesund/immun. Das Ziel muss sein, dass nie mehr Menschen gleichzeitig erkranken, als unser Gesundheitssystem behandeln kann.
Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir aus dem exponentiellen Anstieg der Fallzahlen raus kommen.

Harald Lesch hat auf Youtube grob abgeschätzt, dass die maximale Kapazität unseres Gesundheitssystem bei ca. 40.000 Neu-Infizierten pro Tag lieg. Wenn wir also die aktuelle Rate bei 4-5.000 Neu-Infizierten halten könnten, wäre das wohl kein Problem, aber dann würde die Durchseuchung theoretisch auch 26 Jahre dauern.

Hoffen wir mal, dass es bald einen Impfstoff gibt. Nur der würde das üble Spiel kurzfristig beenden.

sybenwurz 27.03.2020 11:05

Bergwachtkollege ist Notarzt hier am Klinikum (Kleinstadt, gut 70000 Einwohner plus Landkreis). Ich verfolge ja die lokalen Zeitungen nicht sehr ausgiebig, daher traf mich eine Aussage von ihm heute Morgen voll breitseits:

Zitat:

Es sind bereits 2 normale Stationen mit Patienten gefüllt die dritte wird hoffentlich heute in Betrieb genommen, wenn wir das Personal geklärt haben.
Eine Intensivstation ist bereits komplett voll, 9 Patienten beatmet.
Die beiden anderen werden gerade belegt.
Die Zahlen aus dem Rathaus sind mindestens 24h alt. (Und erfassen nicht die Fälle ohne Abstriche) Aktuell warten wir 3 bis 4 Tage auf ein Ergebnis.
Noch können wir behandeln aber wenn es weiter so schnell so viele werden kommen wir spätestens Anfang/Mitte nächster Woche an unsere Grenzen.
Ab heute sollen die Triage Konzepte in Kraft treten. Was heißt, wir müssen Patienten die Therapie verweigern, um anderen zu helfen.
Ggf. soll Patienten bereits im Rettungsdienst Therapie verweigert werden, wenn die Prognose zu schlecht ist und die Patienten verbleiben zum Sterben Zuhause. Wir haben Gott sei Dank noch kein Italien oder Wuhan aber wir laufen mit großen Schritten darauf zu.
Klingt null nach Entspannung oder so, als zeigten die Massnahmen wie Ausgangsbeschränkungen ausreichende Wirkung.
Wenn #flattenthecurve bedeutet, jetzt schon an der Grenze zu sein, dann weiss ich nicht...

Stefan 27.03.2020 11:13

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1520550)
Klingt null nach Entspannung oder so, als zeigten die Massnahmen wie Ausgangsbeschränkungen ausreichende Wirkung.
Wenn #flattenthecurve bedeutet, jetzt schon an der Grenze zu sein, dann weiss ich nicht...

Die Ausgangsbeschränkungen wirken erst zeitversetzt.

Aus meinem Heimatort habe ich gestern gehört, dass alle OPs, welche nicht dringend sind, abgesagt wurden und es im Krankenhaus jetzt sehr ruhig ist, weil es noch keinen Ansturm wegen Corona gibt.

Trillerpfeife 27.03.2020 11:16

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1520556)
Die Ausgangsbeschränkungen wirken erst zeitversetzt.

Aus meinem Heimatort habe ich gestern gehört, dass alle OPs, welche nicht dringend sind, abgesagt wurden und es im Krankenhaus jetzt sehr ruhig ist, weil es noch keinen Ansturm wegen Corona gibt.

das hat eine Bekannte von uns gestern auch berichtet. Sie hat sich leider gleich über die mangelde Weitsicht der Bundesregierung beklagt.

sybenwurz 27.03.2020 11:19

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1520556)
Die Ausgangsbeschränkungen wirken erst zeitversetzt.

Naja, das läuft jetzt bei uns in Bayern eine Woche, mithin sollten wir ab Montag spätestens die Auswirkungen sehen...


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