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LidlRacer 16.12.2020 19:32

Zurück zu den Todeszahlen in Schweden:

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1573283)
Beispiel:
Der 3. Dezember ist im von mir betrachteten Zeitraum von ca. 3 auf 51 gestiegen, und er wird voraussichtlich weiter steigen - möglicherweise über die aktuelle Spitze von 68 hinaus.

Ich habe dieses Phänomen aber noch nicht längere Zeit beobachtet, so dass ich nicht genau weiß, inwieweit dieses Verhalten berechenbar ist.

PS:
Mach dir bitte keine Sorgen über meine Ausbildung! :)

Ist soeben passiert:
3. Dezember: 69 Tote (und die werden weiter steigen)

Aber auch die ältere Spitze von 68 ist noch leicht gestiegen auf jetzt 70.

Möchte immer noch jemand behaupten, dass wir in Schweden ein drastisches Absinken der Todeszahlen als Ergebnis deren überlegener Strategie haben?

Also bitte dieses Diagramm weiterhin nicht ernst nehmen - es gibt das dort scheinbar sichtbare Absinken der Zahlen schlicht und einfach nicht:
https://www.worldometers.info/corona...country/sweden

Tatsächlich sind die wie bei uns den Infektionszahlen folgend weiter im Anstieg.

Steff1702 16.12.2020 19:35

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1573835)
https://www.volksverpetzer.de/schwer...triage-zittau/

Wütender Kommentar vom Volksverpetzer zur aktuellen Lage und den Querdenkern. Trifft es ziemlich gut wie ich finde.

„Doch eine Sprecherin des Klinikums dementierte. Dr. Jana-Cordelia Petzold, Sprecherin des Klinikums Oberlausitzer Bergland: „Die ist ein Missverständnis. Zu keinem Zeitpunkt wurde hier jemand nicht oder nicht mehr beatmet.““


https://www.bild.de/politik/inland/p...5324.bild.html

Jaja, der Volksverpetzer :Lachanfall:

Flow 16.12.2020 19:38

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1573882)
Zurück zu den Todeszahlen in Schweden:



Ist soeben passiert:
3. Dezember: 69 Tote (und die werden weiter steigen)

Aber auch die ältere Spitze von 68 ist noch leicht gestiegen auf jetzt 70.

Möchte immer noch jemand behaupten, dass wir in Schweden ein drastisches Absinken der Todeszahlen als Ergebnis deren überlegener Strategie haben?

Also bitte dieses Diagramm weiterhin nicht ernst nehmen - es gibt das dort scheinbar sichtbare Absinken der Zahlen schlicht und einfach nicht:
https://www.worldometers.info/corona...country/sweden

Tatsächlich sind die wie bei uns den Infektionszahlen folgend weiter im Anstieg.

Hmm, der höchste Wert ist dort am 25. November verzeichnet. Seitdem gibt es keinen höheren Wert. Der 25. November liegt 3 Wochen zurück.

tandem65 16.12.2020 19:57

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573884)
Hmm, der höchste Wert ist dort am 25. November verzeichnet. Seitdem gibt es keinen höheren Wert. Der 25. November liegt 3 Wochen zurück.

Ja, und jetzt noch einmal Lidls Text lesen und 68 und 2 zusammenzählen.;)

merz 16.12.2020 20:01

Wie allgemein bekannt folgt Schweden nicht dem allgemeinen internationalen Reporting, sodass auch Daten die länger zurückliegen noch nachgezogen werden müssen, Bericht zur Methodik etwa hier:

https://ourworldindata.org/covid-sweden-death-reporting

Aktuelle Daten u.a., zu Betrachten unter dem Verzug, hier:
(Wöchentlich ansehen)
https://covid19.who.int/region/euro/country/se

m.

Estebban 16.12.2020 20:01

Zitat:

Zitat von Steff1702 (Beitrag 1573883)
„Doch eine Sprecherin des Klinikums dementierte. Dr. Jana-Cordelia Petzold, Sprecherin des Klinikums Oberlausitzer Bergland: „Die ist ein Missverständnis. Zu keinem Zeitpunkt wurde hier jemand nicht oder nicht mehr beatmet.““


https://www.bild.de/politik/inland/p...5324.bild.html

Jaja, der Volksverpetzer :Lachanfall:

Quellen widerlegen wollen mit einem link zur Bildzeitung... genau mein Humor :Blumen:

Flow 16.12.2020 20:03

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1573886)
Ja, und jetzt noch einmal Lidls Text lesen und 68 und 2 zusammenzählen.;)

Ja, bravo, habe ich gelesen ... :)

Selbst auch mal die Graphik angeschaut und nachgerechnet ... ? :Huhu:

Flow 16.12.2020 20:05

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1573886)
Ja, und jetzt noch einmal Lidls Text lesen und 68 und 2 zusammenzählen.;)

Wenn du meine Worte schon in Zweifel ziehen willst, dann doch bitte mit irgendeiner Art Fundament ... ;)

Flow 16.12.2020 20:11

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1573887)
Wie allgemein bekannt folgt Schweden nicht dem allgemeinen internationalen Reporting, sodass auch Daten die länger zurückliegen noch nachgezogen werden müssen, Bericht zur Methodik etwa hier:

https://ourworldindata.org/covid-sweden-death-reporting

Aktuelle Daten u.a., zu Betrachten unter dem Verzug, hier:
(Wöchentlich ansehen)
https://covid19.who.int/region/euro/country/se

m.

Danke.
Hier sieht man den Peak der Todeszahlen am 27. November (knapp drei Wochen her). Die Zahlen fallen dann sehr deutlich bis zum 2. Dezember (2 Wochen her).
Danach schwanken sie etwas und werden sich wohl noch ändern.

Flow 16.12.2020 20:17

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1573887)
Wie allgemein bekannt folgt Schweden nicht dem allgemeinen internationalen Reporting, sodass auch Daten die länger zurückliegen noch nachgezogen werden müssen, Bericht zur Methodik etwa hier:

Verstehe ich das richtig, daß im "allgemeinen internationalen Repoting" die Todeszahlen einfach auf den Meldetag gelegt werden ?
Da scheint mir die schwedische Art doch sehr viel aussagekräftiger.
(Einen gewissen Meldeverzug wird man wohl überall haben. Wenn dabei "vor zwei Wochen Verstorbene" den "heutigen Todesfällen" zugerechnet werden, spiegeln sich in letzteren wohl auch Infektionen wieder, die bis zu fünf Wochen zurückliegen. Fürs aktuelle Infektionsgeschehen oder zur "Maßnahmenbeurteilung" damit wohl etwas suboptimal geeignet)

LidlRacer 16.12.2020 20:27

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573891)
Danke.
Hier sieht man den Peak der Todeszahlen am 27. November (knapp drei Wochen her). Die Zahlen fallen dann sehr deutlich bis zum 2. Dezember (2 Wochen her).
Danach schwanken sie etwas und werden sich wohl noch ändern.

Es ist hier jetzt ungefähr 100 Tausend mal erklärt worden, dass die schwedischen Todeszahlen ständig im Fluss und damit sogar mehr als die letzten 2 Wochen im Diagramm absolut nicht zu gebrauchen sind.

Wie gesagt ist die 2. Spitze am 3. Dezember von 3 auf aktuell 69 gestiegen. Das war innerhalb der letzten 10 Tage. Ebenso werden alle scheinbar niedrigen Zahlen der letzten gut 2 Wochen steigen.

tandem65 16.12.2020 20:28

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573892)
(Einen gewissen Meldeverzug wird man wohl überall haben. Wenn dabei "vor zwei Wochen Verstorbene" den "heutigen Todesfällen" zugerechnet werden, spiegeln sich in letzteren wohl auch Infektionen wieder, die bis zu fünf Wochen zurückliegen. Fürs aktuelle Infektionsgeschehen oder zur "Maßnahmenbeurteilung" damit wohl etwas suboptimal geeignet)

Ich habe es Heute schon zu den Zahlen aus D geschrieben.
Da es sich um einen systematischen Fehler handelt ist es IMHO für die Maßnahmenbeurteilung ziemlich unerheblich.Die Tendenzen kommen so oder so rüber.

LidlRacer 16.12.2020 20:31

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573892)
Verstehe ich das richtig, daß im "allgemeinen internationalen Repoting" die Todeszahlen einfach auf den Meldetag gelegt werden ?
Da scheint mir die schwedische Art doch sehr viel aussagekräftiger.
(Einen gewissen Meldeverzug wird man wohl überall haben. Wenn dabei "vor zwei Wochen Verstorbene" den "heutigen Todesfällen" zugerechnet werden, spiegeln sich in letzteren wohl auch Infektionen wieder, die bis zu fünf Wochen zurückliegen. Fürs aktuelle Infektionsgeschehen oder zur "Maßnahmenbeurteilung" damit wohl etwas suboptimal geeignet)

Ich denke, in den meisten Ländern gibt es solche Verzögerungen wie in Schweden einfach nicht.

Was noch viel weniger zu gebrauchen ist als evtl. falschen Tagen zugeordnete Zahlen sind auf jeden Fall unvollständige Zahlen, die permanent ein nicht existentes Absinken in den jeweils letzten 2 Wochen vortäuschen.

Flow 16.12.2020 20:35

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1573895)
Ich denke, in den meisten Ländern gibt es solche Verzögerungen wie in Schweden einfach nicht.

Was noch viel weniger zu gebrauchen ist als evtl. falschen Tagen zugeordnete Zahlen sind auf jeden Fall unvollständige Zahlen, die permanent ein nicht existentes Absinken in den jeweils letzten 2 Wochen vortäuschen.

Ich denke, es gibt in allen Ländern einen Meldeverzug, insofern sind die letzten ~2 Wochen wohl immer unter Vorbehalt zu betrachten.
Die Zahlen dem Todesdatum zuzurechnen halte ich für wissenschaftlicher, als sie dem Meldedatum zuzurechnen. Letzteres gibt natürlich erstmal spektakulärere Graphiken.

Flow 16.12.2020 20:39

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1573893)
Es ist hier jetzt ungefähr 100 Tausend mal erklärt worden, dass die schwedischen Todeszahlen ständig im Fluss und damit sogar mehr als die letzten 2 Wochen im Diagramm absolut nicht zu gebrauchen sind.

Prima. Siehe meinen vorherigen Beitrag. Die Nachmeldungen einfach auf den letzten Tag zu addieren (nur so verhindert man dein "im Fluß sein") halte ich für noch viel weniger brauchbar.
Zitat:

Ebenso werden alle scheinbar niedrigen Zahlen der letzten gut 2 Wochen steigen.
Gut, das ist dein Orakel. Wie sehr sie wirklich steigen, wird man dann in den nächsten Wochen sehen. Ich enthalte mich hier einer Spekulation.

merz 16.12.2020 20:40

Auch auf Sterbedatum wird reportet, alles da - wegen des Verzugs werden die an dem Tag dem RKi übermittelten Daten summiert und für diesen Tag berichtet


m.

BananeToWin 16.12.2020 20:42

Ich möchte mal kurz meine Einschätzung zu den schwedischen Zahlen schreiben, die ich seit April verfolge und somit die Meldeverzüge etc. ganz gut einschätzen kann.

Die Todeszahlen dürften meiner Meinung nach seit Ende November in etwa stagnieren. Auch die Intensivstationsaufnahmen sind seit Ende November stabil. Diese hinken i.d.R. weniger stark hinsichtlich eines Meldeverzugs hinterher.

Wenn man sich die Mortalität anschaut, hat Schweden aktuell eine leichte Übersterblichkeit, die auf einige Monate mit eher unterdurchschnittlicher Mortalität folgt. Wenn das Jahr jetzt noch ohne die ganz großen Veränderungen zu Ende geht, dann dürfte Schweden im Gesamten ein Jahr mit relativ durchschnittlicher Sterblichkeit verzeichnet haben und wenn man 2020 mit den letzten 10 Jahren vergleicht, dann werden da voraussichtlich Jahre mit höherer Sterberate (Tote / 100.000 Einwohner) dabei sein.

Es ist viel über den schwedischen Weg diskutiert worden. Eine Beurteilung hängt natürlich maßgeblich davon ab, an welchen Parametern man den Erfolg messen möchte und mit wem man vergleicht. Aber wenn man sich die übergeordneten Parameter anschaut, ist der schwedische Weg aus meiner Sicht ein Erfolg. Und eines hat Schweden sicherlich weniger als wir: eine gespaltene Gesellschaft mit Querdenkern, ultimativen Corona-Hardlinern und anderen Lagern, die sich bedenklich feindselig gegenüber stehen.

Flow 16.12.2020 20:42

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1573894)
Ich habe es Heute schon zu den Zahlen aus D geschrieben.
Da es sich um einen systematischen Fehler handelt ist es IMHO für die Maßnahmenbeurteilung ziemlich unerheblich.Die Tendenzen kommen so oder so rüber.

Über den Punkt des systematischen Fehlers denke ich nach.
Spontan würde ich dennoch meinen, daß es bzgl. der Maßnahmenbeurteilung "systematisch" zu einer weiteren Verzögerung kommt, zuätzlich zum Versatz Infektion -> Tod, eben der Versatz Tod -> Meldung.

LidlRacer 16.12.2020 20:45

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573897)
Prima. Siehe meinen vorherigen Beitrag. Die Nachmeldungen einfach auf den letzten Tag zu addieren (nur so verhindert man dein "im Fluß sein") halte ich für noch viel weniger brauchbar.
Gut, das ist dein Orakel. Wie sehr sie wirklich steigen, wird man dann in den nächsten Wochen sehen. Ich enthalte mich hier einer Spekulation.

Ich habe wie eben gezeigt bereits richtig orakelt gegen exakt solche Stimmen wie deine Jetzige.

Flow 16.12.2020 20:45

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1573899)
Ich möchte mal kurz meine Einschätzung zu den schwedischen Zahlen schreiben, die ich seit April verfolge und somit die Meldeverzüge etc. ganz gut einschätzen kann.

Danke für deine Einschätzung ... :Huhu:
Zitat:

Und eines hat Schweden sicherlich weniger als wir: eine gespaltene Gesellschaft mit Querdenkern, ultimativen Corona-Hardlinern und anderen Lagern, die sich bedenklich feindselig gegenüber stehen.
Das ist in meinen Augen sehr viel wert !

Flow 16.12.2020 20:48

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1573901)
Ich habe wie gezeigt bereits richtig orakelt gegen exakt solche Stimmen wie deine Jetzige.

Ja, gratuliere.
Hast du den DAX-Stand zu Jahresende auch parat ... ? :)

Ich hatte mich bei der Betrachtung der soweit verzeichneten Vergangenheit ausdrücklich einer Spekulation bzgl der Zukunft enthalten !


Also bitte andere "Gegenstimmen" suchen ... :Huhu:

LidlRacer 16.12.2020 20:51

Wer Covid immer noch für ne harmlose Grippe o.ä. hält, könnte sich die gerade laufende Doku Die Lebensretter - im Dauereinsatz gegen Corona
im SWR anschauen.

LidlRacer 16.12.2020 21:02

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1573899)
Ich möchte mal kurz meine Einschätzung zu den schwedischen Zahlen schreiben, die ich seit April verfolge und somit die Meldeverzüge etc. ganz gut einschätzen kann.

Die Todeszahlen dürften meiner Meinung nach seit Ende November in etwa stagnieren.

Die Neuinfektionen steigen durchgehend weiter, wenn auch nicht allzu schnell.
Wäre erstaunlich, wenn die Todeszahlen dem nicht folgen.

Sieht man deutlicher beim 7-Tage-Schnitt:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...bersicht-title
In der Schnellübersicht Schweden auswählen!

TRIPI 16.12.2020 22:28

oje, 29k an einem Mittwoch:(

LidlRacer 16.12.2020 23:08

Noch ne Doku:
ZDFzoom:
Am Puls Deutschlands - Der Querdenker-Effekt
Kann uns Corona spalten?


Online und jetzt live.

Hafu 17.12.2020 07:26

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1573899)
Ich möchte mal kurz meine Einschätzung zu den schwedischen Zahlen schreiben, die ich seit April verfolge und somit die Meldeverzüge etc. ganz gut einschätzen kann.

...

Auf welche Datenquellen berufst du dich bei deiner Verfolgung?

Das was ich auf worldometers.info zu Schweden lese, halte ich im Rahmen der zweiten Welle nicht für glaubhaft.

Seit Wochen über 5000 Neuinfektionen pro Tag im Rahmen der zweiten Welle (obwohl Schweden deutlich weniger in der Fläche testet als Deutschland, aber eine auffallend niedrige Mortalität, von meist unter 30 Todesfällen pro Tag.

Das passt absolut nicht zu dem Sterblichkeitsrisiko von Covid-19 wie wir es aus anderen Ländern kennen.

Es ist aus der ersten Welle bekannt, dass Schweden über deutlich weniger Intensivplätze verfügt als z.B. Deutschland und dass deshalb schwedische Ärzte dazu neigen, gerade hochbetagte Erkrankte nur selten ins Krankenhaus einzuweisen (wohl aus der vielleicht unterbewussten Intention heraus, die Krankenhaus- und intensivbetten nicht für jüngere Patienten zu blockieren). Es findet also in Schweden in gewisser Weise eine Triage schon auf Hausarztebene statt. Deshalb versterben gerade sehr alte Patienten in Schweden sehr oft daheim und nicht im Krankenhaus, werden möglicherweise überhaupt nicht per PCR getestet, ob sie Virusträger sind und tauchen somit in offiziellen Covid-19-Statistiken nicht auf.

Flow 17.12.2020 08:02

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1573913)
Das was ich auf worldometers.info zu Schweden lese, halte ich im Rahmen der zweiten Welle nicht für glaubhaft.

Seit Wochen über 5000 Neuinfektionen pro Tag im Rahmen der zweiten Welle (obwohl Schweden deutlich weniger in der Fläche testet als Deutschland, aber eine auffallend niedrige Mortalität, von meist unter 30 Todesfällen pro Tag.

Das passt absolut nicht zu dem Sterblichkeitsrisiko von Covid-19 wie wir es aus anderen Ländern kennen.

So ein Bild würde sich ergeben, wenn Hochrisikogruppen gezielt und erfolgreich geschützt würden.

keko# 17.12.2020 08:47

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1573902)
...
Das ist in meinen Augen sehr viel wert !

Könnte noch eine wichtige Rolle spielen, wenn sich die wirtschaftlichen Folgen in der Breite bemerkbar machen. Dieser Kelch wird meiner laienhaften Meinung nach am Triathlon auch nicht spurlos vorbei gehen. Der Betreiber dieser Webseite hat ja auch längst schon (richtig) reagiert, wenn ich die Angebote nicht falsch interpretiere.

Klugschnacker 17.12.2020 09:04

Bitte entschuldigt, falls diese Seite bereits gepostet wurde:

Hängen AfD-Hochburgen und hohe Coronazahlen zusammen?
..., dass in Kreisen mit höheren Corona-Inzidenzen (Stand 4.12.) auch die AfD häufig höhere Stimmenanteile bei der Bundestagswahl 2017 erreichte. Besonders im sächsichen Landkreis Bautzen, dem Erzgebirge sowie im thüringischen Hildburghausen explodierten die Fallzahlen in den letzten Wochen regelrecht. Dort konnte auch die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl hohe Stimmanteile gewinnen.
https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...pots-zusammen/

Bockwuchst 17.12.2020 09:05

Eine gute Freundin von mir, die schon im Frühjahr Covid hatte (war schon ziemlich krank, aber ohne Krankenhaus) hat jetzt schweres Rheuma entwickelt, mit 34 Jahren, was für unter 40 jährige ziemlich untypisch ist. Ein Zusammenhang wird sich nicht beweisen lassen, aber es ist zumindest bekannt oder eine Theorie, dass Rheuma auch durch Viruserkrankungen ausgelöst weden kann.

Bockwuchst 17.12.2020 09:08

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1573921)
Bitte entschuldigt, falls diese Seite bereits gepostet wurde:

Hängen AfD-Hochburgen und hohe Coronazahlen zusammen?
..., dass in Kreisen mit höheren Corona-Inzidenzen (Stand 4.12.) auch die AfD häufig höhere Stimmenanteile bei der Bundestagswahl 2017 erreichte. Besonders im sächsichen Landkreis Bautzen, dem Erzgebirge sowie im thüringischen Hildburghausen explodierten die Fallzahlen in den letzten Wochen regelrecht. Dort konnte auch die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl hohe Stimmanteile gewinnen.
https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...pots-zusammen/

Innerhalb der Bundestagsfraktion der AfD liegt die Inzidenz bei 4545. (Und ja, ich weiß dass es eigentlich nicht seriös ist die Inzidenz / 100.000 aus nur 88 Personen hochzurechnen.)

Estebban 17.12.2020 09:22

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1573921)
Bitte entschuldigt, falls diese Seite bereits gepostet wurde:

Hängen AfD-Hochburgen und hohe Coronazahlen zusammen?
..., dass in Kreisen mit höheren Corona-Inzidenzen (Stand 4.12.) auch die AfD häufig höhere Stimmenanteile bei der Bundestagswahl 2017 erreichte. Besonders im sächsichen Landkreis Bautzen, dem Erzgebirge sowie im thüringischen Hildburghausen explodierten die Fallzahlen in den letzten Wochen regelrecht. Dort konnte auch die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl hohe Stimmanteile gewinnen.
https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...pots-zusammen/

Kann gar nicht sein - weil Masken wirken ja eeeeh nicht.

Im Ernst, die Korrelation ist natürlich auf den ersten Blick relativ deutlich und man kommt natürlich in Versuchung zu sagen „wir haben es euch ja gesagt! Selber schuld“.

Aber ob die Korrelation gleich Kausalität bedeutet ist vermutlich schwer zu beweisen. Andererseits war ja auch der Osten lange Zeit weniger betroffen als bspw Bayern. Und auf die Idee „Wahlkreise mit hoher CSU Stimmenanteile sind stärker betroffen“ kommt auch keiner.
So abstoßend ich die „Politik“ von den blaubraunen finde - jetzt mit dem Finger auf einzelne Landkreise zeigen bringt niemandem weiter und treibt die Leute eher in die Finger von Populisten „wir gehen die da oben“.
AfD politisch bekämpfen ist wichtig, ganze Landkreise verurteilen finde ich schwierig. (Auch wenn ich dir das persönlich nicht unterstellen möchte, aber dafür wird ja diese Statistik in erster Linie genutzt)

deralexxx 17.12.2020 09:22

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1573913)
Auf welche Datenquellen berufst du dich bei deiner Verfolgung?


Es ist aus der ersten Welle bekannt, dass Schweden über deutlich weniger Intensivplätze verfügt als z.B. Deutschland und dass deshalb schwedische Ärzte dazu neigen, gerade hochbetagte Erkrankte nur selten ins Krankenhaus einzuweisen (wohl aus der vielleicht unterbewussten Intention heraus, die Krankenhaus- und intensivbetten nicht für jüngere Patienten zu blockieren). Es findet also in Schweden in gewisser Weise eine Triage schon auf Hausarztebene statt. Deshalb versterben gerade sehr alte Patienten in Schweden sehr oft daheim und nicht im Krankenhaus, werden möglicherweise überhaupt nicht per PCR getestet, ob sie Virusträger sind und tauchen somit in offiziellen Covid-19-Statistiken nicht auf.


So habe ich meinen Kollegen aus Schweden verstanden.

https://www.tagesschau.de/ausland/sc...orona-119.html die Schwedische Corona-Kommission kommt wohl zu diesen Ergebnissen.

keko# 17.12.2020 09:37

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1573926)
Kann gar nicht sein - weil Masken wirken ja eeeeh nicht.

...

Naja, wenn ich in Fernsehberichten sehe, mit welcher Schutzausrüstung das Krankenhauspersonal die entsprechenden Krankenzimmer betritt und dann an meine kleine Maske denke, die ich vor Mund+Nase ziehe, kommen mir Zweifel an meinem Schutz gegen Corona auf.

Estebban 17.12.2020 09:42

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1573930)
Naja, wenn ich in Fernsehberichten sehe, mit welcher Schutzausrüstung das Krankenhauspersonal die entsprechenden Krankenzimmer betritt und dann an meine kleine Maske denke, die ich vor Mund+Nase ziehe, kommen mir Zweifel an meinem Schutz gegen Corona auf.

Auja, lasst uns endlich mal wieder eine Diskussion anfangen ob Masken zielführend sind oder nicht.
Und lasst uns direkt dazu noch vergessen dass es einen Unterschied macht ob ich mich selber schützen möchte wenn ich in das Zimmer eines Erkrankten gehe oder ob ich im Alltag evtl verhindern kann mein Zeug durch die Gegend zu schleudern...

pepusalt 17.12.2020 10:09

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1573930)
Naja, wenn ich in Fernsehberichten sehe, mit welcher Schutzausrüstung das Krankenhauspersonal die entsprechenden Krankenzimmer betritt und dann an meine kleine Maske denke, die ich vor Mund+Nase ziehe, kommen mir Zweifel an meinem Schutz gegen Corona auf.

Es ist wirklich erstaunlich, was man immer wieder neu diskutieren muss. andere Basis der schwedischen Todeszahlengraphen, infiziert/infektiös, meine kleine Maske Zweifel an meinem Schutz, sind mehr Grippe- als Coronatotetote, Impfnebenwirkungen fürchterlicher als Corona, ....

es ist ermüdend...

Stefan 17.12.2020 10:13

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1573936)
es ist ermüdend...

Mein Eindruck ist, dass Keko sich seit Beginn der Pandemie darum bemüht hat, sich möglichst vorbildlich und sinnvoll zu verhalten. Es gibt einige User hier im Forum, mit denen Diskussionen "ermüdend" sind, aber Keko zählt für mich definitiv nicht zu diesen Personen.

Matthias75 17.12.2020 10:32

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1573930)
Naja, wenn ich in Fernsehberichten sehe, mit welcher Schutzausrüstung das Krankenhauspersonal die entsprechenden Krankenzimmer betritt und dann an meine kleine Maske denke, die ich vor Mund+Nase ziehe, kommen mir Zweifel an meinem Schutz gegen Corona auf.

Naja, die Intension ist auch eine andere. Im medizinischen Alltag geht es darum, eine Ansteckung in jedem Fall zu vermeiden. Im Alltag geht es darum, das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, um den R-Wert zu senken. für letzteres sind Alltagsmasken ausreichend. Siehe z.B. hier:

Eine selbstgenähte Stoffmaske für den Selbstschutz kann helfen, die Virenaufnahme um 17 Prozent zu reduzieren, ein Einweg-Schutz verminderte im Experiment die inhalierte Virenmenge sogar um 47 Prozent und eine medizinische Schutzmaske, die eng anlag, filterte 79 Prozent der Viren heraus. Außerdem kann das Tragen einer Stoffmaske oder eines OP-Mundschutzes die Übertragung auf Andere um über 70 Prozent verringern. Das Experiment zeigte zudem, dass beidseitiges Maskentragen zusammenwirken und die Virenaufnahme auf unter 10 Prozent begrenzen kann.

10% Restrisiko sind im Alltag vielleicht ausreichend, um das Ansteckungsrisiko in der Bevölkerung zu senken bzw. den R-Wert auf ein akzeptables Maß zu drücken.

Als Ansteckungsrisiko für medizinisches Personal, das ständig in Kontakt mit infizierten Personen ist, sind 10% Restrisiko natürlich inakzeptabel. Ich weiß nicht, welches Restrisiko bei korrekter Anwendung der Infektionsschutzmassnahmen in einem Krankenhaus bestehen. Ich nehme aber mal an, dass das Risiko sehr deutlich unter 1% liegt.

Es wird sicher Untersuchungen mit andere Ergebnissen geben. Deshalb nicht auf die absoluten Prozentzahlen festnageln. Die Grundaussage ist: Alltagsmasken, egal ob Stoff, Einmal- oder FFP2 können das Ansteckungsrisiko auf ein für das normale Leben akzeptables Maß senken, aber nicht auf ein Maß, dass für medizinisches Personal ausreichend ist.

M.

pepusalt 17.12.2020 10:56

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1573938)
Mein Eindruck ist, dass Keko sich seit Beginn der Pandemie darum bemüht hat, sich möglichst vorbildlich und sinnvoll zu verhalten. Es gibt einige User hier im Forum, mit denen Diskussionen "ermüdend" sind, aber Keko zählt für mich definitiv nicht zu diesen Personen.

Richtig, ich Keko da auch nicht mit Anderen vergleichen.

es ist für einen engagierten User aber schon überraschend, das uralt Missverständnis, wen die Alltagsmaske schützen kann und soll (nämlich andere) falsch zu benutzen :Blumen:

Adept 17.12.2020 11:02

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1573921)
Bitte entschuldigt, falls diese Seite bereits gepostet wurde:

Hängen AfD-Hochburgen und hohe Coronazahlen zusammen?
..., dass in Kreisen mit höheren Corona-Inzidenzen (Stand 4.12.) auch die AfD häufig höhere Stimmenanteile bei der Bundestagswahl 2017 erreichte. Besonders im sächsichen Landkreis Bautzen, dem Erzgebirge sowie im thüringischen Hildburghausen explodierten die Fallzahlen in den letzten Wochen regelrecht. Dort konnte auch die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl hohe Stimmanteile gewinnen.
https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...pots-zusammen/

Die AFD ist in den Ost-BLs besonders stark vertreten. Corona weist bekanntlich derzeit ein Süd-Nordgefälle auf. Sachsen und Thüringen ist in beidem gerade TOP, aber die anderen BLs korrelieren nicht mehr. Kann also auch Zufall sein. Auch wenn bei anderen Umfragen der Anteil der Maskenverweigerer in der AFD besonders hoch war.

Trotzdem würde ich hier Korrelation nicht mit Kausalität vermischen. :Blumen:


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