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Antracis 06.01.2022 21:42

Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant. Wenn nicht so traurig, wäre es fast so lustig, wie die Verwendung des offensichtlichen Fachbegriffes der „Tanzlustbarkeiten“.

Die Aufhebung bis Verkürzung der Quarantäne ist allerdings wirklich sinnvoll und notwendig. Ich hab gestern und heute größere Mengen Mitarbeiter und Patienten in Quarantäne schicken müssen, die aktuelle Definition lässt im Alltagsbetrieb einer Klinik einfach zu leicht enge Kontakte entstehen, die dann zur 14tägigen Quarantäne führen. Das würde sonst binnen der nächsten 2 Wochen zuviel lahmlegen.

merz 06.01.2022 21:47

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1640841)
Das ist Panikmache. Kann man sich mE sparen, also das Lesen.

So sicher? Wir werden leider Millionen von Menschen in den nächsten Jahren haben, wo long covid eine Fragestellung ist.

m.

Hafu 06.01.2022 22:50

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1640841)
Das ist Panikmache. Kann man sich mE sparen, also das Lesen.

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1640843)
So sicher? Wir werden leider Millionen von Menschen in den nächsten Jahren haben, wo long covid eine Fragestellung ist.

m.

Ich sehe in dem Thread auch sehr viel Panikmache. Die zusammengetragenen Studien sind IMHO sehr tendenziös selektiert und beziehen sich darüberhinaus komplett auf frühere Varianten von SARS-Cov2 und nicht auf Omicron. Zu Omicron gibt es noch keine verwertbaren Erkenntnisse hinsichtlich des long-covid-Risikos

Kurzes Googeln nach dem Autor des Threads ergibt, dass es sich um einen "Senior Software Security Program Manager" handelt. So wie es unter den Impfverweigerern Leute gibt, die sich für schlauer als alle Experten und Virologen halten, gibt es auf der komplett anderen Seite des Spektrums auch relative Laien, die nach zwei Jahren Pandemien, dem Anlesen der ein oder anderen Studie und nach langem Aufenthalt in ihrer sehr speziellen Informationsblase sich gegenseitig immer mehr bestärkt haben, wie extrem gefährlich Covid19 für quasi alle Altersgruppen ist.

Zu extreme Ansichten sind selten gut und ich halte mich da lieber -gerade was die Einordnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Gewichtung von Studien angeht, an echte ausgewiesene virologische Experten, wie z.B. Drosten, der sich vorgestern erst in einem langen, wie fast immer sehr hörenswerten Podcast zu Wort gemeldet hat.
Insgesamt empfand ich Drosten vorgestern eher als optimistisch (und realistisch) und damit sich deutlich abhebend von der tendenziellen Panikmache des oben verlinkten Threads.

LidlRacer 07.01.2022 00:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1640845)
Ich sehe in dem Thread auch sehr viel Panikmache. Die zusammengetragenen Studien sind IMHO sehr tendenziös selektiert und beziehen sich darüberhinaus komplett auf frühere Varianten von SARS-Cov2 und nicht auf Omicron. Zu Omicron gibt es noch keine verwertbaren Erkenntnisse hinsichtlich des long-covid-Risikos

Mag sein, dass der Kollege ein wenig übertreibt.
Ehrlich gesagt hab ich's gepostet, ohne es in größeren Teilen gelesen zu haben. Sollte man nicht.

Aber von der Tendenz her halte ich die Richtung Vorsicht für richtig.
Das Virus ist und bleibt zumindest in der näheren Zukunft ein bösartiger Gegner, den man im Zweifelsfall besser nicht unterschätzt.

Lauterbach sieht's ähnlich:

"Viele denken: Omikron verläuft milder, weshalb keine Durchseuchung? Die billige Impfung… Das wäre ein grosser Fehler, viele Menschen würden schwer erkranken mit oft bleibenden Schäden. Für unsere Kinder wäre es ein absolut unverantwortbares Experiment"
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/...78815904579585

LidlRacer 07.01.2022 02:17

Delta ist (noch) nicht verschwunden, daher ist dies relevant:

Lauterbach:
"Die Studie aus SA ist wichtig. Sie zeigt, dass für Ungeimpfte die Omicron Infektion gegen nachfolgende Deltainfektion kaum schützt. Omicron taugt demnach nicht als Impfersatz. Das spielt auch bei der Debatte um die Impfpflicht eine Rolle."
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/...87446625615872

keko# 07.01.2022 08:20

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1640842)
Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant. ...

Vielleicht hat nicht jeder die Möglichkeit daheim professionell zu arbeiten? Es ist nicht lange her, da wurde es fast als ein Geschenk angesehen, wenn man mal einen Tag HomeOffice machen konnte. Was wurden da immer für Bedenken angebracht [manche durchaus berechtigt] -- die Liste kenne ich auswendig... Spielt scheinbar alles keine Rolle mehr. :-((

Matthias75 07.01.2022 08:36

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1640842)
Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant.

Ich habe nicht das Gefühl, dass das Problem die großen Arbeitgeber sind. Die sind gut genug organisiert (sowohl Equipment wie auch Arbeitsabläufe inkl. Monitoring), um ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Da spielt sicher auch rein, dass man Störungen der Arbeitsabläufe und/oder schlechte Presse befürchtet hatte. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, sind eher die mittlere und kleinen Unternehmen das Problem, bei denen der Firmenpatriarch die Kontrolle über seine Mitarbeiter haben will und/oder weder das Equipment noch die Arbeitsabläufe für digitales Arbeiten vorhanden sind.

Aber wie so oft, würde ich mir auch zum Thema Homeoffice ein bißchen mehr Augenmaß wünschen. Ich arbeite in einer Abteilung mit fast ausschließlich Einzelbüros. Der Kontakt mit den wenigen Kollegen, die ins Büro kommen (maximal 5-10 von 40, alle geimpft, wer möglich schon dreifach), beschränkt sich auf kurze Begegnungen im Gang oder Gespräche, bei denen der Kollege in der Tür steht und ich ausreichend weit weg von der Tür (2-3m) sitze, bei geöffnetem Fenster. Selbst innerhalb eines Büros ist es problemlos möglich, 2m Abstand zu halten, was auch in der Regel eingehalten wird. Das ist eine vollkommen andere Situation wie z.B. in einem Großraumbüro. Dementsprechend schätze ich das Risiko auf der Arbeit deutlich geringer ein als z.B. beim Einkaufen. Warum das noch weiter einschränken?

M.

Thomas W. 07.01.2022 09:31

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1640851)
Aber von der Tendenz her halte ich die Richtung Vorsicht für richtig.
[/url]

Ach :)


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