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LidlRacer 20.05.2021 22:53

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1602964)
Spiegel bietet heute ein tolles Beispiel. Schwenden habe die schlimmsten Zahlen von ganz Europa und eine inzidenz von 577.
Da bin ich ja fast vom Stuhl gefallen, immerhin beobachte ich die fallenden Werte seit Tagen. Die Auflösung des Widerspruchs ist spannend:
Es wurde nun eine 14 Tages-Inzidenz erfunden. Hauptsache man kann weiter negative Schlagzeilen produzieren. Übel!
Worldometer liefert weiterhin neutrale Zahlen.

Ich sehe keinen Widerspruch und auch nicht, was daran übel ist - außer der hohen Inzidenz.
14 Tage Inzidenz scheint in etlichen Ländern ein übliches Maß zu sein. Ich glaube, in Berichten über Portugal war mir das schon aufgefallen.

Also willst Du die Aussage bezweifeln oder nicht?

trithos 20.05.2021 23:07

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1602964)
Spiegel bietet heute ein tolles Beispiel. Schwenden habe die schlimmsten Zahlen von ganz Europa und eine inzidenz von 577.
Da bin ich ja fast vom Stuhl gefallen, immerhin beobachte ich die fallenden Werte seit Tagen. Die Auflösung des Widerspruchs ist spannend:
Es wurde nun eine 14 Tages-Inzidenz erfunden. Hauptsache man kann weiter negative Schlagzeilen produzieren. Übel!
Worldometer liefert weiterhin neutrale Zahlen.

Das mit dem Inzidenz-Erfinden stimmt nicht. Ich zitiere eine Meldung der Austria Presse Agentur von heute:
"Das in Stockholm ansässige ECDC bezieht sich in seinen donnerstags aktualisierten Zahlen stets auf die nachgewiesenen Neuinfektionen der beiden Vorwochen, diesmal also auf den Zeitraum vom 3. bis 16. Mai. Sie werden jeweils von Montag bis Mittwoch erfasst. Das bedeutet, dass sich die aktuellsten nationalen Zahlen bis zum jeweiligen Donnerstag bereits verändert haben werden."

Das ist also ein Wert, den es schon lange gibt. Außerdem wird er natürlich auch mit den entsprechenden Werten anderer Länder verglichen:

"Wie aus den am Donnerstag aktualisierten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, kam das skandinavische Land mit seinem viel beachteten Sonderweg im jüngsten Vergleichszeitraum auf eine 14-Tages-Inzidenz von 577 pro 100.000 Einwohner. Mehr als dreimal so hoch wie in Österreich, da lag der Wert bei rund 166. Bei der Zahl der Todesfälle steht Schweden jedoch besser da."

Und dann weiter der Gesamtvergleich:
"Von der Inzidenz her ist 577 jedoch der höchste Wert aller Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, zu dem neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein gehören. Knapp dahinter folgen Litauen (563), Zypern (522) und die Niederlande (483). Deutschland liegt in der Auflistung mit einem Wert von knapp 208 im Mittelfeld, Österreich steht mit rund 166 besser da, ähnliche Werte gibt es auch in Ungarn (148) und Tschechien (173). Südlich von Österreich zeigt sich Lage ambivalent, so beträgt der Wert für Kroatien 369, während Italien 192 Fälle pro 100.000 Einwohnern im 14-Tages-Vergleich aufweist. Die geringsten Zahlen haben demnach die Inselstaaten Island (18) und Malta (25) sowie Portugal (48) und Finnland (53)."

Ich finde Deinen oben formulierten Vorwurf nicht gerechtfertigt, obwohl der Spiegel offenbar nicht ganz so ausführlich berichtet hat (zumindest in dem Artikel, den ich ergoogelt habe). Aber es wurde nichts erfunden und nicht einmal etwas bewertet. Es ist schlicht eine in Worte gefasste Statistik der ECDC.

JENS-KLEVE 20.05.2021 23:16

Bisher wird in den deutschen Medien, der deutschen Politik und auch in diesem Forum von einer 7TagesInzidenz gesprochen. Man kann alle Werte nur vergleichen, wenn man sich auf 7 ODER 14 Tage einigt. So ist es zwar sachlich richtig, aber irreführend. Jeder ist bei einer Zahl von 577 maßlos geschockt.

Schlafschaf 20.05.2021 23:25

Das wichtigste steht für mich im letzten Satz des Spiegel-Artikel:

Zitat:

Trotz der hohen Inzidenz ist die Zahl der mit den Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle in Schweden im EWR-Vergleich mit 12 pro 1.000.000 Einwohner relativ niedrig. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet beträgt sie nur etwa ein Drittel des deutschen Wertes (35)
Wir könnten froh sein deren Zahlen zu haben. Lieber mehr Kranke und weniger Tote. Warum ist das so?

LidlRacer 20.05.2021 23:28

Originaldaten hier:
https://covid19-country-overviews.ec...pa.eu/#3_EUEEA

Alles korrekt.

Interessant erscheint mir allerdings die bei verschiedenen Ländern extrem unterschiedliche "Testing rate per 100 000 population".

Die liegt in Dänemark gut 50 mal so hoch wie in Deutschland!

Hier Daten direkt aus Schweden:
https://www.sst.dk/en/english/corona...ics-and-charts

In erster Linie machen die enorm viele Antigen-, also Schnell-Tests.
Ich glaube, unsere Schnelltests werden überhaupt nicht statistisch erfasst, oder?

Aber auch PCR sind sehr viele:
Auf jeden der knapp 6 Millionen Dänen entfallen bisher im Schnitt mehr als 5 PCR-Tests!

Flow 20.05.2021 23:42

Zitat:

Zitat von Schlafschaf (Beitrag 1602970)
Das wichtigste steht für mich im letzten Satz des Spiegel-Artikel:
Zitat:

Trotz der hohen Inzidenz ist die Zahl der mit den Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle in Schweden im EWR-Vergleich mit 12 pro 1.000.000 Einwohner relativ niedrig. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet beträgt sie nur etwa ein Drittel des deutschen Wertes (35)
Wir könnten froh sein deren Zahlen zu haben. Lieber mehr Kranke und weniger Tote. Warum ist das so?

Finde ich auch interessanter.

LidlRacer 21.05.2021 00:16

Zitat:

Zitat von Schlafschaf (Beitrag 1602970)
Das wichtigste steht für mich im letzten Satz des Spiegel-Artikel:

"Trotz der hohen Inzidenz ist die Zahl der mit den Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle in Schweden im EWR-Vergleich mit 12 pro 1.000.000 Einwohner relativ niedrig. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet beträgt sie nur etwa ein Drittel des deutschen Wertes (35)"

Wir könnten froh sein deren Zahlen zu haben. Lieber mehr Kranke und weniger Tote. Warum ist das so?

Ich schätze, das ist immer noch das gleiche Problem mir der schwedischen Todesstatistik, das wir schon x mal besprochen haben:
Bei denen sieht es IMMER so aus, als hätten die in den letzten Wochen einen extremen Abfall der Todeszahlen. Das liegt aber nicht an tatsächlich (so stark) sinkenden Zahlen, sondern an späten Meldungen, die dann erst in den nächsten Wochen rückwirkend sichtbar werden.

PS:
Wie auch beim Schrappe-Papier zeigt sich hier, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, aus nackten Daten irgendetwas abzuleiten, ohne diverse Hintergründe zu kennen.
Wobei Schrappe noch viel mehr Fehler gemacht hat.

Mo77 21.05.2021 07:01

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1602962)
Hätte man auch so formulieren können:
"Die GEW warnte zudem vor einer verfrühten Rückkehr zum Präsenzunterricht. Solange bei den Corona-Infektionen eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 verzeichnet werde, befürworte sie die Fortsetzung des Wechselunterrichts, sagte Tepe. „Wir sind dafür, die Schulen zu öffnen, so zügig wir möglich, abhängig von der Inzidenz, aber beim Wechselunterricht zu bleiben in einem Rahmen von 50 bis 100.“

Die entsprechende Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) halte sie für sinnvoll. „Wenn es dann runtergeht, dann kann man in den Präsenzunterricht gehen“, fügte Tepe hinzu. Es gebe Hinweise auf hohe Corona-Inzidenzen unter Schülerinnen und Schülern. Der Wechselunterricht ermögliche eine bessere individuelle Betreuung und die Einhaltung des nötigen Abstands. „Wenn jetzt alle in die Schule kommen, wissen wir auch noch nicht, ob die Teststrategie läuft“, sagte die GEW-Vorsitzende."
https://www.tagesspiegel.de/wissen/c...__newest_first

Oder das Original im Video:
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-m...ehrer-100.html

Die Lehrer sind in großen Teilen geimpft.
Wir haben flächendeckend Maskenzwang.
Die Kinder werden 2 mal die Woche getestet. Es gibt indirekten Testzwang.
Die Zumutungen für die Familien sind enorm.
Mit welcher Selbstverständlichkeit Lehrer immer noch sich weigern in die Schule zu gehen.
Jede Kassiererin oder Krankenpflegerin kann da nur den Kopf schütteln.
Für komplette Schließungen ist man eh schon von 200 auf 165 runter.
Naja, was soll man von einem Interessenverband auch erwarten. Unterrichten gehört halt nicht zu den Hauptinteressen.
Sie pissen sich ins Hemd!!!
Viele sind verbeamtet und lehnen sich gaaaaanz weit aus dem Fenster.
Ich habe kein Verständnis dafür.

Wenn ich schon solche Argumente höre: „Wenn jetzt alle in die Schule kommen, wissen wir auch noch nicht, ob die Teststrategie läuft“, sagte die GEW-Vorsitzende.

Kinder gehören nun wirklich nicht zum gefährdeten Personenkreis.
Lehrer können Abstand gut halten, tragen zudem Masken (FFP2)
Ich habe in der Pflege im Umgang mit infizierten auf der einen Seite noch nen Umhang getragen. Auf der anderen Seite könnten die Klienten keine Maske tragen. Haben einige gehustet etc.
Impfungen gab es noch nicht.
Ich war im Prinzip weniger geschützt. Achso Schnelltests waren auch eher wenige da. Aber egal waren ja alle Positiv.

Die Lehrer wollen jetzt für Körperferne Tätigkeit bei dauergetestet maskenträgern die evtl gar nicht so ansteckend sind und zudem nicht so gefährdet bessere Standards als Betreuer beispielweise in der Behindertenhilfe??

SIE PISSEN SICH INS HEMD


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