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Hafu 31.08.2020 13:14

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1550279)
Er hatte keine direkte Forderung, soweit ich das beurteilen kann. Er möchte sich nur Gehör verschaffen.
... hat meines Wissens jetzt ein schickes Lokal in Berlin. Ihm brechen wahrscheinlich die Einnahmen weg.
Im Zuge dieses Postings habe ich nochmal auf seiner Seite nachgeschaut und finde Links zu "Fachleuten", die behaupten, die Maßnahmen seien übertrieben usw. Also Richtung Verschwörungstheorie...
Ich bin mir nicht sicher, ob ich an seiner Stelle nicht auch auf die Demo gegangen wäre.

Dass für jemanden, der ein Lokal führt die Maßnahmen im März/April/ Mai existenzbedrohend waren, kann ich verstehen. Andererseits gab es in Deutschland auch einige Unterstützungmaßnahmen gerade für die Gastronomie (neben der Kurzarbeit für Angestellte), die sich andere Länder nicht ansatzweise leisten konnten. Lokalbetreiber in Spanien oder Kroatien geht es mutmaßlich nochmal deutlich schlechter als vielen in Deutschland.
Aktuell gibt es aber doch abgesehen von Maskenpflicht auf dem Weg zum Tisch, dem Führen von Gästelisten, der Personenlimitierung von Hochzeiten und ein paar zusätzlichen Desinfektionsmaßnahmen kaum mehr politisch verordnete Einschränkungen für Lokalbetreiber, oder übersehe ich was?

Wenn die Geschäfte deines Freundes aktuell schlecht laufen, was ich mir gut vorstellen kann, weil ich selbst in der letzten Zeit wesentlich seltener essen gegangen bin wie sonst (und wenn dann stets nur in Lokale, in denen man draußen essen kann), dann liegt es doch letztlich an der Pandemie selbst und nicht an den Maßnahmen der Politik gegen die Ausbreitung der Pandemie.


Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1550279)
Natürlich kann man ihm argumentativ leicht das Handwerk legen. Aber was soll er tun? Eine Demo für Chefköche organisieren? Wenn 10 demonstrieren, interessiert das keinen. Sind es 10.000, wie willst du verhindern, dass ein paar Nazis ihre Fahnen schwenken?

Oder willst du ihn einfach abstempeln und aufgeben? Immerhin hat er Familie und wäre dann wirklich leichte Beute für rechte Fahnenschwenker.

Wenn man auf eine Demonstration geht, sollte man sich schon vorher überlegen, was man eigentlich damit erreichen will und was die persönlichen Forderungen sind.

Corona ist Scheiße. Dieser Grundkonsens dürfte quer durch das gesamte Forum hier vermutlich bestehen. Aber es ist sinnbefreit gegen ein Virus bzw. eine Pandemie auf die Straße zu gehen, weil das letzlich nichts ändert.

Auf Bildern von den Demonstrationen vom Samstag habe ich eigentlich nirgendwo Plakate mit auch nur ansatzweise nachvollziehbaren Forderungen gesehen, die es ja unzweifelhaft gibt, sondern sehr reichlich rechtsextremistische Symbolik wie Reichskriegsflaggen oder Wirmer Flaggen, absurde Forderungen nach Inhaftierung aktueller Regierungsmitglieder bzw. von Drosten, viele zeigten mit einem Q (auf Plakat, auf die Stirn aufgemalt oder auf Merchandising-Artikeln, dass sie sich zur Qanon-Verschwörungstheorie bekennen...
Relativ verstörend für mich waren auch diverse junge für den Anlass auffällig gut gelaunte und gut aussehende Erwachsene (deutlich häufiger weiblich als männlich), die keine Plakate trugen denen man irgendwie gar nicht ansehen konnte, wofür oder wogegen sie eigentlich demonstrierten. Eventuell waren sie ja auf der Straße um die Wiederöffnung der Clubs zu fordern, vielleicht wollten sie aber auch nur einfach eine gute Zeit inmitten der Menschenmenge haben nach all der sozialen Distanzierung der letzten Monate oder hofften, von den vielen Pressefotografen abgelichtet zu werden und ihr Bild dann in irgendwelchen Bildergalerien der Demos wiederzufinden.

Sehr viele (durchschnittlich Aussehende) marschierten einfach nur mit, ohne Plakate oder sonstiges, so dass man nicht erkennen konnte, worum es diesen Demonstranten eigentlich ging und sollten unter diesen Demoteilnehmern welche mit berechtigten und vernünftigen Anliegen dabei gewesen sein (wovon ich aufgrund der schieren Zahl der Demonstranten fest ausgehe), dann sind diese Anliegen definitiv neben all dem rechtsradikalen, verschwörungstheoretischen und esoterischen Geschwurbel komplett untergegangen.

Decke Pitter 31.08.2020 13:15

Zitat:

Zitat von TriAdrenalin (Beitrag 1550322)
100%ige Zustimmung!
Leider vermisse ich diese klare und eindeutige Position immer häufiger, auch hier in der Community!

Ich vermisse diese Klarheit auch.

Stattdessen wird hier von einigen schön rumgelabert, wie in etwa: Damals waren die Nazis viel schlimmer und wenn die heute vor dem Reichtagsgebäude mit ihren Fahnen rumwedeln, ist das doch alles halb so wild.

Nein, das ist schlimm. Ganz schlimm!

qbz 31.08.2020 13:21

Was mir gehörig gegen den Strich ging, war, dass die Berliner Polizeibehörde und das Innenministerium wochenlang eine sog. Mahnwache der Reichsbürger unmittelbar vor dem Bundestag bewilligten, innerhalb der Bannmeile, in der solche Kundgebungen bisher immer verboten waren. Ich kann mich an keine anderen gestatteten Versammlungen / Demos direkt vor dem Bundestag erinnern. Leute, die dort politische Kundgebungen abhalten wollten, wurden in kürzester Zeit des Platzes verwiesen. Insofern wundert es mich nicht, dass die gleichen Leute die Treppen des Reichstages besetzten und dass kein ausreichendes Polizeiaufgebot da war, die Absperrungen zu sichern.
Wochenlange Mahnwache der Reichsbürger vor dem Reichstag

Körbel 31.08.2020 14:03

Zitat:

Zitat von Schlafschaf (Beitrag 1550296)
Da zeigt sich meiner Meinung nach eigentlich auch, dass man den Spinnern viel zu viel Aufmerksamkeit zu kommen lässt.

Ist schon kurios, dem mainstream glaubt man uneingeschränkt, andersdenkende werden als Spinner beschimpft.
Der mainstream bekommt dermassen viel Aufmerksamkeit, das ist legitim.

Ist das dein Verständnis von Demokratie?

LidlRacer 31.08.2020 14:16

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1550326)
Leider ist ja nun das Grundwesen einer Pandemie, dass diese über Grenzen ja sogar Kontinente hinweg "wütet". Somit ist es global gesehen völlig unerheblich, ob wir hier in D die Neuinfiziertenzahl auf 0 reduzieren können, solange wir uns nicht gänzlich gegenüber dem Rest der Welt abschotten können. Ein Schelm würde jetzt einen unzulässigen Analogieschluss aus 2015 heranziehen und erkennen, dass wir eben keineswegs in der Lage sind unsere Grenzen zu schützen. Nicht vor Menschen und schon gar nicht vor Viren. Somit wird es immer wieder zu "Neuausbrüchen" kommen müssen, solange es keinen Impfstoff oder eine globale Lösung gibt. Insbesondere die Berichterstattung über das Urlaubsverhalten unter Missachtung aller Hygiene- oder Abstandsregeln mancher lässt mich an einer Eindämmung auf 0 zweifeln.

Nein, es ist keineswegs unerheblich, ob wir hier nahe an Null kommen oder nicht.

Andere Länder zeigen ja, dass es durchaus möglich ist, auf Null (oder ganz nah ran) zu kommen, und dass man dann im Land die Beschränkungen weitestgehend aufheben kann. Beispiel Poolparty in Wuhan, die durch die Presse ging. Ganz klar ist mir aber auch nicht, wie genau die dort die Wiedereinschleppung von außen verhindern / unter Kontrolle halten ...

noam 31.08.2020 14:17

Zitat:

Zitat von Decke Pitter (Beitrag 1550334)
Ich vermisse diese Klarheit auch.

Stattdessen wird hier von einigen schön rumgelabert, wie in etwa: Damals waren die Nazis viel schlimmer und wenn die heute vor dem Reichtagsgebäude mit ihren Fahnen rumwedeln, ist das doch alles halb so wild.

Nein, das ist schlimm. Ganz schlimm!

Ganz schlimm finde ich, dass es Menschen gibt, die einem andere eine abweichende politische Meinung aus rein ideologischen Gründen verbieten wollen, diesen Menschen individuelle Erfahrungen absprechen, weil sie leider nicht in das eigene Weltbild passen und dabei von anderen eine Diskussionskultur fordern, die sie selber nicht bereit sind einzubringen, sobald der eigene Standpunkt kritisiert wird.


Es wäre schön, wenn man abseits ideologischer Einstellungen miteinander diskutiert, anstatt den Gesprächspartner allein aufgrund seiner "falschen" Weltanschauung zu verurteilen. Allein mit du bist doof, wurde noch niemand überzeugt, seinen Standpunkt zu verändern

LidlRacer 31.08.2020 14:21

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550343)
Ist schon kurios, dem mainstream glaubt man uneingeschränkt, andersdenkende werden als Spinner beschimpft.
Der mainstream bekommt dermassen viel Aufmerksamkeit, das ist legitim.

Ist das dein Verständnis von Demokratie?


Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1550276)
sie haben uns aber eins voraus.....sie DENKEN und kennen die WAHRHEIT !!11!! :Maso:
sehr anschaulich hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=bCaT...b1HmOiwa1NsCJg

Hast Du dieses Video gesehen?
Wen von diesen Leuten würdest Du nicht (mindestens) als Spinner bezeichnen und warum?

noam 31.08.2020 14:30

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1550347)
Nein, es ist keineswegs unerheblich, ob wir hier nahe an Null kommen oder nicht.

Andere Länder zeigen ja, dass es durchaus möglich ist, auf Null (oder ganz nah ran) zu kommen, und dass man dann im Land die Beschränkungen weitestgehend aufheben kann. Beispiel Poolparty in Wuhan, die durch die Presse ging. Ganz klar ist mir aber auch nicht, wie genau die dort die Wiedereinschleppung von außen verhindern / unter Kontrolle halten ...

Ich denke ein totalitär geführter Staat hat da andere Wege und Möglichkeiten sein Volk zu disziplinieren als das liberale Europa.


Im Prinzip ist es doch eigentlich recht simpel, das ganze unter Kontrolle zu bekommen. Wir setzen kontrolliert das Leben für 14 Tage aus. Alle Bürger bekommen den Auftrag sich für 14 Tage echte Quarantäne mit Lebensmitteln etc einzudecken und dann wird absolut restriktiv für 14 Tage das Haus / die Wohnung nicht verlassen. Systemrelevante Arbeitsfelder haben sich ebenso entsprechend vorzubereiten, dass HOmeoffice oder Wohnen im Büro möglich ist. Also 14 Tage keine direkten Kontakte. Danach wird flächendeckend getestet und die Infizierten werden so lange weggesperrt bis sie eben nicht mehr infiziert sind.

Seyan 31.08.2020 14:35

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1550351)
Ich denke ein totalitär geführter Staat hat da andere Wege und Möglichkeiten sein Volk zu disziplinieren als das liberale Europa.


Im Prinzip ist es doch eigentlich recht simpel, das ganze unter Kontrolle zu bekommen. Wir setzen kontrolliert das Leben für 14 Tage aus. Alle Bürger bekommen den Auftrag sich für 14 Tage echte Quarantäne mit Lebensmitteln etc einzudecken und dann wird absolut restriktiv für 14 Tage das Haus / die Wohnung nicht verlassen. Systemrelevante Arbeitsfelder haben sich ebenso entsprechend vorzubereiten, dass HOmeoffice oder Wohnen im Büro möglich ist. Also 14 Tage keine direkten Kontakte. Danach wird flächendeckend getestet und die Infizierten werden so lange weggesperrt bis sie eben nicht mehr infiziert sind.

Und wer kümmert sich in den 14 Tagen um die Felder, das Nutzvieh usw.?
Oder sagt man sich "Och, der Herrgott macht das schon!"?

Matthias75 31.08.2020 14:38

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550343)
Ist schon kurios, dem mainstream glaubt man uneingeschränkt, andersdenkende werden als Spinner beschimpft.
Der mainstream bekommt dermassen viel Aufmerksamkeit, das ist legitim.

Ist das dein Verständnis von Demokratie?

Momentan bekommt diese abseits des mainstream denkende Minderheit deutlich mehr Aufmerksamkeit als der mainstream.

Vielleicht lohnt sich aber auch die Frage, warum der mainstream mainstream ist. Vermutlich nicht, weil irgendjemand dies zum mainstream erklärt hat (Oder war's doch Bill Gates, Angela Merkel, eine geheime Elite oder Echsemenschen?). Sondern, weil viele sich informiert haben und diese Ansicht aus für die meisten logisch nachvollziehbaren Gründen als die vernünftigste/logischste/sinnvollste/wahrscheinlichste.... ansehen. Nachtrag: Und sicher nicht, weil die Mehrzahl einfach blind und ohne nachzudenken irgendeiner "von oben" vorgegebenen Meinung nachrennt, wie das ja gerne von Seiten der Verschwörungstheoretikern dargestellt wird.

Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen. Wenn aber erwachsene Menschen, denen ich grundsätzlich das Recht und die Fähigkeit zum selbstständigen Denken zuspreche, irgendwelchen Theorien nacheifern, die auf den ersten Blick extrem abstrus wirken und auf den zweiten Blick keiner logischen Begründung standhalten, sehe ich nicht ein, wieso diesen mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte, und ich persönliche stelle mir, wenn die Thesen zu abstrus werden, auf die Frage, ob ich denjenigen überhaupt ernst nehmen kann.

Ich hatte neulich auch eine Unterhaltung, in der es darum ging, ob und wie man solchen Verschwörungstheoretikern argumentativ beikommen kann. Wenn jemand für die abstrusen Argumente irgendwelcher Verschörungstheoretiker offen ist, aber nicht für logische Argumente der Wissenschaft, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, mit diesem zu diskutieren.

M.

noam 31.08.2020 14:53

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1550352)
Und wer kümmert sich in den 14 Tagen um die Felder, das Nutzvieh usw.?
Oder sagt man sich "Och, der Herrgott macht das schon!"?

Dafür müsste man dann eben Lösungen finden.


Aber der zu bewirtschaftende Acker ist nun auch nicht der Coronahotspot. Ich lebe ja nun auch in einer landwirtschaftlichen Region und hier ist Corona nicht existent. Die wenigen Fälle in unserem Landkreis beschränken sich auf die kleinen Städte.

ThomasG 31.08.2020 14:59

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1550349)
Hast Du dieses Video gesehen?
Wen von diesen Leuten würdest Du nicht (mindestens) als Spinner bezeichnen und warum?

Ich habe den Anfang gesehen des Videos und bin der Meinung, da hat sich jemand ganz gezielt Leute herausgesucht, um alle Demonstranten in ein schlechtes Licht zu stellen.
An anderer Stelle habe ich Aussagen von Demonstranten gehört, die völlig anders klangen.
Ich weiß nicht mehr, wo das war.
Wenn ich mich erinnere, liefere ich es vielleicht nach heute Abend.
Schade - ich dachte hier würde etwas mehr wert darauf gelegt, nicht alle über einen Kamm zu scheren.

qbz 31.08.2020 15:06

Hier ein Bericht über die juristischen Bewertungen der Demos am Wochenende. Neben dem OVG, das sich mit den Demos am 29. beschäftigte, entschied das BVG ablehnend über ein Protestcamp auf der Str. des 17. Juli, das vermutlich 2 Wochen lang die Strasse blockiert hätte.

Helmut S 31.08.2020 15:24

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1550092)
Auf der Website von Querdenken 711 geht auf jeden Fall hervor (unter Veranstaltungsdetails), dass sie für einen Demomarrsch zur Siegessäule mobilisierten. [...]
Es gab aber zusätzlich nach Polizeiangaben noch X andere Versammlungsanmeldungen anderer Gruppierungen, vor allem nach der Absage an Querdenken 711. Die rechtsextremen Organisierten konzentrierten sich speziell vor der russischen, amerikanischen Botschaft (Pariser Platz) und dann vor dem Reichstag.

Danke. Ich finde das wichtig, wer nun welche Demo angemeldet hat und wer der Veranstalter der jeweiligen Demo war.

Mir ist - angefangen bei den Herren Schäuble und Steinmeier - der inhaltliche Duktus des "wer mit solchen Extremisten mitläuft" viel zu undifferenziert.

Zunächst stelle ich mir die Frage: Wer läuft denn da mit wem mit? Sind es die aufrechten Demokraten, die ihre Unzufriedenheit mit der Corona-Politik kund tun wollen (auch wenn sie dabei gegen Auflagen wie Abstand und Maske verstoßen), die mit den Extremen und Verwirrten mitlaufen? Oder sind es viel mehr die Verwirrten und Extremen, die mit den Demokraten mitlaufen bzw. deren Veranstaltung "crashen"?

Warum ist das ein Unterschied? Wenn jemand sich tatsächlich unter das Demovolk der Extremen und Verwirrten mischt, dann bin ich auch der Meinung, dass man ihn Verantwortlich machen kann, soll und muss.

Ist es aber anders herum, dass sich die Extremen und Verwirrten versuchen unter die Demokraten zu mischen, dann erwarte ich vom Veranstalter, dass er Maßnahmen ergreift um "seine" Veranstaltung zu schützen, mit den Behörden diesbezüglich zusammen arbeitet oder sich zumindest distanziert bzw. seine Leute noch währende der Veranstaltung zu Protest dahingehend aufruft.

Ich erwarte in diesem Falle aber nicht, dass der aufrechte Demokrat nach Hause geht, damit er nicht - wie es in der Presse heißt - "mit solchen Leuten mitläuft". Ich würde das sogar für falsch halten. Es darf nicht sein, dass eine Gruppe Extremer eine ehrliche, demokratische Veranstaltung "sprengen" kann. Demonstranten dürfen deshalb nicht (auch nicht temporär) auf ihr Grundrecht verzichten müssen. Demokraten dürfen sich genauso wenig nicht von Nicht-Demokraten erpressen lassen wie der Staat sich nicht von Terroristen erpressen lassen darf.

Insofern finde ich es wichtig, dass man - mit der natürlichen Unschärfe und im Rahmen des Möglichen - feststellt, wer überhaupt was veranstaltet hat und welche Leute wo waren.

:Blumen:

ThomasG 31.08.2020 15:28

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1550360)
Danke. Ich finde das wichtig, wer nun welche Demo angemeldet hat und wer der Veranstalter der jeweiligen Demo war.

Mir ist - angefangen bei den Herren Schäuble und Steinmeier - der inhaltliche Duktus des "wer mit solchen Extremisten mitläuft" viel zu undifferenziert.

Zunächst stelle ich mir die Frage: Wer läuft denn da mit wem mit? Sind es die aufrechten Demokraten, die ihre Unzufriedenheit mit der Corona-Politik kund tun wollen (auch wenn sie dabei gegen Auflagen wie Abstand und Maske verstoßen), die mit den Extremen und Verwirrten mitlaufen? Oder sind es viel mehr die Verwirrten und Extremen, die mit den Demokraten mitlaufen bzw. deren Veranstaltung "crashen"?

Warum ist das ein Unterschied? Wenn jemand sich tatsächlich unter das Demovolk der Extremen und Verwirrten mischt, dann bin ich auch der Meinung, dass man ihn Verantwortlich machen kann, soll und muss.

Ist es aber anders herum, dass sich die Extremen und Verwirrten versuchen unter die Demokraten zu mischen, dann erwarte ich vom Veranstalter, dass er Maßnahmen ergreift um "seine" Veranstaltung zu schützen, mit den Behörden diesbezüglich zusammen arbeitet oder sich zumindest distanziert bzw. seine Leute noch währende der Veranstaltung zu Protest dahingehend aufruft.

Ich erwarte in diesem Falle aber nicht, dass der aufrechte Demokrat nach Hause geht, damit er nicht - wie es in der Presse heißt - "mit solchen Leuten mitläuft". Ich würde das sogar für falsch halten. Es darf nicht sein, dass eine Gruppe Extremer eine ehrliche, demokratische Veranstaltung "sprengen" kann. Demonstranten dürfen deshalb nicht (auch nicht temporär) auf ihr Grundrecht verzichten müssen. Demokraten dürfen sich genauso wenig nicht von Nicht-Demokraten erpressen lassen wie der Staat sich nicht von Terroristen erpressen lassen darf.

Insofern finde ich es wichtig, dass man - mit der natürlichen Unschärfe und im Rahmen des möglichen - feststellt, wer überhaupt was veranstaltet hat und welche Leute wo waren.

:Blumen:

Helmut - diesen Beitrag finde ich super :-)!
Ich habe mich sehr über ihn gefreut und tue das natürlich noch immer.
Danke :Blumen: :Blumen: :Blumen: !

keko# 31.08.2020 15:44

Zitat:

Zitat von Decke Pitter (Beitrag 1550334)
Ich vermisse diese Klarheit auch.

Stattdessen wird hier von einigen schön rumgelabert, wie in etwa: Damals waren die Nazis viel schlimmer und wenn die heute vor dem Reichtagsgebäude mit ihren Fahnen rumwedeln, ist das doch alles halb so wild.

Nein, das ist schlimm. Ganz schlimm!

Ich habe versucht nicht zu labern und anhand eines alten Bekannten von mir, der um seine wirtschaftliche Existenz fürchtet und deshalb auf der Demo war, versucht die Diskussion etwas in die Breite zu führen. Dabei bin ich auf "Jeder Nazi ist einer zu viel" eingegangen. Dass Rechtsradikale mit allen Mitteln, die der Staat hat, anzugehen sind, versteht sich für mich von selbst. Du kannst das auch als labern oder als Verharmlosung bezeichnen oder schlimm oder ganz schlimm. Das ist keine Beleidigung und steht dir offen. Nur wirst du damit keine Probleme lösen, befürchte ich. :Blumen:

LidlRacer 31.08.2020 16:09

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1550360)
Zunächst stelle ich mir die Frage: Wer läuft denn da mit wem mit? Sind es die aufrechten Demokraten, die ihre Unzufriedenheit mit der Corona-Politik kund tun wollen (auch wenn sie dabei gegen Auflagen wie Abstand und Maske verstoßen), die mit den Extremen und Verwirrten mitlaufen? Oder sind es viel mehr die Verwirrten und Extremen, die mit den Demokraten mitlaufen bzw. deren Veranstaltung "crashen"?

Warum ist das ein Unterschied? Wenn jemand sich tatsächlich unter das Demovolk der Extremen und Verwirrten mischt, dann bin ich auch der Meinung, dass man ihn Verantwortlich machen kann, soll und muss.

Ich fürchte, man kann hier nicht sehr scharf zwischen Demokraten und Verwirrten bzw. Antidemokraten & Rechtsradikalen unterscheiden.

Nehmen wir als Beispiel einen Hauptorganisator Michael Ballweg.
Der rief auf einer Kundgebung:
„Wir fordern die sofortige Aufhebung der Coronamaßnahmen und die Abdankung der Bundesregierung“.

Die Bundesregierung ist demokratisch gewählt, die Coronamaßnahmen wurden demokratisch beschlossen, und die ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung findet sie im Wesentlichen richtig.

Ich sehe ihn daher als Antidemokraten an.

Er selbst stellt sich aber als den wahren Demokraten dar, der das Grundgesetz verteidigt usw.

Was nun?

Anderes Beispiel:
Unser Bischi hier, der sogar auch selbst Demos organisiert. Ich kenne ihn nicht so recht und habe mir keins seiner stundenlangen Videos angeschaut. Aber zumindest seine Selbstdarstellung erscheint mir ähnlich wie bei Ballweg.

Aber er kooperiert mit mindestens einem Rechtsextremen: Oliver Janich

Körbel 31.08.2020 16:10

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1550349)
Hast Du dieses Video gesehen?
Wen von diesen Leuten würdest Du nicht (mindestens) als Spinner bezeichnen und warum?

Ja habe ich und ich masse mir nicht an, diese Leute als Spinner zu bezeichnen, nur weil dir das nicht gefällt was diese Menschen so erzählen.
Jeder hat ein Recht darauf gehört zu werden.

Mal eine Überlegung, evtl wurde das video so zusammengeschnitten, das wirklich der Eindruck entsteht,
das alle andersdenkenden "nicht mehr alle Latten am Zaun haben"!

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1550353)
Momentan bekommt diese abseits des mainstream denkende Minderheit deutlich mehr Aufmerksamkeit als der mainstream.

Vielleicht lohnt sich aber auch die Frage, warum der mainstream mainstream ist. Vermutlich nicht, weil irgendjemand dies zum mainstream erklärt hat (Oder war's doch Bill Gates, Angela Merkel, eine geheime Elite oder Echsemenschen?). Sondern, weil viele sich informiert haben und diese Ansicht aus für die meisten logisch nachvollziehbaren Gründen als die vernünftigste/logischste/sinnvollste/wahrscheinlichste.... ansehen. Nachtrag: Und sicher nicht, weil die Mehrzahl einfach blind und ohne nachzudenken irgendeiner "von oben" vorgegebenen Meinung nachrennt, wie das ja gerne von Seiten der Verschwörungstheoretikern dargestellt wird.

Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen. Wenn aber erwachsene Menschen, denen ich grundsätzlich das Recht und die Fähigkeit zum selbstständigen Denken zuspreche, irgendwelchen Theorien nacheifern, die auf den ersten Blick extrem abstrus wirken und auf den zweiten Blick keiner logischen Begründung standhalten, sehe ich nicht ein, wieso diesen mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte, und ich persönliche stelle mir, wenn die Thesen zu abstrus werden, auf die Frage, ob ich denjenigen überhaupt ernst nehmen kann.

Ich hatte neulich auch eine Unterhaltung, in der es darum ging, ob und wie man solchen Verschwörungstheoretikern argumentativ beikommen kann. Wenn jemand für die abstrusen Argumente irgendwelcher Verschörungstheoretiker offen ist, aber nicht für logische Argumente der Wissenschaft, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, mit diesem zu diskutieren.

Das unter diesen Menschen extreme Zeitgenossen sind, ist mir bewusst.
Die gibts aber auch auf der anderen Seite, oder etwa nicht???

Es gibt aber auch unter den Demonstranten die am Samstag unterwegs waren, ganz anständige, rechtschaffende Menschen.
Auch die haben ein Recht darauf das man sich ihre Sorgen und Nöte anhört.
Blindes Vertrauen auf das, was in Berlin entschieden wird, halte ich in diesen Tagen für sehr, sehr zweifelhaft.

TriAdrenalin 31.08.2020 16:32

Zitat:

Zitat von kupferle (Beitrag 1550084)
Es ist für mich faszinierend. Es heißt immer, die Gegner hätten keine Argumente und würden nur Phantasien verbreiten. Er geht auf veröffentlichte Studien und Zeitpunkte ein und es wird wieder nicht recht gemacht.

Diesmal wird man als Narr bezeichnet.

Wo sind die Argumente?

Die Argumente und Begründungen sind bereits x-fach genannt, frei verfügbar für jeden, der sich ernsthaft mit der Materie befassen möchte. Meinungsfreiheit gilt auch für Narren, also bleib gerne bei Deiner Meinung. Eine Nachhilfe in gesundem Menschenverstand wäre aber auch eine gute Idee.

Matthias75 31.08.2020 16:48

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550368)
Ja habe ich und ich masse mir nicht an, diese Leute als Spinner zu bezeichnen, nur weil dir das nicht gefällt was diese Menschen so erzählen.
Jeder hat ein Recht darauf gehört zu werden.

Für ich ist es ein Unterschied, ob jemand anderer Meinung ist bzw. ob das, was er sagt, mir nicht gefällt, oder ob jemand irgendwelchen abstrusen Theorien nachrennt.

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550368)
Es gibt aber auch unter den Demonstranten die am Samstag unterwegs waren, ganz anständige, rechtschaffende Menschen.
Auch die haben ein Recht darauf das man sich ihre Sorgen und Nöte anhört.
Blindes Vertrauen auf das, was in Berlin entschieden wird, halte ich in diesen Tagen für sehr, sehr zweifelhaft.

Mit Sicherheit sollte man sich deren Sorgen und Nöte anhören. Ich denke sogar, dass es wichtiger ist, diese Leute anzuhören, als irgendwelchen Verschwörungstheoretikern zu viel Raum in der öffentlichen Wahrnehmung einzuräumen. Ich denke auch, dass viele keine Probleme haben, deren Sorgen als gerechtfertigt anzusehen.

Leider sind aber deren Stimmen zwischen den Extremisten und Verschwörungstheoretiker am Wochenende nicht zu hören gewesen.

M.

noam 31.08.2020 17:24

Aber das ist ja in unserer Demostrationskultur unserem Umgang mit "Andersdenkenden" immer so.


Die tatsächlich berechtigten kritischen Stimmen gehen in dem bildgewaltigen Auftreten der Extremen unter:

Das war 2015 bei der Zuwanderung so. Hier wurde die Kritiker sehr zügig in die Naziecke gestellt. Persönliche Erfahrungen wurden schlicht ignoriert.

Weiter gings beim G20. Da haben die Antifakrawallos nahezu die gesamte mediale Aufmerksamtkeit auf sich gezogen bzw. sind im Kopf geblieben. Die unglaublich vielen friedlichen unauffälligen Demonstrationen mit durchaus berechtigter Kritik wurden kaum mehr wahrgenommen oder schnell vergessen.

Und nun ist es bei den Coronademos ähnlich. Die, die aufgrund purer Existenzangst oder berechtigten Zweifeln der richtigen politischen Gewichtung bei der Güterabwägung demonstrieren, gehen in den Demos unter, weil Attila, Reichsbüger, Echsenmenschenkritiker die ganze mediale und politische Aufmerksamkeit auf sich vereinen.



Das finde ich schade, da ich es sehr wichtig finde, dass Politik sich um die Sorgen und Nöte und Ängste aller Bürger kümmert und diese wahrnimmt und diese eben nicht als Meinung von Corvidioten oder Nazis oder sonstigen nicht ernstzunehmenden Gruppen empfindet. Denn ich finde das Anliegen von zB kekos Koch nachvollziehbar. Der mir unbekannte hat sich anscheinend von ganz unten hochgearbeitet und fürchtet jetzt eben wieder nach unten zu fallen, da die Maßnahmen ihm seinen Lebensunterhalt nehmen.

qbz 31.08.2020 17:32

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1550367)
......
Nehmen wir als Beispiel einen Hauptorganisator Michael Ballweg.
Der rief auf einer Kundgebung:
„Wir fordern die sofortige Aufhebung der Coronamaßnahmen und die Abdankung der Bundesregierung“.

Die Bundesregierung ist demokratisch gewählt, die Coronamaßnahmen wurden demokratisch beschlossen, und die ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung findet sie im Wesentlichen richtig.

Ich sehe ihn daher als Antidemokraten an.

Eine Minderheitsmeinungs zu vertreten und Minderheitsforderungen zu erheben, ist in meinen Augen essentieller Bestandteil einer Demokratie.

Hingegen keinerlei demokratische Legitimation haben seine Aufrufe, eine "verfasssungsgebende Versammlung" durchzuführen. Da trifft er sich eventuell mit den Anhängern der Reichsbürgern, welche die konstitutionelle Verfassung der BRD nicht anerkennen, einen neuen Friedensvertrag mit USA, Russland fordern und eine neue Verfassung. Ich würde diesen Aufruf von Michael Ballweg eventuell als verfassungsfeindlich einstufen, während natürlich Forderungen auf Änderungen des GG wie z.B. die Aufnahme von direkter Demokratie usf. immer Teil der demokratischen Willensbildung sind.

LidlRacer 31.08.2020 17:49

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1550378)
Eine Minderheitsmeinungs zu vertreten und Minderheitsforderungen zu erheben, ist in meinen Augen essentieller Bestandteil einer Demokratie.

Hingegen keinerlei demokratische Legitimation haben seine Aufrufe, eine "verfasssungsgebende Versammlung" durchzuführen. Da trifft er sich eventuell mit den Anhängern der Reichsbürgern, welche die konstitutionelle Verfassung der BRD nicht anerkennen, einen neuen Friedensvertrag mit USA, Russland fordern und eine neue Verfassung. Ich würde diesen Aufruf von Michael Ballweg als verfassungsfeindlich einstufen ...

Auch gut. Ich habe das erstbeste Zitat genommen, das ich gefunden habe. Das wäre sicherlich noch ausbaufähig, so dass es nicht mehr wie eine halbwegs normale Forderung aussieht. Er geriert sich ja so, als würden wir hier unter einem Unrechtsregime geknechtet, gegen das man Widerstand leisten müsse.
Damit ist er mit vielen Nazis auf einer Linie, was ein wenig ironisch anmutet, da das Widerstandsrecht im Grundgesetz gerade gegen sowas wie die Naziherrschaft gerichtet ist.

Körbel 31.08.2020 18:14

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1550375)
Für ich ist es ein Unterschied, ob jemand anderer Meinung ist bzw. ob das, was er sagt, mir nicht gefällt, oder ob jemand irgendwelchen abstrusen Theorien nachrennt.

Mit Sicherheit sollte man sich deren Sorgen und Nöte anhören.

Leider sind aber deren Stimmen zwischen den Extremisten und Verschwörungstheoretiker am Wochenende nicht zu hören gewesen.

Du bezeichenst es als abstrus und du bist dir ganz sicher das sie Unrecht haben?
Wer garantiert dir, das du die richtige Seite vertrittst???

Tja das kommt daher, das du mit Sicherheit NUR die videos vom mainstream gesehen hast.
Ich habe da ganz andere Sachen mir angeschaut und festgestellt, das man da sehr wohl einen Unterschied erkennen konnte.
Diese Sachen wurden aber nicht gesendet.

Warum frag ich dich???

Warum sendet man keine videos von friedlich demonstrierenden Menschen???
Warum sendet man nicht das video, als deutsche Polizisten vor der russischen Botschaft ihre Helme abnahmen und nichts mehr taten und sie die Demonstranten gewähren liessen???

Ich sage:
Da wird massiv Zensur betrieben, da wird unterschlagen und einseitig Stimmung gegen unzufriedene Menschen gemacht.

Damals haben wir geklatscht als die Menschen jeden Montagabend in der ehemaligen DDR auf die Strassen gingen und friedlich demonstrierten.
Heute verurteilt man in Gesamtdeutschland den friedlichen Willen des Volkes und das Recht auf Versammlung und Protest.

LidlRacer 31.08.2020 18:34

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550384)
Du bezeichenst es als abstrus und du bist dir ganz sicher das sie Unrecht haben?
Wer garantiert dir, das du die richtige Seite vertrittst???

Tja das kommt daher, das du mit Sicherheit NUR die videos vom mainstream gesehen hast.
Ich habe da ganz andere Sachen mir angeschaut und festgestellt, das man da sehr wohl einen Unterschied erkennen konnte.
Diese Sachen wurden aber nicht gesendet.

Warum frag ich dich???

Warum sendet man keine videos von friedlich demonstrierenden Menschen???
Warum sendet man nicht das video, als deutsche Polizisten vor der russischen Botschaft ihre Helme abnahmen und nichts mehr taten und sie die Demonstranten gewähren liessen???

Ich sage:
Da wird massiv Zensur betrieben, da wird unterschlagen und einseitig Stimmung gegen unzufriedene Menschen gemacht.

Damals haben wir geklatscht als die Menschen jeden Montagabend in der ehemaligen DDR auf die Strassen gingen und friedlich demonstrierten.
Heute verurteilt man in Gesamtdeutschland den friedlichen Willen des Volkes und das Recht auf Versammlung und Protest.

Sorry, aber Du redest echt einen Stuss zusammen von wegen Zensur etc.

Wenn jemand daran Schuld ist, dass friedliche Demonstranten mit vernünftigen Anliegen nicht gehört werden, dann ja wohl die Nazis, die leider einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich lenken!

Du hast also was anderes gesehen. Das wurde offensichtlich nicht zensiert. Wenn Du noch konkreter sagen würdest, was Du wo gesehen hast, fände man es vermutlich immer noch im Netz.

Man kann aber auch einfach im verhassten "Mainstream" schauen - da kommt heute um 22 Uhr im NDR:
45 Min: Norddeutsche Unternehmer in der [Corona-]Krise

Cogi Tatum 31.08.2020 18:37

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550384)
Ich sage:
Da wird massiv Zensur betrieben, da wird unterschlagen und einseitig Stimmung gegen unzufriedene Menschen gemacht.

Aha. Wenn Du das sagst... Hast Du dich dazu bei Fachleuten, z. B. den Reporter ohne Grenzen informiert?

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550384)
Damals haben wir geklatscht als die Menschen jeden Montagabend in der ehemaligen DDR auf die Strassen gingen und friedlich demonstrierten.
Heute verurteilt man in Gesamtdeutschland den friedlichen Willen des Volkes und das Recht auf Versammlung und Protest.

Oh, so viel Pathos...
Die Berlin-Demonstranten repräsentieren nicht den Willen des Volkes.
Die Berlin-Demonstranten sind ein unzufriedener Teil eines 80-Millionen-Volk. Mehr nicht und auch nicht weniger. Komm' wieder runter!

TriAdrenalin 31.08.2020 18:57

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550384)
Du bezeichenst es als abstrus und du bist dir ganz sicher das sie Unrecht haben?
Wer garantiert dir, das du die richtige Seite vertrittst???

Tja das kommt daher, das du mit Sicherheit NUR die videos vom mainstream gesehen hast.
Ich habe da ganz andere Sachen mir angeschaut und festgestellt, das man da sehr wohl einen Unterschied erkennen konnte.
Diese Sachen wurden aber nicht gesendet.

Warum frag ich dich???

Warum sendet man keine videos von friedlich demonstrierenden Menschen???
Warum sendet man nicht das video, als deutsche Polizisten vor der russischen Botschaft ihre Helme abnahmen und nichts mehr taten und sie die Demonstranten gewähren liessen???

Ich sage:
Da wird massiv Zensur betrieben, da wird unterschlagen und einseitig Stimmung gegen unzufriedene Menschen gemacht.

Damals haben wir geklatscht als die Menschen jeden Montagabend in der ehemaligen DDR auf die Strassen gingen und friedlich demonstrierten.
Heute verurteilt man in Gesamtdeutschland den friedlichen Willen des Volkes und das Recht auf Versammlung und Protest.

Selten soviel Unsinn gelesen, insbesondere die letzten Absätze. Hier wird garnix zensiert und auch nicht manipuliert. Hör' doch endlich auf, völlig hohle Phrasen nachzuplappern. Oder haste wieder einen sitzen?

TriAdrenalin 31.08.2020 19:20

Zitat:

Zitat von Decke Pitter (Beitrag 1550334)
Ich vermisse diese Klarheit auch.

Stattdessen wird hier von einigen schön rumgelabert, wie in etwa: Damals waren die Nazis viel schlimmer und wenn die heute vor dem Reichtagsgebäude mit ihren Fahnen rumwedeln, ist das doch alles halb so wild.

Nein, das ist schlimm. Ganz schlimm!

In der Tat!
Wenn Randalierer mit fragwürdigen Symbolen geschmückt in den Sitz der demokratisch gewählten Volksvertreter gewaltsam eindringen wollen, ist es allerhöchste Zeit, klare Kante zu zeigen. Wehret den Anfängen!
Ich erwarte von der Politik, dass sie das Volk (und damit auch mich) vor solchen Randalierern und Feinden der Demokratie schützt.

ThomasG 31.08.2020 19:50

Zitat:

Zitat von
Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten
Am Wochenende haben in Berlin zehntausende Menschen weitgehend friedlich gegen Maßnahmen demonstriert, die die Regierung zur Eindämmung der Coronapandemie ergriffen hat.Organisiert wurden die Hauptveranstaltungen von der Stuttgarter Initiative Querdenken 711, die sich nach eigener Aussage als überparteiliche und demokratische Organisation versteht. Neben der gewaltfreien Kundgebung kam es aber an mehreren Stellen im laufe des Tages auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und zu Festnahmen. So durchbrach beispielsweise eine Gruppe aufgebrachter Demonstranten am Samstagabend Absperrungen und versuchte in das Reichstagsgebäude zu gelangen.
Auf vielen Bildern sind Demonstranten zu erkennen, die sich eindeutig der organisierten und extremen Rechten zuordnen lassen. Wie diese Bilder einzuordnen sind und was sie für die Bewegung Querdenken 711 bedeuten, erklärt Hauptstadtredakteurin Katja Bauer im Videointerview.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=LftAE3T9bnM

Hafu 31.08.2020 20:06

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1550384)
...
Warum sendet man nicht das video, als deutsche Polizisten vor der russischen Botschaft ihre Helme abnahmen und nichts mehr taten und sie die Demonstranten gewähren liessen???
...

Wenn du so ein Video gesehen hast und nicht nur in deiner Blase von jemandem erzählt bekommen hast, dass es so ein Video oder so eine Aktion gegeben hat, dann wirst du uns bestimmt den entsprechenden YT-Link liefern?

Da wir ja seit den NSU-Morden, den Ermittlungen nach dem Lübke-Mord sowie den von Polizeiservern in Hessen verschickten Drohbriefen an linke Politiker wissen, dass es in Teilen der Polizei (und des Verfasnsschutz) massive Probleme mit rechtsradikalen Beamten gibt. würde mich so ein Video nicht komplett überraschen, aber ich bin mir sicher, dass es längst viral gegangen wäre auf Twitter und selbstverständlich auch von allen denkbaren Medien gesendet worden wäre, da es ja gerade die Vorurteile die viele Linke sowieso (teilweise leider berechtigt) gegen die Polizei hegen, in krasser Weise bestätigen würde.

suze 31.08.2020 20:06

Kommentar dazu auf den Punkt gebracht:


DIFL DIFL
vor 8 Minuten
Es ist ein Sammelbecken von Menschen die sich Ohnmächtig fühlen da sie keinen greifbaren Feind haben. Somit wird ALLES hergenommen gegen das man angehen kann und mündet im kleinsten gemeinsamen Nenner "DIE ELITEN/ DIE DA OBEN". Die Theorien/ Aussagen sind zum Teil so abstrus, dass man da objektiv rein gar nichts zu sagen kann. Im Hintergrund agieren ganz andere Köpfe, die ganz bewusst Informationen und einzelne Gruppen steuern um ihre Interessen zu verbreiten. Es ist traurig wie ein im Grunde guter und demokratischer Ansatz populistisch unterwandert und missbraucht wird. Und die Menschen merken gar nicht vor wessen Wagen sie sich da gerade befinden.

merz 31.08.2020 20:14

vll zurück zum Virus?

beunruhigend: ein Flug TUI Fly von Griechenland - UK wird mit 16 Infektionen in Zusammenhang gebracht (es wird interessant, wenn das ein Ergebnis von Undiszipliniertheit und Schlamperei war)

https://www.theguardian.com/world/20...and-criticised


erstaunlich & erfreulich:
Man sieht etwa in DE und UK (seit einigen Tage, der Artikel brachte das als Insert) jetzt in der Tendenz einstellige Anzahlen von Toten jeden Tag -
Ich weiss schon wie sich das wohl erklären lässt: deutlich jüngere Infizierte, ggf. mehr Erfahrung mit COVID-19 - aber es insgesamt ein irgendwie positives Zeichen

(allerdings USA, Indien, Brasilien .... : anderes Bild, sehr bitter)


m.

qbz 31.08.2020 20:31

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1550398)

Danke für den Link zu diesem Bericht.

Ich habe nochmals zu dem Thema verfassungsgebende Versammlung im Netz gesucht, die ja Michael Ballweg, der Initiator von Querdenken 711 in seiner Rede auf der Demo ausrief: https://www.youtube.com/embed/mdmth0ID5Kg

Dabei bin ich auf die Website Querdenken 761 und NichtOhneUns aus Freiburg gestossen, welche die Inhalte dazu erläutert: https://nichtohneuns-freiburg.de/geb...ne-verfassung/

sowie auf die Website von verfassunggebende-Versammlung.com/, auf der seit dem 30.8. tatsächlich ein Livestream läuft.

Im Prinzip geht es darum, was auch in dem von Dir verlinkten Interview angesprochen wird: Der Nachkiegs- und heutige völkerrechtliche Status der BRD wird nicht anerkannt, der Weltkrieg als nicht beendet dargestellt, ein Friedensvertrag gefordert usf. Da scheinen sich nach den zitierten Links zu schliessen, vorsichtig ausgedrückt, die Organisatoren von Querdenken und Reichsbürgern programmatisch ähnlich zu sein , auch wenn sicher viele Unterschiede bestehen.

ThomasG 31.08.2020 21:11

Ich gestehe hiermit gerne ein, dass ich mittlerweile eine andere Sicht habe auf die Demonstrationen, die in Berlin Anfang August und am vergangenen Wochenende stattgefunden haben.
Es ist und bleibt in meinen Augen sehr wichtig nicht allen, die an den genannten Demos teilnahmen, eine rechte Gesinnung zu unterstellen bzw. sich gegenüber ihnen respektlos zu verhalten.

merz 31.08.2020 21:17

Respektlos war hier noch niemand, ich bin es mal: das waren ein paar Tausend Spinner, untergemixt ein paar gefährliche Spinner, end of story.

m.

ThomasG 31.08.2020 21:18

Naja - es sind Worte gefallen wie covidiot z.B. und das wiederholt.

merz 31.08.2020 21:21

Treffend, vielleicht extensional bisschen weit, aber sei es drum - habe ich keine Toleranz mehr für und geht in meinen aktiven Wortschatz über.

Wort des Jahres, wenn es eines überhaupt geben kann.

m.

ThomasG 31.08.2020 21:37

Tja - das müsste man Psychologen fragen, wie Menschen reagieren, wenn sie sich öffentlich gekränkt, beleidigt oder auf gewisse Art und Weise ausgegrenzt fühlen.

Gute Nacht!

LidlRacer 31.08.2020 21:50

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1550422)
Tja - das müsste man Psychologen fragen, wie Menschen reagieren, wenn sie sich öffentlich gekränkt, beleidigt oder auf gewisse Art und Weise ausgegrenzt fühlen.

Gute Nacht!

Der harte Kern der Covidioten tut von morgens bis abends nichts anderes, als Politiker, Virologen, Journalisten und "Schlafschafe" zu beleidigen, anzuspucken etc.

Da dürften die bei ein bisschen Gegenwind nicht allzu empfindlich sein.

noam 31.08.2020 21:52

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1550400)
Da wir ja seit den NSU-Morden, den Ermittlungen nach dem Lübke-Mord sowie den von Polizeiservern in Hessen verschickten Drohbriefen an linke Politiker wissen, dass es in Teilen der Polizei (und des Verfasnsschutz) massive Probleme mit rechtsradikalen Beamten gibt. würde mich so ein Video nicht komplett überraschen, aber ich bin mir sicher, dass es längst viral gegangen wäre auf Twitter und selbstverständlich auch von allen denkbaren Medien gesendet worden wäre, da es ja gerade die Vorurteile die viele Linke sowieso (teilweise leider berechtigt) gegen die Polizei hegen, in krasser Weise bestätigen würde.

Viel mehr als behauptet wird der latente Rassismusvorwurf bislang nicht. Auch die massiven Probleme mit rechtsradikalen bei der Polizei würde ich gerne belegt sehen. Ich akzeptiere es nicht, dass dieser Vorwurf in das allgemeine Bewusstsein vorzudringen droht und damit ein gesamter Berufsstand diskreditiert wird und ich damit als rechtsradikal angesehen werde.

Ich sag ja auch nicht dass alle Ärzte drogenabhängige, alkoholsüchtige Kurpfuscher sind, nur weil es diese unter der hohen Anzahl an Ärzten durchaus gibt.


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