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aequitas 14.10.2020 19:59

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1558111)
Vielleicht sollte sich die Politik gelegentlich mal wieder von der wissenschaftlichen "Stimme der Vernunft" (;) )Prof. Drosten beraten lassen. Habe heute abend auf der Heimfahrt den neuesten NDR-Podcast aufmerksam gehört und der hilft ungemein, die aktuelle Situation vernünftig einordnen zu können und strahlt darüberhinaus auch den in der Pandemie zwingend auch erforderlichen Optimismus hinsichtlich der Zukunft aus.

Kann ich so unterschreiben. Wieder ein sehr spannender Podcast, der weit weg ist von der hier im Thread verbreiteten autoritären Maßnahmen-Wut.

Eine weitere Empfehlung auch noch für den Evidenz-Update Podcast der ÄrzteZeitung/SpringerMedizin mit Schmidt-Chanasit (Virologe) und Scherer (Allgemeinmediziner). Dabei werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet, die oft stärker an der Realität sind als der sehr akademische Podcast mit Drosten.

Die Politik streitet über Beherbergungsverbote und die neue Teststrategie. Doch wir kommen wir gut durch den Corona-Winter? Interdisziplinär, meinen der Virologe Schmidt-Chanasit und DEGAM-Präsident Scherer – und liefern gleich einige Evidenzchecks.

qbz 14.10.2020 20:08

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1558122)
Sprich, du würdest mir im Zweifel verbieten wollen, zwei Freunde zu mir zum Essen einzuladen, wenn diese nicht im selben Haushalt wohnen ?
Soll das dann eine "Empfehlung" sein oder Verstöße mit Bußgeld belegt/unter Strafe gestellt werden ?
Wie würdest du die Einhaltung überwachen wollen, wie hart sanktionieren ?

Wöhrend des Lockdowns in DE war das genauso angeordnet, Flow. Wir stehen nicht an dem Punkt, aber bräche die Gesundheitsversorgung zusammen, käme so etwas möglicherweise wieder auf alle zu.

Paris hat seit heute eine nächtliche Ausgangssperre, von 21 Uhr bis 6 Uhr, für 6 Wochen angeordnet. Da muss man jetzt schnell essen, um von 21 Uhr zuhause zu sein. ;)

Flow 14.10.2020 20:17

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1558126)
Wöhrend des Lockdowns in DE war das genauso angeordnet, Flow. Wir stehen nicht an dem Punkt, aber bräche die Gesundheitsversorgung zusammen, käme so etwas möglicherweise wieder auf alle zu.

Naja, ich hatte ja nach deiner Meinung/Haltung gefragt ... ;)

LidlRacer 14.10.2020 20:23

@aequitas

In #11843 hast Du wohl versehentlich deine Antwort direkt ins Zitat geschrieben, so dass nicht erkennbar ist, welcher Text von wem stammt.
Vielleicht könntest du das korrigieren.

LidlRacer 14.10.2020 20:27

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1558126)
Wöhrend des Lockdowns in DE war das genauso angeordnet, Flow [das Verbot, zwei Freunde zu mir zum Essen einzuladen, wenn diese nicht im selben Haushalt wohnen]

Entweder habe ich eine wesentliche Gedächtnislücke, oder es gab damals keinerlei Einschränkungen, was ich mit wem und wie vielen in meiner Wohnung mache.

Schwarzfahrer 14.10.2020 20:30

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1558105)
Die Frage ist doch wie stark steigen die Zahlen in den jetzigen Risikogebieten weiter bei gleichbleibenden Massnahmen. Verlängere den bisherigen Anstieg mit einem R von 1,2-1,4 in die nächsten Monate und Du erkennst, das damit sowohl die Behörden wie das Gesundheitswesen überlastet sind.

Solche Extrapolationen halte ich für wilde Kaffeesatzleserei. Keine der solchen Prognosen vom Frühling hat auch nur annähernd funktioniert (also nicht mehr als ca. 1 Woche in die Zukunft). Daher halte ich auch Maßnahmen, die auf solche langfristigen Extrapolationen bauen, für schwer begründbar.
Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1558113)
...Ich erwarte stattdessen, dass die Politik in den Krisenregionen für begrenzte Zeit striktere Hygiene-Massnahmen erlässt, welche wirken wie z.B. Kontaktbegrenzung auf Haushalte im privaten Bereich, Reiseeinschränkungen u.a., damit die Schulen und Arbeit weiter gehen und die Gesundheitsversorgung weiter normal funktioniert.

Was mich wundert, ist die Diskrepanz: Einerseits: wir glauben (wenn ich die Berichte richtig verstehe) zu wissen, wo der Hauptgrund für die aktuellen Brennpunkt-Fallzahlerhöhungen ist: unkontrollierte Parties mit dicht gedrängten Mengen und Tanz, Gesang, sowie große Privatveranstaltungen auch mit großen Menschenansammlungen und Tanz, Enge. Evtl. noch Reiserückkehrer vom Balkan, mit großen Familienbesuchen. Andererseits kommen vor allem einfache Verschärfungen der schon bisher eingesetzten Regeln (mehr Maske, auch im Freien, wo der Nutzen am geringsten ist), bzw. neue Regeln, die alle pauschal einschränken, aber gerade auf die angeblich identifizierten Infektionsherde kaum Wirkung zeigen. Ob ich beim Kindergeburtstag 3 oder 6 Kinder mit Eltern da habe, oder beim Kaffeekränzchen 2 oder 5 Nachbarn einmal die Woche zusammensitzen, ist doch ein marginaler Unterschied. Sperrstunden ändern nichts am Verhalten der Leute bei den Parties vor oder nach der Sperrstunde. Dienstreisende und Familienferien streuen keine großen Infektionen.
Warum höre ich kaum etwas von gezielten Maßnahmen, die sich speziell auf die genannten "Superspreadere" richten? Beispiel-Ideen: Sitzpflicht in Lokalen, Gesangsverbot, maximale Kopfzahl in geschlossenen Räumen (wäre in Bars u.ä. viel wichtiger, als in Kaufhäusern oder beim Bäcker, wo man sich im Frühling ewig mit beschäftigt hat, und wo die Leute weder Singen, noch stundenlang sich aufhalten). Wenn so gezielte Maßnahmen kämen, gäbe es sicher auch mehr Verständnis für allgemeine Maßnahmen als Zusatz. Und es ist schwer ernst zu nehmen, daß wir die Alten schützen sollen durch unser Verhalten, wenn ich gleichzeitig lese, daß Pfleger in Altersheimen (wo der Schutz am wichtigsten ist) immer noch Mangel an Masken und Schutzausrüstung beklagen. Kann ich dann mit gutem Gewissen Masken im low-risk-Bereich verbrauchen, wenn es dort fehlt?

keko# 14.10.2020 20:36

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1558126)
Paris hat seit heute eine nächtliche Ausgangssperre, von 21 Uhr bis 6 Uhr, für 6 Wochen angeordnet. Da muss man jetzt schnell essen, um von 21 Uhr zuhause zu sein. ;)

Also ist Corona nur zwischen 21Uhr und 6Uhr aktiv und in 6 Wochen nicht mehr ;-)

Stefan 14.10.2020 20:40

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1558132)
Entweder habe ich eine wesentliche Gedächtnislücke, oder es gab damals keinerlei Einschränkungen, was ich mit wem und wie vielen in meiner Wohnung mache.

Gilt diese Zwei-Personen-Regel auch für die eigene Wohnung?

Grundsätzlich ja, denn in den Leitlinien werden die Bürger ausdrücklich aufgefordert, "die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren". Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte auf Nachfrage, diese Regelung erstrecke sich auch auf den Bereich der eigenen Wohnung – selbst wenn das in den Leitlinien nicht explizit so erwähnt ist. Allerdings gilt das eher als Appell, ein offizielles Verbot dazu liegt nicht vor.
Quelle: https://www.t-online.de/leben/famili...eigene_wohnung


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