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LidlRacer 30.08.2020 23:05

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1550244)
Nicht schlimm. Wahrscheinlich gehörst Du auch zu denjenigen, die Satire und Kabarettisten nicht anschauen und entsprechende Überhöhungen nicht verstehen. Alles als Quatsch darzustellen ist dann natürlich einfacher.

Ich schaue sehr gerne Satire und Kabarettisten - aber bekanntlich nicht alle, die meinen, sie wären welche.

ThomasG 30.08.2020 23:21

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1550219)
Ganz ehrlich, diese Mühe wegen einer Impfung jetzt zu machen ist verlorene Zeit, es gibt noch keine Impfung, von daher wirst du schlecht irgendwelche faktischen Pro / Contra Argumente finden. Das kann (und sollte man) machen, wenn der Impfstoff verfügbar und getestet ist. Dann darf (und soll) jeder für sich abschätzen, ob er eine Impfung möchte. Ich sehe durchaus medizinische Gründe die dagegen sprechen, sich impfen lassen (zu können).

A

Da habe ich mich wahrscheinlich ziemlich missvertsändlich ausgedrückt.
Informieren werde ich mich wahrscheinlich auch hier, wenn es einen Impfstoff gibt und es sich andeutet, dass der für mich prinzipiell zugänglich ist.
Aufgeschnappt habe ich, dass da u.a. auch an Impfstoffe gedacht wird, die völlig anders auf den menschlichen Körper einwirken als die, die es bereits gegen andere Krankheitserreger gibt.
Da war davon die Rede, solche Impfstoffe nähmen Einfluß direkt auf unsere Gene bzw. es käme da nach einer Impfung zu Veränderungen.
Um mich erreichen zu können. ist es auch wichtig, wie man auftritt.
Alles was in mir das Gefühl auslöst ein Mensch neigt zu Hochmut bzw. dazu seine eigenen intellektuellen oder sonstigen Fähigkeiten bzw. sein Wissen vergleichsweise unheimlich hoch zu hängen, ist nicht gerade dazu geeignet, dass ich diesem Menschen vertraue.

Thomas1112 31.08.2020 02:48

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1550244)
Nicht schlimm. Wahrscheinlich gehörst Du auch zu denjenigen, die Satire und Kabarettisten nicht anschauen und entsprechende Überhöhungen nicht verstehen. Alles als Quatsch darzustellen ist dann natürlich einfacher.

Der Autor des Textes stellt die These auf das wir zu viel Gutes für zu wenig Leid/Tote geopfert haben.
Meine These ist, dass wir relativ wenig geopfert haben und dafür relativ viel Leid verhindert haben.
Wie geht das zusammen? Man müsste beide Seiten addieren und schauen welche größer ist. Aber wieviel ist ein verkürztes Menschenleben wert im Vergleich zu 200 Leuten die eine schöne Nacht im Club verbringen?

Im Falle von Menschenleben die im Verkehr sterben wird ein Riesenaufwand (Airbag, Knautschzone, Gurt, Leitplanken, Seitenstreifen, TÜV....) betrieben, obwohl hier nur ca. 3000 pro Jahr sterben. Dasselbe gilt für viele andere Bereiche in denen Sicherheit immer maximal groß geschrieben wird (Arbeitsschutz, Elektroinstallation, Lebensmittel,...). Die ganzen Todesfälle aus diesen Bereichen sind vernachlässigbar gegenüber der Gesamtanzahl an Toten. Können die teuren Sicherheitvorkehrungen weg?

ThomasG 31.08.2020 05:35

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1550246)
Da habe ich mich wahrscheinlich ziemlich missvertsändlich ausgedrückt.
Informieren werde ich mich wahrscheinlich auch hier, wenn es einen Impfstoff gibt und es sich andeutet, dass der für mich prinzipiell zugänglich ist.
Aufgeschnappt habe ich, dass da u.a. auch an Impfstoffe gedacht wird, die völlig anders auf den menschlichen Körper einwirken als die, die es bereits gegen andere Krankheitserreger gibt.
Da war davon die Rede, solche Impfstoffe nähmen Einfluß direkt auf unsere Gene bzw. es käme da nach einer Impfung zu Veränderungen.
Um mich erreichen zu können. ist es auch wichtig, wie man auftritt.
Alles was in mir das Gefühl auslöst ein Mensch neigt zu Hochmut bzw. dazu seine eigenen intellektuellen oder sonstigen Fähigkeiten bzw. sein Wissen vergleichsweise unheimlich hoch zu hängen, ist nicht gerade dazu geeignet, dass ich diesem Menschen vertraue.

Ich fange schon mal an mich zu informieren.
Eben fand ich einen Artikel aus dem Ärzteblatt.
Eine Passage wird mit "Nutzen und Gefahren von DNA-Impfstoffen" überschrieben.
Dort heißt es wie folgt:

Zitat

Für DNA-Impfstoffe wird die DNA-Sequenz des gewünschten Antigens in ein bakterielles Plasmid eingefügt. Das Plasmid wird nach Injektion des Impfstoffs in der Zielzelle aufgenommen und abgelesen; dort soll das fremde Antigen hergestellt werden. Einige DNA-Impfstoffe gelangen durch Elektroporation in die Zielzelle. Dabei sorgen kurze elektrische Impulse im Moment der intramuskulären Impfung dafür, dass die Zellmembranen für die fremde DNA durchlässig werden. DNA-Impfstoffe benötigen in der Regel starke Adjuvanzien, damit sie eine wirksame Immunantwort auslösen können (7). Bisher sind DNA-Impfstoffe nur in der Tiermedizin zugelassen (8).

Als denkbare Nachteile gelten eine zufällige Integration von plasmidischer DNA in das Genom des Wirts: Die Integration könnte eine verstärkte Tumorbildung infolge einer Aktivierung von Onkogenen oder Deaktivierung von Tumorsuppressorgenen induzieren, oder Autoimmunkrankheiten (z. B. Lupus erythematodes) hervorrufen. Cichutek erachtet diese These als entkräftet an: „Wir haben bei den DNA-Impfstoffen lange Jahrzehnte damit verbracht, einem theoretischen Risiko nachzugehen, das sich dann am Tier und in klinischen Prüfungen eigentlich nie bewahrheitet hat“ (5).

Derzeit arbeitet die Pharmamindustrie an DNA-Impfstoffen gegen etwa zwanzig Krankheiten, darunter Influenza, Aids, Hepatitis B und C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom.

Zitatende


Quelle. https://www.aerzteblatt.de/archiv/21...vor-SARS-CoV-2


Nachtrag:

Den Abschnitt unmitelbar vor dem, den ich oben zitiert habe, möchte ich auch noch wiedergeben.
Unter der Überschrift "Genbasierte Impfstoffe mit unterschiedlichen Konzepten" ist dort zu lesen:

Zitat

Als schnellere Lösung gelten genbasierte Impfstoffe, bei denen die geschilderten Prozesse entfallen. Seit vielen Jahren verfolgen die Forscher daher das Konzept, den Körper die Impfantigene selbst herstellen zu lassen. Diese mRNA-, DNA- und Vektorimpfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und wie diese in die Zellen gelangt: Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial in harmlose Trägerviren (wie das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus) eingebaut, die als Impfstoff injiziert werden (Kasten). Dieser Vakzinetyp wurde zum Schutz vor Dengue-Fieber und Ebola zugelassen.

Demgegenüber enthalten mRNA- und DNA-Impfstoffe „lediglich“ ausgewählte Virusgene in Form von Nukleinsäuren, die den humanen Zellen als Bauanleitung dienen. Sie induzieren die Expression von beliebigen Antigenen und können somit potente humorale als auch zelluläre Immunantworten induzieren. Die Fähigkeit, beide Arme des Immunsystems zu aktivieren, macht nukleinsäurebasierte Impfstoffe sehr attraktiv. Diese Vakzinen haben zudem intrinsische Adjuvanzeigenschaften (6).


„Impfstoffe mit unterschiedlich starker Immunantwort, die sich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere oder Kinder eignen, sind wünschenswert. Auch hängt von der verwendeten Methode möglicherweise die Dauer der Immunität ab, zu der eine Vakzine verhilft“, erklärte Cichutek. Da der Körper das Antigen wie eine Kopiermaschine selbst produziert, kann man zudem „nach dem Gentechnikgesetz oder der Biostoffverordnung unter reduzierten Sicherheitsbedingungen arbeiten“, so Cichutek (5). Der Ansatz der genbasierten Impfstoffe gilt auch als vielversprechend, da diese relativ schnell in großen Mengen produziert und – sollte der Erreger mutieren – abgewandelt werden können.

Als weiteres „Plus“ gilt, dass die übertragenen Gene mit dem natürlichen Abbau der Zellen wieder aus dem Körper verschwinden, während die Impfwirkung bleibt.

Bei anderen Immunisierungskonzepten baut man auf gentechnisch oder synthetisch hergestellte, ungefährliche Bestandteile des SARS-CoV-2-Virus (Subunit-Impfstoffe, Peptid-Impfstoffe) (Grafik). Derzeit geht man davon aus, dass sich „eine Handvoll“ Impfstoff-Kandidaten unterschiedlicher Art bei diesem Wettlauf durchsetzen wird.

Zitatende

Die Hervorhebung durch Fettdruck erfolgte von mir.
Der entsprechende Abschnitt ist im Originaltext nicht anders formatiert als die übrigen Worte in der Passage.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/21...vor-SARS-CoV-2

anlot 31.08.2020 06:43

Zitat:

Zitat von Thomas1112 (Beitrag 1550248)
Der Autor des Textes stellt die These auf das wir zu viel Gutes für zu wenig Leid/Tote geopfert haben.
Meine These ist, dass wir relativ wenig geopfert haben und dafür relativ viel Leid verhindert haben.
Wie geht das zusammen? Man müsste beide Seiten addieren und schauen welche größer ist. Aber wieviel ist ein verkürztes Menschenleben wert im Vergleich zu 200 Leuten die eine schöne Nacht im Club verbringen?

Im Falle von Menschenleben die im Verkehr sterben wird ein Riesenaufwand (Airbag, Knautschzone, Gurt, Leitplanken, Seitenstreifen, TÜV....) betrieben, obwohl hier nur ca. 3000 pro Jahr sterben. Dasselbe gilt für viele andere Bereiche in denen Sicherheit immer maximal groß geschrieben wird (Arbeitsschutz, Elektroinstallation, Lebensmittel,...). Die ganzen Todesfälle aus diesen Bereichen sind vernachlässigbar gegenüber der Gesamtanzahl an Toten. Können die teuren Sicherheitvorkehrungen weg?

Nun ja, ich denke der Vergleich mit der Automobilindustrie hinkt. Du weißt selbst, dass diese gerne immer neue Innovationen (u. a. zur Sicherheit) präsentieren wollen, um den Absatz zu steigern.

Nehmen wir ein anderes Beispiel: pro Jahr sterben ca. 70.000 Menschen in D (davon ca. 3.000 Passivraucher) durch den Konsum von Tabakwaren. Wenn nun der Staat ein wirkliches Interesse an der Gesundheit seiner Bevölkerung hat, dann müsste er diese doch sofort verbieten, oder nicht? Warum nimmt unsere Bundesregierung diese einfach in Kauf?

Oder warum sind ca. 300.000 Tote durch Herz-Kreislauf Erkrankungen scheinbar ok? Eigentlich müsste doch täglich über eine gesunde Lebensweise informiert und gemahnt werden?! Konsequenterweise müsste dann auch bspw. Billigfleisch verboten werden. Interessiert scheinbar alles nicht wirklich (ja, ich weiß schon, dass letzteres immer wieder mal Thema war. Getan hat sich jedoch so gut wie nix).

Ich sehe, ähnlich wie der Auto, hier einfach eine ziemliche Schieflage.

Hafu 31.08.2020 07:00

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1550232)
...Er war z.B. dort, weil er wegen den Corona-Beschränkungen um seine berufl. Existenz fürchtet und darauf aufmerksam machen wollte. Natürlich wußte er, dass entsprechende Gruppen Krawall machen wollen. Aber soll er deswegen nicht hin?

Ja. Mit dieser Interessenlage hätte er zu genau dieser Demonstration nicht hingehen sollen.
Die einen demonstrieren, weil Angst vor 5G haben, die nächsten weil sie Merkel hassen, viele wollen Unmut über die Pflicht Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Ausdruck verleihen, andere haben Angst vor einer Zwangsimpfung, die AFD versucht möglichst viele Demonstranten inhaltlich zu vereinnahmen, weil sie ihr Lieblingsthema Flüchtlingsangst verloren hat und nach einem neuen wählermobilisierenden Wahlkampfthema sucht und ein keineswegs unbedeutender Teil der Demonstranten will unser System abschaffen und sehnt sich nach autokratischen Strukturen mit einem durchsetzungsstarken Führer, manche sind auch einfach nur auf Krawall aus.

in einer solchen wirren Interessenlage auf die Straße zu gehen und neben Reichskriegsflaggen schwenkenden Nazis zu marschieren und zu protestieren ist komplett sinnlos und kann niemals zum von deinem Freund gewünschten Ergebnis führen.

Das solltest du deinem Freund dringend erklären. Wenn er sein Interesse für berechtigt und durchsetzungsfähig hält, dann sollte er mit Gleichberechtigten eine eigene Demonstration organisieren mit umschriebenen Forderungen oder eine Petition starten. Zusammen mit Esoterikern, Nazis, Wutbürgern und Partyvolk, das einfach nur will dass die Pandemie aufhört und die Clubs wieder öffnen, auf die Straße zu gehen ist komplett sinnlos und hilft nur, dass Nazis, die in den letzten 60 Jahren in Deutschland stets eine Außenseitergruppe waren, sich in der Mitte der Gesellschaft angekommen fühlen.

Überlege mal rein hypothetisch, was die Regierung jetzt tun sollte, wenn sie die Demo am vergangenen Samstag wirklich Ernst nehmen würde: die weltweite Impfstoffentwicklung stoppen? Den 5-G-Ausbau beenden? Drosten als Leiter des Großlabors der Berliner Charité entlassen? Einen internationalen Haftbefehl gegen Bill und Melinda Gates beantragen, um deren geheimen Kindesmisbrauch zu beenden? Merkel absetzen und ins Gefängnis stecken?

Und was war gleich nochmal die Forderung deines Freundes?

Cogi Tatum 31.08.2020 07:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1550253)
Ja. Mit dieser interessenlage hätte er zu genau dieser Demonstration nicht hingehen sollen.
...
Und was war gleich nochmal die Forderung deines Freundes?

Sehr gut formuliert! Danke!

El Stupido 31.08.2020 07:06

Zitat:

Zitat von Cogi Tatum (Beitrag 1550254)
Sehr gut formuliert! Danke!

+1
Einmal mehr: Danke, HaFu


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