triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   Corona Virus (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=47641)

NBer 14.04.2020 17:51

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1524819)
......Kurios auch das Deutschland auf Platz der Krisenbewältigung liegt.
Wo doch nicht mal genügend Tests fürs KKH-Personal vorhanden sind, geschweige denn gescheite Schutzausrüstung.

welches land hatte denn von anfang an genug :Gruebeln:

gaehnforscher 14.04.2020 17:52

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1524769)
Du reisst meine Aussage komplett aus dem Zusammenhang. Auf dieser Basis erübrigt sich jede Diskussion.

Es bezog sich tatsächlich auf die komplette Diskussionsführung deinerseits auf den letzten Seiten und nicht nur auf diese Aussage.

Noch mal zum Ausgangspunkt, es ging um die freiwillige Nutzung einer App! Wie viele von uns geben freiwillig ihre Daten an Facebook, Strava ... nur damit Wirtschaftsunternehmen am Ende damit Geld verdienen. Und jetzt soll auf einmal keiner bereit sein seine Daten unserer Regierung/ Gesellschaft/ dem RKI zur Verfügung zu stellen, damit sie in unser aller Sinn genutzt werden können? Warum soll vllt ein Ladenbetreiber (auf freiwilliger Basis) einfach aus einem Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft nicht von seinem Hausrecht gebrauch machen und den Aufenthalt in einem Lokal an die Nutzung einer App binden, welche letztlich der Sicherheit aller seiner Kunden dient? Oder es gibt 10% Rabatt oder whatever.

Es gibt genug Möglichkeiten, welche durchaus im Einklang dem Grundgesetz stehen können (was sie auch sollten). Wenn (Falls?) man natürlich selber keinen Grund sieht, so eine App zu nutzen, geschweige denn sich ggf. an deren Empfehlungen zu halten, fällt es natürlich schwer sich vorzustellen, dass andere sowas aus Verantwortungsgefühl gegenüber ihrem Umfeld sogar freiwillig, ganz ohne Notwendigkeit zur gesetzlichen Einschränkung ihrer Grundrechte tun könnten, sodass natürlich auch so eine App sinnlos sein muss.

Kleiner Spoiler: In den von Hafu auf dem Silbertablett servierten Informationen wird auch darüber gesprochen, wie viele Leute tatsächlich freiwillig zur Nutzung einer solchen App bereit wären und auch welche Aufgaben/ Funktionen diese ggf. übernehmen könnte. Es auch gar nicht zwangsläufig notwendig, dass alle mitmachen. Selbst wenn nur einige potentiell Infizierte früher Maßnahmen ergreifen (Heimquarantäne, Test ...) wäre das schon ein Fortschritt.

Wenn man natürlich mit Nachdruck versucht andere Leute von der Sinnhaftigkeit einer solchen App zu überzeugen und das dann im "Idealfall" auch schafft, werden natürlich am Ende ggf. weniger Leute freiwillig mitmachen und die App verliert an Effektivität. Ziel erreicht?


@Estebban: Zum einen war der entsprechende Teil explizit als Ironie gekennzeichnet. Sarkasmus hääte es vllt eher getroffen. Vllt erklärt das oben schon einiges ;) Es ging nicht drum, dass das Grundgesetz außer Kraft gesetzt werden soll, ganz im Gegenteil. Es ging ums "das muss ja gegen das Grundgesetz sein, also ist es falsch"... , das Ganze, wie an den genannten Kritikpunkten zu sehen, offensichtlich gekoppelt mit der Weigerung sich mit Hilfe der angebotenen Informationen überhaupt mal tiefergehend damit zu beschäftigen, welches Ziel dort mit der App überhaupt verfolgt wird und auch welchem Weg.

Hier in der Gegend treffen sich tlw. nach wie vor einige weiter zum Sport, die definitiv nicht in einem Haushalt wohnen oder ähnliches, weil sich sich diese "Freiheitsberaubung" nicht bieten lassen wollen und es ja schließlich gegen ihre Grundrechte verstoßen würde sich zu treffen mit wem sie wollen ("und alle anderen machens ja auch").... stimmt, da haben sie (mit ersterem) vllt recht. Wenn das allen Ernstes in der aktuellen Situation die Form des Protestes ist dann entstehen arge Zweifel, ob es da wirklich um den Erhalt von Grundrechten geht und nicht doch einfach um die Legitimation des eigenen, in der aktuellen Situation halt moralisch fragwürdigen/ unsozialen Verhaltens. Entsprechend ist das der Punkt, wo es mir tatsächlich schwer fällt die Argumentation mit den Grundrechten noch ernst zunehmen gerade. Das von Hafu vorgeschlagene Anreize zur Nutzung einer solchen App nicht zwangsläufig mit einer Einschränkung von Grundrechten einher gehen müssen, habe ich ja oben schon beschrieben. Da würden sich ggf. sicher auch noch weitere Ideen finden.

gaehnforscher 14.04.2020 17:54

@all: weil jetzt noch mehr Kommentare kamen ;)
Es geht mir nicht drum, das die Einschränkung von Grundrechten ok wäre. Das darf nicht passieren. Aber es bringt auch nichts, jedwede Idee von vorne rein mit Verweis auf Grundrechte sofort abzuschmettern und zu sagen "nja können wir halt nichts machen". Natürlich müssen die Grundrechte im Auge behalten werden. Es müssen sich dann halt entsprechend konforme Wege überlegt werden, zum Beispiel Freiwilligkeit ;) oder halt andere Anreize.

Auch hier kleiner Spoiler zum Podcast: Eigentlich gehts es ja darum wieder ein weitgehend "normales" Leben zu erreichen. Wenn die infizierten Zahlen erst einmal wieder "ausreichend gering" sind, wäre der Zeitpunkt, wo dann eigentlich auch die App ins Spiel kommt und helfen kann, bei bekannt werden einer Infektion wesentlich schneller und effektiver die Kontaktpersonen gezielt zu ermitteln, sodass man von der derzeitigen Situation zurück auf die Strategie des Containments kommen könnte. Zusammen mit der inzwischen ausgebauten Testkapazität wäre dieses System dann auch wesentlich leistungsfähiger, als zu Beginn der aktuellen Infektionswelle. Soweit die "Zusammenfassung", aber der Herr Drosten erklärt das noch mal besser ;)

Edith: Im Übrigen, nur weil ich das Recht habe etwas zu tun, heißt das nicht, dass es moralisch richtig bzw. nett/sozial gegenüber meinen Mitmenschen ist, von diesen Rechten permanent Gebrauch zu machen. Auch wenn ich etwas nicht tun muss und es bei Zwang ggf. sogar gegen das Grundrecht wäre, kann es trotzdem gut sein das vpn sich aus zu tun, also zum Beispiel sich freiwillig einzuschränken oder an etwas zu beteiligen...

ThomasG 14.04.2020 18:04

Heute hat Prof. Wieler erklärt, wie das Robert-Koch-Institut zu seinen Einschätzungen kommt.
Der Teil beginnt nach etwa 11:25 Minuten.
Ich habe bisher nur den Anfang gehört und gesehen.
Es geht u.a. auch um die Anzahl an Testungen pro Zeiteinheit.
https://www.youtube.com/watch?v=9CyKof_J_Fo

dr_big 14.04.2020 18:23

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1524824)
Es bezog sich tatsächlich auf die komplette Diskussionsführung deinerseits auf den letzten Seiten und nicht nur auf diese Aussage.

Noch mal zum Ausgangspunkt, es ging um die freiwillige Nutzung einer App! ...

Nein, wie ich schon schrieb ging es bei dieser Diskussion um den Kommentar von HaFu dass alle App-Verweigerer mit Einschränkungen und negativen Konsequenzen rechnen müssen.

Was mich aber ebenso stört ist, dass diese App jetzt von allen Politikern* als All-Heil-Mittel verkauft wird nur weil sie keinen Plan haben wie sie sonst weitermachen sollen. Genauso wie der Dobrindt die Ausländermaut als Heilmittel für marode Infrastruktur aufgefahren hat.

Ich sage es aber nochmals, ich habe nichts gegen die App und alle die sich daran beteiligen wollen. Bevor man daraus aber ein Heilmittel machen möchte muss die Wirksamkeit gesichert sein und die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das sehe ich noch lange nicht gegeben.

*PS: gerade kam von den Freien Wählern der Vorschlag, in Bayern alle Bürger auf den Virus zu testen. Bei 500.000 Tests pro Woche dauert das rund 20 Wochen. Bisher dachte ich ja immer, dass Söder, Dobrindt und Scheuer durch nichts zu übertreffen sind, aber die FW haben selbst dieses Trio noch getoppt.

Nobodyknows 14.04.2020 18:42

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1524819)
...
So langsam lösen sich Scheissnachricht auf Scheissnachricht ab.:Gruebeln:
...

Wenn man gezielt danach sucht ist das bei jedem Thema so.
Frag mal den pschorr80. ;)

Gruß
N. :Huhu:

LidlRacer 14.04.2020 18:47

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1524830)
Nein, wie ich schon schrieb ging es bei dieser Diskussion um den Kommentar von HaFu dass alle App-Verweigerer mit Einschränkungen und negativen Konsequenzen rechnen müssen.

Was m.E. nur mal so eine persönliche Idee ohne faktische Basis war.

Zitat:

Was mich aber ebenso stört ist, dass diese App jetzt von allen Politikern* als All-Heil-Mittel verkauft wird nur weil sie keinen Plan haben wie sie sonst weitermachen sollen. Genauso wie der Dobrindt die Ausländermaut als Heilmittel für marode Infrastruktur aufgefahren hat.
Ich habe noch nichts von Allheilmittel gehört. Es ist eines von vielen Rädchen im Getriebe der diversen zusammen wirkenden Maßnahmen, welches es (hoffentlich) ermöglicht, andere Maßnahmen, die mehr unerwünschte Nebenwirkungen haben, zu lockern.

gaehnforscher 14.04.2020 18:54

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1524830)
Nein, wie ich schon schrieb ging es bei dieser Diskussion um den Kommentar von HaFu dass alle App-Verweigerer mit Einschränkungen und negativen Konsequenzen rechnen müssen.

Was mich aber ebenso stört ist, dass diese App jetzt von allen Politikern* als All-Heil-Mittel verkauft wird nur weil sie keinen Plan haben wie sie sonst weitermachen sollen. Genauso wie der Dobrindt die Ausländermaut als Heilmittel für marode Infrastruktur aufgefahren hat.

Ich sage es aber nochmals, ich habe nichts gegen die App und alle die sich daran beteiligen wollen. Bevor man daraus aber ein Heilmittel machen möchte muss die Wirksamkeit gesichert sein und die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das sehe ich noch lange nicht gegeben.

*PS: gerade kam von den Freien Wählern der Vorschlag, in Bayern alle Bürger auf den Virus zu testen. Bei 500.000 Tests pro Woche dauert das rund 20 Wochen. Bisher dachte ich ja immer, dass Söder, Dobrindt und Scheuer durch nichts zu übertreffen sind, aber die FW haben selbst dieses Trio noch getoppt.

Das was du Hafu in den Mund legst, kann ich hier aber nicht finden:

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1524717)
Warum schreibst du über eine App, über die du dich offensichtlich noch nicht informiert hast und die es bis jetzt noch nicht gibt, so dass sich niemand aktuell ein seriöses Urteil erlauben kann?

Ich hatte dir einen 30-minütigen Podcast verlinkt, der zumindest in groben Zügen umreißt, was das geplante Anforderungsprofil einer solchen App ist.

Wenn Nutzer der App mehr Freiheiten im Alltag erhalten (mehr Reisefreiheit, Erlaubnis Restaurants und Cafes zu nutzen usw.), als App-Verweigerer, wird das die Nutzungsquote logischerweise auch bei grundsätzlicher Freiwilligkeit mit Sicherheit stark erhöhen.

Beispiele, hierfür hatte ich in vorherigem Beitrag genannt. Darauf, wie wenig nützlich eine solche App wäre, bist du zudem vorher schon herum geritten.

Estebban 14.04.2020 19:01

Dr Big / Gähnforscher, Ihr dreht euch um Kreis...

HaFu hatte ins Spiel gebracht, dass es denkbar wäre, AppNutzern mehr Freiheiten zu geben, als denen diese nicht nutzen... Woraufhin einer von euch in Frage stellte ob das mit Grundrechten vereinbar sei (Was durchaus in Frage zu stellen ist, aber es geht um ein theoretisches Problem). Bei der freiwilligen App sind sich doch alle einig, dass das kein Problem ist - lediglich bleibt die Frage ob es einen tiefen Nutzen hat, das ist aber doch eine ganz andere Seite der Medaille.

Und jetzt habts euch wieder lieb und schaut genauer hin, was der andere schreibt bevor Ihr euch aufregt. 220 Rage-Puls ist auch nicht gut für die Gesundheit =)

pschorr80 14.04.2020 19:22

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1524835)
Wenn man gezielt danach sucht ist das bei jedem Thema so.
Frag mal den pschorr80. ;)

Gruß
N. :Huhu:

Gibt auch positive Nachrichten. Falls man Adidas-Aktionär ist:

Zitat:

- Die Steuerquote des Unternehmens ging 2019 um 3,1 Prozentpunkte auf 25,0 % zurück (2018: 28,1 %).

.Starker Fokus auf höhere Renditen für Aktionäre

-eine Dividende in Höhe von 3,85 € je dividendenberechtigte Aktie vorzuschlagen.

-Ferner setzt adidas das mehrjährige Aktienrückkaufprogramm fort, das im März 2018 begann. In den ersten beiden Tranchen wurden bis zum 31. Dezember 2019 insgesamt 1,8 Mrd. € erfolgreich eingesetzt.
Zitat:

Das Unternehmen hat heute seitens der Bundesregierung die Genehmigung über die Teilnahme der staatseigenen Förderbank KfW an einem revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 3,0 Mrd. € zu üblichen Marktbedingungen zur Überbrückung dieser Ausnahmesituation erhalten.
Man zahlt also rund 800 mio Dividende nach der nächsten HV. Hat 1,8 Milliarden steuerfrei an die Aktionäre per Aktienrückkauf zurückgegeben. War stolz die Steuerquote von 28% auf 25% gedrückt zu haben. Und kurz nach einem Rekord-Ergebnis braucht man jetzt 2,6 Milliarden von unserer Bananen-Republik. :liebe053:

Bald haben wir wieder volkseigene Betriebe und endlich Grundeinkommen für alle. :Blumen:

JumpungJackFlash 14.04.2020 19:38

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1524569)
Völlig ohne Sarkasmus glaube ich, dass die Digitalisierung hier mal big time einzahlen kann auf das Gemeinwohl und völlig ohne den Durchgriff auf einzelne Personen,, die Google und all die anderen längst haben

m.

Hallo Merz, du mußt weniger von dem grünen Zeug rauchen.



Oder allen was abgeben

Mit anderen Worrten: I only understand train station :Blumen:

dr_big 14.04.2020 19:42

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1524841)
...

Und jetzt habts euch wieder lieb und schaut genauer hin, was der andere schreibt bevor Ihr euch aufregt. 220 Rage-Puls ist auch nicht gut für die Gesundheit =)

Puls kriege ich höchstens wenn unser Ober-Scheuer wieder von seinem hauseigenen Desaster ablenken will indem er eine Eisenbahn Hilfsbrücke von China nach Deutschland einrichten will. In unserer Firma nutzen wir diese Bahnlinie seit über 10 Jahren und nun tut ein Scheuer so als hätte er damit die Welt gerettet. OMG :(

Genauso regt es mich auf wenn man bei jedem Problem nach einer App schreit. Mit Apps hat man die Welt noch nicht gerettet, man hat nur Ausreden warum grad nichts tun kann weil ja die App noch nicht fertig ist. Mein Arbeitgeber hat auch jahrelang nur noch Produkte propagiert die man ans Internet anschliessen kann, jetzt auf einmal baut man fast über Nacht eine Fertigungsanlage für Schutzmasken. :Huhu:
Gerade komme ich noch von einem Feuerwehreinsatz zurück, da heisst es auch einfach anpacken und machen, nicht mit Apps spielen. Feuer löschen geht per App noch nicht und Scherben aufkehren auch nicht.

Genug gelästert für heute, erstmal abwarten was unsere Politköpfe morgen wieder ausbrüten.

Triasven 14.04.2020 19:52

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1524824)


Hier in der Gegend treffen sich tlw. nach wie vor einige weiter zum Sport.....Wenn das allen Ernstes in der aktuellen Situation die Form des Protestes ist dann entstehen arge Zweifel, ob es da wirklich um den Erhalt von Grundrechten geht und nicht doch einfach um die Legitimation des eigenen, in der aktuellen Situation halt moralisch fragwürdigen/ unsozialen Verhalten.

So wie für sehr vielen Deutsche, scheint es auch für dich unerträglich zu sein, dass es Menschen gibt, die sich nicht an „die Regeln halten“ und damit sogar noch durch kommen.

Vielleicht ist es beruhigend für dich zu wissen, dass noch keiner dieser Regelbrecher ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Die Coronatoten in D sind alle TROTZ bester medizinischer Versorgung gestorben. Keine (noch so harte) Ausgangssperre hätte das verhindern können.
Es waren immer (und sind immer noch) genügend Intensivbetten vorhanden.
Denn darum gehts doch letztendlich ausschliesslich:
Das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dass Menschen an dem Virus erkranken...und (leider) sterben werden, ist ein unumstösslicher Fakt.

Unter dem Aspekt sei die Frage gestattet, was unsozialer ist:
Sportler, die sich regelwidrig treffen um Ihre Gesundheit zu stärken, oder regelkonforme Kettenraucher, die im Ansteckungsfall einen (erwiesenermaßen) schwereren Krankheitsverlauf haben und wochenlang Intensivbetten belegen. Intensivbetten, die der älteren Bevölkerung dann nicht zur Verfügung stehen.

Unter dem Aspekt, dass Rauchen ein wirklich mieser Katalysator für Lungenprobleme ist, ist es interessant, dass noch niemand ein generelles Rauchverbot in den Ring geworfen hat, scheint wahrscheinlich gegen das Grundgesetz zu verstossen.

Es gibt so viele (einfache und sofort) umsetzbare Massnahmen, die für einen milderen Krankheitsverlauf sorgen können (gesunde Ernährung, weniger Arbeitsstress, Rauschmittelverbote, Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung, soziale Kontakte pflegen, finanzielle Nöte vermeiden usw. usw.)
Nicht nur, dass nichts davon den Weg in die Medien findet. Im Augenblick wird so ziemlich genau von allem das Gegenteil vorgeschrieben.

Und am Ende sind es die asozialen Regelbrecher beim Gruppensport, die an allem Schuld sind und gefälligst mit nem Schild um den Hals zusehen sollen, wie sie ohne Arzt und Intensivbett zurechtkommen.

Irgendwie verrückte Zeiten.

Hafu 14.04.2020 20:04

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1524860)
...

Vielleicht ist es beruhigend für dich zu wissen, dass noch keiner dieser Regelbrecher ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Die Coronatoten in D sind alle TROTZ bester medizinischer Versorgung gestorben. Keine (noch so harte) Ausgangssperre hätte das verhindern können.
...

Gewagte These. Damit sie stimmt, müsste man aber im Detail die Infektionsketten bei den Todesfällen in diversen Pflegeheimen nachvollziehen können.
Ich würde es nicht ausschließen, dass der ein oder andere "Regelbrecher" Kontakt zu den Altenpflegern, Ärzten oder Putzfrauen gehabt hat (oder selbst zu der Gruppe gehört), die innerhalb der letzten paar Wochen SARS-Cov-2 in eins der betroffenen Pfelegeheime in Wolfsburg, Au, Würzburg, Görlitz oder Aschau gebracht haben.

Dass die Heimbewohner selbst vorbildliches social distancing betrieben haben, davon kann man vermutlich getrost ausgehen.

Gerade bei besonders schutzwürdigen Personengruppen reicht in der Regel ein einziger (unbewusster) Superspreader aus, um gleich vielfache Covid-19-Fälle zu generieren, von denen dann auch bei denkbar bester medizinischer Versorgung ein großer Teil fatal ausgehen.

qbz 14.04.2020 20:12

Ich möchte auf einen exzellenten Artikel aufmerksam machen, der umfassend alle wesentlichen Aspekte der Pandemie durch das Virus Sars-Cov-2 und den Umgang damit darstellt. Der Autor ist ein Arzt, der selbst China gut kennt und in Wuhan als Arzt längere Zeit arbeitete. Er beschreibt nüchtern die Situation vor allem der Schweiz und westlicher Staaten im Umgang mit der Pandemie und den Forschungsstand zu Sars-Cov-2, auch im Vergleich mit China und anderen asiatischen Ländern.

COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt

Triasven 14.04.2020 20:12

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1524866)
Gewagte These. Damit sie stimmt, müsste man aber im Detail die Infektionsketten bei den Todesfällen in diversen Pflegeheimen nachvollziehen können.
Ich würde es nicht ausschließen, dass der ein oder andere "Regelbrecher" Kontakt zu den Altenpflegern, Ärzten oder Putzfrauen gehabt hat (oder selbst zu der Gruppe gehört), die innerhalb der letzten paar Wochen SARS-Cov-2 in eins der betroffenen Pfelegeheime in Wolfsburg, Au, Würzburg, Görlitz oder Aschau gebracht haben.

Dass die Heimbewohner selbst vorbildliches social distancing betrieben haben, davon kann man vermutlich getrost ausgehen.

Gerade bei besonders schutzwürdigen Personengruppen reicht in der Regel ein einziger (unbewusster) Superspreader aus, um gleich vielfache Covid-19-Fälle zu generieren, von denen dann auch bei denkbar bester medizinischer Versorgung ein großer Teil fatal ausgehen.


Das ist das einzige, was bei dir von meinem Beitrag hängen geblieben ist?

ThomasG 14.04.2020 20:14

Zitat:

Zitat von welt.de
Die Juristin Beate Bahner ist von der Polizei in die Psychiatrie gebracht worden. Dort entschied ein Arzt, sie stationär aufzunehmen. Die Anwältin war mit einer Klage gegen die Corona-Maßnahmen bekannt geworden.


Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/arti...ngewiesen.html

gaehnforscher 14.04.2020 20:37

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1524860)
So wie für sehr vielen Deutsche, scheint es auch für dich unerträglich zu sein, dass es Menschen gibt, die sich nicht an „die Regeln halten“ und damit sogar noch durch kommen.

Vielleicht ist es beruhigend für dich zu wissen, dass noch keiner dieser Regelbrecher ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Die Coronatoten in D sind alle TROTZ bester medizinischer Versorgung gestorben. Keine (noch so harte) Ausgangssperre hätte das verhindern können.
Es waren immer (und sind immer noch) genügend Intensivbetten vorhanden.
Denn darum gehts doch letztendlich ausschliesslich:
Das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dass Menschen an dem Virus erkranken...und (leider) sterben werden, ist ein unumstösslicher Fakt.

Unter dem Aspekt sei die Frage gestattet, was unsozialer ist:
Sportler, die sich regelwidrig treffen um Ihre Gesundheit zu stärken, oder regelkonforme Kettenraucher, die im Ansteckungsfall einen (erwiesenermaßen) schwereren Krankheitsverlauf haben und wochenlang Intensivbetten belegen. Intensivbetten, die der älteren Bevölkerung dann nicht zur Verfügung stehen.

Unter dem Aspekt, dass Rauchen ein wirklich mieser Katalysator für Lungenprobleme ist, ist es interessant, dass noch niemand ein generelles Rauchverbot in den Ring geworfen hat, scheint wahrscheinlich gegen das Grundgesetz zu verstossen.

Es gibt so viele (einfache und sofort) umsetzbare Massnahmen, die für einen milderen Krankheitsverlauf sorgen können (gesunde Ernährung, weniger Arbeitsstress, Rauschmittelverbote, Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung, soziale Kontakte pflegen, finanzielle Nöte vermeiden usw. usw.)
Nicht nur, dass nichts davon den Weg in die Medien findet. Im Augenblick wird so ziemlich genau von allem das Gegenteil vorgeschrieben.

Und am Ende sind es die asozialen Regelbrecher beim Gruppensport, die an allem Schuld sind und gefälligst mit nem Schild um den Hals zusehen sollen, wie sie ohne Arzt und Intensivbett zurechtkommen.

Irgendwie verrückte Zeiten.

Schade, wenn es diesen Anschein hat. Unerträglich finde ich tatsächlich eher, dass es offensichtlich so wenig Sinn für gesellschaftliches Miteinander gibt, dass solche "Regeln" von politischer Seite anscheinend tatsächlich notwendig sind, wenn es selbst in Anbetracht dieser Regeln einige Mitmenschen nicht interessiert, dass man aktuell unseren Sport besser mal alleine, "nur" mit dem Partner oder den Kindern betreiben sollte.

Falls es dich beruhigt, ich rufe deswegen nicht die Polizei an, ich spar mir auch die Leute darauf anzusprechen, die sind alle Erwachsen. Warum auch solche Kontakte schwierig sind hat Hafu denk ich schon ausreichend beantwortet. Dass rauchen grundsätzlich ebenfalls nicht förderlich ist ändert daran erst mal gar nichts und macht ersteres nicht besser oder schlechter.

gaehnforscher 14.04.2020 20:39

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1524873)
Das ist das einzige, was bei dir von meinem Beitrag hängen geblieben ist?

Witzig, die Frage wollte ich dir beim Zitieren von meinem Beitrag auch stellen ;)

Nobodyknows 14.04.2020 20:39

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524876)

Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker.
Freiwillige vor! Wer hat es schon immer gewusst dass das Ausschalten von Herrn Maaßen kein Einzelfall war?


Gruß
N. :Huhu:

merz 14.04.2020 20:42

Schaut mal auf die Website der Person :cool:

m.

Canumarama 14.04.2020 20:49

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524876)

Der MDR hatte vorher noch ein kurzes Gespräch mit ihr geführt.

https://www.mdr.de/nachrichten/audio...c5iHgGk4409W1M

LidlRacer 14.04.2020 20:53

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524876)

Alle Rechtsradikalen nehmen das jetzt natürlich als Argument gegen unseren angeblichen Unrechtsstaat.

Dieser Artikel zu ihrer durch das Bundesverfassungsgericht abgewiesenen Klage lassen eine psychische Störung nicht als unplausibel erscheinen:

Antrag unzulässig
Niederlage für "Coronoia"-Anwältin am Bundesverfassungsgericht

qbz 14.04.2020 21:02

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524890)
Alle Rechtsradikalen nehmen das jetzt natürlich als Argument gegen unseren angeblichen Unrechtsstaat.

Dieser Artikel zu ihrer durch das Bundesverfassungsgericht abgewiesenen Klage lassen eine psychische Störung nicht als unplausibel erscheinen:

Antrag unzulässig
Niederlage für "Coronoia"-Anwältin am Bundesverfassungsgericht

Ich kann keine Gründe für eine Zwangseinweisung erkennen. Es gab nach allen Medienberichten weder eine konkrete Fremd-, noch Eigengefährdung durch die Frau Bahner. Die Psychiatrie musste sie auch wieder nach 24h gehen lassen, weil Frau Bahner den freiwilligen Aufenthalt ablehnte und die Behörde keinen richterlichen Beschluss für die Zwangsunterbringung erreichte.
https://www.youtube.com/watch?v=p_OjhG5hFhc

Ps.
Ihre Anträge wurden aus rein formalen Gründen abgelehnt. Das BVG beschäftigte sich damit nicht in der Sache.

ThomasG 14.04.2020 21:09

Eine Einweisung in eine Psychiatrie ist schon eine ziemlich drastische Maßnahme.
Ihre Internetseite ist ja soweit ich weiß gesperrt, also kann man sich dort keinen Eindruck holen, wie sie wohl so tickt.
In meinen Augen ist das schon ein krasser Fall.
Ich lese mir die Infos von Lidl dazu durch.
Danke!

Flow 14.04.2020 21:15

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524896)
Eine Einweisung in eine Psychiatrie ist schon eine ziemlich drastische Maßnahme.
Ihre Internetseite ist ja soweit ich weiß gesperrt, also kann man sich dort keinen Eindruck holen, wie sie wohl so tickt.

Also ich kann hier fröhliche Sachen lesen ... :)

qbz 14.04.2020 21:16

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524896)
Eine Einweisung in eine Psychiatrie ist schon eine ziemlich drastische Maßnahme.
Ihre Internetseite ist ja soweit ich weiß gesperrt, also kann man sich dort keinen Eindruck holen, wie sie wohl so tickt.
In meinen Augen ist das schon ein krasser Fall.
Ich lese mir die Infos von Lidl dazu durch.
Danke!

Nein, ihre Website ist zum Glück nicht mehr durch 1u1 gesperrt.

http://www.beatebahner.de/
und z.B.
http://www.beatebahner.de/lib.medien...Verordnung.pdf

sybenwurz 14.04.2020 21:30

Zitat:

Zitat von Alteisen (Beitrag 1524791)
:offtopic:

Ich glaube, alle App-Verweigerer können sich auch jetzt schon einmal eine neue Sportart suchen. Ich gehe schwer davon aus, dass in den nächsten max. 5 Jahren auch technische Voraussetzungen geschaffen werden um herauszufinden, wer hinter wem mit zu wenig Abstand im Wettkampf über längere Zeit geradelt ist.

Ebenso offtopic: wäre schon längst problemlos möglich.
Die Frage ist nur wie beim Doping: will man die Verbrecher wirklich kriegen oder testen rein um des Testens willen?

Nobodyknows 14.04.2020 21:31

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524896)
Ihre Internetseite ist ja soweit ich weiß gesperrt...!

Du irrst. Warum nur?

http://www.beatebahner.de/

Gruß
N. :Huhu:

LidlRacer 14.04.2020 21:39

Sehr aktueller Artikel mit Sichtweisen von Bahner und der Polizei:
https://www.rnz.de/nachrichten/heide...id,509450.html

merz 14.04.2020 21:52

Etwas größer Story: Washington Post schreibt über einen Bericht von US Diplomaten über Sicherheitsrisiken in einem Virenlabor. ... in Wuhan .... in 2018 ....

https://www.washingtonpost.com/opini...coronaviruses/


Das gibt Ärger - ich poste es nur, weil das gerade der größte Schneeball im Blame Game wird, hilft alles nicht viel
m.

ThomasG 14.04.2020 21:52

Es ist ein krasser Fall - so oder so.
Mich hat diese Krise verändert innerhalb kurzer Zeit und Euch sicher auch und so mancher hat auch mal eher leicht bizarr wirkende Beiträge verschickt auch in diesem Faden und ist mit der Situtation anders umgegangen, als ich es zu der Zeit getan hätte.
In die Psychiatrie haben wir trotzdem keinen einliefern lassen ;-).

Gute Nacht!

pschorr80 14.04.2020 22:02

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1524915)
Es ist ein krasser Fall - so oder so.
Mich hat diese Krise verändert innerhalb kurzer Zeit und Euch sicher auch und so mancher hat auch mal eher leicht bizarr wirkende Beiträge verschickt auch in diesem Faden und ist mit der Situtation anders umgegangen, als ich es zu der Zeit getan hätte.
In die Psychiatrie haben wir trotzdem keinen einliefern lassen ;-).

Gute Nacht!

Bei der Klapse darfst nicht vergessen, dass man da schnell ohne Urteil drin ist. ;) Dinge, die ähnlich wie U-Haft schon recht fragwürdig sind. :Blumen:

Hafu 14.04.2020 22:22

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1524873)
Das ist das einzige, was bei dir von meinem Beitrag hängen geblieben ist?

Nein, das ist nicht das einzige und mit einigen der von dir beleuchteten Aspekte hast du ja zweifellos auch recht (bin auch kein Freund vom propagierten stumpfen #stayhome, da das Übertragungsrisiko an frischer Luft ungleich geringer ist als in geschlossenen Räumen), aber deine Verteidigung der "Regelbrecher" am Beispiel gesunder Gruppensportler, die ja im Falle von covid-19 für sich selbst nur ein überschaubar geringes Risiko, wohl aber für viele andere ein schwer kalkulierbares Risiko eingehen, erzeugt bei mir eben doch den Wunsch nach Wderspruch bzw. nach Beleuchtung der von dir verschwiegenen Aspekte.

Ist wirklich nicht persönlich gemeint, mir geht es da alleine um die Sache, bzw. ums zusätzliche Einbringen von Argumenten in die Diskussion.:Blumen:

Im heute angehörten Bewegungsarten-Podcast kam heute, nacherzählt von Eva-Catherina Buchholtz auch ein Anekdote vor, bei der ca. zehn sicher nicht zu einer Jaushaltsgemeinschaft zählende Triathleten in gemeinsamer, gut gelaunter Gruppenfahrt auf dem TT vorkamen. Sowas macht mich dann schon nachdenklich und in dieser Grundstimmung ist auch der oben genannte Beitrag entstanden.

LidlRacer 14.04.2020 22:24

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1524895)
Ich kann keine Gründe für eine Zwangseinweisung erkennen. Es gab nach allen Medienberichten weder eine konkrete Fremd-, noch Eigengefährdung durch die Frau Bahner. Die Psychiatrie musste sie auch wieder nach 24h gehen lassen, weil Frau Bahner den freiwilligen Aufenthalt ablehnte und die Behörde keinen richterlichen Beschluss für die Zwangsunterbringung erreichte.
https://www.youtube.com/watch?v=p_OjhG5hFhc

Ps.
Ihre Anträge wurden aus rein formalen Gründen abgelehnt. Das BVG beschäftigte sich damit nicht in der Sache.

Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Aber sicherlich muss man da aufpassen - wir erinnern uns vielleicht noch an den Fall Gustl Mollath, der mehr als 7 Jahre zu Unrecht weggesperrt wurde.

Wo steht etwas von Entlassung nach 24 Stunden? Mir scheint, sie ist noch drin.

Flow 14.04.2020 22:30

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Wenn jemand außerhalb deiner Vorstellung liegende Sätze ausspricht, muß er zwangsweise in die Psychiatrie, ja ... ? :Cheese:

Mir gefallen qbzs Entscheidungskriterien ein wenig besser :
Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1524895)
Ich kann keine Gründe für eine Zwangseinweisung erkennen. Es gab nach allen Medienberichten weder eine konkrete Fremd-, noch Eigengefährdung durch die Frau Bahner.


LidlRacer 14.04.2020 22:36

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1524920)
Wenn jemand außerhalb deiner Vorstellung liegende Sätze ausspricht, muß er zwangsweise in die Psychiatrie, ja ... ? :Cheese:

Mir gefallen qbzs Entscheidungskriterien ein wenig besser :

Nein.
Sie sprach anscheinend verwirrt von Killern, die sie verfolgen und trat Polizeibeamte, die sie selbst gerufen hat.

PS:
Faktencheck bei Mimikama dazu:
https://www.mimikama.at/allgemein/po...ie-psychiatrie

"Die Polizei sprach von Eigen- und Fremdgefährdung. In solchen Fällen können bzw. müssen die Beamten dann so entscheiden. In der Klinik selbst kann dann alles weitere geklärt werden. Die Beamten sind in dem Moment nur verpflichtet, unmittelbare Gefahr abzuwenden. Da wir alle nicht dabei waren und auch nur begrenze Informationen erhalten, was aus Gründen der Persönlichkeitsrechte absolut sinnvoll und korrekt ist, können wir uns aus unserer Position kein Urteil über Recht- und Verhältnismäßigkeit bilden."

chris.fall 14.04.2020 22:41

Moin,

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1524440)
Wir haben zwei Kinder, eine im Kindergarten und eine in der Grundschule. Aktuell haben wir vier Wochen überbrückt
(...)
Stand heute eine Empfehlung für weitere 4 Monate anzugeben finde ich unverantwortlich.

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1524558)
Ich finde das auch heftig.
(...)
Echt schwierig.

ich muss/darf(!) mich auch um die Betreuung einer Dreijährigen kümmern. Was (falls das überhaupt jemandem aufgefallen sein sollte;-) nebenbei gesagt auch der Grund für die wenigen Wortmeldungen von mir in der vergangenen Woche war. Weil mir bei der Kinderbetreuung das Homeoffice gar nichts nützt, habe ich mir schon zum zweiten Mal seit Beginn der Kontaktsperre eine Woche Urlaub nehmen müssen, um meine Tochter zu betreuen.

Als zusätzliche Herausforderung kommt bei uns noch hinzu, dass ich gerade vor wenigen Wochen "Mutti" (damit meine ich die Kindsmutter und nicht unsere aktuelle Bundeskanzlering;-) nach jahrelangen Querelen schließlich vor das zuständige Familiengericht gezerrt habe und da auch - wie ich finde - Erfolg hatte: Es wurde nahezu ein Wechselmodell angeordnet. Wir sind zwar beide (natürlich wegen unterschiedlicher Motivation;-) sehr darauf bedacht, diese zeitlichen Regeln nun auch einzuhalten. Aber die Gerichtsverhandlung hat das Gesprächsklima zwischen "Mutti" und mir nicht verbessert.

Ich bin jetzt schon "im Anschlag", d.h. ich mache eigentlich nichts mehr, außer abwechselnd im Home-Office zu arbeiten oder meine Tochter zu betreuen. Und es ist durchaus möglich, dass das noch um einiges schwieriger werden könnte, wenn die Kindsmutter wieder anfangen muss, zu arbeiten... Darüber will ich mich nicht beklagen, denn ich kenne auch genug Leute, die gerade noch ganze andere Dinge stemmen müssen, weil sie in Altenheimen arbeiten oder die sich berechtigte Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vor diesem Hintergrund macht mich die Aussicht, dass die Kindergärten noch monatelang geschlossen bleiben, nicht gerade glücklich.

Ich halte das trotz der Schwierigkeiten, die das auch für mich persönlich mit sich bringt für eine sehr sinnvolle Maßnahme. Denn meiner Erfahrung nach bringen die lieben Kleinen alle paar Wochen ein "kleines Andenken" aus der KiTa für die ganze Familie mit. Mal ist es eine Erkältung, mal "Magen-Darm", mal "Hand-Mund-Fuß", irgendwas is' ja immer. Dieses Virus würde sich in den KiTas genauso ungehemmt verbreiten wie alle anderen Erreger auch.


Viele Grüße,

Christian

Triasven 14.04.2020 22:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1524918)
Nein, das ist nicht das einzige und mit einigen der von dir beleuchteten Aspekte hast du ja zweifellos auch recht (bin auch kein Freund vom propagierten stumpfen #stayhome, da das Übertragungsrisiko an frischer Luft ungleich geringer ist als in geschlossenen Räumen), aber deine Verteidigung der "Regelbrecher" am Beispiel gesunder Gruppensportler, die ja im Falle von covid-19 für sich selbst nur ein überschaubar geringes Risiko, wohl aber für viele andere ein schwer kalkulierbares Risiko eingehen, erzeugt bei mir eben doch den Wunsch nach Wderspruch bzw. nach Beleuchtung der von dir verschwiegenen Aspekte.
.

Mir liegt es fern Regelbrecher zu verteidigen.

Der brandenburgische MP sprach sogar von Gefährdern.

Ich habe Probleme damit, dass hier ein „Feindbild“ aufgebaut wird, und ein grosser Teil der Bevölkerung dieses gerne annimmt.

Recht früh wurde klargestellt:

„wenn sich alle an die Regeln halten, dann...“
„Nur wenn alle zu Hause bleiben, dann...“
„Zu Hause Bleiber“ retten Leben“ usw. usw.

Damit wird automatisch festgelegt, diejenigen, die sich nicht daran halten...sind „Schuld“.

Dabei gibt es bei Corona gar nicht „den Schuldigen“. Alle haben irgendwie ihren Anteil an diesem Drama.

Ich persönlich z.B. gebe dem RKI genauso viel Schuld, wie der Politik, den Medien, dem Raucher, und auch dem „Nicht-Zu Hause“ Bleiber.

Darüber hinaus hatte ich gerade in diesem Forum ein wesentlich kritischeres Hinterfragen der Massnahmen der Regierung erwartet. Hab ich mich getäuscht und dazu verleiten lassen, Neue Denkansätze in den Raum zu werfen.

qbz 14.04.2020 22:49

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Die "rein formalen Gründe" klingen sehr sinnvoll.

In dem verlinkten Audio-Video spricht sie hier
https://youtu.be/p_OjhG5hFhc?t=566
von einem "Terror-Regime, wie es die Welt noch nie, nie gesehen hat. Da können sich Mao, Hitler und Stalin wirklich ne Scheibe abschneiden."
Denke, sie ist momentan in der Psychiatrie nicht ganz falsch.

Nein, gegen ihren Willen, wie sie das im Audio-Video ja ausdrückt, darf sie nicht in der Psychiatrie eingesperrt werden ohne Beschluss eines Richters auf ärztliche Anordnung. Und rechtliche Voraussetzung für ein Einsperren gegen den Willen ist der Nachweis einer konkreten Eigen- oder Fremdgefährdung von anderen Personen wie ich schon schrieb. Und eine solche geht aus den uns verfügbaren Informationen nicht hervor.

Ob Frau Bahner vielleicht eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung benötigt, ist für die Rechtfertigung des ausgeübten Zwanges (Einsperren) nicht massgebend und wir können das auch gar nicht beurteilen.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1524919)
Wo steht etwas von Entlassung nach 24 Stunden? Mir scheint, sie ist noch drin.

Ich nahm es nur an, weil sie im Telefongespräch betont, dass sie einen freiwilligen Aufenthalt ablehnt und da muss sie wieder entlassen werden nach 24h.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:17 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.