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keko# 20.03.2020 11:56

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1518476)
Es wird eine schwere Zeit und es wird große wirtschaftliche Verluste geben, aber ja: Natürlich werden wir es schaffen. Das müssen wir ja.

Das Zitat stammt aus einem ausführlichen Interview mit Prof. Drosten in der Zeit, das heute online gestellt wurde.
Sehr lesenswert, v.a. auch für die denen die ebenfalls sehr empfehlensewerten und noch weitaus ausführlicheren NDR-Podcasts mit Drosten zu lange sind.

Im Gegensatz zu der Finanzkrise von 2008, die ja quasi von "aussen" kam (Banken), befürchte ich hier eine Krise in der Realwirtschaft, also quasi "von innen heraus" auf uns zukommen. Wäre meines Wissen seit WWII mit nichts vergleichbar.
Mittlerweile verstehe ich auch die Aussage der "unbegrenzten Kredite" unserer Bundesregierung. Letzte Woche konnte ich das nicht richtig einordnen.

Hafu 20.03.2020 12:11

Zitat:

Zitat von abc1971 (Beitrag 1518488)
Hallo Hafu,

ich habe mir heute sowohl den Podcast mit Prof. Kekule, als auch das Interview mit Prof. Drosten gelsen und dazu auch die gestrige Maischberger Sendung. Es scheint mir, dass beide unterschiedlicher Meinung sind ,wie angemessen und früh die Politik mit Maßnahmen reagiert hat. Ist dies richtig und welcher Meinung stimmst Du eher zu?

Danke für Deine Meinung.

Grüße,
Holger

Grundsätzlich schätze ich beide, weil sie kompetent und eloquent sind und nehme auch die Analysen (und Handlungsempfehlungen) von beiden sehr interessiert zur Kenntnis.

Drosten steht halt der Politik, insbesondere dem Gesundheitsministerium sehr nahe (was große Vorteile hat: auf ihn wird gehört), aber es macht ihn was Kritik an der aktuellen Politik angeht auch etwas befangen. Das spürt man auch in vielen seiner Äußerungen.

Kekulè gibt eher Ratschläge von außen, kritisiert die Politik weitaus schärfer und hatte Anfang März, als sein Twitter-Aufruf #coronaferien lange auf taube Ohren stieß, auf mich etwas verbittert gewirkt. Im Nachhinein hat er zumindest in dem Aspekt recht behalten: die Schulschließungen kamen und es wäre vermutlich auch sinnvoll gewesen, wenn sie ein bis zwei Wochen früher gekommen wären, ähnlich wie das Veranstaltungsverbot.

Was die Kompetenz speziell zu Sars-Cov-2 anbelangt, ist Drosten, der die letzten 20 Jahre praktisch ausschließlich an Coronaviren geforscht hat, dem streitbarereren und diskussionsfreudigeren Kekulé, der halt allgemein Virologe ist, höchstwahrscheinlich überlegen.

abc1971 20.03.2020 12:19

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1518500)
Grundsätzlich schätze ich beide, weil sie kompetent und eloquent sind und nehme auch die Analysen (und Handlungsempfehlungen) von beiden sehr interessiert zur Kenntnis.

Drosten steht halt der Politik, insbesondere dem Gesundheitsministerium sehr nahe (was große Vorteile hat: auf ihn wird gehört), aber es macht ihn was Kritik an der aktuellen Politik angeht auch etwas befangen. Das spürt man auch in vielen seiner Äußerungen.

Kekulè gibt eher Ratschläge von außen, kritisiert die Politik weitaus schärfer und hatte Anfang März, als sein Twitter-Aufruf #coronaferien lange auf taube Ohren stieß, auf mich etwas verbittert gewirkt. Im Nachhinein hat er zumindest in dem Aspekt recht behalten: die Schulschließungen kamen und es wäre vermutlich auch sinnvoll gewesen, wenn sie ein bis zwei Wochen früher gekommen wären, ähnlich wie das Veranstaltungsverbot.

Was die Kompetenz speziell zu Sars-Cov-2 anbelangt, ist Drosten, der die letzten 20 Jahre praktisch ausschließlich an Coronaviren geforscht hat, dem streitbarereren und diskussionsfreudigeren Kekulé, der halt allgemein Virologe ist, höchstwahrscheinlich überlegen.

Danke Dir :Blumen:

Das lässt mich die Äußerungen besser einordnen

Flow 20.03.2020 12:22

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1518500)
Was die Kompetenz speziell zu Sars-Cov-2 anbelangt, ist Drosten, der die letzten 20 Jahre praktisch ausschließlich an Coronaviren geforscht hat, dem streitbarereren und diskussionsfreudigeren Kekulé, der halt allgemein Virologe ist, höchstwahrscheinlich überlegen.

Letztere hat zumindest auch noch einen Facharzt für "Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie" stehen ...

Bleierpel 20.03.2020 12:28

Gutes Video von Gerd Scobel

sybenwurz 20.03.2020 12:32

Es geht die Mär, dass Söder jetzt (12:30Uhr) ne PK geben wird und ab Montag eine Ausgangssperre verhängen wird.
Finde leider keinen Link, das live verfolgen zu können. Geh derweil lieber mal noch einkaufen, bevor dann alle direkt wieder durchdrehen danach.

sybenwurz 20.03.2020 12:35

Doch, hier: https://www.youtube.com/watch?v=uMBP...ature=youtu.be

Helmut S 20.03.2020 12:41

Söder PK: Rausgehen (auch Sport, Arbeit etc) alleine oder mit Familie ok. Sonst nicht.
Ansonsten auch mehr oder weniger alles zu. Auch Baumärkte, Gartencenter.

sybenwurz 20.03.2020 12:46

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1518511)
Auch Baumärkte, ...

Genau da muss ich jetzt erst nochmal flötoto hin...:Kotz:

Bleierpel 20.03.2020 12:46

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1518511)
Söder PK: Rausgehen (auch Sport, Arbeit etc) alleine oder mit Familie ok. Sonst nicht.
Ansonsten auch mehr oder weniger alles zu. Auch Baumärkte, Gartencenter.

Plus nicht rückzahlbares Solvenzgeld für KMU bis 250 MA bis 30.000 Euro. Nicht viel, aber ein anfangssignal!

Frau Müller 20.03.2020 12:52

Derzeit lese ich hier Vieles zu künftigen, kurzfristigen Maßnahmen und ob diese überzogen oder sinnvoll sind. In den Extremen schreiben wir über apokalyptische Zukunftsszenarien und einer etwas schlimmeren Grippe-Epedemie. Vor allem rankt sich ein Großteil an der Frage, wie es denn nach Corona weitergeht. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Meine Antwort darauf ist: Es gibt keine Welt nach Corona, sondern nur eine mit Corona. Unsere heutige Welt verändert sich gerade gravierend. Und es bildet sich eine neue. Über die denke ich viel nach. Ich versuche, die Chancen zu entdecken, die sich daraus ergeben. Da uns zukunftsgerichtetes Denken zwar leicht fällt, aber allzu oft in Gefahren mündet, möchte ich den Fokus auf ein rückwärtsblickendes Zukunftsbild lenken. Stell euch vor, ihr sitzt im Dezember 2020 an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum mit eurer Familie und blickt auf die Zeit bis März zurück. Was hat sich verändert? Dazu habe ich recherchiert und ein Bild erstellt, dass ich gerne mit euch teilen und als Anstoß für eine Diskussion sehen möchte.

Sind wir wirklich sozial vereinsamt, weil uns direkte Kontakte lange Zeit untersagt wurden? Oder haben wir eine neue Art der Nähe kennengelernt? Haben wir nicht vielleicht neue Menschen in unser Leben gelassen, die wir in einer bisherigen Welt nicht kennengelernt hätten? Und haben wir nicht auch intensivere Kontakte zu Menschen, die uns wichtig sind? Wir gehen bestimmt viel hilfsbereiter und solidarischer mit unseren Nachbarn oder Bekannten um. Wenn uns früher eine unverbindliche WhatsApp-Nachricht als Kommunikation ausreichte, legen wir jetzt viel mehr Wert auf einen persönlichen Besuch oder ein langes Telefonat. Wir werden wieder verbindlich. Plötzlich gehen wir spazieren. Und lesen Bücher Wir wundern uns, warum wir uns in unzähligen TV-Formaten über das Vorführen der Protagonisten amüsiert haben.

Wir stellen fest, dass durch kluge Fokussierung viel schneller ein Impfstoff entwickelt wurde. Behördliche und regulatorische Hürden wurden sinnvoll reduziert. Der medizinische Fortschritt half uns dabei. Die Ökonomie hat schwere Einbußen hinnehmen müssen. Sie ist aber nicht tot. Sie lebt und atmet. Und als Bindungsglied fungiert die soziale Interaktion. Wir bleiben oder vielmehr werden trotz immenser Einschnitte solidarisch und konstruktiv. Politische Grabenkämpfer werden nicht mehr gehört, da sie die neue Nähe und das Bedürfnis nach Zusammenhalt konterkarieren.

Die in 2020 produzierten CO2-Emissionen sind erstmals rückläufig. Ein Virus ist schuld. Klimadebatte 2.0. Plötzlich gibt es blauen Himmel über sonst smog-verseuchten, chinesischen Metropolregionen. Technologischer Fortschritt, wie künstliche Intelligenzen und Blockchains, tritt in der gesellschaftlichen Neuausrichtung etwas zurück. Er heilt keinen Virus.

So betrachten wir an Weihnachten die Situation und stellen fest, dass sich Vieles verändert hat. Wir harte Zeiten erlebt haben und erstaunlich viel daraus gemacht haben.

Und damit können wir jetzt, im März, anfangen.

Helmut S 20.03.2020 12:55

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1518514)
Plus nicht rückzahlbares Solvenzgeld für KMU bis 250 MA bis 30.000 Euro. Nicht viel, aber ein anfangssignal!

Das habe ich mir angeschaut. Is aus dem Härtefallfonds. Du musst im Prinzip schon am vollen KK Limit sein und keine Kohle mehr haben und keine Bonität. Das ist nur für ganz spezielle Fälle. Die meisten, die tatsächlich die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, sind eh kurz vor'm abnippeln.

Und mal ehrlich: 30 TEUR für eine 250MA Firma ... das langt je nach Branche kaum ne Woche bei 100% Kurzarbeit. Allerhöchstens. Da darf aber nix besonderes fällig sein, sonst langt das keinen Tag.

Trillerpfeife 20.03.2020 13:03

Zitat:

Zitat von Frau Müller (Beitrag 1518516)
Derzeit lese ich hier Vieles zu künftigen, kurzfristigen Maßnahmen und ob diese überzogen oder sinnvoll sind. In den Extremen schreiben wir über apokalyptische Zukunftsszenarien und einer etwas schlimmeren Grippe-Epedemie. Vor allem rankt sich ein Großteil an der Frage, wie es denn nach Corona weitergeht. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Meine Antwort darauf ist: Es gibt keine Welt nach Corona, sondern nur eine mit Corona. Unsere heutige Welt verändert sich gerade gravierend. Und es bildet sich eine neue. Über die denke ich viel nach. Ich versuche, die Chancen zu entdecken, die sich daraus ergeben. Da uns zukunftsgerichtetes Denken zwar leicht fällt, aber allzu oft in Gefahren mündet, möchte ich den Fokus auf ein rückwärtsblickendes Zukunftsbild lenken. Stell euch vor, ihr sitzt im Dezember 2020 an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum mit eurer Familie und blickt auf die Zeit bis März zurück. Was hat sich verändert? Dazu habe ich recherchiert und ein Bild erstellt, dass ich gerne mit euch teilen und als Anstoß für eine Diskussion sehen möchte.

Sind wir wirklich sozial vereinsamt, weil uns direkte Kontakte lange Zeit untersagt wurden? Oder haben wir eine neue Art der Nähe kennengelernt? Haben wir nicht vielleicht neue Menschen in unser Leben gelassen, die wir in einer bisherigen Welt nicht kennengelernt hätten? Und haben wir nicht auch intensivere Kontakte zu Menschen, die uns wichtig sind? Wir gehen bestimmt viel hilfsbereiter und solidarischer mit unseren Nachbarn oder Bekannten um. Wenn uns früher eine unverbindliche WhatsApp-Nachricht als Kommunikation ausreichte, legen wir jetzt viel mehr Wert auf einen persönlichen Besuch oder ein langes Telefonat. Wir werden wieder verbindlich. Plötzlich gehen wir spazieren. Und lesen Bücher Wir wundern uns, warum wir uns in unzähligen TV-Formaten über das Vorführen der Protagonisten amüsiert haben.

Wir stellen fest, dass durch kluge Fokussierung viel schneller ein Impfstoff entwickelt wurde. Behördliche und regulatorische Hürden wurden sinnvoll reduziert. Der medizinische Fortschritt half uns dabei. Die Ökonomie hat schwere Einbußen hinnehmen müssen. Sie ist aber nicht tot. Sie lebt und atmet. Und als Bindungsglied fungiert die soziale Interaktion. Wir bleiben oder vielmehr werden trotz immenser Einschnitte solidarisch und konstruktiv. Politische Grabenkämpfer werden nicht mehr gehört, da sie die neue Nähe und das Bedürfnis nach Zusammenhalt konterkarieren.

Die in 2020 produzierten CO2-Emissionen sind erstmals rückläufig. Ein Virus ist schuld. Klimadebatte 2.0. Plötzlich gibt es blauen Himmel über sonst smog-verseuchten, chinesischen Metropolregionen. Technologischer Fortschritt, wie künstliche Intelligenzen und Blockchains, tritt in der gesellschaftlichen Neuausrichtung etwas zurück. Er heilt keinen Virus.

So betrachten wir an Weihnachten die Situation und stellen fest, dass sich Vieles verändert hat. Wir harte Zeiten erlebt haben und erstaunlich viel daraus gemacht haben.

Und damit können wir jetzt, im März, anfangen.

ein sehr schönes Bild. Zufrieden unter dem Weihnachtsbaum auf die überstandene Kriese zurückblicken.

Ich hoffe es geht so aus und ich hoffe wir nehmen viel positives aus dieser Kriese mit in die Zukunft.

:)

Hafu 20.03.2020 13:05

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1518504)
Letztere hat zumindest auch noch einen Facharzt für "Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie" stehen ...

Wusste ich nicht, aber das erklärt vielleicht, dass Kekulé, was Handlungsempfehlungen für die Politik angeht, sehr oft weitaus konkreter ist als Drosten, der da meist, wenn es um handlungsempfehlungen geht, sehr oft darauf hinweist, dass er eben kein Epidemiologe ist.

deirflu 20.03.2020 13:08

Bei uns in Österreich wurden die geltenden Verordnungen gerade bis 13. April verlängert.

https://orf.at/stories/3158665/


Ich wünsche uns allen einen langen Atem in dieser Sache. Und haltet euch einfach an die geltenden Regeln, je mehr das machen um so kürzer müssen wir mit diesen leben.



Ich wundere mich schon etwas wenn ich auf Strava sehe das so viele einfach weiter machen.
Z.B. Radtraining im freien. Ja es ist nicht direkt verboten, aber der gesunde Hausverstand sollte ausreichen um zu erkennen das man das in diesen Zeiten einfach mal bleiben lässt, zumal die meisten eine Austattung haben um zuhause zu trainieren.

Ausdauerjunkie 20.03.2020 13:24

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518524)
Bei uns in Österreich wurden die geltenden Verordnungen gerade bis 13. April verlängert.

https://orf.at/stories/3158665/


.....ich auf Strava sehe das so viele einfach weiter machen.
Z.B. Radtraining im freien. Ja es ist nicht direkt verboten, aber der gesunde Hausverstand sollte ausreichen um zu erkennen das man das in diesen Zeiten einfach mal bleiben lässt, zumal die meisten eine Austattung haben um zuhause zu trainieren.

Alleine laufen oder Rad fahren ist ok und erlaubt. Möglichst da, wo man auch nicht auf andere Menschen trifft!

anlot 20.03.2020 13:24

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518524)
Bei uns in Österreich wurden die geltenden Verordnungen gerade bis 13. April verlängert.

https://orf.at/stories/3158665/


Ich wünsche uns allen einen langen Atem in dieser Sache. Und haltet euch einfach an die geltenden Regeln, je mehr das machen um so kürzer müssen wir mit diesen leben.



Ich wundere mich schon etwas wenn ich auf Strava sehe das so viele einfach weiter machen.
Z.B. Radtraining im freien. Ja es ist nicht direkt verboten, aber der gesunde Hausverstand sollte ausreichen um zu erkennen das man das in diesen Zeiten einfach mal bleiben lässt, zumal die meisten eine Austattung haben um zuhause zu trainieren.

Wo siehst Du das Problem in Sport im Freien wenn man alleine ist??
Es ist übrigens ausdrücklich erlaubt!

Kampfzwerg 20.03.2020 13:27

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518524)

Ich wundere mich schon etwas wenn ich auf Strava sehe das so viele einfach weiter machen.
Z.B. Radtraining im freien. Ja es ist nicht direkt verboten, aber der gesunde Hausverstand sollte ausreichen um zu erkennen das man das in diesen Zeiten einfach mal bleiben lässt, zumal die meisten eine Austattung haben um zuhause zu trainieren.

Ganz blöd gefragt, warum?
Ich war gestern einer dieser ignoranten Leute.
4 h, ohne Kaffeepause mit einer weiteren Person, der ich aufgrund erweiterter Verwandtschaft eh nicht aus dem Weg gehen kann.
Mehr "social distancing" geht kaum.
Und allemal gesünder als in der Bude bei schlechter Luft auf der Stelle zu kurbeln.

PattiRamone 20.03.2020 13:34

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518524)
Ich wundere mich schon etwas wenn ich auf Strava sehe das so viele einfach weiter machen.
Z.B. Radtraining im freien. Ja es ist nicht direkt verboten, aber der gesunde Hausverstand sollte ausreichen um zu erkennen das man das in diesen Zeiten einfach mal bleiben lässt, zumal die meisten eine Austattung haben um zuhause zu trainieren.

Warum sollte man nicht alleine Laufen oder Radfahren?
Experten raten sogar dazu dies zu tun!

keko# 20.03.2020 13:34

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1518508)
Es geht die Mär, dass Söder jetzt (12:30Uhr) ne PK geben wird und ab Montag eine Ausgangssperre verhängen wird.
Finde leider keinen Link, das live verfolgen zu können. Geh derweil lieber mal noch einkaufen, bevor dann alle direkt wieder durchdrehen danach.

Sind "Ausgangsbeschränkungen" also eine Ausgangssperre light. In Freiburg heißt es "eingeschränkte Ausgangssperre". Einen harten Cut will man wohl vermeiden.

Superpimpf 20.03.2020 13:37

Zitat:

Zitat von Kampfzwerg (Beitrag 1518530)
Ich war gestern einer dieser ignoranten Leute.
4 h...
Mehr "social distancing" geht kaum.
Und allemal gesünder als in der Bude bei schlechter Luft auf der Stelle zu kurbeln.

Und wenn du einen Unfall hast bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Super-seit gestern indirekt von den Coronaauswirkungen betroffen, abseits der normalen Einschränkungen, und null Verständnis für das derzeitige Egoistentum-pimpf

Jimmi 20.03.2020 13:42

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 1518534)
Und wenn du einen Unfall hast bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Super-seit gestern indirekt von den Coronaauswirkungen betroffen, abseits der normalen Einschränkungen, und null Verständnis für das derzeitige Egoistentum-pimpf

In Italien ist Motorradfahren inzwischen verboten - zumindest in den betroffenen Regionen

deirflu 20.03.2020 13:43

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1518529)
Wo siehst Du das Problem in Sport im Freien wenn man alleine ist??
Es ist übrigens ausdrücklich erlaubt!

Erst einmal das:

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 1518534)
Und wenn du einen Unfall hast bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Super-seit gestern indirekt von den Coronaauswirkungen betroffen, abseits der normalen Einschränkungen, und null Verständnis für das derzeitige Egoistentum-pimpf

Es gibt mittlerweile auch schon eine Klarstellung des Gesundheitsministers das lange Radausfahrten oder Training in hoher Intensität zu unterlassen sind.
Wie ich selbst schon geschrieben habe, es ist nicht verboten. Aber wenn man darüber nachdenkt, muss einem klar werden das es nicht Sinnvoll ist.

Ich weiß, so mancher tut sich halt schwer mit dem selber nachdenken und kann so etwas erst einsehen wenn es tatsächlich verboten ist.

bergflohtri 20.03.2020 13:56

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518537)
Erst einmal das:



Es gibt mittlerweile auch schon eine Klarstellung des Gesundheitsministers das lange Radausfahrten oder Training in hoher Intensität zu unterlassen sind.
.

- dann kann man zur Definition der langen Radausfahrt nur hoffen, dass er selbst Radsportler ist
- morgen kommt der Schlechtwettereinbruch - da fällt der Verzicht um einiges leichter

Jimmi 20.03.2020 14:01

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518537)
Erst einmal das:



Es gibt mittlerweile auch schon eine Klarstellung des Gesundheitsministers das lange Radausfahrten oder Training in hoher Intensität zu unterlassen sind.
Wie ich selbst schon geschrieben habe, es ist nicht verboten. Aber wenn man darüber nachdenkt, muss einem klar werden das es nicht Sinnvoll ist.

Ich weiß, so mancher tut sich halt schwer mit dem selber nachdenken und kann so etwas erst einsehen wenn es tatsächlich verboten ist.

Ich war gestern auch mit dem MTB im Wald. Aber deutlich vorsichtiger als sonst. Man sollte wirklich keine unnötigen Risiken eingehen.

sabine-g 20.03.2020 14:02

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 1518534)
Und wenn du einen Unfall hast bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Super-seit gestern indirekt von den Coronaauswirkungen betroffen, abseits der normalen Einschränkungen, und null Verständnis für das derzeitige Egoistentum-pimpf

und wenn dir beim Einkaufen eine Palette Dosenravioli auf den Kopf fällt bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Seyan 20.03.2020 14:03

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1518542)
und wenn dir beim Einkaufen eine Palette Dosenravioli auf den Kopf fällt bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Naja, nur welcher Fall ist wahrscheinlicher?
- Verletzung durch einstürzende Palette Dosen
- Verletzung durch Unfall beim Fahrrad fahren

sabine-g 20.03.2020 14:05

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1518546)
Naja, nur welcher Fall ist wahrscheinlicher?
- Verletzung durch einstürzende Palette Dosen
- Verletzung durch Unfall beim Fahrrad fahren

Die meisten Unfälle passieren zu Hause.

keko# 20.03.2020 14:06

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1518542)
und wenn dir beim Einkaufen eine Palette Dosenravioli auf den Kopf fällt bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Essen beschaffen ist in der Prio höher anzusehen, als in seiner Freizeit Rad zu fahren.
Zumindest für die meisten... ;-)

deirflu 20.03.2020 14:06

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1518542)
und wenn dir beim Einkaufen eine Palette Dosenravioli auf den Kopf fällt bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Dieses Argument liest man oft, das Radfahren aber ein höheres Unfallrisiko wie Einkaufen oder Spazieren (Laufen) hat sollt klar sein.

Aber da geht es dann halt wieder um das selber Denken, Ego zurück nehmen usw...:Blumen:

Seyan 20.03.2020 14:09

Btw.:

https://www.bmbf.de/de/corona-quaran...rhroAMom5ug3Gk

bergflohtri 20.03.2020 14:17

Ich glaube auch, dass man hier eine gute Balance finden soll zwischen Vermeidung von Ansteckung und Erhaltung der paychischen Gesundheit, und dass seitens der Entscheidungsträger schon ein Plan dahintersteht Bewegung an der frischen Luft nicht rigoros zu untersagen.

Hafu 20.03.2020 14:23

Wer sich am letzten Wochenende gewundert hat, dass der Weltcup in Mooloolaba nebst angegliedertem Triathlonfestival mit Zigtausend Amateuren stattgefunden hat.

Ein Athlet wurde nun auf coronavirus positiv getestet. Und dabei wird es sicherlich auch nicht bleiben.

Ironman hat da zweifellos verantwortungsbewusster als in diesem Fall die ITU reagiert, als sie z.B. Südafrika (nebst allen anderen Veranstaltungen) cancelten.

Adept 20.03.2020 14:23

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1518549)
Dieses Argument liest man oft, das Radfahren aber ein höheres Unfallrisiko wie Einkaufen oder Spazieren (Laufen) hat sollt klar sein.

Aber da geht es dann halt wieder um das selber Denken, Ego zurück nehmen usw...:Blumen:

Vielleicht kann man beim Radfahren eine sinnvolle Balance finden:

* Locker/Spazieren fahren (Rennen fallen eh aus)
* Möglichst Radwege und verkehrsarme Strassen nutzen
* Keine riskanten Abfahrten

-> Ingesamt vorsichtiger fahren

Dann hat man schon mal einen grossen Anteil des (in der Tat vorhandenen) Risikos eines Radunfalls minimiert. :Blumen:

Roini 20.03.2020 14:24

Ich denke es macht da durchaus einen Unterschied ob ich mich ein oder zwei Stunden aufs Rad schwinge und locker eine Runde drehe oder ob ich in voller Montur auf dem Zeitfahrrad Intervalle bolze (gestern mehrfach bei uns am Rheindamm gesehen).

Jeder darf ja machen was er will aber wenn ich dann die Berichte vom überlasteten Klinikpersonal sehe fehlt mir da schon ein klein wenig das Verständnis.

Aber wir Triathleten sind halt per se schon ein komisches Volk...:Blumen:

LidlRacer 20.03.2020 14:34

Zitat:

Zitat von Superpimpf (Beitrag 1518534)
Und wenn du einen Unfall hast bindest du medizinsches Personal, was an anderer Stelle sicher sinnvoller gebraucht werden kann...

Super-seit gestern indirekt von den Coronaauswirkungen betroffen, abseits der normalen Einschränkungen, und null Verständnis für das derzeitige Egoistentum-pimpf

Ich weiß ja nicht, wie Ihr so Rad fahrt, aber in knapp 50 Jahren Radfahren hatte ich bisher einen einzigen Unfall, für den ich medizinisches Personal in Anspruch nehmen musste - und das war nicht beim sportlichen Fahren.

Nobodyknows 20.03.2020 15:01

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1518555)
Vielleicht kann man beim Radfahren eine sinnvolle Balance finden:

* Locker/Spazieren fahren (Rennen fallen eh aus)
* Möglichst Radwege und verkehrsarme Strassen nutzen
* Keine riskanten Abfahrten

-> Ingesamt vorsichtiger fahren

Dann hat man schon mal einen grossen Anteil des (in der Tat vorhandenen) Risikos eines Radunfalls minimiert. :Blumen:

+1 :Blumen:

Gruß
N. :Huhu:

qbz 20.03.2020 15:07

Diesen Vergleich inbezug auf den unterschiedlichen Umgang mit 'Covid19-Tests zwischen Südkorea und Deutschland finde ich ganz interessant. In Südkorea gab es keine generellen Ausgehbeschränkungen.

"Doch hat Südkorea die Verbreitung von Covid-19 durch das hohe Testtempo so rasch eindämmen können? "Patienten zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu erkennen, ist sehr wichtig", sagte der südkoreanische Gesundheitsminister Park Neung-Hu. "Südkorea ist eine offene Gesellschaft und möchte die Freiheit der Menschen schützen, sich zu bewegen und zu reisen. Deswegen machen wir Massentests.

An der Aussage ist was dran: Wer frühzeitig weiß, dass er infiziert ist, kann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Infektionsketten können schneller nachverfolgt, Kontaktpersonen und Infizierte isoliert werden. Man geht außerdem davon aus, dass die Fallzahlen in Südkorea auch deshalb so hoch waren, weil so viel getestet wurde und die Sterblichkeitsrate von derzeit 1,09 Prozent in dem Land annähernd der Realität entsprechen könnte."

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...f-7fad3dda34f4

Drop 20.03.2020 15:12

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1518555)
Vielleicht kann man beim Radfahren eine sinnvolle Balance finden:

* Locker/Spazieren fahren (Rennen fallen eh aus)
* Möglichst Radwege und verkehrsarme Strassen nutzen
* Keine riskanten Abfahrten

-> Ingesamt vorsichtiger fahren

Dann hat man schon mal einen grossen Anteil des (in der Tat vorhandenen) Risikos eines Radunfalls minimiert. :Blumen:

Zudem hat der Strassenverkehr deutlich nachgelassen was auch das Risiko von einem Auto/LKW erwischt zu werden reduzieren dürfte. Am WE sollte der Verkehr nochmal weniger werden, denn es ist ja theoretisch nix mehr los bei einer Ausgangssperre. Arbeitsfahrten und Einkäufe fallen zumindest am Sonntag weg.

ThomasG 20.03.2020 15:14

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1518563)
Diesen Vergleich inbezug auf den unterschiedlichen Umgang mit 'Covid19-Tests zwischen Südkorea und Deutschland finde ich ganz interessant. In Südkorea gab es keine generellen Ausgebeschränkungen.

"Doch hat Südkorea die Verbreitung von Covid-19 durch das hohe Testtempo so rasch eindämmen können? "Patienten zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu erkennen, ist sehr wichtig", sagte der südkoreanische Gesundheitsminister Park Neung-Hu. "Südkorea ist eine offene Gesellschaft und möchte die Freiheit der Menschen schützen, sich zu bewegen und zu reisen. Deswegen machen wir Massentests.

An der Aussage ist was dran: Wer frühzeitig weiß, dass er infiziert ist, kann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Infektionsketten können schneller nachverfolgt, Kontaktpersonen und Infizierte isoliert werden. Man geht außerdem davon aus, dass die Fallzahlen in Südkorea auch deshalb so hoch waren, weil so viel getestet wurde und die Sterblichkeitsrate von derzeit 1,09 Prozent in dem Land annähernd der Realität entsprechen könnte."

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...f-7fad3dda34f4

Herr Wieler* vom RKI nannte heute noch einmal die Zahl von 160 000 Tests pro Woche.
Er fügte noch sinngemäß etwa hinzu, dass diese Testzahl in jüngster Vergangenheit auch tatsächlich erreicht wurde.
Kapazitätsbegrenzend sind wohl nicht die Tests ansich, sondern die Auswertekapazitäten für die Tests in den Laboren.

-> https://www.youtube.com/watch?v=p4STGeb3uqQ* (Falls es die Stelle finde, trage ich noch was nach.)


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