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trithos 16.04.2021 23:13

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596904)

...
Die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft tun dies genauso wie diejenigen, die Popper kritisiert: Man setzt bestimmte Werte absolut, wie Gesundheitsschutz oder Klimaschutz.

Das ist meiner Meinung nach der Kernvorwurf, auf dem die Argumentation in dem von Dir geposteten Zitat aufbaut.

ABER: Dieser Vorwurf ist UNSINN! Niemand hier setzt diese Werte absolut. Alle hier akzeptieren, dass es eine bestimmte Zahl an Infektionen gibt bis hin zu einer bestimmten Zahl an Intensivpatienten und damit zwangsläufig auch einer bestimmten Zahl an Todesfällen. Es geht also immer um eine Relation und nie um etwas Absolutes!

Übrigens hier zwar OT aber trotzdem: auch beim Klimaschutz habe ich hier noch von niemanden gelesen, dass er den Klimaschutz absolut setzt. Wir diskutieren doch z.B. die ganze Zeit, wie wir den CO2-Ausstoß des Verkehrs reduzieren können. Hat irgendwer hier die Abschaffung des Autos und des Flugzeugs gefordert?

LidlRacer 16.04.2021 23:20

Kann ich irgendwo Asyl beantragen?
NRW-Gesundheitsminister Laumann: "Müssen uns an höhere Inzidenzen gewöhnen"

Der Interviewer ist in Ordnung. Ihm ist auch die absolute Fassungslosigkeit in die Stimme geschrieben.

Meine Stadt übrigens ist für ein Lockerungsprojekt vorgesehen. Als das vor einer Woche genehmigt wurde, waren wir bei 100, jetzt bei 200 ...

Bockwuchst 16.04.2021 23:42

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596904)
Nochmal, ich will weder lockdown noch Masken noch sonstwas verhindern oder schlechtreden oder whatever, auch stimme ich dem Autor bei weitem nicht in allem zu (im Gegenteil), trotzdem finde ich einiges interessant und ein paar Gedanken erinnern mich zb an Orwell.

Abgesehen vom Copyright ist es ziemlich mühsam, hIer auf dem kleinen iPhone Absatz für Absatz zu kopieren, aber ein paar habe ich mal zu bieten.

Zitat:

Popper gemäss sind die intellektuellen Feinde der offenen Gesellschaft diejenigen, die für sich reklamieren, das Wissen um ein gemeinschaftliches Gut zu haben; aufgrund dieses Wissens nehmen sie in Anspruch, die Gesellschaft im Hinblick auf das Gute steuern zu können. Das Wissen berechtigt sie dazu, sich über Grundrechte hinwegzusetzen; denn es geht um das Ziel des menschlichen Daseins. Diese Feinde der offenen Gesellschaft sind durch die Massenmorde entlarvt worden, die sich im 20. Jahrhundert auf dem Weg zur Verwirklichung des angeblich Guten als unumgänglich erwiesen. Solche Ideen und ihre politischen Folgen gehören in der Tat der Geschichte an.

Die Freiheit und das Gute

Dennoch stehen wir wieder vor einer Weichenstellung zwischen offener Gesellschaft und Totalitarismus. Die Wortwahl ist keine Verbalhuberei, sondern präzise: Mit Totalitarismus ist in der Politikwissenschaft eine Herrschaftsform gemeint, in der der Staat im Namen einer höheren Ideologie in alle sozialen Verhältnisse hineinregiert, ohne Grenzen und Schranken.
...
Die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft tun dies genauso wie diejenigen, die Popper kritisiert: Man setzt bestimmte Werte absolut, wie Gesundheitsschutz oder Klimaschutz. Eine Allianz aus Experten und Politikern nimmt für sich in Anspruch, das Wissen zu haben, wie man das gesellschaftliche bis hin zum familiären und individuellen Leben steuern muss, um diese Werte zu sichern. Wiederum geht es um ein höheres gesellschaftliches Gut – Gesundheitsschutz, Lebensbedingungen zukünftiger Generationen –, hinter dem individuelle Menschenwürde und Grundrechte ihre Gültigkeit verlieren.

Der Mechanismus besteht darin, aktuelle Herausforderungen zum Anlass zu nehmen, existenzielle Krisen herbeizureden – ein Killervirus, das umgeht, eine Klimakrise, welche die Existenzgrundlagen der Menschheit bedroht. Die Angst, die man auf diese Weise schürt, ermöglicht es dann, Akzeptanz dafür zu erhalten, die Grundwerte unseres Zusammenlebens beiseitezuschaffen – genau wie in den Totalitarismen, die Popper kritisiert. Es sind ja nicht Böse, die Böses tun, sondern stets Gute – aus Überzeugung um einen bedrohten, aber existenziell wichtigen Wert –, die Dinge tun, welche letztlich verheerende Folgen haben können.

Dieser Mechanismus trifft die offene Gesellschaft ins Mark, weil man ein bekanntes Problem ausspielt, das der Externalitäten. Was ist damit gemeint? Die Freiheit des einen endet dort, wo sie die Freiheit anderer bedroht. Handlungen des einen einschliesslich der Verträge, die er eingeht, haben Auswirkungen auf Dritte, die ausserhalb dieser Beziehungen stehen, deren Freiheit zur Gestaltung ihres Lebens aber durch diese Handlungen beeinträchtigt wird. Das Problem ist, dass man die Externalitäten beliebig weit fassen kann.
...
Die neuen Feinde der offenen Gesellschaft schüren die Angst vor der Ausbreitung einer angeblichen Jahrhundertseuche – aber natürlich kann jede Form physischen Kontaktes zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen. Sie schüren die Angst vor einer angeblich drohenden Klimakatastrophe – aber natürlich hat jede Handlung Auswirkungen auf die nichtmenschliche Umwelt und kann dadurch zur Veränderung des Klimas beitragen. Mithin soll jeder nachweisen, dass er mit seinem Handeln nicht unabsichtlich zur Ausbreitung eines Virus oder zur Schädigung des Klimas beiträgt usw. – die Liste könnte man beliebig erweitern. So stellt man alle Menschen unter den Generalverdacht, letztlich mit allem, was sie tun, andere schädigen zu können. Von diesem Generalverdacht können sich die Menschen dann nur dadurch befreien, dass sie ein Zertifikat erwerben, durch das sie sich reinwaschen – wie einen Impfpass oder generell einen sozialen Pass.
Zitatende.

Bla bla bla blubb - noch freundlich ausgedrückt.

qbz 17.04.2021 00:07

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1596912)
Das ist meiner Meinung nach der Kernvorwurf, auf dem die Argumentation in dem von Dir geposteten Zitat aufbaut.

ABER: Dieser Vorwurf ist UNSINN! Niemand hier setzt diese Werte absolut. Alle hier akzeptieren, dass es eine bestimmte Zahl an Infektionen gibt bis hin zu einer bestimmten Zahl an Intensivpatienten und damit zwangsläufig auch einer bestimmten Zahl an Todesfällen. Es geht also immer um eine Relation und nie um etwas Absolutes!

Übrigens hier zwar OT aber trotzdem: auch beim Klimaschutz habe ich hier noch von niemanden gelesen, dass er den Klimaschutz absolut setzt. Wir diskutieren doch z.B. die ganze Zeit, wie wir den CO2-Ausstoß des Verkehrs reduzieren können. Hat irgendwer hier die Abschaffung des Autos und des Flugzeugs gefordert?

Wenn für mich jemand ernsthaft von der "angeblich drohenden Klimakatastrophe" redet, fällt mir als erstes die gewaltige Ignoranz gegenüber der Wirklichkeit ins Auge und analog verhält er sich halt in der Beurteilung der Covid-19 Pandemie, ignorant.

Weißer Hirsch 17.04.2021 07:39

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596907)
Ich bitte Dich:
Corona-Ausschuss!
Das sind Hardcore-Querdenker. Schlimmer geht's nimmer.

Ich bin wirklich nicht so tief in diesem Thema, weiß also nicht wer für was steht. Seit Anfang der Pandemie höre ich mir Kekule an. Diese hat sich relativ selten relativieren müssen und seine Meinung (zum Beispiel zur Wirksamkeit einer Grenzschließung oder eben den Schnelltests) seit über einem Jahr durchgezogen. Er ist aber eben auch kein - um mit deinen Worten zu sprechen - Hardcore-Shutdownist. Es ist wichtig die Zahlen zu senken, dabei aber eben auch die Bevölkerung mitzunehmen ebenso. Ich glaube einfach nicht daran, dass sich weitere Einschnitte im Privaten umsetzen lassen. Die Leute sind einfach müde. Daher machen Maximalforderungen (so sinnvoll sie sein mögen) einfach keinen Sinn.

TriVet 17.04.2021 07:49

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1596916)
Wenn für mich jemand ernsthaft von der "angeblich drohenden Klimakatastrophe" redet, fällt mir als erstes die gewaltige Ignoranz gegenüber der Wirklichkeit ins Auge und analog verhält er sich halt in der Beurteilung der Covid-19 Pandemie, ignorant.

Guten Morgen.
Ich gehe völlig konform damit, dass er von teils sehr falschen Voraussetzungen ausgeht, hatte ja auch geschrieben, dass ich in einigen „Dingen“ gegenteiliger Meinung bin.
Trotzdem fand ich die Frage, wie weit man „im Dienst der guten Sache“ gehen darf faszinierend und die Ausführungen dazu eloquent und nachvollziehbar.
Ob er jetzt den Querdenkern zugerechnet wird, weiß ich nicht, falls ja, war es sicher nicht meine Absicht, ihm hier eine Bühne zu geben.
Vermutlich habe ich mich etwas von den „goodies“ wie NZZ oder Leopoldina verleiten lassen.
Insofern können wir, was das betrifft es hier auch gut sein lassen. :Blumen:

Hafu 17.04.2021 07:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596913)

Nur noch zum Kopfschütteln. Wie kann man so eine Bullshit-Aussage treffen? Welchen geistigen Horizont haben manche unserer gewählten Politiker? Beobachten die überhaupt nicht mehr die internationale Situation, weil gerade Reisen erschwert ist?


Laumanns Aussage heißt übersetzt, wir müssen uns an geschlossene Schulen, Wegfall von Sportwettkämpfen, Kulturveranstaltungen, geschlossene Gastronomie als Dauerzustand gewöhnen!

Das will ich nicht. Ich will die Perspektive haben, so zu leben wie man es jetzt schon in Taiwan, Australien, Neuseeland, Korea aber auch Israel oder UK tut. Und die haben sich nicht an hohe Inzidenzen gewöhnt, sondern die Pandemie bekämpft, bis ernsthafte und dauerhafte Öffnungen wieder möglich waren.

Eine 100er oder 200er-Inzidenz als neuen Normalzustand auszurufen ist, (um mal Analogien aus meinen Expertengebiet zu wählen) wie wenn man mit einer chronischen Achillessehnentendopathie oder einem Schienbeinkantensyndrom über Mpnate hinweg unter Schmerzmitteleinnahme mit reduzierten Umfängen und Intensität weiter trainiert (und diese unvernünftigen Fälle kenne ich durchaus): ein paar Wochenkilometer schafft man damit auch und es gibt Sportler, die gewöhnen sich an den Schmerz, die dadurch limitierten Umfänge und das ständige Tablettenschlucken, aber die Verletzung wird so nie weggehen, während mit ein paar Wochen Laufpause und der richtigen Therapie in dieser Zeit ein komplettes Ausheilen und anschließend eben wieder ganz normale Sportausübung möglich wäre.

dr_big 17.04.2021 08:30

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596913)

Kannst bim Körbel in Untermiete gehen. Dort liegt die Inzidenz seit Wochen unter 20. Wie hat man es geschafft? Konsequente Maskenpflicht auch auf der Strasse, Maßnahmen am Arbeitsplatz, Mobilität eingeschränkt auf eigenen Bezirk (oder Bundesland). Geschäfte waren geöffnet mit reduzierter Personendichte. Es geht wenn man will, man muss nur wollen.

keko# 17.04.2021 09:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596923)
...

Laumanns Aussage heißt übersetzt, wir müssen uns an geschlossene Schulen, Wegfall von Sportwettkämpfen, Kulturveranstaltungen, geschlossene Gastronomie als Dauerzustand gewöhnen!

Das will ich nicht. Ich will die Perspektive haben, so zu leben wie man es jetzt schon in Taiwan, Australien, Neuseeland, Korea aber auch Israel oder UK tut. Und die haben sich nicht an hohe Inzidenzen gewöhnt, sondern die Pandemie bekämpft, bis ernsthafte und dauerhafte Öffnungen wieder möglich waren....

Als ich vor 2 Wochen zufällig zu der großen Demo in Stuttgart kam und eine Weile am Straßenrand stand und mir den Zug anschaute, da ist mir eine Demonstrantin aufgefallen. Sie war recht zierlich und lief schweigend mit einem großen Schild, das sie sich um den Hals gehängt hatte, mit. Auf dem stand: Die Pandemie bleibt so lange, bis wir sie beenden.
Das kann man natürlich als Aufruf zu Gewalt und Terror deuten. Ich sehe das aber nicht so. Ich interpretierte das so, dass die Gesellschaft einfach ein Signal setzen muss, wie weit und lange sie bereit ist, die Maßnahmen oder diese halbherzige Politik, mitzutragen. Denn ich glaube nicht, dass unsere Politiker aus der Dauerschleife aus steigenden Werten und (möglichen) schärferen Maßnahmen (die dann doch nicht umgesetzt werden) alleine wieder rauskommen werden.

KevJames 17.04.2021 09:26

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596923)
Nur noch zum Kopfschütteln. Wie kann man so eine Bullshit-Aussage treffen? Welchen geistigen Horizont haben manche unserer gewählten Politiker? Beobachten die überhaupt nicht mehr die internationale Situation, weil gerade Reisen erschwert ist?


Laumanns Aussage heißt übersetzt, wir müssen uns an geschlossene Schulen, Wegfall von Sportwettkämpfen, Kulturveranstaltungen, geschlossene Gastronomie als Dauerzustand gewöhnen!

Hier liegt ein Missverständnis vor. Das ist klassische politische Kommunikationsstrategie und bedeutet keineswegs, dass wir uns an geschlossene Schulen, geschlossene Gastronomie und wegfallende Kultur etc ... auf Dauer gewöhnen müssen, sondern ganz im Gegenteil. 200 ist das neue 100 ist das neue 50 ist das neue 35 ist das neue 7 ...

Soll heissen: Das wird der Normalzustand und hier wird versucht vorzubereiten, dass eben auch bei Inzidenzen von 200+ geöffnet werden soll und unser normales Leben zurück geholt wird. Er ist ja nicht der einzige, der sich den Rufen der Wissenschaft komplett verweigert. Regeln werden immer weiter aufgeweicht, es wird geöffnet werden und wir gewöhnen uns einfach an Tote durch Corona - diese Pandemie ist nicht die erste politische Situation in der wir über solche Kommunikationsstrategien Normalität schaffen, die eigentlich keine sind. Wir bekommen es hier in der Masse nur stärker mit, weil uns diese Situation stärker betrifft als vorherige Konfliktherde auf diesem Planeten. Wenn es nicht so traurig wäre könnte ich fast darüber lachen.

spanky2.0 17.04.2021 09:50

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1596933)
Soll heissen: Das wird der Normalzustand und hier wird versucht vorzubereiten, dass eben auch bei Inzidenzen von 200+ geöffnet werden soll und unser normales Leben zurück geholt wird.

Ja, so habe ich es (bzw. ihn) auch verstanden.

Klugschnacker 17.04.2021 10:55

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596904)
Zitat: Popper gemäss sind die intellektuellen Feinde der offenen Gesellschaft diejenigen, die für sich reklamieren, das Wissen um ein gemeinschaftliches Gut zu haben; aufgrund dieses Wissens nehmen sie in Anspruch, die Gesellschaft im Hinblick auf das Gute steuern zu können. Das Wissen berechtigt sie dazu, sich über Grundrechte hinwegzusetzen; denn es geht um das Ziel des menschlichen Daseins. Diese Feinde der offenen Gesellschaft sind durch die Massenmorde entlarvt worden, die sich im 20. Jahrhundert auf dem Weg zur Verwirklichung des angeblich Guten als unumgänglich erwiesen.

Ich halte diesen Vergleich mit den Massenmorden des 20. Jahrhunderts ziemlich daneben. Der spinnt doch wohl, oder? Wissenschaftler wie Drosten und Politiker wie Lauterbach oder Merkel treiben keine Menschen in Gaskammern.

Außerdem werden hier Ideologien und Wissenschaft/Tatsachen in denselben Topf geworfen. Die angebliche Verschwörung des Weltjudentums, die Idee von der Überlegenheit der arischen Rasse und der eigenen Nation sind keine Tatsachen. Sie sind auch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sondern es sind Ideologien. Im Gegensatz dazu sind das Corona-Virus und seine Folgen reale Tatsachen.

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596904)
[...] "Die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft tun dies genauso wie diejenigen, die Popper kritisiert: Man setzt bestimmte Werte absolut, wie Gesundheitsschutz oder Klimaschutz."

Das ist sachlich falsch. Diese Werte werden keineswegs absolut gesetzt. Sondern sie werden abgewogen gegen andere Werte.

Falsch ist aus meiner Sicht außerdem die Bezeichnung "die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft". Es handelt sich keineswegs um Feinde der offenen Gesellschaft. Das ist keine Philosophie, denn deren wichtigstes Werkzeug ist die Logik. Es ist einfach Hetze.

---

Damit möchte ich Dich, TriVet, keinesfalls persönlich kritisieren. Man könnte das missverstehen, da es beim Zitieren Deines Beitrags so aussieht, als seien das Deine Worte. Es sind die Worte des Philosophen, die ich kritisiere. Danke für’s Teilen.
:Blumen:

Hafu 17.04.2021 10:57

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1596933)
... dass eben auch bei Inzidenzen von 200+ geöffnet werden soll und unser normales Leben zurück geholt wird. Er ist ja nicht der einzige, der sich den Rufen der Wissenschaft komplett verweigert. ...

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1596936)
Ja, so habe ich es (bzw. ihn) auch verstanden.

Geöffnete Läden sind für mich nur leider nicht ansatzweise "normales Leben" zumal die Läden weitgehend leer blieben solange die Menschen vor dem in der Breite zirkulierendem Virus Angst haben.
Stabil und sicher geöffnete Schulen und geöffnete Universitäten wären ein Stück normales Leben und wenn das mit Inzidenzen wie sie Laumann vor dem inneren Augen vorschweben, möglich wäre, dann wäre mir die Inzidenzzahl schnuppe.

Das Problem, das manche Politiker leider immer noch nicht verstanden haben, ist dass hinter einer zunächst mal abstrakten Wochen-Inzidenzzahl mit entsprechender zeitlicher Verzögerung eine bestimmte Menge an echten Kranken steckt, von denen ein vorhersagbarer Anteil im Krankenhaus und auf der Intensivstation landet und diese Institutionen überfordert.
Das nicht minder wichtige Thema Escape-Mutation lasse ich in dieser Argumentationskette der Einfachheit halber wegen mal weg.

Wie schon heute morgen geschrieben: ein internationaler Vergleich mit anderen Ländern, also ein Blick über den provinziellen Tellerrand des eigenen Horizonts würde helfen.

Adept 17.04.2021 11:21

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Wie ist das jetzt mit den Mutationen, zB. B117? Es gab ja die Vermutung, dass es Jüngere wesentlich härter trifft.

Das sieht man in den Zahlen der Hospitalisierungen nicht. Die B117 ist Ende letzten Jahres aufgetreten, seitdem fällt aber sowohl die Hospitalisierung als auch die Todesrate. Und es gibt kein erkennbaren Erhöhungen in den unteren Altersklassen. Siehe unten für die Zahlen der Schweiz.

Wie kommt man dann zu der Vermutung, dass die Mutationen für Jüngere gefährlicher sind?

Trimichi 17.04.2021 11:27

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596923)


Laumanns Aussage heißt übersetzt, wir müssen uns an geschlossene Schulen, Wegfall von Sportwettkämpfen, Kulturveranstaltungen, geschlossene Gastronomie als Dauerzustand gewöhnen!

Das will ich nicht. Ich will die Perspektive haben, so zu leben wie man es jetzt schon in Taiwan, Australien, Neuseeland, Korea aber auch Israel oder UK tut. Und die haben sich nicht an hohe Inzidenzen gewöhnt, sondern die Pandemie bekämpft, bis ernsthafte und dauerhafte Öffnungen wieder möglich waren.

Ich habe heute deinen Post als Ausgangspunkt für eine Diskussion mit meinem Vater (inzwischen erstgeimpft) hergenommen. Mein Vater war jahrzehntelang Personalchef im Bereich technische Keramik, Piezo-Zündelemente usw. einer milliardenschweren Unternehmensgruppe und hat vier oder fünf feindliche Übernahmen überlebt. Dementsprechend anstrengend sind die Diskussionen.

Er meinte, dass eine gesetzliche Impfpflicht kommen soll. damit man die 70% schafft. Wer sich nicht impfen lässt, muss bestraft werden. Als ich sagte, dass im Forum bei den Triathleten 50% sich nicht impfen lassen wollen, bezweifelte er die Umfrage. Ich legte ihm darauf hin einen Prospekt auf den Tisch, auf dem ALDI abgedruckt war, er aber zuerkennen muss, dass LIDL darauf steht. Unser Wohnzimmer als Spiegelbild der Gesellschaft?

Zunächst hat er nicht kapieren wollen, dass vielen Menschen eine Perspektive fehlt. Zugleich hat er gefordert, dass Wirtshäuer für Rentner wieder aufmachen sollen. Das macht er nur um mich zu ärgern? Denn die Wirtshausbetreiber wollen ja Geld verdienen, und Ungeimpfte müssen dann eben draußen blieben.

Letztlich wurde ich lauter und meinte, dass es unklar ist, ob wir wirklich 70% erreichen, weil es eben viele Impfgegner gibt oder Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, erstens, und zweitens, viele Menschen, die arbeiten, auf keinen zweiten Sommer verzichten wollen und sich nicht einsperren lassen. Letzteres könne man nicht kontrollieren.

Schließlich hat er eingesehen, dass es nicht so toll ist das mit den Maßnahmen und was Virologen berechnet haben. Ich selbst hatte mich innerlich furchtbar aufgeregt und daher meinen Wettkampf mit mir selbst schon absolviert: 400n- Intervalle auf der Laufbahn (ich bin auch nicht besser als er, da ich eine Ausnahmeregelung habe, sowohl Sportstättenbeauftrager vom Landratsamt als auch Hausmeister gaben grünes Licht für mich, d.h. ich darf dort trainieren, auch wenn es für Vereine derzeit dort nicht möglich ist).

So schmerzlich es auch ist, ich fürchte mein Vater hat Recht. Wir kommen um eine Impflicht nicht herum. Spahn wird zurückrudern müssen, und damit macht sich die Regierung noch unglaubwürdiger. Aber was, wenn Spahn Wort hält und keine Impfpflicht kommt?

So oder so, diesen Sommer erreichen wir die 70% nicht mehr. Und damit müssen wir uns abfinden. Irgendwann ist das Volk hoffentlich so genervt, dass Millionen auf die Straße gehen, so wie in Weißrussland. Aber nein, geht ja auch nicht. Und deswegen muss man sich mit der Perspektivlosigkeit wohl abfinden oder wie du schreibst sich daran gewöhnen müssen?

Die Alternative ist die Einführung einer Impfpflicht. Trimichi & Vater Trimichi.

LidlRacer 17.04.2021 11:36

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1596945)
...
Das sieht man in den Zahlen der Hospitalisierungen nicht.
...

Die Bilder sind so klein, dass man nichts richtig sieht.
Originalquelle?

LidlRacer 17.04.2021 11:58

Ein Spitzenteam:
Laumann, Laschet, Streeck

https://www.land.nrw/de/media/galeri...-gemeinsam-mit
Das Bild ist zwar 1 Jahr alt, aber Streeck ist wohl immer noch im "Expertenrat Corona", dessen letzte Stellungnahme von Anfang März sich mit Öffnungen, "Indikatoren" etc, nicht aber mit ernsthafter Pandemie-Bekämpfung beschäftigt. Kein Wunder, denn in dem Rat sitzt exakt niemand, der sich mit sowas auskennt.
:Nee:

Ich brauche keinen Indikator, um zu erkennen, dass die total verkackt haben.

merz 17.04.2021 12:21

Links ist Pusch, Laumann nicht im Bild


m.:cool:

KevJames 17.04.2021 12:23

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596941)
Geöffnete Läden sind für mich nur leider nicht ansatzweise "normales Leben" zumal die Läden weitgehend leer blieben solange die Menschen vor dem in der Breite zirkulierendem Virus Angst haben.

Es geht ihnen hierbei nicht nur um geöffnete Läden, da bin ich mir ganz sicher - hatte ich oben ja auch schon geschrieben. Ich wiederhole mich: Ganz normale politische Kommunikationsstrategie. Wenn es blöd läuft werden wir in einiger Zeit über die Idee von Inzidenzen von 100 lachen. Ich darf noch einmal daran erinnern, dass die ersten "gesetzten" Inzidenzwerte 35 waren und diese bereits damals von den meisten Wissenschaftlern als zu hoch abgelehnt t wurden. Wer bitte redet denn heute (politisch) noch über eine Inzidenz von 35?
Wenn Du den Eindruck hast, dass die Menschen freiwillig bei Inzidenz von 100 nicht aus dem Haus gehen sofern geöffnet wird, dann lebst Du meiner Ansicht nach in einer ziemlich angenehmen Blase. Ich denke viel lieber, dass wir hier eine sehr polarisierte Entwicklung sehen würde. Die einen, die sich zurück halten und die anderen, die alles machen was erlaubt ist und die Intensivstationen füllen.

Steff1702 17.04.2021 12:24

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596950)
Ein Spitzenteam:
Laumann, Laschet, Streeck

https://www.land.nrw/de/media/galeri...-gemeinsam-mit
Das Bild ist zwar 1 Jahr alt, aber Streeck ist wohl immer noch im "Expertenrat Corona", dessen letzte Stellungnahme von Anfang März sich mit Öffnungen, "Indikatoren" etc, nicht aber mit ernsthafter Pandemie-Bekämpfung beschäftigt. Kein Wunder, denn in dem Rat sitzt exakt niemand, der sich mit sowas auskennt.
:Nee:

Ich brauche keinen Indikator, um zu erkennen, dass die total verkackt haben.


Wirklich ein Skandal, dass die auf eine Koryphäe wie dich verzichten. Ich hoffe du hast dich beschwert? Die Welt muss das erfahren!

dr_big 17.04.2021 12:26

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1596940)
Ich halte diesen Vergleich mit den Massenmorden des 20. Jahrhunderts ziemlich daneben. Der spinnt doch wohl, oder? Wissenschaftler wie Drosten und Politiker wie Lauterbach oder Merkel treiben keine Menschen in Gaskammern.

Außerdem werden hier Ideologien und Wissenschaft/Tatsachen in denselben Topf geworfen. Die angebliche Verschwörung des Weltjudentums, die Idee von der Überlegenheit der arischen Rasse und der eigenen Nation sind keine Tatsachen. Sie sind auch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sondern es sind Ideologien. Im Gegensatz dazu sind das Corona-Virus und seine Folgen reale Tatsachen.



Das ist sachlich falsch. Diese Werte werden keineswegs absolut gesetzt. Sondern sie werden abgewogen gegen andere Werte.

Falsch ist aus meiner Sicht außerdem die Bezeichnung "die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft". Es handelt sich keineswegs um Feinde der offenen Gesellschaft. Das ist keine Philosophie, denn deren wichtigstes Werkzeug ist die Logik. Es ist einfach Hetze.

---

Damit möchte ich Dich, TriVet, keinesfalls persönlich kritisieren. Man könnte das missverstehen, da es beim Zitieren Deines Beitrags so aussieht, als seien das Deine Worte. Es sind die Worte des Philosophen, die ich kritisiere. Danke für’s Teilen.
:Blumen:

TriVet hat bewusst die Stelle zitiert, in der der Holocaust so perfide eingebracht wird. Damit macht er sich diese Theorie zu eigen und das muss meiner Meinung nach scharf verurteilt werden. Bei solchen Aussagen gibt es keine Toleranz.

KevJames 17.04.2021 12:26

Übrigens: Die Linke ist die einzige "große" (Bundes-)Partei, die sich gerade für einen konsequenten und harten Lockdown ausspricht.

51% der Befragten im Deutschlandtrend sind für Lockdowns. So langsam wacht das Land auf, wie immer viel zu langsam, aber es wacht auf. Ob die Herren und Damen Politiker das noch tun, nun, wir werden live dabei sein ...

LidlRacer 17.04.2021 12:31

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1596955)
Links ist Pusch, Laumann nicht im Bild

Ups, sorry, hab mich von der direkten Bildunterschrift täuschen lassen.

Ändert aber nichts an der Aussage.

sabine-g 17.04.2021 12:37

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1596959)
TriVet hat bewusst die Stelle zitiert, in der der Holocaust so perfide eingebracht wird. Damit macht er sich diese Theorie zu eigen und das muss meiner Meinung nach scharf verurteilt werden. Bei solchen Aussagen gibt es keine Toleranz.

Ich finde jegliche Vergleiche mit den Verbrechen der Nazis total daneben und würde sämtliche User ohne Warnung hier rausschmeißen.
TriMichi hat gestern auch so einen rausgehauen, ein paar andere Honks melden sich Gott sei Dank nicht mehr oder sind schon weg.
:Kotz: :Kotz: :Kotz:

LidlRacer 17.04.2021 12:41

Zitat:

Zitat von Steff1702 (Beitrag 1596958)
Wirklich ein Skandal, dass die auf eine Koryphäe wie dich verzichten. Ich hoffe du hast dich beschwert? Die Welt muss das erfahren!

"NRW – Laschets „Experten“-Rat
Aber nicht nur medial – egal ob klassisch oder sozial – ist Hendrik Streeck schier omnipräsent. Umtriebig und ehrgeizig wie er ist, hat er es auch zügig in den Corona-Expertenrat von NRW um Armin Laschet (CDU) geschafft.

Hach, der Expertenrat.

Man könnte meinen, in Zeiten einer gesundheitlichen Notlage werden politische Entscheidungen entlang medizinischer Empfehlungen getroffen. Außer Du bist Ministerpräsident mit Ambitionen auf den Parteivorsitz und einer Landtagswahl vor der Brust. Dann sitzen in Deinem Corona-Expertenrat auch das „rheingold Institut“ („tiefenpsychologischen Marktforschung für Markt- und Medienforschung“), das „Institut der deutschen Wirtschaft Köln“, die Firma TRUMPF – die 2017 der CDU Parteispenden in Höhe von 100.000 Euro zukommen ließ, der FDP 50.000 Euro -, die Deutsche Telekom AG (ihrerseits Experten auf dem Gebiet der Viren … oh wait) und Hendrik Streeck, eben jener nicht wirklich unabhängige Mediziner – einer von zwei Medizinern im 12-köpfigen Rat -, der seine Studie von Michael Mronz strategisch begleiten ließ. Von eben jenem Unternehmer Michael Mronz, der wiederum seit geraumer Zeit mit Ministerpräsident Armin Laschet fleißig die Werbetrommel für das Olympia-Projekt „Rhein Ruhr City 2032“ rührt, ein Projekt, über das 2021 entschieden werden soll und in dem sich inzwischen herauskristallisiert, dass das IOC mit Brisbane verhandelt.

An dieser Stelle sollte man sich der Ironie bewusst werden, dass Australien mit seinem #NoCovid-Konzept diametral zu den permanenten Öffnungsbestrebungen des Armin Laschet steht 🙂

Dampft man diese Melange etwas ein, so holt sich ein Ministerpräsident den befreundeten Virologen eines Projektpartners in den Expertenrat, dessen Empfehlungen maßgeblich auf einer Studie beruhen werden, die von beiden Projektpartnern mit 95.000 € bezuschusst wird.

Nun, wir sind arbeitsbedingt notorisch paranoid. Dennoch sieht Unabhängigkeit von Forschung und Wissenschaft für uns anders aus."


Aus:
Hendrik Streeck: Von einem der auszog, die Seuche zu lehren …
… und ein Springerteufelchen wurde.
von Anonleaks

Hafu 17.04.2021 12:47

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1596945)
Wie ist das jetzt mit den Mutationen, zB. B117? Es gab ja die Vermutung, dass es Jüngere wesentlich härter trifft.

Das sieht man in den Zahlen der Hospitalisierungen nicht. Die B117 ist Ende letzten Jahres aufgetreten,

Korrektur: B1.1.7 ist in UK und in direkten Nachbarstaaten Portugal, Nordfrankreich schon Ende letzten Jahres aufgetreten und dominant geworden.
In der Schweiz und in Deutschland hat sich die Mutante erst ab Mitte Februar angefangen durchzusetzen. Einfach mal kurz googeln.

Ob es jüngere Härter trifft ist noch nicht genau klärt und deshalb vorläufig Spekulation. Gesichert ist die deutlich leichtere Übertragbarkeit.

Steff1702 17.04.2021 12:53

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596963)
"NRW – Laschets „Experten“-Rat
Aber nicht nur medial – egal ob klassisch oder sozial – ist Hendrik Streeck schier omnipräsent. Umtriebig und ehrgeizig wie er ist, hat er es auch zügig in den Corona-Expertenrat von NRW um Armin Laschet (CDU) geschafft.

Hach, der Expertenrat.

Man könnte meinen, in Zeiten einer gesundheitlichen Notlage werden politische Entscheidungen entlang medizinischer Empfehlungen getroffen. Außer Du bist Ministerpräsident mit Ambitionen auf den Parteivorsitz und einer Landtagswahl vor der Brust. Dann sitzen in Deinem Corona-Expertenrat auch das „rheingold Institut“ („tiefenpsychologischen Marktforschung für Markt- und Medienforschung“), das „Institut der deutschen Wirtschaft Köln“, die Firma TRUMPF – die 2017 der CDU Parteispenden in Höhe von 100.000 Euro zukommen ließ, der FDP 50.000 Euro -, die Deutsche Telekom AG (ihrerseits Experten auf dem Gebiet der Viren … oh wait) und Hendrik Streeck, eben jener nicht wirklich unabhängige Mediziner – einer von zwei Medizinern im 12-köpfigen Rat -, der seine Studie von Michael Mronz strategisch begleiten ließ. Von eben jenem Unternehmer Michael Mronz, der wiederum seit geraumer Zeit mit Ministerpräsident Armin Laschet fleißig die Werbetrommel für das Olympia-Projekt „Rhein Ruhr City 2032“ rührt, ein Projekt, über das 2021 entschieden werden soll und in dem sich inzwischen herauskristallisiert, dass das IOC mit Brisbane verhandelt.

An dieser Stelle sollte man sich der Ironie bewusst werden, dass Australien mit seinem #NoCovid-Konzept diametral zu den permanenten Öffnungsbestrebungen des Armin Laschet steht 🙂

Dampft man diese Melange etwas ein, so holt sich ein Ministerpräsident den befreundeten Virologen eines Projektpartners in den Expertenrat, dessen Empfehlungen maßgeblich auf einer Studie beruhen werden, die von beiden Projektpartnern mit 95.000 € bezuschusst wird.

Nun, wir sind arbeitsbedingt notorisch paranoid. Dennoch sieht Unabhängigkeit von Forschung und Wissenschaft für uns anders aus."


Aus:
Hendrik Streeck: Von einem der auszog, die Seuche zu lehren …
… und ein Springerteufelchen wurde.
von Anonleaks


Leuten die Kompetenz aufgrund von „anonleaks“ absprechen, köstlich :Lachanfall:

Gelbbremser 17.04.2021 13:21

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1596940)
Ich halte diesen Vergleich mit den Massenmorden des 20. Jahrhunderts ziemlich daneben. Der spinnt doch wohl, oder? Wissenschaftler wie Drosten und Politiker wie Lauterbach oder Merkel treiben keine Menschen in Gaskammern.

Außerdem werden hier Ideologien und Wissenschaft/Tatsachen in denselben Topf geworfen. Die angebliche Verschwörung des Weltjudentums, die Idee von der Überlegenheit der arischen Rasse und der eigenen Nation sind keine Tatsachen. Sie sind auch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sondern es sind Ideologien. Im Gegensatz dazu sind das Corona-Virus und seine Folgen reale Tatsachen.



Das ist sachlich falsch. Diese Werte werden keineswegs absolut gesetzt. Sondern sie werden abgewogen gegen andere Werte.

Falsch ist aus meiner Sicht außerdem die Bezeichnung "die heutigen Feinde der offenen Gesellschaft". Es handelt sich keineswegs um Feinde der offenen Gesellschaft. Das ist keine Philosophie, denn deren wichtigstes Werkzeug ist die Logik. Es ist einfach Hetze.

---

Damit möchte ich Dich, TriVet, keinesfalls persönlich kritisieren. Man könnte das missverstehen, da es beim Zitieren Deines Beitrags so aussieht, als seien das Deine Worte. Es sind die Worte des Philosophen, die ich kritisiere. Danke für’s Teilen.
:Blumen:

Na ja, wenn´s um Karl Popper geht - der wußte noch nix von Corona. Der ist 1994 gestorben. TriVet hat dessen Statements in den aktuellen Zusammenhang gebracht.

El Stupido 17.04.2021 13:38

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1596940)
Ich halte diesen Vergleich mit den Massenmorden des 20. Jahrhunderts ziemlich daneben. Der spinnt doch wohl, oder? Wissenschaftler wie Drosten und Politiker wie Lauterbach oder Merkel treiben keine Menschen in Gaskammern.

(....)

Soll Leute geben, die das anders sehen:

Klick

Wer sich das Bild nicht ansehen mag: ein Aufkleber, dass Prof. Dr. Drosten zeigt und KZ-"Arzt" Mengele. Darunter der Schriftzug "trust me, I´m a Doctor"

Hier auch mehr Info dazu in Form eines BR Artikels:

https://www.br.de/nachrichten/deutsc...corona,Rzj6QCv

keko# 17.04.2021 13:43

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1596947)
...
Er meinte, dass eine gesetzliche Impfpflicht kommen soll. damit man die 70% schafft. Wer sich nicht impfen lässt, muss bestraft werden....
Die Alternative ist die Einführung einer Impfpflicht. Trimichi & Vater Trimichi.

Ich orakelte schon im vergangenen Jahr, dass wir innerhalb der nächsten 2-3 Jahre eine generelle Corona-Impfpflicht haben werden und sehe das nach wie vor so. Die aktuellen Gesetze ermöglichen das schon bereits. Letztendlich fehlt nur ausreichend Impfstoff.
Interessant finde ich lediglich die Frage, wann die Impfpflicht kommt und wie oft man geimpft werden muss. Ich tippe auf 2022 und jährlich.
:Blumen:

Hafu 17.04.2021 13:50

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1596972)
...
Interessant finde ich lediglich die Frage, wann die Impfpflicht kommt und wie oft man geimpft werden muss. Ich tippe auf 2022 und jährlich.
:Blumen:

Die Diskussion gab es in Israel auch schonmal, als die dortige Impfkampagne trotz genügend Impfstoff ins Stocken geraten war.

Mit Einführung des elektronischen impfpasses in Verbindung mit Impfprivilegien war das Problem dort gelöst.

Der europäische Impfpass ist ja längst beschlossen und auf den Weg gebracht.

Deshalb wettert ja die AFD als Interessenvertreter der Covidioten, gegen Impfpass und Impfprivilegien, da dies ja faktisch eine Art "Impfpflicht durch die Hintertür" ist. Der Ausdruck stammt glaube ich sogar von Alice Weidel und ich muss ihr da ausnahmsweise Recht geben. Nur eben, dass ich persönlich kein Problem habe mit der "Impfpflicht durch die Hintertür". Mir ist es egal, wenn sich ein paar Leute nicht impfen lassen und lieber daheim rumsitzen.
Solange man Impfverweigerer nicht in der Gastronomie, in Fitnesstudios, bei Events oder in Flugzeugen trifft sehe ich darin kein Problem.

LidlRacer 17.04.2021 13:53

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596974)
Die Diskussion gab es in Israel auch schonmal, als die dortige Impfkampagne trotz genügend Impfstoff ins Stocken geraten war.

Mit Einführung des elektronischen impfpasses in Verbindung mit Impfprivilegien war das Problem dort gelöst.

Sowas wird bei uns aber wohl erst nach 3-jähriger Diskussion kommen ...

Limette 17.04.2021 14:02

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596976)
Sowas wird bei uns aber wohl erst nach 3-jähriger Diskussion kommen ...

Leider

LidlRacer 17.04.2021 14:07

Zitat:

Zitat von Steff1702 (Beitrag 1596965)
Leuten die Kompetenz aufgrund von „anonleaks“ absprechen, köstlich :Lachanfall:

Gerne erwarte ich deine faktenbasierte Richtigstellung evtl. Falschbehauptungen von Anonleaks.
Ich fürchte, ich werde lange warten ...

deirflu 17.04.2021 14:08

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1596976)
Sowas wird bei uns aber wohl erst nach 3-jähriger Diskussion kommen ...

Einer der wenigen positiven Nebeneffekte der ganzen Sache, bei uns in Österreich ist es jetzt schnell gegangen mit dem E-Impfpass.

Generell läuft bei uns jetzt ja der elektronische Gesundheitsakt. Er wird zwar noch nicht von allen Ärzten voll verwendet, ich finde es aber sehr praktisch weil endlich alles Zentral gespeichert wird und auch zur eigenen Information abrufbar ist.

TriVet 17.04.2021 15:32

Inzwischen sehr offtopic, aber solche Anwürfe mag ich doch sehr ungern unkommentiert stehen lassen.
Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1596959)
TriVet hat bewusst die Stelle zitiert, in der der Holocaust so perfide eingebracht wird. Damit macht er sich diese Theorie zu eigen und das muss meiner Meinung nach scharf verurteilt werden. Bei solchen Aussagen gibt es keine Toleranz.

Wow! :Maso:
Das ist scharfer Tobak. Aber ich kann dich (hoffentlich) beruhigen, weder bin ich so subtil noch so schlau.
Also, nein. habe ich nicht. Mache ich nicht.
Dass das nicht meine Gedanken sind und waren, müsstest du mir einfach glauben, ich fürchte dein (falsches) Bild von mir steht aber schon fest. :Blumen:

Zitat:

Zitat von Gelbbremser (Beitrag 1596968)
Na ja, wenn´s um Karl Popper geht - der wußte noch nix von Corona. Der ist 1994 gestorben. TriVet hat dessen Statements in den aktuellen Zusammenhang gebracht.

Nochmal:
Ich habe, im Nachhinein zu unbedacht, einen Artikel aus einer -für mich- renommierten und seriösen Quelle (NZZ) mit einem mir unbekannten Autor verlinkt, dessen Mitgliedschaft in immerhin einer von Deutschlands renommiertesten wissenschaftlichen Vereinigungen Leopoldina) mir zunächst vertrauenserweckend schien. Dass die Annahmen des Autors hinreichend falsch waren hatten wir jetzt schon klargestellt.
Die Statements gab es nicht von mir.
allerdings mein Fehler, an dem sich einige hier mehr aufgeilen als ich mir je vorzustellen vermocht hätte, dass ich meine keineswegs übereinstimmende Position mit dem Verfasser in einigen Positionen nicht klar kommuniziert habe. Man möge es meiner beschränkten Vorstellungskraft ankreiden.

Meinerseits würde ich es damit gut sein lassen.
Haette NIE gedacht, dass ich mich mal in diese Ecke stellen lassen haette sollen. Man lernt nie aus.
Wenn sich noch jemand aus der Ferne an mir abarbeiten mag, soll er/sie es tun, ich werde so gut es geht darauf eingehen.

deralexxx 17.04.2021 15:43

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596987)
Nochmal:
Ich habe, im Nachhinein zu unbedacht, einen Artikel aus einer -für mich- renommierten und seriösen Quelle (NZZ) mit einem mir unbekannten Autor verlinkt, dessen Mitgliedschaft in immerhin einer von Deutschlands renommiertesten wissenschaftlichen Vereinigungen Leopoldina) mir zunächst vertrauenserweckend schien. Dass die Annahmen des Autors hinreichend falsch waren hatten wir jetzt schon klargestellt.
Die Statements gab es nicht von mir.
allerdings mein Fehler, an dem sich einige hier mehr aufgeilen als ich mir je vorzustellen vermocht hätte, dass ich meine keineswegs übereinstimmende Position mit dem Verfasser in einigen Positionen nicht klar kommuniziert habe. Man möge es meiner beschränkten Vorstellungskraft ankreiden.

Meinerseits würde ich es damit gut sein lassen.
Haette NIE gedacht, dass ich mich mal in diese Ecke stellen lassen haette sollen. Man lernt nie aus.
Wenn sich noch jemand aus der Ferne an mir abarbeiten mag, soll er/sie es tun, ich werde so gut es geht darauf eingehen.

:Blumen: :Blumen:

crazy 17.04.2021 16:01

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596987)
Inzwischen sehr offtopic, aber solche Anwürfe mag ich doch sehr ungern unkommentiert stehen lassen.

Wow! :Maso:
Das ist scharfer Tobak. Aber ich kann dich (hoffentlich) beruhigen, weder bin ich so subtil noch so schlau.
Also, nein. habe ich nicht. Mache ich nicht.
Dass das nicht meine Gedanken sind und waren, müsstest du mir einfach glauben, ich fürchte dein (falsches) Bild von mir steht aber schon fest. :Blumen:



Nochmal:
Ich habe, im Nachhinein zu unbedacht, einen Artikel aus einer -für mich- renommierten und seriösen Quelle (NZZ) mit einem mir unbekannten Autor verlinkt, dessen Mitgliedschaft in immerhin einer von Deutschlands renommiertesten wissenschaftlichen Vereinigungen Leopoldina) mir zunächst vertrauenserweckend schien. Dass die Annahmen des Autors hinreichend falsch waren hatten wir jetzt schon klargestellt.
Die Statements gab es nicht von mir.
allerdings mein Fehler, an dem sich einige hier mehr aufgeilen als ich mir je vorzustellen vermocht hätte, dass ich meine keineswegs übereinstimmende Position mit dem Verfasser in einigen Positionen nicht klar kommuniziert habe. Man möge es meiner beschränkten Vorstellungskraft ankreiden.

Meinerseits würde ich es damit gut sein lassen.
Haette NIE gedacht, dass ich mich mal in diese Ecke stellen lassen haette sollen. Man lernt nie aus.
Wenn sich noch jemand aus der Ferne an mir abarbeiten mag, soll er/sie es tun, ich werde so gut es geht darauf eingehen.

Auch Fehler eingestehen gehört zum Diskurs. :Blumen:
Merci dafür, in die rechte Ecke stellte ich Dich nie (und war ob des verlinkten Beitrags sehr verwundert)

keko# 17.04.2021 16:06

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1596974)
Die Diskussion gab es in Israel auch schonmal, als die dortige Impfkampagne trotz genügend Impfstoff ins Stocken geraten war.

Mit Einführung des elektronischen impfpasses in Verbindung mit Impfprivilegien war das Problem dort gelöst.

Der europäische Impfpass ist ja längst beschlossen und auf den Weg gebracht.....

In Israel hat man, so konnte ich mal im 'Handelsblatt' lesen, dazu an einem Museum eine Gesichtserkennung gekoppelt, um Schummelei zu vermeiden. Technologisch ist das zwar nicht mehr Kindergarten, aber in etwa Oberstufe an einem technischen Gymnasium. Im professionellen Umfeld bzw. wenn man sich anschaut, was heute schon mit "der Digitalisierung" möglich ist [und wie rasant sich dieser Bereich entwickelt], ist man um Welten weiter. Ich bete dafür, dass moderne Methoden und Technolgien in die richtigen Hände fallen.
:Blumen:

Bleierpel 17.04.2021 16:06

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1596987)
...
Haette NIE gedacht, dass ich mich mal in diese Ecke stellen lassen haette sollen. Man lernt nie aus.
Wenn sich noch jemand aus der Ferne an mir abarbeiten mag, soll er/sie es tun, ich werde so gut es geht darauf eingehen.

Wer Deine Beiträge schon so lange verfolgt wie ich (und zudem standen wir ja auch lange im Austausch), der MUSs einfach mal sagen: NEIN, Du stehst NICHT in dieser Ecke!

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