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carolinchen 23.03.2021 13:00

Diskussion hier in der Firma: müssen wir am 1. April arbeiten? Ja oder nein?

Bockwuchst 23.03.2021 13:03

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592274)
Die extrem widersprüchlichen Verläufe in den einzelnen Ländern zeigen doch ganz gut, dass das Thema zu komplex ist und nicht einfach auf halbgare Lockdown-Massnahmen runterzubrechen kann. Die bringen nämlich anhand dieser widersprüchlicher Verläufe genau gar nichts.

Und die Experten versuchen in einer Art Chaosforschung irgendwelche superausgeklügelten Massnahmen herauszuarbeiten, was offensichtlich anhand der Erfahrung von einem Jahr nicht funktioniert.

Entweder man macht es mit striktem Lockdown und Grenzen zu, so wie einige diktatorische Länder, was bei unserem Gesellschaftssystem nicht funktioniert, oder man muss damit leben. AHA-Regeln, Eigenschutz, Impfung. Der Rest reguliert sind von selbst.

Eigentlich ist der Verlauf der Pandemie sehr gut berechenbar. Die Modellierungen sagen schon fast verblüffend gut die tatsächliche Realität vorraus. Die dritte Welle wurde genau so schon Ende Dezember / Anfang Januar von allen seriösen Wissenschaftlern angekündigt. Einzig die Politik und ein paar Unverbesserliche verschließen die Augen davor.

MattF 23.03.2021 13:04

Zitat:

Zitat von carolinchen (Beitrag 1592276)
Diskussion hier in der Firma: müssen wir am 1. April arbeiten? Ja oder nein?

Spannend, wahrscheinlich hat man sich Gestern darüber nicht wirklich Gedanken gemacht :Cheese: :Cheese:

Bockwuchst 23.03.2021 13:05

Zitat:

Zitat von carolinchen (Beitrag 1592276)
Diskussion hier in der Firma: müssen wir am 1. April arbeiten? Ja oder nein?

Wo arbeitest du denn? Wenn du in nem Laden arbeitest, wird der geschlossen sein, ob sich dein Arbeitgeber dann andere Aufgebane für dich überlegt ist wahrscheinlich seine Entscheidung. Für alle anderen Arbeitnehmer ändert sich genau nichts.

MattF 23.03.2021 13:06

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1592280)
Wo arbeitest du denn? Wenn du in nem Laden arbeitest, wird der geschlossen sein, ob sich dein Arbeitgeber dann andere Aufgebane für dich überlegt ist wahrscheinlich seine Entscheidung. Für alle anderen Arbeitnehmer ändert sich genau nichts.

Das macht dann aber mal wieder richtig Sinn!

flodei 23.03.2021 13:09

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1592280)
Wo arbeitest du denn? Wenn du in nem Laden arbeitest, wird der geschlossen sein, ob sich dein Arbeitgeber dann andere Aufgebane für dich überlegt ist wahrscheinlich seine Entscheidung. Für alle anderen Arbeitnehmer ändert sich genau nichts.

Ich glaube nicht, dass es so gemeint ist. Ich meine eher, dass alle Betriebe geschlossen werden (müssen) :Cheese:

aequitas 23.03.2021 13:11

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1592280)
Wo arbeitest du denn? Wenn du in nem Laden arbeitest, wird der geschlossen sein, ob sich dein Arbeitgeber dann andere Aufgebane für dich überlegt ist wahrscheinlich seine Entscheidung. Für alle anderen Arbeitnehmer ändert sich genau nichts.

Falsch. Bisher ist der Gründonnerstag als Ruhetag wie ein Sonn- oder Feiertag angekündigt. Du musst theoretisch also nur arbeiten, wenn es in deinem Betrieb Regelungen zur Arbeit an Ruhetagen gibt. Nun müssen die Länder regeln. Bin aber gespannt, ob und wie das umgesetzt werden soll.

Plasma 23.03.2021 13:11

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1592150)
In der Tat interessant, mal auf den Anfang zurück zu schauen.

Das Posting muss mir aber keineswegs peinlich sein. Zu der Zeit hatten wir, wenn ich mich recht erinnere, keinen einzigen Fall in Deutschland außer denen bei Webasto, wo die Weiterverbreitung tatsächlich gestoppt wurde.

Hi Lidlracer,

Dein Beitrag muss Dir natürlich in keinster Weise peinlich sein. Ich hätte auch einige andere zitieren können. Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, wie einem angesichts so einer "neuen" Krisensituation geradzu schon brutal zu nennende Fehleinschätzungen unterlaufen können. Ich selbst habe mich auch bei manchen Ding geirrt. Recht behalten habe ich vor allem mit einem: Es wird auf absehbare Zeit keine Medikamente dagegen geben. Also Medikamente in dem Sinn, dass man eine Infusion oder Tablette bekommt und das Thema ist abschließend gegessen. Damit wäre die Pandemie ja sofort beendet. Sterben würden wahrscheinlich trotzdem ein paar Leute, non-responder, allergische Reaktionen, zu spät etc.

Deine Aussage war ja, dass sich Corona auf China beschränkt und viel dafür getan wird, dass das auch so bleibt. Wie wir heute wissen, stimmt insbesondere Letzteres definitiv nicht. Selbst heute noch wird nichts dagegen getan, siehe die Mutanten. Deswegen: Wenn heute irgendwo auf der Welt eine noch aggressivere Mutante auftaucht, muss man davon ausgehen, dass die irgendwann in D ankommt und sich wie B117 durchsetzt.

Gemäß Beschluss SOLL man keine Urlaubsreisen unternehmen. Warum diese nicht einfach verbieten? Diese Grundrechtseinschränkung (Freizügigkeit) spielt dann auch schon keine Rolle mehr. Warum muss diese CDU Politikerin (MdB), die auf dem Rückflug gestorben ist, nach Kuba reisen? Ein schönes Vorbild.

Bockwuchst 23.03.2021 13:14

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1592284)
Falsch. Bisher ist der Gründonnerstag als Ruhetag wie ein Sonn- oder Feiertag angekündigt. Du musst theoretisch also nur arbeiten, wenn es in deinem Betrieb Regelungen zur Arbeit an Ruhetagen gibt. Nun müssen die Länder regeln. Bin aber gespannt, ob und wie das umgesetzt werden soll.

Hab´s gerade nochmal nachgelesen. Ist bis jetzt tatsächlich eher wolkig umschrieben. Da wird man auf die Umsetzung der Länder warten müssen.

flodei 23.03.2021 13:32

Das ist ein Auszug aus der heutigen bayerischen Kabinettssitzung:
Zitat:

• Betriebe, Ladengeschäfte, Unternehmen und Behörden bleiben am 1. April 2021 (Gründonnerstag) und am 3. April 2021 (Karsamstag) wie an den Osterfeiertagen geschlossen; am Samstag, den 3. April 2021, wird ausschließlich der Lebensmittelhandel geöffnet.

Adept 23.03.2021 13:35

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1592285)
...

Gemäß Beschluss SOLL man keine Urlaubsreisen unternehmen. Warum diese nicht einfach verbieten? Diese Grundrechtseinschränkung (Freizügigkeit) spielt dann auch schon keine Rolle mehr. Warum muss diese CDU Politikerin (MdB), die auf dem Rückflug gestorben ist, nach Kuba reisen? Ein schönes Vorbild.

Wir sind eine freiheitsorientierte, ich-bezogene, Selbstverwirklichung fokussierte Gesellschaft. Daher werden harte Massnahmen nicht einfach so funktionieren. Am Anfang war die Angst vor diesem Virus sehr gross, da hätte man die mehr harte, kurzfristige Einschränkungen einführen können, jetzt ist der Zug abgefahren.

dr_big 23.03.2021 13:38

Zitat:

Zitat von flodei (Beitrag 1592294)
Das ist ein Auszug aus der heutigen bayerischen Kabinettssitzung:

Wird noch lustig. Viele Betriebe können nicht schliessen, laufen also weiter und es müssen Feiertagszuschläge bezahlt werden. Hoffentlich auch im Gesundheitswesen.

captain hook 23.03.2021 13:39

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592296)
Wir sind eine freiheitsorientierte, ich-bezogene, Selbstverwirklichung fokussierte Gesellschaft. Daher werden harte Massnahmen nicht einfach so funktionieren. Am Anfang war die Angest vor diesem Virus sehr gross, da hätte man die mehr harte, kurzfristige Einschränkungen einführen können, jetzt ist der Zug abgefahren.

Naja, bereits letzte Woche waren über 30% der Befragten im Deutschlandtrend für eine Verschärfung der Maßnahmen. Also sie akzeptierten nicht eine Verschärfung, sie wollten diese von sich aus. Und da waren die Zahlen noch nicht so, wie sie jetzt sind.

Was bringt Dich also zu deiner abschließenden Feststellung?

Adept 23.03.2021 13:45

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1592300)
Naja, bereits letzte Woche waren über 30% der Befragten im Deutschlandtrend für eine Verschärfung der Maßnahmen. Also sie akzeptierten nicht eine Verschärfung, sie wollten diese von sich aus. Und da waren die Zahlen noch nicht so, wie sie jetzt sind.

Was bringt Dich also zu deiner abschließenden Feststellung?

Dass 70% (Mehrheit) nicht für eine Verschärfung waren. :Blumen:

pepusalt 23.03.2021 13:49

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592254)
Wenn Massnahmen beschlossen werden, die die Bevölkerung nicht befolgen kann/will, dann sind es die falschen Massnahmen für diese Gesellschaft.

Richtig :Lachen2:

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592254)
Es ist immer noch eine Demokratie und da entscheidet das Volk, was gemacht wird.

Nein, :Lachen2: die Mehrheit der gewählten Volksvertreter der Bevölkerung entscheidet, nennt sich parlamentarische Demokratie (Quelle: Schulbildung) Und meiner Ansicht tut sie das, was die Mehrheit, die sie gewählt hat, im Prinzip als richtige Richtung sieht, mit Qualitätsmängeln, sicherlich und ärgerlich.

Nebenbei, 'das Volk' hat eh gerade zur Zeit ein saudoofes Geschmäckle.
Und stellt in ihrer erkennbaren Erscheinung eine egoistische Minderheit dar, die krakeelt und sich offensichtlich nicht gemeinschaftlich verhält, verhalten will.

Adept 23.03.2021 13:54

Pepusalt, bist du Lehrer? :Cheese:

pepusalt 23.03.2021 13:55

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592306)
Pepusalt, bist du Lehrer? :Cheese:

komplett daneben getippt :Lachen2:

Matthias75 23.03.2021 13:56

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592254)
Wenn Massnahmen beschlossen werden, die die Bevölkerung nicht befolgen kann/will, dann sind es die falschen Massnahmen für diese Gesellschaft. Es ist immer noch eine Demokratie und da entscheidet das Volk, was gemacht wird.

"Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen." (Walter Scheel)
:Huhu:

M.

captain hook 23.03.2021 13:58

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592302)
Dass 70% (Mehrheit) nicht für eine Verschärfung waren. :Blumen:

"sie nicht von sich aus forderten" wäre Deine Formulierung gewesen. Dagegen waren übrigens rd. 25% wenn ich mich recht entsinne. Also eine Minderheit.

Adept 23.03.2021 13:59

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1592310)
"Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen." (Walter Scheel)
:Huhu:

M.

Ah ok, Politiker wissen natürlich besser, was für die Bevölkerung das richtige ist. ;)

Da lobe ich mir die Basisdemokratie in der Schweiz für grundlegende Fragen.

LidlRacer 23.03.2021 14:02

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592302)
Dass 70% (Mehrheit) nicht für eine Verschärfung waren. :Blumen:

Man muss sich nur die richtige Umfrage aussuchen!
"Der Anteil der Menschen, die eine Verschärfung der geltenden Maßnahmen befürworten, ist demnach im Vergleich zu den letzten Bund-Länder-Runden deutlich gestiegen: Knapp über 40 Prozent sind dafür. Rund 23 Prozent sind der Meinung, dass die Maßnahmen auf dem aktuellen Niveau beibehalten werden sollten. 33 Prozent fordern dagegen Lockerungen."
https://www.spiegel.de/politik/deuts...3-000d2526d324

NBer 23.03.2021 14:03

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592314)
......Da lobe ich mir die Basisdemokratie in der Schweiz für grundlegende Fragen.

Um Gottes Willen. Ich habe auch lange gedacht, dass das gut wäre. Spätestens seit der Brexitentscheidung bin ich bei Entscheidungen, die den Horizont der breiten Masse übersteigen, völlig anderer Meinung.

Adept 23.03.2021 14:06

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1592317)
Man muss sich nur die richtige Umfrage aussuchen!
"Der Anteil der Menschen, die eine Verschärfung der geltenden Maßnahmen befürworten, ist demnach im Vergleich zu den letzten Bund-Länder-Runden deutlich gestiegen: Knapp über 40 Prozent sind dafür. Rund 23 Prozent sind der Meinung, dass die Maßnahmen auf dem aktuellen Niveau beibehalten werden sollten. 33 Prozent fordern dagegen Lockerungen."
https://www.spiegel.de/politik/deuts...3-000d2526d324

Stimmt, man muss sich einfach die Statistik aussuchen, die seine eigene Meinung unterstützt, dann ist es immer die richtige! ;)

deralexxx 23.03.2021 14:17

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592314)
Ah ok, Politiker wissen natürlich besser, was für die Bevölkerung das richtige ist. ;)

Da lobe ich mir die Basisdemokratie in der Schweiz für grundlegende Fragen.

Für grundlegende Fragen ja. Für Reaktionen in Krisen wie sie derzeit herrscht aus meiner Sicht nicht lobenswert. Das Hin und Her mit den Kantonen und Schuldzuweisung bzw. Verantwortung auf den jeweils Anderen schieben in der aktuellen Situation ist nicht gut.

captain hook 23.03.2021 14:22

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592321)
Stimmt, man muss sich einfach die Statistik aussuchen, die seine eigene Meinung unterstützt, dann ist es immer die richtige! ;)

Hast Du nen Link zu einer, die Deine Auffassung unterstützt?

Kälteidiot 23.03.2021 14:30

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592314)
Ah ok, Politiker wissen natürlich besser, was für die Bevölkerung das richtige ist. ;)

Da lobe ich mir die Basisdemokratie in der Schweiz für grundlegende Fragen.


klingt verlockend,

aber wie würdest du in unserem Fall die grundlegende(n) Frage(n) formulieren? Mir fällt keine ein die nicht so plakativ wäre wie "Lockdown ja nein"


Ausserdem ist die Befragung / Abstimmung durch die Bevölkerung in diesem Fall zu träge. Ausser man hat eine Zwangsapp (Chip) und die Bevölkerung kann in Echtzeit abstimmen

Mr. Brot 23.03.2021 15:32

Zitat:

Zitat von carolinchen (Beitrag 1592276)
Diskussion hier in der Firma: müssen wir am 1. April arbeiten? Ja oder nein?

Bei uns ist durch, wir müssen zu machen.
Den Rückstand, den wir damit erleiden, werden wir leider nicht aufholen können.:dresche
Wir hätten lieber beantragt, ob wir nicht auch Karfreitag und Ostermontag 3 Schichtig hätten durcharbeiten dürfen,...

Bockwuchst 23.03.2021 15:53

Zitat:

Zitat von Mr. Brot (Beitrag 1592340)
Bei uns ist durch, wir müssen zu machen.
Den Rückstand, den wir damit erleiden, werden wir leider nicht aufholen können.:dresche
Wir hätten lieber beantragt, ob wir nicht auch Karfreitag und Ostermontag 3 Schichtig hätten durcharbeiten dürfen,...

Also für mich sind da noch viele Fragen offen. Es hieß ja es soll wie ein Sonn- oder Feiertag gelten. Heißt das dann, alle haben frei? Oder arbeiten die, die sonst auch Home Office machen, eben so wie immer? Oder muss man dafür einen Urlaubstag verbrauchen? Ich nehme an es wird viele Ausnahmen geben. Bei uns in der Firma wird das nicht gehen, dass keiner vor Ort ist. Kleine Notbesetzung auf jeden Fall erforderlich. Aber wer entscheidet, ob zulässig und in welchem Umfang? Bei uns wird auch an Sonn- und Feiertagen oft gearbeitet.
Alles ziemlich sinnlos.

welfe 23.03.2021 15:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1591744)
Hm, interessant.
Ich bin kein Experte, halte aber die Äußerung des Arztes für fragwürdig. Heißt es nicht, eine Impfung erzeuge eine bessere Immunität als eine Infektion - auch im Hinblick auf die Virusvarianten?
Deswegen sollen ja auch Leute, die schon infiziert waren, geimpft werden.
Denke also, Du solltest nicht zu unvorsichtig werden.

Ich bin nicht unvorsichtig und halte mich an Regeln. Andererseits - wenn ich niemandem mehr glauben soll, was bleibt dann? Sollte ich jemals an die Reihe kommen (Stand jetzt: pünktlich zu den Sommerferien), werde ich mich impfen lassen. Im Moment steht das gar nicht zur Debatte.
Gibt übrigens auch Untersuchungen, die belegen sollen, dass eine natürliche Immunisierung besser schützen soll als eine künstliche (bezogen auf andere Krankheiten, zu COVID gibt es da keine Daten). Ich persönlich hatte als Kind z.B. Masern und Keuchhusten trotz Impfung.

LidlRacer 23.03.2021 16:20

Und wieder zum gern postulierten Widerspruch wirtschaftlicher und gesundheitlicher Interessen:

DIW-Präsident Marcel Fratzscher kommentiert die Entscheidungen des Bund-Länder-Treffens zum weiteren Corona-Kurs:

"...
Die zu späten und widersprüchlichen Entscheidungen der vergangenen sechs Monate haben den größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden verursacht. Sie haben maximale Unsicherheit geschaffen, so dass Unternehmen keine Orientierung mehr haben. Diese Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft und wird unweigerlich zu zahlreichen Unternehmensinsolvenzen und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Der beste Schutz für die Wirtschaft ist eine schnelle Begrenzung der dritten Infektionswelle, verlässliche Regeln und eine klare Zukunftsperspektive. Das fehlt der deutschen Wirtschaft heute mehr denn je.
..."

Tobi F. 23.03.2021 16:20

Ich bin ja mal gespannt.
Wenns dann an Ostern wieder 20°C und Sonnenschein hat.
Dann werden die ganzen Scharen, die jetzt spontan einen Urlaubstag mehr bekommen haben, in die Natur raus gehen, gemeinsam grillen, die Bergdörfer verstopfen (obwohl ja unnötige Reisen vermieden werden "sollen")
....
Und am Ende ist der wirtschaftliche Schaden wieder viel größer, als der Mehrwert durch den einen Tag lockdown.

Nicht falsch verstehen, ich bin für Maßnahmen, wenn die Zahlen gerade wieder ansteigen.

Ich hab nur Zweifel dass die deutsche Gesellschaft mit dem Ausblick auf Ostern richtig umgehen kann, sodaß der geplante Mehrwert auch fruchtet.

(Korrigiert mich bitte, wenn ich das aus meiner Homeoffice-Blase heraus falsch interpretiere. Ich bin z.B. schon lang nicht mehr ÖPNV gefahren)

DocTom 23.03.2021 17:27

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1592347)
...
(Korrigiert mich bitte, wenn ich das aus meiner Homeoffice-Blase heraus falsch interpretiere. Ich bin z.B. schon lang nicht mehr ÖPNV gefahren)

Nö, stimmt schon so. ÖPNV nutzt meine Frau täglich, aber da sitzen tagsüber hptsl. vernünftige Menschen. Und wer will es den jungen Leuten auch verdenken, sich an Ostern bei gutem Wetter draußen aufhalten zu wollen? Mehr als 90% Corona Betroffene sind, aus der Erinnerung, ü60. Auf den NDR Reportagebildern fliegen aktuell auch viele, geschätzt, ü50 in den Süden. Der Wunsch nach Schutz kann also nicht so groß sein, oder alle schon geimpft.
Außer Lauterbach gibt es, afaik, noch keinen bzw keine Studie, der/ die wissenschaftlich belegt, dass B.1.1.7 gefährlicher für u60er ist.
Gerne Links zu wissenschaftlichen Fachartikeln dazu her, nur nix vom KL. Die Artikel selber lese ich mir dann gerne durch...
Ich denke, lass laufen, schütze sich jeder, wie er mag.

BTW, die katholische Kirche möchte an Ostern Präsenzgottesdienste abhalten, wurde gerade in den NDR Nachrichten vermeldet, sucht das Gespräch mit der Regierung.
Mal schauen, was den CDU lern dazu dann einfällt...

Bleibt bitte alle gesund!
Thomas

Trimichi 23.03.2021 17:34

Um das klar zu sagen: was die Politik macht hat mit Wissenschaft nichts zu tun.

Garbage in? Dann ist auch Garbage out die Folge. Ein Vergleich: man kann hoch komplexe Klimakatastrophenmodelle rechnen mit weitaus mehr Parametern. Das geht. Daten werden seriös erhoben, es wird in den Daten nach Zusammenhängen geguckt, Hypothesen formuliert, zu Theorien zusammengefügt, ggf. Hypothesen abgeleitet usw. und Prognosen erstellt (Vorhersagen) usw.

Was gar nicht geht ist Maßnahmen einleiten und anschließend gucken, warum (Ursachenzuschreibung a posteriori) etwas gebracht haben soll. Jeder Student im ersten Semester lernt, dass eine nachträgliche Erklärungszuschreibung unwissenschaftlich ist. Erst die Hypothese, nicht umgekehrt. Andersrum kann nichts bei rauskommen und deswegen bleibt Politikern, die keine Wissenschaftler sind, auch nur wieder der "Lockdown ja nein" was dem Garbage in, Garbage out entspricht.

Das wäre eigentlich nicht so schlimm. Was mich nervt inzwischen (1-Tag Supermarkt-Maßnahme war zuviel für mich :) ) ist die Art und Weise wie uns, denjenigen, die es besser wissen, und auch denjenigen, die dümmer sind - ist eigentlich egal, IQ tut hier nichts zur Sache - immer wieder aufs neue neue Regeln verkündet werden. Kann man die Leute nicht einfach mal in Ruhe lassen? Und dabei geht es noch nicht einmal darum, dass diejenigen, die das besser wissen, sich Gehör verschaffen müssten, das nervt mich nicht. Beispiel wie es anders geht? In etlichen Dörfern in der Oberpfalz befindet sich in der Dorfmitte ein Aushang. Dort sind amtliche Bekanntmachungen angeschlagen. Derzeit auch ein Schreiben auf dem steht, dass das Manöver hier in der Gegend bis 31.3.21 weitergeht. Das liest man sich einmal durch und jeder, der bis drei zählen kann, weis was los ist.

Nur diese Politiker müssen alle zwei Wochen die Regeln neu erfinden? Und dabei diskutieren sie sich in Marathonsitzungen einen Wolf, so dass dann das Volk schon vom Warten genervt wieder mit neuem Garbage genervt werden darf?

Adept 23.03.2021 17:47

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1592324)
Für grundlegende Fragen ja. Für Reaktionen in Krisen wie sie derzeit herrscht aus meiner Sicht nicht lobenswert. Das Hin und Her mit den Kantonen und Schuldzuweisung bzw. Verantwortung auf den jeweils Anderen schieben in der aktuellen Situation ist nicht gut.

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1592329)
klingt verlockend,

aber wie würdest du in unserem Fall die grundlegende(n) Frage(n) formulieren? Mir fällt keine ein die nicht so plakativ wäre wie "Lockdown ja nein"


Ausserdem ist die Befragung / Abstimmung durch die Bevölkerung in diesem Fall zu träge. Ausser man hat eine Zwangsapp (Chip) und die Bevölkerung kann in Echtzeit abstimmen


Gebe ich euch vollkommen recht. In Sachen, die schnell entschieden werden müssen, taugt eine Basisabstimmung nicht.

Was mir irgendwie sauer aufstösst ist die Elite, die sich hinstellt, so tut, als wären die Massnahmen ganz klar und es läge nur an den Dämlichen, die sich nicht daran halten, warum es nicht klappt. Dass die Welt nicht perfekt ist und es nicht immer nur die Dämlichen sind, sondern Zufall, Umstand usw. die Probleme erzeugt und diesen Punkten Rechnung getragen wird, sehe ich nicht.

Nach einen Jahr ist klar, dass kein Muster sichtbar ist, sonst hätten wir nicht immer Verschärfungen, Lockerungen Verschärfungen und wieder Lockerungen. Das Verständnis fehlt. Man kann die Welt auch nicht perfekt und risikolos gestalten. In unserer Gesellschaft dominiert die Freiheit und dazu gehört auch Eigenverantwortung und auch Risiko im Leben.

Adept 23.03.2021 17:49

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1592325)
Hast Du nen Link zu einer, die Deine Auffassung unterstützt?

Man sieht ja, dass deine Statistik der von LidlRacers abweicht. Warhscheinlich findet man auch eine, in der nur 20% für Verschärfungen sind und 40% dagegen. Man muss nur lang genug suchen und erheben.

Tobi F. 23.03.2021 17:58

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592364)
Nach einen Jahr ist klar, dass kein Muster sichtbar ist,....

Wenn ich so darüber nachdenke und ich mich selbst reinhöre, muss ich Dir recht geben.
Aus meinem Umfeld oder der Wahrnehmung sehe ich nur Menschen, die sich in meinen Augen unvernünftig verhalten bzw. sich nicht an Masken oder Versammlungsregeln halten. Aber ich habe keine Deckung mit Corona-Ansteckungen.
(Natürlich, den Hampel im Bus, der die Maske unterm Kinn trägt, sehe ich danach nie wieder)

Pascal 23.03.2021 18:23

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1592347)
Ich bin ja mal gespannt.
Wenns dann an Ostern wieder 20°C und Sonnenschein hat.
Dann werden die ganzen Scharen, die jetzt spontan einen Urlaubstag mehr bekommen haben, in die Natur raus gehen, gemeinsam grillen, die Bergdörfer verstopfen (obwohl ja unnötige Reisen vermieden werden "sollen")
....
Und am Ende ist der wirtschaftliche Schaden wieder viel größer, als der Mehrwert durch den einen Tag lockdown.

Der eine zusätzliche Tag an dem vieles geschlossen bleibt verhindert Kontakt A und wird durch mehrheitlich privaten Kontakt B substituiert. Im Kern bleibt das Problem doch, dass diese privaten Kontakte egal wie sie reglementiert werden in der Praxis nicht überprüft werden und damit ins Belieben jeder Einzelperson gestellt werden.

Die Praxis im betrieblichen Alltag sieht bei mir immer noch vor, dass jedes Schnupftuch mit Gummizug als erlaubte Maske toleriert wird. Skandalös. Und das ist sicher kein Einzelfall.

TRIPI 23.03.2021 18:24

Ich stimme zu dass eine abendliche Ausgangssperre sehr viel bringt, ABER nur wenn man nicht frei hat. Hat man den Tag frei, besucht man einfach tagsüber die Leute. Wenn man arbeitet bis 17-18Uhr, dann überlegt man sich das schon 3 mal ob man wegen der kurzen Zeit bis 8 noch das Haus verlässt.
Insofern wäre eine Ausgangsbeschränkung außerhalb der Feiertage sinnvoll, währenddessen aber nur sehr bedingt.

deralexxx 23.03.2021 18:36

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1592372)
Der eine zusätzliche Tag an dem vieles geschlossen bleibt verhindert Kontakt A und wird durch mehrheitlich privaten Kontakt B substituiert. Im Kern bleibt das Problem doch, dass diese privaten Kontakte egal wie sie reglementiert werden in der Praxis nicht überprüft werden und damit ins Belieben jeder Einzelperson gestellt werden.

Die Praxis im betrieblichen Alltag sieht bei mir immer noch vor, dass jedes Schnupftuch mit Gummizug als erlaubte Maske toleriert wird. Skandalös. Und das ist sicher kein Einzelfall.

Und im Prinzip geht es darum, dass A<B. Also weniger private Kontakte als man durch geöffnete Läden, Arbeitswege etc hätte.

Selbst wenn die Anzahl der Kontakte nicht signifikante kleiner ist, könnte (bin kein Experte) es einen Effekt auf die Vermischung von Kontaktkreisen haben. Sprich du hast vllt 20 Personen Kontakt über das Wochenende, an einem Wochentag hättest du auch mit 20 Leuten Kontakt gehabt, die aber aus 20 Haushalten kommen. Es gibt also neben der reinen Anzahl an Kontakte auch die Art der Kontakte.

Kälteidiot 23.03.2021 18:36

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1592364)
Gebe ich euch vollkommen recht. In Sachen, die schnell entschieden werden müssen, taugt eine Basisabstimmung nicht.

Was mir irgendwie sauer aufstösst ist die Elite, die sich hinstellt, so tut, als wären die Massnahmen ganz klar und es läge nur an den Dämlichen, die sich nicht daran halten, warum es nicht klappt. Dass die Welt nicht perfekt ist und es nicht immer nur die Dämlichen sind, sondern Zufall, Umstand usw. die Probleme erzeugt und diesen Punkten Rechnung getragen wird, sehe ich nicht.

Nach einen Jahr ist klar, dass kein Muster sichtbar ist, sonst hätten wir nicht immer Verschärfungen, Lockerungen Verschärfungen und wieder Lockerungen. Das Verständnis fehlt. Man kann die Welt auch nicht perfekt und risikolos gestalten. In unserer Gesellschaft dominiert die Freiheit und dazu gehört auch Eigenverantwortung und auch Risiko im Leben.

komischerweise kann ich deinen Standpunkt irgendwie verstehen.

Es gibt sicher 1000 Leute die doch irgendwelche Muster sehen und auch erklären können trotzdem scheint es als ob die "Zahlen" entgegen allen Maßnahmen und Vorhersagen steigen oder fallen.

Aber ich glaube, niemand will und kann die Welt perfekt und risikolos gestalten. Das ist quasi das andere Extrem das eigentlich auch keiner will bzw. fordert. Ich kenne zumindest niemanden.

Es geht einzig und alleine darum diese mMn gefährliche Krankheit zu bekämpfen. Und es sind nicht nur die sogenannten Eliten, letztendlich kenne ich persönlich ausgesprochen wenig Menschen die tatsächlich ihre Fehler auch zugeben können. Schuldig sind für viele in meinem Umfeld immer irgendwelche anderen. In deinem Beispiel die Dämlichen die sich nicht daran halten.
Kann man natürlich drüber nachdenken, liegt es an den Dämlichen die sich nicht daran halten oder sind die Schutzmaßnahmen wirkungslos. Denn ein Fakt ist, die Krankheit verbreitet sich.

Und in meinen Augen sind es gerade die Politiker die sich gerne andere für die Verantwortung suchen. Ok kein plumpes Politikerbashing.

Und, wenn ich schon mal am Schreiben bin. Du hast keine Frage für die Volksabstimmung gefunden.
Bleibt auch die weitere Frage, wie würden sich die XY% unseres Volkes verhalten wenn VW% gegen ihre Ansichten gestimmt hätten.


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