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aequitas 15.01.2021 09:55

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1578178)
Was Dich daraufhin zu dieser Aussage zieht kann mit dem Zitierten nicht zusammenhängen :Lachen2:

Naja, 6 Wochen Lockdown, danach Lockerungen und wieder schlechte Zahlen. Wie lange soll ein Lockdown also laufen, um erfolgreich zu sein? Bis zum Sommer, da dann wieder der Effekt der Saisonalität wirkt?

Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

Kälteidiot 15.01.2021 10:01

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578181)
Naja, 6 Wochen Lockdown, danach Lockerungen und wieder schlechte Zahlen. Wie lange soll ein Lockdown also laufen, um erfolgreich zu sein? Bis zum Sommer, da dann wieder der Effekt der Saisonalität wirkt?

Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

ich glaube das eher die Idee der einigermaßen kontrolierbaren Pandemie im Vordergrund steht.

Nebeneffekt wäre dann Schutz der Risikogruppen und auch das Verhindern schwerer Krankheitsverläufe durch simples Nichtanstecken.

qbz 15.01.2021 10:06

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578176)
........
Hast du dir die Seite angeschaut? Dort stehen mehr Forderungen als "ZeroCovid". Ich finde diesen Ansatz einer staatlichen Kommandowirtschaft hächst problematisch.
........

Besonders wegen der anderen Forderungen ausser "ZeroCovid" habe ich selber unterzeichnet, insbesondere wegen Punkt 3. und 4., aber auch wegen der Idee, gemeinsam in Europa zu handeln, was zahlreiche Epidemiologen forderten! Ich zitiere einfach mal aus der Petition, da der Begriff "staatliche Kommandowirtschaft" einen falschen Eindruck vermittelt. Niemand von den Initiatoren verlangt und will eine solche Wirtschaft in der Petition, aber ein öffentliches, demokratisches Gesundheitswesen und Impfstoffe als Gemeingut. By the way: Nichtmal China besitzt eine "staatliche Kommandowirtschaft".

"3. Ausbau der sozialen Gesundheitsinfrastruktur:

Der gesamte Gesundheits- und Pflegebereich muss sofort und nachhaltig ausgebaut werden. Dies gilt auch für Gesundheitsämter und Behörden, die für das Verfolgen der Infektionsketten zuständig sind. Das Personal muss in diesem Bereich aufgestockt werden. Die Löhne sind deutlich anzuheben. Das Profitstreben im Gesundheits- und Pflegebereich gefährdet die kollektive Gesundheit. Wir verlangen die Rücknahme bisheriger Privatisierungen und Schließungen. Die Finanzierung von Krankenhäusern über Fallpauschalen sollte durch eine solidarische Finanzierung des Bedarfs ersetzt werden.

4. Impfstoffe sind ein globales Gemeingut:

Eine globale Pandemie lässt sich nur global besiegen. Öffentliche und private Unternehmen müssen umgehend die erforderliche Produktion von Impfstoffen vorbereiten und durchführen. Impfstoffe sollten der privaten Profiterzielung entzogen werden. Sie sind ein Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit vieler Menschen, sie müssen der gesamten Menschheit gehören."
https://weact.campact.de/petitions/z...schen-shutdown

@bockwust:
danke für die Info und den Link.

Necon 15.01.2021 10:07

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578181)
Naja, 6 Wochen Lockdown, danach Lockerungen und wieder schlechte Zahlen. Wie lange soll ein Lockdown also laufen, um erfolgreich zu sein? Bis zum Sommer, da dann wieder der Effekt der Saisonalität wirkt?

Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

Ich glaube Irland zeigt gerade vor, dass die neue Variante B117 deutlich ansteckender ist, als die bisher verbreitete und dürfte auch der Grund dafür sein, warum die Regierungen sowohl in Deutschland als auch Österreich so vorsichtig agieren und auf einen langen Lock-down drängen. In den Nachbarländern Tschechien und Slowakei sind die Zahlen auch relativ rapide wieder angestiegen nach diversen Lockerungen und genau das gilt es zu vermeiden.

Einerseits ist die Variante B117 zwar "nur" deutlich ansteckender und scheint keine schwereren Verläufe zu haben, aber wenn ich im gleichen Zeitraum 50% mehr Leute anstecke, habe ich auch schneller deutlich mehr schwere Verläufe und überlaste deutlich schneller die Kapazitäten.

MattF 15.01.2021 10:10

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578181)
Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

Es gibt keinen Konzept des absoluten Lebensschutz, wir nehmen aktuell 1000 Tote am Tag hin und Treffen der MPs und Merkel erst nächste Woche.

Gäbe es den absoluten Lebensschutz würde jetzt, Heute um 10.10 Uhr alles dicht gemacht.

DocTom 15.01.2021 10:11

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578181)
...
Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

+1, Helikopterpolitik, vollig Lebensuntauglich, an den Brandherd "Unternehmen" traut sich die Politik nicht ran.

Nichts im Leben, liebe Frau Merkel, ist Alternativlos. Es gibt immer Alternativen. Irgendwer leidet halt immer etwas! Viele Bürger wollen das selber entscheiden.

Dazu ein Zitat von Jorge Luís Borges:
Zitat:

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte –
Jorge Luís Borges (1899 -1987)*

“Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben, würde mehr riskieren.
Ich würde mehr reisen, mehr Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich würde an mehr Orte gehen, wo ich vorher noch nie war.
Ich würde mehr Eis essen and weniger dicke Bohnen.
Ich würde mehr echte Probleme als eingebildete haben.

Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten.
Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben, nur aus Augenblicken.
Vergiß nicht das Jetzt!

Ich war einer derjenigen, die nirgendwo hingingen
ohne ein Thermometer, eine Wärmeflasche, einen Regenschirm und Fallschirm.
Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich leichter reisen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Ich würde mehr Karussel fahren, mir mehr Sonnenaufgänge ansehen und mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß, daß ich bald sterben werde.”
Ich bleibe weiter dabei, alle, die Schutz brauchen und wollen, einfach isolieren und nur noch getestete / geimpfte zu den stark gefährdeten Menschen lassen. Der Rest lebt mit vollem Eigenrisiko mal ganz normal weiter. Die Idioten rafft es dann natürlich dahin, nicht schade drum. Die, die Eigenschutz betreiben, leben weiter. Natürliche Selektion.


Gestern wurde hier wieder mal eine illegale Party in einer Schischa Bar von der Ordnungsmacht gecrasht. Leider wissen die genau, die Ämter kommen mit der fristgerechten Zustellung der von der Polizei ausgestellten Bußgeldbescheide an diese geistigen Erbsen nicht nach. Diese bleiben also, zumindest hier in HH, häufig völlig folgenlos. Wie willst du da, und das kommt von einem Polizisten, ohne Strafmöglichkeit etwas durchsetzen? Die lachen die Polizei nur aus, schon bei der Datenerfassung für die Busgeldbescheide.:Nee:

aequitas 15.01.2021 10:13

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1578184)
Besonders wegen der anderen Forderungen ausser "ZeroCovid" habe ich selber unterzeichnet, insbesondere wegen Punkt 3.! Ich zitiere einfach mal aus der Petition, da der Begriff "staatliche Kommandowirtschaft" einen falschen Eindruck vermittelt. Niemand von den Initiatoren verlangt und will eine solche Wirtschaft in der Petition, aber ein öffentliches, demokratisches Gesundheitswesen und Impfstoffe als Gemeingut. By the way: Nichtmal China besitzt eine "staatliche Kommandowirtschaft".

Manche Sachen aus diesem Aufruf sind so falsch nicht. Auch ich komme ursprünglich aus einer linken, gewerkschaftlichen Szene - wenn auch eher dem ideologiekritischen Spektrum zuzuordnen.

Das Problem dieses Auftritts: er ist nicht besser als jeder x-beliebige Flyer auf der 1. Mai Demo in Berlin. "Böser Kapitalismus - böse, böse, böse! Weg damit!" Das perfide ist nun, dass daraus eine staatliche Repression und Überwachung sowie Kommandowirtschaft im besten Stile Chinas oder einer Kommandowirtschaft gefordert wird.

Ganz ehrlich? Ich bin dem Kapitalismus ziemlich dankbar, denn ohne Konkurrenz hätten wir zum jetzigen Standpunkt keinen Impfstoff gehabt. Dieser Aufruf ist sich allerdings dann nicht zu schade, den Schluss zu ziehen, der Kapitalismus habe versagt und nun sei es Zeit, dass der allmächtige Staat obsiege. Dabei frage ich mich, wer zuletzt wirklich versagt hat?

Bei diesem wirren Aufruf werden wild Thesen und Forderungen mit Plattitüden durcheinandergeworfen. Breitere und sichere Finanzierung des Gesundheitswesens schön und gut, aber Stand jetzt brauchen wir konkrete, wirksame Maßnahmen und soziale Innovationen (wie bspw. in Tübingen).

In einem europäischen Winter mit hoher Suszeptibilität ist ZeroCovid illusorisch. Dafür gibt es zudem kein vergleichbares Beispiel, das dieses Ziel erreicht hätte, wie Bockwurst behauptete.

Kälteidiot 15.01.2021 10:17

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578187)
+1, Helikopterpolitik, vollig Lebensuntauglich, an den Brandherd "Unternehmen" traut sich die Politik nicht ran.

Nichts im Leben, liebe Frau Merkel, ist Alternativlos. Es gibt immer Alternativen. Irgendwer leidet halt immer etwas! Viele Bürger wollen das selber entscheiden.

Ich bleibe weiter dabei, alle, die Schutz brauchen und wollen, einfach isolieren und nur noch getestete / geimpfte zu den stark gefährdeten Menschen lassen. Der Rest lebt mit vollem Eigenrisiko mal ganz normal weiter. Die Idioten rafft es dann natürlich dahin, nicht schade drum. Die, die Eigenschutz betreiben, leben weiter. Natürliche Selektion.


Gestern wurde hier wieder mal eine illegale Party in einer Schischa Bar von der Ordnungsmacht gecrasht. Leider wissen die genau, die Ämter kommen mit der fristgerechten Zustellung der von der Polizei ausgestellten Bußgeldbescheide an diese geistigen Erbsen nicht nach. Diese bleiben also, zumindest hier in HH, häufig völlig folgenlos. Wie willst du da, und das kommt von einem Polizisten, ohne Strafmöglichkeit etwas durchsetzen? Die lachen die Polizei nur aus, schon bei der Datenerfassung für die Busgeldbescheide.:Nee:


aber die Leute in der Schischa Bar sind doch auch nur Bürger die es selbst entscheiden.

MattF 15.01.2021 10:18

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578187)
Gestern wurde hier wieder mal eine illegale Party in einer Schischa Bar von der Ordnungsmacht gecrasht. Leider wissen die genau, die Ämter kommen mit der fristgerechten Zustellung der von der Polizei ausgestellten Bußgeldbescheide an diese geistigen Erbsen nicht nach. Diese bleiben also, zumindest hier in HH, häufig völlig folgenlos. Wie willst du da, und das kommt von einem Polizisten, ohne Strafmöglichkeit etwas durchsetzen? Die lachen die Polizei nur aus, schon bei der Datenerfassung für die Busgeldbescheide.:Nee:

Und du meinst jetzt wenn alle Einschränkungen freiwillig wären, würden die sich als Bürger ernst genommen fühlen und keine Partys feiern?

Oder sind Partys gar nicht so schlimm?

Bockwuchst 15.01.2021 10:25

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578176)
Die Zahl der intensivmediznisch behandelten und Neufaufnahmen sinken schon seit längerer Zeit. Beachtet jedoch niemand.

Für Irland gab es bereits Analysen, dass der bisherige Anstieg nicht auf die neue Virusmutation zurückzuführen ist - zumindest nicht hauptsächlich. Aber als Schreckensszenario durchaus brauchbar.



Das ist doch das beste Argument gegen einen Lockdown. Der kann nämlich gar nicht funktionieren.



Hast du dir die Seite angeschaut? Dort stehen mehr Forderungen als "ZeroCovid". Ich finde diesen Ansatz einer staatlichen Kommandowirtschaft hächst problematisch. Das geht darüber hinaus hinten und vorne nicht auf, wenn darüber entschieden werden muss, welche Wirtschaftszweige notwendig sind und welche nicht.

Namhafte Wissenschaftler? Davon habe ich in der Liste reichtlich wenige (keine?) gesehen. Außer du Zählst Andrej Holm (Stadtsoziologe) zu den namhaften Wissenschaftlern, die sich jedoch anderweitig ihren "Ruf" erarbeitet haben. Ich sehe eine Liste von hauptsächlich linken Aktivist:innen/Influencern.


Ich kenn deine politische Einstellung nicht und die spielt auch keine Rolle, aber anscheinend empfindest du das Konzept der Bezahlung der Maßnahmen aus Abgaben auf extrem hohe Einkommen, Unternehmensgewinne und Finanztransaktionen als zu links. Da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein (meine persönlcihe Meinung: Wer soll es denn sonst bezahlen?). Eventuell stößt dir auch die wiederholte Verwendung des Begriffs "solidarisch" sauer auf.

Die von mir verlinke Seite organisiert macht jetzt eigentlich nur einen Aufruf und hat eine Petition gestartet. Das eigentliche Konzept dahinter wurde eigentlich schon im Dezember von einer breiten Allianz von rennomierten Wissenschaftlern aus ganz Europa propagiert, die Liste ist zu lang sie alle aufzuzählen. Zu den Authoren zählen aus Deutschand vor allem Viola Priesemann, Melanie Brinkmann und Sandra Ciesek. Unterschreiben wurde es auch von C. Drosten und sogar vom Wieler, Leiter des RKI.
Hier nachzulesen:
https://www.containcovid-pan.eu/

Ganz unaufgeregt und gut geschrieben wird es auch hier ausführlich erklärt:
https://www.t-online.de/nachrichten/...sion=true&s=03

aequitas 15.01.2021 10:28

Bei WDR5 erschien ein gutes Radio-Interview mit Klaus Stöhr. Er geht dabei auf notwendige Maßnahmen, Alternativen und die Inzidenz ein, da es bspw. in NRW einige GA gibt, die mit Inzidenzen von 200 sehr gut klarkommen. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass 200 ab jetzt vollkommen okay wären, sondern dass uns nackte Zahlen - ob 25, 50 oder 200 - wenig nutzen [jetzt kommt gleich wieder Lidl und sagt, dass 0 oder 25 immer besser als 200 sind].

Wer seien Zeit sinnvoll investieren will, der sollte sich dieses 7-minütige Interview anhören, statt seine Zeit mit dem absurden ZeroCovid-Aufruf zu verschwenden.

DocTom 15.01.2021 10:30

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1578191)
aber die Leute in der Schischa Bar sind doch auch nur Bürger die es selbst entscheiden.

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1578192)
Und du meinst jetzt wenn alle Einschränkungen freiwillig wären, würden die sich als Bürger ernst genommen fühlen und keine Partys feiern?

Oder sind Partys gar nicht so schlimm?

Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

aequitas 15.01.2021 10:33

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578194)
Ich kenn deine politische Einstellung nicht und die spielt auch keine Rolle, aber anscheinend empfindest du das Konzept der Bezahlung der Maßnahmen aus Abgaben auf extrem hohe Einkommen, Unternehmensgewinne und Finanztransaktionen als zu links. Da kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein (meine persönlcihe Meinung: Wer soll es denn sonst bezahlen?). Eventuell stößt dir auch die wiederholte Verwendung des Begriffs "solidarisch" sauer auf.

Nein, wie geasgt, da sind durchaus einige Forderungen dabei, die ich zumindest teilweise unterstützen würde. Eine gute Finanztransaktionssteuer bspw., jedoch nicht in der Form wie sie bisher vorgeschlagen ist, da damit nur Kleinanleger belastet werden. Das sind jedoch Forderungen, die an anderer Stelle besser diskutiert werden können. [Was sind extrem hohe Einkommen? Welche Unternehmen müssen stärker beteiligt werden? In welcher Form und auf welcher Grundlage werden Unternehmen stärker beteiligt? etc. pp.]

Mein Problem liegt in der Ideologie dieses Aufrufs, der sich darin grundlegend von dem ehemals "wissenschaftlichen" Konzept unterscheidet, da politische/wirtschaftliche Forderungen damit verbunden sind. Beide Konzepte sind schön mit ihrem Ziel von "0", jedoch leider illusorisch. Der neue Auruf vermischt das bereits vorliegende Konzept mit stumpfen linken Plattitüden vom bösen Kapitalismus.

Kälteidiot 15.01.2021 10:34

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578197)
Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

armselig und zum Fremdschämen dein Beitrag.

Bockwuchst 15.01.2021 10:35

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578196)
Bei WDR5 erschien ein gutes Radio-Interview mit Klaus Stöhr. Er geht dabei auf notwendige Maßnahmen, Alternativen und die Inzidenz ein, da es bspw. in NRW einige GA gibt, die mit Inzidenzen von 200 sehr gut klarkommen. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass 200 ab jetzt vollkommen okay wären, sondern dass uns nackte Zahlen - ob 25, 50 oder 200 - wenig nutzen [jetzt kommt gleich wieder Lidl und sagt, dass 0 oder 25 immer besser als 200 sind].

Wer seien Zeit sinnvoll investieren will, der sollte sich dieses 7-minütige Interview anhören, statt seine Zeit mit dem absurden ZeroCovid-Aufruf zu verschwenden.

Wenn du bis in den Sommer rein mit gut 1000 Toten am Tag leben willst (damit haben wir auf die Einwoohnerzahl bezogen mittlerweile die USA überholt) können wir gerne so weiter machen wie bisher.
Zero Covid ist ein Ansatz, der gerade diese halben Lockdowns, die endlos verlängert werden aber nichts bringen, verhindern soll.

dr_big 15.01.2021 10:39

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578202)
Wenn du bis in den Sommer rein mit gut 1000 Toten am Tag leben willst (damit haben wir auf die Einwoohnerzahl bezogen mittlerweile die USA überholt) können wir gerne so weiter machen wie bisher.
...

Auch das ist wieder unfug. Alleine die Impfungen werden einen deutlichen Einfluss auf die Sterbezahlen haben, man muss nur endlich den vorhanden Impfstoff nutzen! Das ist aber in Verantwortung der Poliktiker, nicht des Bürgers. Für den Politiker ist es aber einfacher und bequemer die Bürger weiter einzuschränken, statt endlich das hausgemachte Impfchaos anzugehen.

aequitas 15.01.2021 10:39

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578197)
Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

Nein, von Covid-19 werden nach wie vor hauptsächlich alte Menschen dahingerafft, dazu zählen aller Wahrscheinlichkeit nicht die durchschnittlichen Besucher einer Shisha-Bar.

Ein Besuch einer Shisha-Bar und das oft Verbreitete Teilen von Mundstücken ist zu diesem Zeitpunkt jedoch wenig ratsam. Bei entsprechend niedriger Inzidenz könnten Bars und Restaurants ggf. mit verkleinerten Kapazitäten und entsprechendem Konzept evtl. geöffnet werden. Derzeit wahrscheinlich wenig schlau.

Trotzdem sollten legale Möglichkeiten zum gesellschaftlichen Miteinander geschaffen werden. Damit kann eine höhere Compliance erreicht werden und ggf. sogar die Kontrolle an der frischen Luft erleichtert werden. Warum darf ich in Bayern kein Bier/Glühwein mit 3 Freunden an der frischen Luft beim Spaziergang genießen? Dadurch können Mehrwerte geschaffen werden, die sonstige negative Folgen überlagern können.

Überhaupt: gestern musste ich um kurz vor 21 Uhr wieder zu Hause sein aufgrund des bayrischen Ausgangsverbot. Ich wüsste nicht, inwiefern es danach gefährlicher werden würde. Warum nun sogar 18 Uhr als Ausgangssperre diskutiert wird? Vollkommen absurd. Bei geöffneten Restaurants könnte so eine Ausgangssperre dazu führen, dass weniger Zusammenkünfte stattfinden, aber da sowieso alles geschlossen ist ...

Matthias75 15.01.2021 10:40

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578197)
Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

Nein, das sind die Idioten, die das Virus weiter verbreiten und u.a. für die hohen Zahlen verantwortlich sind.

Oder glaubst du, einer der Teilnehmer gibt zu, dass er an einer nicht genehmigten Veranstaltung teilgenommen hat und macht einen Test bevor er sich mit anderen Personen, möglichst noch mit Risikogruppen, trifft?

M.

DocTom 15.01.2021 10:41

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1578201)
armselig und zum Fremdschämen dein Beitrag.

Du hast ja die Lösung, wie mit Idioten umgehen und alle schützen, verrätst sie nur nicht. Daher darfst Du Dich fremdschämen, wo du willst. Finde eher Menschen wie Dich peinlich, aber so ist das Leben halt.:cool:

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1578206)
Nein, das sind die Idioten, die das Virus weiter verbreiten und ...

M.

Und wie willst DU dies nun verhindern?
Mehr und mehr Idioten werden sich und andere nicht mehr schützen wollen.
Wie damit umgehen, wenn Bußgelder halt nicht fristgerecht erhoben werden und sich die bestraften damit noch sicherer fühlen, ihr sorgloses Verhalten weiter zu leben?

Große Silvesterparty bei den rumanischen Leiharbeitern bei Vega und Boklunder, Shisha Bars, Rotlichtpartys auf der Reeperbahn nur öffentlich bekannt gewordene "Groß(familien)ereignisse".
Firmenflugreisen, auch nach Wuhan, Menschen, die infiziert lustig durch die ganze Welt jetten.
https://www.derbund.ch/neue-details-...r-676647359591

Irgendwelche Menschen gehen ja immer wieder hin und betreiben keinen Schutz und halten sich an allgemein in der Gesellschaft anerkannte Regeln.
Alle ins Gefängnis sperren? Auch bei einem Volllockdown wird sich am Verhalten dieser Menschen nichts ändern, damit werden immer und immer wieder neue Infektionsherde auftauchen.
Wo sind Eure Lösungsansatze dafür, die alle Bürger (!!!) mitnehmen und auch von allen mitgetragen werden?

Hier wild über mögliche benannte Alternativen rumheulen bringt halt auch niemanden irgendwohin!

aequitas 15.01.2021 10:43

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578202)
Wenn du bis in den Sommer rein mit gut 1000 Toten am Tag leben willst (damit haben wir auf die Einwoohnerzahl bezogen mittlerweile die USA überholt) können wir gerne so weiter machen wie bisher.
Zero Covid ist ein Ansatz, der gerade diese halben Lockdowns, die endlos verlängert werden aber nichts bringen, verhindern soll.

Ich finde 1000 Tote auch nicht toll und hätte gerne niedrigere Zahlen oder gar eine 0 in der Statistik stehen. Aber leider ist das im europäischen Winter mit gegebener Empfänglichkeit unmöglich. Deshalb brauchen wir intelligente Maßnahmen, statt weiter stumpf nach dem Gieskannenprinzip. Lockdown und Verschärfung klingt halt gut und einfach. Jedoch lassen sich komplexe Probleme selten mit einfachen Lösungen bewältigen. Soziale Systeme sind wesentlich komplexer als physikalische Systeme und es lassen sich bei weitem nicht alle Variablen aufdecken und noch weniger alle gleichzeitig kontrollieren.

repoman 15.01.2021 10:43

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578197)
Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

Das sind aber wahrscheinlich überwiegend junge Menschen, die nicht "dahingerafft werden", sondern ohne oder mit nur leichten Symptomen andere anstecken. Dazu käme, dass das Gesundheitssystem noch weiter belastet würde. Aber das hatten wir ja schon alles.

DocTom 15.01.2021 10:51

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578209)
Ich finde 1000 Tote auch nicht toll und hätte gerne niedrigere Zahlen oder gar eine 0 in der Statistik stehen. Aber leider ist das im europäischen Winter mit gegebener Empfänglichkeit unmöglich. Deshalb brauchen wir intelligente Maßnahmen, statt weiter stumpf nach dem Gieskannenprinzip. Lockdown und Verschärfung klingt halt gut und einfach. Jedoch lassen sich komplexe Probleme selten mit einfachen Lösungen bewältigen. Soziale Systeme sind wesentlich komplexer als physikalische Systeme und es lassen sich bei weitem nicht alle Variablen aufdecken und noch weniger alle gleichzeitig kontrollieren.

Das unterstütze ich mal voll. Realistische und umsetzbare Lösungsansätze seh ich aktuell auch nicht.

Bockwuchst 15.01.2021 10:53

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578209)
Ich finde 1000 Tote auch nicht toll und hätte gerne niedrigere Zahlen oder gar eine 0 in der Statistik stehen. Aber leider ist das im europäischen Winter mit gegebener Empfänglichkeit unmöglich. Deshalb brauchen wir intelligente Maßnahmen, statt weiter stumpf nach dem Gieskannenprinzip. Lockdown und Verschärfung klingt halt gut und einfach. Jedoch lassen sich komplexe Probleme selten mit einfachen Lösungen bewältigen. Soziale Systeme sind wesentlich komplexer als physikalische Systeme und es lassen sich bei weitem nicht alle Variablen aufdecken und noch weniger alle gleichzeitig kontrollieren.

Und was ist dein intelligentes Konzept, dass ohne Lockdown auskommt? Auf diese Frage kommt dann meist nicht viel.

Bockwuchst 15.01.2021 10:54

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578214)
Das unterstutze ich mal voll. Realistische und umsetzbare Lösungsansätze seh ich aktuell auch nicht.

Und was ist dein intelligentes Konzept, dass ohne Lockdown auskommt? Auf diese Frage kommt dann meist nicht viel.

repoman 15.01.2021 11:00

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578209)
...... Deshalb brauchen wir intelligente Maßnahmen, statt weiter stumpf nach dem Gieskannenprinzip. Lockdown und Verschärfung klingt halt gut und einfach. Jedoch lassen sich komplexe Probleme selten mit einfachen Lösungen bewältigen. Soziale Systeme sind wesentlich komplexer als physikalische Systeme und es lassen sich bei weitem nicht alle Variablen aufdecken und noch weniger alle gleichzeitig kontrollieren.

Du magst mit der Meinung ja durchaus richtig liegen, aber glaubst du nicht, dass kluge Köpfe weltweit über intelligente Maßnahmen nachdenken, ich denke keiner will den Lockdown oder die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben lahmlegen.

Offensichtlich ist noch keiner darauf gekommen.

DocTom 15.01.2021 11:00

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578216)
Und was ist dein intelligentes Konzept, dass ohne Lockdown auskommt? Auf diese Frage kommt dann meist nicht viel.

Das Lebensrisiko einfach hinnehmen und wie mit Verkehrstoten, Flugabsturztoten, Schiffsuntergangstoten leben lernen, das Gesundheitssystem stärken und ausbauen. Die zu Schützenden isolieren, da es sich um die geringere Anzahl dadurch betroffener Menschen handelt, und (Vollockdownargument) es ist ja nicht auf ewig!:Huhu:

Zitat:

Zitat von repoman (Beitrag 1578223)
Du magst mit der Meinung ja durchaus richtig ...
Offensichtlich ist noch keiner darauf gekommen.

Oder die Politik traut sich einfach nicht. Der Vergleich in wenigen Jahren wird ja in der Welt gelebte Maßnahmen und Folgen in Studien abschätzen. Nicht umsonst heißt es Lebensrisiko!
Jedes Leben ist fix gekoppelt an den Tod.

qbz 15.01.2021 11:04

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578189)
Manche Sachen aus diesem Aufruf sind so falsch nicht. Auch ich komme ursprünglich aus einer linken, gewerkschaftlichen Szene - wenn auch eher dem ideologiekritischen Spektrum zuzuordnen.

Das Problem dieses Auftritts: er ist nicht besser als jeder x-beliebige Flyer auf der 1. Mai Demo in Berlin. "Böser Kapitalismus - böse, böse, böse! Weg damit!" Das perfide ist nun, dass daraus eine staatliche Repression und Überwachung sowie Kommandowirtschaft im besten Stile Chinas oder einer Kommandowirtschaft gefordert wird.

Als ich noch in Berlin wohnte, habe ich an jeder 1. Mai Demo der Gewerkschaften teilgenommen. Die Petition jetzt mit einer linksradikalen 1. Mai-Demo in Verbindung zu bringen, erscheint mir ein allzu bekanntes Muster der politischen Polemik, vernünftigen Reformvorschlägen sofort das Etikett der "Abschaffung des Kapitalismus" oder "chinesischer Staat" anzuheften. Es geht bei einer solchen Petition doch auch darum, dass man Reformen im Gesundheitsbereichs aufnimmt, welche die Arbeits. und Behandlungsbedingungen in den Krankenhäusern bei Covid-19 sozial und strukturell verbessern, wohlwissend, dass es sich dabei um längerfristige Reformziele handelt. Aber wenn für Dich schon die Rekommunalisierung des Gesundheitsbereichs (incl. besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen) oder der Energie- und Wasserbetriebe "die Abschaffung des Kapitalismus" bedeutet, nehme ich das als reine polemische Rethorik wahr. Umso mehr sollte man sich für diese Ziele engagieren. Schliesslich gehörten bisher die längste Zeit im Kapitalismus Betriebe der Daseinsvorsorge der öffentlichen Hand.

Es tauchte im Thread vor ein paar Tagen die Frage auf, welche oppositionellen Vorschläge gibt es zur Regierungspolitik. Die Petition formuliert einige.

Kälteidiot 15.01.2021 11:06

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578208)
Du hast ja die Lösung, wie mit Idioten umgehen und alle schützen, verrätst sie nur nicht. Daher darfst Du Dich fremdschämen, wo du willst. Finde eher Menschen wie Dich peinlich, aber so ist das Leben halt.:cool:

nun ja ich verstehe halt nicht wie du deinen Widerspruch auflösen willst.

Einerseits keine Helikopterpolitik und andererseits ist dir die Eigeninitiiative der Shisha Besucher zuviel.

Leider bin ich jetzt auch nicht informiert inwieweit die Coronavieren durch ilegale Shishapartys verbreitet werden. Hab auch auf die Schnelle keine Zahlen gefunden.

Vermutlich aber tragen sie genauso ihren kleinen Teil bei wie die Triathleten die jetzt doch noch schwimmen gehen, oder die Wintersportler am Lift, oder die Weihnachtliche Familienzusammenkunft oder oder oder .....

Interessant aber auch dein Verhalten hier. Einerseits stehst du aufrecht und empört gegen Mobbing und für Vielfalt und Meinungsfreiheit ein, und andererseit dürfen Shisahpartygeher ruig an Covid sterben. Auch deine Aussagen zu Flüchtlingen sprechen doch eine deutlich andere Sprache als das Bild das du hier als hilfsbereiter Menschenfreund abgeben willst.
Dein Anbiedern an die Forumsprominenz kommt dann noch dazu. :Kotz:




Sorry für OT

ironmansub10h 15.01.2021 11:09

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578197)
Genau, lasst sie machen, ihr betrachtet das mMn aus dem falscher Winkel, liebe Kollegen. Das sind die Idioten, die dann von Covid schnell dahingerafft werden und sich und ihresgleichen in hoffentlich großer Zahl mitnehmen.:Huhu:

Wenn sich die Kameraden nicht in der Shisha Bar sondern nach Feierabend im Betrieb ihr Feierabendbier gönnen und zu 10. im Kreis sitzen, kümmert es komischerweise keinen. Erst gestern beim Großschreiner gewesen, Ich Maske, alle anderen Bediensteten und Handwerker ohne. Ca. 15 an der Zahl. Alles klar.

DocTom 15.01.2021 11:18

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1578228)
nun ja ich verstehe halt nicht wie du deinen Widerspruch auflösen willst...
Hab auch auf die Schnelle keine Zahlen gefunden.
Sorry für OT

Du ließt halt selektiv in Beiträge rein, was Du da reinlesen willst. Wenn Nicknamen etwas aussagen, ...

Daher mal gaaaaaanz einfach für dich:

Lass alle machen was sie wollen und das Risiko tragen und es isolieren sich für "kurze Zeit" alle, die Schutz wollen. So ist es aufgelöst. Der Staat greift minimalst ein.

Darfst wieder zum Fremdschämen gehen.

Der Blog von Peter Doshi in deutsch, von google übersetzt:
https://translate.google.com/transla...-the-raw-data/

keko# 15.01.2021 11:20

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578209)
Ich finde 1000 Tote auch nicht toll und hätte gerne niedrigere Zahlen oder gar eine 0 in der Statistik stehen. Aber leider ist das im europäischen Winter mit gegebener Empfänglichkeit unmöglich. Deshalb brauchen wir intelligente Maßnahmen, statt weiter stumpf nach dem Gieskannenprinzip. Lockdown und Verschärfung klingt halt gut und einfach. Jedoch lassen sich komplexe Probleme selten mit einfachen Lösungen bewältigen. Soziale Systeme sind wesentlich komplexer als physikalische Systeme und es lassen sich bei weitem nicht alle Variablen aufdecken und noch weniger alle gleichzeitig kontrollieren.

Von mir aus muss man auch keinen Lockdown machen. Dann sollte man aber nicht jeden Tag die Toten zählen und sich nicht gefühlt täglich wundern, warum die bisherigen Maßnahmen nicht signifikant wirken und mit dem Zeigefinger drohen. Das finde ich mittlerweile ziemlich sinnlos.

ironmansub10h 15.01.2021 11:21

...jetzt gehts den Dicken an das Polster
 
...aus seriösester aller Quellen:

https://www.bild.de/politik/talk-kri...0492.bild.html

Jetzt wird McDonald zu gemacht

Matthias75 15.01.2021 11:26

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578224)
Das Lebensrisiko einfach hinnehmen und wie mit Verkehrstoten, Flugabsturztoten, Schiffsuntergangstoten leben lernen, das Gesundheitssystem stärken und ausbauen. Die zu Schützenden isolieren, da es sich um die geringere Anzahl dadurch betroffener Menschen handelt, und (Vollockdownargument) es ist ja nicht auf ewig!:Huhu:
....

Da hier ja immer wieder gern das Argument Lebensrisiko und der Vergleich zu Verkehrstoten kommt:

2019 sind laut statistischen Bundesamt 3059 Menschen im Straßenverkehr umgekommen. Insgesamt wurden 2,7 Millionen Unfälle aufgenommen, bei ca. 300.000 Unfällen gab es Verletzte oder Tode (das Statistische Bundesamt zählt insgesamt 387.067 Verunglückte Personen).

Nur mal so, um die Zahlen ins Verhältnis zu setzen. Aktuell haben wir pro Woche doppelt so viele Corona-Tote wie Verkehrstote im ganzen Jahr. Wenn wir im Straßenverkehr auch nur ansatzweise in die gleichen Dimensionen kommen würden, in denen wir jetzt mit Corona sind, würde keiner von "Lebensrisiko" o.ä. reden.

M.

Lucy89 15.01.2021 11:27

Ich bin jetzt zwar etwas hinterher mit dem lesen aber ich klink mich auch mal kurz ein ;)

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578052)
Kinder sind die großen Verlierer. Sie müssen das Ganze finanziell auch noch voll ausbaden.
Im Fach Mathematik bekomme ich nun auch schon die ersten ernstzunehmenden Versäumnisse mit, so dass ich mich frage, wie das der Abiturjahrgang 2022 hinbekommen soll, da ich davon ausgehe, dass sich die Beschränkungen bis zum Ende des Schuljahres hinziehen werden. Aber kürzlich hatte ein Politiker die Idee, dass man einfach Schulstoff (mal wieder) rausstreichen kann. Passt eigentlich zu meiner Privatprognose, dass wir in der Breite in Zukunft sowieso weniger Bildung brauchen werden, da die beruflichen Tätigkeiten für die allermeisten primitiver ausfallen werden.



Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1578065)
Wie kommst du darauf? Der Trend geht die letzten Jahrzehnten genau in die andere Richtung. Die neuen Jobs erfordern immer mehr Wissen und Bildung. Einfache Tätigkeiten werden seit Jahrzehnten automatisiert und verschwinden. Ich sehe keinen Grund, warum sich das umkehren sollte.

Ich denke, man kann davon ausgehen, dass dieses Jahr bildungstechnisch eine Katastrophe ist- aber das ist, denke ich, nichts, was langfristig wirklich schlimm ist (da finde ich Abi nach 12 Jahren langfristig schlimmer).
Die neuen Jobs erfordern mehr Wissen und Bildung... ich bin mir nicht sicher ob das stimmt, aber was wirklich Fakt ist, ist das absolut sinkende Niveau an der Schule und insbesondere auch des Abiturs.
Ich habe 2008 angefangen zu studieren (Mathematik). Seitdem unterrichte ich auch an der Uni, zwischendurch hab ich Bachelor, Master, Promotion abgeschlossen. Der Stoff wurde kontinuierlich weniger und das Wissen, mit dem die Erstsemestler bei uns anfangen, genauso. Das ist Fakt. Und die Abschlüsse sind nicht schwerer geworden, im Gegenteil. Mittlerweile wird alles versucht um so viele Absolventen wie möglich durchzubringen, denn das gibt den Unis ordentlich Geld. Ich habe in den letzten Jahren so viel an zusätzlichen Maßnahmen erlebt, von zig Nachhilfe-Angeboten über spezielle Projekte "Mathematikstudium- 2. Chance", ich gehe nicht ins Detail, aber es ging darum, die, die scheitern in (unglaublich teurer!) Individualbetreuung doch noch zurück zu holen (es gelang in einem von 30 Fällen und kostete 5 50%-Lehrkräfte, bravo!). Eigenverantwortliches Arbeiten ist viel weniger geworden und wird von vielen nicht beherrscht. Studium wird wie Schule. Ich habe das an 3 unterschiedlichen Universitäten so erlebt und bin daher sicher mit meiner Aussage, dass das Niveau schlechter geworden ist. Und das wird jetzt durch Corona natürlich nicht besser (auch wenn die Fernlehre an der Uni gut funktioniert- aber an der Schule halt eben nicht so).


Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578068)
Schwarz weiß denken.
Sorry aber wem mit dem Kind nix anderes einfällt abseits Spazieren gehen oder zuhause "eingesperrt sein" der soll es bitte nicht auf Corona schieben.

Wie wäre es mit
- Fahrrad fahren
- Ball spielen
- Spielplätze
- Schneemann vor der Tür bauen
- mit Kreide auf der Straße malen
- mit den sportlichen Eltern Sport machen gehen
...

Jetzt kommt "x kann ich nicht weil"... Sonst ist doch auch genug Kreativität da um zu erörtern warum dieses nicht funktioniert und das blöd ist und es ja so besser wäre.

Ich sage nicht das Kinder nicht drunter leiden, aber das Kinder zuhause eingesperrt sind, ist einfach fern jeder Realität.

Thema Kind. Meiner wird in 3 Wochen 3. Als Corona anfing, war er so klein, dass er nichts verstand. Den ersten Lockdown konnten wir ganz gut überbrücken, das Wetter war toll, wir haben ihm ein Klettergerüst gebaut, haben Eis gegessen, sind Laufrad gefahren und waren viel draußen. Klar, Mama durfte dann bis 23 Uhr arbeiten abends, aber es ging halt.
Nun ist fast ein Jahr vergangen- ein stetiges Kita ja/Kita nein und mittlerweile versteht er so einiges. Wir können ihm das, was er mit gleichaltrigen Kindern hat, nicht mehr bieten. Das ist einfach so. Auch mit Kreide malen, Ball spielen, Spielplätze werden irgendwann langweilig, wenn nur Mama und Papa dabei sind. Seit letzter Woche geht er wieder in die Kita (aber deutlich weniger als normal) und ich hab mich verrückt gemacht deswegen. Denn: Ich habe ein 3 Wochen altes Baby zu Hause und bin folglich im Mutterschutz, d.h. ich arbeite nicht. Aber: Bedingt durch den Kaiserschnitt kann ich meinen Sohn weder hochheben noch ihm schnell hinterher laufen, wenn irgendwas ist. Arzttermine oder Termine mit Hebamme könnte ich auch kaum bis gar nicht wahrnehmen. Ich fühle mich also zum einen mit beiden Kindern alleine oft "hilflos" und zum anderen werde ich dem Großen noch weniger gerecht. Daher haben wir so entschieden.
Ich könnte k**** wenn kinderlose Leute meinen, sie könnten über diese Situation urteilen. Sprüche von Freunden wie "Tja, da müssen wir jetzt alle durch", die seit 10 Monaten im HO sitzen (btw mein Mann hat NULL Home Office), keine Kinder haben und den Rest des Tages Netflix&Chill machen. Ja, danke- die wissen nichts von den Problemen, die wir haben. Ohne Kinder wäre das alles was ganz anderes. Ja, ich vereinsame auch, aber damit kann ich psychisch leben. Was ich aber nicht kann, ist mein sozial isoliertes Kind leiden sehen.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1578069)
Für das Homeoffice der Verwaltung sind bis heute keine allgemein verfügbaren, etablierten, sicheren Lösungen für ungefährdete Connections ins Verwaltungsintranet vom Internet aus etabliert worden bzw. nur eine recht begrenzte Anzahl nach dem verlinkten Tagesspiegelbericht. Das Amtsgericht war ja mal monatelang durch einen Virus lahmgelegt. (Und das Einlesen eines externen Datenträgers, von zuhause z.b., ins Intranet erfordert seinen "Amtsweg".).

Thema Verwaltung: Ist nicht nur in Berlin so- das höre ich von überall. Leider haben die das Thema Digitalisierung verpasst und jetzt ist das Problem da. Meine Mutter arbeitet ihr ganzes Leben lang bei der Stadt (wird morgen 60). Sie hat jetzt durch Corona tatsächlich an 3 von 5 Tagen HO, aber das war echt ein Akt... und sie ist technisch zwar ziemlich schlecht aber es geht auf jeden Fall noch deutlich schlechter. Zum Glück konnten wir dabei helfen. Es gibt aber auch wirklich Bereiche, wo Datensicherheit so hoch ist, dass Home Office nicht möglich ist (Sicherheitsbehörden, IT-Security-Unternehmen). Selbst bei meiner alten Tätigkeit an der Uniklinik war es recht umständlich, weil wir mit Patientendaten arbeiten und somit auch immer viel zeit für Verschlüsselung etc. draufging. Aber man hat sich dran gewöhnt.
Dennoch: ich hab das Gefühl, es könnte noch VIEL MEHR getan werden, es gibt viel zu viele Unternehmen die einfach aus Trägheit und Mißtrauen immer noch auf Anwesenheit bestehen. Fatal.

Eine Story noch zum Abschluss: Bin gestern am Altenheim hier vorbei spaziert. 80% der Bewohner dort sind infiziert. Vor dem Heim standen Auszubildene und haben geraucht. Es kam eine weitere dazu. Alle begrüßten sich durch umarmen :-(( Habe mich gefragt, wann ich, außer meinen Mann, das letzte mal wen umarmt habe. Ist lange, lange her...

keko# 15.01.2021 11:29

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1578171)
... Die Bildungsungerechtigkeit nimmt zu, in dem es nun noch wichtiger als zuvor ist, dass das familiäre Umfeld bildungsafin ist, dass ein entsprechender Wohlstand vorliegt, so dass die Kinder ihr eigenes Arbeitszimmer mit entsprechenden eigenen Endgeräten haben und darüber hinaus in einer Umgebung leben, die infrastrukturell einen guten Distanzunterricht ermöglicht. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Lernumfeld von Mama und Papa deren Leben gerade von Existenzängsten dominiert wird, auch nicht förderlich ist...

Im Bildungsbereich kommen ganz klar die Versäumnisse der Vergangenheit ans Tageslicht. Ich vermute, dass uns in DE auch gerade das große wirtschaftliche Standbein, die Automobilindustrie und der damit eng verknüpfte Maschinenbau, abraucht.

Bockwuchst 15.01.2021 11:35

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578232)
Du ließt halt selektiv in Beiträge rein, was Du da reinlesen willst. Wenn Nicknamen etwas aussagen, ...

Daher mal gaaaaaanz einfach für dich:

Lass alle machen was sie wollen und das Risiko tragen und es isolieren sich für "kurze Zeit" alle, die Schutz wollen. So ist es aufgelöst. Der Staat greift minimalst ein.

Darfst wieder zum Fremdschämen gehen.

Der Blog von Peter Doshi in deutsch, von google übersetzt:
https://translate.google.com/transla...-the-raw-data/

Selten so was lächerliches Gelesen

Schwarzfahrer 15.01.2021 11:41

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578217)
Und was ist dein intelligentes Konzept, dass ohne Lockdown auskommt? Auf diese Frage kommt dann meist nicht viel.

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578224)
Das Lebensrisiko einfach hinnehmen und wie mit Verkehrstoten, Flugabsturztoten, Schiffsuntergangstoten leben lernen, das Gesundheitssystem stärken und ausbauen. Die zu Schützenden isolieren, da es sich um die geringere Anzahl dadurch betroffener Menschen handelt, und (Vollockdownargument) es ist ja nicht auf ewig!:Huhu:

Völlige Zustimmung. Wer Details will, wie die Risikopersonen zu schützen sind, kann gerne die Thesenpapiere von Hr. Schrappe lesen, enthalten jede Menge umsetzbarer Gedanken auch ohne Wegsperren - das ist reichlich viel, und auch nicht erst seit gestern für jeden, den es interessiert hat (leider zu wenige). Aber solange der Schutz der Risikogruppen nur als "Nebeneffekt" gilt (stand einige Seiten zuvor, ich suche jetzt nicht, von wem), wird da leider wenig passieren.
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578235)
Von mir aus muss man auch keinen Lockdown machen. Dann sollte man aber nicht jeden Tag die Toten zählen und sich nicht gefühlt täglich wundern, warum die bisherigen Maßnahmen nicht signifikant wirken und mit dem Zeigefinger drohen. Das finde ich mittlerweile ziemlich sinnlos.

Das wäre natürlich die logische Konsequenz und es muß auch m.M.n. so kommen.

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1578224)
Oder die Politik traut sich einfach nicht.

Ich schätze, das Risiko, daß gezielte Maßnahmen nicht so toll wirken, wie erhofft, ist für Politiker groß, weil dann ggf. sie selbst verantwortlich gemacht werden können. Gießkannenmaßnahmen wirken zwar mäßig, aber für ihr Versagen kann man immer auf irgendwelche unverantwortlichen, uneinsichtigen Bürger zeigen. Ist doch viel praktischer aus Politikersicht. So wird ja auch von der mäßig gelungenen Organisation der Impfungen gerne abgelenkt, indem man die Diskussion auf mangelnde Impfbereitschaft von unverantwortlichen Menschen lenkt- und schon schaut die Menge nicht auf die Politiker.

Jimmi 15.01.2021 11:42

@DocTom: Ich muss mich jetzt mal verbal übergeben

Wenn Du das mit dem Lebensrisiko ernst meinst, sollte man jegliche medizinische Versorgung abschaffen.

Helios 15.01.2021 11:42

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1578242)
................
Ja, ich vereinsame auch, aber damit kann ich psychisch leben. Was ich aber nicht kann, ist mein sozial isoliertes Kind leiden sehen.
.............

Danke Dir für Deinen Beitrag.

Ich frage mich derzeit, warum einige Zahlen nicht miteinander korreleieren bzw. die Neuinfektionen hinten und vorne nicht ins Gesamt-Bild passen.

Wenn Leute mit Deiner Ausbildung und Deiner Motivation sich der Sache annehmen, dann versteh ich die Zahlen und korrigiere sie um den Faktor 40 bei den Todeszahlen nach oben um sie als Neuinfektionen zu deklarieren, das Bild will aber keiner sehen.

pepusalt 15.01.2021 11:44

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578181)
Naja, 6 Wochen Lockdown, danach Lockerungen und wieder schlechte Zahlen. Wie lange soll ein Lockdown also laufen, um erfolgreich zu sein? Bis zum Sommer, da dann wieder der Effekt der Saisonalität wirkt?

Diese nach wie vor herrschende Idee des absoluten Lebensschutzes ist vollkommen absurd.

Im Gegenteil:
Diese nach wie vor herrschende Idee, man könnte irgendwie wesentliche Lockerungen umsetzen ist absurd.
Die Konsequenzen wären 'irisch'


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