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Flow 29.04.2020 10:45

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1528452)
Es gibt wenig Sportarten, die derartig gut zum social distancing Gebot passen wie Triathlon.

Das darf man nochmal überdenken ... :Blumen:

Zur Anregung hier die Wikipedia-"Liste von Sportarten"
(Ja, Fußball und Triathlon ist auch dabei)

Flow 29.04.2020 10:47

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1528539)
Was ist mit Fernschach? :Cheese: :Blumen:

Ist in eben verlinkter Liste nicht enthalten ... ;)

Schien mir als Sport vielleicht auch etwas fragwürdig, nachdem ich mal die Regeln dazu recherchierte ...

merz 29.04.2020 10:51

Ringer haben es schlimmer.


m.

Flow 29.04.2020 10:55

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1528547)
Ringer haben es schlimmer.


m.

Roboter-Fußball scheint mir dagegen recht safe ...
Prima fürs Home Office geeignet auch Penspinning
(Beides nicht olympisch)

Helmut S 29.04.2020 10:56

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1528547)
Ringer haben es schlimmer.


m.

Dwarf-Tossing (eh schon unter moralischem Druck leidend) is auch nicht gut aufgestellt diesbezüglich. :cool:

aequitas 29.04.2020 11:08

Bitte wieder back-to-topic. Ihr verwechselt das Forum mit einem Chatroom.

Ein neues Gesetz des Gesundheitsministers soll auch die Meldung von wieder Gesundeten an die Gesundheitsämter festschreiben. Es ist wirklich aller höchste Zeit, dass die Datenerfassung verbessert wird, um schließlich auch sinnvoll (journalistisch) aufgearbeitet zu können. Die aktuell verbreiteten Darstellungen vermitteln leider kein hilfreiches Bild.

Flow 29.04.2020 11:18

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1528556)
Bitte wieder back-to-topic. Ihr verwechselt das Forum mit einem Chatroom.

Ja, stimmt ... der Sprung zum Roboter-Fußball und Zwergenweitwurf war wohl nicht für jedermann so schnell nachzuvollziehen, sorry ... :Blumen:

"Aufblühen der Blockwart-Mentalitäten im Zuge der Coronademie" finde ich dafür einen recht interessanten gesellschaftlichen Aspekt des original Topics !

Harm 29.04.2020 11:42

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1528511)
Also ohne engagiertes Umfeld wäre ich sicher ein paar mal hängengeblieben und wohl auch ohne Abi nach Hause gegangen. [...]

Hängt also auch nicht immer mit der sozialen Schicht und / oder der Schulform zusammen.:Huhu:

Moment mal, Du schreibst doch selber, daß, wenn sich Deine Eltern nicht gekümmert hätten, wärest Du nicht da wo, Du jetzt bist.
Das genau ist soziale Ungerechnigkeit.

Und ich arbeite massiv daran, daß das so bleibt obwohl es mich massiv anstinkt:

Meine zwei Jungs haben jeder ihr eigenes Zimmer mit eigenem Rechner. Beide kommen gut in der Schule klar, und wenn nicht, dann sorgen meine Frau und ich dafür, daß sie schnell wieder Fuss fassen. :dresche
Das ist ein paar Straßen weiter in der Lenz-Siedlung, wo sozialer Brennpunkt an das "heile Welt" Eimsbüttel stößt eher selten der Fall!

tandem65 29.04.2020 11:47

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1528091)
Ich habe dies nicht selbst erfunden, das ist auch vielen anderen bewußt, z.B. Söder:

Ja das Glück war sehr wahrscheinlich daß wir gerade noch rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen haben. Sicherlich spielt eine Rolle daß in D Großeltern im großen und ganzen nur an Geburtstagen oder Geschenkefeiertagen Kontakt zu ihren Enkeln haben und nicht 16Stunden vor dem selben Fernseher sitzen wie es unter Umständen in anderen Staaten möglich ist.
Ich denke hier behauptet keine daß ausschliesslich die Maßnahmen der Regierung zur Situation beigetragen haben und auch alle Maßnahmen Sinnvoll und angemessen waren.

aequitas 29.04.2020 11:53

Zitat:

Zitat von Harm (Beitrag 1528567)
Moment mal, Du schreibst doch selber, daß, wenn sich Deine Eltern nicht gekümmert hätten, wärest Du nicht da wo, Du jetzt bist.
Das genau ist soziale Ungerechnigkeit.

Von sozialer Ungerechtigkeit wüde ich dabei nicht sprechen, denn soziale Ungerechtigkeit meint gesellschaftlichen Strukturen/Umstände und nicht die individuellen Gegebenheiten. Soziale Ungerechtigkeit ist ein wertender Begriff, für dessen Definition erst einmal der Begriff der Gerechtigkeit geklärt werden müsste. Viel eher sollten wir von sozialer Ungleichheit sprechen. Wichtig dabei ist immer: es gibt kein determinstisches Verhältnis zwischen sozialer Lage und individuellem "Erfolg". Dennoch können die sozialen Gegebenheiten erheblichen Einfluss auf den individuellen Erfolg haben - Studien dazu gibt es ja massenhaft.

Corona jedenfalls verschärft die soziale Ungleichheit, das steht parteiübergreifend außer Frage und bildet unsere gesellschaftliche Wirklichkeit ab. Ein einzelner Lehrer, der seinen Schülerinnen und Schülern einen Laptop anbietet mag eine individuell nette Geste sein, jedoch ändert sich dadurch nicht an der vorliegenden Struktur. Gerade in diesen Zeiten braucht es aktive "Berater"/Pädagogen/Sozialarbeiter, die die Schüler im Blick behalten und entsprechend reagieren können. Langfristig muss massiv in die Bildung und deren Digitalisierung investiert werden. Das bedeutet auch, dass in Schulen die Infrastruktur für Schüler bereitgestellt werden muss.

JENS-KLEVE 29.04.2020 12:25

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1528531)
Wie passt das zur DSGVO und zum DSG in NRW?

Mein Chef fand die Idee gut. Daher fühle ich mich da abgesichert. Eine Alternative gibt es nicht. Die Schulhomepage ist unhandlich, da kann man zwar die Texte verändern, aber keine Dateien hochladen. Email-Listen haben wir nicht, digitale Lernplattformen auch nicht. Alternativ könnte ich anrufen, bei Dateien wieder schwierig. Bei WhatsApp kann ich Arbeitsblätter und Bücher abfotografieren und reinstellen, die Schüler könnten in der Gruppe oder privat antworten, was sie jedoch momentan kaum machen.

In den ersten zwei Wochen hätte man noch auf die Schulhomepage schreiben können „wiederholt im Schulbuch die Seiten 64-70 und notiert euch bei Problemen die Fragen!“
Wir sind jetzt aber im Bereich von fast 6 Wochen und da ist eine Wiederholung fertig und mögliche Fragen vergessen. In meiner Situation finde ich WhatsApp optimal. Aus Datenschutz Perspektive ist wichtig, dass es nicht öffentlich einsehbar ist und wenn sich Eltern Sorgen machen, was ich mit ihren Kindern dort bespreche, sollen sie sich die Chats zeigen lassen. Ich denke, es ist für alle Seiten safe. Falls du noch einen wertvollen Tipp für mich hast, bin ich sehr dankbar.

tandem65 29.04.2020 12:31

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1528588)
Mein Chef fand die Idee gut.

Ich würde eher beim Datenschutzbeauftragten in NRW nachfragen.
Dein Chef ist nicht derjenige der Dir im Zweifelsfalle ans Bein pinkelt.
No risk no fun.

tandem65 29.04.2020 12:41

Hi Jens,

sorry gerade überlesen.

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1528588)
Falls du noch einen wertvollen Tipp für mich hast, bin ich sehr dankbar.

Sorry an alle, es wird wie üblich bei mir etwas offtopic.
Habe ich. Nextcloud ist eine freie Software die ausser Betreuungskosten unentgeltlich ist.
Ich gehe mal davon aus daß das Land NRW sich mehr leistet als webspace bei Amazon. Wenn die Homepage auf Servern des Landes läuft, lässt sich da recht einfach nextcloud installieren.
Dann laufen die Daten nicht über Server in den USA und alles dürfte im grünen Bereich sein. mit Nextcloud lassen sich Videochats mit mehreren Teilnehmern machen wie mit anderen Diensten auch.
ich finde es immer wieder erstaunlich wie unbedarft da an diese Themen herangegangen wird.
Das Daten Safe sind, die auf Amerikanischen Servern liegen, halte ich für eine grobe Fehleinschätzung außer Du meinst daß Safe ist daß Du sie zur weiteren Verwendung freigegebén hast. ;).

Bleierpel 29.04.2020 13:26

Es gehört nur sehr indirekt hie herein: SPON, 29-04-2020
Autoindustrie will staatliche Kaufpreisprämie - und trotzdem Dividenden ausschütten


Wie unfassbar unverschämt, arrogant, maßlos, .... :Nee:

gaehnforscher 29.04.2020 14:00

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1528536)
Es gibt wenig Sportler, die derartig gut zum social distancing Gebot passen wie Triathleten.

Den Eindruck habe ich hier in der Gegend leider nicht, wenn ich mich so auf Strava umschaue ;)

merz 29.04.2020 14:08

Berichte über mögliche Komplikationen bei Corona-infizierten Kindern:

etwa hier:

https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-16747113.html


m.

Estebban 29.04.2020 14:57

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1528614)
Es gehört nur sehr indirekt hie herein: SPON, 29-04-2020
Autoindustrie will staatliche Kaufpreisprämie - und trotzdem Dividenden ausschütten


Wie unfassbar unverschämt, arrogant, maßlos, .... :Nee:


Ich verstehe den moralischen Punkt ja irgendwo, dass es "unverschämt" o.ä. ist, jetzt eine Dividende auszuschütten.
Nicht vergessen sollte man aber, dass die Dividende per se nichts am Vermögensverhältnis ändert. Wenn man jetzt sagt, jedes Unternehmen, das Staatshilfen bekommt, darf keine Dividende zahlen - dann ist das mE reine Show. Weil das Geld, dass für Dividenden gedacht war, bleibt im Unternehmen, gehört aber somit den Anteilseignern genauso, als wäre es eine ausgeschüttete Dividende.

Gerade bei großen Hilfspaketen (bspw denke ich an Lufthansa o.ä.) empfinde ich das Modell stille Beteiligung als das sinnigere. Dann wird ein Unternehmen bspw mit Wert 50Mrd Euro bewertet, der Staat hilft mit 5 Mrd, entsprechend gehören uns allen anschliessen 10%.

Alles andere ist für mich augenwischerei.

Estebban 29.04.2020 15:01

Zitat:

Zitat von Harm (Beitrag 1528567)
Moment mal, Du schreibst doch selber, daß, wenn sich Deine Eltern nicht gekümmert hätten, wärest Du nicht da wo, Du jetzt bist.
Das genau ist soziale Ungerechnigkeit.

Und ich arbeite massiv daran, daß das so bleibt obwohl es mich massiv anstinkt:

Meine zwei Jungs haben jeder ihr eigenes Zimmer mit eigenem Rechner. Beide kommen gut in der Schule klar, und wenn nicht, dann sorgen meine Frau und ich dafür, daß sie schnell wieder Fuss fassen. :dresche
Das ist ein paar Straßen weiter in der Lenz-Siedlung, wo sozialer Brennpunkt an das "heile Welt" Eimsbüttel stößt eher selten der Fall!

Absolut, ich bin das Paradebeispiel von sozialer "was-auch-immer". Ich hatte engagierte Eltern und vor allem auch engagierte Lehrer.

Mein Kommentar ging eher in Richtung, dass diese Einstellung "ich mache erstmal gar nichts" nicht auf Hauptschulen begrenzt ist - das hat Jens aber relativ sicher auch nicht so gemeint. Es las sich nur im ersten Moment so, entsprechend habe ich 15 Jahre zurück gedacht und nun ja... ein Gegenbeispiel gefunden :Huhu:

Ich hatte allerdings auch nie so eine Sonderphase wie Corona, ob meien Eltern genau hätten nachvollziehen können, ob ich hinterher komme oder nicht, ob es Lehrern früh genug auffällt, kann ich nicht beurteilen. Und man kann auch schlecht von Eltern verlangen, jede Aufgabe ihrer 15 Jährigen Kinder zu kontrollieren. Die Faulen kommen, denke ich, je länger diese Phase andauert unter die Räder. Selber schuld, ich bin trotzdem froh, dass ich nicht mehr dazugehöre ;)

Triasven 29.04.2020 15:07

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1528622)
Berichte über mögliche Komplikationen bei Corona-infizierten Kindern:

etwa hier:

https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-16747113.html


m.

Wenn sich diese (absolut unbewiesene und dennoch recht dramatische und die Bevölkerung beunruhigende) Nachricht in keiner Weise bestätigt, ist dass dann eine Fake News, oder muss sie erst noch vorher vom Sputnik veröffentlicht werden?

Estebban 29.04.2020 15:14

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1528647)
Wenn sich diese (absolut unbewiesene und dennoch recht dramatische und die Bevölkerung beunruhigende) Nachricht in keiner Weise bestätigt, ist dass dann eine Fake News, oder muss sie erst noch vorher vom Sputnik veröffentlicht werden?



Fakenews ist das verbreiten falscher Nachrichten.
Man kann drüber streiten ob das unter Clickbaiting fällt, die Formulierung sollte jedem klar werden lassen, dass hier nichts bewiesen ist, ausser demjenigen, der der Meinung it von der bösen Systempresse sowieso nur belogen zu werden und die da oben sind eh alle blöd.

Zitat:

Ärzte wollen nun überprüfen
Zitat:

Die Beschwerden würden offenbar durch eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöst und könnten in dem Coronavirus und Covid-19 ihre Ursache haben, sagte Hancock.
Zitat:

Es gebe noch „viele Fragen“ und nicht ausreichend Beweise, um einen Zusammenhang zwischen den Entzündungsprozessen und dem Coronavirus herzustellen

Harm 29.04.2020 15:14

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1528643)
Die Faulen kommen, denke ich, je länger diese Phase andauert unter die Räder. Selber schuld, ich bin trotzdem froh, dass ich nicht mehr dazugehöre ;)

Und die Kombination aus Faulheit und desinteressierten (oder überforderten) Eltern führt dann zu 100% zum "unter die Räder kommen".
Und daran sind diese Kinder eben nicht selber Schuld.
Das ist soziale Ungerechtigkeit.
Ausserdem ist das auch ungerecht meinier Frau und mir als interessierten und besorgten Eltern gegenüber! Ich hab nämlich durch den sowieso schon größeren Stress im Homeoffice auch noch die größere Sorge um unsere "Kleinen" an den Hacken.....

qbz 29.04.2020 15:49

Heute berichtet Spon über die Verlängerung der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für alle Länder bis zum 14. Juni. Ich habe dazu dort folgenden kritischen Kommentar bei SPON geschrieben:

"Leider heben sie in dem ganzen Bericht allein auf die Situation und Lage der ausländischen Länder ab, für die das auswärtige Amt bzw. Herr Maas generell eine Reisewarnung ausspricht. Die wichtigste Frage für Deutschland wird aber im Innen- und Gesundheitsministerium entschieden, nämlich: Wie will Deutschland mit den Reiserückkehrer umgehen. Schliesslich wurde das Virus Sars-Cov-2 durch Reisende nach Deutschland gebracht und soll das wieder wie oft passieren? Deswegen erliess das Innenministerium die 2-wöchige Quarantäne Bestimmung für alle Reisende. Wer möchte nach 4 Wochen Urlaub im Ausland als Gesunder für 2 Wochen in Quarantäne?

Ich bin z.b. Auslandsschweizer mit Wohnsitz in Deutschland. Ich könnte als Schweizer Bürger in die Schweiz reisen, mich dort absolut safe verhalten (Treffen mit Familiengehörigen, Verwandten nur im Freien mit Abstand z.B.), alleine wohnen, muss mich aber nach der Einreise in Deutschland, was für mich mit Hauptwohnsitz in Deutschland möglich ist, anschliessend beim Gesundheitsamt melden und 2 Wochen in Quarantäne zuhause verbringen. Dieses Einreise-Problem nach Deutschland - Gesundheitskontrolle auf Fieber etc., Quarantäne oder Verzicht und Risiko das Virus einzuschleppen - wird leider mit Absicht nirgendwo diksutiert, man verschweigt es sogar, wie auch in diesem Bericht und schiebt indirekt die Problematik den anderen Ländern zu. Schade!

Die nächste Frage ist, wie will umgekehrt Deutschland mit ausländischen Einreisenden umgehen, wovon auch in Deutschland ganze Tourismus Branchen, Regionen und Städte wirtschaftlich profitieren. Man kann keinen Urlaub in anderen Ländern fordern, aber selbst die Grenzen dicht halten und Quarantäne anordnen!"

Triasven 29.04.2020 15:54

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1528649)
Fakenews ist das verbreiten falscher Nachrichten.
Man kann drüber streiten ob das unter Clickbaiting fällt, die Formulierung sollte jedem klar werden lassen, dass hier nichts bewiesen ist, ausser demjenigen, der der Meinung it von der bösen Systempresse sowieso nur belogen zu werden und die da oben sind eh alle blöd.

„Sollte jedem klar werden lassen“?

Den 2. Teil deiner Polemik „Systempresse“ „die da oben“ lasse ich mal unbeantwortet. Es ergibt einfach keinen Sinn, die grosse Alles oder nichts Keule rauszuholen. Es geht mir ausschliesslich um diesen Artikel, der nicht mal nichts bewiesen hat, in seiner Art sorgt er für einen weiteren Baustein der Verunsicherung.

Und die Frage ist:

Händewaschen bringt nichts! Sputnik = Fake News
Händewaschen bringt nichts? FAZ = keine Fake News?

Reicht es aus, ein paar Fragezeichen und Konjunktive einzufügen um aus einer sensationsgeilen nichtssagenden News keine Fake News zu machen?

Estebban 29.04.2020 15:56

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1528661)
Reicht es aus, ein paar Fragezeichen und Konjunktive einzufügen um aus einer sensationsgeilen nichtssagenden News keine Fake News zu machen?

Ja...

pschorr80 29.04.2020 15:59

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1528660)
Die nächste Frage ist, wie will umgekehrt Deutschland mit ausländischen Einreisenden umgehen, wovon auch in Deutschland ganze Tourismus Branchen, Regionen und Städte wirtschaftlich profitieren. Man kann keinen Urlaub in anderen Ländern fordern, aber selbst die Grenzen dicht halten und Quarantäne anordnen!"[/i]

Deutsche haben in Deutschland Urlaub zu machen. ==> Problem gelöst. :Huhu:

Bockwuchst 29.04.2020 16:03

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1528661)
„Sollte jedem klar werden lassen“?

Den 2. Teil deiner Polemik „Systempresse“ „die da oben“ lasse ich mal unbeantwortet. Es ergibt einfach keinen Sinn, die grosse Alles oder nichts Keule rauszuholen. Es geht mir ausschliesslich um diesen Artikel, der nicht mal nichts bewiesen hat, in seiner Art sorgt er für einen weiteren Baustein der Verunsicherung.

Und die Frage ist:

Händewaschen bringt nichts! Sputnik = Fake News
Händewaschen bringt nichts? FAZ = keine Fake News?

Reicht es aus, ein paar Fragezeichen und Konjunktive einzufügen um aus einer sensationsgeilen nichtssagenden News keine Fake News zu machen?

Fake News meint das bewusste Verbreiten falscher Nachrichten, meist um ein bestimmtes Wahlverhalten auszulösen oder die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der verlinkte Artikel ist ein bisschen reißerisch und es sind erstmal nicht bewiesene Vermutungen und Hypothesen, aber es sind keine Fake News.
Ich gehe davon aus, du willst den Unterschied nicht sehen, andernfalls müsste man stark an deiner Medien Kompetenz zweifeln.

Triasven 29.04.2020 16:04

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1528662)
Ja...

Das ist gut zu wissen, dann hat der Sputnik keine Fake News verbreitet, sondern bloss Clickbaiting betrieben.

Freut mich, dass wir da einer Meinung sind.

Estebban 29.04.2020 16:08

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1528668)
Das ist gut zu wissen, dann hat der Sputnik keine Fake News verbreitet, sondern bloss Clickbaiting betrieben.

Freut mich, dass wir da einer Meinung sind.


Und wie meist, erschliesst sich mir dein Gedankengang in keinster Weise. Du hast einen ausgewogenen, vollkommen sachlichen Artikel der FAZ in die Fakenews Ecke stellen wollen, weil er deiner Meinung nicht passt. Das ist quatsch, auch eigentlich nichts was einer grossen Erklärung bedarf.
Wenn du Sputnik (warum auch immer) als Quelle seriöser findest, ist das legitim. Du brauchst nur halt nicht darauf spekulieren, dass man dich dann besonders Ernst nimmt.

Triasven 29.04.2020 16:08

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1528666)
Fake News meint das bewusste Verbreiten falscher Nachrichten, meist um ein bestimmtes Wahlverhalten auszulösen oder die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der verlinkte Artikel ist ein bisschen reißerisch und es sind erstmal nicht bewiesene Vermutungen und Hypothesen, aber es sind keine Fake News.
Ich gehe davon aus, du willst den Unterschied nicht sehen, andernfalls müsste man stark an deiner Medien Kompetenz zweifeln.

Jeder Artikel beeinflusst Wahlverhalten und Stimmung der Bevölkerung.

Eben war die Rede davon, „dass sollte jedem klar sein“

Bleibt die Frage was eher jedem klar (oder nicht klar) ist

Ich behaupte:
Händewaschen bringt nichts
ist eher als „Quatsch“ zu erkennen, als „Kinder könnten möglicherweise schwere Nebenwirkungen durch Corona haben“

Estebban 29.04.2020 16:12

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1528670)
Jeder Artikel beeinflusst Wahlverhalten und Stimmung der Bevölkerung.

Eben war die Rede davon, „dass sollte jedem klar sein“

Bleibt die Frage was eher jedem klar (oder nicht klar) ist

Ich behaupte:
Händewaschen bringt nichts
ist eher als „Quatsch“ zu erkennen, als „Kinder könnten möglicherweise schwere Nebenwirkungen durch Corona haben“

Der Konjunktiv ist ein komplexes Konzept, ja.
Der FAZ Artikel zitiert verschiedene Quellen, nachdenen es Zusammenhänge geben könnte. Er betont explizit, dass nicht ausreichende Evidenz besteht. Ob die Überschrift so sein muss, kann man drüber streiten.
Aber worauf möchtest du hinaus? Ausser mal wieder den Thread in komplett wirre Bahnen lenken...

qbz 29.04.2020 16:16

Die Sterilisation von Mund-Nasen-Schutz-Masken scheint nicht so trivial wie oft immer dargestellt und die Wiederverwendung problematisch, vor allem für gefährdete Personen im Gesundheitsbereich

aequitas 29.04.2020 16:16

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1528673)
Aber worauf möchtest du hinaus? Ausser mal wieder den Thread in komplett wirre Bahnen lenken...

Es ist der Wahnsinn wie es dieser eine User mit teilweise Unterstützung zweier weiterer Accounts es schafft die rechtspopulistische Strategie hier im Forum umzusetzen: Vollkommen unzusammenhangslose Beiträge posten, abstruse Vergleiche anstellen, Fake News verbreiten etc. Alleine dieser Thread bietet massig Potential für sozial-/geisteswissenschaftliche Abschlussarbeiten, falls hier Mitleser noch auf der Suche sind.

Bockwuchst 29.04.2020 16:27

[Moderation: Entfernt. Bitte vermeide beleidigende Formulierungen zulasten anderer User.]

Trillerpfeife 29.04.2020 16:55

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1528677)
Es ist der Wahnsinn wie es dieser eine User mit teilweise Unterstützung zweier weiterer Accounts es schafft die rechtspopulistische Strategie hier im Forum umzusetzen: Vollkommen unzusammenhangslose Beiträge posten, abstruse Vergleiche anstellen, Fake News verbreiten etc. Alleine dieser Thread bietet massig Potential für sozial-/geisteswissenschaftliche Abschlussarbeiten, falls hier Mitleser noch auf der Suche sind.

darum geht es solchen Leuten doch. Eine vernünftige Diskussion über ein Thema zu zerstören.

DocTom 29.04.2020 17:05

PreStudie (noch nicht durch die Fachgemeinde begutachtet!) aus Italien mit spannenden Erkenntnissen:

Zitat:

Zitat von Zusammenfassung
Die Behörden hatten Vó nicht nur schnell abgeriegelt, sondern auch entschieden alle Einwohner zu testen – einmal unmittelbar vor dem Lockdown und einmal zwei Wochen später. So konnten die Forscher die Ausbreitung des Virus ohne äußere Einflüsse untersuchen.

Die Forscher sammelten dabei auch Daten zur Demografie, Symptomen, Krankenhausaufenthalten und den Kontakten der Einwohner. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, aber dennoch aufschlussreich:

- In der ersten Testreihe wurden 2.812 Personen getestet (85,9 Prozent der Einwohner), davon waren 73 positiv (2,6 Prozent).
- In der zweiten Testreihe, zwei Wochen später, wurden 2.343 Personen getestet (71,5 Prozent der Einwohner), davon waren 29 positiv (1,2 Prozent).
- "Die Infektion war über alle Altersgruppen verteilt", sagte der an der Studie beteiligte Mikrobiologe Andrea Crisanti dem TV-Sender Euronews.
- Die meisten von insgesamt acht Neuinfektionen hätten sich bereits vor der Sperrung von Vó angesteckt oder sie lebten mit positiv getesteten Personen ohne Symptome zusammen.
- Kein einziges der 234 getesteten Kinder im Alter von null bis zehn Jahren wurde positiv getestet. Und das, obwohl mindestens 13 von ihnen in Familien mit Corona-Infizierten lebten.
- Fast die Hälfte der bestätigten Fälle (43,2 Prozent) waren asymptomatisch, wobei es keine Auffälligkeiten bei den verschiedenen Altersgruppen gegeben habe. Zudem hätten die Forscher keine großen Unterschiede in der Menge der Viruspartikel zwischen Infizierten mit und ohne Symptome festgestellt.
- "Dieses Virus ist ein sehr, sehr ungewöhnliches Virus", sagte Stefano Merigliano der britischen Wochenzeitung "New Statesman" mit Blick auf die außergewöhnlich hohe Rate. Merigliano wirkte ebenfalls an den Untersuchungen mit. Bei den meisten Viren "infiziert man sich und überträgt die Infektion, wenn man krank ist", erläuterte Merigliano. Ganz anders bei SARS-CoV-2.

Die Studie (noch nicht durch die Fachgemeinde begutachtet!) findet sich hier!
Und wurde im Podcast von Herrn Drosten auch schon lobend erwähnt.

ThomasG 29.04.2020 17:53

Ich glaube spätestens im Hochsommer (wenn nicht früher) gibt es für viele Menschen die Möglichkeit (bzw. Möglichkeiten) sich gegen das neue Coronavirus impfen zu lassen.

Zitat:

Zitat von t-online.de
Bis ein Impfstoff entwickelt wird, dauert es normalerweise Jahre. Beim neuartigen Coronavirus soll der Impfstoff deutlich schneller verfügbar sein. Die Universität Oxford hat jetzt in einer klinischen Studie erste freiwillige Probanden mit ihrem Wirkstoff geimpft. Weitere 800 sollen folgen. Die Wissenschaftler wollen dabei einen Mechanismus des Coronavirus imitieren und dadurch das menschliche Immunsystem zur Produktion von Abwehrstoffen bringen.

Wenn die Studie in Großbritannien erfolgreich ist, will das Forscherteam aus Oxford mit kenianischen Wissenschaftlern Kontakt aufnehmen und bei der dortigen Regierung um die Genehmigung für eine Evaluierung in Kenia bitten, schreibt die Universität auf ihrer Website.

Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/...es-risiko.html

Körbel 29.04.2020 18:10

Zitat:

Zitat von t-online.de
Bis ein Impfstoff entwickelt wird, dauert es normalerweise Jahre. Beim neuartigen Coronavirus soll der Impfstoff deutlich schneller verfügbar sein.
Warum das denn auf einmal???

Laut einem Bericht den ich gelesen habe, sei der Virus angeblich tierischen Ursprungs, von welchem Tier ist nicht sicher, wie kommt man dann so schnell an den Impfwirkstoff???

Ein Schelm wer das böses denkt und hinter dieser Pandemie dann doch nur eine Gelddruckmaschine vermutet.

LidlRacer 29.04.2020 18:22

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1528703)
Warum das denn auf einmal???

Laut einem Bericht den ich gelesen habe, sei der Virus angeblich tierischen Ursprungs, von welchem Tier ist nicht sicher, wie kommt man dann so schnell an den Impfwirkstoff???

Ein Schelm wer das böses denkt und hinter dieser Pandemie dann doch nur eine Gelddruckmaschine vermutet.

Einer von uns hat da was nicht verstanden.
Meines Erachtens ist es für die Impfstoffentwicklung völlig egal, woher der/das Virus stammt.

Und Deine Verschwörungsandeutungen nerven langsam.

ThomasG 29.04.2020 18:44

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1528507)
Ich sehe es genau wie Stefan. Als vor einem halben Jahr meine Schüler ins Praktikum gingen verlangte ich eine getippte Praktikumsmappe. Da es bei mir besonders viele sozial schwache Familien gibt, bot ich an das Ausdrucken in der Schule zu erledigen. USB Stick anschaffen reicht also. Für den Fall, dass jemand keinen Pc hat, kaufte ich meinen alten Traumlaptop. Toshiba Tecra 780 DVD, der kostete 1998 13.000 DM. Die Tastatur ist göttlich und USB Anschluss vorhanden, nur win98 und Word 97 installiert, somit genauso schnell wie mein MacBook. Hat 30 Euro gekostet, wollte aber keiner haben. 4 Kinder ohne Mappe, aber auch ohne Ausrede.

Jetzt mache ich alles per WhatsApp, es kommt kaum Feedback, gestern habe ich zum ersten Mal bearbeitete Blätter bekommen. Fast alles falsch. Meine Hauptschüler sind, glaube ich, froh, momentan nichts machen zu müssen und genießen die perfekte Ausrede. Wird die Arbeit schlecht, war Corona schuld, sitzenbleiben gibt es eh nicht.

Es ist keine Frage des Geldes, sondern des Wollens. Das ärmere Mädchen im Film schafft es ja auch.

Ich nehme stark an, dass die Eltern der Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig zur Online-Nachhilfe kommen, da schon ganz schön hinterher sind, dass ihre Kinder, was die Schule angeht, immer am Ball bleiben.
Ich kenne die ja alle schon länger und oft merkt man das ganz deutlich am Verhalten und der Motivation.
Da stimmt zuhause denke ich auch oft alles zumindest im Großen und Ganzen und man sorgt dafür, dass die Kinder zumindest eine brauchbare Möglichkeit haben zur Online-Nachhilfe zu kommen.
Wahrscheinlich könnten manche auch über einen Rechner zur Konferenz kommen, aber sie kennen sich halt mit ihren Smartphones besser aus.
Diejenigen, wo ich früher schon den Eindruck hatte, dass sie aus geordneten Familien kommen, wo es keine allzu großen Probleme gibt, das sind auch diejenigen, die jetzt die Online-Nachhilfe in Anspruch nehmen.
Die anderen kommen manchmal aber unregelmäßig und ich denke sie sitzen die Zeit mehr oder weniger nur ab.
Ich kann ja nicht überprüfen, ob sie tatsächlich gerade mit Schulaufgaben beschäftigt sind.
Es ist nicht meine Art mich aufzudrängen oder zu versuchen irgendwie Druck auszuüben.
Das geht eh kaum.
Wenn mir jemand sagt, er hätte was zu tun, dann frage ich, ob er das alles kann oder irgendwelche Fragen dazu hat und lasse sie oder ihn machen.
Zwischendurch erkundige ich mich, wie es läuft oder biete an Aufgaben zu stellen oder was zu erklären bei Bedarf.
Ich weiß ja nicht wie es in den Schulen läuft und hatte bis vor Kurzem eher den Eindruck, da läuft ziemlich viel und die Schüler sind schon ganz schön eingespannt durch das, was von ihren Schulen kommt.
Ich denke bei den Gymnasiasten geht da schon recht viel, aber ich denke bei den anderen Schulformen tendenziell schon weniger.
Es gibt hier auch einige Gesamtschulen und da vermute ich auch, dass da schon recht viel läuft in Bezug auf Online-Schule.
Mit Smartphones u.ä. kenne ich mich gar nicht aus.
Ich hätte es wahrscheinlich sonst auch über Whatsapp versucht.
Über Facebook kann man auch Konferenzen machen.
Das habe ich manchen gesagt, aber hatte den Eindruck, sie wollen das nicht.
Geogebra ist für Mathe eigentlich eine super Seite finde ich, aber den Schülern fehlt die Möglichkeit sich verbal auszutauschen.
Das ist denen zu anstrengend schätze ich - leider.
Es gibt noch eine weitere ganz gute Möglichkeit über Zumpad.
Da braucht man sich nicht einmal registrieren und kann trotzdem ganz schnell gemeinsam sich auf einer Seite austauschen.
Das läuft aber leider auch nur über einen Chat.
Reden geht nicht und für Mathe ist die Seite nicht wirklich optimal, weil man halt nicht so viele Möglichkeiten hat mathematische Symbole usw. usf. zu verwenden.
Gestern habe ich mich bei moodle registriert.
Man kann da Kurse anbieten, aber ich habe den Eindruck, das ist irgendwie zu kompliziert.
Es würde zu lange dauern bis zumindest einige damit brauchbar umgehen können.
Naja - es kommen hoffentlich bald wieder bessere Zeiten.

Hafu 29.04.2020 18:54

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1528698)
Ich glaube spätestens im Hochsommer (wenn nicht früher) gibt es für viele Menschen die Möglichkeit (bzw. Möglichkeiten) sich gegen das neue Coronavirus impfen zu lassen.


Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/...es-risiko.html

Ich kann diesen Optimismus hinsichtlich eines Impfstoffes nicht teilen und finde auch in dem t-online-Link keine nachvollziebare Erklärung dafür, warum derartig schnell ein wirksamer und verträglicher Impfstoff zur Verfügung stehen sollte.

Die für die weltweite Zulassung eines Impfstoffes notwendigen Studien brauchen nun mal Zeit (mehr Zeit als die Entwicklung des Impfstoffes selbst) und lassen sich nicht gravierend beschleunigen.

Man muss eine Substanz, die sich im Tierversuch als wirksam erwiesen hat, an gesunden Freiwilligen testen und diese Freiwilligen ausreichend lange nachbeobachten, ob sie irgendwelche schädlichen Nebenwirkungen entwickeln.

in diesem Schritt scheitern schon viele Impfstoffkandidaten , weil Impfunfgen, die für die breite Masse vorgesehen sind, enorm sicher sein müssen: selbst Nebenwirkungen, die nur sehr selten, z.B. bei jedem 1000. Impfling auftreten sind ein riesiges Problem, wenn eine Impfung für hunderte von Millionen Menschen vorgesehen ist)
Erst im nächsten Schritt kann dann untersucht werden, ob die Impfung überhaupt in Bezug auf die erhoffte Immunität den gewünschten Erfolg bringt. Und auch da muss man warten, bis der Körper eine Immunantwort auf den Impfstoff entwickelt hat und dan muss man warten, wie oft sich geimpfte Personen dann noch anstecken.
Bei Tierversuchen wird dies einfach dadurch geprüft, dass man geimpften Tieren eine hohe Dosis aktiver Viren mit einem Schlauch in den Rachen bläst und abwartet, ob sie sich infizieren, aber so ein Vorgehen wäre bei Menschen selbstverständlich unethisch und zu riskant, denn was macht man, wenn der Geimpfte dann trotzdem durch diese Prozedur eine Covid-19-Erkrankung bekommt und Schaden erleidet?

Man muss also stattdessen die Geimpften über einen längeren Zeitraum beobachten, ob sie sich statistisch signifikant seltener als Nichtgeimpfte infizieren und diese Daten zusammentragen und den Zulassungsbehörden präsentieren.

Weil hinter dem Wettlauf um den ersten und um den besten Impfstoff ordentliche wirtschaftliche Interessen stehen, müssen die Behörden solche Anträge in diesem Fall zwar zügig, aber eben auch besonders gründlich prüfen. Und auch diese Prüfungen und das Zulassunsverfahren kosten Zeit.

Und wenn man eine Zulassung hat, dann benötigt auch noch das Hochfahren der Produktion viel Zeit. Alleine der letzte Schritt wird bei dem Impfstoff aus Oxford jetzt offensichtlich abgekürzt, in dem eine Impfstoffhersteller weit vor der Zulassung bereits anfängt zu produzieren, was natürlich ein gewisses wirtschaftliches Risiko darstellt.

Weitaus teurer und zeitaufwändiger als die Produktion sind aber ohnehin die erforderlichen Zulassungsstudien, an denen man nun mal nicht vorbeikommt.

Vor 2021 erwarte ich keinen erwiesen wirksamen und zugelassenen Impfstoff, auch wenn sich vermeintliche Erfolgsmeldungen, wie die oben verlinkte, bis dahin sicher im Wochentakt in den Medien finden werden.


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