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schnodo 14.05.2019 17:39

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1451876)
Ich hab mir den skierg kommen lassen...

Ich neige nicht zum Neid, aber große Augen habe ich schon bekommen. :Lachen2:

Danke für den Link zu Sheilas Video (Getting the Edge in Triathlon Swim: Sheila Taormina Presents the Halo Swim Adapter). Das kannte ich noch nicht.

Und Du hast mich auch daran erinnert - Place, press, push makes my swimming go whoosh! - mal wieder zu schauen, was Brett Sutton denn so verzapft, wenn ihm langweilig ist: The 7 Myths of Swimming for Triathlon

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1451899)
Genau... die Nummer mit dem Luftballon war das - das Bild fehlte heute morgen in meinem Kopf.

Schau mal in Helios Video ab 2:25 und versuche, diese Bewegung nachzuempfinden.

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1451839)
Eines meiner Hauptprobleme ist...

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1451905)
....das Du schnodo auf deine Schwimmtechnik hast schauen lassen. :Lachanfall:

:Lachanfall:

Da fällt mir nun auch nichts mehr ein. :Lachen2:

Helios 14.05.2019 18:07

jo Meister, alles gut erkannt
(iss ja kloa, wer in seltsamen grünen Klamotten mit einem Nachttopf auf den Kopf planlos durch die Prärie geirrt ist, und immer wieder die Kantine gefunden hat, der hat was fürs "Leben" gelernt :Cheese: )

Ich hab ein Landtraining gesucht, dass die Schwimmmuskulatur beansprucht und zwar in ihrer nahzu kompletten Bewegung. Das ganze herkömmliche Krafttraining um die Schwimmerei herum, auch mit Zugseil oder Terrabändern, entspricht kaum den realen Verhältnissen. Im besten Fall wird der Körper fürs Wasser geformt, also Fett weg, Wampe weg und an den Ärmchen ein paar Muckis.
Schwimmbänke sind schon ganz gut, die Rotation funzt aber nicht und der Kopf hängt frei in der Pampa, sodass man sich da mehr Nackenschmerzen als Nutzen holt.
Mein Antrieb war: der westfälische Bauernschädel, der im Sommer die Kanal-Ratte mit jet-Antrieb macht - wie bekommt der dies gewuppt?? - es kann nur ein Mittelding des Wolperdinger aus RollenLaufbandDings sein...

Leute, die im Wasser fit sind, denen werden solche Spielereien nix bringen.

schnodo 14.05.2019 18:42

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1451931)
Schwimmbänke sind schon ganz gut, die Rotation funzt aber nicht und der Kopf hängt frei in der Pampa, sodass man sich da mehr Nackenschmerzen als Nutzen holt.

Ja, deswegen habe ich meine Zugseile auch oft oben am Treppengeländer befestigt und stelle mich dann unten hin, damit Rotation möglich ist und die Körperhaltung sowie die Position der Extremitäten ansatzweise stimmt.

Ich finde es manchmal witzig, wie einige Leute an Land den Kraulzug vormachen und erklären, wo alles hinzeigen soll, dabei aber halb gebeugt in swimming-uphill-Position stehen, den Kopf in den Nacken legen, die Arme irgendwo hinstrecken, wo im Becken sicher nicht die gegenüberliegende Wand wäre, und nicht berücksichtigen, dass im Wasser alles um die Längsachse pendelt und das Gezeigte so nicht hinhauen kann. :)

Besonders interessant macht er es: Er ändert in seinem Video dann auch gleich noch das Bezugssystem und streckt später die Arme nach oben. :Lachen2:


Bildinhalt: Armzug-Demonstration in die falsche Richtung

mcbert 15.05.2019 05:46

Bzgl. Zugseil gibt es ein neues Vieo von J. Wolfgarten:
https://youtu.be/aXUE8-lUzl8

Alles gut und nachvollziehbar erklärt (in seiner speziellen Art halt)

Helios 15.05.2019 11:41

Vielen Dank für das Video - ich mag Jan und komme auch mit seiner Art klar (da kann er nix für, das haben ihm seine Eltern so vor gelebt).

Bei mir hat er das Eis gebrochen, als er in einem seiner Video's ausatmete und nach hinten unten weck gesunken ist - da hat es bei mir so richtig blink gemacht, hängen die Beine - dann bist am Absaufen - eigentlich simpel...

Hier im Video steh Jan und kippt den Oberkörper - sein Kopf dürfte ca. 10kg haben - hast mal einen 10 KG Kettlebell so lange vorgestreckt wie er das macht??? - dazu noch der komplette Oberkörper aus dem Becken nach vorne geknickt - was wirken da für Hebel??

Eine Rotation aus dem Oberkörper geht nicht und die Drehung aus der Hüfte, aus der die Power kommen soll, unterbleibt auch.

Sein Vorschlag war:
6 x 20 Wdh./45 sec Pause
- nicht mehr als 2 bis 3 min am Stück
- keine 45 min
- eventuell 4/3/2/1min fallend

Toll, das er das wie und wie lange erklärt.

(und ich bin froh, dass ich das nicht vor letztem Freitag gesehen habe)

Seit letztem Freitag (6 Tage inkl. heute) zeigt der Stundenzähler 8h29min an, bei 28 Trainings macht im Schnitt 18min/Training.
Ich hab schon ein paar mal 1h single arm crawl gemacht, dabei wird mir am Ende 420kcal angezeigt und meinen Puls hab ich auch im Blick, notfalls die Anzahl der Schläge pro Minute verringern. Bei der Wattanzeige kommt das lange Gesicht, die ist bei mir sehr gering.
Ein paar Stunden nach dem Benutzen ist der Oberkörper immer noch gut durchgewärmt und nachts brennt es nach.

Für den Jan wär aber so ein skierg mit paddles nix, weil er mit seiner Körpergöße und Armspannweite das Gerät (2,12m Höhe) überragen würde - für ihn müsste es noch einen zusätzlichen Unterbau haben, um vernünftig im wasserlosen Raum die Arme schwingen zu können - bei meinen 1,76m passt es.

Bei einem alten Mann wie ich bin, dauert so ein Muskelaufbau und das geht nur über die Zeit mit Impuls Recovery Repeat und mit kleinen Dosen - als ich die zeiten und Anzahl aus dem Teil ausgelsen habe, musste ich noch ein Wörtchen mit meiner Holden, die wie ein Rohrspatz über den "Galgen" geschimpft hat plaudern - versaut die doch nicht meine Schnitt-Zeiten, in dem sie ab und an mal für 5 Minütchen am Galgen rupft.... da fällt Dir nix mehr dazu ein....

schnodo 15.05.2019 16:35

Das Video hatte ich auch in meinen YouTube-Empfehlungen, habe es mir aber durch Deinen Hinweis nun früher angeschaut als ich es sonst getan hätte. Ich finde, es ist eines seiner besseren Videos. Er schweift nicht übertrieben ab und bringt seine Botschaft vergleichsweise kompakt an den Mann.

Ich stimme nicht vollständig mit ihm überein, was die einarmige Ausführung der Übung angeht. Ich mache diese auch in der von ihm gezeigten Position und es kommt dem Schwimmen doch sehr nahe, wenn man die Beine nicht parallel stehen lässt, sondern nach dem Anstellen die Bewegung mit einen Schritt zurück auf der aktiven Seite begleitet. So wird, wie beim Schwimmen, die Hüfte aus dem Weg genommen und der Oberkörper kann besser rotieren. Dabei versuche ich mich darauf zu konzentrieren, dass der initiale Impuls aus der Hüfte kommt und nicht aus dem Oberkörper. Ich finde, das hilft mir auch beim Schwimmen, den Zug flüssiger auszuführen und nicht zu reißen.

Andererseits gilt auch: Wer schneller schwimmt hat vermutlich Recht. Es besteht also eine große Wahrscheinlichkeit, dass Jan es besser weiß als ich. :)

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1452058)
Ich hab schon ein paar mal 1h single arm crawl gemacht, dabei wird mir am Ende 420kcal angezeigt und meinen Puls hab ich auch im Blick, notfalls die Anzahl der Schläge pro Minute verringern. Bei der Wattanzeige kommt das lange Gesicht, die ist bei mir sehr gering.

Ich will nun keine Zweifel an Deiner geistigen Gesundheit aufkommen lassen, aber das ist schon ein extremes Programm, das Du Dir da gönnst. :Cheese:
Ich würde - unternähme ich den Versuch - vermutlich keine 10 Minuten am Stück durchhalten.

-----

Heute war das Schwimmen mal wieder klasse, ich hatte ein Wassergefühl, das mich fast glauben ließ, ich könne mit Alexander Popov verwandt sein. ;)
Ich habe auch einige Bahnen Wasserballkraul versucht und es fühlte sich so an wie es bei Popov in diesem Video aussieht. :liebe053:
Zum Glück war keine Kamera da für den Abgleich zwischen Phantasie und Wirklichkeit.

Zu guter Letzt bekam ich von einem sehr netten übenden Pärchen noch Komplimente gemacht. Sie meinten, wenn es bei ihnen so perfekt aussähe wie bei mir, könnten sie mit dem Üben aufhören. Die Lobhudelei konnte ich so natürlich nicht stehen lassen. Sonst glauben die am Ende noch, dass man schwimmen kann, wenn es aussieht wie bei mir. Gefreut habe ich mich trotzdem und mich als Tippgeber angeboten. :)

In Vorbereitung aufs nächste Sasch-Treffen habe ich ausprobiert, wie weit ich komme, wenn ich die Wand anschwimme, eine Rollwende mache und nach der Wende ohne zusätzliche Bewegung nur die Streamline halte. Mehr als 10 m schaffe ich nicht. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass mir die Luft fehlt, weil ich nicht ordentlich damit haushalte. Mit etwas Übung komme ich vielleicht auf 12 m. Ich glaube nicht, dass das für den Sieg beim anstehenden Weitgleitwettbewerb ausreicht.

Das nette übende Pärchen konnte sich auch für 10 m schon begeistern ("halbe Bahn!"). Sympathische Menschen. :Lachen2:

Helios 16.05.2019 12:29

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1452146)
....
Ich will nun keine Zweifel an Deiner geistigen Gesundheit aufkommen lassen, aber das ist schon ein extremes Programm, das Du Dir da gönnst. :Cheese:
Ich würde - unternähme ich den Versuch - vermutlich keine 10 Minuten am Stück durchhalten.
....

kein Problem - die ersten 8 Min frag ich mich auch immer wieder was ich da mach und ob das überhaupt Sinn gibt....

Total Immersion lehnt das Lehren der "Propelei" ab - von denen kommt also keine Ünterstützung.
Liest man bei Brett Sutton, dann sollte man in der Lage sein 4000 Züge bei 1m/Zug am Stück zu machen, wenn man die 3,8km bewältigen will - und je schneller man die Arme vor bringt, desto schneller wird das Ganze. Feinheiten wie Intervallpausen/-strecken und irgentwelche Abgangszeiten mal außen vor gelassen.

So - und jetzt kannst überlegen wie Du an die Ausdauermuskulatur kommst - Maximal-Kraft ist ja wohl nicht der Weg (wie beim Zugseil am Ende, mit der Gefahr das der Arm aus der Pfanne schnalzt).

Die ersten 2 min geht der Puls z.T, zu sehr nach oben, dann beruhigen bis Minute 4 herum (eigentlich möchte man hinschmeißen, weil bei 55 Schläge/min hat man gerade 220 von 4000) - die weiteren 4 min bis Minute 8 versuche ich das bewusste Handeln ins Unterbewusste zu verschieben und dabei aber die Bewegungen nach meiner Ansicht korrekt auszuführen - ohne das Ellenbogen abknickt, das klar ist wo pull und wo push ist und wie weit durchgezogen wird. Um Minute 8 herum hab ich dann mich selbst so weit manipuliert, dass ich den Schaiss nicht mehr mitbekomme und nur noch die körpereigenen Drogen konsumiere, dabei Musik höre, aber nicht weis was die grad machen, oder der TV-Kasten mich behämmert und ich da auch nix mitbekomme - dann läuft der automatikbetrieb und alle können mich mal - die Welt ist schön *deppert-grins*.

edit: und nach ein paar weiteren Tagen und die 20h voll gemacht, dabei zeigt der km-Zähler (wohl im Ski-Modus) 160km, wird der skierg auf die ignorierliste, wegen höllenmuskelkater, verbannt - edit aus

schnodo 22.05.2019 18:42

Der Catch, das unbekannte Wesen
 
Heute bin ich auf der Suche nach dem Heiligen Gral des Schwimmens wieder einen kleinen Schritt weitergekommen. :liebe053:

Ich hatte vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass ich fühle, dass meine linke und meine rechte Seite unterschiedlich ziehen und FlyLive hatte auch uneinheitliche Rotation diagnostiziert. Heute konnte ich den Ursache zumindest teilweise isolieren: Auf der linken Seite öffne ich für den Catch die Achselhöhle so weit, dass ich eine leichte Dehnung im Latissimus verspüre. Auf der rechten Seite ist das nicht so.

Ich habe dann bewusst diese Öffnung auf beiden Seiten ganz weit vergrössert, so dass ich ich sie sehr deutlich gespürt habe. Es fühlte sich für mich an wie das mittlere Bild hier aussieht:


Bildinhalt: Offene Armbeuge beim Catch

Ich meine, dass ich so auch besser vorwärts kam und merkwürdigerweise auch die Schulter eher geschont wurde, obwohl die Position nicht wirklich danach aussieht. Ich denke, es hängt auch mit dem Thema zusammen, über das ich mich vor einiger Zeit mit adaniya ausgetauscht hatte.

Dadurch beflügelt habe ich am Beckenrand über eine Übung nachgedacht, die von Sheila Taormina empfohlen wird: Swim Speed Secrets Press-Out Drill

Was mir daran nie so recht gefallen hat, war, dass dadurch die Situation im Wasser - aus meiner Sicht - nicht befriedigend nachempfunden wird:
  • Der Druck wird nur über die Handfläche übertragen
  • Die Hände sind fixiert und können keine seitliche Bewegung durchführen
  • Die Rotation beim Kraulen wird vernachlässigt

Ich bin deshalb zu dem Schluss gekommen, dass ich diese Übung für mich so modifiziere, dass sie den Catch und einen ganz kurzen Teil des Anfangs des Kraulzuges simuliert, indem ich sie einarmig durchführe und den kompletten Unterarm aufs Deck lege.


Bildinhalt: Übungsvisualisierung

Der Arm ist dann zwar immer noch fixiert, aber der Körper kann rotieren, was der Bewegung beim Schwimmen recht nahe kommt. Dadurch, dass der Unterarm aufliegt, bleibt die Hand automatisch in seiner Verlängerung und klappt nicht ab. Man kann so auch erspüren, welcher Körperteil die Zugbewegung einleitet und sich darauf konzentrieren, diese aus Hüfte/Rumpf zu triggern.


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