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keko# 06.03.2021 09:04

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1588596)
...
Im Süden Europas haben wir am Mittelmeer und Atlantik ein mildes bis sehr warmes Klima, in den skandinavischen Ländern ein kühles bis kaltes. Nun vergleiche die Corona-Infektions-Kurven von Spanien, Italien, Portugal, Griechenland mit Norwegen, Finnland, Schweden. Offenbar besitzt der jeweilige Umgang mit der Pandemie eine gewichtigere Rolle als die Temperatur, was man auch an Südafrika oder Brasilien leicht feststellen kann ohne Corona-Spezialist und Epidemiologe zu sein.....

In dem von mir bereits erwähnten karibischen Heimatland einer mir sehr nahestehenden Person ist Corona nach wie vor kein großes Thema, obwohl praktisch gesehen genau nichts getan wird. Ich konnte unlängst virtuell an einem 80. jährigen Geburtstag teilnehmen und mir fielen fast die Augen aus: Die Feier hätte hier ein mittelgroßes Polizeiaufgebot zur Folge gehabt und zumindest eine Notiz in der Lokalzeitung. Insellage zieht auch nur bedingt, weil es quasi ein Vorhof zu den USA ist und es einen regen familiären Austausch dorthin und zurück gibt. Getestet wird zwar kaum, aber die Sterblichkeit hat sich nicht merklich verändert. War die Befürchtung anfangs, dass Corona in diesen Ländern Millionen von Opfern fordern würde, hat sich die Krankheit scheinbar in den wohlhabenden westlichen Ländern eingenistet. Ich hoffe, das bleibt so, denn z.b. in dem Heimatland einer mir sehr nahestehenden Person hätten die allermeisten Menschen nicht mal das Geld für den Kauf einer Schutzmaske, geschweige denn, dass sich die Regierung darum kümmern würde, so wie das hier in DE der Fall ist.

merz 06.03.2021 09:21

Jedes Mal wenn Du davon berichtest freut es mich, verstehen tue ich das Wunder von Haiti nicht

m.

keko# 06.03.2021 09:27

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1588840)
Jedes Mal wenn Du davon berichtest freut es mich, verstehe tue ich das Wunder von Haiti nicht

m.

Meines Wissens gibt es bis jetzt auch keine hinreichende Erklärung. Nach einem Jahr müsste sich doch Corona auch dort durchgefressen haben? Möglicherweise spielt auch mit ein, dass man dort als Heranwachsender mit allerlei Krankheiten in Berührung kommt und man als westlicher Tourist schon nach dem Händewaschen ein paar Tage Durchfall haben kann?

merz 06.03.2021 09:31

Hatten wir das eigentlich schon? Nüsslein und Löbel, beide für die Union im Bundestag, haben signifikanten Geldbeträge (5-6 stellig) für irgendwelche Vermittlungstätigkeiten, was immer das ist, während der Maskenkrise im vorigen Frühjahr kassiert - gehts noch?

Da ist wohl der moralische Kompass dramatisch ausgefallen .....
Eine Zusammenfassung hier: https://sz.de/1.5226680

m.
( die laufenden Ermittlungen gegen A Fischer, auch Union, drehen sich um andere Korruptionsthemen)

qbz 06.03.2021 09:31

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1588838)
In dem von mir bereits erwähnten karibischen Heimatland einer mir sehr nahestehenden Person ist Corona nach wie vor kein großes Thema, obwohl praktisch gesehen genau nichts getan wird. Ich konnte unlängst virtuell an einem 80. jährigen Geburtstag teilnehmen und mir fielen fast die Augen aus: Die Feier hätte hier ein mittelgroßes Polizeiaufgebot zur Folge gehabt und zumindest eine Notiz in der Lokalzeitung. Insellage zieht auch nur bedingt, weil es quasi ein Vorhof zu den USA ist und es einen regen familiären Austausch dorthin und zurück gibt. Getestet wird zwar kaum, aber die Sterblichkeit hat sich nicht merklich verändert. War die Befürchtung anfangs, dass Corona in diesen Ländern Millionen von Opfern fordern würde, hat sich die Krankheit scheinbar in den wohlhabenden westlichen Ländern eingenistet. Ich hoffe, das bleibt so, denn z.b. in dem Heimatland einer mir sehr nahestehenden Person hätten die allermeisten Menschen nicht mal das Geld für den Kauf einer Schutzmaske, geschweige denn, dass sich die Regierung darum kümmern würde, so wie das hier in DE der Fall ist.

Obwohl ich mich mit Haiti wenig speziell auskenne, würde ich annehmen, man kann Haiti und die Dominikanische Republik inbezug auf den Standort und das Klima vergleichen. Schau Dir jetzt mal den Vergleich der Infektions- und Todeszahlen zwischen diesen beiden Ländern an. In beiden Ländern gab es zum gleichen Zeitpunkt eine 1. u. 2. Welle, aber in Haiti sehr, sehr niedrige dokumentierte Inzidenzen. Legt ein solcher Vergleich zwischen diesen Ländern nicht den Schluss nahe, dass in Haiti die Behörden und die Bevölkerung einfach eine viel schlechtere Statistik und kaum Tests mit "Erkältungserkrankten" führen wie im Nachbarstaat (DR) und es vermutlich in beiden Ländern ähnlich viele Infizierte, Erkrankte und Tode geben wird. Würde man in Haiti auf Corona Antikörper breit testen, fände man vermutlich einen hohen prozentualen Anteil von Personen mit solchen. Dominikanische Republik / Haiti

Dass das Corona-Virus sich in den wohlhabenden westlichen Ländern eingenistet haben soll, halte ich für ein Gerücht. In Brasilien sind z.B. die Indigenen im Amazonas Gebiet extrem stark von dem Virus mit vielen Toten betroffen. Und ich könnte Dir andere Länder in Lateinamerika aufzählen mit hohen Corona-Infektionszahlen. Aber: Die Sterblichkeit und Gefährlichkeit (schweren Krankheitsverläufe) des Virus betrifft bekanntlich in hohem Masse die Senioren, d.h. die Länder mit einer jungen Bevölkerung weisen wegen der Altersstruktur und geringeren Lebenserwartung (Haiti Männer 61) auch eine niedrigere Corona-Sterblichkeit auf und kümmern sich deswegen weniger um Corona, weil andere gesundheitliche und hygienische Probleme wie Kindersterblichkeit (in Haiti sehr hoch), Armut und Unterernährung sehr viel vordringlicher sind. Es kommt dann zur Durchseuchung ganzer Regionen wie in einzelnen Orten von Südafrika (in Gegenden, wo notabene im Winter milde Temperaturen herrschen.), wo es schon mal in einzelnen Fällen wegen der Virus-Mutation getestet wurde.

keko# 06.03.2021 10:18

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1588844)
Obwohl ich mich mit Haiti wenig speziell auskenne, würde ich annehmen, man kann Haiti und die Dominikanische Republik inbezug auf den Standort und das Klima vergleichen. Schau Dir jetzt mal den Vergleich der Infektions- und Todeszahlen zwischen diesen beiden Ländern an. ....


Die Sterblichkeit und Gefährlichkeit (schweren Krankheitsverläufe) des Virus betrifft bekanntlich in hohem Masse die Senioren, d.h. die Länder mit einer jungen Bevölkerung weisen wegen der Altersstruktur und geringeren Lebenserwartung (Haiti Männer 61) auch eine niedrigere Corona-Sterblichkeit auf und kümmern sich deswegen weniger um Corona, weil andere gesundheitliche und hygienische Probleme wie Kindersterblichkeit und Armut vordringlicher sind. ....

Ja, der Vergleich der Länder ist mir bekannt. In Haiti kümmert sich die Regierung eher um ihre persönlichen Belange, als die der Bevölkerung. Es wird wenig getestet und viele Infektionen bleiben wohl unerkannt. Trotzdem ist die Sterblichkeit auch unter den älteren Personen niedrig. Ich verlasse mich dabei nicht auf die offziellen Daten, sondern was ich so mitbekomme. Nach einem Jahr ist das unter den mir bekannten Alten dort kein Thema. Hier sehe ich Senioren, die beim Spazierengehen eine Maske tragen, dort eine Seniorengeburtstagsfeier ohne Schutz. Müsst sich Corona, wenn es solch einen freien Lauf hat, nach über einem Jahr nicht längst durchgesetzt haben?
(ich möchte natürlich nicht Corona leugnen oder dass es nicht lebensbedrohlich sein kann, aber eine einleuchtende Erklärung konnte ich bisher noch nicht finden)

Estebban 06.03.2021 10:28

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1588840)
Jedes Mal wenn Du davon berichtest freut es mich, verstehen tue ich das Wunder von Haiti nicht

m.

Die Frage ist ja auch - es ist ja schön, dass es Haiti mehr oder weniger gut gehen soll - die Frage, die sich mir stellt ist, ob das nicht alles ein bischen mehr Anekdote denn Wissenschaft ist.
Die Dominikanische Republik, also der andere Teil dieser Insel hat das 20-fache mehr an fällen pro kopf, das Virus wird aber kaum an der Landesgrenze halt machen.
Ist nicht die viel naheliegendere Erklärung für das Keko‘sche Haitii-Wunder, das Haiti eines der ärmsten Länder der Welt ist, spätestens seit dem Erdbeben vor 10 Jahren und die Sterblichkeit extrem hoch ist, so dass hier einfach nicht wirklich getestet wird.


Keko wird vermutlich eher keinen direkten Draht zu einer befreundeten Familie der haitianischen Unterschicht haben und da liest man ja durchaus anderes...

Edit sagt: qbz war schneller

keko# 06.03.2021 10:52

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1588855)
...

Keko wird vermutlich eher keinen direkten Draht zu einer befreundeten Familie der haitianischen Unterschicht haben und da liest man ja durchaus anderes...

Man könnte die Toten aber nicht verstecken. Zur Not würde man sie auf den Gehsteig legen oder vor die Krankenhäuser. Journalisten würden das mitbekommen und es würde um die Welt gehen (zurecht, das soll keine Kritik an den Journalisten sein).
Möglicherweise ist es ein Zusammenspiel mehrerer günstiger Umstände und bei uns wird es medial einfach etwas übertrieben.
Ich möchte diesen Thread auch nicht wegziehen. Ich denke, es ist für manche Leser interessant zu hören, dass es woanders kein großes Thema ist und bin heilfroh, dass es dort so ist. :liebe053:
(kürzlich war ich per Whatsapp an einem Maskenball dabei. Jeder musste sich eine schicke Corona-Maske besorgen/nähen und der- oder diejenige mit dem schönsten Mundschutz hat gewonnen :Lachen2:).


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