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keko# 24.10.2020 10:06

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1560213)
Weißt du, wieviel Covid-19-Tests in Haiti pro Tag durchgeführt werden, wieviel Prozent davon positiv sind, wie die R-Zifffer ist?

Grundsätzlich haben Inseln wie Neuseeland, Taiwan, Island in der Pandemie einen (theoretisch) enormen Vortei, weil sich ihre Grenzen viel leichter kontrollieren lassen.

Haiti lässte ebenso wie die oben genannten Länder Reisende nur ins Land, wenn sie einen aktuellen negativen Test vorweisen können. Anderensfalls muss der Einreisewillige 14 Tage in Quarantäne..

...

Du gibst das Offzielle wider, ich das, was ich aus erster Hand mitbekomme. Ich finde, dass beides seine Berechtigung hat und nicht gegeneinander ausgespielt werden muss. :Blumen:
Haiti ist ein politisch gebeuteltes Land. Anders als bei uns, wo man ja bei Merkel und Spahn irgendwie davon ausgeht (ich zumindest), dass sie mehr oder weniger ihr bestes für das Gemeinwohl tun, haben diesen Glauben dort sehr viele Menschen komplett verloren. Was die Regierung schreibt und verlangt, muss also gar nichts damit zu tun haben, was die Menschen machen. Ein paar Dollars für Polizisten sollte man immer in der Tasche haben, um Gesetze gerade zu biegen.
Es findet nach wie vor eine rege Reisetätigkeit zwischen Florida und Haiti statt. Ich sehe Bilder von Partys und Feiern komplett ohne Mundschutz - seit Wochen. Ebenso eine mir bekannte Kirchengemeinde, in der sich jeden Sonntag vormittag für Stunden meist ältere Menschen treffen - wie seit vielen Jahren. Ich hätte es mitbekommen, wenn dort jemand verstorben wäre. In der weitläufigen Verwandtschaft meiner lieben Frau gibt es keinen einzigen (schweren) Corona-Fall. Corona ist dort quasi kein Thema; meine liebe Frau wurde schon öfters gefragt, was da in Europa los sei.
Dass wenig getestet wird und wenig ans Tageslicht kommt, halte ich für plausibel. Dennoch bleiben aus meiner Sicht die Todesfälle aus. Die hätte ich mitbekommmen.

Für mich als Laie scheint es so, dass Corona nur für bestimmte Risikogruppen mit schweren Folgen endet. Die Strategie, die bisher gefahren wird, dass man möglichst alle schützt, damit möglichst niemand der Risikogruppen angesteckt wird, kann ich nachvollziehen. Führt aber aus meiner Sicht dazu, dass wir früher oder später alle im Lockdown sind, mit katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für alle. Es ist daher meine persönliche Meinung, dass man davon langsam wegkommt und sich auf die Risikogruppen konzentriert. :Blumen:

aequitas 24.10.2020 10:08

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1560213)
Trotzdem gilt in Haiti eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen und das Land hat sogar eine Sperrstunde von 0:00h bis 4:00h morgens, d.h. das öffentliche Leben ist dort eingeschränkter als in Deutschland, wo z.B. im Corona-Hotspot Berlin die Sperrstunde wieder von den Gerichten gekippt worden ist und das Partyvolk wieder die Nacht durchfeiern darf.

Falsch. In Berlin wurde einer Klage stattgegeben in der die Rechtmäßigkeit der Sperrstunde angezweifelt wurde. Entsprechend dürfen die 11 klagenden Betriebe trotz Sperrstunde öffnen (mittlerweile kamen wohl 12 weitere dazu).

In deiner Aussage schiebst du die Schuld einem ominösem "Partyvolk" in die Schuhe. Dabei gehen viele (auch wenn die Statistik eine große Dunkelziffer hat) oder sogar die meisten Infektionen auf private Haushalte zurück. Cafés, Restaurants, Bards etc. spielen eine absolut untergeordnete Rolle. In solchen Betrieben können zudem Hygienekonzepte umgesetzt und kontrolliert werden. Ich halte es deshalb auch für falsch pauschal alle Betriebe zu schließen und als Folge dessen alles ins private zu verschieben. Ein Club-Besuch mit engem Tanzen ist derzeit sicherlich nicht zu empfehlen, aber es gibt mit Sicherheit Betriebe, die gute Konzepte erarbeiten und umsetzen.

Zudem: was soll dieses Rumgehacke auf Berlin? Es handelt sich dabei um eine Großstadt und da verhält sich ein Virus nun einmal anders als in einem Stuttgarter Vorort. Diese Entwicklung wird in den meisten Metropolen und Großstädten zu beobachten sein, s. bspw. auch im Ruhrgebiet.

aequitas 24.10.2020 10:15

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1560206)
Dann sollten wir sie nach unten bringen.

Und da wir jetzt schon wissen, dass sie weiter nach oben gehen, sollten wir sie besser JETZT nach unten bringen.
Mit Hoffen und Beten wird das wahrscheinlich nicht klappen.

Neueste Zahl von Worldometer: 13476
Fehlen nur noch 42% bis zu Merkels Weihnachtszahl 19200 - das schaffen wir wohl nächste Woche.

Um mal in deinem Duktus zu bleiben: Du machst dich extrem lächerlich.

Was ist denn deine Strategie? Hoffen und Beten? Viel mehr als plump gepostete Absolutzahlen sehe ich kaum von dir und damit predigst du lediglich Panik. Wie kann man denn realistischer Weise der Pandemie beikommen?

NBer 24.10.2020 10:21

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560244)
...... damit predigst du lediglich Panik......

inwiefern ist eigentlich das vermelden von zahlen bzw fakten immer panikmache? weil diese behauptung in den sozialen medien auch immer auftaucht.
ich verfolge die zahlen seit februar und habe noch nicht ein mal panik oder angst verspührt.

LidlRacer 24.10.2020 10:26

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1560244)
Um mal in deinem Duktus zu bleiben: Du machst dich extrem lächerlich.

Was ist denn deine Strategie? Hoffen und Beten? Viel mehr als plump gepostete Absolutzahlen sehe ich kaum von dir und damit predigst du lediglich Panik. Wie kann man denn realistischer Weise der Pandemie beikommen?

Du weißt noch, wie wir die 1. Welle besiegt haben?

Ohne irgendetwas lockdown-artiges wird es wohl nicht gehen, auch wenn das keiner gerne sagt.

Es gibt Länder, in denen der 2. Lockdown weniger hart aber erfolgreicher war als der 1.
Davon müssen wir lernen, aber bitte schnell!

Estebban 24.10.2020 10:30

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1560246)
Du weißt noch, wie wir die 1. Welle besiegt haben?

Ohne irgendetwas lockdown-artiges wird es wohl nicht gehen, auch wenn das keiner gerne sagt.

Es gibt Länder, in denen der 2. Lockdown weniger hart aber erfolgreicher war als der 1.
Davon müssen wir lernen, aber bitte schnell!

Pssst. Lockdown ist doch undemokratisch :cool:

aequitas 24.10.2020 10:32

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1560245)
inwiefern ist eigentlich das vermelden von zahlen bzw fakten immer panikmache? weil diese behauptung in den sozialen medien auch immer auftaucht.
ich verfolge die zahlen seit februar und habe noch nicht ein mal panik oder angst verspührt.

Es ist halt die Frage welches Ziel dahintersteckt und welche anderen Faktoren dazukommen.

Man kann die Entwicklung auch anders kommentieren als durch das bloße nennen einer (1!) absoluten Zahl. Die Zahl der Neuinfektionen ist zentral, ohne Frage, aber es sagt nicht alles aus über die Entwicklung. Aktuell besteht Handlungsbedarf, das bestreite ich auch gar nicht. Aber hier oder an anderen Stellen wird einfach eine Zahl in den Raum geschmissen und mit dem Frühjahr verglichen und gesagt, dass uns nun "Unheil" oder eine "Katastrophe hoch 3" drohe - damit vermittelt man nicht viel außer Panik/Angst.

Stattdessen sollte man Fragen: Wie sieht die Entwicklung aus? Wie sehen unsere Ressourcen aus? Wie setzt sich die Zahl zusammen? Wo kommen die Neuinfektionen her?

Und davon müssen Maßnahmen etc. abgeleitet werden, aber nicht nur mit dem kurzen Blick nach zwei Wochen, sondern längerfristig. Die Zahlen werden im Herbst/Winter zwangsläufig steigen. Deshalb muss man das auf jeden Fall im Blick behalten und die Entwicklung sich nicht selbst überlassen. Aber "Zahlen runter" ist kein Selbstzweck, sondern es steht - bzw. es sollte - ein Ziel dahinterstehen. Wir wollen Leid soweit möglich verhindern.

In diesem Zusammenhang hat bspw. Drosten (Das ist doch euer Gott, oder?) schon lange gefordert, dass statt Einzelfallverfolgung viel eher Clusteraufarbeitung geschehen soll. Ein infiziertes Individuum treibt nicht die Pandemie, sondern meistens Superspreader. Das gilt es möglichst zu verhindern.

Darüber hinaus stellt sich wie immer die Frage der Verhältnismäßigkeit. Hier wird eine Zahl aufgebauscht und daran unsere Handlungsmaxime ausgerichtet als gäbe es nichts anderes. Das ist ein Tunnelblick, der uns im Überleben der Pandemie eher hindert als dass er uns möglichst unbeschadet dadurch manövriert.

aequitas 24.10.2020 10:33

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1560246)
Du weißt noch, wie wir die 1. Welle besiegt haben?

Ohne irgendetwas lockdown-artiges wird es wohl nicht gehen, auch wenn das keiner gerne sagt.

Was ist denn etwas lockdown-artiges? Was stellst du dir vor? Schulen auch dicht? Wie lange soll das gehen? Welche Folgen hat das?


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