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-   -   Von Auto übersehen und umgefahren. Schmerzensgeld ? (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=48493)

goetzi 30.07.2020 11:09

Von Auto übersehen und umgefahren. Schmerzensgeld ?
 
Hallo zusammen,

mein Vater ist (oder besser gesagt) war auf einer mehrtägigen Radtour durch Süddeutschland. Von Pension zu Pension welche taggleich gebucht wird, insgesamt 450 km sollten es sein.

Nun wurde er am 2. Tag von einem Auto erfasst und ist zu Sturz gekommen.
Die Autofahrerin hat auch gleich eingesehen, dass sie ihn übersehen hat. Auch waren Anwohner zur Stelle um meinem Vater (76 Jahre) zu helfen.

Die Versicherung und auch die Autofahrerin haben wohl mein Vater dazu überredet die Sache ohne Polizei zu regeln.

Das Fahrrad wurde durch den lokalen Radhändler gleich nach dem Unfall repariert, neues Hinterrad, Sattel, Spiegel, Helm usw. Die Versicherung hat zumindest versprochen alles zu übernehmen. Auch wenn er Schmerzen hat soll er zum Arzt usw.

Er konnte dann auch noch bis zu seinem Tagesziel weiter fahren, die Schmerzen sind dann jedoch über Nacht gekommen. Er kann nun kaum noch laufen, Knie tut weh und muss seine Radtour somit abbrechen und mit dem Zug nach Hause fahren.

Was er getan hat, er war heute bei einem Arzt und hat sich die Blessuren attestieren lassen.

Jetzt zu meiner Frage, wie sieht es in solch einem Fall mit Schmerzensgeld aus ? An wen müssten wir uns wenden, gleich an einen Anwalt ? Was würdet Ihr machen ?

Viele Grüße
Torsten

tandem65 30.07.2020 11:19

Gute Genesung!!

Zitat:

Zitat von goetzi (Beitrag 1544758)
Die Versicherung und auch die Autofahrerin haben wohl mein Vater dazu überredet die Sache ohne Polizei zu regeln.

Das lässt sich noch erledigen und würde ich auch machen. Da er verletzt ist und beim Arzt war kommt es sowieso zur Polizei. Das ist mindestens wegen fahrlässiger Körperverletzung zu ermitteln.
Rest, Schmerzensgeld geht immer nur über Anwalt.:Huhu:

El Stupido 30.07.2020 11:23

Deinem Vater zunächst alles Gute!

Wenn du schreibst

Zitat:

(..) Die Versicherung hat zumindest versprochen alles zu übernehmen(..)
Habt ihr das schriftlich von der Schadensabteilung des Versicherers? Oder ist das jetzt eine mündliche Aussage am Telefon?

Glücklicherweise scheint dein Vater ja nur leicht verletzt worden zu sein. Viel Schmerzensgeld sollte da nicht erwartet werden können. Aber mit juristischer Hilfe macht ihr auf jeden Fall nichts verkehrt.

Zwar könnte die Versicherung mit Hinweis auf die bereits erfolgte Zusage der Kostenübernahme / Regulierungsbereitschaft die Hinzuziehung eines Anwalts / einer Anwältin als Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht ansehen aber das ist eher sehr unwahrscheinlich und wäre so auch nicht haltbar.

goetzi 30.07.2020 11:36

Die Aussage der versicherung in Bezug auf Kostenübernahme war nur telefonisch durchgegeben worden.

Ich hoffe, dass ich heute Abend etwas schlauer bin, wenn er zurück ist und wir nochmals ausführlich reden können.

Harm 30.07.2020 11:38

Zitat:

Zitat von goetzi (Beitrag 1544758)

Jetzt zu meiner Frage, wie sieht es in solch einem Fall mit Schmerzensgeld aus ? An wen müssten wir uns wenden, gleich an einen Anwalt ? Was würdet Ihr machen ?

Viele Grüße
Torsten

Zuerst natürlich Deinem Vater gute Besserung.
Zu Deiner konkreten Frage: Dein Vater soll sich sofort mit einem Anwalt mit Spezialgebiet Verkehrsrecht ini Verbindung sezten.
Ansonsten bleibt Dein Vater am Ende sogar auf einigen Kosten sitzen.

MattF 30.07.2020 11:48

Hat er denn irgendwas schriftlich oder alles nur mündlich?
Hat er die Adressen der Zeugen?


Wobei von Schmerzengeld darf man sich jetzt so viel nicht erwarten. Ich war beim Unfall sogar im Krankenhaus, konnte dann aber nach dem röntgen wieder gehen, bzw. meine Frau hat mich abgeholt und war ein paar Tage krank geschrieben. Hatte nur Prellungen. Hab glaub ich sowas wie 200 € Schmerzengeld bekommen (über Anwalt).
Zum Glück gab es aber auch keine nachhaltigen Schäden, was immer besser ist als jedes Geld.

Aber 200-300 € kann man sicher immer raus schlagen.

Einfach bei der Versicherung einreichen. 300 € zu zahlen und die Radrechnung ist für die viel billiger als wenn du nen Anwalt einzuschalten. Weil den müssen die auch zahlen.

Bockwuchst 30.07.2020 12:18

Hallo,

unbedingt mit Anwalt regeln. Den muss auch die gegenerische Versicherung bezahlen. Der kann normal auch gleich beim ersten Kontakt am Telefon sagen, ob man noch polizeilich was machen muss. Könnte mir vorstellen, es ist nicht von Nachteil.
Ich wurde letztes Jahr auch von nem Auto umgeräumt. Mit Anwalt tut man sich in der Kommunikation mit der Versicherung deutlich leichter bzw. hat damit gar nichts zu tun.
Bei mir ist ganz gut was rübergekommen an Schmerzensgeld, aber hatte auch 2 Brüche, die operiert werden mussten.
Ich würde bei nem älteren Herren, so fit er auch sein mag, das Risiko von bleibenden / sich erst später zeigenden Schäden nicht außer Acht lassen. Aus diesem Grund wartet man gern relativ lang bis zu ner abschließenden Regulierung.

phonofreund 30.07.2020 18:11

Zitat:

Zitat von goetzi (Beitrag 1544758)
Die Versicherung und auch die Autofahrerin haben wohl mein Vater dazu überredet die Sache ohne Polizei zu regeln.


Viele Grüße
Torsten

Echt jetzt? Wie kann man sich denn auf so etwas einlassen?


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