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qbz 10.04.2020 07:58

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1523784)
Interessante Ergebnisse aus Heinsberg:

Allerdings könnte eine weitere wichtige Erkenntnis aus der Heinsberg-Studie diese Folgen einer Herdenimmunität abmildern, glauben die Forscher. Denn was sich auch gezeigt habe: "Wir können den Schweregrad der Erkrankung durch Hygienemaßnahmen reduzieren", so Hartmann. Denn die Zahl der aufgenommenen Erreger habe Einfluss darauf, wie schwer ein Patient an Covid-19 erkrankt. Durch den richtigen Umgang mit der Seuche könne man daher den "Weg so gestalten, dass die Letalität weiter sinkt".

Ich hatte zu Beginn mal gefragt, ob die Menge eine Rolle spielt, da hieß es nur: Entweder es brennt, oder es brennt nicht. Anscheinend also doch wichtig!

Generell würde ich sagen, man kann die Ergebnisse einer solchen einzelnen Erhebung wie in Heinsberg zunächst mal als Verdachtshypothesen sehen, die jeweils noch weiterer Bestätigungen durch andere bedürfen. Es handelt sich hier auch um statistische Zusammenhänge, während im Einzelfall zwischen der Ansteckung und dem Tod ein komplexes, konkretes Krankheitsgeschehen liegt. Da hat man wiederum bei 50 Patienten festgestellt, dass die Viruslast bei den Erkrankten, die ein Lungenversagen erleiden und bei denen, wo das nicht auftritt, sich nicht unterscheidet.

Könnte man Menschen einfach mit wenigen originären Sars-Cov-2 quasi impfen, würde man das bestimmt schon so testen.

Aber letztlich finde ich jeden Hinweis, wie die Letalität abgemildert kann, wichtig, allerdings stellt sich die Frage, worauf man die jeweils harten Entscheidungen gründet wie die jetzigen Massnahmen z.B. Da würde ich mich auf die Empfehlungen des RKI verlassen wollen, das jetzt für ganz DE repräsentative Untersuchungen durchführen will. (was die Heinsberger Erhebung z.B. nicht ist.).

Trillerpfeife 10.04.2020 08:08

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1523800)
Ja ich weiß und Du hast recht. Aber es gibt ja noch mehr Leute, die das glauben. Ich glaube, das war jetzt das 3. Mal, dass ich in DIESEM Thread diese ominöse Zahl gelesen habe und meinen Senf dazu gab... Deshalb ist die letzte Antwort auch sehr knapp ausgefallen.

Mich hat es gefreut. Ich wusste bis eben nicht, dass es nur Schätzungen sind.

Und dieses Wissen werde ich ab jetzt weiterverbreiten. :)

Vicky 10.04.2020 08:10

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1523809)
Mich hat es gefreut. Ich wusste bis eben nicht, dass es nur Schätzungen sind.

Und dieses Wissen werde ich ab jetzt weiterverbreiten. :)

Danke :Blumen: :Huhu:

qbz 10.04.2020 08:12

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1523769)
Folgender Text zum Thema Tuberkulose Impfungen in DDR und geringe Zahlen im Osten. Ist da was dran?
..........

Ich sprach mit einem befreundeten Arzt darüber, der das eher als ein Zeichen der Hilflosigkeit gegen das Virus Sars-Cov-2 wertet, aber nur eine Einzelmeinung(!) unter vielen.

Bei der TBC handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die mit Antibiotika bekämpft wird, insofern könnte die genannte TBC-Impfung höchstens ganz unspezifisch und allgemein auch gegen eine Virusinfektion wie Sars-Cov-2 helfen durch eine Verbesserung des Immunsystems. Man bildet durch diese Impfung keine spezifischen Antikörper gegen das Sars-Cov-2 Virus aus.

Die östlichen Bundesländer waren in meinen Augen einfach später dran mit der Ausbreitung und sind insgesamt dünner besiedelt und ländlicher strukturiert. Es handelt sich um keine statistisch nachgewiesenen Zusammenhänge. Man greift halt quasi nach jedem Strohhalm, der eine Verbesserung, Abmilderung der Seuche bringen könnte.

Meines Wissens breitete sich gerade die frühere Sars-Epidemie in asiatischen Ländern aus (weshalb diese aktuell schon Vorerfahrungen mit der Bekämpfung einer Pandemie hatten im Unterschied zu uns!) und jetzt soll die TBC-Impfung gerade gegen ein Sars-Virus in asiatischen Ländern geschützt haben, was mir ein gewisser, aufzuklärender Widerspruch zu sein scheint.

Hier greift übrigens die Deutsche Apotheker Zeitung mit einem Hintergrundbericht (schuetzt-ein-tuberkulose-lebendimpfstoff-vor-covid-19) das Thema auf für diejenigen, welche das näher interessiert.

dr_big 10.04.2020 08:26

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1523812)
Ich sprach mit einem befreundeten Arzt darüber, der das eher als ein Zeichen der Hilflosigkeit gegen das Virus Sars-Cov-2 wertet, aber nur eine Einzelmeinung(!).

Bei der TBC handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die mit Antibiotika bekämpft wird, insofern könnte die genannte TBC-Impfung höchstens ganz unspezifisch und allgemein auch gegen eine Virusinfektion wie Sars-Cov-2 helfen durch eine Verbesserung des Immunsystems. Man bildet durch diese Impfung keine spezifischen Antikörper gegen das Sars-Cov-2 Virus aus.

Meines Wissens breitete sich gerade die frühere Sars-Epidemie in asiatischen Ländern aus (weshalb diese aktuell schon Vorerfahrungen mit der Bekämpfung hatten im Unterschied zu uns!) und jetzt soll die TBC-Impfung gerade gegen ein Sars-Virus in asiatischen Ländern geschützt haben, was mir ein gewisser, aufzuklärender Widerspruch zu sein scheint.

Hier greift übrigens die Apothekenrundschau mit einem Hintergrundbericht (schuetzt-ein-tuberkulose-lebendimpfstoff-vor-covid-19) das Thema auf für diejenigen, welche das näher interessiert.

Es geht wahrscheinlich nicht darum, dass die TBC Impfung gegen Sars-CoV2 hilft, sondern dass die Virusinfektion weniger schwer verläuft wenn nicht noch zusätzlich eine bakterielle Infektion dazu kommt. Insofern kann die TBC Impfung nicht Covid19 verhindern, aber den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

qbz 10.04.2020 08:33

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1523816)
Es geht wahrscheinlich nicht darum, dass die TBC Impfung gegen Sars-CoV2 hilft, sondern dass die Virusinfektion weniger schwer verläuft wenn nicht noch zusätzlich eine bakterielle Infektion dazu kommt. Insofern kann die TBC Impfung nicht Covid19 verhindern, aber den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Die Kombination TBC und Covid-19 ist natürlich gerade in Entwicklungsländern extrem verhängnisvoll, wo eben noch sehr viel Menschen aufgrund der hygienischen Umstände und der Wohnsituation unter einer TBC leiden und dann schon geschwächt eine parallele Sars-Cov2-Infektion erleiden.

Eigentlich soll ja fast jeder 3. Mensch TBC-Bakterien in sich tragen, die aber nicht Ausbruch kommen.

tridinski 10.04.2020 08:34

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1523796)
Aber mir scheint, der Vergleich Corona - Grippe hinkt doch sehr.

Hinzu kommt ja auch dass die Massnahmen gegen Corona drastisch sind und die Zahl ohne solche Massnahmen viel höher wäre. Somit sind diese nicht ohne weiteres vergleichbar

TriVet 10.04.2020 08:34

Es wird in dem Zusammenhang BCG auch eher eine unspezifische abwehrsteigerung vermutet, vgl. auch https://www.spektrum.de/lexikon/biol...munitaet/49408


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