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Matthias75 07.01.2022 15:58

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1640967)
Bei uns wird der private Computer für die Verbindung in die Firma genutzt.

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1640969)
So ähnlich läuft es bei uns auch.

In vielen Bereiche dürfte es einfacher sein, dem Mitarbeiter einen fertig konfigurierten Rechner zur Verfügung zu stellen, als ihm zu erklären, wie er seinen Heimrechner konfigurieren soll. Zudem haben viele zu Hause vermutlich nicht die nötige Hardware.

Die fehlende Hardware für Homeoffice ist aber aus meiner Sicht sowieso nur ein Symptom dafür, dass viele Chefs Homeoffice/Mobile nicht wollen bzw. sich sehr schwer damit tun. Nach zwei Jahren Pandemie dürfte vielen Vorgesetzten zwar mittlerweile die Argumentationsgrundlage fehlen, alle Mitarbeiter wieder ins Büro zu holen, viele werden es trotzdem wieder versuchen. Wird hier aber langsam OT.

M.

noam 07.01.2022 16:13

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1640980)
Ich halte es für selbstverständlich, dass in der Gastronomie viele Infektionen stattfinden.

- keine Masken
- stundenlanges dichtes Zusammensein mit vielen Menschen
- lautes Sprechen und Lachen
- oftmals Treffen mit Menschen, die man sonst kaum trifft
- oftmals unzureichende Kontrollen
- Abstände zu anderen Tischen unzureichend (wäre bei Omikron wahrscheinlich auch kaum möglich - siehe den gestern bekannt gewordenen Flugzeug-Fall! Inzwischen sind dort praktisch alle Insassen positiv! https://twitter.com/CNNnews18/status...35751888674818)
- ...

Logisch erscheint es mir auch, nur sollte Maßnahmen doch mittlerweile einfach empirisch gestützt sein. Nicht dass wieder ein VG kommt und eine Maßnahme kippt, weil ihre Geeignetheit (im Sinne der zu prüfenden Verhältnismäßigkeit) nicht ausreichend belegt werden kann.

Ich denke einfach, dass man damit den Zulauf zu den "Spaziergängen", die diese zur Zeit überall erfahren, deutlich zügeln könnte, wenn man einfach mal anfangen würde, politische Entscheidungen nicht mit "es ist sehr wahrscheinlich" zu begründen, sondern mit "Studie XY belegt, dass" entsprechende Situation zu erhöhten Übertragungen führen.



Ich sehe eben derzeit eine bedenkliche Entwicklung. Anfangs hat sich das Spazierengehen ja auch ein paar in Sachsen beschränkt. Nun gibts das nahezu in jedem Dorf. Die wirren tauschen sich bei Telegram aus, teilen dort die krudesten Theorien, wo jeder mit mehr Hirn als ein Sandkorn nurnoch den Kopf schütteln kann. Dennoch werden es von Tag zu Tag (ja hier wird jeden Tag an einem anderen Ort spaziert) mehr, die sich finden. Und das hier im beschaulichen Ostfriesland.

Ich halte es auch für falsch hier staatlicherseits Appeasementpolitik zu betreiben. Hier wird das Versammlungsrecht mit Füßen getreten und wir gucken schön artig zu, weil das Publikum ja "nur" aus dem augenscheinlich bürgerlichen Spektrum kommt. Spannend wird es, wenn sich andere (die nicht für ihre Friedfertigtkeit und Staats, bzw. Rechtstreue bekannt sind) plötzlich dazu berufen fühlen Gegendemonstrationen zu starten.

NBer 07.01.2022 16:24

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640985)
.....wenn man einfach mal anfangen würde, politische Entscheidungen nicht mit "es ist sehr wahrscheinlich" zu begründen, sondern mit "Studie XY belegt, dass" entsprechende Situation zu erhöhten Übertragungen führen.....

Jede seriöse Statistik/Studie bestätigt, dass Impfungen besser vor schweren Verläufen schützen, als keine Impfungen. Interessiert auf den Demonstrationen nur niemanden. Da wird sich dann lieber an Einzelfällen hochgezogen.

keko# 07.01.2022 16:30

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1640986)
Jede seriöse Statistik/Studie bestätigt, dass Impfungen besser vor schweren Verläufen schützen, als keine Impfungen. Interessiert auf den Demonstrationen nur niemanden. Da wird sich dann lieber an Einzelfällen hochgezogen.

Möglicherweise geht es nicht allen Demonstranten um Angst vor der Spritze/Impfung. Es soll vollständig Geimpfte geben, die demonstrieren.
Ich war vor ein paar Jahren in Stuttgart häufig auf S21-Demos friedlich mitgelaufen, obwohl ich grundsätzlich nichts gegen neue Bahnhöfe hatte. So ging es einigen, die dort mitliefen.

NBer 07.01.2022 16:33

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1640988)
Möglicherweise geht es nicht allen Demonstranten um Angst vor der Spritze/Impfung. ......

Na garantiert sogar nicht. Ich habe letztens irgendwo gelesen, der kleinste gemeinsame Nenner der Demonstranten ist "Unzufriedenheit". Ich denke das trifft es ganz gut. Wobei eben jeder mit etwas anderem unzufrieden sein kann.
Mein Beitrag war nur ein Beispiel, dass auch eine Argumentation mit Studien heutzutage seine Grenzen hat, wenn es der Gegenseite eher um Glauben geht.

keko# 07.01.2022 16:44

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1640989)
Na garantiert sogar nicht. Ich habe letztens irgendwo gelesen, der kleinste gemeinsame Nenner der Demonstranten ist "Unzufriedenheit". Ich denke das trifft es ganz gut. Wobei eben jeder mit etwas anderem unzufrieden sein kann.

Oft geht es um persönliche Ängste, z.b.
- Angst vor Corona als Krankheit
- Existenzängste (wg. Coronamaßnahmen)
- Angst vor Überwachung (Tracking/Tracingtools)

Ich persönlich würde den 2. Punkt am höchsten priorisieren für mich. Eine ältere Person mit sicherer und guter Rente vielleicht den 1. Punkt und sonst nichts (völlig legitim!)

So kann es dann eben sein, das wir uns gar nicht verstehen und uns ratlos gegenüberstehen, sogar wild streiten.

Ich vermisse aus der Politik nach wie vor integrierende Kräfte. Was Macron von sich gab, spricht genau für das Gegenteil.

:Blumen:

tuben 07.01.2022 17:05

Bei vielen "Mitlaufenden" mit denen ich gesprochen habe stellte sich nach einiger Gesprächszeit heraus, dass irgendetwas in ihrem Leben anders gelaufen ist, als sie es sich vorgestellt hatten.
Das ist sehr oft eine ganz private, manchmal eine soziale und oft eine berufliche Schieflage für die sie keine Lösung sehen, was aber schlimmer zu sein scheint, wofür sie keine Möglichkeit des Austausches sehen.
Das führt bei vielen Menschen zu dem Gefühl, allein und zu der Sehnsucht oder dem Drang, nicht ausgeschlossen zu sein, irgendwo dazu zu gehören.
Viele Mitlaufende finden so eine Gruppe und können ihre Unzufriedenheit artikulieren.
Sie finden einen gemeinsames Feindbild und kompensieren so ihr eigentliches Dilemma. Weil diese Ersatzhandlung die Ursache ihrer Frustration aber nicht beseitigt, muss die Droge härter werden und die Mitlaufenden werden radikaler.
Wie kann man das auflösen ?
Demonstartionsrecht durchsetzen ? Natürlich.
Auflagen durchsetzen ? Natürlich.
Bei manchen Mitlaufenden ist nämlich sehr schnell festzustellen, dass sie nur Mitläufer ohne wirklichen Grund und ohne Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen sind.
Oft ist es für Demotouristen schon das Ordnungsgeld für Falschparken oder das Bussgeld für zu schnelles Fahren auf dem Nachhauseweg, was sie abschreckt.
Aber das Grundproblem löst das ja auch nicht.

sybenwurz 07.01.2022 17:06

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640985)
Spannend wird es, wenn sich andere (die nicht für ihre Friedfertigtkeit und Staats, bzw. Rechtstreue bekannt sind) plötzlich dazu berufen fühlen Gegendemonstrationen zu starten.

Das würde ich so eher nicht formulieren. Solange sich in der Masse der Bevölkerung die Auffassung breit macht, man lasse die Querköppe einfach marschieren und unternehme nichts dagegen, erscheint es dort irgendwann als Bürgerpflicht, eben da-gegen auf die Strasse zu gehen.
Dies wird dann ebenso wie hinsichtlich Querschlägern von rechts eben von links unterwandert.

Wobei ich irgendwo vor kurzem gelesen habe, die Polizei ginge in erster Linie deswegen gezielter gegen linke Demonstranten vor, weil deren Verhalten (und Agressionsbereitschaft) im Gegensatz zu den Spielchen der Querdenker und Rechtsaussen einschlägig bekannt und Gegenmassnahmen dazu definiert seien.
Kann man sicherlich so stehnlassen, oder das Spektrum der Bürgerlichen und Linken daheim aufm Sofa arretieren, indem man endlich in Sachen Reaktion auf Rechts/Quer mal in die Puschen kommt und somit den Grund für Gegendemos eliminiert.
Erschiene mir aufn ersten Blick auch geeignet, sich nicht selbst mehr 'Arbeit' als nötig zu machen.


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