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Schwarzfahrer 30.07.2022 17:24

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1673523)
Du darfst jetzt gerne nochmal schreiben, dass Du anderer Meinung bist. Aber das hab ich eigentlich eh schon verstanden ;) .

Danke, dann habe ich wohl halbwegs verständlich geschwurbelt. Ist auch ein Erfolg.

Was ich halt nicht verstehe, wieso ein Krankheitsbild, das sich sehr stark von dem aus den früheren Corona-Varianten unterscheidet, als die identische Krankheit betrachtet werden soll. Ich habe immerhin "wortreich geschwurbelt*", warum eine Differenzierung im Sinne von Voshaar** naheliegend sein könnte. Woran wird die Definition einer Krankheit und der Umgang damit nach Deiner Meinung festgemacht, wenn nicht an Symptomen, beteiligte Organe und Schweregrad bei der großen Mehrheit?

*ich habe ja Zeit: bin gerade seit Mittwoch dabei, eine Corona-Infektion durchzustehen (Donnerstag/Freitag Fieber, Halsschmerz Freitag am übelsten, heute langsam besser und fast Fieberfrei, aber noch etwas "krankes Gefühl"). Bisher fühlt es sich an, wie eine der alle paar Jahre kommenden ekligen Viren, die einen gelegentlich plattmachen; stufe ich bisher in der Kategorie obere Mittelklasse ein. Mal sehen, ob bzw. wie es in der Familie weitergeht. Meine Frau beginnt gerade, Sohnemann ist noch symptomfrei und negativ - darf aber leider die nächsten zwei Wochen wegen Betriebsferien nicht zur Arbeit - ist nicht gerade förderlich für die Erholung von kranken Eltern, oder für die Reduzierung von Kontakten...

**Übrigens Voshaar als Leugner zu bezeichnen finde ich extrem daneben; immerhin ist ihm und seinem Moerser Modell maßgeblich zu verdanken, daß in Deutschland deutlich weniger Menschen infolge falscher Behandlung bzw. unnötiger Beatmung gestorben sind, als z.B. in Italien oder NewYork. Er hat m.M.n. allein damit mehr zum Schutz von Vulnerablen erreicht, als alle medienwirksamen Virologen zusammen.

merz 30.07.2022 21:02

Gibt es für das stamenet zum von Dir genannte. „Moerser Modell“ und seinen behauptete Auswirkungen im letzten Absatz einen Beleg? - ich frag deswegen weil das ziemlich steil geht.

m.

Schwarzfahrer 30.07.2022 22:00

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1673540)
Gibt es für das stamenet zum von Dir genannte. „Moerser Modell“ und seinen behauptete Auswirkungen im letzten Absatz einen Beleg? - ich frag deswegen weil das ziemlich steil geht.

m.

Wenn du wissenschaftliche Studien erwartest, vermutlich nicht, weil Voshaar m.W. ein aktiv arbeitender Arzt ist, und keiner der Zeit hat, Studien zu schreiben (darum vertraue ich ihm auch etwas mehr - das ist zumindest eine mehrfach, wenn auch nicht immer bestätigte Erfahrung aus der Borreliose-Behandlung).

Auch ist zu dem Thema schwerlich ethisch eine kontrollierte oder gar verblindete Studie machbar. Daher weiß ich nicht genau, was Du erwartest; es gibt bessere Googler als mich (z.B. Du), um eventuell verfügbare offizielle Zahlen von Sterberaten auf Intensivstationen bis Mitte 2020 und später zu recherchieren - falls es die zufällig überhaupt gibt.

Wer das Thema von Anfang an verfolgt hat, konnte problemlos mitbekommen, daß bereits Mitte 2020 die Erkenntnis sich breit machte, daß in Italien viele Tote bald den Folgen der vorschnellen Beatmung zugeschrieben wurden; laut damaligen Artikeln und Interviews war das eine Folge der Dominanz von Anästhesisten in der Behandlung, sowie einer Philosophie, daß beatmete Patienten das Personal weniger gefährden (ersteres hat mir mein Vater aus seiner Berufspraxis, früher selber Anästhesist, auch als sehr glaubhaft bestätigt). Voshaar hat dies, wie viele andere Lungenärzte gleichzeitig erkannt, er hatte aber auch den Mumm, sich durchzusetzen, und an seiner Klinik stieg die Überlebensrate der beatmeten Patienten von 10 - 20 % (Italien, bis dahin auch Deutschland, New York) auf bis zu 50 - 60 %, aber auch insgesamt die Sterberate der Patienten sank von 22 im Allgemeinen auf ca. 5,5 im Moerser Modell (Stichprobe). Die Erfolge führten automatisch dazu, daß die meisten Kliniken es übernahmen; letztes Jahr hat Hafu es hier im Forum schon als seit längerem selbstverständlich angesehen, daß möglichst spät intubiert wird, wenn überhaupt.

Die anfängliche Fehlbehandlungen wurden schnell verdrängt und medial wenig thematisiert. Jede tiefere Untersuchung dieses Themas hätte unweigerlich in haftungsrechtliche Fragen geführt bzgl. Todesursache, was wohl keiner im Gesundheitswesen wollte. Schuldzuweisungen hätten eh keinem mehr geholfen, auch wenn ich verstehen könnte, daß nicht alle betroffene Familien es so gelassen sehen.

Flow 30.07.2022 22:13

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1673547)

"Sterblichkeit" sollte es wohl heißen ...("auf Intensiv" oder "over all hospitalised" ?)

Grüße

KevJames 31.07.2022 06:22

Zitat:

Zitat von waden (Beitrag 1673515)
Absolut richtig. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist gerade coronaerkrankt zu Hause. Dass mir hier als AG jetzt der Staat besonders helfen soll, halte ich für unangemessen. Es reicht mir, wenn sie so bald wie sinnvoll möglich, nämlich wenn symptomfrei mit FFP2 zu Arbeit kommt. (Und solange vorgeschrieben, werde ich sie natürlich auch testen)

Andersrum möchte ich als Arbeitender auf der Arbeit mit keinen Menschen in Kontakt kommen müssen, die noch Infektiös sind - auch nicht mit FFP2 Maske. Ich finde es richtig und vernünftig, wenn sie zu Hause bleiben (müssen - schlimm genug, dass man Menschen dazu überhaupt zwingen muss) bis sie andere nicht mehr anstecken. Insofern ist auch "5 Tage ohne Freitesten" natürlich absoluter Quatsch.

KevJames 31.07.2022 06:27

Zitat:

Zitat von waden (Beitrag 1673421)
die derzeitigen Quarantäneregeln werden auch in D derzeit von vielen (nicht allen) kritisch gesehen, insbesondere in den KKH , wo seit Monaten um die 30% des Personals wegen der geldenden Qu-Regeln fehlen im "normalen" Vollastbetrieb (wo es AUCH Coronakranke, aber vor allem alle anderen gibt). Ich beziehe mich auf persönliche Gespräche (Ärzte) und 4 KKH in Mü. Öffentlich zielte ja zuletzt auch Herr Gassen in diese Richtung. Im BR2 (Welt am Morgen) wurde er dafür gleich als Spinner bezeichnet.

Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich Blasen sein können. Mein eigenes Umfeld sieht die Maßnahmen auch kritisch, aber weil zu lasch. U. a. fordern die Ärzte die elektronische Krankschreibung wieder einzuführen. In meinem Umfeld war praktisch noch keine Arztpraxis nicht wegen Corona komplett geschlossen, teilweise mehrfach. Komischerweise finde diese das alles nicht so harmlos und haben keine Lust mehr, dass Corona-Patienten überhaupt ihre Praxis betreten.

welfe 31.07.2022 08:48

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1673566)
Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich Blasen sein können. Mein eigenes Umfeld sieht die Maßnahmen auch kritisch, aber weil zu lasch. U. a. fordern die Ärzte die elektronische Krankschreibung wieder einzuführen. In meinem Umfeld war praktisch noch keine Arztpraxis nicht wegen Corona komplett geschlossen, teilweise mehrfach. Komischerweise finde diese das alles nicht so harmlos und haben keine Lust mehr, dass Corona-Patienten überhaupt ihre Praxis betreten.

Dass die Ärzte wieder die elektronische Krankschreibung fordern, kann ich verstehen. Noch leichter kann man sein Geld nicht verdienen. Ich möchte auch elektronisch Noten verteilen ohne eine Unterrichtsstunde gegeben zu haben, komischerweise wird das nicht eingeführt.:Lachanfall:

Edit: mein Hausarzt hält nichts von der elektronischen Krankschreibung, ist der Ansicht, dass daheim bleibt, wer nicht arbeiten kann (egal was er hat) und hatte seine Praxis nie geschlossen. Aber wahrscheinlich zählt meine Erfahrungsblase wieder nicht, weil forumspolitisch unpassend.

waden 31.07.2022 09:32

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1673566)
Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich Blasen sein können. Mein eigenes Umfeld sieht die Maßnahmen auch kritisch, aber weil zu lasch. U. a. fordern die Ärzte die elektronische Krankschreibung wieder einzuführen. In meinem Umfeld war praktisch noch keine Arztpraxis nicht wegen Corona komplett geschlossen, teilweise mehrfach. Komischerweise finde diese das alles nicht so harmlos und haben keine Lust mehr, dass Corona-Patienten überhaupt ihre Praxis betreten.

Ja, so ist das mit dem Umfeld. In der Tat ist dieses Thema so wie alles andere unter Ärzten auch nicht unumstritten. In meinem Umfeld wie gesagt: COVID-19 – Erkrankte sind dann schwer betroffen, wenn sie alt (ü80) und ohnehin schon gesundheitlich angegriffen sind. Bei allen anderen dominiert der leichten Verlauf. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Die Frage ist, welcher Art Einschränkungen diese Umstände rechtfertigen.


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