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keko# 18.03.2022 12:07

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1651681)
Für 20 Jährige sind 2 Jahre eine ganze Menge. Natürlich wird sich das im Laufe der Zeit alles "verwachsen".

Wenn ich mich aber gerade an die Lebenszeit 16 bis 20 zurückerinnere, dann muss ich sagen, dass sehr viel Interaktion, Feiern, sich ausprobieren, Grenzerfahrungen machen, Reisen zur "Selbstfindung" zum Werden eines selbstbestimmten Erwachsenen unweigerlich dazugehört. Und das findet eben gerade im Übergang zwischen Schule und beruflicher Laufbahn statt.

Diese Jahre sollten voller Erwartung und Vorfreude bzw Entdeckergeist sein um einen Weg einzuschlagen, der einen den Rest seines Lebens erfüllen wird.

Schön gesprochen, das sehe ich auch so. Dieses Alter kann sehr prägend sein. Das sehe ich auch daran, dass ich noch nach Jahrzehnten gerne zu Schultreffen gehe, um meine alten Kameraden zu sehen. Mein Alter zwischen 15 und 20 bewerte ich anders als zwischen 50 und 55. Zwischen 15 und 20 ist sehr viel passiert. Zwischen 50 und 55 war ich froh, wenn nichts passierte ;-)

:Blumen:

Benni1983 18.03.2022 12:33

Zitat:

Zitat von happytrain (Beitrag 1651679)
Um wieviel Jahre reden wir hier? Ah so um 2 , nämlich 2020-2022
Leute, ich halte dieses ständige Aufbauschen der genommenen Jahre echt nicht mehr aus. Hallo, es waren 2 Jahre , die Kinder und Jugendliche Masken tragen mussten und müssen. Hallo, 2 Jahre die man im Grossen und Ganzen vieles dennoch machen konnte. Die paar Wochen Lockdown haben den Kindern und Jugendlichen sicher nicht so geschadet wie es ständig übertrieben gepostet und lamentiert wird.
Bleibt auf dem Boden und schaut euch um in der Welt, wo es Kindern und Jugendlichen wirklich schlecht geht, hebt diese Pandemie nicht auf den Sockel des Dramatischsten Ereignisses was zu ertragen war.
Die Resilienz der Kinder ist weitaus höher als ständig angenommen wird.

Hast du Kinder?

Warst du in deiner Jugend nicht ständig in der Disco oder in einer Kneipe?

Hast du nicht die Volksfeste in deiner Umgebung genossen mit Freunden?

Hast du nicht beim Schulabschluss eine riesen Party mit deinen Klassenkameraden gemacht?

Hattest du auch keinen Krabbelkreis?

Sind deine drei Klassenausflüge in deiner Grundschulzeit auch ausgefallen?

Hast du auch keine Kindergeburtstage mit Freunden gefeiert?

usw.


Sorry, aber das was du da hingerotzt hast. Da wird mir schlecht!!!

Ich habe drei Kinder und sehe, wie es sie negativ beschäftigt

trithos 18.03.2022 12:33

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1651681)
Wenn ich mich aber gerade an die Lebenszeit 16 bis 20 zurückerinnere, dann muss ich sagen, ...

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1651687)
Schön gesprochen, das sehe ich auch so. Dieses Alter kann sehr prägend sein. Das sehe ich auch daran, dass ich noch nach Jahrzehnten gerne zu Schultreffen gehe, um meine alten Kameraden zu sehen. Mein Alter zwischen 15 und 20 bewerte ich anders als zwischen 50 und 55. Zwischen 15 und 20 ist sehr viel passiert. Zwischen 50 und 55 war ich froh, wenn nichts passierte ;-)

Ich bin auch ein alter Mann. Mir geht´s genauso ;).

ABER: ich habe meine beiden Töchter in der Pandemie erlebt. Und das stimmt mich zuversichtlich, dass ihr "Pandemie-Erlebnis" oder "Pandemie-Schock" weit weg von der Vorstellung ist, die ich habe, wenn ich mir eine Pandemie in meiner Jugend vorstelle.

Damals (in den 1980er-Jahren): z.B. kein Handy, kein Computer, kein Internet, ... Heute: all das. Wir alten Eseln tun aber so, als wäre für die Jugend zwei Jahre lang das gesamte Leben stillgestanden.

Ich will damit nicht behaupten, dass eh alles super war und dass das gar kein Problem war. Aber die Kinder waren ja nicht zwei Jahre im Lockdown. Wenn wirklich mal ein paar Wochen Home-Schooling war und persönliche Gruppentreffen nicht erlaubt, haben sich auch die Freundesgruppen in diversen Chats getroffen. Ich hab gelegentlich stundenlanges Geplauder aus dem Kinderzimmer gehört. Das nur als ein Beispiel dafür, dass viele Jugendliche sehr vernünftig und gelassen mit vielen Situationen in der Pandemie umgegangen sind. Ja, viele waren/sind genervt. Aber die großen Katastrophen sehen anders aus ...

bolle74 18.03.2022 12:45

Zitat:

Zitat von happytrain (Beitrag 1651679)
Um wieviel Jahre reden wir hier? Ah so um 2 , nämlich 2020-2022
Leute, ich halte dieses ständige Aufbauschen der genommenen Jahre echt nicht mehr aus. Hallo, es waren 2 Jahre , die Kinder und Jugendliche Masken tragen mussten und müssen. Hallo, 2 Jahre die man im Grossen und Ganzen vieles dennoch machen konnte. Die paar Wochen Lockdown haben den Kindern und Jugendlichen sicher nicht so geschadet wie es ständig übertrieben gepostet und lamentiert wird.
Bleibt auf dem Boden und schaut euch um in der Welt, wo es Kindern und Jugendlichen wirklich schlecht geht, hebt diese Pandemie nicht auf den Sockel des Dramatischsten Ereignisses was zu ertragen war.
Die Resilienz der Kinder ist weitaus höher als ständig angenommen wird.

Das sehe ich leider anders. Habe selber zwei Kinder im Alter von 8 und 12 Jahren. Zudem bin ich lange Jugendtrainer im Fussball. Einiger Kinder verkraften das nicht so gut. Gerade bei Einzelkindern können wir das leider verstärkt sehen. Die Eltern müssen arbeiten und das Kind ist dann lange auf sich allein gestellt (im Lockdown: kein Kindergarten, keine Schule, kein Sport). Das wirkt sich auf die Psyche aus. Auch gibt es eine, in meinen Augen, große Ungerechtigkeit gerade im Bezug auf Masken. Hier in den Kneipen sind jedes Wochenende (auch die Lehrer meiner Kinder) ohne Masken in den Kneipen und feiern, als hätte es nie Corona gegeben. Es werden in Restaurants Geburtstagsfeiern mit bis zu 50 Menschen ohne Maske gefeiert. Aber die Kinder müssen mit der Maske am Platz in der Schule sitzen. Das alles ergibt doch keinen Sinn mehr!

keko# 18.03.2022 12:48

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1651694)
....

Ich will damit nicht behaupten, dass eh alles super war und dass das gar kein Problem war. Aber die Kinder waren ja nicht zwei Jahre im Lockdown. Wenn wirklich mal ein paar Wochen Home-Schooling war und persönliche Gruppentreffen nicht erlaubt, haben sich auch die Freundesgruppen in diversen Chats getroffen. Ich hab gelegentlich stundenlanges Geplauder aus dem Kinderzimmer gehört. Das nur als ein Beispiel dafür, dass viele Jugendliche sehr vernünftig und gelassen mit vielen Situationen in der Pandemie umgegangen sind. Ja, viele waren/sind genervt. Aber die großen Katastrophen sehen anders aus ...

Ich denke, es ist individuell verschieden und hängt auch viel vom privaten Umfeld ab.

Ich war erstaunt, wie schnell meine Kinder die modernen Kommunikationsmöglichkeiten in ihr Leben aufgenommen haben. Es sind ja oft die "Alten", die vergangenen Zeiten hintertrauern. Junge sind oft sehr schnell und praktisch.
Allerdings ist es bei uns schon lange Zeit so, dass wir über einen Videocall mit Verwandten im Ausland verbunden sind und ein Tablet online derart in der Küche oder im Wohnzimmer rumsteht. Ich hatte nun seit Corona schon oft die Situation, dass ich meinen Chef im Ohr und einen lieben Verwandten gleichzeitig im Video hatte ;-)

Matthias75 18.03.2022 12:49

Zitat:

Zitat von happytrain (Beitrag 1651679)
Um wieviel Jahre reden wir hier? Ah so um 2 , nämlich 2020-2022
Leute, ich halte dieses ständige Aufbauschen der genommenen Jahre echt nicht mehr aus. Hallo, es waren 2 Jahre , die Kinder und Jugendliche Masken tragen mussten und müssen. Hallo, 2 Jahre die man im Grossen und Ganzen vieles dennoch machen konnte. Die paar Wochen Lockdown haben den Kindern und Jugendlichen sicher nicht so geschadet wie es ständig übertrieben gepostet und lamentiert wird.
Bleibt auf dem Boden und schaut euch um in der Welt, wo es Kindern und Jugendlichen wirklich schlecht geht, hebt diese Pandemie nicht auf den Sockel des Dramatischsten Ereignisses was zu ertragen war.
Die Resilienz der Kinder ist weitaus höher als ständig angenommen wird.

Die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche in den den letzten zwei Jahre auf Maskenpflicht und "ein paar Wochen Lockdown" zu reduzieren ist eine ziemliche Untertreibung!

Die letzten 2 Jahre, insbesondere das erste Jahr, war für viele ein andauernder Ausnahmezustand mit Homeschooling sowie massiv eingeschränktem Freizeit- und Vereinsangebot. Viele Freizeitangebote konnten nicht odern ur eingeschränkt wahrgenommen werden, viele Vereine haben keine neuen Mitglieder aufgenommen oder kein regelmäßiges Training angeboten.

Über mehr als ein Jahr waren z.B. keine Schwimmkurse möglich, weder Anfänger noch Fortgeschrittene (Während die Leistungsgruppen des örtlichen Schwimmvereins weitertrainierten durften). Das sind mittlerweile zwei Jahrgänge, die nicht richtig schwimmen gelernt haben. Das aufzuholen wird sehr lange dauern, da schon vor der Pandemie zu wenig Kapazitäten (personell und Schwimmbadzeiten) zur Verfügung standen.

Die Anzahl der (Geburtstags)feiern oder sonstiger Veranstaltungen (schulisch oder privat), die abgesagt, eingeschränkt oder mit deutlicher zeitlicher Verzögerung nachgeholt wurden, zähle ich gar nicht mehr.

Ja, wir haben die letzten zwei Jahren mit Kindern halbwegs überstanden, auch wenn es alle viel gekostet hat. Und ich denke auch, dass bei den Kindern langfristig nicht viel hängenbleiben wird. Aber dennoch bin ich auf das ganze "War doch nicht so schlimm, regt euch nicht auf!" extrem allergisch. Gerade für Kinder gab und gibt es massive Einschränkungen, die viele ohne Kinder Garn nicht wahrnehmen.

M.

welfe 18.03.2022 13:11

Ja, sie werden es überleben, die Mehrzahl jedenfalls. Aber: in meinem beruflichen wie privaten Umfeld habe ich im letzten Jahr von Suizidversuchen und Selbstverletzungen unter Jugendlichen erfahren wie noch nie. Die Jahre zwischen 14 und 18 nabelt man sich von den Eltern ab und hockt nicht 24/7 mit ihnen in der Bude fest. Man geht raus und macht Erfahrungen, probiert sich aus. Alles zwei Jahre weggefallen. Und nicht alles ist nachzuholen: der 19. Geburtstag ist eben kein 18., ein Auslandsschuljahr - in 10 und 11 eingeplant - nicht kurz vor dem Abitur nachzuholen, Tanzschule macht man nicht mehr mit 17 unter 14 und 15 jährigen. Sportmannschaften und Vereine sind auseinandergebrochen, die baut man jetzt mühsam mit den Kleinen neu auf.
Und was viel mehr Spuren hinterlassen hat, ist täglich negative Nachrichten, Bilder von Toten und Kranken, die Sorgen der Eltern (auch um den Arbeitsplatz!), das „Abstand halten = jeder kann eine Gefahr darstellen“ zu lernen. Arbeitsblätter für 6jährige, die zeigen, dass es falsch ist, ein weinendes Kind zu umarmen, und richtig, aus dem Fenster (Scheibe geschlossen) anderen zuzuwinken. Die Auswirkungen werden sich noch zeigen.
Wenn ich 16 bin, sind zwei Jahre 1/8 meines Lebens! Hieße für mich mit 52 Jahren umgerechnet 6,5 Jahre Pandemie… Und es ist ja nicht aus: zumindest bei uns ist immer noch Maskenpflicht für mindestens die Hälfte des Tages und der ängstliche (oder hoffnungsvolle…) Blick auf das Testkit: darf/muss ich heim oder darf/muss ich bleiben…

keko# 18.03.2022 13:35

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1651703)
....Arbeitsblätter für 6jährige, die zeigen, dass es falsch ist, ein weinendes Kind zu umarmen, und richtig, aus dem Fenster (Scheibe geschlossen) anderen zuzuwinken. .…

Verteilst du als Lehrerin diese?


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