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Estebban 16.12.2020 16:29

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1573867)
Es ist genau andersrum. Industrien wie Automobil und Versorger sind krisensicher. Die gibt es ja auch schon seit 100 Jahren. Die werden auch in 50 Jahren noch Energie bereitstellen und Autos bauen.

Stell dir vor du baust die beste Schreibmaschine der Welt und am Ende schreiben die Leute Emails...

Frag mal bei Kodak, Nokia, AEG, Blackberry und co nach...

Greyhound 16.12.2020 16:44

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1573868)
rag mal bei Kodak, Nokia, AEG, Blackberry und co nach...

Das sind leider schlechte Beispiele, da immer noch Handys und Kameras verkauft werden.
Kodak und Nokia könnten heute noch als Marktführer existieren. Management Fehler.
Das Problem ist, dass sie zu spät auf neue Technologien umgestellt haben. Da sehe ich bei den meisten OEMs keine Probleme. Keiner glaubt, dass er ohne Elektromobilität in der Zukunft überlebt.
RWE oder General Electric werden auch in der Zukunft Energie erzeugen und verkaufen.

Da würde ich eher mal kritischer Fragen, ob Doordash auch in 20 Jahren noch essen liefert.

Steff1702 16.12.2020 19:28

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1573862)
Das ist meiner Meinung nach auch ein Hauptgrund für die kolportierte Kaufsumme.

Canyon ist eine bekannte Marke, gerade auch in den USA und dort steckt das Fahrrad als Transportmittel im Gegensatz zu den USA noch in den Kinderschuhen und wird schon wegen der Verkehrswende dort eine wachsende Rolle spielen.

Noch ist Canyon nicht börsennotiert und mit einem IPO lässt sich der Marktwert mutmaßlich weiter steigern.

Giant als börsennotierter Konkurrent ist ebenfalls extrem hoch bewertet. Die Regierungen pumpen seit Jahren massiv Geld in die Wirtschaft, was sich durch die Herausforderungen der Pandemie nochmal gesteigert hat und all das Geld was sich aktuell nicht durch Konsum oder Kauf von Immobilien "verbrauchen" lässt, muss irgendwie investiert werden, bevor man dafür Strafzinsen zahlt.

Da es aktuell viele Branchen gibt, wo man sehr risikobereit sein muss, um dort überhaupt Geld zu investieren (Tourismus, Fluggesellschaften, Ölindustrie, Autoindustrie, Kraftwerksbetreiber...) bleiben gar nicht so viele Branchen mit akzeptablen Zukunftsaussichten übrig und die sind halt dann auch hoch bewertet.

Bei den dortigen Entfernungen wird im Ebike-Markt noch einiges Potential stecken. Könnte mir auch vorstellen dass die Fahrradhersteller in den nächsten Jahren in Richtung Leasing gehen.
Die Neupreise entwickeln sich ja in abartige Höhen so dass in ein paar Jahren viele Leute lieber leasen anstatt 10 k für ein Mittelklasserad zu zahlen.
Ist ja bei den Autoherstellern genauso gelaufen

Matthias75 17.12.2020 08:17

Ist zwar hier OT, aber

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1573867)
Industrien wie Automobil und Versorger sind krisensicher. Die gibt es ja auch schon seit 100 Jahren. Die werden auch in 50 Jahren noch Energie bereitstellen und Autos bauen.

Für die Branchen mag das stimmen. Wobei ich mir beim klassischen Automobilbau nicht so sicher bin wie bei Energie. Für einzelne Unternehmen stimmt dieses Aussage aber nicht. Oder konkreter ausgedrückt: Selbst wenn wir in 50 Jahren noch unser eigenes Auto vor der Tür stehen haben sollten, ist es aus meiner Sicht nicht sicher, dass da dann auch Mercedes, VW, Audi etc. drauf steht und Bosch, Continental etc drin sind.

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1573870)
Das Problem ist, dass sie zu spät auf neue Technologien umgestellt haben. Da sehe ich bei den meisten OEMs keine Probleme. Keiner glaubt, dass er ohne Elektromobilität in der Zukunft überlebt.

Der Glaube ist das das eine. Die Fähigkeit, es umzusetzen, das andere. Nicht jedes Unternehmen wird auf E-Mobilität und vernetztes/autonomes Fahren umstellen können. Sehr vieles spielt sich z.B. im Bereich Software ab. Wenn man bislang Antriebskomponenten für Verbrenner hergestellt hat, hat man unter Umständen gar nicht die Mitarbeiterstruktur, um kurzfristig im großen Stil mitspielen zu können.

Das größere Problem werden aber bislang branchenfremde Unternehmen sein, die in diesen Bereichen große Vorsprünge haben und auf den neuen Markt drängen.

Genug OT. :Huhu: Ich denke, es wird auch in 50 Jahren noch Fahrräder geben. Ob da Canyon drauf steht oder was anderes, werden wir sehen.

M.

kullerich 17.12.2020 14:48

Zitat:

Zitat von 365d (Beitrag 1573865)
Mehr als 800 Mitarbeiter in 35 Ländern. Hallo?
Zumindest würde ich jetzt die Idee begraben, dass Canyon ihre Serviceabteilung um n Mitarbeiter aufstockt, um schneller reagieren zu können.

Kurzfassung Business Case:
Gewinn ist Umsatz minus Kosten.
Kosten sind Personalkosten plus Materialkosten plus Infrastruktur.
Umsatz ist (bei sowas wie Canyon) Stückzahl mal Stückpreis.

Wenn Gewinn zu optimieren ist, gibt es viele Stellschrauben... Und wenn Stückpreis angehoben werden kann, indem man dem elektro/elektronischen Radl besseren Service verpasst, wird diese Idee diskutiert werden....


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