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Nepumuk 21.06.2021 06:27

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1607269)
Sorry;- wenn ich saubere und lebenswerte Innenstädte haben will, schmeiss ich ausser Bussen (und vielleicht Lieferwagen zwischen 6 und 8Uhr oder so und mit Schrittgeschwindigkeit) alles Zwospurige raus wenns anders als mit Muskelkraft angetrieben wird, zackere die halben Strassenseiten und tausende Parkplätze um und pflanz Grünzeug drauf und lass aufm Rest Bikes radeln bzw. Fussgänger am Rand marschieren.

Klingt stark, da habe ich auch große Sympathien dafür. Aber wie gedenkst du das politisch umsetzen zu können?

keko# 21.06.2021 06:38

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1607276)
....

Passend zum Thema:
Paris hat soeben beschlossen, 140 000 Parkplätze abzubauen, um die Innenstadt lebenswerter zu machen. Bis 2022 soll die Innenstadt von Paris komplett autofrei werden. Andere Metropolen wie London und Kopenhagen haben diesen Weg schon vor Jahren eingeschlagen. Die Welt rund um Deutschland verändert sich und muss sich verändern. Deutschland wird da irgendwann folgen müssen.

Auf den Bildern ist die Champs-​Élysées zu sehen und der Regierungsbezirk, wo auch Macron wohnt. Durch Paris fährt man ja Stunden. Dieser Abschnitt ist bequem per Fuß abzulaufen, also relativ nah beieinander. Ich weiß also nicht, wie sich eine Fußgängerzone dort auf die Umweltverschmutzung auswirkt.

Interessanter ist dieser Abschnitt:

"As cities begin to rebuild from the pandemic, Paris offers a glimpse of what a post-COVID city could look like."

Dass man selbst in Stuttgart schon an einen Umbau denkt, hatte ich hier in diesem Forum bereits erwähnt. Das hängt auch damit zusammen, dass die Menschen (auch ältere, so wie ich) verstärkt über online Plattformen einkaufen und "normale" Geschäfte verschwinden werden. Angedacht sind teilweise automatisierte Shops für den täglichen Gebrauch. In Paris haben sich in größeren Wohnanlagen unten schon Uber-Eats Fahrer eingemietet. Meine Erstgeborene nutzt in Paris Uber(eats)-Dienste regelmäßig. Es findet ein knallharter Wettbewerb statt, wer am schnellsten liefert. Du kannst kochen anfangen und während dessen Uber-Eats ordern, falls dir etwas fehlt (selbst schon gemacht ;-). Es ist die Plattform-Ökonomie, die gewaltig von Corona profitiert und zukünftig vorgibt. Liferando ist ja auch einer der Hautpsponsoren der Fußball-EM. Wie sich das auf den Indiviual-Vehrkehr auswirkt, weiß ich nicht. Meine Elterngeneration kaufte einmal wöchentlich ein für die ganze Woche. Die junge Generation in den Metropolen scheinbar just-in-time. Meine Elterngeration schrieb alles auf einen kleinen Zettel. Die junge Generation nutzt dafür mehrere digitale Endgeräte. Wird das in die Engerbiebilanz mit eingerechnet? Fahren wir in den Metropolen keine Autos mehr, der Energieverbrauch explodiert aber gleichzeitig?

(aus Zeitgründen ein wenig verallgemeinert ;-)

sybenwurz 21.06.2021 08:23

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1607276)
Andere Metropolen wie London und Kopenhagen haben diesen Weg schon vor Jahren eingeschlagen.

Nicht zu vergessen, Venedig...:Lachen2:


Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1607280)
Klingt stark, da habe ich auch große Sympathien dafür. Aber wie gedenkst du das politisch umsetzen zu können?

Ich beginne gerade damit, bei euch das Umdenken weg vom PKW anzustossen und diesen nicht weiterhin als 'die normale' Fortbewegungsart anzusehen...;)

keko# 21.06.2021 08:41

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1607289)
....Ich beginne gerade damit, bei euch das Umdenken weg vom PKW anzustossen und diesen nicht weiterhin als 'die normale' Fortbewegungsart anzusehen...;)

Da bist du hier in einem Triathlon-Forum vielleicht an der falschen Stelle, da du offene Türen einrennst. Ich vermute, die allermeisten besitzen mindestens ein Fahrrad und können problemlos eine Kurzstrecke von 5km absolvieren.

Ich bin seit Jahren in einem Motorradforum (meist nur lesend) dabei und dort werden Themen ganz anders gewichtet als hier, besonders wenn sie von einer Partei kommen, die hier sehr beliebt ist. Diesen Kontrast finde ich manchmal schon sehr interessant
:Blumen:

repoman 21.06.2021 09:16

Ich habe einige sehr autoaffine Freunde, die teilweise bei Mercedes arbeiten und selbst auch PS-starke AMG-Sportwagen besitzen. Im Alltag fahren sie übrigens bereits elektrisch.:Cheese: Die haben mir berichtet, dass insbesondere die Preise am Gebrauchtmarkt für AMG V8 Fahrzeuge im letzten halben Jahr deutlich angezogen haben und der Markt für bestimmte Modelle fast leergefegt ist.
Ein Bekannter von mir, mit dem ich auch ab und zu Rad fahre (er fährt ca. 15000km im Jahr:Lachen2: ) hat sich jetzt auch noch einmal einen neuen 200000€ AMG-Boliden gegönnt und meinte: „Das sind die letzten V8, die wird es nie wieder geben“

Für den Offroader G63 AMG gibt es mittlerweile ca. 2 Jahre Lieferzeit, wobei die wohl überwiegend in den Nahen Osten und nach China gehen.

Viele sehen so einen V8 vielleicht als eine Art Wertanlage, ich sehe das eher kritisch, auch weil sich das Problem der Infrastruktur (im Moment laden, dann tanken) irgendwann wahrscheinlich umdrehen wird, sodass es in Zukunft schwieriger wird Sprit zu bekommen.

Nepumuk 21.06.2021 09:24

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1607289)
Ich beginne gerade damit, bei euch das Umdenken weg vom PKW anzustossen und diesen nicht weiterhin als 'die normale' Fortbewegungsart anzusehen...;)

Und du meinst, deine radikalen Forderungen ("alles Zwospurige raus wenns anders als mit Muskelkraft angetrieben ") helfen dabei?

sybenwurz 21.06.2021 15:17

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1607276)
Ich halte eigentlich nicht am Modell Individualverkehr mit Auto fest und das weißt du ja.

War auch nicht persönlich gemeint.
Dass du bzw. ihr als Familie da eher den pragmatischen Zugang wählt, weiss ich ja.

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1607301)
Und du meinst, deine radikalen Forderungen ("alles Zwospurige raus wenns anders als mit Muskelkraft angetrieben ") helfen dabei?

Wenn du mich so offensiv angehst mit der Frage und in Zusammenhang mit den von mir oben kritisierten Beiträgen: klares Nein.
Sonnt euch weiter im Gedanken, der Umwelt was Gutes zu tun, indem ihr noch jahr(zehnte)lang problemlos funktionierende Fahrzeuge gegen elektrisch betriebene Koffer mit 4 Rädern tauscht und die autobasierte Mobilität als gottgegeben und alleinig natürlich betrachtet.
Macht für mich letztendlich keinen Unterschied zu den/der von keko# oben erwähnten Gruppe/n, unabhängig von der favorisierten Antriebsart.

TriVet 21.06.2021 15:55

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1607292)
Da bist du hier in einem Triathlon-Forum vielleicht an der falschen Stelle, da du offene Türen einrennst.

denke ich auch. da werden eulen nach athen getragen.

es besteht doch hier ziemlich konsens, dass das auto an sich das problem ist. aber das e-auto in summe das kleinere übel.

zumal mE hier sehr deutlich zwischen city und pampa unterschieden werden muss.


in der city wird man imho übrigens außer weniger lärm und gestank auch deutlich weniger wärme feststellen!, wird ja gern mal vergessen, was so ein verbrenner an abwärme direkt und indirekt produziert


Zitat:

Zitat von repoman (Beitrag 1607297)
...... die wird es nie wieder geben“
.....
Viele sehen so einen V8 vielleicht als eine Art Wertanlage, ich sehe das eher kritisch, auch weil sich das Problem der Infrastruktur (im Moment laden, dann tanken) irgendwann wahrscheinlich umdrehen wird, sodass es in Zukunft schwieriger wird Sprit zu bekommen.

Nu, die letzten Pferdekutschen waren sicher auch die besten.
und haben eine zeitlang ihren wert behalten.
trotzdem war ihre zeit abgelaufen.


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