triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   Corona Virus (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=47641)

dr_big 23.01.2022 08:57

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1642791)
. Der für sie empfohlene Impfstoff ist in Hessen nicht verfügbar. Ab dem 15.03 ist sie arbeitslos.

Welcher Impfstoff soll das sein, der in Hessen nicht verfügbar ist?

Hafu 23.01.2022 09:16

Zitat:

Zitat von Kälteidiot (Beitrag 1642791)
... Ab dem 15.03 ist sie arbeitslos.

Ich habe gestern schon einen Text dazu geschrieben: kein ungeimpfter Mitarbeiter im Gesundheitswesen ist ab 15.3. arbeitslos.
Die Arbeitgeber machen gar nichts, außer die Namen ihrer ungeimpften Mitarbeiter ans lokale Gesundheitsamt zu übermitteln.

Das lokale Gesundheitsamt muss sich jeden Einzelfall eines ungeimpften individuell ansehen, muss diese zu einem Gesprächstermin einbestellen, beraten, sich ansehen ob die individuellen Voraussetzungen für eine Befreiung von der einrichtungsbezogenen impfpflicht vorliegen (z.B. Unvertröglichkeit gegenüber den zur Verfügung stehenden Impfstoffen) und kann dann über ein Beschäftigungsverbot entscheiden.

Bei der individuellen Entscheidung über ein laut Gesetz mögliches Betretungsverbot sollen die Gesundheitsämter auch noch die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Einrichtung im Blick haben: wenn diese Funktionsfähigkeit durch ein eventuell ausgesprochenes Betretungsverbot gefährdet sein sollte, was in fast jeder Einrichtung der Fall sein dürfte, wenn plötzlich 10% der Mitarbeiter wegfallen (denn reguläre Krankheitsfälle von in der Regel rund 5% gibt es ja zusätzlich auch noch) ist laut Gesetz vom Instrument der Betretungsverbote abzusehen und stattdessen, wie bisher auch, die ungeimpften Mitarbeiter täglich getestet werden.

Da rund 10% bis 15% der Mitarbeiter im Gesundheitswesen (je nach Bundesland und mit Unterschieden zwischen Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen) ungeimpft sind, was insgesamt mindestens einer Millionen Menschen entspricht, um die sich Deutschlands Gesundheitsämter am 15.3. zeitnah und individuell kümmern sollen und die Gesundheitsämter derzeit auch noch die ein oder andere Aufgabe zu erfüllen haben, wie z.B. Kontaktnachverfolgung, Quarantäneaussprechung und Quarantäneüberwachung, kann man sich mit wenig Phantasie vorstellen, wie gut die Umsetzung dieser Impfpflicht funktionieren wird.

Kälteidiot 23.01.2022 09:29

Hallo Leute,

Ich werde die Dame, sollte ich sie am Freitag wieder sehen, ausführlicher befragen und dann berichten.

@ happytrain: das kam in meinen Posts nicht rüber, aber die Frau gar nicht gejammert.
Aber als langjährige Pflegefachkraft hat sie vermutlich auch schon genug Leid gesehen.

Hafu 23.01.2022 09:32

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1642830)
Welcher Impfstoff soll das sein, der in Hessen nicht verfügbar ist?

Vermutlich J&J sowie Astra-Zeneca, die derzeit nur noch sehr selten in Deutschland verimpft werden, wegen ihrer eher schlechten Wirkung gegen Delta.

Bei den mRNA-Impfstoffen sind in sehr seltenen Einzelfällen anaphylaktische Reaktionen nach der Impfung aufgetreten (von denen keine einzige tödlich verlaufen ist), weswegen es für vorbelastete Personen eine entsprechende Handlungsleitlinie des RKI gibt.


Bis auf ganz wenige Ausnahmefälle dürfen auch bei Patienten mit Allergieanamnese trotzdem mRNA-Impfstoffe verabreicht werden, aber mit erhöhter Nachbeobachtungszeit von 30 Minuten und entsprechender Aussstattung der Impfeinrichtung, um bei einem allergischen Schock schnell und adäquat reagieren zu können.

welfe 23.01.2022 09:45

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1642785)
Ich bin im Juni mit J&J geimpft worden. Mitte Dezember dann zum boostern mit Biontech. 14 Tage später das Zertifikat bekommen und in die Cov Ap eingelesen. In der Cov Ap wird 3/3 angezeigt.

Dann hast du Glück gehabt. Bei meiner Tochter wurde korrekt 2/2 angezeigt, bis letzte Woche Mittwoch galt das bei uns aber als geboostert, wegen J&J. Seit Donnerstag gilt es nicht mehr.

maifelder 23.01.2022 10:49

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1642830)
Welcher Impfstoff soll das sein, der in Hessen nicht verfügbar ist?

Es ist Novamax und ja, es ist noch nicht verfügbar, es gibt noch keine Termine.

Hafu 23.01.2022 10:50

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1642821)
...
Ich verstehe nicht, warum man erst auf absehbar kommende katastrophale Zustände warten will, um dann Verschärfungen einzuleiten, die dann mit Verzögerung wirken..
Zumindest sollte m.E. sofort überall, wo es sinnvoll geht, FFP2 vorgeschrieben werden. Z.B. in NRW ist das derzeit nicht der Fall.

Aber, dass es ab jetzt ein ExpertInnenrat ist, ist ja auch schon mal ein Fortschritt.
(Meine ich ernst - auch wenn mir andere Fortschritte wichtiger wären.)

Ich kann die Vorschläge des Expertenrats gut nachvollziehen und halte sie sogar für sehr defensiv, wenn man sich die Entwicklungen in anderen Ländern wie GB und DäneJamark ansieht (ja, ich weiß: andere Impfquote und Gesenenquote dort und deshalb nur bedingte Vergleichbarkeit möglich).

Nach meinem Gefühl (das in erster Linie auf dem Verlauf der Omicron-Welle in anderen Ländern beruht, in denen die inzidenzen bereits wieder sinken) haben wir den Inzidenz-Gipfel der aktuellen Omicron-Welle in diesen Tagen erreicht (wobei wir aktuell zweifellos eine Untererfassung der tatsächlichen inzidenz wegen ausgeschöpfter PCR-Testkapazität haben) und demnächst werden die Inzidenzen sinken. Die Hospitalisierung wird in ca. zwei bis drei Wochen ihren Gipfelpunkt erreicht haben und die intensivpatientenbelegung durch Covid19 wird überhaupt nicht mehr den Gipfel der Deltawelle mehr erreichen, weil Omicron-Patienten deutlich seltener intensivpflichtig werden als Delta-Infizierte.

Wenn man jetzt kontaktreduzierende Maßnahmen ergreifen würde (konkret könnten das eigentlich nur Schulschließungen und ein Gastronomie-Lockdown sein, denn Homeoffivce-Pflicht besteht ohnehin schon, ebenso Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und Ausgangssperren wären angesichts der aktuell niedrigen Intensivpatientenbelegunng nicht verhältnismäßig und würden mutmaßlich von Gerichten wieder kassiert werden), würden diese Maßnahmen ohnehin erst in frühestens zwei Wochen überhaupt einen Effekt zeigen, zu einem Zeitpunkt also, an dem die Inzidenzen ohnehin schon im (mutmaßlich steilen) Sinkflug sind.

Ich bleibe (mit der gebotenen Vorsicht, die auch in der Einschätzung des Expertenrates herauszulesen ist) optimistisch. Ich glaube sogar, dass der Expertenrat optimistischer ist, als es im verlinkten Papier steht, nur dürfen sie natürlich nicht zu optimistisch klingen, damit die Menschen nicht -unabhängig von irgendwelchen angeordneteten Maßnahmen im ureigenen privaten Bereich zu unvorstichtig werden.

In spätestens 4 Wochen dürfte das Covid19-Thema (zumindest bis zum Herbst) weitgehend vom Tisch sein.

TRIPI 23.01.2022 11:27

Hoffentlich stimmt dein Gefühl Hafu, Lauterbach sagte was von 600k Fälle täglich nächste Woche.

LidlRacer 23.01.2022 11:40

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1642841)
Nach meinem Gefühl (das in erster Linie auf dem Verlauf der Omicron-Welle in anderen Ländern beruht, in denen die inzidenzen bereits wieder sinken) haben wir den Inzidenz-Gipfel der aktuellen Omicron-Welle in diesen Tagen erreicht (wobei wir aktuell zweifellos eine Untererfassung der tatsächlichen inzidenz wegen ausgeschöpfter PCR-Testkapazität haben) und demnächst werden die Inzidenzen sinken. Die Hospitalisierung wird in ca. zwei bis drei Wochen ihren Gipfelpunkt erreicht haben und die intensivpatientenbelegung durch Covid19 wird überhaupt nicht mehr den Gipfel der Deltawelle mehr erreichen, weil Omicron-Patienten deutlich seltener intensivpflichtig werden als Delta-Infizierte.

Wenn man jetzt kontaktreduzierende Maßnahmen ergreifen würde (konkret könnten das eigentlich nur Schulschließungen und ein Gastronomie-Lockdown sein, denn Homeoffivce-Pflicht besteht ohnehin schon, ebenso Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und Ausgangssperren wären angesichts der aktuell niedrigen Intensivpatientenbelegunng nicht verhältnismäßig und würden mutmaßlich von Gerichten wieder kassiert werden), würden diese Maßnahmen ohnehin erst in frühestens zwei Wochen überhaupt einen Effekt zeigen, zu einem Zeitpunkt also, an dem die Inzidenzen ohnehin schon im (mutmaßlich steilen) Sinkflug sind.

Ich bleibe (mit der gebotenen Vorsicht, die auch in der Einschätzung des Expertenrates herauszulesen ist) optimistisch. Ich glaube sogar, dass der Expertenrat optimistischer ist, als es im verlinkten Papier steht, nur dürfen sie natürlich nicht zu optimistisch klingen, damit die Menschen nicht -unabhängig von irgendwelchen angeordneteten Maßnahmen im ureigenen privaten Bereich zu unvorstichtig werden.

In spätestens 4 Wochen dürfte das Covid19-Thema (zumindest bis zum Herbst) weitgehend vom Tisch sein.

Ich wette dagegen! Nein, nicht um Geld oder so.

Ich sehe keinerlei Anzeichen für eine sehr nahe Spitze der Welle. Ich sehe keine Verlangsamung des Anstiegs.

In anderen Ländern war der Anstieg wesentlich schneller, so dass sich die Welle auch schneller totgelaufen hat. Unsere gebremste Welle dürfte länger laufen.

Und ich sehe keine Gründe gegen konsequenteres Tragen möglichst wirksamer Masken.

Vielleicht schaust Du mal, was z.B. Dirk Paessler modelliert, um nicht allzu überrascht zu sein, wenn es anders kommt als Du erwartest.
https://dirkpaessler.blog
https://twitter.com/dpaessler

(Ja, der ist auch nicht Jesus.)

Hafu 23.01.2022 12:48

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1642848)
Ich wette dagegen! Nein, nicht um Geld oder so.

Ich sehe keinerlei Anzeichen für eine sehr nahe Spitze der Welle. Ich sehe keine Verlangsamung des Anstiegs.

Wir werden es sehen. Und natürlich könnte ich mich auch irren.
Wo der Gipfel einer Welle liegt erkennt man logischerweise immer erst im Nachhinein. Die wahre inzidenz dürfte in Deutschland schon jetzt gravierend höher sein, als vom RKI gemessen, weil zigtausend asymmptomatische Infekte bei dreifach Geimpften gar nicht erfassst werden.
Wir hatten bei den Reihentests in unserer Klinik mehrere Fälle, bei denen es positive Fälle ohne jede (nichtmal milde) Symptomatik gab. Das ist auch mit ein Grund, warum ich mich jetzt seit Wochen nicht mehr per PCR hab' abstreichen lassen.
Unseren leitenden Oberarzt hatte es ja, wie schon erwähnt, vor zwei Wochen mit Omikron erwischt. Auch er hatte keinerlei Symptome und hat noch nichtmal in der Familie jemand angesteckt.
In vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, in denen es allenfalls Schnelltests, aber keine PCR-Tests für symptomfreie Personen gibt, dürften daher derartige "Infekte" komplett unentdeckt bleiben.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1642848)
IIn anderen Ländern war der Anstieg wesentlich schneller, so dass sich die Welle auch schneller totgelaufen hat. Unsere gebremste Welle dürfte länger laufen.

Und ich sehe keine Gründe gegen konsequenteres Tragen möglichst wirksamer Masken.

Irgendein Argument gegen die Maskennutzung sehe ich auch nicht. Alleine die Vermeidung herkömmlicher Erkältungskrankheiten und Unterbindung von Influenza-Epidemien ist Argument genug, dass man die Masken in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens (z.B. ÖPNV, Gesundheitswesen) auch weiterhin nutzen sollte.

Dass "flatten the curve" gerade bei Omicron neben Vorteilen für die Belastungen der Infrastruktur auch erhebliche Nachteile hinsichtlich der Verbreiterung der Welle hat, darauf habe ich ja schon vor Weihnachten hingewiesen, aber diese Verbreiterung der Welle habe ich schon versucht, einzupreisen.

UK hatte den Gipfel der Omicronwelle am 4. Januar, die USA hatte ihn mutmaßlich am 7. Januar. (bezogen auf die Tagesinzidenz; die 7-Tage-inzidenz reagiert als geglättete Kurve natürlich deutlich träger; da war der Gipfel erst am 14.1. erreicht) Wenn wir den Peak (in der Tagesinzidenz) also jetzt oder in den nächsten Tagen erreicht haben sollten, sind wir ohnehin schon später dran.
In den USA begann der Omicronanstieg etwa um den 20.12. so richtig. In Deuitschland ging es, wenn man die inzidenzkurve von worldometer als Maßstab nimmt, etwa um den 4. bis 5.1. so richtig los, wir haben also gegenüber den USA ca. zwei Wochen Verspätung.
Allerdings hat Deutschland gegenüber den USA eine deutlich bessere Booster-Quote (nur 25% dreifach-Impfung in den USA vs. 50% Dreifachimpfung in Deutschland) und auch höhere Impfquote insgesamt, so dass bei uns mit Omicron ein höherer Prozentsatz an milden Verläufen zu erwarten ist.

Die Covid19-Restriktionen sind in den USA sehr uneinheitlich. Zumindest in den demokratisch regierten Bundesstaaten unterscheiden sie sich aber nicht so gravierend von den in Deutschland geltenden Maßnahmen.

Bockwuchst 23.01.2022 13:30

Bei uns ist die Welle deutlich später gekommen als in einigen anderen Ländern und der Anstieg ist auch nicht ganz so steil. Das liegt vermutlich daran, dass bei uns stärkere Maßnahmen in Kraft waren als z.B.in UK. Das hat allerdings auch den Preis, dass sich das deutlich länger hinziehen wird. Ich befürchte so schnell wie Hafu es erwartet wird es nicht gehen, auch wenn ich das begrüßen würde. Wir werden sehen, im Moment kann man nur spekulieren.

Bockwuchst 23.01.2022 14:07

Mich hat's jetzt übrigens auch erwischt.
Hatte Freitag Abned ne rote Corona Warn App. Laut App ein Kontakt am 13.1. (letzten Donnerstag). Am Montag hab ich mich schlecht gefühlt mit Kopfweh, Kreislauf, Durchfall. Am Dienstag wieder alles gut. Schnelltest am Montag negativ. Vorgestern nach der Meldung nochmal negativer Selbsttest. Trotzdem gestern PCR Abstrich machen lassen und zack positiv. Bin dreifach geimpft / geboostert und war 2 Jahre lang sehr vorsichtig.
CT Wert liegt bei 31. Das ist eher hoch und gilt teilweise schon als nicht mehr infektiös, oder? So richtig zuverlässig ist der aber auch nicht soweit ich weiß

Schwarzfahrer 23.01.2022 15:35

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1642868)
CT Wert liegt bei 31. Das ist eher hoch und gilt teilweise schon als nicht mehr infektiös, oder?

Nach meinem Verständnis gilt CT-Wert über 30 als eher geringe Viruslast. Die Korrelation des CT-Wertes im Rachenabstrich zur Infektiosität im Sinne von Viruslast in der ausgeatmeten Luft wurde vor einigen Monaten durch eine Dissertation untersucht. Bild 4 zeigt, daß es praktisch keine sichere Korrelation gibt, die Viruslast in der Ausatemluft kann gleich hoch oder bis zu 1 Million mal niedriger sein, als im Rachen, und hohe Konzentrationen in der Ausatemluft kommen bei sehr niedrigen und sehr hohen Rachenwerten gleichermaßen vor. Solange wir kein Atemluft-Schnelltest haben, wird die Infektiosität weiterhin nicht sicher feststellbar sein, und die Weitergabe des Virus bleibt ein nie ganz ausschaltbares Lebensrisiko.

Bockwuchst 23.01.2022 16:56

Der CT Wert ist ein unsicherer Messwert weil er auch stark davon abhängt wie der Abstrich gemacht wird. Ich will mir das wahrscheinlich nur schön reden. Das Gute ist dass ich so gut wie gar nix gemerkt habe. Nerviger ist dass man mit dem Testergebnis ziemlich allein da steht. Wer muss jetzt wie lang in Quarantäne? Meine Frau, die erst gestern geboostert wurde weil Erstimpfung mit J&J war? Meine ungeimpften Kinder ja auf jeden Fall?
Für mich gilt 10 Tage Isolation ab Beginn der Symptome oder ab Test wenn asymptomatisch. Ich hatte am Montag recht unspezifische Symptome. Ab da gerechnet wären die 10 Tage am Mittwoch schon um. Test war erst gestern. Am Freitag hab ich meinen Neffen getroffen. Braucht der irgendeine Bescheinigung für die Schule wenn er Zuhause bleibt?
Es gibt niemand dem man solche Fragen stellen kann. Das Gesundheitsamt hat diese Woche via Facebook verlauten lassen sie sind überfordert, können kaum noch Fälle ans RKI melden und Kontaktnachverfolgung wurde quasi eingestellt. Auch positiv getestete können nicht unbedingt mit einer Kontaktaufnahme vom GA rechnen. Man soll auf keinen Fall anrufen

Schwarzfahrer 23.01.2022 17:28

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1642878)
Nerviger ist dass man mit dem Testergebnis ziemlich allein da steht.

Das ist dann der Fall, zum klassischen Modell der Eigenverantwortung zurückzukehren, wenn kein anderer die Regeln vorgibt. Also selbst entscheiden, welche Kontakte man wie lang einschränkt, welche man mit Abstand trotzdem eingeht. Ich wäre vermutlich bei meiner frisch geimpften Frau am vorsichtigsten, da viele in den ersten 1 -2 Wochen nach der Impfung verstärkt infektanfällig sind.

merz 23.01.2022 21:24

Das mit der Infektanfälligkeit nach Impfung sagst Du ja öfters, gibt es dazu einen Beleg (ausser dem einen TK link)?

m.

merz 23.01.2022 21:31

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1642878)
….. Nerviger ist dass man mit dem Testergebnis ziemlich allein da steht. ….

Erstmal alles Gute für Euch und das es gut ausgeht -

Verhaltensregeln nach Positiv: das kann und muss man besser regeln und breit komm7niziere. - warum gibt es da nicht eine eindeutige bundeseinheitliche Referenz? Gleiche Verwirrung scheint mir bei gemixten Impfverläufen (besonders mit einer Infektion mittendrin) zu sein: es ist irgendwie leicht konfus und das ist nicht zielführend …

m.

Schwarzfahrer 23.01.2022 22:20

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1642906)
Das mit der Infektanfälligkeit nach Impfung sagst Du ja öfters, gibt es dazu einen Beleg (ausser dem einen TK link)?

m.

Glücklicherweise keine eigene Erfahrung diesbezüglich; ich weiß, daß es teilweise negiert wird; Belege habe ich weder pro noch kontra gesucht. Ich halte es halt für ein plausibel mögliches Risiko, dem zu entgegnen recht einfach ist und nichts kostet (auch wenn die absolute Risikoänderung sicher gering ist, wie die meisten absoluten Risiken in diesem Bereich). Ein Indiz dafür, daß es sowas geben kann fand ich kürzlich auch in den statistischen Analysen dieser Studie (speziell Bild 1).

Mitsuha 24.01.2022 10:54

Hat jemand den hier schon gepostet?

https://unchartedterritories.tomaspu...utm_medium=web

MatthiasR 24.01.2022 14:21

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1642781)
Aus aktuellem Anlass (heute): Meine Tochter gehört zu denen, die jetzt die berühmte Karte mit dem A vorne haben: völlig korrekt im Mai mit J&J geimpft (damals gab es für sie nichts anderes da ohne Priorisierung) und Anfang Dezember mit Biontech "geboostert" gehört sie seit drei Tagen nicht mehr zu den Geboosterten,

Ist bei mir auch so, nervt! Und die drei Monate bis zur "rettenden" dritten Impfung sind erst in vier Wochen um. :Maso:

Am Freitag will ich zum Skilanglaufen nach Österreich, da brauchen Nicht-Geboosterte einen PCR-Test. Das würde mich ganz schön ankotzen, aber zum Glück gelte ich in Österreich (noch?) als geboostert. ;)

Zitat:

Zitat von Dafri (Beitrag 1642785)
Ich bin im Juni mit J&J geimpft worden. Mitte Dezember dann zum boostern mit Biontech. 14 Tage später das Zertifikat bekommen und in die Cov Ap eingelesen. In der Cov Ap wird 3/3 angezeigt.

Also bei mir steht 2/2.

Gruß Matthias

Hafu 24.01.2022 15:06

Zitat:

Zitat von MatthiasR (Beitrag 1643028)
Ist bei mir auch so, nervt! ...

Das nervt nicht nur.

Dem Vorgehen fehlt auch jegliche wissenschaftliche Evidenz.

Richtig ist, dass eine vollständige Immunisierung mit J&J (die halt nunmal laut Zulassungsstudie aus genau einer Injektion besteht) nur einen schlechten Schutz gegen die Deltavariante darstellt. Das ist einfach Pech, da Delta zum Zeitpunkt der Entwicklung von J&J noch nicht bekannt war. Der J&J gegen Alpha sowie den Wildtyp war ziemlich gut.

Eine Kombination von J&J mit einer zusätzlichen Booster-Dosis mit einem m-RNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) führt dagegen als heterologe Impfung zu einem exzellenten Schutz gegen Delta, der laut mehrerer Studien besser ist als die Doppelimpfung aus zweimal Biontech bzw. zweimal Moderna.

Dass zweifach mRNAGeimpfte von einer dritten Impfung profitieren ist hinreichend belegt (v.a. aus Israel, wo es keinerlei Erfahrungen mit J&J gibt).

Ob eine dritte mRNA-Impfung für Menschen mit heterologer Impfung aus J&J plus mRNA-Booster einen zusätzlichen Nutzen bringt ist bislang komplett unklar und trotzdem wird diese dritte Impfung in Deutschland jetzt plötzlich Pflicht.

Da wird auch komplett außer Acht gelassen, dass wir es in Deutschland aktuell v.a. mit Omicron zu tun haben und da gibt es Impfdurchbrüche in fast gleichem Ausmaß bei zweifach Geimpften wie bei dreifach Geimpften, wobei weder die einen noch die anderen auf Intensiv landen.

In unserer Familie sind zwei meiner Kinder betroffen, deren Boosterimpfung nun über Nacht wertlos geworden ist.

anlot 24.01.2022 15:07

Zitat:

Zitat von MatthiasR (Beitrag 1643028)
Ist bei mir auch so, nervt! Und die drei Monate bis zur "rettenden" dritten Impfung sind erst in vier Wochen um. :Maso:

Am Freitag will ich zum Skilanglaufen nach Österreich, da brauchen Nicht-Geboosterte einen PCR-Test. Das würde mich ganz schön ankotzen, aber zum Glück gelte ich in Österreich (noch?) als geboostert. ;)



Also bei mir steht 2/2.

Gruß Matthias

Sprich mal mit deinem Hausarzt. Ich hatte das gleiche Problem wie deine Tochter und habe die 2. Booster Impfung nach 9 Wochen bekommen.

anlot 24.01.2022 15:10

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1643034)
Das nervt nicht nur.

Dem Vorgehen fehlt auch jegliche wissenschaftliche Evidenz.

Richtig ist, dass eine vollständige Immunisierung mit J&J (die halt nunmal laut Zulassungsstudie aus genau einer Injektion besteht) nur einen schlechten Schutz gegen die Deltavariante darstellt. Das ist einfach Pech, da Delta zum Zeitpunkt der Entwicklung von J&J noch nicht bekannt war. Der J&J gegen Alpha sowie den Wildtyp war ziemlich gut.

Eine Kombination von J&J mit einer zusätzlichen Booster-Dosis mit einem m-RNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) führt dagegen als heterologe Impfung zu einem exzellenten Schutz gegen Delta, der laut mehrerer Studien besser ist als die Doppelimpfung aus zweimal Biontech bzw. zweimal Moderna.

Dass zweifach mRNAGeimpfte von einer dritten Impfung profitieren ist hinreichend belegt (v.a. aus Israel, wo es keinerlei Erfahrungen mit J&J gibt).

Ob eine dritte mRNA-Impfung für Menschen mit heterologer Impfung aus J&J plus mRNA-Booster einen zusätzlichen Nutzen bringt ist bislang komplett unklar und trotzdem wird diese dritte Impfung in Deutschland jetzt plötzlich Pflicht.

Da wird auch komplett außer Acht gelassen, dass wir es in Deutschland aktuell v.a. mit Omicron zu tun haben und da gibt es Impfdurchbrüche in fast gleichem Ausmaß bei zweifach Geimpften wie bei dreifach Geimpften, wobei weder die einen noch die anderen auf Intensiv landen.

In unserer Familie sind zwei meiner Kinder betroffen, deren Boosterimpfung nun über Nacht wertlos geworden ist.


Gleiches bestätigte mir mein Hausarzt auch. Worauf die nun plötzliche Änderung bei J&J stammt und warum genau 12 Wochen Abstand und nicht 9 oder 16 konnte ihm bis dato auch niemand erklären.

Bin mir daher nicht sicher, ob so was zum allgemeinen Vertrauen beiträgt. 😉

welfe 24.01.2022 16:33

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1643035)
Sprich mal mit deinem Hausarzt. Ich hatte das gleiche Problem wie deine Tochter und habe die 2. Booster Impfung nach 9 Wochen bekommen.

Alles abtelefoniert, Antwort unisono: RKI sagt erst 3 Monate nach der 2. Impfung.

Letzte Hoffnung: die Pfalz! (Ausgerechnet für Saarländer…) Dort ist von der Testpflichz befreit, wessen 2. Impfung nicht mehr als drei Monate zurückliegt. Das Saarland „prüft jetzt“, ob das als Übergangsregelung für die J&J Opfer gelten kann….:Lachanfall:

Wäre schön für meine Tochter, aber so langsam wird das alles eine Farce.:Maso:

LidlRacer 24.01.2022 18:57

Beschluss der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz:
https://www.bundesregierung.de/resou...hluss-data.pdf

Ist wohl nichts sonderlich überraschendes drin.

JENS-KLEVE 24.01.2022 20:23

Bei uns kann man jetzt machen was man will. Ist man positiv bleibt man ein paar Tage daheim und wenn man sicher besser fühlt, testet man sich frei. Übrigens ohne PCR. Ich konnte es nicht glauben, wurde mir aber von Kollegen so bestätigt. Amtliche Briefe mit krassen Quarantäne Anweisungen und genauen Terminen gibt es nicht mehr. Ich weiß nicht mal, ob unsere Coronafälle in die offizielle Statistik kommen.

Schwarzfahrer 24.01.2022 21:27

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1643076)
Bei uns kann man jetzt machen was man will. Ist man positiv bleibt man ein paar Tage daheim und wenn man sicher besser fühlt, testet man sich frei. Übrigens ohne PCR.

Reicht das dann auch, um den (zugegeben inzwischen ziemlich entwerteten) Genesenen-Status zu bekommen?

JENS-KLEVE 24.01.2022 21:58

Hier steht es in offizieller Sprache:
https://www.kreis-kleve.de/de/aktuel...m-kreis-kleve/

„ Eine Verkürzung der Quarantäne auf sieben Tage ist möglich bei Symptomfreiheit und einem negativen Test-Ergebnis. Dazu reicht ein Schnelltest in einem offiziellen Bürgertestzentrum aus.“


Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1643079)
Reicht das dann auch, um den (zugegeben inzwischen ziemlich entwerteten) Genesenen-Status zu bekommen?

Webformular ausfüllen!

keko# 25.01.2022 08:03

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1643059)
Beschluss der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz:
https://www.bundesregierung.de/resou...hluss-data.pdf

Ist wohl nichts sonderlich überraschendes drin.

Ja, war so zu erwarten aus meiner Sicht: DE hat den Omikron-Peak noch nicht erreicht, deshalb geht es erst mal weiter so. Ich vermute, dass danach gelockert wird oder Maßnahmen komplett wegfallen, so wie in anderen Ländern bereits. Aus der Fußball-Ecke kommen ja schon erste Rufe ;-) Danach geht es Richtung Sommer und das wird wohl so laufen wie in den beiden vergangenen Corona-Sommern auch. Spannend wird es, wenn die Erkältungszeit im Herbst wieder beginnt, finde ich.

:Blumen:

Faser 25.01.2022 08:13

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1643034)
Ob eine dritte mRNA-Impfung für Menschen mit heterologer Impfung aus J&J plus mRNA-Booster einen zusätzlichen Nutzen bringt ist bislang komplett unklar und trotzdem wird diese dritte Impfung in Deutschland jetzt plötzlich Pflicht.
meiner Kinder betroffen, deren Boosterimpfung nun über Nacht wertlos geworden ist.

Meine Freundin und ich haben das gleiche Problem. Johnson und Johnson geimpft und dann Ende November bzw. Anfang Dezember mit Biontech geboostert worden.
Aber wir beide galten in Bayern nur kurz als geboostert. Haben bei der Zertifikatsverlosung das "falsche" bekommen.
War seit dem auch nicht mehr schwimmen, weil ich keine Lust hatte mich ständig testen zu lassen.
Meine HNO-Ärztin und mein Hausatzt (Internist) sagen beide, dass ich eine dritte Impfung nach drei Monaten nicht brauche. Wenn dann würde es eher nach 5-6 Monaten Sinn machen.
Ich werde mich wohl nach genau drei Monaten wieder boostern lassen. Da gab es nur noch Moderna für Ü30. Dann hätt ich alles durch. Nach den Erfahrungen mit Omikron im Umfeld, erwarte ich mir da aber jetzt nicht den großen Vorteil, da ich bis jetzt nur offiziell geboosterte kenne, die es bekommen haben. Meine Freundin war KP1 (längere Autofahrt und ganzen Tag unterwegs) mit einem am nächsten Tag positiven und hat es nicht bekommen.
Einen großen Unterschied macht das wohl nicht, wenn dann nur relativ kurz.

TriAdrenalin 25.01.2022 09:08

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1643036)
Gleiches bestätigte mir mein Hausarzt auch. Worauf die nun plötzliche Änderung bei J&J stammt und warum genau 12 Wochen Abstand und nicht 9 oder 16 konnte ihm bis dato auch niemand erklären.

Bin mir daher nicht sicher, ob so was zum allgemeinen Vertrauen beiträgt. 😉

... und unser mediengeiler Selbstdarsteller Karlchen L. (im Nebenberuf Gesundheitsminister) tingelt weiter durch die Talkshows und setzt zwischendurch medienwirksam Spritzen (wenn eine Kamera in der Nähe ist). Was für ein Chaos...

Stefan 25.01.2022 09:15

Zitat:

Zitat von TriAdrenalin (Beitrag 1643107)
... und unser mediengeiler Selbstdarsteller Karlchen L. (im Nebenberuf Gesundheitsminister) tingelt weiter durch die Talkshows und setzt zwischendurch medienwirksam Spritzen (wenn eine Kamera in der Nähe ist). Was für ein Chaos...

IMHO macht Herr Lauterbach einen guten Job. Deutschland ist aber keine Diktatur, d.h. er hat nicht das alleinige Sagen.

pepusalt 25.01.2022 09:30

Zitat:

Zitat von TriAdrenalin (Beitrag 1643107)
... und unser mediengeiler Selbstdarsteller Karlchen L. (im Nebenberuf Gesundheitsminister) tingelt weiter durch die Talkshows und setzt zwischendurch medienwirksam Spritzen (wenn eine Kamera in der Nähe ist). Was für ein Chaos...

Deine Logik und Struktur Deines Beitrags erinnert an 'Kaffeeflecken verschwinden mit königsblauer Tinte....'

Hafu 25.01.2022 09:35

Da ich gestern abend Zeit hatte, habe ich mal umfassend versucht zu recherchieren, ob es schon irgendwo Studien oder wenigstens preprints zu einer Dreifach-Impfung aus einmal J&J und zwei mRNA-Impfstoffen gibt.

Ich habe keine einzige Veröffentlichung zu diesem jetzt vom RKI empfohlenen Impfschema gefunden!
(Vielleicht kann mir auch das Schwarmwissen des Forums weiterhelfen, denn natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass ich irgendwelche Veröffentlichungen übersehen habe).
Es gibt, wie gestern bereits geschrieben Studien zur Doppelimpfung aus zweimal J&J (aus Südafrika mit dabei sehr guter Wirksamkeit gegen symptomatische Omicron-Verläufe) sowie zur heterologen Impfung aus einmal J&J und einmal mRNA (mit dabei nachgewiesen sehr guter Wirksamkeit gegen Delta), wie sie mittlerweile die meisten J&J-Geimpften in Deutschland haben dürften. Aber eben keine einzige Veröffentlichung zur neuerdings empfohlenen bzw. nahezu vorgeschriebenen Dreifachimpfung aus J&J sowie zweimal mRNA. Auch der 3-Monatsmindestabstand zwischen der zweiten und dritten Impfdosis ist komplett willkürlich festgelegt.

Gerade mal direkt auf der RKI-Webseite nachgesehen, auf welcher Argumentationslinie die jetzt empfohlene dritte Impfung beruht:

Das finde ich gelinde gesagt einen Skandal und komplett unwissenschaftlich. Es wird also im vollen Bewusstsein, dass keine Studien-Daten vorliegen eine Impfung millionenfach der Bevölkerung empfohlen. Das war für die dritte mRNA-Impfung, den damals so genannten Booster komplett anders, denn dafür gab es sehr gute Daten aus Israel.
Von der heterologen Impfung aus einmal J&J sowie einmal mRNA weiß man, dass die Schutzwirkung gegen (das wesentlich gefährlichere Deltavirus) besser war als bei zweimal mRNA-Impfung.
Warum jetzt gegen Omicron, das weitaus ungefährlicher ist als Delta ohne Daten plötzlich "davon ausgegangen" wird, dass mit einer zusätzlichen mRNA-Impfung eine "erhebliche verbesserte Schutzwirkung gegenüber einer symptomatischen und schweren Infektion mit der Omicron-Variante" (bei der es ohnehin fast ausschließlich bei ungeimpften und/oder immunsupprimierten Personen überhaupt zu schweren Verläufen kommt) bleibt für mich das Geheimnis der im RKI entscheidenden Personen.

So funktioniert Wissenschaft nunmal nicht. Man darf bei staatlich quasi verordneten Maßnahmen (wenn man am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, wird man als J&J-Erstgeimpfter augenblicklich zur Drittimpfung nahezu gezwungen) unmöglich darauf verzichten, diese Maßnahmen mit wissenschaftlich erhobenen Daten zu belegen.

TriVet 25.01.2022 09:44

Es ist jedenfalls Öl ins Feuer der "Komplottisten", die, wenn schon nicht Reptiloide am Werk, so doch mindestens eine Unfähigkeit bis Vetterleswirtschaft unterstellen und sich damit leider immer wieder in ihren Vorhersagen bestätigt sehen.

keko# 25.01.2022 09:56

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1643121)
Es ist jedenfalls Öl ins Feuer der "Komplottisten", die, wenn schon nicht Reptiloide am Werk, so doch mindestens eine Unfähigkeit bis Vetterleswirtschaft unterstellen und sich damit leider immer wieder in ihren Vorhersagen bestätigt sehen.

Naja, es gibt schon ein paar Dinge, die sich mir nicht erschließen. So ist z.B. der Genesenstatus in der Schweiz viel länger als in DE. (9 Monate/3 Monate). Als Laie frage ich mich, woher dieser Unterschied denn kommt. Die Datengrundlage sollte wohl die gleiche sein und ich dachte immer, man folgt der Wissenschaft.

:Blumen:

sabine-g 25.01.2022 09:57

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1643126)
So ist z.B. der Genesenstatus in der Schweiz viel länger als in DE. (9 Monate/3 Monate). Als Laie frage ich mich, woher dieser Unterschied denn kommt.

Die Schweizer waren schon immer ein besonderes Volk.

pepusalt 25.01.2022 10:09

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1643126)
Naja, es gibt schon ein paar Dinge, die sich mir nicht erschließen. So ist z.B. der Genesenstatus in der Schweiz viel länger als in DE. (9 Monate/3 Monate). Als Laie frage ich mich, woher dieser Unterschied denn kommt. Die Datengrundlage sollte wohl die gleiche sein und ich dachte immer, man folgt der Wissenschaft.

:Blumen:

Ein bischen gewichten würde ich da schon, statt sich darauf zu beschränken einen Dissenz zu bejammern.

Ich fand' jedenfalls die gehörten Begründungen für 'unsere' 3 Monate plausibel, wohingegen ich keinerlei nachvollziehbaren Begründungen für die Schweizer 9 Monate sehe.

Tante Edith fügt hinzu:
Zitat:

Doch mit der Variante Omikron habe sich eben alles geändert, sagt Professor Reinhold Förster, Leiter des Instituts für Immunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie: "Und zwar dahingehend, dass man gesehen hat, dass Menschen, die sich mit den anderen Varianten infiziert hatten, so gut wie nie neutralisierende Mengen an Antikörpern gegen Omikron gebildet hatten. In unserer Studie sehen wir das auch."

Ex-Delta-Infizierte nicht ausreichend geschützt
Wer vor Omikron eine Corona-Infektion hatte, ist nun also vor der neuen Variante nicht ausreichend geschützt. Das deutete sich bereits in den frühen Studien zur Omikron-Variante an. Die Empfehlungen des RKI, den Genesenenstatus zu verkürzen, zielen vor dem Hintergrund also besonders auf die im Herbst mit Delta Infizierten ab.

Ich finde die 3 Monate jedenfalls in Ordnung.

keko# 25.01.2022 10:13

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1643130)
Ein bischen gewichten würde ich da schon, statt sich darauf zu beschränken einen Dissenz zu bejammern.

Ich fand' jedenfalls die gehörten Begründungen für 'unsere' 3 Monate plausibel, wohingegen ich keinerlei nachvollziehbaren Begründungen für die Schweizer 9 Monate sehe.

Jch jammere nicht, ich frage nur :Blumen:

Immerhin begründet die Schweiz das wissenschaftlich:

Zuvor hatte in der Schweiz eine Regel gegolten, nachdem der Genesenenstatus 12 Monate lang gültig war. In einer Pressemitteilung vom 3. November 2021 hat die Schweiz darüber informiert. „Aktuelle wissenschaftliche Daten zeigen nun, dass Menschen nach einer Covid-Infektion ausreichend vor schwerer Erkrankung und Hospitalisation geschützt sind. Die Gültigkeitsdauer der Zertifikate für Genesene kann deshalb auf 12 Monate verlängert werden.“"
https://www.swp.de/panorama/schweiz-...-62113049.html

merz 25.01.2022 10:19

für die unvermittelte und wohl unabgestimmte Verkürzung des Genesene-Status auf 3 Monate hat Lauterbach laut Spiegel auf der MPK gestern richtig Stress bekommen.

Kommuniziert wurde das auf jeden Fall mal nicht ideal ....


m.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:37 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.