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Hafu 17.04.2020 13:46

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1525693)
...

In Schweden geht die Zahl der Infektionen auch zurück. Ohne Vollbremsung, sondern nur mit „Fuss vom Gas“

Finden alle „Vollbremsländer“ scheisse, also reden und schreiben sie den Erfolg der Schweden schlecht und präsentieren Statistiken die belegen, dass die Schweden zu blöd sind die Alternativlosigkeit der Vollbremsung anzuerkennen.

...

Welche Datenquelle nimmst du als Grundlage für die Aussage?

Gemäß Johns-Hopkins-Universität, Worldometer bzw. Wikipedia.org steigen die Infektzahlen in Schweden weiter an. Auffallend ist auch deren hohe Mortalität, die mit rund 10% ziemlich genau auf dem Niveau von Spanien, Italien und Frankreich liegt.

In Deutschland stirbt nur jeder 35. der registrierten Infizierten. In Schweden stirbt jeder 10, was ein sehr starkes Indiz für eine sehr hohe Dunkelziffer ist.

Für ein derartig dünn besiedeltes Land wie Schweden, kann ich aus den verfügbaren Daten keine "Erfolgsgeschichte" rauslesen. Schweden hat zwar keien exponentiellen Anstieg mehr, aber ähnlich wie die USA (und im Gegensatz zu Deutschland) weiterhin einen deutlichen linearen Anstieg der active-Cases.

Trillerpfeife 17.04.2020 13:59

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1525680)
In Wuhan ist heute morgen ein Sack Reis in einem Lagerhaus welches auch Schutzmasken lagert umgefallen:Lachen2:

Langkorn?

Canumarama 17.04.2020 14:00

Soeben fand eine Pressekonferenz der schwedischen Regierung statt, extra an ausländische Medien gerichtet.

Der Titel lautet "Die Aussenministerin verteidigt die schwedische Strategie"

https://www.svt.se/nyheter/inrikes/u...YVjPvThQ8YMwC0

Übersetzung:

"Mehrere Länder haben beschlossen, große Teile der Gesellschaft zu schließen und die Bevölkerung infolge der Ausbreitung des Koronavirus in die Quarantäne zu bringen. Schweden hat einen anderen Weg gewählt, der weltweit Reaktionen hervorgerufen hat.

- In ausländischen Medien wurde so viel über Schweden berichtet, dass Sie das Gefühl hatten, dass Sie es erklären und ein detailliertes Bild vermitteln müssen, sagt Sara Brynedal bei der Pressearbeit des Außenministeriums.

Am Freitagmorgen hielt Außenministerin Ann Linde (S) daher zusammen mit Sozialministerin Lena Hallengren (S) und Direktorin für öffentliche Gesundheit Johan Carlson eine Pressekonferenz ab.

- Ich stelle fest, dass es ein Bild gibt, dass Schweden in dieser Krise radikal anders gehandelt hat als andere Länder. Ich teile dieses Bild nicht, sagt Lena Hallengren.

"So können wir bis 2022 leben"
Schweden habe in zweierlei Hinsicht anders gehandelt, sagte sie. Indem wir keine Schulen schließen und keine Regeln auferlegen, die die Menschen zwingen, zu Hause zu bleiben. Schweden hat jedoch Empfehlungen, die an die Öffentlichkeit gerichtet sind - die wichtigste davon ist laut dem Sozialminister die soziale Distanzierung.
Während andere Länder in die sogenannte "Sperrung" gegangen sind und nun darüber nachdenken müssen, wie die Gesellschaft wieder geöffnet werden kann, hat Schweden ein Modell, das lange funktionieren kann, sagte Johan Carlson von der Public Health Authority.
- Wir können bis 2022 so leben, wenn wir müssen, sagt er.
- Ich bin mehr besorgt über Länder, die vollständig geschlossen haben und keine Verbesserung sehen.

"Nach dem 15. Juni schwer zu reisen"
Zu einem bestimmten Zeitpunkt war die schwedische Strategie laut Carlson jedoch weniger erfolgreich: Wenn es um die Infektion von älteren Menschen in Schweden geht.
- Die Vorbereitung auf die Altenunterkünfte des Landes war wahrscheinlich nicht gut genug. Es ist eine Erfahrung, die wir mit mehreren Ländern teilen.
Auch Außenministerin Ann Linde (S) erhielt Fragen zu den schwedischen Reiseempfehlungen, die bis zum 15. Juni gültig sind.
- Dann werden wir neu bewerten. Wir glauben jedoch, dass es nach dem 15. Juni weiterhin äußerst schwierig sein wird, in einen Großteil der Welt zu reisen.

Körbel 17.04.2020 14:03

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1525556)
Warum steigen in Frankreich die Infiziertenzahlen wieder so stark an? Die haben seit x Wochen Ausgangssperre...

Spanien ebenso.

Nun vielleicht liegt es daran, das in Deutschland die Luft wohl seit annähernd 4 Wochen staubtrocken ist und Null Niederschlag zu verzeichnen war.
Während ind Spanien seit dem lockdown mehr als 220 ltr/qm gefallen sind, in anderen Regionen noch mehr.
Vielleicht mags der Virus warm und feucht!!!

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1525647)
Jazzmusiker sind vor allem wegen ihres Alters besonders gefährdet. Gibt es überhaupt Jazzmusiker die nicht zur Risikogruppe gehören?

Na dann hör dir das mal an und urteile selbst.

https://www.youtube.com/watch?v=FyFwko9O2UE

Triasven 17.04.2020 14:06

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1525703)
Welche Datenquelle nimmst du als Grundlage für die Aussage?

Gemäß Johns-Hopkins-Universität, Worldometer bzw. Wikipedia.org steigen die Infektzahlen in Schweden weiter an. Auffallend ist auch deren hohe Mortalität, die mit rund 10% ziemlich genau auf dem Niveau von Spanien, Italien und Frankreich liegt.

In Deutschland stirbt nur jeder 35. der registrierten Infizierten. In Schweden stirbt jeder 10, was ein sehr starkes Indiz für eine sehr hohe Dunkelziffer ist.

Für ein derartig dünn besiedeltes Land wie Schweden, kann ich aus den verfügbaren Daten keine "Erfolgsgeschichte" rauslesen. Schweden hat zwar keien exponentiellen Anstieg mehr, aber ähnlich wie die USA (und im Gegensatz zu Deutschland) weiterhin einen deutlichen linearen Anstieg der active-Cases.

Ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Die Infektzahlen werden immer ansteigen. Das ist ja simple Mathematik 100.000 Tote + 1 Toter mehr. Schon steigt die Zahl der Toten.

Du behauptest, Schweden ist dünn besiedelt, und dürfte dementsprechend nicht dieselben Mortalitätsraten wie Italien haben.

Auch Helmut verweist auf die dünne Besiedlung.

In Italien starben die Leute, weil die KH überlastet waren, nicht weil die Besiedlung dicht oder dünn ist.

In Deutschland sterben wenig Leute, weil alle weggesperrt werden.

So gesehen, kann man Italien und Deutschland nicht mit Schweden vergleichen, und schon gar nicht die Besiedlungsdichte als Masstab nehmen.

Einzig die Anzahl der Toten wegen Nichtbehandlung aus überlasteten Krankenhäusern ist ein Indikator für das Verhalten oder Fehlverhalten der jeweiligen Regierung.

Ein 85 jähriger Opa mit Lungenkrebs im Endstadium wird in Deutschland wie in Schweden mit Corona etwas schneller sterben.

In Schweden ist das bereits passiert, in Deutschland noch nicht, da noch alle eingesperrt sind.

Ich behaupte auf der ganzen Welt werden sich die Mortalitätsraten und die % Zahlen der Krankheitsverläufe in den nä. Jahren angleichen. Mit Ausnahme der Länder, die ihr Gesundheitssystem nicht im Griff haben.

Ist halt ein Wettlauf mit der Zeit. Kommt Schnell der Impfstoff, haben die Vollbremser gewonnen. Wenn nicht, stehen die Frühöffner gut da. Die haben dann zwar genausoviele Tote, aber wenigstens weniger Arbeitslose.

abc1971 17.04.2020 14:06

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1525703)
Welche Datenquelle nimmst du als Grundlage für die Aussage?

Gemäß Johns-Hopkins-Universität, Worldometer bzw. Wikipedia.org steigen die Infektzahlen in Schweden weiter an. Auffallend ist auch deren hohe Mortalität, die mit rund 10% ziemlich genau auf dem Niveau von Spanien, Italien und Frankreich liegt.

In Deutschland stirbt nur jeder 35. der registrierten Infizierten. In Schweden stirbt jeder 10, was ein sehr starkes Indiz für eine sehr hohe Dunkelziffer ist.

Für ein derartig dünn besiedeltes Land wie Schweden, kann ich aus den verfügbaren Daten keine "Erfolgsgeschichte" rauslesen. Schweden hat zwar keien exponentiellen Anstieg mehr, aber ähnlich wie die USA (und im Gegensatz zu Deutschland) weiterhin einen deutlichen linearen Anstieg der active-Cases.

Hafu,

ich bewundere Deine andauernde Geduld. Das ist mir wirklich ein Vorbild :)

Grüße,
Holger

abc1971 17.04.2020 14:09

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1525700)
Ich schrieb ja, der Erfolg wird den Schweden madig gemacht.

Mehr Tote pro Einwohner (keine Angaben über das Alter, die Vorerkrankungen oder gar über die Anzahl der Infizierten) Man muss soweit ausholen, dass als einzige Bezugsgrösse die Einwohner herhalten müssen.

Ist das nicht armselig?

Wenn man wenigstens schreiben könnte, im Schweden sind soundso viele Gestorben, weil ihnen ob des überlasteten Gesundheitssystem die Behandlung verweigert wurde. Aber, huch, geht nicht. Das System war gar nicht überlastet.

Tote pro Einwohner....einfach verrückt.

BTW:
Woran wird der Erfolg so eine Vollbremsung eigentlich gemessen?

Ich hab mal in der Fahrschule gelernt, in der Kurvenmitte grade zu lenken, nicht erst am Ende, sonst krachts gegen den Baum.

Danach hätte man schon mit den Lockerungen vor 2 Wochen beginnen können, und nicht erst jetzt.



Was wäre mit einer Auswanderung, wenn es dort soviel besser und hier so furchtbar ist?
Gute Reise :Huhu:
Ärzte sind dort herzlich willkommen

Körbel 17.04.2020 14:11

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1525707)
Wir glauben jedoch, dass es nach dem 15. Juni weiterhin äußerst schwierig sein wird, in einen Großteil der Welt zu reisen.

Ich denke das wird ganz Europa betreffen, nicht nur die Schweden.


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