triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   Corona Virus (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=47641)

Klugschnacker 30.03.2021 08:33

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1593369)
Da ist wohl Dein Wunsch der Vater des Gedankens, denn aus dem Artikel finde ich keine Hinweise auf ein Scheitern.

Hier rügst Du eine Spekulation. Danach spekulierst Du selbst:

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1593369)
Interessant, daß es so klingt, als ob die Morddrohungen seit Merkels Anne-Will Gespräch am Sonntag gehäuft auftreten - war das etwa ein Fall von Hetze? Würde man sicher thematisieren, wenn es nach einem Gauland-interview passieren täte.

Deine Sichtweisen lese ich stets mit Interesse, auch wenn meine Meinung beim Corona-Thema eine andere ist. Das obige Zitat bürstet mir allerdings ziemlich gegen den Strich. Du kannst doch nicht ernsthaft die zurückhaltenden Äußerungen von Angela Merkel mit Morddrohungen gegen einen grünen Bürgermeister in Verbindung bringen, und sie außerdem mit der Hetze von AfD-Meinungsführern vergleichen?

Falls das die Intention Deiner Worte war, wäre mir das völlig unverständlich. :8/

Matthias75 30.03.2021 08:35

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593371)

Weiter aus der Einleitung des verlinkten Artikels:

"Begründet wurde der weitgehende „Lockdown“ des öffentlichen Lebens mit der Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems bei wieder ansteigenden Infektionszahlen sowie der Vermeidung von Todesfällen als Folge einer Covid-19-Infektion. Dies wirft die Frage auf, inwieweit eine „Übersterblichkeit“ tatsächlich vermieden werden konnte.

....

Die von der Politik beschlossenen Maßnahmen sind insoweit als gerechtfertigt anzusehen. Ein Problem ist es aber, dass die Zahl der Infektionen wie auch der Todesfälle in der Altersgruppe der Über-80-Jährigen stark zugenommen hat. Offenbar ist es nicht gelungen, diese Gruppe besonders anfälliger Menschen in ausreichendem Umfang zu schützen."


M.

tomerswayler 30.03.2021 08:36

An Alle, die hier grad mit Adept im Clinch liegen: Bitte schaut euch nochmal den ersten Beitrag von Adept zum Thema Übersterblichkeit genau an.

qbz 30.03.2021 08:39

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593371)

Schaut man sich die einzelnen Bundesländer an, stellt das Statistische Uni-Institut München fest, dass es in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg deutliche Übersterblichkeiten innerhalb bestimmter Zeiträume (Corona-Wellen) gab. Das Institut hat übrigens schon im Januar 2021 ein statistisches Modell entwickelt, um die Alterung der Gesellschaft in die Berechnungen der Übersterblichkeit einzubeziehen.

https://www.covid19.statistik.uni-mu..._bericht_6.pdf
https://www.covid19.statistik.uni-mu..._bericht_8.pdf
hier alle Statistik-Berichte zu Covid:
https://www.covid19.statistik.uni-mu...ter/index.html

Bockwuchst 30.03.2021 08:44

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von tomerswayler (Beitrag 1593378)
An Alle, die hier grad mit Adept im Clinch liegen: Bitte schaut euch nochmal den ersten Beitrag von Adept zum Thema Übersterblichkeit genau an.

Zitat:

Zitat von Adept
Laut Abbildung verläuft die Sterblichkeit innerhalb des Konfidenzintervalls. Siehe: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home...sursachen.html

Man kann sich natürlich jetzt über einen Ausreisser streiten...]

Ich hab die fragliche Grafik angehängt. Wenn man diese gewaltigen Berge ignorieren will ist das einfach irreführend.

captain hook 30.03.2021 08:45

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1593349)
Drosten zB. sieht Corona sich in den nächsten 2-3 Jahren in Richtung Erkältung entwickeln. Wurde hier von den Drosten-Verfechtern zitiert.

Aber wie gesagt, jeder akzeptiert nur den Experten, der ins eigene Weltbild passt.

Allerdings kommt Drosten was seine aktuelle Einschätzung angeht zu einem anderen Ergebnis als Du in Deinen Ausführungen?!

Könnte es sein, dass er sich auf Zustände bezieht, wo man mit Impfen und überschaubaren Inzidenzen die Lage ansatzweise unter Kontrolle hätte?

Bockwuchst 30.03.2021 08:48

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1593369)
Da ist wohl Dein Wunsch der Vater des Gedankens, denn aus dem Artikel finde ich keine Hinweise auf ein Scheitern.

Palmer bekommt Morddrohungen - ist das ein Grund, aufzugeben, oder der richtige Weg, das Projekt zum Scheitern zu bringen? Hoffentlich nicht. Aber leider setzt sich diese Methode der politischen Auseinandersetzung wohl auf allen Seiten zunehmend durch. Interessant, daß es so klingt, als ob die Morddrohungen seit Merkels Anne-Will Gespräch am Sonntag gehäuft auftreten - war das etwa ein Fall von Hetze? Würde man sicher thematisieren, wenn es nach einem Gauland-interview passieren täte.

Ansonsten: Die Inzidenzen gehen wie erwartet hoch, schließlich wird intensiver denn je getestet, also sinkt die Dunkelziffer. Die Inzidenz liegt aber immer noch in der Größenordnung der Umgebung, und weit unter Bundesdurchschnitt (ist nur eben wegen der unterschiedlichen Testbasis nicht vergleichbar). Für verbliebene Problembereiche wie die nächtlichen Parties (wo das Testregime nicht greift) überlegt er sich schon Ausgangssperren. Und würden die Nachbarlandkreise ähnlich vorgehen, gäbe es auch kein "Testtourismus", wogegen er ja auch schon Mittel angekündigt hat. Für mich läuft das Modellprojekt im Rahmen der Erwartungen. Also wird überwacht, überlegt und adaptiert. Wenn Du darin jetzt ein scheitern siehst, fallen Deine Worte wohl auf Dich zurück:

Nenn es meine Interpretaion dass das Modell gescheitert ist. Eine Verdoppelung der Inzidenz in kürzester Zeit ist wohl kein Anzeichen für ein Erfolgsmodell.
Bei No-Covid Vorschlägen wird stets bemängelt eine Abschottung von grünen Zonen sei nicht möglich. Der Palmer kann/darf/soll sein Tübingen aber gegen die Nachbarlandkreise abschotten?

Drohungen gegen Palmer verurteile ich natürlich. Das jetzt Angela Merkel anzukreiden ist Unsinn.

keko# 30.03.2021 08:48

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1593162)
Nenne doch einfach konkrete Namen, dann wird es leichter.
Es wird wohl vielleicht Geert Vanden Bossche gewesen sein, mit diesem Statement zum Impfen. In diesem Fall: was er behauptet ist alles Mist - das kann auch jeder Laie behaupten, z.Bsp. ich.

Aus berufenen Mund (und x andere) mal hier: https://www.deplatformdisease.com/bl...ossches-claims


m.

Also bei allem Respekt, aber verstehst du diesen Link? Ich bin da sehr schnell komplett ausgestiegen. Wie will ich urteilen, wenn sich Professoren in einem mir völlig fremden Fachgebiet streiten? Ich kann letztendlich würfeln oder mich zu Tode googeln.

Wir haben es mit einem sich weltweit ausbreitenden Virus zu tun. Das Covid-19 verurschachende Coronavirus prägt wie andere bauähnliche Viren ständig Mutationen aus und wird daher nicht nach den ersten Impfkampagnen verschwunden sein. Nun durchimpfen wir während dieses Ausbreitungsprozesses einige Populationen sehr stark, andere große Populationen gar nicht. Ich kann mir vorstellen, dass dies neue Effekte haben wird.

Auf diesem intellektuellen Niveau bewege ich mich. Entsprechend warte ich einfach die nächsten Monate ab, wie sich der Prozess entwickelt und hoffe, dass ich und mein Umfeld weiterhin gesund bleibt.
:Blumen:

KevJames 30.03.2021 08:48

Regionaler Report: Inzidenz steigt weiter Richtung 300, nächtliche Ausgangssperre von 21-5 Uhr, Impfzentren schliessen vorübergehend, da kein Impfstoff mehr vorhanden ist. :Maso:

KevJames 30.03.2021 08:51

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593253)
Das mag stimmen. Aber ändert das etwas an meinem Argument? Ich sagte, dass auch eine Öffnung der weiterführenden Schulen nicht ohne negative Konsequenzen bleibt.
:Blumen:

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593256)
Zweifelst du die Zahlen an?

Ja, es ändert etwas. Du machst dich unglaubwürdig wenn du dein Argument mit falschen Daten untermauerst.

Wenn ich mich recht erinnere, ist die Gruppe der unter 60-jährigen die Gruppe mit den meisten Ansteckungen und mittlerweile auch bei der Behandlung in Krankenhäusern ziemlich dominant. Insofern spielt es doch kaum noch Rolle wie alt die Lehrer sind.

Hafu 30.03.2021 08:52

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1593343)
... Allein die Kontrolle der Ausgangssperre halte ich für unmöglich.

Die Kontrolle der Ausgangssperre ist kinderleicht, da wenn ab einer bestimmten Uhrzeit die Straßen leer sind, jedes Auto und jeder Fußgänger umso mehr auffällt und dann eben stichpunktartig kontrolliert werden.

Die wenigen Leute, die berechtigt sind, auch nach der Ausgangssperre unterwegs zu sein (z.B. Menschen in systemrelevanten Berufen auf dem Weg nach Haus oder zur Nachtschicht, haben eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers dabei. Die Wahrscheinlichkeit, abgehalten zu werden ist relativ hoch, da ja die Polizeistreifen die in dieser Zeit unterwegs sind, einfach nichts anderes zu tun haben.

(Ein Nebeneffekt einer Ausgangssperre ist übrigens, wie ich neulich gelesen habe, dass in Gebieten mit Ausgangssperre die sonstige Kriminalität (Einbruchsdelikte, Fahrraddiebstähle, Vandalismus, Drogenhandel usw.) während der Zeit der Ausgangssperre schlicht und ergreifend auf Null sinkt.)

KevJames 30.03.2021 08:53

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1593273)
Naja, bei der Menge an Unis und den dort lehrenden Professoren kann man unmöglich alle über einen Kamm scheren. Vielleicht ist mein Fachbereich (Mathematik und Data Science) auch einfach prädestiniert um es gut hinzubekommen. Wir haben sicher technisch einen anderen Background als Theologen (nur ein Beispiel). Ich sehe also nur, wie es bei diesen Veranstaltungen läuft, an meiner Uni (Eindhoven, NL) äußerst gut (wir haben aber auch Unmengen von Angeboten und Hilfestellung), aber auch an meiner alten Uni (Bochum), wo ich noch etliche Leute kenne, läuft es super. Also ich glaube nicht, dass es eine Sache der Uni ist, sondern eher fachbereichspezifisch, wie gut es läuft. UNd schwarze Schafe gibt es überall.

Siehst Du, genau so geht es mir auch (aber Lehrer, manchmal auch alte Lehrer) werden auch generell in den Diskussionen an den Pranger gestellt. Ich sehe auch, dass es bei mir und vielen meiner Kollegen super läuft und die SuS sich Top aufgehoben fühlen, aber auch in den Schulen greift der Satz "Schwarze Schafe gibt es überall".
In der Schule ist es vermutlich auch so, dass der Informatik Lehrer besser geeignet ist als der Religionslehrer (nur ein Beispiel).

KevJames 30.03.2021 08:57

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1593349)
Drosten zB. sieht Corona sich in den nächsten 2-3 Jahren in Richtung Erkältung entwickeln. Wurde hier von den Drosten-Verfechtern zitiert.

Aber wie gesagt, jeder akzeptiert nur den Experten, der ins eigene Weltbild passt.

Das Zitat würde ich gerne lesen. Quelle?

Zum letzten Satz: Nicht von Dir auf andere schliessen. Ich kann nichts dafür, wenn Du in dieser Frage so einfach gestrickt bist.

KevJames 30.03.2021 08:59

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1593388)

Die wenigen Leute, die berechtigt sind, auch nach der Ausgangssperre unterwegs zu sein (z.B. Menschen in systemrelevanten Berufen auf dem Weg nach Haus oder zur Nachtschicht, haben eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers dabei.

Ausgangssperre vor Ort - Ausnahmen sind: Menschen zur und von der Arbeit (Systemrelevanz spielt keine Rolle) + Leute die mit ihrem Hund Gassi gehen (kein Witz).

Von "Kinderleicht" in Bezug auf die Kontrollen würde ich nicht sprechen: Denn in einer (großen) Stadt kann die Polizei nicht überall sein und es gibt mit der jeweiligen Ortskenntnis und entsprechenden Vernetzung natürlich genug Schlupflöcher. Bei uns wird damit argumentiert private Feiern zu verhindern. Da Frage ich mich, ob es denn nicht möglich ist sich um 20.30 Uhr zu treffen und bis 5.30 Uhr zu feiern.

iaux 30.03.2021 09:03

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1593382)
Ich hab die fragliche Grafik angehängt. Wenn man diese gewaltigen Berge ignorieren will ist das einfach irreführend.

Irreführend ist es auch, wenn man die geänderte Altersstruktur nicht berücksichtigt.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1593380)
Schaut man sich die einzelnen Bundesländer an, stellt das Statistische Uni-Institut München fest, dass es in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg deutliche Übersterblichkeiten innerhalb bestimmter Zeiträume (Corona-Wellen) gab. Das Institut hat übrigens schon im Januar 2021 ein statistisches Modell entwickelt, um die Alterung der Gesellschaft in die Berechnungen der Übersterblichkeit einzubeziehen.

https://www.covid19.statistik.uni-mu..._bericht_6.pdf
https://www.covid19.statistik.uni-mu..._bericht_8.pdf
hier alle Statistik-Berichte zu Covid:
https://www.covid19.statistik.uni-mu...ter/index.html

aus einem der oben zitierten Artikel: "...etwa die Hälfte der zur Zeit
beobachteten Übersterblichkeit in Sachsen kann nicht direkt mit einer registrierten
COVID-19 Erkrankung in Verbindung gebracht werden."

Trimichi 30.03.2021 09:07

Hier bei uns (Bayern), speziell im Landkreis, sind alle ue80jaehrigen geimpft. Also diejenigen die sich impfen lassen wollen. Zudem wurden nicht 50000 Dosen, sondern 100000 Dosen fuers grenznahe Gebiet zugesagt.

Ausgangssperre bleibt. Das ist auch gut. Da wir auf Leute aus dem Nichtbajuwarischen Ausland besonders noerdlich des Weisswurstaequators verzichten koennen. So wird sichergestellt, dass die Horden von WoMos nicht nach Bayern kommen. ;)


Uebrigens: Geruechten zu Folgen fahren viele ue80jaehrige nach Tschechien zum Party machen, weil dort Bars geoeffnet haben fuer Geimpfte. ;)

Ich stelle mir just vor ich bin auf Malle. Die Bundespolizei kontrolliert meinen negativen Corona-Test, und ich muss trotzdem in Quarantaene.

:)

Allen einen lustigen Tag.

at Helios: du wohnst auch hier? Lass uns gemeinsam via Fahrrad auf Corona-Patrolie gehen. Basketballplaetze sind ueberfuellt, Jugendliche rebellieren. Ich wurde ausgebuht als ich auf die Maskenpflicht verwies. Als ich beim Stuetzpunkt anrief und petzte, bruellten die Jugendlichen: "Wir bringen dich um!"
Ich fluechtete zum Seekiosk, versteckte mich und kaufte spaeter Kaffee. Anschliessend vermeldete ich die Wassertemperatur.

Bockwuchst 30.03.2021 09:07

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593393)
aus einem der oben zitierten Artikel: "...etwa die Hälfte der zur Zeit
beobachteten Übersterblichkeit in Sachsen kann nicht direkt mit einer registrierten
COVID-19 Erkrankung in Verbindung gebracht werden."

Dann tritt die jetzt rein zufällig auf? Oder was willst du uns sagen? Schon mal den Begiff Dunkelziffer gehört? Oder dass bei Überlastung auch die anderen Patienten in einem Krankenhaus schlechter versorgt sind?

KevJames 30.03.2021 09:07

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593393)

aus einem der oben zitierten Artikel: "...etwa die Hälfte der zur Zeit
beobachteten Übersterblichkeit in Sachsen kann nicht direkt mit einer registrierten
COVID-19 Erkrankung in Verbindung gebracht werden."

Die Art Deiner Argumentation mindestens mal auf den letzten Seiten kann man wohl ganz gut mit "selektiver Wahrnehmung" beschreiben.

iaux 30.03.2021 09:10

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593387)
Wenn ich mich recht erinnere, ist die Gruppe der unter 60-jährigen die Gruppe mit den meisten Ansteckungen und mittlerweile auch bei der Behandlung in Krankenhäusern ziemlich dominant. Insofern spielt es doch kaum noch Rolle wie alt die Lehrer sind.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593240)
Ich finde es richtig, die Folgen eines Lockdowns sorgfältig zu prüfen. Dazu gehören die Folgen von Schulschließungen für die Schulkinder. Folgende Gleichung ist mir aber zu simpel:

Geöffnete Schulen = gut für die Kinder
geschlossene Schulen = schlecht für die Kinder

Denn auch geöffnete Schulen haben negative Konsequenzen für die Kinder. Die darf man nicht einfach unterschlagen, sondern man muss sie abwägen gegen die negativen Folgen einer Schulschließung. Kinder können ebenfalls erkranken, sie können ihre Eltern und Großeltern anstechen und natürlich auch die Lehrer, die zu einem großen Teil über 60 Jahre alt sind. Wie ich bereits früher sagte: Ohne Lehrer sind die Schulen nicht viel mehr als ein Haufen Sperrmüll.

Dieses Argument, das nicht nur die Folgen eines Lockdowns, sondern auch die Folgen eines Nicht-Lockdowns abwägt, gilt aus meiner Sicht allgemein. Es ist einfach, die zahlreichen negativen Konsequenzen eines Lockdowns aufzuzählen. Die Bildzeitung kann von mir aus den ganzen Tag damit zubringen, diese Zumutungen für die Menschen darzustellen. Doch was wären die Folgen, wenn wir uns den Lockdown sparen?

An jede debattierte Lockerung des Lockdowns gehört ein Preisschild: soundsoviel Tote, soundsoviel Schwerkranke zusätzlich. Dann haben wir eine faire Debatte.

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593250)

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593256)
Zweifelst du die Zahlen an?

Ja, es ändert etwas. Du machst dich unglaubwürdig wenn du dein Argument mit falschen Daten untermauerst.

Wenn als Argument für einen Lockdown "die Lehrer, die zu einem großen Teil über 60 Jahre alt sind" angeführt wird, dann trägt das nicht zu einer fairen Debatte bei.

Hafu 30.03.2021 09:10

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1593385)
Also bei allem Respekt, aber verstehst du diesen Link? Ich bin da sehr schnell komplett ausgestiegen. Wie will ich urteilen, wenn sich Professoren in einem mir völlig fremden Fachgebiet streiten? Ich kann letztendlich würfeln oder mich zu Tode googeln.

...

Hier bei Mimikama sind die Van-den-Bossches-Behauptungen in allgemein verständlicher Form einem Faktencheck unterzogen und weitgehend widerlegt worden.

Man muss sich aber nichtmal die Mühe machen, den verlinkten Text in allen Details zu lesen. Das erste was beim Eingeben des Namens Geert van den Bossche auffällt, ist dass er es noch nichtmal zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht hat.


Wenn ein nach der eigenen Selbstdarstellung "anerkannter Impfexperte" auf Wikipedia nicht existent ist und es auch keine Links zu früheren seriösen Veröffentlichungen gibt, sondern als Treffer nur das Linked-In-Profil, die eigene Website, diverse Widerlegungen seiner aktuellen Behauptungen (auf Faktencheck-Seiten) und diverse Schwurbler-Seiten, die begeistert seine Thesen aufgreifen, existieren, dann weiß man eigentlich sofort, auch ohne die Links im Einzelnen anzuklicken, dass der Typ nur eine aufgeblasene Luftnummer ist.

iaux 30.03.2021 09:23

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593396)
Die Art Deiner Argumentation mindestens mal auf den letzten Seiten kann man wohl ganz gut mit "selektiver Wahrnehmung" beschreiben.

Ich versuche lediglich weitere Fakten beizubringen, um die verkürzte, teils irreführende und selektive Argumentation fairer gestalten zu können.

KevJames 30.03.2021 09:26

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593400)
Ich versuche lediglich weitere Fakten beizubringen, um die verkürzte, teils irreführende und selektive Argumentation fairer gestalten zu können.

Fakten, die Dir nicht passen ignorierst Du konsequent (siehe Lehrer-Beispiel, das Alter spielt hinsichtlich der Gefährdung bei der Mutation nur noch eine untergeordnete Rolle). Damit trägst Du nicht zu einer fairen Debatte bei, sondern Du verhinderst sie.

Klugschnacker 30.03.2021 09:28

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593397)
Wenn als Argument für einen Lockdown "die Lehrer, die zu einem großen Teil über 60 Jahre alt sind" angeführt wird, dann trägt das nicht zu einer fairen Debatte bei.

Wir können uns gerne darauf einigen, dass 12% kein großer Teil sind. Von mir aus bezeichnen wir sie als einen kleinen Teil.

Mein Argument halte ich jedoch aufrecht und würde mich auf eine Antwort von Dir freuen: Dass nämlich die Öffnung der Schulen auch negative Konsequenzen für die Schüler haben wird. Nicht nur positive.
:Blumen:

KevJames 30.03.2021 09:33

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1593385)
Also bei allem Respekt, aber verstehst du diesen Link? Ich bin da sehr schnell komplett ausgestiegen. Wie will ich urteilen, wenn sich Professoren in einem mir völlig fremden Fachgebiet streiten? Ich kann letztendlich würfeln oder mich zu Tode googeln.

Ein Stück weit ist das so. Experten sind Experten, weil sie sich mit einem Fachgebiet in ihrem Leben besonders intensiv auseinandergesetzt haben. Daher kann der Arzt um die Ecke Sachverhalte häufig schlechter beurteilen als der Virologe, der Radfahrer die Aerodynamik schlechter als der Physiker und Hans Meier auf Facebook die Politik schlechter als der Politologe.

Mit Deiner Erkenntnis hast Du eines aber vielen Menschen voraus: Den Respekt vor der Expertise von Menschen aus ihren Fachgebieten - das ist ja kaum noch vorhanden. In der Regel meint ja "jeder", der etwas in der Zeitung gelesen oder gegoogelt hat, dass er es besser weiss, als die Leute, die sich seit vielen Jahren intensiv mit der Materie beschäftigen. Hätten die Politiker früher auf die Virologen gehört (naja, eigentlich machen sie es in der Überzahl ja heute noch nicht) - ja, dann, könnten wir jetzt deutlich besser dastehen.

iaux 30.03.2021 09:39

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593401)
Fakten, die Dir nicht passen ignorierst Du konsequent (siehe Lehrer-Beispiel, das Alter spielt hinsichtlich der Gefährdung bei der Mutation nur noch eine untergeordnete Rolle). Damit trägst Du nicht zu einer fairen Debatte bei, sondern Du verhinderst sie.

Wenn ich Fakten anbringe und Argumente damit widerlege und das eine Debatte verhindert, dann war die Argumentation wohl nicht stichhaltig genug.

KevJames 30.03.2021 09:41

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593402)
Wir können uns gerne darauf einigen, dass 12% kein großer Teil sind. Von mir aus bezeichnen wir sie als einen kleinen Teil.

Mein Argument halte ich jedoch aufrecht und würde mich auf eine Antwort von Dir freuen: Dass nämlich die Öffnung der Schulen auch negative Konsequenzen für die Schüler haben wird. Nicht nur positive.
:Blumen:

Ich würde hier gerne etwas ergänzen: Es ging ja um weiterführende Schulen. Das sind die SchülerInnen zwischen 10 und 20 Jahre alt (idR, es gibt auch ältere und manchmal auch 9-jährige).
Wieso kommen "Erwachsene" eigentlich auf die Idee, sie können die Gefährdung besser einschätzen als 16,17,18,19,20-jährige selbst. In dieser Altersklasse sind viele Menschen ja auch schon in Berufen und sind durchaus in der Lage das selbst einzuschätzen. In der Praxis sehe ich, dass ab einem Alter, ab dem die Kinder nicht mehr betreut werden müssen (die Eltern für sie entscheiden) und es Wahlmöglichekiten gibt, kaum noch jemand freiwillig in die Schule geht. Diese Jugendlichen / jungen Erwachsenen treffen eine Entscheidung aufgrund von Vorteilen und Nachteilen. Insofern ist die ganze Diskussion eine verlogene Diskussion. Es geht gar nicht um die Bildung (das geht mittlerweile auch über digitale Formate). Im Kern geht es um die Betreuung - bösartig könnte man sagen, es geht darum, dass Eltern ihre Kinder tagsüber "vom Hals haben".

Zu guter Letzt die Gefährdung auch jüngerer Lehrer,. Wir haben doch ohnehin schon Lehrermangel (immer mehr Menschen arbeiten ja als Lehrer die gar keine sind - diese Gruppe würde ich einfach mal in den Lerhermangel mit einrechnen wollen), weil ziemlich viele jüngere Menschen auf den Trichter gekommen sind, dass dieser Job gar nicht so einfach ist, wie sich viele das Vorstellen. Können wir es uns wirklich für die Zukunft leisten, dass Lehrer sterben, dass Lehrer an Long-Covid erkranken und dann lange ausfallen. Es geht ja nicht um Einzelfälle, sondern das Problem, dass dies zusätzlich strukturellen Druck auf einen Bereich bringen könnte, der ohnehin schon chronisch unterbesetzt ist.

keko# 30.03.2021 09:41

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1593398)
Hier bei Mimikama sind die Van-den-Bossches-Behauptungen in allgemein verständlicher Form einem Faktencheck unterzogen und weitgehend widerlegt worden.

Man muss sich aber nichtmal die Mühe machen, den verlinkten Text in allen Details zu lesen. Das erste was beim Eingeben des Namens Geert van den Bossche auffällt, ist dass er es noch nichtmal zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht hat.


Wenn ein nach der eigenen Selbstdarstellung "anerkannter Impfexperte" auf Wikipedia nicht existent ist und es auch keine Links zu früheren seriösen Veröffentlichungen gibt, sondern als Treffer nur das Linked-In-Profil, die eigene Website, diverse Widerlegungen seiner aktuellen Behauptungen (auf Faktencheck-Seiten) und diverse Schwurbler-Seiten, die begeistert seine Thesen aufgreifen, existieren, dann weiß man eigentlich sofort, auch ohne die Links im Einzelnen anzuklicken, dass der Typ nur eine aufgeblasene Luftnummer ist.

Ok, danke :Blumen:
Mag sein, dass er eine Luftnummer ist. Meines Wissens ist er Impfstoffentwickler, aber vielleicht treibt ihn was ganz anderes an.

Nach über einem Jahr Corona in DE hat sich bei mir letztendlich eine abwartende Haltung entwickelt und ich hoffe längst nicht mehr auf die Maßnahme, die dann die Lösung bringt und es wieder wird wie 2019. Ich versuche weiterhin gesund zu bleiben und mich ansonsten möglichst gut und schnell an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

KevJames 30.03.2021 09:42

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593406)
Wenn ich Fakten anbringe und Argumente damit widerlege und das eine Debatte verhindert, dann war die Argumentation wohl nicht stichhaltig genug.

Nochmal: Du ignorierst wieder (alles andere) und versteifst Dich auf diesen einen Punkt. Diu willst nicht ehrlich diskutieren, sondern lediglich, dass Deine Meinung Gehör findet. An einem echten Austausch an Informationen zeigst Du kein Interesse. Schade!

iaux 30.03.2021 09:47

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593402)
Wir können uns gerne darauf einigen, dass 12% kein großer Teil sind. Von mir aus bezeichnen wir sie als einen kleinen Teil.

Mein Argument halte ich jedoch aufrecht und würde mich auf eine Antwort von Dir freuen: Dass nämlich die Öffnung der Schulen auch negative Konsequenzen für die Schüler haben wird. Nicht nur positive.
:Blumen:

:bussi: Wie du bin ich mir auch der Tatsache bewusst, dass jede Medaille zwei Seiten hat:Blumen:
Auf der Facebook-Seite von WISO wird eine Studie der TU Berlin angeführt, dass geschützte (Maske, Wechselunterricht, Schnelltests) Kontakte in Schulen den R-Wert bei B117 um 0,01 erhöhen.
Angesichts dessen sehe ich die positiven Aspekte überwiegen.

KevJames 30.03.2021 09:53

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593410)
:bussi: Wie du bin ich mir auch der Tatsache bewusst, dass jede Medaille zwei Seiten hat:Blumen:
Auf der Facebook-Seite von WISO wird eine Studie der TU Berlin angeführt, dass geschützte (Maske, Wechselunterricht, Schnelltests) Kontakte in Schulen den R-Wert bei B117 um 0,01 erhöhen.
Angesichts dessen sehe ich die positiven Aspekte überwiegen.

https://zdfheute-stories-scroll.zdf....ule/index.html

Hier ist zu lesen, dass der situationsbedingt R-Wert (Masken, habe Besetzung, lüften) bei 2,9 liegt.

Demnach ist das Ansteckungsrisiko in der Schule höher als in quasi allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens (findet sich ganz unten). Ist ja auch alleine anhand der Zeit im engen Raum nur logisch.

Quelle ist übirignes die TU Berlin.

Schwarzfahrer 30.03.2021 09:57

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593372)
Du kannst doch nicht ernsthaft die zurückhaltenden Äußerungen von Angela Merkel mit Morddrohungen gegen einen grünen Bürgermeister in Verbindung bringen, und sie außerdem mit der Hetze von AfD-Meinungsführern vergleichen?

Der Bezug wird in dem zitierten Artikel hergestellt, das mußte ich mir nicht ausdenken:
Zitat:

Er erhalte auch zahlreiche Morddrohungen. Insbesondere die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag seien so verstanden worden, dass sie auch das Tübinger Modell in Frage gestellt habe.
Und ja, ich finde wenn man schon so sehr auf jede doofe Äußerung von AfD-Politikern achtet, welche Wirkung sie bei Wirrköpfen haben könnten, sollte die "andere Seite" selbst auch die eigene Wirkung kritisch betrachten. Ob die Worte eines Politikers wirklich für Morddrohungen entscheidend sind, ist eh schwer wirklich festzustellen; darum schrieb ich ja auch, daß es wohl leider ein genereller Politikstil der Zeit zu sein scheint.
Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1593384)
Nenn es meine Interpretation dass das Modell gescheitert ist. Eine Verdoppelung der Inzidenz in kürzester Zeit ist wohl kein Anzeichen für ein Erfolgsmodell.

Woran messe ich Erfolg: am Ziel. Ziel war nicht Inzidenzsenkung, sondern eine zunehmende Normalität ohne wesentliche Zusatzrisiken, bzw. austesten, wie weit man Normalität wiederherstellen kann mit einigermaßen Sicherheit. Das ist nach meiner Ansicht (im Vergleich mit dem umliegenden Land) noch gegeben, zumal auch die Grenzen erkannt wurden und angegangen werden.
Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1593384)
Bei No-Covid Vorschlägen wird stets bemängelt eine Abschottung von grünen Zonen sei nicht möglich. Der Palmer kann/darf/soll sein Tübingen aber gegen die Nachbarlandkreise abschotten?

Die Abschottung ist nur nötig, weil die anderen diesen Weg nicht gehen. Sobald die anderen einsehen, daß es sich so auch leben lässt, hört der "Tourismus" auf, weil jeder zu Hause auch Normalität erleben will. Das ist doch auch die Triebfeder der Urlauber: endlich ein paar Tage Normalität erleben, weil es zu Hause nicht ermöglicht wird.

iaux 30.03.2021 10:02

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593407)
...SchülerInnen zwischen 10 und 20 Jahre alt (idR, es gibt auch ältere und manchmal auch 9-jährige).
Wieso kommen "Erwachsene" eigentlich auf die Idee, sie können die Gefährdung besser einschätzen als 16,17,18,19,20-jährige selbst. In dieser Altersklasse sind viele Menschen ja auch schon in Berufen und sind durchaus in der Lage das selbst einzuschätzen. In der Praxis sehe ich, dass ab einem Alter, ab dem die Kinder nicht mehr betreut werden müssen (die Eltern für sie entscheiden) und es Wahlmöglichekiten gibt, kaum noch jemand freiwillig in die Schule geht. Diese Jugendlichen / jungen Erwachsenen treffen eine Entscheidung aufgrund von Vorteilen und Nachteilen. Insofern ist die ganze Diskussion eine verlogene Diskussion. Es geht gar nicht um die Bildung (das geht mittlerweile auch über digitale Formate). Im Kern geht es um die Betreuung - bösartig könnte man sagen, es geht darum, dass Eltern ihre Kinder tagsüber "vom Hals haben".
.

Das is reiner Populismus und pure Spekulation!
In der Praxis ist es doch so, dass Schüler seit teilweise vier Monaten nicht mehr in der Schule waren. Distanzunterricht bedeutet, dass nur 1/3 des Unterrichtes stattfindet. Die Qualität dessen hängt dann auch sehr stark vom Engagement des einzelnen Lehrer ab und die ist nicht immer hoch.
Und du redest davon die Kinder vom zu Hals haben:Kotz:
Im Nachbarort wurde eine Schulklasse für zwei Wochen in Quarantäne geschickt mit zweimaligen Test, da eine Schülerin Corona hatte. Der Lehrer musste sich weder testen lassen, noch in Quarantäne.



Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593409)
Nochmal: Du ignorierst wieder (alles andere) und versteifst Dich auf diesen einen Punkt. Diu willst nicht ehrlich diskutieren, sondern lediglich, dass Deine Meinung Gehör findet. An einem echten Austausch an Informationen zeigst Du kein Interesse. Schade!


Du musst schon zwischen Meinung und Fakten trennen. Nur weil dir die Fakten nicht den Kram passen, kannst du mir hier keine Selbstdarstellung vorwerfen!

Schwarzfahrer 30.03.2021 10:05

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1593402)
Mein Argument halte ich jedoch aufrecht und würde mich auf eine Antwort von Dir freuen: Dass nämlich die Öffnung der Schulen auch negative Konsequenzen für die Schüler haben wird. Nicht nur positive.
:Blumen:

Darf ich meine Sicht darauf präzisieren: Schulschließungen haben sicher wesentliche negative Auswirkungen auf einen hohen zweistelligen Prozentsatz der Schüler. Öffnungen können für eine deutlich niedrigere Prozentzahl (ich würde von mindestens einer Größenordnung weniger sprechen) der Schüler negative Konsequenzen haben. Letztere sind überwiegend indirekt, da Kinder generell seltener schwer erkranken, und eher ein Familienangehöriger schwerer erkrankt.
Es läuft wie alle Corona-Entscheidungen darauf hinaus: wie große Mehrheiten kann/darf/soll man benachteiligen/einschränken, um einen anteilig deutlich kleineren Teil der Gesellschaft (oder der gegebenen Gruppe) zu schützen? Hierzu wird es nie eine absolute Zahl geben, sondern nur Meinungen, persönliche Gewichtungen und Wertungen, die es auszuhandeln gilt.

KevJames 30.03.2021 10:09

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593420)
Das is reiner Populismus und pure Spekulation!
In der Praxis ist es doch so, dass Schüler seit teilweise vier Monaten nicht mehr in der Schule waren. Distanzunterricht bedeutet, dass nur 1/3 des Unterrichtes stattfindet. Die Qualität dessen hängt dann auch sehr stark vom Engagement des einzelnen Lehrer ab und die ist nicht immer hoch.

Du musst schon zwischen Meinung und Fakten trennen. Nur weil dir die Fakten nicht den Kram passen, kannst du mir hier keine Selbstdarstellung vorwerfen!
Wenn du mit den Fakten die Debatte nicht weiterführen kannst


:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:

Ich bin dioch derjenige, der in der Praxis arbeitet und aus Erfahrungsschatz berichtet. Ist es da nicht eher so, dass Du derjenige bist der spekuliert.
Und in der Praxis war / ist es so, dass die SchülerInnen bei uns wählen konnten. Das konnten sie vor Weihnachten und das konnten sie im Januar wieder, übrigens bis in den März hinein. Wer wollte durfte in die Schule kommen - Resultat war, dass die Schule ab Klasse 9 leer war. Aber Du wirfst mir Populismus vor? Geh tief in Dich, versuche zu reflektieren und entschuldige Dich brav. :bussi:
Auch die Aussage, dass nur 1/3 des Unterrichts stattfinden würde. Meiner hat zu 100% stattgefunden, kein einziger Ausfall an irgendeiner Stelle. Hauptsache Du wirfst irgendein geblubbert in den Raum und tust so, als wäre es ein Fakt.

Nebenbei bemerkt: Du bist derjenige, der offenbar nicht in der Lage ist entsprechend zu trennen. Möglicherweise bist Du hier zu emotional? Aber kein Problem, ich habe da durchaus Verständnis für - ist halt keine leichte Zeit.

Nochmal zu den Fakten: TU-Berlin Schule mit Maske und halber Besetzung R-Wert 2,9 - quasi höher als bei allem anderen im öffentlichen Leben (höher als Restaurant, Kino, Fitnessstudio, ...). Auch nur eine Meinung (der Wissenschaftler) und kein Fakt? oder willst Du es lieber wieder wegignorieren?

Ein Zusatz noch: Alleine wie verkürzt Du meine Aussage zu den Eltern "zitierst" zeigt eben, dass es Dir nicht um Erkenntnis, sondern um Manipulation geht. Bist Du so unzufrieden? Tut mir leid ...

iaux 30.03.2021 10:16

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593414)
https://zdfheute-stories-scroll.zdf....ule/index.html

Hier ist zu lesen, dass der situationsbedingt R-Wert (Masken, habe Besetzung, lüften) bei 2,9 liegt.

Demnach ist das Ansteckungsrisiko in der Schule höher als in quasi allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens (findet sich ganz unten). Ist ja auch alleine anhand der Zeit im engen Raum nur logisch.

Quelle ist übirignes die TU Berlin.

Die Studie berücksichtigt weder FFP2 Masken noch Schnelltests.

KevJames 30.03.2021 10:17

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593425)

Wieder aus der Praxis: Bei uns in der Schule ist auch beides nicht vorhanden. (20 Tests pro Woche auf deutlich über 1000 Schülerinnen, medizinische Masken reichen aus).

Du hast aber übrigens wieder dass Gleiche getan. Das geht eine Weile gut, irgendwann aber werden Dich andere Diskussionsteilnehmer dann schlechtweg nicht mehr ernst nehmen - bei mir hast Du das nun erreicht.

Lebemann 30.03.2021 10:19

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1593388)
Die Kontrolle der Ausgangssperre ist kinderleicht, ....)

Du hast insoweit recht, dass einige Delikte während dieser Zeit zum Erliegen kommen. Andere jedoch nicht. Nachts besteht in meinem Dienstgebiet der Großteil der Ersuchen aus Ruhestörungen, häusliche Gewalt, psychisch Kranken, abgängigen Jugendlichen und Verkehrsunfällen (Wild, Alkohol, Drogen). Gewaltdelikte sind seit Corona deutlich zurück gegangen (Kneipen zu). Einbrüche werden fast immer am Folgetag und nur ganz selten mit Täter vor Ort gemeldet.

Das Problem seh ich allerdings eher in unserem Personalmangel. Wir sind für unseren Landkreis von 20-6 Uhr mit 2-3 Streifenwagen besetzt. Von der Dienststelle bis zum hintersten Ort fahren wir ohne Sonderrechte 45min bei moderatem Verkehr. Für mich hängt das rein vom Zufall ab, ob ich jemanden feststelle. 1 Streifenwagen ist sowieso für die Überwachung des Impfstoffs und Einhaltung der Coronaregeln abgestellt. Sobald komplexere Lagen eintreten, benötigen wir Unterstützung aus anderen Landkreisen. Diese kämpfen natürlich mit den gleichen Problemen.

Kinderleicht würde ich für meine Region definitiv nicht unterschreiben.

Bockwuchst 30.03.2021 10:21

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer
Woran messe ich Erfolg: am Ziel. Ziel war nicht Inzidenzsenkung, sondern eine zunehmende Normalität ohne wesentliche Zusatzrisiken, bzw. austesten, wie weit man Normalität wiederherstellen kann mit einigermaßen Sicherheit. Das ist nach meiner Ansicht (im Vergleich mit dem umliegenden Land) noch gegeben, zumal auch die Grenzen erkannt wurden und angegangen werden.

Man wird sehen wie sich das weiterentwickelt. Das Tübinger Modell basiert ja zu einem großen Teil auf Schnelltests. Das mit dem Freitesten ist aber nicht so einfach. Die Schnelltests eignen sich in erster Linie um einen Großteil der Positiven / Infektiösen rauszuziehen, um zuverlässig eine Infektion auszuschließen sind sie eigentlich nicht so gut geeigent. Hier: https://twitter.com/pavel23/status/1...687780358?s=19 und hier: https://twitter.com/pavel23/status/1...924988931?s=09
Das zweite find ich besonders interessant: Eine Studioproduktion wo versucht wurde mnit täglichen Antigentests eine sichere Veranstaltung zu machen. Hat nciht funkioniert.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer
Die Abschottung ist nur nötig, weil die anderen diesen Weg nicht gehen. Sobald die anderen einsehen, daß es sich so auch leben lässt, hört der "Tourismus" auf, weil jeder zu Hause auch Normalität erleben will. Das ist doch auch die Triebfeder der Urlauber: endlich ein paar Tage Normalität erleben, weil es zu Hause nicht ermöglicht wird.

Du machst gerade Werbung für No-Covid und Green Zone System, richtig? :Cheese:

iaux 30.03.2021 10:23

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593407)
...Insofern ist die ganze Diskussion eine verlogene Diskussion. Es geht gar nicht um die Bildung (das geht mittlerweile auch über digitale Formate). Im Kern geht es um die Betreuung - bösartig könnte man sagen, es geht darum, dass Eltern ihre Kinder tagsüber "vom Hals haben".

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1593420)
In der Praxis ist es doch so, dass Schüler seit teilweise vier Monaten nicht mehr in der Schule waren. Distanzunterricht bedeutet, dass nur 1/3 des Unterrichtes stattfindet. Die Qualität dessen hängt dann auch sehr stark vom Engagement des einzelnen Lehrer ab und die ist nicht immer hoch.
Und du redest davon die Kinder vom zu Hals haben:Kotz:

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1593424)

Ein Zusatz noch: Alleine wie verkürzt Du meine Aussage zu den Eltern "zitierst" zeigt eben, dass es Dir nicht um Erkenntnis, sondern um Manipulation geht. Bist Du so unzufrieden? Tut mir leid ...

Inwiefern hab ich deine Aussage verkürzt?
Ich habe dir ein Argument aufgezeigt, dass es nicht darum geht, dass Eltern die Kinder vom Hals haben und du wirfst mir Manipulation vor?!

Steff1702 30.03.2021 10:30

Heute gibt es einen anschaulichen Artikel über den Stellenwert des Sports in der Bundesregierung:

„Nach derzeitiger Datenlage besteht in Folge dieser Beschränkungen kein signifikanter Rückgang der körperlichen Aktivität“, heißt es darin.

Grund dafür könnten die Alternativen sein, mutmaßt die Bundesregierung und nennt allen voran die digitalen Ersatzangebote vieler Vereine und Fitnessstudios. Konkrete Erkenntnisse dazu lägen der Bundesregierung allerdings nicht vor.


„Sportvereine und Fitnessstudios unterstützen mit ihren Angeboten die Bevölkerung dabei, regelmäßig und ausreichend körperlich aktiv zu sein und somit dem Risiko verschiedener physischer Erkrankungen und psychischer Beschwerden vorzubeugen“, heißt es in der Antwort.

Diesem Ziel würden aber auch Aktivitäten im Alltag wie Fahrradfahren, längere Spaziergänge und Gartenarbeit dienen.

https://www.welt.de/wirtschaft/artic...91_autocurated

Passt zur übrigen Politik: man hat keine Daten dazu, ist aber so


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:32 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.