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Antracis 06.01.2022 21:42

Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant. Wenn nicht so traurig, wäre es fast so lustig, wie die Verwendung des offensichtlichen Fachbegriffes der „Tanzlustbarkeiten“.

Die Aufhebung bis Verkürzung der Quarantäne ist allerdings wirklich sinnvoll und notwendig. Ich hab gestern und heute größere Mengen Mitarbeiter und Patienten in Quarantäne schicken müssen, die aktuelle Definition lässt im Alltagsbetrieb einer Klinik einfach zu leicht enge Kontakte entstehen, die dann zur 14tägigen Quarantäne führen. Das würde sonst binnen der nächsten 2 Wochen zuviel lahmlegen.

merz 06.01.2022 21:47

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1640841)
Das ist Panikmache. Kann man sich mE sparen, also das Lesen.

So sicher? Wir werden leider Millionen von Menschen in den nächsten Jahren haben, wo long covid eine Fragestellung ist.

m.

Hafu 06.01.2022 22:50

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1640841)
Das ist Panikmache. Kann man sich mE sparen, also das Lesen.

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1640843)
So sicher? Wir werden leider Millionen von Menschen in den nächsten Jahren haben, wo long covid eine Fragestellung ist.

m.

Ich sehe in dem Thread auch sehr viel Panikmache. Die zusammengetragenen Studien sind IMHO sehr tendenziös selektiert und beziehen sich darüberhinaus komplett auf frühere Varianten von SARS-Cov2 und nicht auf Omicron. Zu Omicron gibt es noch keine verwertbaren Erkenntnisse hinsichtlich des long-covid-Risikos

Kurzes Googeln nach dem Autor des Threads ergibt, dass es sich um einen "Senior Software Security Program Manager" handelt. So wie es unter den Impfverweigerern Leute gibt, die sich für schlauer als alle Experten und Virologen halten, gibt es auf der komplett anderen Seite des Spektrums auch relative Laien, die nach zwei Jahren Pandemien, dem Anlesen der ein oder anderen Studie und nach langem Aufenthalt in ihrer sehr speziellen Informationsblase sich gegenseitig immer mehr bestärkt haben, wie extrem gefährlich Covid19 für quasi alle Altersgruppen ist.

Zu extreme Ansichten sind selten gut und ich halte mich da lieber -gerade was die Einordnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Gewichtung von Studien angeht, an echte ausgewiesene virologische Experten, wie z.B. Drosten, der sich vorgestern erst in einem langen, wie fast immer sehr hörenswerten Podcast zu Wort gemeldet hat.
Insgesamt empfand ich Drosten vorgestern eher als optimistisch (und realistisch) und damit sich deutlich abhebend von der tendenziellen Panikmache des oben verlinkten Threads.

LidlRacer 07.01.2022 00:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1640845)
Ich sehe in dem Thread auch sehr viel Panikmache. Die zusammengetragenen Studien sind IMHO sehr tendenziös selektiert und beziehen sich darüberhinaus komplett auf frühere Varianten von SARS-Cov2 und nicht auf Omicron. Zu Omicron gibt es noch keine verwertbaren Erkenntnisse hinsichtlich des long-covid-Risikos

Mag sein, dass der Kollege ein wenig übertreibt.
Ehrlich gesagt hab ich's gepostet, ohne es in größeren Teilen gelesen zu haben. Sollte man nicht.

Aber von der Tendenz her halte ich die Richtung Vorsicht für richtig.
Das Virus ist und bleibt zumindest in der näheren Zukunft ein bösartiger Gegner, den man im Zweifelsfall besser nicht unterschätzt.

Lauterbach sieht's ähnlich:

"Viele denken: Omikron verläuft milder, weshalb keine Durchseuchung? Die billige Impfung… Das wäre ein grosser Fehler, viele Menschen würden schwer erkranken mit oft bleibenden Schäden. Für unsere Kinder wäre es ein absolut unverantwortbares Experiment"
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/...78815904579585

LidlRacer 07.01.2022 02:17

Delta ist (noch) nicht verschwunden, daher ist dies relevant:

Lauterbach:
"Die Studie aus SA ist wichtig. Sie zeigt, dass für Ungeimpfte die Omicron Infektion gegen nachfolgende Deltainfektion kaum schützt. Omicron taugt demnach nicht als Impfersatz. Das spielt auch bei der Debatte um die Impfpflicht eine Rolle."
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/...87446625615872

keko# 07.01.2022 08:20

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1640842)
Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant. ...

Vielleicht hat nicht jeder die Möglichkeit daheim professionell zu arbeiten? Es ist nicht lange her, da wurde es fast als ein Geschenk angesehen, wenn man mal einen Tag HomeOffice machen konnte. Was wurden da immer für Bedenken angebracht [manche durchaus berechtigt] -- die Liste kenne ich auswendig... Spielt scheinbar alles keine Rolle mehr. :-((

Matthias75 07.01.2022 08:36

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1640842)
Im Bereich des zu Erwarteten, leider auch bezüglich des bloßen Hinweisens auf die bestehende Homeofficepflicht. Weiterer Druck oder Kontrolle, gerade im Bereich größerer Arbeitgeber, ist offenbar nicht geplant.

Ich habe nicht das Gefühl, dass das Problem die großen Arbeitgeber sind. Die sind gut genug organisiert (sowohl Equipment wie auch Arbeitsabläufe inkl. Monitoring), um ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Da spielt sicher auch rein, dass man Störungen der Arbeitsabläufe und/oder schlechte Presse befürchtet hatte. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, sind eher die mittlere und kleinen Unternehmen das Problem, bei denen der Firmenpatriarch die Kontrolle über seine Mitarbeiter haben will und/oder weder das Equipment noch die Arbeitsabläufe für digitales Arbeiten vorhanden sind.

Aber wie so oft, würde ich mir auch zum Thema Homeoffice ein bißchen mehr Augenmaß wünschen. Ich arbeite in einer Abteilung mit fast ausschließlich Einzelbüros. Der Kontakt mit den wenigen Kollegen, die ins Büro kommen (maximal 5-10 von 40, alle geimpft, wer möglich schon dreifach), beschränkt sich auf kurze Begegnungen im Gang oder Gespräche, bei denen der Kollege in der Tür steht und ich ausreichend weit weg von der Tür (2-3m) sitze, bei geöffnetem Fenster. Selbst innerhalb eines Büros ist es problemlos möglich, 2m Abstand zu halten, was auch in der Regel eingehalten wird. Das ist eine vollkommen andere Situation wie z.B. in einem Großraumbüro. Dementsprechend schätze ich das Risiko auf der Arbeit deutlich geringer ein als z.B. beim Einkaufen. Warum das noch weiter einschränken?

M.

Thomas W. 07.01.2022 09:31

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1640851)
Aber von der Tendenz her halte ich die Richtung Vorsicht für richtig.
[/url]

Ach :)

NiklasD 07.01.2022 10:03

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1640860)
Ich habe nicht das Gefühl, dass das Problem die großen Arbeitgeber sind. Die sind gut genug organisiert (sowohl Equipment wie auch Arbeitsabläufe inkl. Monitoring), um ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Da spielt sicher auch rein, dass man Störungen der Arbeitsabläufe und/oder schlechte Presse befürchtet hatte. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, sind eher die mittlere und kleinen Unternehmen das Problem, bei denen der Firmenpatriarch die Kontrolle über seine Mitarbeiter haben will und/oder weder das Equipment noch die Arbeitsabläufe für digitales Arbeiten vorhanden sind.


Kann ich aus eigener Erfahrung auch berichten. Bei mir im größeren Konzern wurde ziemlich schnell wieder auf komplett Home-Office umgeschwenkt. Und auch deutlich gemacht, dass Zugang zu den Büros nur noch über einen großen Haupteingang möglich ist. Zudem kommt man nur rein, wenn der Abteilungsleiter das vorab genehmigt. Dagegen ist die Umsetzung in manch anderem kleineren Unternehmen im Freundeskreis doch eher ausbaufähig. Bei meiner Freundin muss das Büro tatsächlich jeden Tag mit mind. 1 Person besetzt sein, falls mal was ist und für die Post. (Bemerkung: Ihre Abteilung hat in 5 Jahren nicht einen Brief erhalten, der nicht vorab schon per Mail reinkam).

Und ein großes Problem ist der Staat selbst. Wenn ich überlege, dass mein Cousin beim Finanzamt nach 2 Jahren Pandemie immer noch keinen Laptop hat und deshalb nicht aus dem Home-Office arbeiten kann, dann fasse ich mir an den Kopf...

dasgehtschneller 07.01.2022 11:29

Hier in der Schweiz herrscht seit Weihnachten wieder Home Office Pflicht

Gleichzeitig hat bei uns in der Firma die Kantine wieder aufgemacht nachdem sie jetzt mehr oder weniger 1.5 Jahre geschlossen war :confused:

Wird wohl damit zusammenhängen dass die Kurzarbeitsentschädigung für unseren Koch ausgelaufen ist :Lachanfall:


Ich halte mich auf jeden Fall an die Empfehlung. Die Schweiz hat grad gleich viele Fälle wie Deutschland bei einem Zehntel der Bevölkerung und der Booster hält auch nicht so recht was er verspricht.
Meine Schwester hat es grade trotz Booster erwischt obwohl sie immer sehr vorsichtig ist.

welfe 07.01.2022 13:02

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1640874)

Und ein großes Problem ist der Staat selbst. Wenn ich überlege, dass mein Cousin beim Finanzamt nach 2 Jahren Pandemie immer noch keinen Laptop hat und deshalb nicht aus dem Home-Office arbeiten kann, dann fasse ich mir an den Kopf...

Wir Lehrer mussten auch ins Homeoffice ohne Geräte. Wir zumindest haben bis heute keine. :Cheese:

NiklasD 07.01.2022 14:31

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1640935)
Wir Lehrer mussten auch ins Homeoffice ohne Geräte. Wir zumindest haben bis heute keine. :Cheese:

Kein Gerät zu haben ist ja auch kein generelles Hindernis. Gibt ja auch Software Lösungen, um sich mobil auf die Server schalten zu können.

Nur sollte man irgendeine Infrastruktur schaffen, um das zu ermöglichen. Dass das in 2 Jahren Pandemie in vielen staatlichen Insitutionen (wo Home-Office von den Aufgaben möglich wäre) noch nicht passiert ist, ist für mich ein Armutszeugnis.

sabine-g 07.01.2022 14:39

Meine Hardware ( Notebook ) steht in der Firma.
Ich kenne keinen berufstätigen Menschen, der einen homeofficetauglichen Beruf ausübt, der keinen eigenen Computer benutzt.

Ein VPN sollte niemand wirklich benötigen, ein VPN transportiert alle Viren in alle Richtungen ( von der Firma nach Hause oder vom zu Hause in die Firma), ein VPN kostet für viele Mitarbeiter viel zu viel Bandbreite, so dass die Internet Anbindungen der Firma sehr überlastet ist und das Arbeiten nicht mehr möglich ist.
RDP Verbindungen haben diese Probleme nicht und man kann sich mit dem eigenen PC schnell und unkompliziert auf die Hardware in der Firma verbinden.
Jeder mittelmäßig talentierte Admin sollte ein RDP Gateway auf die Beine stellen können.
Falls nicht: Ich mach es. Für Freunde und Bekannte nehme ich nur 40€/h (brutto=netto) :Cheese:

Matthias75 07.01.2022 14:57

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1640956)
Meine Hardware ( Notebook ) steht in der Firma.
Ich kenne keinen berufstätigen Menschen, der einen homeofficetauglichen Beruf ausübt, der keinen eigenen Computer benutzt.

Ich kenne andersrum kaum einen, der seinem Arbeitgeber seinen Privatrechner zur Verfügung stellen muss. Da hat jeder ein Notebook vom Arbeitgeber. Zum Teil wird auch doppelte Hardware (Dockingstation, Monitor etc.) für zu Hause zur Verfügung gestellt.

Da Hauptproblem dürfte aber bei vielen Arbeitgebern der Vorgesetzte oder die Unternehmensleitung sein. Viele vorgesetzte wollen das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr Personal zu haben. Zumindest wird in Gesprächen relativ häufig das Argument des Chefs angeführt, dass dieser nicht weiß, was die Mitarbeiter zu Hause tun, auch bei Berufen, bei denen eine Kontrolle der Arbeitsleistung verhältnismäßig einfach ist, z.B. über das geleistete Arbeitspensum (abgearbeitete Fälle, Akten oder Projekte, Stunden/Projekt etc.).

Da fehlt häufig einfach das Vertrauen in die Mitarbeiter und die Fähigkeit oder der Wille, sich an ein neues digitales Arbeitsumfeld anzupassen.

M.

sybenwurz 07.01.2022 15:07

Ich hab schon alleine der Konsequenz wegen meinen Rechner aus der Firma mit heim genommen.
Hat sich seit mittlerweile fast zwo Jahren so bewährt...:Cheese:

Was die immer noch abgängige Infrastruktur anbelangt, hätten wohl ein paar mehr (beispielsweise) Lehrer mit den Schultern zucken und 'tut mir leid' sagen müssen.

sabine-g 07.01.2022 15:15

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1640960)
Ich kenne andersrum kaum einen, der seinem Arbeitgeber seinen Privatrechner zur Verfügung stellen muss. Da hat jeder ein Notebook vom Arbeitgeber. Zum Teil wird auch doppelte Hardware (Dockingstation, Monitor etc.) für zu Hause zur Verfügung gestellt.

Bei uns wird der private Computer für die Verbindung in die Firma genutzt.
ist zumindest mein Kenntnisstand, kann sein dass es Fälle gibt wo extra Hardware zur Verfügung gestellt wird.
Ich will die Hardware aber gar nicht haben, privat hab ich ein Notebook und daran angeschlossen - als 2. Bildschirm - ein 34" Monitor, Standard von der Firma sind zwei 24" Monitore mit 1920x1080, das ist Mäusekino.

dasgehtschneller 07.01.2022 15:19

So ähnlich läuft es bei uns auch.
Der Rechner auf dem alles installiert ist, steht in der Firma und von zuhause aus logge ich mich nur noch per Remote Desktop darauf ein.
Dafür muss der Heim Rechner auch nicht besonders schnell, gut oder speziell gesichert sein da nur das Bild zu mir übertragen wird.
In der Realität hab ich zuhause den besseren Rechner und vor allem die grösseren Bildschirme, es geht notfalls aber auch mal von unterwegs vom Notebook aus solange ich eine Internet Verbindung habe.

Nachteil ist dass er rund um die Uhr laufen muss und wenn er mal abstürzt dass er nur noch durch einen Netzschalter neu zu starten ist muss ich irgendjemanden in der Firma finden der ihn neu startet.
Dafür ist es ein Firmenrechner, die IT kann den so einrichten und warten wie sie will.

keko# 07.01.2022 15:24

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1640956)
Meine Hardware ( Notebook ) steht in der Firma.
Ich kenne keinen berufstätigen Menschen, der einen homeofficetauglichen Beruf ausübt, der keinen eigenen Computer benutzt.

Ein VPN sollte niemand wirklich benötigen, ein VPN transportiert alle Viren in alle Richtungen ( von der Firma nach Hause oder vom zu Hause in die Firma), ein VPN kostet für viele Mitarbeiter viel zu viel Bandbreite, so dass die Internet Anbindungen der Firma sehr überlastet ist und das Arbeiten nicht mehr möglich ist.
RDP Verbindungen haben diese Probleme nicht und man kann sich mit dem eigenen PC schnell und unkompliziert auf die Hardware in der Firma verbinden.
Jeder mittelmäßig talentierte Admin sollte ein RDP Gateway auf die Beine stellen können.
Falls nicht: Ich mach es. Für Freunde und Bekannte nehme ich nur 40€/h (brutto=netto) :Cheese:

Ich brauch nicht mal eine VPN. RDP, gibt´s das immer noch?? Was ich hier lese erschüttert mich [Rechner in der Firma muss laufen]... :Cheese:
Alle meine Sachen liegen in irgendwelchen Clouds. Brauche nur eine Internetverbindung, ein internetfähiges Endgerät und 2 gute Bildschrime.

noam 07.01.2022 15:28

https://www.spiegel.de/politik/deuts...d-9261b77d9f9e


Ist eigentlich mittlerweile irgendwie hinlänglich belegt, dass die Gastronomie ein Pandemietreiber ist, bzw. dort unverhältnismäßig viele Infektionen geschehen?


Ist ja der Wahnsinn, dass die Gastronomie (mal wieder) die gelackmeierten der Maßnahmen sind.

sabine-g 07.01.2022 15:45

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1640971)
Was ich hier lese erschüttert mich [Rechner in der Firma muss laufen].
Alle meine Sachen liegen in irgendwelchen Clouds.

ich arbeite in einem Gewerbe, da ist ne Cloud tabu

noam 07.01.2022 15:47

Hab ich schon gesagt, dass ich große Hochachtung vor den Australischen Behörden habe. Schön, dass dort wohl doch keine Sonderregeln für Prominente, die sich selbst für eine Art Jesus halten, gelten

NBer 07.01.2022 15:48

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640973)
.....Ist ja der Wahnsinn, dass die Gastronomie (mal wieder) die gelackmeierten der Maßnahmen sind.

Naja, es gibt ja auch die Alternative Komplettlockdown, dann ist erst recht Essig.
Hier bei uns in MV gilt 2G+ schon seit gut einem Monat in der Gastronomie. Meine Stammkneipe ist auch damit ganz gut besucht. Die Geimpften mit Boosterung brauchen gar nichts weiter, für die ohne Boosterung und aktuellen Test stellt der Kneiper einen Schnelltest im Vorraum. Der Betrieb ist natürlich nicht wie normal, aber auch weit entfernt von Katastrophe.

LidlRacer 07.01.2022 15:49

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640973)
https://www.spiegel.de/politik/deuts...d-9261b77d9f9e


Ist eigentlich mittlerweile irgendwie hinlänglich belegt, dass die Gastronomie ein Pandemietreiber ist, bzw. dort unverhältnismäßig viele Infektionen geschehen?


Ist ja der Wahnsinn, dass die Gastronomie (mal wieder) die gelackmeierten der Maßnahmen sind.

Ich halte es für selbstverständlich, dass in der Gastronomie viele Infektionen stattfinden.

- keine Masken
- stundenlanges dichtes Zusammensein mit vielen Menschen
- lautes Sprechen und Lachen
- oftmals Treffen mit Menschen, die man sonst kaum trifft
- oftmals unzureichende Kontrollen
- Abstände zu anderen Tischen unzureichend (wäre bei Omikron wahrscheinlich auch kaum möglich - siehe den gestern bekannt gewordenen Flugzeug-Fall! Inzwischen sind dort praktisch alle Insassen positiv! https://twitter.com/CNNnews18/status...35751888674818)
- ...

Voldi 07.01.2022 15:52

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640973)

Ist ja der Wahnsinn, dass die Gastronomie (mal wieder) die gelackmeierten der Maßnahmen sind.

Also hier in BaWü gilt diese Regelung schon eine ganze Weile. Trotzdem ist die Gastronomie nach wie vor gut besucht. Also deutlich besser als die komplette Schließung (bis auf to-go) im letzten Winter.

Matthias75 07.01.2022 15:58

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1640967)
Bei uns wird der private Computer für die Verbindung in die Firma genutzt.

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1640969)
So ähnlich läuft es bei uns auch.

In vielen Bereiche dürfte es einfacher sein, dem Mitarbeiter einen fertig konfigurierten Rechner zur Verfügung zu stellen, als ihm zu erklären, wie er seinen Heimrechner konfigurieren soll. Zudem haben viele zu Hause vermutlich nicht die nötige Hardware.

Die fehlende Hardware für Homeoffice ist aber aus meiner Sicht sowieso nur ein Symptom dafür, dass viele Chefs Homeoffice/Mobile nicht wollen bzw. sich sehr schwer damit tun. Nach zwei Jahren Pandemie dürfte vielen Vorgesetzten zwar mittlerweile die Argumentationsgrundlage fehlen, alle Mitarbeiter wieder ins Büro zu holen, viele werden es trotzdem wieder versuchen. Wird hier aber langsam OT.

M.

noam 07.01.2022 16:13

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1640980)
Ich halte es für selbstverständlich, dass in der Gastronomie viele Infektionen stattfinden.

- keine Masken
- stundenlanges dichtes Zusammensein mit vielen Menschen
- lautes Sprechen und Lachen
- oftmals Treffen mit Menschen, die man sonst kaum trifft
- oftmals unzureichende Kontrollen
- Abstände zu anderen Tischen unzureichend (wäre bei Omikron wahrscheinlich auch kaum möglich - siehe den gestern bekannt gewordenen Flugzeug-Fall! Inzwischen sind dort praktisch alle Insassen positiv! https://twitter.com/CNNnews18/status...35751888674818)
- ...

Logisch erscheint es mir auch, nur sollte Maßnahmen doch mittlerweile einfach empirisch gestützt sein. Nicht dass wieder ein VG kommt und eine Maßnahme kippt, weil ihre Geeignetheit (im Sinne der zu prüfenden Verhältnismäßigkeit) nicht ausreichend belegt werden kann.

Ich denke einfach, dass man damit den Zulauf zu den "Spaziergängen", die diese zur Zeit überall erfahren, deutlich zügeln könnte, wenn man einfach mal anfangen würde, politische Entscheidungen nicht mit "es ist sehr wahrscheinlich" zu begründen, sondern mit "Studie XY belegt, dass" entsprechende Situation zu erhöhten Übertragungen führen.



Ich sehe eben derzeit eine bedenkliche Entwicklung. Anfangs hat sich das Spazierengehen ja auch ein paar in Sachsen beschränkt. Nun gibts das nahezu in jedem Dorf. Die wirren tauschen sich bei Telegram aus, teilen dort die krudesten Theorien, wo jeder mit mehr Hirn als ein Sandkorn nurnoch den Kopf schütteln kann. Dennoch werden es von Tag zu Tag (ja hier wird jeden Tag an einem anderen Ort spaziert) mehr, die sich finden. Und das hier im beschaulichen Ostfriesland.

Ich halte es auch für falsch hier staatlicherseits Appeasementpolitik zu betreiben. Hier wird das Versammlungsrecht mit Füßen getreten und wir gucken schön artig zu, weil das Publikum ja "nur" aus dem augenscheinlich bürgerlichen Spektrum kommt. Spannend wird es, wenn sich andere (die nicht für ihre Friedfertigtkeit und Staats, bzw. Rechtstreue bekannt sind) plötzlich dazu berufen fühlen Gegendemonstrationen zu starten.

NBer 07.01.2022 16:24

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640985)
.....wenn man einfach mal anfangen würde, politische Entscheidungen nicht mit "es ist sehr wahrscheinlich" zu begründen, sondern mit "Studie XY belegt, dass" entsprechende Situation zu erhöhten Übertragungen führen.....

Jede seriöse Statistik/Studie bestätigt, dass Impfungen besser vor schweren Verläufen schützen, als keine Impfungen. Interessiert auf den Demonstrationen nur niemanden. Da wird sich dann lieber an Einzelfällen hochgezogen.

keko# 07.01.2022 16:30

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1640986)
Jede seriöse Statistik/Studie bestätigt, dass Impfungen besser vor schweren Verläufen schützen, als keine Impfungen. Interessiert auf den Demonstrationen nur niemanden. Da wird sich dann lieber an Einzelfällen hochgezogen.

Möglicherweise geht es nicht allen Demonstranten um Angst vor der Spritze/Impfung. Es soll vollständig Geimpfte geben, die demonstrieren.
Ich war vor ein paar Jahren in Stuttgart häufig auf S21-Demos friedlich mitgelaufen, obwohl ich grundsätzlich nichts gegen neue Bahnhöfe hatte. So ging es einigen, die dort mitliefen.

NBer 07.01.2022 16:33

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1640988)
Möglicherweise geht es nicht allen Demonstranten um Angst vor der Spritze/Impfung. ......

Na garantiert sogar nicht. Ich habe letztens irgendwo gelesen, der kleinste gemeinsame Nenner der Demonstranten ist "Unzufriedenheit". Ich denke das trifft es ganz gut. Wobei eben jeder mit etwas anderem unzufrieden sein kann.
Mein Beitrag war nur ein Beispiel, dass auch eine Argumentation mit Studien heutzutage seine Grenzen hat, wenn es der Gegenseite eher um Glauben geht.

keko# 07.01.2022 16:44

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1640989)
Na garantiert sogar nicht. Ich habe letztens irgendwo gelesen, der kleinste gemeinsame Nenner der Demonstranten ist "Unzufriedenheit". Ich denke das trifft es ganz gut. Wobei eben jeder mit etwas anderem unzufrieden sein kann.

Oft geht es um persönliche Ängste, z.b.
- Angst vor Corona als Krankheit
- Existenzängste (wg. Coronamaßnahmen)
- Angst vor Überwachung (Tracking/Tracingtools)

Ich persönlich würde den 2. Punkt am höchsten priorisieren für mich. Eine ältere Person mit sicherer und guter Rente vielleicht den 1. Punkt und sonst nichts (völlig legitim!)

So kann es dann eben sein, das wir uns gar nicht verstehen und uns ratlos gegenüberstehen, sogar wild streiten.

Ich vermisse aus der Politik nach wie vor integrierende Kräfte. Was Macron von sich gab, spricht genau für das Gegenteil.

:Blumen:

tuben 07.01.2022 17:05

Bei vielen "Mitlaufenden" mit denen ich gesprochen habe stellte sich nach einiger Gesprächszeit heraus, dass irgendetwas in ihrem Leben anders gelaufen ist, als sie es sich vorgestellt hatten.
Das ist sehr oft eine ganz private, manchmal eine soziale und oft eine berufliche Schieflage für die sie keine Lösung sehen, was aber schlimmer zu sein scheint, wofür sie keine Möglichkeit des Austausches sehen.
Das führt bei vielen Menschen zu dem Gefühl, allein und zu der Sehnsucht oder dem Drang, nicht ausgeschlossen zu sein, irgendwo dazu zu gehören.
Viele Mitlaufende finden so eine Gruppe und können ihre Unzufriedenheit artikulieren.
Sie finden einen gemeinsames Feindbild und kompensieren so ihr eigentliches Dilemma. Weil diese Ersatzhandlung die Ursache ihrer Frustration aber nicht beseitigt, muss die Droge härter werden und die Mitlaufenden werden radikaler.
Wie kann man das auflösen ?
Demonstartionsrecht durchsetzen ? Natürlich.
Auflagen durchsetzen ? Natürlich.
Bei manchen Mitlaufenden ist nämlich sehr schnell festzustellen, dass sie nur Mitläufer ohne wirklichen Grund und ohne Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen sind.
Oft ist es für Demotouristen schon das Ordnungsgeld für Falschparken oder das Bussgeld für zu schnelles Fahren auf dem Nachhauseweg, was sie abschreckt.
Aber das Grundproblem löst das ja auch nicht.

sybenwurz 07.01.2022 17:06

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1640985)
Spannend wird es, wenn sich andere (die nicht für ihre Friedfertigtkeit und Staats, bzw. Rechtstreue bekannt sind) plötzlich dazu berufen fühlen Gegendemonstrationen zu starten.

Das würde ich so eher nicht formulieren. Solange sich in der Masse der Bevölkerung die Auffassung breit macht, man lasse die Querköppe einfach marschieren und unternehme nichts dagegen, erscheint es dort irgendwann als Bürgerpflicht, eben da-gegen auf die Strasse zu gehen.
Dies wird dann ebenso wie hinsichtlich Querschlägern von rechts eben von links unterwandert.

Wobei ich irgendwo vor kurzem gelesen habe, die Polizei ginge in erster Linie deswegen gezielter gegen linke Demonstranten vor, weil deren Verhalten (und Agressionsbereitschaft) im Gegensatz zu den Spielchen der Querdenker und Rechtsaussen einschlägig bekannt und Gegenmassnahmen dazu definiert seien.
Kann man sicherlich so stehnlassen, oder das Spektrum der Bürgerlichen und Linken daheim aufm Sofa arretieren, indem man endlich in Sachen Reaktion auf Rechts/Quer mal in die Puschen kommt und somit den Grund für Gegendemos eliminiert.
Erschiene mir aufn ersten Blick auch geeignet, sich nicht selbst mehr 'Arbeit' als nötig zu machen.

Tobi F. 07.01.2022 18:11

vielen Dank tuben, für Deinen Beitrag.
Ich finde das einen sehr schönen Einblick, in die verschiedenen Gründe für die Spaziergänger.

Es klingt für mich absolut schlüssig, dass eigentlich Corona gar nicht die Angst ist.
Mein Bauchgefühl hat mir immer gesagt, die wenigsten die dort demonstrieren sind wirklich am Abgrund der eigenen Existenz.

Das dies nun ein Sammelbecken für alle Arten von Unzufriedenheit ist, und Corona als Ventil herhält klingt sehr logisch.

Ich bin gespannt (und leicht besorgt), wie sich das weiter entwickelt.
Und wie sich das am Ende wieder zu einer Normalität entwickeln kann.

Was passiert mit den Unzufriedenen, die heute gegen Corona auf die Straße gehen,
und 2023 ist die Pandemie vorbei ?
Die vielfältigen Gründe sind ja dann meist immer noch vorhanden.

welfe 07.01.2022 21:46

Zitat:

Zitat von Voldi (Beitrag 1640981)
Also hier in BaWü gilt diese Regelung schon eine ganze Weile. Trotzdem ist die Gastronomie nach wie vor gut besucht. Also deutlich besser als die komplette Schließung (bis auf to-go) im letzten Winter.

Hier im Saarland auch. Und es ist alles rappelvoll.

merz 07.01.2022 22:50

Wird Deiner Einschätzung nach 2g+ (ggf mit dem twist von heute (?) geboostert ist wie aktuell getestet, also auch plus) dort eingehalten, oder ist es einfach nur so voll?

m.

Schlafschaf 07.01.2022 23:13

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1641019)
Wird Deiner Einschätzung nach 2g+ (ggf mit dem twist von heute (?) geboostert ist wie aktuell getestet, also auch plus) dort eingehalten, oder ist es einfach nur so voll?

m.

War gerade am Mittwoch mit den Kumpels in der Kneipe. Vor einigen Wochen hat sich dort noch niemand für Test oder Maske oder irgendwas interessiert.
Nun musste ich mich plötzlich vor der Tür testen lassen und draußen warten, weil ich das Boostern noch nicht auf dem Handy eingetragen hatte. Ich fands gut, andere scheinbar auch. Die Kneipe war richtig gut besucht.

sabine-g 07.01.2022 23:23

Ich geh seit Mitte Dezember nirgends mehr hin bzw. rein.

TRIPI 08.01.2022 02:27

Ich lese andauernd, dass vor allem bei Geimpften Schnelltests Omikron eh nicht erkennen. Dann macht 2G+ ja nur bedingt Sinn. Naja, wenigstens erhöht es den Impfdruck.

Thomas W. 08.01.2022 07:58

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1641023)
Ich lese andauernd, dass vor allem bei Geimpften Schnelltests Omikron eh nicht erkennen. Dann macht 2G+ ja nur bedingt Sinn. Naja, wenigstens erhöht es den Impfdruck.

Das finde ich unlogisch .
Anhand der massiv steigenden Fallzahlen europaweit erkennt man ja recht einfach , dass offensichtlich unfassbar viele Tests positiv ausfallen - also Omikron als hauptverantwortliche Variante für eben diese hohen Fallzahlen , erkannt wird .
Dann noch prüfen, dass viele der nun positiv Getesteten zweifach geimpfte sind deren zweite Impfung länger herliegt. Voila .

Der Umkehrschluss Deiner Behauptung lässt sich also durch einfaches Wollen ohne elitäre genetische Veranlagung herleiten und somit Deine gehörte Annahme enPassant ( nachträglich eingefügt um mich schlau klingen zu lassen )widerlegen.

Waiting für the sun ansonsten . Das Krytonit jeder Corona Mutation ;)
Ich denke als einziges Mittel gegen unser Aller Aussterben ( Zitat Lidl Maus)kann nur eine massive Erderwärmung herhalten. Das lässt sich denke ich auch gut bei den jetzt schon Demonstrierenden einpflanzen .

pepusalt 08.01.2022 11:29

Gibt es QAnon Anhänger unter uns?

https://www.spiegel.de/panorama/leut...a-0d2786786c07


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