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Nepumuk 14.01.2021 16:00

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578052)
K Passt eigentlich zu meiner Privatprognose, dass wir in der Breite in Zukunft sowieso weniger Bildung brauchen werden, da die beruflichen Tätigkeiten für die allermeisten primitiver ausfallen werden.

Wie kommst du darauf? Der Trend geht die letzten Jahrzehnten genau in die andere Richtung. Die neuen Jobs erfordern immer mehr Wissen und Bildung. Einfache Tätigkeiten werden seit Jahrzehnten automatisiert und verschwinden. Ich sehe keinen Grund, warum sich das umkehren sollte.

deralexxx 14.01.2021 16:08

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1578063)
Und wohin soll das Kind denn außer zu Hause sitzen? Spazieren gehen als kindgerechte Beschäftigung? Ohne regelmäßigem Kontakt zu anderen Kindern ist es keine Kindheit.

Schwarz weiß denken.
Sorry aber wem mit dem Kind nix anderes einfällt abseits Spazieren gehen oder zuhause "eingesperrt sein" der soll es bitte nicht auf Corona schieben.

Wie wäre es mit
- Fahrrad fahren
- Ball spielen
- Spielplätze
- Schneemann vor der Tür bauen
- mit Kreide auf der Straße malen
- mit den sportlichen Eltern Sport machen gehen
...

Jetzt kommt "x kann ich nicht weil"... Sonst ist doch auch genug Kreativität da um zu erörtern warum dieses nicht funktioniert und das blöd ist und es ja so besser wäre.

Ich sage nicht das Kinder nicht drunter leiden, aber das Kinder zuhause eingesperrt sind, ist einfach fern jeder Realität.

qbz 14.01.2021 16:13

Zitat:

Zitat von ironlollo (Beitrag 1578056)
Ich würde mein Kind gerne aus der Kita nehmen. Aber mein Arbeitgeber meint, dass ich systemrelevant bin (was ich anders sehe) und bietet mir keine Möglichkeit von Homeoffice an. Erstens fehlen die technischen Mittel, zweitens arbeite ich noch mit Papierakten (meine 150 Akten kann ich schlecht mit nach Hause nehmen) und drittens steigt uns der Datenschützer aufs Dach.

Das ist leider die Realität: Der Berliner Verwaltung fehlt jede Homeoffice-Strategie

Ich kannte die Berliner IT-Situation / Bürokratie nur zu gut von innen auf allen Ebenen. Ich habe mehr als 40 Jahre beim Jugendamt gearbeitet und speziell für unsere Familienberatungsstelle gemeinsam mit einem befreundeten Informatiker schon 1998 eine komplette Intranetserveranwendung (quasi wie Internetbanking) als Open Source, mit elektronischer Aktenführung, kompatibel für alle OS in der Freizeit als Hobby entwickelt und sie tatsächlich durch die Bewilligung beim örtlichen und zentralen Personalrat und Datenschutz sowie koordinierenden IT-Stellen gebracht. Die Anwendung hat bisher 22 Jahre mit Updates und Aktualisierung in der Praxis überlebt und mehrere Bezirke und ein paar Stellen / Städte aus anderen Bundesländern verwenden sie. Die anderen Bezirke wollten damals lieber eine systemabhängige Windowsdesktopdatenbank bis heute. :Lachen2: Heute wäre sicher statt der vielen Maßanzüge (Fachanwendungen) ein Baukastensystem für das ganze Jugendamt oder sogar der Verwaltung effizienter.

Aber Ontopic: Kolleginnen erzählten mir, dass sie im Lockdown schon vermehrt Telefoneinzelberatungen durchführen. Aber oft geht es um die Beratung von Paaren und Familien, das lässt sich dann kaum ohne Face-to-Face Kontakt bewerkstelligen.

Für das Homeoffice der Verwaltung sind bis heute keine allgemein verfügbaren, etablierten, sicheren Lösungen für ungefährdete Connections ins Verwaltungsintranet vom Internet aus etabliert worden bzw. nur eine recht begrenzte Anzahl nach dem verlinkten Tagesspiegelbericht. Das Amtsgericht war ja mal monatelang durch einen Virus lahmgelegt. (Und das Einlesen eines externen Datenträgers, von zuhause z.b., ins Intranet erfordert seinen "Amtsweg".).

Schwarzfahrer 14.01.2021 16:33

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578068)
Schwarz weiß denken.
Sorry aber wem mit dem Kind nix anderes einfällt abseits Spazieren gehen oder zuhause "eingesperrt sein" der soll es bitte nicht auf Corona schieben.
...
Ich sage nicht das Kinder nicht drunter leiden, aber das Kinder zuhause eingesperrt sind, ist einfach fern jeder Realität.

Für welches Kind ist es erfüllend, alle Freizeitbeschäftigung mit den Eltern zu machen? Natürlich kann man all das, aber je älter ein Kind wird, desto weniger will und soll es seine ganze Freizeit mit den Eltern verbringen. Auch wenn das Kind im Wortsinne
nicht eingesperrt ist, der Effekt ist kaum anders, als der erzieherisch so gerne zitierte Hausarrest - was ja auch primär auf Kontaktverbot mit Gleichaltrigen zielt.

keko# 14.01.2021 16:54

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1578065)
Wie kommst du darauf? Der Trend geht die letzten Jahrzehnten genau in die andere Richtung. Die neuen Jobs erfordern immer mehr Wissen und Bildung. Einfache Tätigkeiten werden seit Jahrzehnten automatisiert und verschwinden. Ich sehe keinen Grund, warum sich das umkehren sollte.

Ja, da hast du recht. Auf der einen Seite werden immer mehr hochqualifzierte Wissensarbeiter benötigt, auf der anderen Seite fallen immer mit Jobs aus dem mittleren Wissensbereich weg. Das liegt daran, dass wir immer mehr Datenspuren hinterlassen, die von Algorithmen genutzt werden können. Beispiel habe ich genannt, dass z.B. irgendwann keine Abstimmungen mehr nötig sind, da Big Data dies in Echzeit erledigt. Oder dass deine ärztliche Progonose von einem Roboter kommt, der dich besser kennt als jeder Hausarzt. Zweiter Grund ist der, dass Rechenmaschinen immer leistungsfähiger werden. Um z.B. aus deinem Benutzerbild dutzende Variationen zu erstellen, um dich an andere Stelle in einer anderen Position in Echtzeit wieder zu erkennen, reicht ein Minirechner im Taschenformat für ein paar Euro. Beides also, die Daten + Algorithmen und die leistungsfähige (billige) Hardware, wird meiner Meinung nach dazu führen.

deralexxx 14.01.2021 17:02

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1578070)
Für welches Kind ist es erfüllend, alle Freizeitbeschäftigung mit den Eltern zu machen? Natürlich kann man all das, aber je älter ein Kind wird, desto weniger will und soll es seine ganze Freizeit mit den Eltern verbringen. Auch wenn das Kind im Wortsinne
nicht eingesperrt ist, der Effekt ist kaum anders, als der erzieherisch so gerne zitierte Hausarrest - was ja auch primär auf Kontaktverbot mit Gleichaltrigen zielt.

Exakt, es ging mir nur um die Feststellung das Kinder eben nicht eingesperrt sind (eingesperrt werden müssen).

Seyan 14.01.2021 17:07

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578046)
Dann sperr halt den Nachwuchs nicht zuhause ein, musst du auch nicht und hat auch keiner gesagt das du das sollst. Oder soll der Post einfach provozieren?

Also, mit nicht ganz 1,5 Jahren kann er nirgends allein hin, mal davon abgesehen, dass andere Eltern wegen Corona auch vorsichtig sind. Andere Eltern, die sich vll treffen würden, haben nähere Kontakte, mit denen sie die fixe Kontakterlaubnis nutzen wollen. Neue Kontakte knüpft man aktuell nicht. Kurse wie Kleinkindturnen oder Babyschwimmen dürfen nicht stattfinden.

Nun erkläre mir, wie er ein Sozialverhalten abseits der Eltern und minimal Großeltern erlernen soll. Ich bin gespannt.

Wir gehen täglich mit ihm spazieren, aber das ersetzt doch kein Spielen mit Gleichaltrigen. Ich seh es kommen, sofern wir nen KiTa-Platz kriegen, wird er leider extrem introvertiert sein :(

Seyan 14.01.2021 17:08

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578075)
Exakt, es ging mir nur um die Feststellung das Kinder eben nicht eingesperrt sind (eingesperrt werden müssen).

Ach so, du hängst dich nur an der offenkundigen Übertreibung auf? Okay!

Pascal 14.01.2021 17:31

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1578076)
Also, mit nicht ganz 1,5 Jahren kann er nirgends allein hin, mal davon abgesehen, dass andere Eltern wegen Corona auch vorsichtig sind. Andere Eltern, die sich vll treffen würden, haben nähere Kontakte, mit denen sie die fixe Kontakterlaubnis nutzen wollen. Neue Kontakte knüpft man aktuell nicht. Kurse wie Kleinkindturnen oder Babyschwimmen dürfen nicht stattfinden.

Nun erkläre mir, wie er ein Sozialverhalten abseits der Eltern und minimal Großeltern erlernen soll. Ich bin gespannt.

Wir gehen täglich mit ihm spazieren, aber das ersetzt doch kein Spielen mit Gleichaltrigen. Ich seh es kommen, sofern wir nen KiTa-Platz kriegen, wird er leider extrem introvertiert sein :(

Das hast Du alles schon mehrfach hier dargelegt. Du kannst doch anderen Personen nicht vorwerfen momentan lieber keine Kontakte stattfinden zu lassen, es klingt ein wenig so, als sei ein Zirkel existent in den nur Du nicht aufgenommen wurdest.

Was mich stört ist das so getan wird, als sei diese auf ein ganzes Menschenleben gesehen kurze Zeitphase (auch wenn es entwicklungspsychologisch relevanter als bei einem 40-jährigen ist) so, dass damit das ganze Leben in die Tonne getreten wird. Kriegs- und Nachkriegskinder wären nach heutigen Maßstäben alle traumatisiert und mit Burn-Out Symptomatik behaftet. Dennoch gelang es mit kaum Infrastruktur in Schulen, Spielplätzen, Umfeld, kaputten Familienstrukturen etc. etc. aus diesen Kindern gute, kluge und gebildete Menschen zu formen (Ja, selbstverständlich gab es massenhaft traumata als Spätfolgen). Sind alle Kinder der 40er und 50er Jahre introviert und verkorkste Seelen geworden? Und was war diese Zeit im Vergleich zu diesen heutigen Zeiten?

keko# 14.01.2021 17:36

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1578063)
... Ich sehe auch solche Tendenzen, möchte aber hoffen, daß auch eine andere Zukunft möglich ist. Bildung (zumindest in dem Maße, wie es der Einzelne erreichen mag) brauche ich nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Menschsein als solches, für ein erfülltes Leben, für Selbstachtung, finde ich.

Es liegt an uns. Digitalisierung kann dafür genutzt werden, dass wir weniger arbeiten müssen und diese Zeit für soziale Zwecke genutzt werden kann. Digitalisierung kann aber auch dazu führen, dass die Gewinne von wenigen eingesackt werden und wir noch mehr für noch weniger Geld arbeiten müssen. Digitalisierung kann dafür genutzt werden, dass wir kranken Menschen irgendwann einen Chip ins Hirn pflanzen und sie weniger Schmerzen haben. Sie kann aber auch dafür genutzt werden, dass wir Menschen damit ins Gehirn schauen und ihre Gedanken lesen. Es liegt an uns, was wir draus machen! Die Technik will (noch ;-) nichts!

Voldi 14.01.2021 17:39

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1578070)
Für welches Kind ist es erfüllend, alle Freizeitbeschäftigung mit den Eltern zu machen? Natürlich kann man all das, aber je älter ein Kind wird, desto weniger will und soll es seine ganze Freizeit mit den Eltern verbringen. Auch wenn das Kind im Wortsinne
nicht eingesperrt ist, der Effekt ist kaum anders, als der erzieherisch so gerne zitierte Hausarrest - was ja auch primär auf Kontaktverbot mit Gleichaltrigen zielt.

Um ehrlich zu sein sehe ich diese Problematik nicht so sehr. Ich habe nicht im geringsten den Eindruck, dass unsere 16-jährige Tochter durch Corona 'vereinsamt'. Sie trifft sich 3 mal die Woche mit ihrer besten Freundin zum joggen, hat Abends regelmäßig Videochats mit ihren Freundinnen. Das einzige was ihr fehlt ist das Hockey spielen, aber auch hier trifft sie sich ein- bis zweimal die Woche über Zoom mit ihrer Mannschaft und sie machen gemeinsam Kraft- und Stabi-Übungen ... übrigens von den Mädels selbst initiiert, ohne zutun des Trainers. Freizeitbeschäftigung ohne Eltern findet also nach wie vor reichlich statt ... wenn halt auch derzeit zuhause statt auf dem Sportplatz oder in der Schule.

Ihre kleinere Schwester hat es da mit 7 schon etwas schwerer, aber auch sie trifft sich regelmäßig mit ihrer besten Freundin und nimmt einige Zoom Angebote unseres Sportvereins wahr ... bei denen sie sogar ein Paar Kinder wieder getroffen hat die sie ansonsten seit dem Kindi nicht mehr gesehen hat.

Ich bin also recht zuversichtlich, dass die beiden die Situation ohne ernsthafte Nachwirkungen überstehen werden ;)

Adept 14.01.2021 17:47

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578068)
Schwarz weiß denken.
Sorry aber wem mit dem Kind nix anderes einfällt abseits Spazieren gehen oder zuhause "eingesperrt sein" der soll es bitte nicht auf Corona schieben.

Wie wäre es mit
- Fahrrad fahren
- Ball spielen
- Spielplätze
- Schneemann vor der Tür bauen
- mit Kreide auf der Straße malen
- mit den sportlichen Eltern Sport machen gehen
...

Jetzt kommt "x kann ich nicht weil"... Sonst ist doch auch genug Kreativität da um zu erörtern warum dieses nicht funktioniert und das blöd ist und es ja so besser wäre.

Ich sage nicht das Kinder nicht drunter leiden, aber das Kinder zuhause eingesperrt sind, ist einfach fern jeder Realität.

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578081)
Das hast Du alles schon mehrfach hier dargelegt. Du kannst doch anderen Personen nicht vorwerfen momentan lieber keine Kontakte stattfinden zu lassen, es klingt ein wenig so, als sei ein Zirkel existent in den nur Du nicht aufgenommen wurdest.

Was mich stört ist das so getan wird, als sei diese auf ein ganzes Menschenleben gesehen kurze Zeitphase (auch wenn es entwicklungspsychologisch relevanter als bei einem 40-jährigen ist) so, dass damit das ganze Leben in die Tonne getreten wird. Kriegs- und Nachkriegskinder wären nach heutigen Maßstäben alle traumatisiert und mit Burn-Out Symptomatik behaftet. Dennoch gelang es mit kaum Infrastruktur in Schulen, Spielplätzen, Umfeld, kaputten Familienstrukturen etc. etc. aus diesen Kindern gute, kluge und gebildete Menschen zu formen (Ja, selbstverständlich gab es massenhaft traumata als Spätfolgen). Sind alle Kinder der 40er und 50er Jahre introviert und verkorkste Seelen geworden? Und was war diese Zeit im Vergleich zu diesen heutigen Zeiten?

Wer von euch beiden hat (kleine) Kinder?

Nicht, dass der Eindruck entsteht, dass hier Blinde über Farben diskutieren... :Lachen2:

Pascal 14.01.2021 17:54

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578052)
Kinder sind die großen Verlierer.

Knapp gefolgt von den Verstorbenen und den Kranken mit Langzeitfolgen.

captain hook 14.01.2021 17:55

Zitat:

Zitat von Voldi (Beitrag 1578087)
Um ehrlich zu sein sehe ich diese Problematik nicht so sehr. Ich habe nicht im geringsten den Eindruck, dass unsere 16-jährige Tochter durch Corona 'vereinsamt'. Sie trifft sich 3 mal die Woche mit ihrer besten Freundin zum joggen, hat Abends regelmäßig Videochats mit ihren Freundinnen. Das einzige was ihr fehlt ist das Hockey spielen, aber auch hier trifft sie sich ein- bis zweimal die Woche über Zoom mit ihrer Mannschaft und sie machen gemeinsam Kraft- und Stabi-Übungen ... übrigens von den Mädels selbst initiiert, ohne zutun des Trainers. Freizeitbeschäftigung ohne Eltern findet also nach wie vor reichlich statt ... wenn halt auch derzeit zuhause statt auf dem Sportplatz oder in der Schule.

Ihre kleinere Schwester hat es da mit 7 schon etwas schwerer, aber auch sie trifft sich regelmäßig mit ihrer besten Freundin und nimmt einige Zoom Angebote unseres Sportvereins wahr ... bei denen sie sogar ein Paar Kinder wieder getroffen hat die sie ansonsten seit dem Kindi nicht mehr gesehen hat.

Was allerdings die soziale Interaktion wie zB in einer Schulklasse niemals vollständig ersetzen kann. Gibt natürlich Kinder die sowas besser "vertragen", andere werden dadurch langfristig Probleme haben/bekommen.

Das Virus ist ein A***loch, das interessiert sich dafür nicht.

qbz 14.01.2021 17:57

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1578076)
Also, mit nicht ganz 1,5 Jahren kann er nirgends allein hin, mal davon abgesehen, dass andere Eltern wegen Corona auch vorsichtig sind. Andere Eltern, die sich vll treffen würden, haben nähere Kontakte, mit denen sie die fixe Kontakterlaubnis nutzen wollen. Neue Kontakte knüpft man aktuell nicht. Kurse wie Kleinkindturnen oder Babyschwimmen dürfen nicht stattfinden.

Nun erkläre mir, wie er ein Sozialverhalten abseits der Eltern und minimal Großeltern erlernen soll. Ich bin gespannt.

Wir gehen täglich mit ihm spazieren, aber das ersetzt doch kein Spielen mit Gleichaltrigen. Ich seh es kommen, sofern wir nen KiTa-Platz kriegen, wird er leider extrem introvertiert sein :(

Ich verstehe Deine Sorge um die Entwicklung Deines Sohnes wegen der Einschränkungen.

Aber gestatte mal ein Gedanke von mir dazu:
Im Alter von 1,5 Jahren scheint mir eine geschützte, sichere, vertrauensvolle, liebevolle Beziehung zu den Eltern das Allerbeste, was Ihr Eurem Sohn bieten könnt. Feste Kontakte zu anderen Kleinkindern sind demgegenüber für die Entwicklung noch eher sekundär in diesem Alter, anders ab ca. 2 - 2 1/2. Einzelkinder und die ältesten Geschwister wachsen zuerst oft noch ohne engere Beziehung zu anderen Kindern in der Familie auf, und die Krippe braucht es, weil die Eltern heute beide arbeiten. (in der DDR schon immer). Und in ein 1-2 Monaten werden diese Einschränkungen für Euren Sohn hoffentlich vorbei sein. Ich will sagen: Setzt Euch deswegen jetzt nicht so unter Druck. Euer Sohn lernt schon noch den Kontakt mit gleichaltrigen oder etwas älteren Kindern und sich von Euch für ein paar Stunden am Tag in der Krippe zu trennen, was Kinder oft mit 2-2 1/2 erfahrungsgemäß auch eher leichter schaffen als mit 1,5.

DocTom 14.01.2021 18:08

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578095)
Knapp gefolgt von den Verstorbenen und ...

Tschuldige, total empathieloser Kommentar, bekannt! Aber der allergrößte Teil der Verstorbenen hatte das durchschnittliche Lebensalter in D schon hinter sich.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Ge...g/_inhalt.html
https://de.statista.com/statistik/da...ch-geschlecht/

Das Leben ist halt eines der härtesten und endet meistens tödlich!
:Huhu:

https://www.rnd.de/gesundheit/lakrit...GRHG7JZIY.html

Gute Nachricht, Lakritze können schützen...

Voldi 14.01.2021 18:08

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1578096)
Was allerdings die soziale Interaktion wie zB in einer Schulklasse niemals vollständig ersetzen kann. Gibt natürlich Kinder die sowas besser "vertragen", andere werden dadurch langfristig Probleme haben/bekommen.

Das Virus ist ein A***loch, das interessiert sich dafür nicht.

Natürlich ist es kein 100%tiger Ersatz ... aber wenn ich sehe, dass die Große neben dem Onlineunterricht (wenn Moodle den man richtig funktioniert) noch parallel einen Whatsapp Videochat mit ihren Freudinnen in der Klasse offen hat (Ihre Aussage: Irgendwie muss man das Flüstern mit den Banknachbarn ja simulieren) mache ich mir mehr Sorge um unsere Bandbreite als darum, dass die Jugend sich nicht zu helfen weiß und vereinsamt.

Das Corona ein A***loch ist, darüber müssen wir uns nicht streiten. Aber ich persönlich habe nicht dein Eindruck, unsere Kinder leiden dermaßen unter den Einschränkungen. Jedes einzelne dadurch gerettete Menschenleben ist es wert.

deralexxx 14.01.2021 18:35

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1578091)
Wer von euch beiden hat (kleine) Kinder?

Nicht, dass der Eindruck entsteht, dass hier Blinde über Farben diskutieren... :Lachen2:

Jub, kleines Kind.

deralexxx 14.01.2021 18:38

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578095)
Knapp gefolgt von den Verstorbenen und den Kranken mit Langzeitfolgen.

Das Virus ist für alle Kacke, eine Gruppe herauszuheben die es weniger stark trifft oder die es besonders stark trifft kann man imho eigentlich gleich bleiben lassen.

Adept 14.01.2021 18:47

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1578108)
Jub, kleines Kind.

Ok. 👍

deralexxx 14.01.2021 18:47

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1578076)
Also, mit nicht ganz 1,5 Jahren kann er nirgends allein hin, mal davon abgesehen, dass andere Eltern wegen Corona auch vorsichtig sind. Andere Eltern, die sich vll treffen würden, haben nähere Kontakte, mit denen sie die fixe Kontakterlaubnis nutzen wollen. Neue Kontakte knüpft man aktuell nicht. Kurse wie Kleinkindturnen oder Babyschwimmen dürfen nicht stattfinden.

Nun erkläre mir, wie er ein Sozialverhalten abseits der Eltern und minimal Großeltern erlernen soll. Ich bin gespannt.

Wir gehen täglich mit ihm spazieren, aber das ersetzt doch kein Spielen mit Gleichaltrigen. Ich seh es kommen, sofern wir nen KiTa-Platz kriegen, wird er leider extrem introvertiert sein :(

Kann ich absolut nachvollziehen und nichts was man versuchen wird ersetzt den direkten Kontakt mit anderen gleichaltrigen Kindern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das z.b. Aufhängen von Fotos in Reichweite des Kindes z.b. Magnetwand, Videocalls um mit anderen Eltern und Kindern oder den Großeltern (wenn man das Glück hat) zu "spielen", "singen" oder vorlesen eine nette Abwechslung sind.

Ich geb die Hoffnung nicht auf, dass gerade die kleinen hinterher total schnell sich wieder an die neuen Situationen anpassen und toben spielen und faxen machen als hätte es die Corona Zeit nie gegeben.

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1578077)
Ach so, du hängst dich nur an der offenkundigen Übertreibung auf? Okay!

Ja sorry, hat sich hier mittlerweile so eingeschlichen das jeder jedes Wort des anderen auf die Goldwaage legt, manche offenkundigen Übertreibungen werden vllt auch mal mit der Absicht fallen gelassen um wieder eine Seite Für und Wieder zu füllen bevor gesagt wird "ja so wars doch garnicht gemeint".

:Blumen:

Roini 14.01.2021 19:01

Meine Tochter ist jetzt ein gutes Jahr alt.
Regelmäßige Kontakte zu gleichaltrigen haben außer im Sommer in der Krabbelgruppe kaum stattgefunden.
Der Sohn unserer "Betreuungsfamilie" ist schon fast 3 und deshalb auch nicht der ideale Spielkamerad.
Da meine Frau im Homeoffice und ich selbst seit März hauptsächlich im Homeoffice arbeite bekommen wir sie aber ganz gut bespaßt.
Und zum Thema rodeln: wir waren heute Nachmittag zwei Stunden mit dem Schlitten unterwegs. Freie Parkplätze und kaum Leute unterwegs. Man muss den Rodeltrip ja nicht unbedingt am Wochenende machen...

Von introvertiert ist bei meiner Tochter mal so gar nichts zu sehen :Cheese:

Ich bin einfach der Meinung, man sollte sich da jetzt als Eltern nicht so den riesen Kopf drum machen.
Gute Laune bei den Eltern wirkt sich definitiv positiv auf die Laune der Kleinen aus :Blumen:

keko# 14.01.2021 20:14

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578095)
Knapp gefolgt von den Verstorbenen und den Kranken mit Langzeitfolgen.

Wenn denn also die Verstorbenen der Gradmesser sind (darauf spielst du [nicht unberechtigterweise] vermutlich an - selbstverständlich kann man das so sehen), warum macht man dann keinen Lockdown? Oder andersrum: sind dann hunderte Verstorbene täglich seit Wochen nicht als Versagen zu werten?
:Blumen:

Seyan 14.01.2021 20:20

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1578119)
Meine Tochter ist jetzt ein gutes Jahr alt.
Regelmäßige Kontakte zu gleichaltrigen haben außer im Sommer in der Krabbelgruppe kaum stattgefunden.
Der Sohn unserer "Betreuungsfamilie" ist schon fast 3 und deshalb auch nicht der ideale Spielkamerad.
Da meine Frau im Homeoffice und ich selbst seit März hauptsächlich im Homeoffice arbeite bekommen wir sie aber ganz gut bespaßt.
Und zum Thema rodeln: wir waren heute Nachmittag zwei Stunden mit dem Schlitten unterwegs. Freie Parkplätze und kaum Leute unterwegs. Man muss den Rodeltrip ja nicht unbedingt am Wochenende machen...

Von introvertiert ist bei meiner Tochter mal so gar nichts zu sehen :Cheese:

Ich bin einfach der Meinung, man sollte sich da jetzt als Eltern nicht so den riesen Kopf drum machen.
Gute Laune bei den Eltern wirkt sich definitiv positiv auf die Laune der Kleinen aus :Blumen:

Alles klar, bagatellisieren wir die Sorgen der Leute, funktioniert ja auch super bei depressiven Leuten. Danke :) fühl mich direkt besser.
Ich verabschiede mich mal wieder aus dem Thread und lass euch weiter auf die besorgten Eltern draufhauen. Aufhängen werde ich mich aber nicht, dafür ist mir die Zeit mit meinem Kleinen dann doch zuviel wert.

deralexxx 14.01.2021 21:04

Zitat:

Zitat von Seyan (Beitrag 1578129)
Alles klar, bagatellisieren wir die Sorgen der Leute, funktioniert ja auch super bei depressiven Leuten. Danke :) fühl mich direkt besser.
Ich verabschiede mich mal wieder aus dem Thread und lass euch weiter auf die besorgten Eltern draufhauen. Aufhängen werde ich mich aber nicht, dafür ist mir die Zeit mit meinem Kleinen dann doch zuviel wert.

Übertreibst du da nicht gerade etwas?

Pascal 14.01.2021 21:12

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578128)
warum macht man dann keinen Lockdown? Oder andersrum: sind dann hunderte Verstorbene täglich seit Wochen nicht als Versagen zu werten?
:Blumen:

Kaum steht es hier pariert Angela Merkel schon mit dem Vorstoß:

"Die Bundeskanzlerin erwägt aus Sorge vor den Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika offenbar noch härtere Corona-Maßnahmen. Auch die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist im Gespräch. "


Und ich bin davon überzeugt, Angela Merkel treiben die 1244 Toten von der heutigen Meldung wirklich um, aber natürlich nicht nur die Zahl von heute.

keko# 14.01.2021 21:57

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578135)
Kaum steht es hier pariert Angela Merkel schon mit dem Vorstoß:

"Die Bundeskanzlerin erwägt aus Sorge vor den Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika offenbar noch härtere Corona-Maßnahmen. Auch die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist im Gespräch. "


Und ich bin davon überzeugt, Angela Merkel treiben die 1244 Toten von der heutigen Meldung wirklich um, aber natürlich nicht nur die Zahl von heute.

Vielleicht liest sie ja hier mit :Cheese:
Also ich wäre für einen Lockdown. Die Frage, warum die bisherigen Lockdowns nicht das Erhoffte bringen, ist leicht zu beantworten: wir hatten noch gar keinen Lockdown.
Wäre genial, wenn sie das macht. Dann würde ich ihr sogar die Sache mit der Flüchtlingskrise verzeihen ;)
Angie go go go!!!

TRIPI 14.01.2021 23:44

Seit mehreren Tagen habe ich vermutlich eine verschobene Wahrnehmung. Geht es nur mir so? Es wird über eine Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bis April diskutiert, und täglich heißt es die Zahlen werden schlimmer.
Ich nehme das auf Worldometers anders wahr. Lediglich die Todeszahlen sind sehr hoch, hinken aber bekannterweise 3-4 Wochen hinterher. Mit den 23k von heute im Vergleich zu den 28k vor einer Woche(und das war nach einem Feiertag) denke ich wir sind auf einem guten Weg. Noch 2-3 Wochen so weiter und es dürfte gut bzw. annehmbar sein, Weihnachten und Silvester mit ihren erhöhten sozialen Kontakten sind 2-3 Wochen her.
Ja, da ist die Mutation. Alles deshalb?

Trimichi 15.01.2021 00:48

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1578143)
Seit mehreren Tagen habe ich vermutlich eine verschobene Wahrnehmung. Geht es nur mir so? Es wird über eine Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bis April diskutiert, und täglich heißt es die Zahlen werden schlimmer.
Ich nehme das auf Worldometers anders wahr. Lediglich die Todeszahlen sind sehr hoch, hinken aber bekannterweise 3-4 Wochen hinterher. Mit den 23k von heute im Vergleich zu den 28k vor einer Woche(und das war nach einem Feiertag) denke ich wir sind auf einem guten Weg. Noch 2-3 Wochen so weiter und es dürfte gut bzw. annehmbar sein, Weihnachten und Silvester mit ihren erhöhten sozialen Kontakten sind 2-3 Wochen her.
Ja, da ist die Mutation. Alles deshalb?

Scheiss' doch auf den Lockdown. Schmeiß ne Atombombe drauf und ferti(l)g.;)

KevJames 15.01.2021 06:05

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1577923)
Da hast du aus meiner Sicht vollkommen recht. Eine mir sehr nahestehende Person kommt aus dem wirtschaftlich gesehen schwächsten Land der westlichen Welt und wundert sich seit Wochen über diese "Lockdowns" hier in DE, da diese Person echte Lockdowns kennt. Wie so oft, hat sie das Problem erkannt, denn wir haben gar keine Lockdowns: Gestern Abend geben 17 Uhr stand ich mit meinem Fahrrad in Stuttgart an einer Ausfahrtsstraße und da die Ampelanlage ausgefallen war, bin ich erst nach mehreren Minuten über die Straße gekommen, so viele Autofahrer waren stadtauswärts unterwegs. Fahren die alle alleine im Kreis rum oder kommen sie evtl. von der Arbeit, wo sie viele anderen Menschen aus anderen Familien treffen? Aber da traut sich der "grüne" Kretschmann wohl nicht dran, an die Schwergewichte Daimler, Bosch, Porsche und wie sie alle heißen... ;)

Hier kann ich wieder nur Dir beipflichten. Der Volkswirtschaftliche Schaden (der gesundheitliche sowieso) wäre meiner Ansicht nach geringer, hätte man bereits im Frühjahr einen 3-wöchigen (echten) Lockdown vollzogen (das habe ich übrigens auch im Frühjahr schonmal gesagt). Im Zweifel das Ganze im Winter nochmal. Der Schaden wäre immer noch geringer, als ein Jahr ständiges on-off, mit manchen Branchen mehr off als on. Jetzt könnten wir anfangen über Lobbyismus zu diskutieren, aber ich lass es besser sein ...

KevJames 15.01.2021 06:16

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1578052)
Kinder sind die großen Verlierer. Sie müssen das Ganze finanziell auch noch voll ausbaden.
Im Fach Mathematik bekomme ich nun auch schon die ersten ernstzunehmenden Versäumnisse mit, so dass ich mich frage, wie das der Abiturjahrgang 2022 hinbekommen soll, da ich davon ausgehe, dass sich die Beschränkungen bis zum Ende des Schuljahres hinziehen werden.

Gerade bezüglich des Abiturs habe ich kein Verständnis für die Diskussion. Bin ja selbst in diesem Bereich tätig. Im Distanzunterricht wird eine Videokonferenz abgehalten, mein Bildschirm fungiert als Tafel. Zugegeben lebe ich in einem städtischen Umfeld (etc), Lernplattform etc vorhanden. Meine These: Wer jetzt keinen vernünftigen Unterricht anbietet, macht das in Präsenz auch nicht. Es gibt Reibungsverluste, die sind aber in der Oberstufe viel kleiner, als immer behauptet wird.

In ländlichen Regionen mag das mit dem Internet anders aussehen. Aber ganz ehrlich: Das sind keine Probleme der Beschränkungen, sondern technologische / politische Versäumnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte - aber darüber reden Politiker (und auch Medien als Kontrollorgan) nicht so gerne, da müssten sie ja über ihr eigenes Versagen Auskunft geben.

P.S.: In Bezug auf jüngeren SuS ist die Diskussion deutlich komplexer.

P.P.S.: Die Inhalte werden doch schon seit Jahren angepasst. Dies hat nichts mit der Pandemie zu tun, sondern damit, dass es politischer Wille ist, dass über 50% eines Jahrganges das Abitur ablegen. Dass der Anspruch dann ein anderer sein muss, als wenn das 10-20% eines Jahrgangs machen liegt ja auf der Hand.

KevJames 15.01.2021 06:25

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 1578135)
Kaum steht es hier pariert Angela Merkel schon mit dem Vorstoß:

"Die Bundeskanzlerin erwägt aus Sorge vor den Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika offenbar noch härtere Corona-Maßnahmen. Auch die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist im Gespräch. "


Und ich bin davon überzeugt, Angela Merkel treiben die 1244 Toten von der heutigen Meldung wirklich um, aber natürlich nicht nur die Zahl von heute.

Es ist erstaunlich - kaum ist ihr die Wiederwahl egal macht sie richtig anständige Politik. Wer hätte das gedacht ... ;)
(Schade nur, dass die 16 Ministerpräsidenten andere Motivationen haben ...)

dr_big 15.01.2021 07:59

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1578143)
Seit mehreren Tagen habe ich vermutlich eine verschobene Wahrnehmung. Geht es nur mir so? Es wird über eine Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bis April diskutiert, und täglich heißt es die Zahlen werden schlimmer.
Ich nehme das auf Worldometers anders wahr. Lediglich die Todeszahlen sind sehr hoch, hinken aber bekannterweise 3-4 Wochen hinterher. Mit den 23k von heute im Vergleich zu den 28k vor einer Woche(und das war nach einem Feiertag) denke ich wir sind auf einem guten Weg. Noch 2-3 Wochen so weiter und es dürfte gut bzw. annehmbar sein, Weihnachten und Silvester mit ihren erhöhten sozialen Kontakten sind 2-3 Wochen her.
Ja, da ist die Mutation. Alles deshalb?

Wenn ich die Zahlen in meinem Kreis ansehen, dann kann ich die Aussage unterstützen. Bei uns ist völlig klar was passiert ist. An Weihnachten und Neujahr wurden fast keine Infektionen gemeldet, dafür haben wir vom 5.-7.1. ein großen Peak, die Nachmeldungen. Dementsprechend ist die Inzidenz von 60 sehr schnell auf 230 gestiegen und geht jetzt genauso schnell wieder nach unten. Da das auch in anderen Kreisen so sein wird kann man davon ausgehen, dass die Zahlen Ende Dezember deutlich zu niedrig und Anfang Januar deutlich zu hoch berichtet wurden. Wenn man das korrigiert, dann sieht man auf jedenfall einen positiven Trend. Deshalb kann ich die aktuelle Hektik und auch die Ablenkungsmanöver von Söder gerade nicht nachvollziehen. (Entwicklung bei uns: 13.1.: 230, 14.1.: 208, 15.1.: 150, am Montag wahrscheinlich <100).
Der Söder soll sich lieber darum kümmern, dass die Impfungen richtig anlaufen, das hat einen großen Effekt auf die schweren Erkrankungen.

noam 15.01.2021 09:07

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1578157)
Wenn ich die Zahlen in meinem Kreis ansehe...

Ist hier ähnlich. Von 40 auf 80 und seitdem wieder im sinken.

noam 15.01.2021 09:17

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1578148)
In ländlichen Regionen mag das mit dem Internet anders aussehen. Aber ganz ehrlich: Das sind keine Probleme der Beschränkungen, sondern technologische / politische Versäumnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte - aber darüber reden Politiker (und auch Medien als Kontrollorgan) nicht so gerne, da müssten sie ja über ihr eigenes Versagen Auskunft geben.

Aber es hängt eben zusammen. Wir können nur mit umsetzbaren Maßnahmen der Pandemie begegnen.

Wir haben gerade ein Haus im tiefsten Ostfriesland gekauft. Ich warte auf besseres Wetter damit ich aufs Dach klettern kann, um die LTE Richtfunk Dachantenne anzubringen, damit über den LTW Router verlässliche 5mbit reinkommen. Da wäre (wenn unsere Tochter schon so weit wäre) nicht im entferntesten an Distanzunterricht mit Videochat zu denken.

Und so befeuert diese Pandemie die Probleme der Bildungs- und Infrastrukturpolitik weiter als Katalysator. Die Bildungsungerechtigkeit nimmt zu, in dem es nun noch wichtiger als zuvor ist, dass das familiäre Umfeld bildungsafin ist, dass ein entsprechender Wohlstand vorliegt, so dass die Kinder ihr eigenes Arbeitszimmer mit entsprechenden eigenen Endgeräten haben und darüber hinaus in einer Umgebung leben, die infrastrukturell einen guten Distanzunterricht ermöglicht. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Lernumfeld von Mama und Papa deren Leben gerade von Existenzängsten dominiert wird, auch nicht förderlich ist.



Aber du hast natürlich recht, wenn du deine Kollegen in die Pflicht nimmst. Hier heißt es eben aus den zur Verfügung stehenden Mitteln das beste zu machen. Nur unter den Folgen der unterschiedlichen Umsetzung "leiden" wieder die SuS. Und die soziale Interaktion, die in der Schule so nebenbei geschieht, bleibt auch auf der Strecke.

repoman 15.01.2021 09:24

Irland als Negativ-Beispiel für Deutschland: Kürzlich lag die Inzidenz bei 41, jetzt bei 942. Ein Grund sind Lockerungen, ein anderer die neue Virusvariante.
Vom Musterschüler im Kampf gegen Corona zur höchsten Rate an Neuinfektionen – und das in nur einem Monat: In Irland sind die Corona-Zahlen regelrecht explodiert, die Kurve der Neuinfektionen steigt nahezu senkrecht. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 942 pro 100.000 Einwohner.
Wie konnte Irland das passieren? Noch am 10. Dezember wies das Land eine Inzidenz von nur 41 auf. Vorausgegangen war diesem damaligen Best-Wert innerhalb von Europa ein sechswöchiger Lockdown. Doch dann lockerte Irland die Beschränkungen in dem fatalen Irrglauben, einen Anstieg des Virus über Weihnachten trotzdem eindämmen zu können. Somit zeigt das Beispiel Irland, wie gefährlich eine schnelle Lockerung sein kann.


Es ist schon deprimierend wenn man das liest. Ein normales Leben ist wohl auch ab März, April (was ich gehofft hatte) noch nicht in Aussicht.:(

Bockwuchst 15.01.2021 09:28

Die Posts vermehren sich hier schneller als das Virus, bin mir deshalb nicht ganz sicher, ob das hier schon aufgetaucht ist. Aber ich glaube nicht.
https://zero-covid.org/
Eine Inititive wirklich namhafter Wissenschaftler, die sagen die Strategie des Rumeierns mit Lockdown light usw. ist gründlich gescheitert. Das Zeil muss Zero Covid sein. Die Zahlen möglichst auf 0 drücken. Das ist möglich, viele Länder haben das gemacht und nicht nur Inseln. Nur so werden wir unter Kontrolle bekommen. Repoman direkt über mir bringt Irland als Beispiel was passiert wenn man nach dem Lockdown wieder aufmacht, aber immer noch viel Virus kursiert. Noch schlechter schneidet eigtl Deutschland ab. Wir verschwenden seit November Zeit, Geld, Leben und Geduld der Leute ohne dass wir die Zahlen runter bekommen.
Gleichzeitig muss das Impfen natürlich Fahrt aufnehmen.
Gibt auch eine Petition dazu, ich hab mich schon eingetragen.

https://zero-covid.org/

TobiBi 15.01.2021 09:31

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1578171)

Und so befeuert diese Pandemie die Probleme der Bildungs- und Infrastrukturpolitik weiter als Katalysator. Die Bildungsungerechtigkeit nimmt zu, in dem es nun noch wichtiger als zuvor ist, dass das familiäre Umfeld bildungsafin ist, dass ein entsprechender Wohlstand vorliegt, so dass die Kinder ihr eigenes Arbeitszimmer mit entsprechenden eigenen Endgeräten haben und darüber hinaus in einer Umgebung leben, die infrastrukturell einen guten Distanzunterricht ermöglicht. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Lernumfeld von Mama und Papa deren Leben gerade von Existenzängsten dominiert wird, auch nicht förderlich ist.

Sehe ich auch so.
Wenn ich daran denke, dass mein großer jetzt mein Homeoffice-Büro im Keller in Beschlag genommen hat, weil er sonst nirgends im Haus genug Ruhe hat, um sich auf den Videounterricht zu konzentrieren (er lässt sich leider von jedem vorbeifliegenden Schmetterling oder Ameisenpubs ablenken). Der Kleine ein extrem lautes Organ hat und wenn meine Frau in der Küche werkelt, dann ist es auch nicht wirklich leise.
Vorgestern musste ich 3x den Arbeitsplatz im Haus wechseln, damit auch ich in Ruhe telefonieren konnte.
Und das bei einer 4köpfigen Familie mit eigenem Haus. Wie mag es da bei der 5 köpfigen Familie in der 3 Zimmer Wohnung aussehen, am besten noch mit 3 schulpflichtigen Kindern im Homeschooling?
Und wenn den Eltern total egal ist, was der Nachwuchs macht.....

Ich weiß, dass meine "Probleme" im Vergleich zu denen vieler anderer Luxusprobleme sind und meine Familie sich in einer sehr privilegierten Lagebefindet.

aequitas 15.01.2021 09:39

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1578143)
Seit mehreren Tagen habe ich vermutlich eine verschobene Wahrnehmung. Geht es nur mir so? Es wird über eine Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bis April diskutiert, und täglich heißt es die Zahlen werden schlimmer.
Ich nehme das auf Worldometers anders wahr. Lediglich die Todeszahlen sind sehr hoch, hinken aber bekannterweise 3-4 Wochen hinterher. Mit den 23k von heute im Vergleich zu den 28k vor einer Woche(und das war nach einem Feiertag) denke ich wir sind auf einem guten Weg. Noch 2-3 Wochen so weiter und es dürfte gut bzw. annehmbar sein, Weihnachten und Silvester mit ihren erhöhten sozialen Kontakten sind 2-3 Wochen her.
Ja, da ist die Mutation. Alles deshalb?

Die Zahl der intensivmediznisch behandelten und Neufaufnahmen sinken schon seit längerer Zeit. Beachtet jedoch niemand.

Für Irland gab es bereits Analysen, dass der bisherige Anstieg nicht auf die neue Virusmutation zurückzuführen ist - zumindest nicht hauptsächlich. Aber als Schreckensszenario durchaus brauchbar.

Zitat:

Zitat von repoman (Beitrag 1578172)
Wie konnte Irland das passieren? Noch am 10. Dezember wies das Land eine Inzidenz von nur 41 auf. Vorausgegangen war diesem damaligen Best-Wert innerhalb von Europa ein sechswöchiger Lockdown. Doch dann lockerte Irland die Beschränkungen in dem fatalen Irrglauben, einen Anstieg des Virus über Weihnachten trotzdem eindämmen zu können. Somit zeigt das Beispiel Irland, wie gefährlich eine schnelle Lockerung sein kann.[/url]

Es ist schon deprimierend wenn man das liest. Ein normales Leben ist wohl auch ab März, April (was ich gehofft hatte) noch nicht in Aussicht.:(

Das ist doch das beste Argument gegen einen Lockdown. Der kann nämlich gar nicht funktionieren.

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1578174)
Eine Inititive wirklich namhafter Wissenschaftler, die sagen die Strategie des Rumeierns mir Lockdown light usw. ist gründlich gescheitert. Das Zeil muss Zero Covid sein. Die Zahlen möglichst auf 0 drücken. Das ist möglich, viele Länder haben das gemacht und nicht nur Inseln. Nur so werden wir unter Kontrolle bekommen.
Gibt auch eine Petition dazu, ich hab mich schon eingetragen.

Hast du dir die Seite angeschaut? Dort stehen mehr Forderungen als "ZeroCovid". Ich finde diesen Ansatz einer staatlichen Kommandowirtschaft hächst problematisch. Das geht darüber hinaus hinten und vorne nicht auf, wenn darüber entschieden werden muss, welche Wirtschaftszweige notwendig sind und welche nicht.

Namhafte Wissenschaftler? Davon habe ich in der Liste reichtlich wenige (keine?) gesehen. Außer du Zählst Andrej Holm (Stadtsoziologe) zu den namhaften Wissenschaftlern, die sich jedoch anderweitig ihren "Ruf" erarbeitet haben. Ich sehe eine Liste von hauptsächlich linken Aktivist:innen/Influencern.

pepusalt 15.01.2021 09:51

Zitat:

Zitat von repoman (Beitrag 1578172)
Wie konnte Irland das passieren? Noch am 10. Dezember wies das Land eine Inzidenz von nur 41 auf. Vorausgegangen war diesem damaligen Best-Wert innerhalb von Europa ein sechswöchiger Lockdown. Doch dann lockerte Irland die Beschränkungen in dem fatalen Irrglauben, einen Anstieg des Virus über Weihnachten trotzdem eindämmen zu können. Somit zeigt das Beispiel Irland, wie gefährlich eine schnelle Lockerung sein kann.

In Irland hat
- der Lockdown funkioniert.
- danach die fatalen schnellen Lockerungen zu Weihnachten nicht.

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1578176)
Das ist doch das beste Argument gegen einen Lockdown. Der kann nämlich gar nicht funktionieren.

Was Dich daraufhin zu dieser Aussage zieht kann mit dem Zitierten nicht zusammenhängen :Lachen2:


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