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ThomasG 11.05.2020 11:57

Ist ja im Prinzip in Ordnung, aber da gibt es einen Part, indem steht das Wort "Schockwirkung" oder so ähnlich und das hat mich dann schon nachdenklich gemacht.

LidlRacer 11.05.2020 11:57

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1531316)
Na - es gibt doch dieses zunächst vertrauliche Strategiepapier, über das wir hier schon diskutiert haben.

Ich kann mich nicht erinnern, das daran etwas verwerflich war.

Helmut S 11.05.2020 11:57

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531286)
Worin siehst du hier eine Diskurs- und Denkhemmung ?

Was die Diskurshemmung betrifft: Ich empfinde in einem Diskurs prinzipiell alles als hemmend, was eine grundsätzlich nicht für jeden nachvollziehbare und belegbare Behauptung ist. Es geht sehr leicht, irgendwas zu behaupten. Es ist dagegen oft ein Arsch voll Arbeit vernünftig und seriös zu widerlegen. Vor allem dann, wenn man zwar das intellektuelle und methodische Rüstzeug hat, aber nicht Spezialist in der Domäne ist.

Ist die Widerlegung die große Arbeit nicht, empfinde ich es - je nach Situation - sogar als unhöflich jemandem eine Behauptung zu präsentieren, die selbst Patrick Star in ein paar Sekunden widerlegen könnte. Ich will, dass man mir auf Augenhöhe begegnet und nicht für einfältig verkauft werden. :Lachen2:

Es kommt überwiegend auf das Thema und die praktische Relevanz an, die das Thema für mich hat, ob ich bereit bin den Aufwand eines Diskurses zu betreiben. Wenn der Gegenüber durch vernünftiges argumentieren (nicht nur wildes Behaupten) bei mir den Eindruck erweckt, man könnte was lernen, dann ist bin ich umso bereitwilliger für einen Diskurs.

Will mich zum Beispiel einer davon überzeugen, dass es eine geheime Weltregierung oder Elite gibt die uns beherrschen will, die Dinge lenkt oder gar unsere Gedanken infiltriert, dann kann mir dieser Jemand gerne gestohlen bleiben. Vor allem dann, wenn sich noch Gewaltbereitschaft in die Weltbilder integriert. Siehe Hanau.

Lieber unterhalte ich mich dann noch mit der wahrscheinlich eher ungefährlichen Spezies solcher Leute, die mir erzählen dass Elvis lebt, die Erde eine Scheibe ist und Hillary Clinton ein Reptilienwesen. Das ist dann wenigsten amüsant.

:Blumen:

FlyLive 11.05.2020 12:01

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1531313)
Jetzt frage ich mal direkt.

Frage Nummer eins:
Glaubst Du, man müsste mir ....

Frage Nummer zwei:
Hältst Du mich......

Ich frage mich, ob Du möchtest, das Du im Thread auseinander genommen (gezielt beäugt) und beurteilt werden willst ?
.

Du könntest einen Thread zum Thema "ThomasG" einrichten. Little Richard und Donald Trump haben auch einen eigenen Faden.

ThomasG 11.05.2020 12:07

Das will ich natürlich nicht, aber man könnte Hafus Beitrag so auffassen, dass meine Fragen schon eine gewisse Berechtigung haben.
Wenn einige mich für so ungebildet und mein Gemüt für so schlicht halten, dass man mir beispielsweise so nahe bringen muss, was ein Virus ist, dann sollte ich aus Selbstschutzgründen zusehen, dass ich Land gewinne.

merz 11.05.2020 12:19

Wenn das mal gut geht - ich bin persönlich entsetzt:

Fitnesstudios in NRW wieder offen (seit heute 00:01)

Info:

https://www.general-anzeiger-bonn.de...n_aid-50479995

Die Videos die es zu den geöffneten Läden gibt sind interessant


m.

Flow 11.05.2020 12:19

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1531321)
Was die Diskurshemmung betrifft: Ich empfinde in einem Diskurs prinzipiell alles als hemmend, was eine grundsätzlich nicht für jeden nachvollziehbare und belegbare Behauptung ist. Es geht sehr leicht, irgendwas zu behaupten. Es ist dagegen oft ein Arsch voll Arbeit vernünftig und seriös zu widerlegen. Vor allem dann, wenn man zwar das intellektuelle und methodische Rüstzeug hat, aber nicht Spezialist in der Domäne ist.

Ist die Widerlegung die große Arbeit nicht, empfinde ich es - je nach Situation - sogar als unhöflich jemandem eine Behauptung zu präsentieren, die selbst Patrick Star in ein paar Sekunden widerlegen könnte. Ich will, dass man mir auf Augenhöhe begegnet und nicht für einfältig verkauft werden. :Lachen2:

Es kommt überwiegend auf das Thema und die praktische Relevanz an, die das Thema für mich hat, ob ich bereit bin den Aufwand eines Diskurses zu betreiben. Wenn der Gegenüber durch vernünftiges argumentieren (nicht nur wildes Behaupten) bei mir den Eindruck erweckt, man könnte was lernen, dann ist bin ich umso bereitwilliger für einen Diskurs.

Will mich zum Beispiel einer davon überzeugen, dass es eine geheime Weltregierung oder Elite gibt die uns beherrschen will, die Dinge lenkt oder gar unsere Gedanken infiltriert, dann kann mir dieser Jemand gerne gestohlen bleiben. Vor allem dann, wenn sich noch Gewaltbereitschaft in die Weltbilder integriert. Siehe Hanau.

Lieber unterhalte ich mich dann noch mit der wahrscheinlich eher ungefährlichen Spezies solcher Leute, die mir erzählen dass Elvis lebt, die Erde eine Scheibe ist und Hillary Clinton ein Reptilienwesen. Das ist dann wenigsten amüsant.

:Blumen:

Hallo Helmut,

danke für die Ausführungen.
Ich denke, du vermischt hierin zwei Aspekte.

Zunächst ist es dir ja mehr oder weniger selbst überlassen, womit, mit welchen Theorien, Ansichten, potentiellen Argumenten du dich befaßt oder eben nicht.
Wenn deine Aufmerksamkeit übermäßig von dir unsinnig oder wertlos Erscheinendem gebunden wird, und du dich dadurch gehemmt siehst, dich mit dir wichtiger Erscheinendem zu befassen, würde ich in gewisser Weise sagen "selbst schuld" ... ;) ... und nicht von Diskurs-Hemmung durch den Präsentierenden sprechen.

Auf der anderen Seite, wenn du dich entschlossen hast, dich gewissen Theorien oder Menschen zuzuwenden, halte ich es für sinnvoll, dich mit ihren Theorien und Argumenten auch konstruktiv auseinanderzusetzen, gegebenenfalls Inkonsistenzen, Fehlschlüsse, nachweislich falsche Annahmen aufzudecken. Ein a priori Stigmatisieren halte ich für destruktiv und wie gehabt diskurshemmend.
Insbesondere wenn daraus eine Gruppendynamik entsteht, die die Betrachtung potentiell abweichender Meinungen bereits im Keim hinter dem Stigma erstickt.

Dein Punkt bzgl der Erde als Scheibe gefällt mir nebenbei besonders gut.
Die Idee, die Erde könnte eine Kugel sein, gar um die Sonne wandern und nicht den Mittelpunkt der Welt darstellen, galt seinerzeit wohl als eine der verwerflichsten "Verschwörungstheorien" überhaupt ... ;)


Grüße ... :Huhu:

gaehnforscher 11.05.2020 12:25

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1531324)
Das will ich natürlich nicht, aber man könnte Hafus Beitrag so auffassen, dass meine Fragen schon eine gewisse Berechtigung haben.
Wenn einige mich für so ungebildet und mein Gemüt für so schlicht halten, dass man mir so nahe bringen muss, was ein Virus ist, dann sollte ich aus Selbstschutzgründen sehen, dass ich Land gewinne.

Ich glaube, die Erklärung von Hafu zielte weniger darauf ab dir ein simples Gemüt zu unterstellen, als vielmehr darauf, dass es halt eine ziemlich simple und vor allem äußerst natürliche Erklärung für die aktuellen Vorgänge gibt, die allerdings in den diversen anderen "Theorien" gerne komplett ausgeklammert wird und nicht mal als Möglichkeit existiert, obwohl sie auch mit Blick auf andere Spezies wohl doch die Wahrscheinlichste und auch natürlichste sein dürfte.

ThomasG 11.05.2020 12:29

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1531327)
Ich glaube, die Erklärung von Hafu zielte weniger darauf ab dir ein simples Gemüt zu unterstellen, als vielmehr darauf, dass es halt eine ziemlich simple und vor allem äußerst natürliche Erklärung für die aktuellen Vorgänge gibt, die allerdings in den diversen anderen "Theorien" gerne komplett ausgeklammert wird und nicht mal als Möglichkeit existiert, obwohl sie auch mit Blick auf andere Spezies wohl doch die Wahrscheinlichste und auch natürlichste sein dürfte.

Danke :Blumen: !

Ich bitte um Nachsicht für die Fragen.
Ich will nicht, dass es hier um mich geht, aber ich möchte auch ungern unter Leuten sein, die mich völlig unterschätzen bei allen Schwächen, die ich in Bezug auf Bildung vielleicht auch haben sollte.
Es gibt schon Wissensgebiete, wo ich denke, dass ich da weit mehr weiß als ein Haufen andere Leute.
Für medizinische Themen beispielsweise habe ich mich viele Jahre schon sehr interessiert.
Das tue ich heute auch noch, aber längst nicht mehr so intensiv wie früher.

Flow 11.05.2020 12:33

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1531321)
Ich empfinde in einem Diskurs prinzipiell alles als hemmend, was eine grundsätzlich nicht für jeden nachvollziehbare und belegbare Behauptung ist. Es geht sehr leicht, irgendwas zu behaupten. Es ist dagegen oft ein Arsch voll Arbeit vernünftig und seriös zu widerlegen. Vor allem dann, wenn man zwar das intellektuelle und methodische Rüstzeug hat, aber nicht Spezialist in der Domäne ist.

Das Leid und Klagelied des "Wissenschaflters" ... ;)

Das Ergebnis kommt nach der Analyse, nicht vorher.

Hart aber fair ... :Lachen2:

Klugschnacker 11.05.2020 12:34

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531326)
Auf der anderen Seite, wenn du dich entschlossen hast, dich gewissen Theorien oder Menschen zuzuwenden, halte ich es für sinnvoll, dich mit ihren Theorien und Argumenten auch konstruktiv auseinanderzusetzen, gegebenenfalls Inkonsistenzen, Fehlschlüsse, nachweislich falsche Annahmen aufzudecken. Ein a priori Stigmatisieren halte ich für destruktiv und wie gehabt diskurshemmend.

Ich sehe das anders.

Wenn mir jemand Baupläne für ein Perpetuum Mobile vorlegt, dann ist es keineswegs destruktiv oder diskurshemmend, sich eine nähere Beschäftigung damit zu ersparen. Sondern es spiegelt ein bereits erworbenes Wissen wieder, nämlich dass es keine Perpetuum Mobiles gibt.

Ebenso verhält es sich mit Verschwörungstheorien. Wir hören sie ja nicht zum ersten mal. Sie sind bereits untersucht und widerlegt. Wir müssen uns daher keineswegs erneut wohlwollend und konstruktiv mit der Behauptung auseinandersetzen, die Bilderberger würden die Welt beherrschen, wir würden des nachts von Rauchmeldern hypnotisiert, oder Angela Merkel wolle mit der Hilfe von Bill Gates die Demokratie abschaffen.

Es ist schlicht Zeitverschwendung. Und es ist eine Verschwendung medialer Aufmerksamkeit, wenn eine kleine Minderheit geistiger Fußgänger wie Detlev D! Soost und Attila Hildmann die Berichterstattung beherrschen. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun.

anlot 11.05.2020 12:39

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1531216)
Grund zum Jubeln, nachdem der Reproduktionsfaktor lt. RKI wieder über 1 (bei 1,1 lt. RKI, mit Dunkelziffer aber realistischer bei bis zu 1,45) liegt und die Zahl der Neuinfektionen je 1000Einwohner in einigen Kreisen bei bis zu 85 liegt?
Imho nur insofern, als das damit die zweite Welle/die nächste Verschärfung der Kontaktbeschränkungen, auf die wir in Windeseile zusteuern, mit etwas Glück vor den Sommerferien durch ist...:Cheese:

Bitte bleibe seriös und verbreite nicht unnötige Angstszenarien. Wie du sicherlich weißt, geht es bei den regionalen Hotspots um Altenheime, Schlachthöfe, etc. Das ging ja in der Presse rauf und runter. Und die R Zahl spielt erst dann wieder eine entscheidende Rolle, wenn die Anzahl der absoluten Fälle entsprechend hoch ist. Aber auch das weißt Du sicher auch.

Flow 11.05.2020 12:42

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1531331)
Ich sehe das anders.

Nein ... :cool:
Zitat:

Wenn mir jemand Baupläne für ein Perpetuum Mobile vorlegt, dann ist es keineswegs destruktiv oder diskurshemmend, sich eine nähere Beschäftigung damit zu ersparen. Sondern es spiegelt ein bereits erworbenes Wissen wieder, nämlich dass es keine Perpetuum Mobiles gibt.

Ebenso verhält es sich mit Verschwörungstheorien. Wir hören sie ja nicht zum ersten mal. Sie sind bereits untersucht und widerlegt. Wir müssen uns daher keineswegs erneut wohlwollend und konstruktiv mit der Behauptung auseinandersetzen, die Bilderberger würden die Welt beherrschen, wir würden des nachts von Rauchmeldern hypnotisiert, oder Angela Merkel wolle mit der Hilfe von Bill Gates die Demokratie abschaffen.

Es ist schlicht Zeitverschwendung. Und es ist eine Verschwendung medialer Aufmerksamkeit, wenn eine kleine Minderheit geistiger Fußgänger wie Detlev D! Soost und Attila Hildmann die Berichterstattung beherrschen. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun.
Vielleicht willst du meine Zeilen nochmal lesen.

Sich mit etwas nicht zu befassen, halte ich auch nicht für diskurshemmend.
(Es gibt auch tausende Dinge und Ansichten mit denen ich mich nicht befasse ... Jebsen, Attila, Nuhr zählen bisher z.B. dazu ...)

Als hemmend empfinde ich das kreischende Beurteilen oder Verurteilen von Ansichten oder gar Personen, mit denen man sich eben nicht befaßt hat ! In der Hoffnung und Absicht alle anderen Anwesenden mögen ebenso verfahren.

Und wie gehabt, die daraus resultierende Dynamik gleich ganze Kategorien zu schaffen, in die bald jeder ohne weitere Prüfung eingeordet werden darf.
Das trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei, liefert Zündstoff für Demonstrationen, gar "Aufstände".

El Stupido 11.05.2020 12:46

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1531332)
Bitte bleibe seriös und verbreite nicht unnötige Angstszenarien. Wie du sicherlich weißt, geht es bei den regionalen Hotspots um Altenheime, Schlachthöfe, etc. Das ging ja in der Presse rauf und runter. Und die R Zahl spielt erst dann wieder eine entscheidende Rolle, wenn die Anzahl der absoluten Fälle entsprechend hoch ist. Aber auch das weißt Du sicher auch.

Das diese Hotspots aber keine geschlossenen Systeme sind, sondern Pflegepersonal in den Altenheimen ein- und ausgeht ist aber bekannt. Zudem sollte auch klar sein, dass die Schlachthofmitarbeiter*innen auch außerhalb des Betriebes andere Menschen angesteckt haben könnten oder es bereits taten.
Ich weiß insofern nicht, warum man solche Hotspots zur Relativierung heranzieht.

Flow 11.05.2020 12:46

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1531331)
Es ist schlicht Zeitverschwendung. Und es ist eine Verschwendung medialer Aufmerksamkeit, wenn eine kleine Minderheit geistiger Fußgänger wie Detlev D! Soost und Attila Hildmann die Berichterstattung beherrschen. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun.

Detlev D sagt mir NULL. Von Attila habe ich oben von mir zitierten Satz mitbekommen, und daß man ihn wohl vor dem Reichstag abgeführt hat ...

Warum befaßt du dich nicht mit "wirklich Wichtigerem" ... ? :Blumen:

ironmansub10h 11.05.2020 12:48

@sybenwurz...... Verschärfung der Kontaktbeschränkungen, auf die wir in Windeseile zusteuern, mit etwas Glück vor den Sommerferien durch ist...


Es hat manchmal den Eindruck, das die minimalen Einschränkungen die hier in D auf die Einwohner gewirkt haben, einer monatelangen Isolationshaft gleich kommen.
Wir kommen noch gut weg, bleibt locker. Solange ihr euren Zwift Account habt und einkaufen könnt ist dich alles gut.
Achso, habe hier schon lange nicht mehr rein geschaut. Habe den Faden verloren, um was gehts nochmal gerade?

Trimichi 11.05.2020 13:14

hi Flww,

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531333)
Nein ... :cool:
Vielleicht willst du meine Zeilen nochmal lesen.

Sich mit etwas nicht zu befassen, halte ich auch nicht für diskurshemmend.
(Es gibt auch tausende Dinge und Ansichten mit denen ich mich nicht befasse ... Jebsen, Attila, Nuhr zählen bisher z.B. dazu ...)

Als hemmend empfinde ich das kreischende Beurteilen oder Verurteilen von Ansichten oder gar Personen, mit denen man sich eben nicht befaßt hat ! In der Hoffnung und Absicht alle anderen Anwesenden mögen ebenso verfahren.

Und wie gehabt, die daraus resultierende Dynamik gleich ganze Kategorien zu schaffen, in die bald jeder ohne weitere Prüfung eingeordet werden darf.
Das trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei, liefert Zündstoff für Demonstrationen, gar "Aufstände".

da ja schon von der Spzialpsychologie die Sprache war und ich das hier auch schon mehrfach eingetippt hatte nun etwas ausführlicher in meinen Vokabeln.

Bei der Gruppenbildung kommt es zu folgenden Phasen:
Stroming, Forming, Norming, Performing and Adjourning (nachzulesen bei Tuckman, Fuchziger, genau; Jahreszahl müsste ich gucken). Später hat Pettigrew die Phase

Friendship,

basierend auf seiner Kontakthypothese, den fünf Phasen Tuckmans, diese als eine sechste hinzugefügt.

Wie ich hier schon öfters eingetippt hatte, bedürfen Gruppen, auf der Intragruppenebene oftmals Opfer, Sündenböcke u.d.m., um als Gruppe funktionieren zu können.

Gerne such ich eine zweistellige Anzahl an grundlegenden Fachartikeln zusammen, die sich insbesondere mit Diskriminierung, Stigmatisierung und auch mit der kognitiven Dissonanztheorie (Leon Festinger) und der Theorie der sozialen Vergleiche (Fritz Heider) beschäftigen, zusammen und schreibe für die Audienz hier eine Zusammenfassung.

Nochmalig: Mobbing geht nicht. Dafür esse auch ich lieber Sellerieschnitzel, allerdings nicht nach Rezept von Herrn Tiltmann und natürlich mit Pommes Frittes. ;)

Die Dampfkesselhypothese (nach Sigmund Freud Katharsis) findet auf der intraindividuellen Ebene statt. In der Gesundheitsspsychologie spricht man nicht vom SPAM, sondern von spill- bzw. crossover-Effekten auf der interpersonellen Analysebene.

Spill-over meint domänenübergreifenden Stress auf der intrapersonellen Analyseebene.
Cross-over bezeichnet domänenübergreifenden Stress auf der interpersonellen Analysebene.

Weil du hier die in diesen Diskissionsraum eingestellte, durchaus inhibitorisch und nicht exzitartorisch wirkende, eher dem limbischen System als dem Wernicke - Zentrum entsprungenen Begriffe zitiert hattest, und auch sozialpsychologisches Interesse erwähntest, so hoffe ich, etwas zum Verständnis des Diskussionsverlauf hier, zudem on topic, wie auch im allgemeinen beigetragen zu haben.

Auf die Intergruppenebene war ich nicht sensibilisiert. Dankeschön. :Blumen: Ich dachte immer, wir sind alle Triathleten hier. So täuscht man sich... ;) , zumal wenn welche auf der interkulturellen Analyseebene mit onlinern und gags glänzen dürfen, andere hingegen nicht. :-((

Gruss,
Commander Michel

dasgehtschneller 11.05.2020 13:19

Um mal etwas von den Verschwörungstheorien wegzukommen hier ein paar interessante Statistiken von Garmin zu den sportlichen Aktivitäten in verschiedenen Ländern während der Corona Krise

https://www.digitec.ch/de/page/mehr-...lockdown-16303


...wobei eine Verschwörung der Hometrainer und Laufbandhersteller auch nicht ganz ausgeschlossen werden kann :Lachen2:

deralexxx 11.05.2020 13:31

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531240)
Hatte ich im letzten Jahrtausend auch mal so gesehen ... :)
Mich stößt der stigmatisierende Denunzianten-Stil ab :
Da spare ich mir gleich die gesamte Lektüre ... :Lachen2:

Der Beitrag ist als Kolumne benannt, laut Wikipedia ist eine Kolumne:

Zitat:

Die Kolumne (von der Kolumne des Drucksatzes, von lateinisch columna ‚Stütze‘, ‚Säule‘) bezeichnet in der Presse einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform. Der Autor einer regelmäßig erscheinenden Kolumne wird Kolumnist genannt.
Meinungsfreiheit?
Ist doch sein Grundrecht.

A

Nobodyknows 11.05.2020 13:33

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531336)
...Warum befaßt du dich nicht mit "wirklich Wichtigerem" ... ? :Blumen:

Sorry!
Arne befasst sich mit etwas wirklich wichtigen, nämlich dem Zustand und der Diskussionskultur in faktisch seinem und grundsätzlich "unserem" Forum.

Diese Bemühungen, auch wenn sie mich a.) u. U. selbst (negativ) betreffen und b.) mir andererseits oftmals nicht ausreichend erscheinen, sind etwas sehr wichtiges.

Schaffen "wir" es "hier" oberhalb des Facebook-Niveau zu bleiben, oder ist die Triathlon-Szene so groß geworden, dass sie die Gesellschaft 1:1 widerspiegelt und daher auch verwirrte Spinner mitschleifen muss? Oder haben verwirrte Spinner dieses Forum für sich entdeckt und gekapert und wie kann eine sehr heterogene Gemeinschaft (von Individualisten) damit umgehen?


Gruß
N. :Huhu:

Hafu 11.05.2020 13:38

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1531324)
Das will ich natürlich nicht, aber man könnte Hafus Beitrag so auffassen, dass meine Fragen schon eine gewisse Berechtigung haben.
Wenn einige mich für so ungebildet und mein Gemüt für so schlicht halten, dass man mir beispielsweise so nahe bringen muss, was ein Virus ist, dann sollte ich aus Selbstschutzgründen zusehen, dass ich Land gewinne.

Natürlich war mein Beitrag heute früh zugespitzt und da ich weiß, dass du dir ja z.B. auch regelmäßig die NDR-Podcasts anhörst, ist mir durchaus bewusst, dass dir , im Gegensatz zu vielen Mitläufern der Hygienedemos, die naturwissenschaftlichen Hintergründe der Pandemie nicht unbekannt sein dürfte.

Ich kenne dich nicht persönlich und will mir absolut kein Urteil über dich erlauben, aber es ist ein absoluter Trugschluss Leute wie Jebsen, Hiltmann oder Soost auch nur einen Funken Kompetenz und Verständnis entgegenzubringen, nur weil sie dir möglicherweise in manchen Videos sympathisch rüberkommen.

"Jeder Mensch ist liebenswert, wenn er nur zu Worte kommt" schrieb schon Hermann Hesse. Jeder Mörder, jeder Doper hat stets auch sympatische und menschliche Seiten. Das sagt nullkommanull über seine Schuld oder Unschuld und bezogen auf die promintenten Protagonisten sagt der Grad der Sympathie überhaupt nichts darüber aus, wie schwachsinnig die von ihnen verbreiteten Thesen sind.
Ich habe hier im Forum aufgrund vieler deiner Beiträge den Eindruck gewonnen, dass dir diese Differenzierung viel zu oft nicht gelingt.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1531331)
Ich sehe das anders.

Wenn mir jemand Baupläne für ein Perpetuum Mobile vorlegt, dann ist es keineswegs destruktiv oder diskurshemmend, sich eine nähere Beschäftigung damit zu ersparen. Sondern es spiegelt ein bereits erworbenes Wissen wieder, nämlich dass es keine Perpetuum Mobiles gibt.

Ebenso verhält es sich mit Verschwörungstheorien. Wir hören sie ja nicht zum ersten mal. Sie sind bereits untersucht und widerlegt. Wir müssen uns daher keineswegs erneut wohlwollend und konstruktiv mit der Behauptung auseinandersetzen, die Bilderberger würden die Welt beherrschen, wir würden des nachts von Rauchmeldern hypnotisiert, oder Angela Merkel wolle mit der Hilfe von Bill Gates die Demokratie abschaffen.

Es ist schlicht Zeitverschwendung. Und es ist eine Verschwendung medialer Aufmerksamkeit, wenn eine kleine Minderheit geistiger Fußgänger wie Detlev D! Soost und Attila Hildmann die Berichterstattung beherrschen. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun.

:Blumen: Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

In den Tagesthemen gestern habe ich ein paar O-Töne von "Hygiene-Demonstranten" mitbekommen. Das ist wirklich eine höchst seltsame Melange von Wutbürgern, AFD-nahen Pegida-Sympathisanten, Esoterikern und Wichtigtuern.
Ich kann verstehen, dass man unzufrieden mit der augenblicklichen Situation ist, dass man in undefinierter Art und Weise wütend auf dieses besch... Virus ist, das uns die Normalität geklaut hat.
Als nur halbwegs aufgeklärter Mensch sollte man aber in der Lage sein, seine Affekte und Instinkte soweit im Griff zu haben, um zu merken, dass es sinnlos und destruktiv ist, in der jetzigen Situation sich von Rattenfängern und politischen Extremisten vereinnahmen zu lassen und ausgerechnet diejenigen mit aberwitzigen Aggressionen zu überziehen (Virologen, Epidemiologen, gewählte Politiker) die uns inmitten der Krise noch versuchen, halbwegs auf Kurs zu halten

Flow 11.05.2020 13:45

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1531346)
Schaffen "wir" es "hier" oberhalb des Facebook-Niveau zu bleiben, oder ist die Triathlon-Szene so groß geworden, dass sie die Gesellschaft 1:1 widerspiegelt und daher auch verwirrte Spinner mitschleifen muss? Oder haben verwirrte Spinner dieses Forum für sich entdeckt und gekapert und wie kann eine sehr heterogene Gemeinschaft (von Individualisten) damit umgehen?

Gut, ich würde grundsätzlich unterscheiden zwischen "Höhe der Denunziationslautstärke" und "Höhe des Niveaus".
Eventuell verhalten beide sich sogar umgekehrt proportional ... :Blumen:

Flow 11.05.2020 13:46

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1531345)
Der Beitrag ist als Kolumne benannt, laut Wikipedia ist eine Kolumne:



Meinungsfreiheit?
Ist doch sein Grundrecht.

A

Kann er ja machen, können andere ja abdrucken ... wenn mich der Stil abstößt, spare ich mir eben die Lektüre ... :)

ThomasG 11.05.2020 13:49

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1531349)
Natürlich war mein Beitrag heute früh zugespitzt und da ich weiß, dass du dir ja z.B. auch regelmäßig die NDR-Podcasts anhörst, ist mir durchaus bewusst, dass dir , im Gegensatz zu vielen Mitläufern der Hygienedemos, die naturwissenschaftlichen Hintergründe der Pandemie nicht unbekannt sein dürfte.

Ich kenne dich nicht persönlich und will mir absolut kein Urteil über dich erlauben, aber es ist ein absoluter Trugschluss Leute wie Jebsen, Hiltmann oder Soost auch nur einen Funken Kompetenz und Verständnis entgegenzubringen, nur weil sie dir möglicherweise in manchen Videos sympathisch rüberkommen.

"Jeder Mensch ist liebenswert, wenn er nur zu Worte kommt" schrieb schon Hermann Hesse. Jeder Mörder, jeder Doper hat stets auch sympatische und menschliche Seiten. Das sagt nullkommanull über seine Schuld oder Unschuld und bezogen auf die promintenten Protagonisten sagt der Grad der Sympathie überhaupt nichts darüber aus, wie schwachsinnig die von ihnen verbreiteten Thesen sind.
Ich habe hier im Forum aufgrund vieler deiner Beiträge den Eindruck gewonnen, dass dir diese Differenzierung viel zu oft nicht gelingt.

Vielen Dank für die Mühe und Zeit beim Schreiben :Blumen:!
Auch wenn ich spontan nicht allem zustimme, was Du geschrieben hast, kann ich mit dieser Antwort leben und bleiben.

Flow 11.05.2020 13:54

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1531349)
:Blumen: Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Da Arne seine Worte mit einem Widerspruch auf mich einleitete, möchte ich auch an dieser Stelle nochmal hinzufügen, daß ich nichts Gegenteiliges behauptet hatte !

Helmut S 11.05.2020 13:57

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531326)
Wenn deine Aufmerksamkeit übermäßig von dir unsinnig oder wertlos Erscheinendem gebunden wird, und du dich dadurch gehemmt siehst, dich mit dir wichtiger Erscheinendem zu befassen, würde ich in gewisser Weise sagen "selbst schuld" ... ;) ... und nicht von Diskurs-Hemmung durch den Präsentierenden sprechen.

Nicht ich sehe mich gehemmt, sondern das Fehlen einer argumentativen Grundlage beim Präsentierenden hemmt den Diskurs. Prüfbare Argumente sind Grundlage für einen Diskurs. Fehlen diese, kann kein Diskurs entstehen. Aus meiner Sicht ist das sehr wohl die Verantwortung des "Präsentierenden".

Und an der Stelle rede ich noch nicht mal von den "Hypothesen" die vom Charakter her nicht falsifizierbar sind. Hier rede ich nur von fehlendem Handwerkszeug und von Missachtung der "Spielregeln". Ob absichtlich, böswillig, unabsichtlich, dämlich ... warum auch immer. Das spielt m.E. für den Aspekt der Diskurshemmung keine Rolle. Fehlen Argumente, ist ein Diskurs nicht möglich.

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531326)
Auf der anderen Seite, wenn du dich entschlossen hast, dich gewissen Theorien oder Menschen zuzuwenden, halte ich es für sinnvoll, dich mit ihren Theorien und Argumenten auch konstruktiv auseinanderzusetzen, gegebenenfalls Inkonsistenzen, Fehlschlüsse, nachweislich falsche Annahmen aufzudecken. Ein a priori Stigmatisieren halte ich für destruktiv und wie gehabt diskurshemmend.

Es ist ja nicht binär, also entweder ich wende mich den Theorien zu oder nicht. In der Praxis hört man sich doch zunächst an, was der Gegenüber zu sagen hat - das ist in der Regel nicht besonders aufwendig - und um dann erkennen: Ok. Interessant. Oder: Ich will nicht den Aufwand treiben, zu beweisen, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel (ja, ich weiß: Rotationsellipsoide ;) ) ist.

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531326)
Dein Punkt bzgl der Erde als Scheibe gefällt mir nebenbei besonders gut. Die Idee, die Erde könnte eine Kugel sein, gar um die Sonne wandern und nicht den Mittelpunkt der Welt darstellen, galt seinerzeit wohl als eine der verwerflichsten "Verschwörungstheorien" überhaupt ...

Vorneweg: Ich habe den Smilie absichtlich nicht mitzitiert, damit du dich nicht damit rausreden kannst :Cheese:

Das obige Argument geht so: Früher hatte man sich auch schon mal geirrt, also könnte man sich jetzt auch irren. Deshalb könnte ja überall was dran sein. Das ist halt ein Totschlagargument, denn es gilt für jegliche Erkenntnis.

Ergänzend: Es ging ursprünglich in meiner Argumentation nicht um Verschwörungstheorien. Es ging mir darum, dass Behauptungen, die nicht grundsätzlich für jedermann prüfbar sind per se diskurshemmend sind. Mit dem Einwand "[...] Theorien und Argumenten auch konstruktiv auseinanderzusetzen, gegebenenfalls Inkonsistenzen, Fehlschlüsse, nachweislich falsche Annahmen aufzudecken[...]" überzeugst du mich nicht, dass ich mich für den Fall selbst mit den absurdesten Behauptungen, auseinander zu setzen hätte. Ich halte es da lieber mit Arnes Perpetuum mobile Beispiel. Wenn du so möchtest: Ja, das ist auch diskurshemmend. Gott sei Dank. Man muss sich nicht jeden völlig offensichtlichen Schwachsinn geben. :Blumen:

Nobodyknows 11.05.2020 14:05

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531350)
Gut, ich würde grundsätzlich unterscheiden zwischen "Höhe der Denunziationslautstärke" und "Höhe des Niveaus".
Eventuell verhalten beide sich sogar umgekehrt proportional ... :Blumen:

Du meinst also, diejenigen, die z. B. Bill Gates und die Kanzlerin denunzieren haben immer das Recht lauter zu sein als diejenigen, die den Denunzianten zurufen "Ey, ihr denunziert Bill Gates und die Kanzlerin. Hört auf damit!"?

Ist es so gemeint?

Gruß
N.

Körbel 11.05.2020 14:06

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531170)
In meiner Erinnerung warst du im März, als wir noch einen Bruchteil der jetzigen Infizierten (Kontagiösen) hatten, derjenige, der hier am allerlautesten nach Ausgangsperre u.ä. geschrieen hatte ... :Lachen2:

Wat kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich weiser zu werden.

Flow 11.05.2020 14:08

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1531354)
Nicht ich sehe mich gehemmt, sondern das Fehlen einer argumentativen Grundlage beim Präsentierenden hemmt den Diskurs. Prüfbare Argumente sind Grundlage für einen Diskurs. Fehlen diese, kann kein Diskurs entstehen. Aus meiner Sicht ist das sehr wohl die Verantwortung des "Präsentierenden".

Und an der Stelle rede ich noch nicht mal von den "Hypothesen" die vom Charakter her nicht falsifizierbar sind. Hier rede ich nur von fehlendem Handwerkszeug und von Missachtung der "Spielregeln". Ob absichtlich, böswillig, unabsichtlich, dämlich ... warum auch immer. Das spielt m.E. für den Aspekt der Diskurshemmung keine Rolle. Fehlen Argumente, ist ein Diskurs nicht möglich.

Ich denke, du verschiebst hier meinen ursprünglichen Aspekt etwas.
Unter "Hemmung" will ich eine gewisse Unterdrückung verstehen. In dem Sinne, daß bestimmte Aspekte a priori (!) von der Diskussion ausgeschlossen werden.

Du sprichst eher von einer "Erschwerung" des Diskurses. Deinen Ausführungen hierzu stimme ich erstmal zu.
Zitat:

Es ist ja nicht binär, also entweder ich wende mich den Theorien zu oder nicht. In der Praxis hört man sich doch zunächst an, was der Gegenüber zu sagen hat - das ist in der Regel nicht besonders aufwendig - und um dann erkennen: Ok. Interessant. Oder: Ich will nicht den Aufwand treiben, zu beweisen, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel
Wie gehabt, es ist ja deine Entscheidung, wem du dich zuwendest, und wem nicht. Falls du dich entschlossen hast, dich jemanden zuzuwenden, halte ich persönlich es für angemessen und dem Diskurs förderlich, mir zunächst die Ansichten des von mir gewählten Gegenübers anzuhören, gegebenenfalls zum besseren Verständnis noch einmal nachzufragen, und dann gegebenenfalls darauf konstruktiv einzugehen, meinetwegen sich auch wortlos wieder abzuwenden.
Unangemessen und diskurshemmend finde ich es, ohne zuzuhören, ohne Prüfung der Argumente und Ansichten, das Gegenüber a priori "niederzubrüllen".

Flow 11.05.2020 14:11

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1531354)
Das obige Argument geht so: Früher hatte man sich auch schon mal geirrt, also könnte man sich jetzt auch irren. Deshalb könnte ja überall was dran sein. Das ist halt ein Totschlagargument, denn es gilt für jegliche Erkenntnis.

"Obig" ... das war nicht mein Argument !

Ich finde es etwas mühselig zunehmend mir unterstellte Aussagen zurückweisen zu müssen, die ich selbst so nicht getätigt hatte ... :Blumen:

Flow 11.05.2020 14:18

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1531354)
Ergänzend: Es ging ursprünglich in meiner Argumentation nicht um Verschwörungstheorien. Es ging mir darum, dass Behauptungen, die nicht grundsätzlich für jedermann prüfbar sind per se diskurshemmend sind. Mit dem Einwand "[...] Theorien und Argumenten auch konstruktiv auseinanderzusetzen, gegebenenfalls Inkonsistenzen, Fehlschlüsse, nachweislich falsche Annahmen aufzudecken[...]" überzeugst du mich nicht, dass ich mich für den Fall selbst mit den absurdesten Behauptungen, auseinander zu setzen hätte. Ich halte es da lieber mit Arnes Perpetuum mobile Beispiel. Wenn du so möchtest: Ja, das ist auch diskurshemmend. Gott sei Dank. Man muss sich nicht jeden völlig offensichtlichen Schwachsinn geben. :Blumen:

Bzgl. "Hemmung", wie gehabt, verstehen und verwenden wir den Begriff wohl leicht unterschiedlich.
Bzgl. des von dir angeführten "Einwandes". Dieser war an die Bedingung geknüpft, "wenn du dich entschlossen hast, dich gewissen Theorien oder Menschen zuzuwenden".
Empfindest du etwas von vornherein als absurd, sinnlos, wertlos, (perpetuum mobile o.ä.), steht es dir natürlich frei, dich damit auch nicht auseinanderzusetzen. Das sehe ich, wie nun mehrfach betont, auch nicht als diskurshemmend an.

Flow 11.05.2020 14:19

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1531357)
Du meinst also, diejenigen, die z. B. Bill Gates und die Kanzlerin denunzieren haben immer das Recht lauter zu sein als diejenigen, die den Denunzianten zurufen "Ey, ihr denunziert Bill Gates und die Kanzlerin. Hört auf damit!"?

Ist es so gemeint?

Wenn ich das gemeint hätte, hätte ich das geschrieben.
Meine eigenen Worte sind oben ja noch nachzulesen.

Nobodyknows 11.05.2020 14:23

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1531364)
Wenn ich das gemeint hätte, hätte ich das geschrieben.
Meine eigenen Worte sind oben ja noch nachzulesen.

Ick war so schlecht in Mathe. "Umgekehrt proportional" sacht mir nüscht. Ohne Mist!

Man wird ja nochmal fragen dürfen!!!!* :Cheese:

N.

*Die Anzahl der Ausrufezeichen war ein Scherz.

Flow 11.05.2020 14:28

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1531368)
Ick war so schlecht in Mathe. "Umgekehrt proportional" sacht mir nüscht. Ohne Mist!

Man wird ja nochmal fragen dürfen!!!!* :Cheese:

Gut, aber dann vielleicht mal wieder zurück zu viralen Aspekten ... :Blumen:

Proportional :
Je höher die Denunziationslautstärke, desto höher das Niveau.
N = a*DL

Umgekehrt proportional :
Je höher die Denunziationslautstärke, desto niedriger das Niveau.
N = a/DL

Lucy89 11.05.2020 14:33

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1531325)
Wenn das mal gut geht - ich bin persönlich entsetzt:

Fitnesstudios in NRW wieder offen (seit heute 00:01)

Info:

https://www.general-anzeiger-bonn.de...n_aid-50479995

Die Videos die es zu den geöffneten Läden gibt sind interessant


m.

Ich könnte k**** wenn ich das sehe und dann die Tatsache dazu, dass vor September kein Regelbetrieb in der Kita stattfinden wird.
Es reicht einfach.

Trillerpfeife 11.05.2020 14:36

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1531346)
...


Schaffen "wir" es "hier" oberhalb des Facebook-Niveau zu bleiben, oder ist die Triathlon-Szene so groß geworden, dass sie die Gesellschaft 1:1 widerspiegelt und daher auch verwirrte Spinner mitschleifen muss? Oder haben verwirrte Spinner dieses Forum für sich entdeckt und gekapert und wie kann eine sehr heterogene Gemeinschaft (von Individualisten) damit umgehen?


Gruß
N. :Huhu:


oder sind unter Triathleten besonders viele verwirrte Spinner anzutreffen?


Macht doch einen Tread auf: "Lustiges und weniger lustiges Blah Blah rund um Corona"

LidlRacer 11.05.2020 14:45

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1531358)
Wat kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich weiser zu werden.

Dann hoffen wir mal, dass Du bald noch weiser wirst und Dich Dein Geschwätz von heute nicht mehr kümmert ...

chris.fall 11.05.2020 14:56

Moin,

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1531331)
Ich sehe das anders.
(...)
Es ist schlicht Zeitverschwendung. Und es ist eine Verschwendung medialer Aufmerksamkeit, wenn eine kleine Minderheit geistiger Fußgänger wie Detlev D! Soost und Attila Hildmann die Berichterstattung beherrschen. Wir haben wirklich wichtigeres zu tun.

herzlichen Dank, volle Zustimmung!


Da es hier auch gerade darum geht, was denn nun wichtiger ist, mbM dazu: Diesen Link - vielen Dank dafür! - fand ich sehr informativ:

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1531207)
Mal was thematisches :) allgemein gehaltene Zusammenfassung eines Biologen über die Übertragung von Corona - kann ich natürlich nicht sachlich bewerten, aber allgemein verständlich und interessant:

https://www.erinbromage.com/post/the...hem-avoid-them

Zum einen leite ich daraus für mich einige Verhaltensregeln ab; ich werde beispielsweise die neue Freizügigkeit im Konsum nicht ausnutzen.

Wenn ich zum anderen den Inhalt abgleiche mit wieder geöffneten Sportstudios, überfüllten Spielplätzen und Lokalpolitikern, die trotz eindeutiger Vorgaben (50 /100.000 / 7 Tage) eine sehr offene Interpretation von "konsequenten Maßnahmen" haben und "gerade das Greizer Gesundheitsamt habe Probleme, die Fälle nachzuverfolgen.", so befürchte ich doch sehr, dass wir gerade auf die zweite Welle zusteuern.


Viele Grüße,

Christian

Trillerpfeife 11.05.2020 15:02

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1531375)
Ich könnte k**** wenn ich das sehe und dann die Tatsache dazu, dass vor September kein Regelbetrieb in der Kita stattfinden wird.
Es reicht einfach.

ja ist schon bitter, wer das hauptsächlich ausbaden muss. Mütter und Kinder. Und dafür werden sie auch noch von ihren unzufriedenen, weil nicht systemrelevanten Ehegatten geprügelt.

Lucy89 11.05.2020 15:16

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1531380)
ja ist schon bitter, wer das hauptsächlich ausbaden muss. Mütter und Kinder. Und dafür werden sie auch noch von ihren unzufriedenen, weil nicht systemrelevanten Ehegatten geprügelt.

Zum Glück trifft letzteres nicht auf mich zu, da ganz lieber und systemrelevanter Ehegatte, aber so dürfte die traurige Realität in manchen Haushalten tatsächlich aussehen. Aber hey, der Ehegatte kann sich ja jetzt im McFit abreagieren.


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