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NiklasD 07.01.2022 10:03

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1640860)
Ich habe nicht das Gefühl, dass das Problem die großen Arbeitgeber sind. Die sind gut genug organisiert (sowohl Equipment wie auch Arbeitsabläufe inkl. Monitoring), um ihre Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Da spielt sicher auch rein, dass man Störungen der Arbeitsabläufe und/oder schlechte Presse befürchtet hatte. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, sind eher die mittlere und kleinen Unternehmen das Problem, bei denen der Firmenpatriarch die Kontrolle über seine Mitarbeiter haben will und/oder weder das Equipment noch die Arbeitsabläufe für digitales Arbeiten vorhanden sind.


Kann ich aus eigener Erfahrung auch berichten. Bei mir im größeren Konzern wurde ziemlich schnell wieder auf komplett Home-Office umgeschwenkt. Und auch deutlich gemacht, dass Zugang zu den Büros nur noch über einen großen Haupteingang möglich ist. Zudem kommt man nur rein, wenn der Abteilungsleiter das vorab genehmigt. Dagegen ist die Umsetzung in manch anderem kleineren Unternehmen im Freundeskreis doch eher ausbaufähig. Bei meiner Freundin muss das Büro tatsächlich jeden Tag mit mind. 1 Person besetzt sein, falls mal was ist und für die Post. (Bemerkung: Ihre Abteilung hat in 5 Jahren nicht einen Brief erhalten, der nicht vorab schon per Mail reinkam).

Und ein großes Problem ist der Staat selbst. Wenn ich überlege, dass mein Cousin beim Finanzamt nach 2 Jahren Pandemie immer noch keinen Laptop hat und deshalb nicht aus dem Home-Office arbeiten kann, dann fasse ich mir an den Kopf...

dasgehtschneller 07.01.2022 11:29

Hier in der Schweiz herrscht seit Weihnachten wieder Home Office Pflicht

Gleichzeitig hat bei uns in der Firma die Kantine wieder aufgemacht nachdem sie jetzt mehr oder weniger 1.5 Jahre geschlossen war :confused:

Wird wohl damit zusammenhängen dass die Kurzarbeitsentschädigung für unseren Koch ausgelaufen ist :Lachanfall:


Ich halte mich auf jeden Fall an die Empfehlung. Die Schweiz hat grad gleich viele Fälle wie Deutschland bei einem Zehntel der Bevölkerung und der Booster hält auch nicht so recht was er verspricht.
Meine Schwester hat es grade trotz Booster erwischt obwohl sie immer sehr vorsichtig ist.

welfe 07.01.2022 13:02

Zitat:

Zitat von NiklasD (Beitrag 1640874)

Und ein großes Problem ist der Staat selbst. Wenn ich überlege, dass mein Cousin beim Finanzamt nach 2 Jahren Pandemie immer noch keinen Laptop hat und deshalb nicht aus dem Home-Office arbeiten kann, dann fasse ich mir an den Kopf...

Wir Lehrer mussten auch ins Homeoffice ohne Geräte. Wir zumindest haben bis heute keine. :Cheese:

NiklasD 07.01.2022 14:31

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1640935)
Wir Lehrer mussten auch ins Homeoffice ohne Geräte. Wir zumindest haben bis heute keine. :Cheese:

Kein Gerät zu haben ist ja auch kein generelles Hindernis. Gibt ja auch Software Lösungen, um sich mobil auf die Server schalten zu können.

Nur sollte man irgendeine Infrastruktur schaffen, um das zu ermöglichen. Dass das in 2 Jahren Pandemie in vielen staatlichen Insitutionen (wo Home-Office von den Aufgaben möglich wäre) noch nicht passiert ist, ist für mich ein Armutszeugnis.

sabine-g 07.01.2022 14:39

Meine Hardware ( Notebook ) steht in der Firma.
Ich kenne keinen berufstätigen Menschen, der einen homeofficetauglichen Beruf ausübt, der keinen eigenen Computer benutzt.

Ein VPN sollte niemand wirklich benötigen, ein VPN transportiert alle Viren in alle Richtungen ( von der Firma nach Hause oder vom zu Hause in die Firma), ein VPN kostet für viele Mitarbeiter viel zu viel Bandbreite, so dass die Internet Anbindungen der Firma sehr überlastet ist und das Arbeiten nicht mehr möglich ist.
RDP Verbindungen haben diese Probleme nicht und man kann sich mit dem eigenen PC schnell und unkompliziert auf die Hardware in der Firma verbinden.
Jeder mittelmäßig talentierte Admin sollte ein RDP Gateway auf die Beine stellen können.
Falls nicht: Ich mach es. Für Freunde und Bekannte nehme ich nur 40€/h (brutto=netto) :Cheese:

Matthias75 07.01.2022 14:57

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1640956)
Meine Hardware ( Notebook ) steht in der Firma.
Ich kenne keinen berufstätigen Menschen, der einen homeofficetauglichen Beruf ausübt, der keinen eigenen Computer benutzt.

Ich kenne andersrum kaum einen, der seinem Arbeitgeber seinen Privatrechner zur Verfügung stellen muss. Da hat jeder ein Notebook vom Arbeitgeber. Zum Teil wird auch doppelte Hardware (Dockingstation, Monitor etc.) für zu Hause zur Verfügung gestellt.

Da Hauptproblem dürfte aber bei vielen Arbeitgebern der Vorgesetzte oder die Unternehmensleitung sein. Viele vorgesetzte wollen das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr Personal zu haben. Zumindest wird in Gesprächen relativ häufig das Argument des Chefs angeführt, dass dieser nicht weiß, was die Mitarbeiter zu Hause tun, auch bei Berufen, bei denen eine Kontrolle der Arbeitsleistung verhältnismäßig einfach ist, z.B. über das geleistete Arbeitspensum (abgearbeitete Fälle, Akten oder Projekte, Stunden/Projekt etc.).

Da fehlt häufig einfach das Vertrauen in die Mitarbeiter und die Fähigkeit oder der Wille, sich an ein neues digitales Arbeitsumfeld anzupassen.

M.

sybenwurz 07.01.2022 15:07

Ich hab schon alleine der Konsequenz wegen meinen Rechner aus der Firma mit heim genommen.
Hat sich seit mittlerweile fast zwo Jahren so bewährt...:Cheese:

Was die immer noch abgängige Infrastruktur anbelangt, hätten wohl ein paar mehr (beispielsweise) Lehrer mit den Schultern zucken und 'tut mir leid' sagen müssen.

sabine-g 07.01.2022 15:15

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1640960)
Ich kenne andersrum kaum einen, der seinem Arbeitgeber seinen Privatrechner zur Verfügung stellen muss. Da hat jeder ein Notebook vom Arbeitgeber. Zum Teil wird auch doppelte Hardware (Dockingstation, Monitor etc.) für zu Hause zur Verfügung gestellt.

Bei uns wird der private Computer für die Verbindung in die Firma genutzt.
ist zumindest mein Kenntnisstand, kann sein dass es Fälle gibt wo extra Hardware zur Verfügung gestellt wird.
Ich will die Hardware aber gar nicht haben, privat hab ich ein Notebook und daran angeschlossen - als 2. Bildschirm - ein 34" Monitor, Standard von der Firma sind zwei 24" Monitore mit 1920x1080, das ist Mäusekino.


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