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trithos 14.01.2021 10:31

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1577922)

Habe mich gestern mit einem schwedischen Arbeitskollegen über deren Massnahmen unterhalten. Sie haben keine Maskenpflicht (und ziehen sie auch nicht an) bis auf Public Transport in der Rush Hour. Ausserdem wird kein Alkohol mehr in den Abendstunden verkauft. Der Rest sind Empfehlungen. Das liegt aber auch den Gesetzen dort, dass es nicht so einfach ist, bestimmte Massnahmen als Gesetze einzuführen. Der Erfahrungsbericht ist aus Malmö/Helsingborg.

Hurra Schweden! ;)
Der schwedische Arbeitskollege ist offenbar nicht gut informiert über die aktuellen Vorschriften, fürchte ich. :Huhu: Es gibt (mittlerweile) weit mehr Einschränkungen als er Dir berichtet. Außer die Infos, die bei der österreichischen Wirtschaftskammer zusammengetragen worden sind, stimmen nicht. Ist natürlich möglich, ich halte das aber für unwahrscheinlich und darf daher auszugsweise aus unten verlinkter Info zitieren (Hervorhebungen von mir):

+ Der Unterricht an Gymnasien findet seit 07. Dezember und bis mindestens einschließlich 24. Januar 2021 wieder als Distanzunterricht statt.

+ Allgemeine öffentliche Zusammenkünfte mit mehr als 8 Personen wurden bereits per Verordnung ab dem 24. November untersagt - dies gilt für Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Demonstrationen. Zwischenzeitlich haben aber kommunale Einrichtungen in diesen Bereichen großflächig geschlossen, Bäder und Museen bleiben bis mindestens 24.01.2021 geschlossen.

+ Die schwedische Regierung hat ein anlassbezogenes Pandemiegesetz ausgearbeitet, das per 10. Januar 2021 zahlreiche der bisherigen Empfehlungen in Auflagen umwandelt und die Möglichkeit zu Sanktionen bzw. Schließungen im Bereich von Freizeit, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel gibt.

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/geschaeftsreisen-aus-oesterreich-nach-schweden.html#heading_Schutzmassnahmen_und_Geschae ftsleben

sabine-g 14.01.2021 10:33

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1577941)
Nicht jede Klitsche hat ausreichend VPN-Zugänge.

Ein VPN ist auch der denkbar unsicherste Weg ..... oder halt der sicherste um aus dem privaten Netz Viren ins Firmennetz einzuschleusen.
Daher nutzen wir ausschließlich RDP, das hat den weiteren Vorteil, dass ausschließlich ein paar Pixel über die Leitung gehen.
Setzt allerdings voraus, dass man zu Hause wenigstens einen halbwegs aktuellen PC hat der das Protokoll ( den die Gegenstelle fordert ) unterstützt.

Schwarzfahrer 14.01.2021 10:41

Zitat:

Zitat von Bockwuchst (Beitrag 1577932)
Au ja, lass uns mal wieder über Schweden reden.
Ich finde die Zahlen im gelobten Land immer noch nicht so besonders. Im 7 Tage Mittel der Todeszahlen sehe ich keinen Rückgang.

Rückgang oder nicht: pro 100.000 Einwohner sind die Sterbezahlen in Schweden wie in Deutschland praktisch identisch seit Ende Juli, die kurzzeitigen Unterschiede liegen im Bereich von +/- 1/100000. Und da die Inzidenzen in Schweden deutlich höher liegen, testen wir entweder viel weniger, oder schützen unsere Anfälligen Mitbürger deutlich schlechter...Auf der Zeit-Corona-Seite kann man sich schön mehrere Länder im Vergleich darstellen lassen.
Das passt auch zu der neuen Studie Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19, die zum Schluss kommt:
Zitat:

Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country. In France, e.g., the effect of mrNPIs was +7% (95CI ‐5%‐19%) when compared with Sweden, and +13% (‐12%‐38%) when compared with South Korea (positive means pro‐contagion). The 95% confidence intervals excluded 30% declines in all 16 comparisons and 15% declines in 11/16 comparisons.
Grob heißt das für mich, daß der Zusatznutzen von Zwangsmaßnahmen gegenüber den Emfpehlungen sehr gering ist und nicht den erzeugten Kollateralschaden aufwiegt (was allerdings die Studie nicht betrachtet).

Trimichi 14.01.2021 10:50

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1577958)
Kannst Du definieren, was Du dann unter Lockdown verstehst, und wie Du den aktuellen Zustand als Unterschied dazu benennen würdest, in dem viele Menschen ihr Beruf nicht ausüben dürfen, Unternehmen ihre Existenzgrundlage auf unbestimmte Zeit entzogen wird, Kultur und Freizeitmöglichkeiten weitgehend stillgelegt sind, Sterbende nicht im Krankenhaus besucht werden dürfen und die Menschen sich nicht besuchen und abends nicht mehr das Haus verlassen sollen? Bitte nicht "neue Normalität":dresche .

Dem schließe ich mich gerne an. Soweit ich kann.


Mir ist nämlich nicht klar, ob und wie #keko zwischen den Begriffen, Lockdown und Shutdown, differenzieren möchte. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach erfindet er immer wieder neue Worthülsen, die in der Begriffsextension, und zudem inhaltlich undifferenziert bleiben, weil ja nicht genau begrifflich bestimmt worden ist, was gemeint sein soll. :confused:

Im Prinzip müssen Krankenhausbesuche wie auch Besuche von Familienangehörigen in Altenheimen eigentlich erlaubt sein. Und deswegen habe ich mich dir, Schwarzfahrer, gerne angeschlossen.

Ansonsten bitte ich um Verständnis dafür, falls ich schon wieder genervt habe. Auf Verdacht also entschuldige ich mich, freiwillig. :)

gaehnforscher 14.01.2021 10:51

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1577947)
In Worldometer sind ganz andere Zahlen als du sie hier veröffentlichst. Frage ist jetzt, was stimmt und warum sie so unterschiedlich sind.

Ich verweise mal auf einen Post von dir aus Anfang Mitte Dezember, in welchem du die damals entsprechende Grafik gepostet hattest:

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1573274)
Also, nach einer weiteren Woche fallen die Todes-Zahlen in Schweden immer noch!

Mal sehen, was jetzt noch für weitere abstruse Erklärungen kommen, warum die Zahlen nicht stimmen. :Cheese:

Bestimmt Verschwörung für die Zweifler hier, passt nämlich nicht in dessen Weltbild, dass Schweden nicht ganz so den falschen Weg eingeschlagen hat.

Komischerweise ist in dem von dir damals aufgezeigten "Abfall" selbst in deiner eigenen aktuellen Grafik nichts mehr zu erkennen. Woran das wohl liegt...

Edith: Hab die Grafiken jetzt nicht erneut hier eingefügt, über den Link zum Post sind die ja einfach zu finden.

Adept 14.01.2021 10:56

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1577969)
Ich verweise mal auf einen Post von dir aus Anfang Mitte Dezember, in welchem du die damals entsprechende Grafik gepostet hattest:



Komischerweise ist in dem von dir damals aufgezeigten "Abfall" selbst in deiner eigenen aktuellen Grafik nichts mehr zu erkennen. Woran das wohl liegt...

Edith: Hab die Grafiken jetzt nicht erneut hier eingefügt, über den Link zum Post sind die ja einfach zu finden.

Deinen komischen "Abfall" kannst du dir selbst beantworten, wenn du meine Beiträge mal richtig liest. ;)

deralexxx 14.01.2021 10:58

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1577938)
Da steht ja auch einschränkend "wo möglich und mit vertretbarem Aufwand machbar". Ich sehe auch durchaus ein Problem bei kleineren Unternehmen die keine Heerschar an IT-Spezialisten haben, um die IT Sicherheitstechnisch für Homeoffice vorzubereiten. Bezügl. IT Sicherheit ist Homeoffice einfach ein Risiko und muss aufwendig abgesichert werden.

Klar, ist nicht easy, aber auch nicht wirklich überraschend, es wird mit dem Finger auf Schulen und die Politik gezeigt, warum diese nicht auf Homeschooling einstellen konnten die letzten Monate, selbes gilt wohl auch für Unternehmen.

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1577941)
Nicht jede Klitsche hat ausreichend VPN-Zugänge. Ich könnte mir auch vorstellen, dass bzgl. Sicherheit gerade große Lücken gerissen werden, wenn Millionen DAUs daheim arbeiten. Aber passt ja, es geht ja um einen Virus :Cheese:

VPNs sind nicht der einzige Weg. Ich arbeite selbst in einem Unternehmen bei dem derzeit global von zuhause gearbeitet wird und keiner hat VPN und ich lehne mich aus dem Fenster zu sagen das tut der Sicherheit keinen Abbruch (muss natürlich mit anderen Maßnahmen ausgeglichen werden).

Canumarama 14.01.2021 10:59

Zitat:

Zitat von Thomas W. (Beitrag 1577954)
Vorsicht spaltender Sarkasmus :o

ich bin sehr froh, dass wir in Berlin aktuell so massive Einschränkungen getroffen haben.
Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn wir nochmal soviele Tote, wie im Februar 2018 hätten.
Da war was los, ich denke jeder erinnert sich an die einschneidenden Momente im Januar ,Februar 2018 , wie wir täglich vor den Bildschirmen hockten und hofften, dass wir wieder raus dürfen, zuckten, wenn wir die Sirenen hörten. Es wurde ja schon im Januar jeder einzelne Tote gezählt, da wir ja nicht wussten, ob die unfassbaren Maßnahmen damals auch wirken würden und dass als Folge eben dieser Maßnahmen im Februar die Zahlen wieder runtergehen würden. No more Februar 2018 !

Liebe Grüße an beide Seiten :bussi:

Hab mich dann für heute abgearbeitet.

Woher hast du diese Grafik? Konnte diese nirgendwo finden. Hast du vielleicht einen Link?


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