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3-rad 09.09.2013 21:00

Andreas Niedrig war/ist nach seiner ersten Karriere ebenso süchtig.
Nur eben nach Bewegung oder sagen wir Leistungssport.

Andreas war aber auch früher mal Schwimmer und insofern fällt ihm die erste Disziplin entsprechend leicht.
Zusätzlich ist er ein begnadetes Talent.
Es stellt sich die Frage wie schnell er ohne seine frühere Drogensucht gewesen wäre.
sub8h?

Auf jeden Fall ist es wohl eine Mär, dass man nach einer Suchtkarriere im Sport abgeht wie Schmitz Katze.

Jhonnyjumper 09.09.2013 21:00

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 952585)
Ich halte diese Romantisierungen des Drogenmissbrauchs nach dem Muster "mir ging’s mal dreckig, drum habe ich heute im Sport eine härtere Birne als andere Weltklasseathleten" für ein modernes Märchen.

Ist m.E. sogar völliger Quatsch. Ich würde eher sagen, dass der Hang zur Sucht ein neuen Anwendungsbereich gefunden haben könnte.
Grüßle, J.

mumuku 09.09.2013 21:00

liest sich unauffällig:

http://www.roadraceresults.com/road-....php?rg=371738

Jay 09.09.2013 21:02

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 952585)
[...]Meiner Meinung nach taugt eine frühere Drogenkarriere nicht als Begründung für herausragende sportliche Leistungen. Ganz im Gegenteil, es macht solche Leistungen in besonderem Maße erklärungsbedürftig.[...]

Das sehe ich ähnlich. Eine Lisa Hütthaler hat auch eine jahrelange Drogenkarriere hinter sich und kann trotzdem "frei rumlaufen". Das Niveau, auf dem Sie sich heute befindet, hat sie sich nicht allein "erarbeitet". Das kann keiner bestreiten.
Außerdem: Kanada ist bekannt für seine fehlende Antidopingmaßnahmen.

Also entweder ist die Geschichte mit der Drogenkarriere erfunden (oder wenigstens stark übertrieben) oder die "Drogenkarriere" ähnelt der einer Lisa Hütthaler (nur im verborgenen).

Mir ist einfach der Zeitraum (2 Jahre) suspekt!

Jay 09.09.2013 21:10

Zitat:

Zitat von mumuku (Beitrag 952590)

Wieso unauffällig?
Ich finde, dass er für einen "Drogensüchtigen" erstaunlich fit war in all den Jahren.
Also hat uns http://tri-mag.de einfach nur einen Bären aufgebunden und der Thread kann getrost geschlossen werden...

Klugschnacker 09.09.2013 21:15

Zitat:

Zitat von Jay (Beitrag 952591)
Das sehe ich ähnlich. Eine Lisa Hütthaler hat auch eine jahrelange Drogenkarriere hinter sich und kann trotzdem "frei rumlaufen". Das Niveau, auf dem Sie sich heute befindet, hat sie sich nicht allein "erarbeitet". Das kann keiner bestreiten.

Das sehe ich nicht so ähnlich. Ich meinte mit dem Begriff "Drogenkarriere" etwas ganz anderes.

sbechtel 09.09.2013 21:21

Ich glaube, hier wird Doping mal wieder gnadenlos überschätzt. Als ob man nur zwei Jahre Pillen einwerfen braucht, um ein Weltklasseathlet zu sein. Ein mentales Argument wegen der Vergangenheit, sehr viel Talent, sportliche Vorbildung in der Jugend etc. pp. halte ich da für viel untersuchenswertere Argumente. Kein Zweifel, Doping hat einen großen Nutzen. Aber nicht so groß. Wenn jemand nach zwei Jahren Weltklasseniveau hat, dann hat das noch viel andere Gründe.

Hafu 09.09.2013 21:22

Diesen Artikel spuckt Google aus, wenn man nach Lionel Sander sucht und der dreiseitige relativ ausführliche Text mit viel "human touch" stammt von 2011 und schon damals war er ein Sieganwärter bei (kanadischen) Mitteldistanzen.

Da steht auch, dass er einen Background als Läufer im Highschool-und University-Team hat, also schon vor der Drogenepisode Leistungssport betrieben hat. Außerdem sind mittlerweile seit 2011 zwei weitere Jahre vergangen, in denen er wohl professionell unter dem Trainer von Olympiasieger Simon Whitfield trainiert hat.

Die Leistung kommt also nicht von nirgendwo.

Andererseits erfährt man in dem Text aber auch, dass er mit gelbem Livestrong-Armband rumläuft und Armstrong zu seinen Vorbildern zählt... (2011 gab es von dieser Sorte zwar noch ein paar mehr als heute, aber die wesentlichen Fakten zu LA waren auch damals schon bekannt und belegt, auch wenn sie mancher noch nicht wahrhaben wollte)

Je nach persönlicher Hernagehensweise findet man also ohne Probleme ein paar Argumente, die Sanders Leistung ein bisschen plausibler machen und andererseits auch solche Argumente, die das eigene Stirnrunzeln eher verstärken.

Am besten man hält sich mit einem Urteil erstmal zurück, bevor man genauere (und aktuellere) Details hat


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