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Schneller auf dem kleinen Blatt?
Guten Morgen...
Mittwoch war ich noch ein bissl Rad fahren.Als ich einen Anruf von meiner Freundin wegen eines kranken Hundes bekam, hab ich aus der GA1 Einheit eine Vollgastour machen müssen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich an meinem Rad besser zurecht komme wenn ich vorne das 39er Blatt fahr und hinten das kleinste Ritzel.So konnte ich immer eine Geschwindigkeit über 35km/h halten und hatte dabei eine Kadenz von 94-102 Wenn ich aufs große Blatt gegangen bin, ist meine Geschwindigkeit sowie meine Kadenz deutlich gefallen. Ist es denn dann für mich sinnvoll im Wettkampf eher Mitte zu fahren, oder muss ich jetzt mehr kraftorientiert fahren? Fühle mich am wohlsten bei einer Kadenz zwischen 85 und 95. Ist ja eigentlich kontraproduktiv, wenn ich groß fahren will, aber in der Geschwindigkeit zu arg nachlass. Danke im Vorraus!!:Huhu: Schönen Tag... Edith: Unserer kleinen geht es gut-ist wohl doch nichts schlimmes.... |
Moin Moin Sascha,
das geht mir ähnlich, ich komme vorne mit dem 42er Blatt und hinten mit den unteren 3 Ritzeln auch besser zurecht, als vorne mit dem 52er Blatt. Alles über OD fahre ich dann auch häufig mit einer höheren Drehzahl, anstatt mit Kraft. |
Interessante Fragestellung, weil: Ich habe im Grunde das umgekehrte Problem - vor allem im Flachen.
Ich fahre üblicherweise recht hochfrequent (95 rum - eher mehr) und wenn ich dann den Puls beobachte, merke ich, dass ich nen niedrigeren Puls hätte - bei (mindestens) gleicher Geschwindigkeit - wenn ich einen dicken Gang langsamer (85 rum) treten würde. Ich für meinen Teil mache jetzt mal ein paar Ausfahrten eher mit nem dicken Gang um zu sehen ob mich das im Flachen weiter bringt. Ich hab nämlich das Problem, dass mich im Flachen immer alle versäbeln und ich am Berg alle stehen lassen. Ob das mal nicht von der Kurblerei kommt ... Was m.E. halt schon auch passen muss ist die Übersetzung zur "normalen" Trittfrequenz. Grüße Helmut P.S. Fahre üblicherweise allerdings auch 50/34 mit 11-25 |
Super, ich fühl mich endlich nicht mehr so einsam... :Cheese:
Ich bekomme auch sofort dicke Beine, sobald ich intensiv fahre und dabei mit der Trittfrequenz unter 100 gehe. Auf dem Bergrad bin ich mit 3-fach Kurbel 30/39/50 und Kassette 12-21 glücklich geworden. Damit kann ich zumindest bergab oder wenn nicht ganz so intensiv aber zügig gefahren wird (z.B. im Windschatten) auch mal die (verkleinerte) Scheibe benutzen. Auf dem Tria-Rad bin ich auch erstmal an den Übersetzungen in Kombination mit Heldenkurbel 39/53 verzweifelt. Erst hab ich versucht, mit ner Kassette 12-25 die Kettenlinie von der Scheibe bei noch fahrbarer Entfaltung hinzubekommen, bin aber trotzdem in der Ebene außer im Intervalltraining immer auf dem kleinen Blatt gefahren. Jetzt hab ich ein 42er als kleines Blatt und eine 11-21er Kassette montiert und bin einigermaßen glücklich. Bei meinem meistgefahrenen Zähneverhältnis von 2.8 bis 3.0 (Auf dem Eingangrad fahr ich 42:15) sieht die Kettenlinie vom 42er Blatt zum 14er oder 15er Ritzel einigermaßen gesund aus. Damit fahre ich bei ner 110er TF 42 km/h, was für flache Parcours ausreicht. Demnächst will ich mal ein 48er Blatt, das hier noch rumliegt, aufs Wettkampfrad werfen und testen. Da es auf den meisten Strecken eh nicht lange bergab geht und es im Wettkampf kaum lohnt über 50 km/h aktiv zu bolzen, braucht man die ganz langen Gänge IMHO gar nicht. Ich weiß nicht, wer sich die meisten gängigen Übersetzungen ausgedacht hat, oder ob man wirklich die diagonale Kettenlinie fahren soll..... |
Das ist eigentlich ganz einfach, da fehlen eben ein paar Trainingskilometer!
Man fährt ja auch (sollte man jedenfalls) zu Beginn der Saison alles auf dem kleinem Blatt! Klar würde ich kein großes Blatt fahren, wenn ich wüßte, daß ich mit dem kleinem Blatt schneller wäre;) Also ich denke, mehr fahren (auf dem kleinem Blatt), dann kommt die Kraft (fürs große Blatt) fast automatisch. Dann ist man logischerweise auf dem großen Blatt schneller; wer's gar nicht will kann es ja demontieren und spart dabei auch noch Gewicht:) |
Groß oder klein hin oder her - letztlich geht es doch darum nen leichteren Gang mit ner höheren Frequenz oder nen dickeren Gang mit ner niedrigern Frequenz zu fahren.
Ich habe den Verdacht (mehr nicht) das es ab einer gewissen Grenze TF Obergrenze vernünftiger ist etwas dicker zu fahren. Ich bin im Training unlängst ein "5km Zeitfahren" gefahren. TF 97 und Puls Schnitt 172. Irgendwie ist das einfach zu hoch ... hätte wohl lieber dicker getreten .... In dem Film: "Die optimale TF - Wie Armstrong oder Ullrich?" (o.s.ä.) werden auch n Paar starke Athlten zitiert, die sagen, dass sich ihre TF eher so bei 85-90 im WK einpendelt. Also eher n Tick dicker mit nem Tick niedriger TF. |
alles nur einbildung..
http://www.ritzelrechner.de/#KB=39,5...U F=2099&SL=2 wie du siehst, könntest du mit ziemlich genau der gleichen kadenz wie 39-12 auch 53-17 fahren. und nicht ganz ohne grund sind die beiden letzten ritzel ausgegraut, so eine diagonale kettenlinie sollte man einfach nicht fahren. |
Es ist alles eine Sache der Gewöhnung. Ich habe letztes Jahr mit Triathlon angefangen und mir im April 08 mein erstes RR mit 3fach Ultegra geholt. Im November habe ich mir dann ein TT zusammen gebastelt mit 42/52 und 11/23. Habe dann eisern auf dem 42er trainiert und ab Mitte April fahre ich auch im Training(im flachen) nur noch das 54er. Und es klappt...
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Was ich aber noch nicht so verstanden habe ist, dass kupferle schreibt, dass seine Wohlfühl TF bei 85-95 liegt und er sich aber bei einer 94-100-irgendwas und dem 39er Blatt besser gefühlt hat. |
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Ich hab unabhängig davon, wie fit ich bin, eine Wohlfühl-TF von ~95. |
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Echt? Ich hab da schon ne Varianz. Ab 80 wird's mir zu niedrig und ab 105 zu hoch (aber auch unabhängig vom Trainingszustand). Ich hab aber oft max TF von 125 oder drüber auf dem Tacho stehen ... Wie gesagt: Es geht - so habe ich es verstanden - kupferle eben nicht darum die TF konstant zu halten, sondern er fragt ja konkret nach nem anderen TF Ansatz. |
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Bei mir sind es 90-95 rpm. Das hat natürlich zur Folge, dass ich auf meinen welligen Trainigsstrecken fast nur das 39er Blatt fahre. |
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39-12 ist laut ritzelrechner gleich (hoch)frequent wie 53-17. und somit bei gleicher frequenz und geschwindigkeitauch gleich "dick". von daher ist es für die frequenz also egal, ob man auf dem kleinen oder grossen blatt fährt, nur für den verschleiss der kette ist 39-12 schlechter. |
Guude,
na dann mal meine Feststellung zum Thema. Mir bringt eine etwas höhere TF mehr Geschwindigkeit. Konnte ich dieses Jahr beim IM Lanzarote feststellen, 15 min schneller als im letzten Jahr auf der Radstrecke, etwas weniger Wind war zwar auch, aber das alleine wars nicht. Hatte letztes Jahr sehr viele "dicke" Gänge trainiert! Nur ist das auch Typverschieden. Man sollte halt für sich rausbekommen was am Besten ist. Zu Beginn der Saison ist es aber mit Sicherheit von Vorteil kleinere Gänge zu treten, zumal die Knie es auch begrüßen. Im WK liegt wohl die TF eher im Bereich zwischen 85 und 95 Umdr/min. Auch sollte man sich nicht mit reinen Rennradfahrern vergleichen, die müssen nachher nicht mehr laufen, höchstens zum Teambus oder zur Dopingkontrolle. :Cheese: Also ich werde die kleineren Gänge auch in Zukunft bevorzugen, aber wenn mal ne Welle kommt, einfach den gang stehen lassen und durchdrücken, das gibt ja dann auch ordentlich Druck. Die Mischung machts halt. |
Habt ihr Euch schon mal die Mühe gemacht, die Übersetzungen für jede Kombination auszurechnen? Ich habe das mal gemacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß die Ritzel und die Kettenblätter irgendwie nicht ganz perfekt aufeinander abgestimmt sind. Will heißen: Wenn ich beispielsweise mit dem großen Blatt nur die sechs kleinsten Ritzel benutze, zwecks einigermaßen vernünftiger Kettenlinie und mit dem kleinen Blatt entsprechend die größten sechs Ritzel benutze, dan sollte man ja naiverweise erwarten, daß sich die Übersetzungen überschneiden, tun sie aber nicht!
Hab jetzt gerade die Zahlen nicht da, werd sie aber nachreichen, dann werdet ihr sehen, was ich meine. Das würde nämlch auch erklären, warum manch einer sich auf dem kleinen Blatt "wohler" fühlt. Also, checkt mal Eure Übersetzungen! |
du könntest natürlich auch einfach den ritzelrechner-link von oben benutzen..
:Huhu: |
Vielen Dank für den Link!
Vielleicht hätte ich einfach nochmal zurückschalten sollen...2 Blätter hab ich laut Ritzelrechner noch übrig...ohne die Kette zu arg zu belasten... @Ausdauerjunkie: Wahrscheinlich hab ich echt zu wenig km in den Beinen...werd ich aber an diesem We ändern!! Edith:Die Wohlfühlcadenz bezog ich übrigens auf die Cad die sonst fahre ohne drauf zu achten |
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FuXX |
Ich fahre eh immer nur 56/11 – bin quasi eine fleischgewordene Harley Davidson……
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auf 20"? :Lachanfall:
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Aber ist ja ein geniales Tool! |
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=> Weniger Verschleiß und besserer Wirkungsgrad. Zur Trittfrequenz sagt Chrissies Ex-Trainer Brett Sutton: "above 90 on the bike , will kill your run" cycling cadence for running inpared.. Ich fühle mich auch unter 90 am wohlsten und stärksten. |
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Ich fahre 50-36 mit 12-27, Meist benutze ich 50-17 und die Hügel gehen noch mit 50-19/21. Kadenz ist bei mir so um die 90, höher kann ich gar nicht. Die Kette läuft fast immer gerade und schön leise. Der 27er wird nächste Woche am Großglockner gebraucht.....
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Er will nicht mit der gleichen Frequenz fahren. Er möchte weniger Kraft und dafür mehr Frequenz für die gleiche Geschwindigkeit (oder im idealfall höhere :cool: ) einsetzen. Cheers Helmut |
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why ? I DONT CARE it just is " Cycling Cadence Question |
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Ich für meinen Teil - das gilt es aber noch zu verifizieren - habe den Eindruck für mich, dass ich die Geschwindigkeit X (also gleiche Leistung) mit einer hohen Frequenz (95+) und "dünnem" Gang energetisch höher bezahlen (der Puls ist höher) muss als ne 85er Frequenz mit nem "dicken Gang".
Das wird im Prinzip ja auch so von Holger und Arne im Film bestätigt und auch die Beispiele der Pros die irgendwo zischen 85 und 90 1/min liegen sagen sowas in der Richtung. Jürgen Zessner sagt, dass bei Pros im IRONMAN die durchschnittliche Frequenz bei 85 liegt. Holger hat das bestätigt - er selbst fährt auch 80-85. Faris ist 2006 81er Frequenz gefahren (sagt Bischi). Ich hau jetzt einfach mal einen raus: Ich denke, so wie ne ganz niedrige Frequenz (60er rum) die Typ II Fasern schneller ermüden lässt (das ist die Begründung von Zessner und Holger) wird ne ganz hohe Frequenz wohl eher zu einer Ermüdung des Nervensystems führen .. es schleicht sich der "Langsamtrott ein". Aber was weiß ich :) Unter'm Strich würde ich eher auf der 85er als auf der 100er Frequenz fahren. Ich werd' das für mich zu ändern versuchen. Die TF Varianz habe ich. |
Also dieser Link ist natürlich auch nicht schlecht...wenn mein Englisch nur besser wäre..
Hab es aber halb verstanden...wenn man zu viel kurbelt(hohe Cad) dann verbraucht man zu viel Energie.... und man kann nur wie Lance kurbeln, wenn man auch so wie Lance trainiert... Ich werde jetzt auf jeden Fall mal probieren das richtige Optimum für mich zu finden... und meine Kette sollte immer ziemlich gerade sein... bisher dachte ich immer, es würde weniger Energie kosten, wenn man nen leichten Gang tritt-dafür höhere Frequenz... da ich aber nicht Lance bin, kann ich das ja wieder lassen;) :Lachen2: |
Also wenn ich mir so anschaue, dass alle die von diesem Problem berichten entweder Kompaktkurbeln, Dreifach- oder sowieso auf dem kleinen Blatt fahren und das meist mit recht hoher Frequenz würd ich ganz spontan mal sagen, dass diejenigen einfach nicht genug Kraft haben...
...eine Woche z.B. Tour de France-Berge (1. Kategorie oder HC) fahren bewirkt da manchmal wunder!...Allerdings nicht wenn man hinten eine Kassette mit Bratpfannendurchmesser fährt! Das sollte schon K3 sein und am besten so, dass der Gang schon fast zu dick ist um rund zu treten! |
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Höhere Trittfrequenz ist aerodynamisch ungünstiger. Laut dem Kreuzotter-Rechner, den es eigentlich nicht mehr gibt http://web.archive.org/web/200802130...tsch/speed.htm kosten 10 UpM mehr Pi mal Daumen 1 Minute auf der Langdistanz. Habe aber keine Ahnung, wie realistisch dessen Annahmen sind. |
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Ansonsten versuch ich es mal auf der Alb...:Cheese: |
@Kupferle: Ein klein wenig Eigeninitiative ist schon nötig...aber vielleicht hast Du ja Glück und die Plattentektonik ist Dir gnädig gesinnt und Du bekommst Zeit Deines Lebens noch Berge!
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In der Sache hat er (und du) aber recht. Tiefere Tritt-Frequenzen sind ökonomischer, allerdings nur, wenn man sie im Training auch entsprechend übt; wenn man erst im Wettkampf anfängt "dick" zu treten, schießt man sich ziemlich sicher ab. Man braucht sich auch nur, die Tausenden Freizeitradler an den einschlägigen Radwanderwegen ansehen, die ohne Trittfrequenzmesser einfach aus dem Gefühl heraus Tretfrequenz und Gang wählen, so wie sie es am angenehmsten empfinden: die sind fast alle instinktiv so mit Trittfrequenzen um 70-75 U/min unterwegs. Früher dachte ich, die fahren alle verkehrt, weil sie's nicht richtig gelernt haben. Heute bin ich der Meinung, die nutzen ihre unbewusste somatische Intelligenz und wir Triathleten haben uns historisch bedingt früher viel zu sehr von der Lehre der Radprofis, derzufolge man immer mit Frequenzen zwischen 90 und 110 unterwegs sein sollte beeinflussen lassen, obwohl das Radfahren im Ironman doch etwas völlig anderes als ein Radrennen ist. |
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Mario hat zu dem Thema einige Studien ausgegraben:
![]() Die ideale Trittfrequenz für Triathlon und Zeitfahren Von Mario Schmidt-Wendling Häufig wird eine möglichst hohe Trittfrequenz empfohlen. Neuere Studien zeigen jedoch, dass dies ein Irrtum ist. Denn verschiedene Trittfrequenzen unterscheiden sich deutlich im Sauerstoffverbrauch und in der Aktivierung des Fettstoffwechsels. Für kurze und lange Zeitfahren lassen sich daher konkrete, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für bestimmte Trittfrequenzen abgeben. Außerdem interessant: Niedrige und hohe Trittfrequenzen unterscheiden sich auch in der Art, wie stark Muskelgruppen ermüdet werden, die für das nachfolgende Laufen benötigt werden. Die Trittfrequenz auf dem Rad beeinflusst damit die Laufleistung. Ein Beitrag von Triathlontrainer Mario Schmidt-Wendling. » Direkt zur Sendung… |
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Vielleicht bist Du aber auch ein Leichtgewicht(???)....so wie meine Frau, die kann auch auf der Ebenen nicht so bolzen, ist aber am Berg nicht so viel langsamer wie in der Ebenen. ...was natürlich meine Theorie von der mangelnden Kraft um den Aspekt des niedrigen Körpergewichts erweitern würde! |
man sollte sich überlegen ob es in diesem Thread um Trittfrequenzen oder Übersetzungen geht...
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mir hilfts bei längeren Strecken (MD) auch aller 5-10 Minuten zwischen kleinerem und großem Gang zu wechseln, man muss sich in der Fragestellung also nicht eindeutig entscheiden.
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