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Training und Familie
Ein fröhliches aber fragendes Hallo an alle Väter und Mütter! :Huhu:
Ich brauche mal bitte die Hilfe der Erfahrenen unter Euch. Ich möchte gerne nach einigen Jahren als Läufer und noch mehr Jahren als Radrennfahrer umsteigen auf Triathlon. Soweit die Theorie...jetzt die Praxis...:confused: Ich habe einen 20 Monate alten Jungen und bin ganz normal berufstätig (40-50 Std.Woche). Meine Frau arbeitet derzeit nicht und unterstützt mich voll während des Trainings (läuft selber Marathon). Ich bin allerdings super ergeizig was die Ambitionen angeht (war jahrelang Mitglied der deutschen Nationalmannschaft Radsport). Da es meistens sehr späte Traininsgzeiten gibt weiß ich nicht wie ich die vielen Stunden mit drei Sportarten unter einen Hut mit meiner Family und der Arbeit bringen soll. Komme zwar jeden Tag gegen 16.30 Uhr nach Hause und gehe dann meistens sofort laufen und am WE Rad fahren. Allerdings habe ich das Gefühl meine Family zu vernachlässigen wenn ich noch mehr trainieren würde, was ich ohnen Zweifel machen muss wenn ich jetzt auf drei Disziplinen umsteige. Rad fahren ist sehr zeitaufwendig und Schwimmen immer sehr spät. Wie bereits gesagt meine Frau unterstützt mich voll, bleibt nur meine eigene Unsicherheit. Könnt Ihr mir als triathlon begeisterte Eltern Tipps geben wie man die drei Sachen unter einen Hut bekommt?? :Gruebeln: Klar ist die Family steht ganz oben. Ich danke Euch schon :Danke: Schöne Grüße |
Will mal sagen: kommt drauf an... :-)
Als erstes wichtig wäre erst mal, welche Distanzen du so planst. Wenn du ambitioniert einen Ironman/Langdistanz angehen willst, also so deutlich sub 10, Hawaiiquali etc. könnte es schwierig werden. Für Mitteldistanz und drunter solltest du mit deiner radfahrerischen Vorbildung und Lebensgrundlage und mit ein wenig Schwimmtalent ganz gut dabei sein können, auch ohne die Familie allzu sehr vernachlässigen müssen. lqw |
du mußt halt flexibler sein und auch mal öfters früh, vor der Arbeit trainieren und dann die Familie mit einer frischen Bäckertüte erfreuen. Die Mutter entlasten und mit Babyjogger (echten) laufen gehen. die Familie irgendwohin einladen, vorausfahren lassen und selbst mit dem Rad anreisen (Auto zurück), z.B. in den zoo, zu Verwandten, usw.
Dies nur mal ein paar wenige Beispiele;) |
Mir gefällt der Vergleich mit den "Junk Miles" beim Radfahren oder Laufen ganz gut.
Nutze die Zeit die für deinen Jungen und deine Frau bleibt intensiv und sinnvoll. Meine Güte, wie viele Väter sind denn das ganze Wochenende zu Hause und hängen vor dem Rechner oder sonst wo rum und beschäftigen sich nicht mit der Familie. Wenn deine Frau auch noch sportlich ist und dich unterstützt, dann steht dir doch außer deinem schlechten Gewissen nichts mehr im Weg. Hau rein ! Gruß Alex. |
ich mache keine LD sondern OD, ich bin Alleinerziehend und habe 3 minderjährige Kinder, die 4te ist volljährig, da muss man halt auch mal spontan sein Training umstellen und sich auf die Kinder einstellen.In diesen Wochen kann ich auch gerade nicht soviel trainieren weil ich die Konfirmationsfeier für meine Tochter vorbereiten muss.Das bringt gerade bei meinem Training total durcheinander.Aber so eine Feier kommt zum Glück selten vor.
Ich bin in keinem Verein weil ich mich da an die regelmäßigen Trainingszeiten nicht halten kann oder will.Ich mache sowieso Crossfit Training, das ist weniger als die anderen hier machen,und da trainiere ich gerade mal 4-5 Stunden die Woche für die OD.Ich hoffe das wird reichen, wir sind da hier im Forum noch in der Testfase.Letztes Jahr hatte ich noch den 8Std.Plan, und war auch oft auf der Rolle damit ich meine Mütterlichen Pflichten wahrnehmen konnte.:cool: Ansosnten versuche ich meine Kinder, die kleinste ist 7 Jahre, beim Training zu integrieren damit sie Verständnis für ihre Mutter aufbringen und mir auch Ruhe und Zeit geben den Sport zu machen.Klappt gerade nicht.:Cheese: z.B. laufe ich, die Kinder fahren Fahrrad bis zum nächsten Spielplatz.Von dort laufe ich wie immer um den See rum, bis ich meine km voll habe.Und dann gehts zurück nachhause.:Lachen2: Oder gemeinschaftl. Laufen und Anmeldung beim Kinderlauf oder Kindertriathlon dann kann man auch gemeinsam trainieren.Aber das geht dann wenn die Kinder älter sind.Wenn Kleinkind dann Frau und Kind mit ins Schwimmbad und nebenbei seinen Bahnen schwimmen.Oder Babyjogger wie schon erwähnt.Radausfahrten mache ich aber nicht mit denen, da sind die Kinder zusammen zuhause und die ältesten Schwestern passen auf. Auch mein Rat.Nutze die verbleibende Zeit mit deinem Kind intensiv und du hast ja deine Frau die dich unterstützt.Was willst du mehr.;) auch von mir ein:Hau rein! |
Kreativ sein, was Trainingszeiten angeht. Den Babyjogger hat Ausdauerjunkie schon angesprochen. Mit Kinderanhänger am Rad lässt sich hervorragend K3 trainieren. Langer Lauf am WE zu dritt, wenn die Gattin schon vom Fach ist. Arbeitsweg trainingstechnisch nutzen, wenns irgendwie geht. Gleitzeit möglich? Flexible Mittagspause?
Außerdem ist es für uns Familienmenschen unabdingbar, Wert auf Qualität im Training zu legen, also informieren (bist ja eh sportlich vorgebildet), genau plaanen, was du wann machst und welches Training welchen Zweck verfolgt, dann kann man auch mit vergleichsweise wenig Trainingszeit sehr erfolgreich sein. Super ist schonmal, dass deine Frau dich unterstützt. Versuch immer auch was zurückzugeben und sei vor allem immer ehrlich, was deine Pläne angeht. Ich habe mir angewöhnt, meinen Trainingsplan für die kommende Saison im November auf den Tisch zu legen und dann, wenn nötig, anzupassen. So gibt's dann in der heißen Phase kein (oder immerhin weniger) böses Blut, als wenn man versucht, der Familie das Trainingspensum so nach und nach unterzujubeln. |
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1. Familie 2. Beruf 3. Sport Das erspart viel Kopfzerbrechen und schlechtes Gewissen. - trainingstechnisch nicht zu weit in die Zukunf planen. - flexibel bleiben und Chancen spontan nutzen (z.b. wenn Rest der Familie Fernseh schaut) - dir bewußt machen, dass "dein" Sport nur eine unwichtige Nebensache ist und es egal ist, ob du nach n oder n+m Stunden ins Ziel kommst - deiner Frau ab und zu mal ein paar Blumen mitbringen (wohl der wichtigste Tipp :Cheese: ) |
Meiner ist im Juli 3 Jahre alt. Mein Tipp: Trainiere nicht jeden Tag, sondern nur an vier bis fünf Tagen. Keine Junkmiles! Damit kannst Du trotzdem recht schnell sein.
Grüße, Arne |
Meiner ist im Januar 5 geworden. Ich habe auch immer ein schlechtes Gewissen, da meine bessere Hälfte nichts mit Sport am Hut hat. Dadurch lasse ich mich sehr verunsichern und habe noch nicht den idealen Weg gefunden. Es dauert bestimmt noch ein Jahr (nachdem ich letztes Jahr, teilweise noch als Student, trotzdem ohne Sorgen traineren konnte). Mein Sohn würde gerne mitlaufen. Aber irgenwie traue ich mich nicht ihn mitzunehmen.
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Das Alter der Kinder
Hallo,
meine Trainingsplanung ist insoweit flexibel als dass ich bei zufälliger "Freizeit" auch trainiere. (wenn ich Bock habe) Ansonsten habe ich den Fehler gemacht beim Training ein schlechtes Gewissen zu haben weil ich die Familie vernachlässige und beim Familienleben hab ich ständig (ok ich übertreibe) an Training gedacht. So nach dem Motto: "Ok noch ne halbe Stunde spielen und dann ab auf die Strasse". Dabei war ich dann eigentlich mit dem Kopf nie bei dem was ich gerade gemacht habe. Jetzt teilen wir den Tag ein und alle wissen um (zb.) 14 Uhr geht der Papa trainieren. Und es gibt ein paar feste Termine in der Woche. Mit den klaren Absprachen kommt zumindest meine Tochter (8 Jahre) besser zurecht als mit dem Larifari vorher. Ich auch. Warscheinlich bin ich nicht so ergeizig und habe andere Ziele als CMK aber wichtig finde ich sich auf das was man gerade tut konzentrieren zu können. Das denke ich ist unabhängig vom Ziel und Ergeiz. Und wenn die Zeit für die Ziele dann doch zu knapp wird ja dann muss man, wie schon geschrieben, morgens 2 Stunden Brötchen holen fahren oder wenn der Kleine schläft noch mal los. Viel Spass Wolfgang |
Hallo zusammen,
vielen vielen Dank für die super Antworten und Tipps die ich lesen durfte :Danke: Flexible Arbeitszeiten und / oder Mittagspausen sind kein Problem, schon eher die früh morgendlichen Einheiten, da ich bereits um sieben Uhr im Büro bin. Den Arbeitsweg kann ich nicht oder nur bedingt nutzen, es sind lediglich 6km zur Arbeit. Ich habe wie beschrieben im Verein auch sehr späte Schwimmzeiten (zwei Tage bis 21.30 Uhr). Hatte mir vorgenommen einen Tag die Woche von 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr Schwimmen zu gehen und Nachmittags wie gewohnt laufen, dann hat man an einem Tag zwei Einheiten anstatt nur einer am Nachmittag. :Gruebeln: Training ist bei mir lediglich an 5 Tagen die Woche bei zwei Ruhetagen, an denen gehen wir dann Einkaufen / Shoppen etc. Ich bin meiner Frau auch super dankbar dass sie das alles macht :Blumen: Meinen Kleinen nehme ich von Zeit zu Zeit bereits bei regeneraiven Läufen mit...er scheint auch super Spaß zu haben. Ich werde mal versuchen Eure Tipps umzusetzen. Ach so meine Ziele liegen erstmal bis max. MD aber einmal im Leben möchte ich schon einen Ironman machen. Aber das hat noch Zeit (2-3 Jahre). ;) Besten Dank und Euch allen eine erfolgreiche Saison!! Grüße cmk :Huhu: |
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Ich habe vor am Nächsten Wochenende mal mit ihm laufen zu gehen und er kann mit dem Rad testen. Das Problem ist, dass Sohnemann nur ganz oder gar nicht kennt. Wenn er mit dem Rad unterwegs ist keuche ich hinterher. Das ist nicht mehr GA1 und Ga2. Aber ich denke das wird dieses Jahr schon besser. Am Wochenende verschwinde ich immer nach dem Mittagessen. Ist zwar die ersten Minuten nicht so prickelnd. Aber dann macht er Mittagsschlaf und ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben. Heute war ich 1:30h auf dem Rad unterwegs und er hat 2:30h geschlafen. Da hatte ich sogar noch eine Stunde zum regenerieren! :Schlafen: |
Ich habe selbst einen 12 monatigen Sohn. Die Familie lässt sich super in Berufs und Sportleben integrieren und sollte stets an erster Stelle kommen.
Ich trainiere NICHT nach Trainingsplan. Ein Trainingsplan setzt starre Trainingszeiten voraus, das ist mit Familie einfach nicht möglich. Man muss einfach flexibel sein. - versuche die Fahr zur Arbeit als Trainingseinheit zu integrieren. D.H. fahr mit dem Fahrrad. Hast du nur 5 km zur Arbeit, dann bau noch einen 20 km Umweg ein. Hast du 60 km zur Arbeit, dann fahr den Großteil mit BUS/BAHN/AUTO und Laufe die restlichen 10 km zur Arbeit. - Fahre mit dem Mountainbike und wenig Luft zur Arbeit, das erhöht die Intensivität. - Erkundig dich beim Schwimmbad nach frühen Öffnungszeiten (Frühschwimmen) und schwimme vor der Arbeit. - Babyjogger bzw. in deinem Fall ein Fahrradanhänger mit Umrüstung zum Jogger (z.B. Chariot Cougar). Nachdem du von der Arbeit mit dem Fahrrad zurück kommst, nimmst du deinr Frau den Kleinen ab und gehst mit dem Jogger noch ne runde Laufen. - Familienausflüge mit Mountainbike (wenig Luft in den Reifen), Fahrradanhänger + zusätzlichges Gewicht im Staufach zur Eisdiele in 20 KM Entfernung. Deine Frau fährt mit dem Straßenrenner mit. Als zusätzliches Krafttraining kannst du an längeren Anstiegen deine Frau mit einem Elastischen Gummiband "abschleppen". Prima Kraftausdauer !! - Steh Sonntags um 6:30 auf und fahre Brötchen holen. Sollte der Bäcker um die Ecke liegen, dann hol die "besseren" Brötchen von einem der 4 Ortschaften weite weg ist. Bau hier Umwege ein damit du um 8:30 zuhause bist und alles schön herrichten kannst. - Nutz die Mittagspause um eine Laufeinheit unter zu bringen Sollte dein Arbeitgeber keine Duschen besitzen, dann dusch dich zuhause bevor du los fährst und reibe dich beim Arbeitgeber mit Feuchttücher ab, das reicht vollkommen !!!! Natürlich lässt sich noch viel merh Sport in den Alltag integrieren, solltest du jedoch die Mehrzahl der oben genannten Punkte umsetzen können, dann hast du ein Trainingspensum von 14 STD / Woche, das dürfte für SUB 11 reichen. |
... für das besondere Training... nicht so bierernst nehmen...:
Bekenntnisse eines Nachtsportlers von Wigald Boning Ultramarathon Man. Aus dem Leben eines 24h Läufers von Dean Karnazes Der Tag hat doch 24 Stunden, hängt von den Prioritäten ab. Die Tipps vorher sind Gold wert, man wird zunehmend kreativer. Meine Jungs sind 6 und 16, trotzdem waren die 'freien Zeiten' immer irgendwie anders. Freitag abend hatte meine Frau 'Frauenabend' bei uns zu Hause, da bin ich, nachdem der Jüngste im Bett war (20.30), für 1,5 Std. zum Laufen raus, der Regen störte nachher nicht mehr wirklich und das Gefühl nach dem Lauf war noch besser als zu normalen Tageszeiten. OK, anfangs war es schon schwer, man hätte auch ins Kino gehen können... Grüße, Dietmar |
und ne bleiweste beim laufen. erhöht ungemein die intensivität.
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Gruß Charlotte (die oft in Bergschuhen läuft) |
Hier geht es doch darum, mit der zur Verfügung stehenden Freizeit das Familien und Sportleben unter einen Hut zu bekommen. Würde ein trainierter Triathlet mit Rennrad und Anhänger einen Familienausflug zusammen mit seiner Frau machen, würde das überhaupt nix bringen.
Nicht einmal einen kleinsten Trainingsreiz würde man setzen. Daher der Tipp mit Mountainbike, Zusatzgewichten + weniger Luft. Bitte nicht alles ins Lächerliche ziehen !! :Huhu: |
kann mich den Vorschreibern nur anschließen. Eine Ergänzung hab ich noch:
Die Zeit für die Familie genauso einplanen und konsequent durchziehen wie die Zeit für den Sport. z.B. Urlaub ist bei mir immer Familienurlaub, bei dem ich mich 100% der Familie widme. Meistens bleiben dabei nur 1-2 x 30 Minuten lockeres Lauftraining übrig das ich nur wegen der Verdauung brauche. Ansonsten Kinder, Kinder, Kinder - und wenn die am Abend im Bett sind meine Frau... :bussi: Auch wenn jemand aus der Familie etwas Besonderes hat unbedingt da sein! (Schulaufführung, Wettkampf, Frisörtermin :Cheese:) Und die trainingsintenisven Zeiten (idR 8-12 Wochen) sind vorher mit meiner Frau abgesprochen und ich bekomme dann volle Untersutzung. Möglichst kein "dies noch besorgen", "dort noch einen Termin", ... Zudem ist mir aufgefallen, dass wenn ich die Mittagspause verlängere oder am Abend direkt nach der Arbeit trainiere, es weniger belastend für die Familie ist, als wenn ich heim komme und dann wieder gehe. Übrigens Als meine Mäldels noch kleiner waren war das noch lockerer. Im Moment sind sie eher kritisch: "schon wieder laufen/radeln, ..." Also nutz die Zeit! Also voll durchstarten - es wird nicht besser! 42k2 Vater von einer 4 und 8jährigen Tochter |
kurz und knackisch
Ich empfehle das Buch Time-Saving Training for Multisport Athletes by Rick Niles. Jede Einheit ist eine Quality-Einheit, d.h. eher keine GA1 Einheiten. Da spart man sich ne Menge Zeit und km. Jetzt werden wieder die aufschreien, die viele km als notwendig ansehen. Ich denke das ist eine Glaubensfrage! Ich denke das muss jeder selbst wissen und ausprobieren. Mir liegt "kurz und knackisch" mehr, als die extrem langen und langsamen Touren. Letzteres gehen mir zu sehr auf die Knochen, meine Regeneration ist lang und ich werde nicht schneller... Das soll jetzt keine Festschrift werden, aber für alle die wenig Zeit haben, ist das sicherlich ein guter Tip: "Jede Einheit zählt! Und lieber kurz und knackisch!"
Wie von vielen schon vorgeschlagen, ist es ganz gut in der restlichen Zeit die Familie in den Mittelpunkt zu stellen. Quality-Time, wie es so schön bei "Nanny" heißt. Was ich aber genauso wichtig finde ist, dass Du Deine Frau in ihrem Hobby unterstützt. D.h. Du übernimmst mindestens einmal pro Woche das Babysitten, wo sie ihrem Hobby nachgehen kann. Öfters wäre natürlich besser. Sie wird Dich dafür lieben und zufrieden sein. Ich finde das sehr wichtig! Du kommst weiter in Deinem Hobby und sie hat keine Nachteil dadurch, sondern im Gegenteil: Ihr Hobby ist Dir ebenso so wichtig, wie Deiner! Das Training mit anderen Sachen zu verbinden ist auch eine gute Lösung zB eine Einheit am Morgen und danch Brötchen mitbringen, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurück legen, sich an einem Ort treffen und mit dem Fahrrad voraus fahren etc. Ich finde es schon wichtig sich einen Plan zu machen und einzutragen, wenn man trainieren, Zeit für die Familie haben möchte und wann man den Rücken seiner Frau freihält, damit sie ihrem Hobby nachgehen kann. UND! Man sollte sich schon vorher überlegen, wie man genau trainieren will. Welcher Schwerpunkt soll die Einheit haben? Technik? Schnelligkeit? Wenn man das sagen wir eine Woche vorher festgelegt hat, dann muss man wenn es soweit ist, nicht mehr darüber nachdenken, sondern spult einfach das Program ab. Klar kann immer etwas dazwischen kommen, aber dann verschiebt man eben das ganze, oder lässt mal etwas aus! Aber grob sollte man schon einer klaren Linie folgen. Wichtig ist auch, dass Du Deinen Wochenplan von Deiner Frau absegnen lässt! Sonst ist Ärger vorprogrammiert. Gab es hier nicht irgendwo einen Bericht, wie man Training und Familie unter einen Hut bringen kann? |
Meine Töchtern sind 9 und 12 Jahre. Ich benutzte viel den Arbeitsweg als Training, so kann die Zeit optimal nutzen.
Beide schwimmen im einem Verein. Wenn ich Sie zum Training bringe nutze ich diese Zeit meine Einheit zu trainieren (Laufen oder Schwimmen). Gruss Alex |
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Ambitioniertes Training lässt sich imho nicht mit Familie UND Karriere in Einklang bringen. Bei einem Punkt müssen abstriche gemacht werden
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würde ich so nicht sagen, das ist alles eine Frage des Zeitmanagements. Allerdings müssen alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen und sich für die Sportart Triathlon eben so sehr begeistern.
Ein gutes Beispiel hierfür ist User Hafu http://www.funkfamily.de Und gerade das macht doch Triathlon aus. Dass die PROs so schnell sind, das ist die eine Seite einer LD und nicht weiter verwunderlich. Dass die ganzen Familienväter/Mütter mit Beruf und Kinder ebenfalls eine LD durchstehen können, das ist ein meinen Augen genau so Bemerkenswert wie manch SUB9. ... und das alles ohne Wintertraining in den Emiraten, Lanzarote etc.... Wären nur PROs und "ambitionierte" Sportler ohne Familie am Start, würde es mangels Startgeldeinnahmen viele Veranstaltungen gar nicht geben. Daher ein Danke an all die wirklichen IRONMANs, die bei - 20 Grad im Schnee trainieren, nebenher noch Erfolg im Beruf haben und Abends den NAchwuchs in den Schlaf singen. |
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Ich bin aber auch der Überzeugung, dass wenn alle an einem Strang ziehen - gegenseitigen Respekt leben auch jeder ambitioniert trainieren kann, die Familie funktioniert und auch beruflich Karriere gemacht werden kann. Allerdings nicht alles gleichzeitig, sondern alles zu seiner Zeit. Es müssen ja nicht jedes Jahr beide Eltern gleichzeitig 2 LD/Marathon oder ein anderes Highlight machen. Ist nur eine Frage der Mikro-/Makrozyklen :cool: |
Wenn ich meine Kinder 2 mal die Woche zum Sport bringe, dann lass ich das Auto dort stehen und gehe 70-80 min laufen. Da hat man schon mal Zeit für Training und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben.
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Alles eine Frage der Ziele und der persönlichen Umstände. Für mich wäre die Hawaii-Quali ambitioniert. Dafür reicht aber das Training nicht. Dagegen kenne ich keinen Amateur persönlich, der neben (talentabhängig) guten Ergebnissen beruflich erfolgreich war. Bevor jetzt wieder einer ankommt: Damit meine ich mit 50 nicht mehr arbeiten müssen und dabei den Lebensstandard halten können. Lottogewinn und Transferzahlungen zählen nicht
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Nach der Definition ist die Zahl der beruflich erfolgreichen insgesamt ganz schön klein, fürchte ich. |
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Als "Hobby-Sportler" kämpft man doch fast jeden Tag die Einheiten zeitlich unterzubringen.
Es sind ja nicht die bis 1,5Std Trainings, die man quasi zwischendurch machen kann - bei den 4+ Std Einheiten ist dann das zeitliche Management gefragt - und diese Zeit hat man definitiv nicht für die Familie! Und Trainings mit den Kindern funktioniert auch nicht wirklich - meine Kinder gehen 2x Schwimmen und 2x Leichtathletik (pro Woche), aber mehr als 1 Std [u]nur[u] radeln (und ich laufe nebenbei) ist Ihnen einfach zu wenig Aktion!! Es bleibt immer ein Balanceakt. Gruß Raimund |
Beruf, Familie und Training unter einen Hut zu bringen, erfordert gute Planung.
Unbedingt erforderlich - aus meiner Sicht - ist, dass der Partner mitzieht, sonst ist auf Dauer keiner zufrieden. Bei uns funktioniert das seit Jahren super: ich bin Hausfrau und lege mein Training auf wochentags vormittags wenn Mann arbeitet und Kinder (8, 10 und 12 Jahre) in der Schule sind oder schmeiße das Rad bzw. die Laufklamotten ins Auto und nutze Wartezeiten vor Musikschule, Sporthalle oder Hallenbad. Mein Mann ist selbständig und schafft es jetzt im dritten Jahr neben einer 60-Stunden-Woche eine familienfreundliche LD-Vorbereitung unterzubringen. Schwimmen ist im Winter einmal mit dem Schwimmverein freitag abends, da sind wir beide und die Kinder sind alleine zu Hause, das klappt prima. Kinderkinoabend: sie dürfen sich einen Film anschauen und bekommen eine Tüte Popcorn gestellt :Lachen2: . Für "Notfälle" wohnt aber bei uns die Oma im Nachbarhaus. Ein zweites Mal schwimmen ist sonntags alle Mann im Hallenbad, da sind zwei Schwimmerbahnen abgeteilt, das geht auch. Eine dritte Einheit baut mein Mann irgendwann in der Mittagspause ein oder wenn er zwischen zwei Terminen günstig an einem Hallenbad vorbeikommt - Schwimmrucksack ist immer im Auto. Im Sommer ist es natürlich einfacher, das Schwimmbad hat täglich von 6 bis 21 Uhr offen. Radtraining ist montag abends auf dem Ergometer, da ist er bei unserem jüngsten zu Hause während ich die Mädels zum Musikunterricht bzw. Schwimmtraining bringe und hole, zweite Einheit meist mittwoch morgens auf der Rolle im Keller vor dem Frühstück (grenzenlose Bewunderung meinerseits :Blumen: ), lange Einheit samstag vormittags, während wir anderen Garten- und Hausarbeit erledigen. Laufen findet generell morgens statt, mein Mann steht um 4.40 Uhr auf und geht zweimal wöchentlich laufen, ist um kurz nach 6 wieder zu Hause, und das das ganze Jahr über. Langer Lauf am Sonntag morgen mit Zwischenstop beim Bäcker, da ist er um kurz vor 8 mit frischen Brötchen wieder zu Hause und setzt sich an den gedeckten Tisch. Das sind ganzjährig 8 - 15 Trainingsstunden, die für die Familie quasi "nebenher" laufen. Unser beider Wettkampftermine werden am Anfang der Saison um die LD(s) herumgebastelt, jeder legt seine Haupttermine fest, beim Rest wird geschaut, ob es reinpasst. Unsere Kinder sind inzwischen so gross, dass sie nicht mehr immer mitwollen, nehmen aber auch mal an Kinderläufen oder swim + run teil. Ab MD aufwärts überlege ich mir ein Alternativprogramm, wir sind bei Start, erstem Wechsel und Zieleinlauf dabei und schauen uns in der Zwischenzeit etwas in der Gegend an, Zoo, Freizeitpark o.ä. Selbstverständlich ist für uns aber auch, dass wenn z.B. unser Jüngster beim Sportfest mitmacht, beide Eltern kuchenbackend und riegenführend dabei sind, den Sohn anfeuern und der eigentlich für diesen Tag geplante 10er ohne uns stattfindet! |
Meine absolute Bewunderung :)
Zeitmanagement ist eben alles. |
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soll jetzt nicht abwertend sein, aber meine "omas" wohnen 100 bzw. 200 km weit weg. |
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bist Du vll. ihr Mann - so ein erstes Posting ist doch nen netter Einstieg :Lachen2: wie auch immer Ehrlich gesagt finde ich es völlig gaga für nen Hobby um 4:40 Uhr regelmäßig aufzustehen. Und Zeitmanagement ist meiner neuerlichen Ansicht nach eines der schlimmsten Geschwüre, die die letzten 15 Jahre entstanden sind. Das Hetzten oder neutral formuliert, das Erledigen eines "gemanagten" Termins nach dem anderen, macht uns (Menschen) kranker und dümmer, als seine oberflächlichen Vorteile uns im Alltäglichen helfen. Ich für meinen Teil, habe jedenfalls von dieser Methode wieder Abstand genommen. Bin zurückgekehrt zu einer Terminplanung, die durch meine Arbeitszeiten ein festes Regelwerk besitzt und ansonsten viel Freiraum für die schönen Dinge (inkl. Schwimmen, Radfahren und Laufen) läßt. Kampa :Huhu: |
@smile:
Auch von meiner Seite uneingeschränkte Bewunderung für euch beide!! Abgesehen von den brutalen Morgeneinheiten - aber genau so denke ich muss das gemacht werden! Die Haupttermine werden abgsprochen und alles andere drum herumgebastelt. Und ganz wichtig: Jeder ist gleich viel Wert. Egal ob Papa auf der LD, Mama auf einer anderen Distanz oder die Kinder bei einer "kleinen Vereinsmeisterschaft". @jens Erfolg ist eben vor allem eine Frage des Maßstabs. Wichtig scheint mir dabei aber immer, dass man aus eigener Sicht "erfolgreich" ist. Sonst wird man wohl nie glücklich... |
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Wenn du dich gehaltstechnisch dann in der selben Gruppe bewegst willst, mußt Du schon ziemlich "erfolgreich" im Beruf sein. Bei deinem Maßstab "Meinen Job mach ich als "Profi" werden sich sehr viele eingestehen müssen, nicht besonders erfolgreich zu sein... Gruß, 123Fritte |
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Aber: wenn (!) es jemandem gefaellt UND es tatsaechlich die Erfuellung bringt, warum nicht? Nochmals: ich schuettle auch immer wieder innerlich den Kopf, wenn ich so manche Triathleten (gar nicht mal nur der Gattung Familientriathlet) vor sich hineifern sehe. Andererseits ist es doch ein wenig vermessen, diese Art zu leben pauschal abzuurteilen, oder? Erst wenn Dritte darunter leiden oder man in Verhaltensweisen gefangen ist, die objektiv krass ungesund sind, fuehle ich mich ansatzweise wohl, meine Meinung zu aeussern. |
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:Maso: :quaeldich: Zitat:
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