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-   -   Wie man einem Lehrer das Leben ruiniert... (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=6755)

Raimund 09.01.2009 01:29

Wie man einem Lehrer das Leben ruiniert...
 
Ich werd gleich ohnmächtig vor Wut!!!:Weinen:

Eltern-Vorwurf: Unsere Kinder werden gemobbt

Eine Freundin von mir ist dort Lehrerin. Durch sie kenne ich die Hintergründe...

Unglaublich, wie einfach es dem Mob der Gesellschaft gemacht wird, wenn man mit der notengebenden Zunft unzufrieden ist...:Nee:

Und wie schlimm, dass die Presse sich da vor den Karren spannen läßt. Schließlich hat jetzt die gesamte Schule darunter zu leiden.

Und bewiesen ist natürlich gar nix. Kann auch nicht...:Kotz:

Mad Max 09.01.2009 06:47

Ja trauriges Thema, kenne ich aber von hier zur genüge, so durfte ich bei meinem Sohn in der Klasse hospitieren und bekam schon nach 5 Minuten mit, welche Schüler störten und das permanent, auf Aufforderungen der Lehrerin wurde da teilweise gar nicht oder erst nach dem 3 - 4 Mal reagiert. Auf meine Frage warum solche Schüler nicht rigeros vor die Tür gestellt werden, bekam ich die Antwort das dies untersagt sei, da die Lehrerin dann ihre Aufsichtspflicht verletzten würde. Alle lernwilligen Schüler leiden natürlich darunter, ganz zu schweigen vom Lehrkörper selber, welcher Wisssen vermitteln will aber daran gehindert wird.

PS: Lehrer dürfen die armen Schüler ja auch nicht ohne weiteres durchfallen lassen, sondern müssen versuchen den Schüler mit durchzuziehen, da die nachrückenden klassen bereits voll sind und somit eine Klassenwiederholung oftmals an der Schule nicht gewährleistet werden kann. :Nee: :Nee:

Armes Deutschland, Gute Nacht!!

Fruehschwimmer 09.01.2009 07:40

Zitat:

Zitat von Mad Max (Beitrag 178055)
J Auf meine Frage warum solche Schüler nicht rigeros vor die Tür gestellt werden, bekam ich die Antwort das dies untersagt sei, da die Lehrerin dann ihre Aufsichtspflicht verletzten würde.

Wir mussten immer die Tuerklinke runterdruecken - von aussen.

So hat der Lehrer seine "Aufsichtspflicht" nicht verletzt - wurde nur schwierig wenn die Zahl der Schueler die draussen "warten" sollten groesser war als die Zahl der Tueren.

Kurzer85 09.01.2009 08:51

Morgen,

also wir wurden vor die Türe gestellt. Leider kann ich aber den Link nicht öffnen.

Aber das was in den Schulen so abgeht, schon heftig. Bin ja jetzt noch nicht sooo lange raus, aber war bei mir schon heftig.

Gruß Kurzer

Mad Max 09.01.2009 09:11

Ich spreche ja hier von Schülern im Alter von 9 - 12 Jahren, da gestaltet sich die Aufsichtspflicht schon etwas schwieriger als bei fast Erwachsenen.

Kurzer85 09.01.2009 09:28

Zitat:

Zitat von Mad Max (Beitrag 178080)
Ich spreche ja hier von Schülern im Alter von 9 - 12 Jahren, da gestaltet sich die Aufsichtspflicht schon etwas schwieriger als bei fast Erwachsenen.

Ich meinte aber auch in meiner Schulzeit. Sprich in der 3-6 Klasse. Da kann ich mich noch recht gut an solche Themen erinnern. Klar heute ist das wieder was anderes. Aber ich kann leider sagen das es vom Verhalten bei manchen heute nicht besser ist. (Besuche eine Abendschule.)
Freundin meiner Eltern ist auch Lehrerin, und was die da manchmal schon erzählt hat...:( :Nee:

In meiner aktiven Schulzeit gabe es durch vermeintlich vernachlässigte oder falsch behandelte Kinder böse gerüchte über einen Sportlehrer!!

Gruß Kurzer

neonhelm 09.01.2009 09:44

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 178045)
Unglaublich, wie einfach es dem Mob der Gesellschaft gemacht wird, wenn man mit der notengebenden Zunft unzufrieden ist...:Nee:

Nun, auch ohne die Hintergründe zu kennen, weiß ich, das in einer solchen Situation immer alle ihr Scherflein dazu beitragen.

Ganz generell ist so etwas aber immer ein Zeichen dafür, das dort eine Lehrkraft mit der Situation überfordert ist. Nicht jeder Lehrer ist auch ein Pädagoge und das System läßt sowohl Schüler wie auch Lehrer sehr häufig allein.

Ich habe höchsten Respekt vor jedem, der sich jeden morgen wieder in die Klassen begibt. Jeder, der das mal gemacht hat, wird das nachvollziehen können.

Wagnerli 09.01.2009 10:00

Lieber Raimund,

wenn ich diesen Artikel als Mutter zweier Schülerinnen lesen,glaube ich erst Mal was da steht.
Leider bin ich auch schon während meiner eigenen Schulzeit und der Schulzeit meine Töchter mit Lehrern konfrontiert worden,die Schüler in einen Ton beschimpft haben,den ich auch nicht dulden würden.

Ich weiss sehr wohl,dass es heute ein grosses Problem an den Schulen ist,dass Kinder kein Benehmen haben,sich unmöglich aufführen und den Lehrern das Leben schwer machen.
Leider reden diese Kindern mit ihren Eltern zuhause genauso und führen sich so auf.
Wir haben diese Themen immer wieder in den Elternabenden.

Am Gymnasium meiner Tochter gab es aber auch schon genau diese Problematik,dass ein älterer Lehrer die Schüler so beschimpft hat.Der Elternbereit hat mit den Klassenlehrer versucht dieses Problem zu lösen.Der Lehrer hat nicht abgestritten,dass er solche Äusserungen von sich gegeben hat.

Es ist immer schwer sich von Aussen ein objektives Bild zu machen.

Michelle

Speedy Gonzales 09.01.2009 10:03

EHRLICH ..... was bin ich froh, dass meine Schulzeit rum ist. :Cheese: Bei uns gings damals ab und an schon turbulent zu, aber heutzutage ...... :Nee:
Bewundere jede Lehrkraft, die das heutzutage mitmacht/aushalten muss.

Hubschraubär 09.01.2009 10:05

Zitat:

Zitat von Kurzer85 (Beitrag 178090)
Ich meinte aber auch in meiner Schulzeit. Sprich in der 3-6 Klasse. Da kann ich mich noch recht gut an solche Themen erinnern. Klar heute ist das wieder was anderes. Aber ich kann leider sagen das es vom Verhalten bei manchen heute nicht besser ist. (Besuche eine Abendschule.)
Freundin meiner Eltern ist auch Lehrerin, und was die da manchmal schon erzählt hat...:( :Nee:

In meiner aktiven Schulzeit gabe es durch vermeintlich vernachlässigte oder falsch behandelte Kinder böse gerüchte über einen Sportlehrer!!

Gruß Kurzer

Also, ich war auch auf einer Abendschule, und da war das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern vorbildlich. (ich studiere übrigens Lehramt :Cheese: )

alpenfex 09.01.2009 10:10

@all.

Es ist doch hinlänglich bekannt und scheinbar mittlerweile seit Jahrzehnten so, dass doch eine beträchtliche Zahl an Lehrern einfach überlastet ist mit dem, was ihnen da täglich zugemutet wird.

Fachlich besteht bei den wenigsten ein Nachholbedarf, doch psychologisch, pädagogisch hakt es doch gern einmal.

Die Frage, die ich mir, in Erinnerung an meine Schulzeit stelle, ist:
Was soll denn ein Lehrer machen, wenn ihm beide Hände gebunden sind, er immer aufpassen muss, was er sagt etc.
Man nimmt im gerne und ganz leicht jegliche Möglichkeit zur "züchtigung" (mir fällt kein besseres Wort ein) Sicher sind körperliche Züchtigungsmassnahmen mehr als unangebracht, auch Beleidigungen gegenüber den Schülern.

Welche Möglichkeiten stehen einem Lehrer denn zur Verfügung? Also bei mir war es tatsächlich noch das "Rausschmeissen", Massnahmen wir "2 Tage Tische putzen in den Ferien" etc. aber geholfen hat das nichts!

Und dass die Schüler Ihren Eltern gerne mal etwas vorjammern und jede Seite es anders sieht, ist wohl nicht nur in der Schule so.

Hubschraubär 09.01.2009 10:18

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 178121)
Und dass die Schüler Ihren Eltern gerne mal etwas vorjammern und jede Seite es anders sieht, ist wohl nicht nur in der Schule so.

Genau da liegt doch das Problem! Als ich 14 war, hat mein Klassenlehrer mal "Du Penner" zu mir gesagt. Ich habs meinen Eltern damals überhaupt nicht erzählt. Warum? Weil ioch vorher Mist gebaut habe. DAS erzählen die Kids ihren Eltern dann natürlich nicht ...

alpenfex 09.01.2009 10:21

Ja, deswegen habe ich nie etwas erzählt :Lachanfall:

Mandarine 09.01.2009 10:24

Aussage eines Lehrers unseres jüngeren Sohnes, 9te Klasse Gymnasium: "So, bitte ein Mädchen vorkommen und die Tafel putzen, schließlich müssen die das Putzen lernen"
Klasse des Älteren, 11te Klasse Oberstufe, beim Ausgeben der Mathearbeiten, "Auch wer hier mehr als 11 Punkte geschrieben hat, braucht sich nicht zu freuen, Ihr checkt eh nix".
Da hilft nur eine stoische Grundeinstellung manchen Lehrern gegenüber.

docpower 09.01.2009 10:30

Zitat:

Zitat von Wagnerli (Beitrag 178110)
Leider reden diese Kindern mit ihren Eltern zuhause genauso und führen sich so auf.
Michelle

Nach der autoritären Erziehung verbunden mit Antipathie kam die antiautoritäre Erziehung und die Sympathie, nun folgt die empathische Erziehung und die Apathie.
Was ich damit sagen will: die Behandlung von Heranwachsenden als gleichwertige Partner überfordert sie masslos und führt zu einer Distanzlosigkeit, die so manchen Pädagogen sicher völlig überfordert. Und die Eltern apathisch macht.

alpenfex 09.01.2009 10:32

Zitat:

Zitat von Mandarine (Beitrag 178138)
Aussage eines Lehrers unseres jüngeren Sohnes, 9te Klasse Gymnasium: "So, bitte ein Mädchen vorkommen und die Tafel putzen, schließlich müssen die das Putzen lernen"
Klasse des Älteren, 11te Klasse Oberstufe, beim Ausgeben der Mathearbeiten, "Auch wer hier mehr als 11 Punkte geschrieben hat, braucht sich nicht zu freuen, Ihr checkt eh nix".
Da hilft nur eine stoische Grundeinstellung manchen Lehrern gegenüber.

und das findest Du jetzt schlimm? Was darf denn der Lehrer überhaupt noch sagen...mei o mei...

Hugo 09.01.2009 10:46

da hatten wir coolere lehrer....ein englisch lehrer war davon überzeugt dass frauen auf weiterführenden schulen eigentlich nix verloren haben und die "wellpappe", ein wellpappenproduzent dessen fabrik in nächster Nähe zur schule steht, nicht genügend gabelstapler hätte um den ganzen versagern in unsrer klasse arbeit zu schaffen.

vielleicht nicht immer politisch korrekt, aber einer der besten lehrer die wir hatten. diese ganzen politisch korrekten, antiautoritären lenor-pädagogen nimmt doch kein teenager ernst.

gibts eigentlich das gute alte "nachsitzen" noch?

Mad Max 09.01.2009 10:49

Nachsitzen gibts nicht mehr, welche Aufsichtsperson soll denn das machen?? :Lachanfall: :Lachanfall: Wir müssen doch überall sparen!!:Huhu: :Huhu:

Hugo 09.01.2009 10:52

bei uns wars beliebt den störenfried mit in ne andere klasse, die ohnehin nachmittagsunterricht hatte, mitzunehmen und mit ans lehrerpult zu setzen oder an die tür oder vergleichbares....so dass der lehrer eben keine übstunden machen muss:Cheese:

pumuggel 09.01.2009 11:02

Zitat:

Zitat von Mad Max (Beitrag 178167)
Nachsitzen gibts nicht mehr, welche Aufsichtsperson soll denn das machen?? :Lachanfall: :Lachanfall: Wir müssen doch überall sparen!!:Huhu: :Huhu:

Die Lehrer...und zwar ganz umsonst.

honeyjazz 09.01.2009 11:17

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 178045)
Eine Freundin von mir ist dort Lehrerin. Durch sie kenne ich die Hintergründe...

Welches sind denn die Hintergründe, warum werden die hier nicht genannt, und was willst du uns damit jetzt überhaupt sagen? :Gruebeln:

F 18 09.01.2009 11:33

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 178145)
Nach der autoritären Erziehung verbunden mit Antipathie kam die antiautoritäre Erziehung und die Sympathie, nun folgt die empathische Erziehung und die Apathie.
Was ich damit sagen will: die Behandlung von Heranwachsenden als gleichwertige Partner überfordert sie masslos und führt zu einer Distanzlosigkeit, die so manchen Pädagogen sicher völlig überfordert. Und die Eltern apathisch macht.

Das ist sicher so, was aber nach meiner Auffassung deutlich erschwerend hinzukommt, ist die zunehmende Flut von Erlassen, Vorschriften und Gesetzen, die sicherlich auch Lehrer vor jeder Handlung in den Wahnsinn treibt. Man weiß nie ob man nicht gegen irgendeinen Paragraphen verstößt. Klagefreundliche Eltern finden immer einen Anwalt, von denen es ja ausreichend gibt, der alles und jeden zum Fall macht.
In der Industrie ist das nicht anders (wobei hier kaum Prozesse geführt werden), ich krieg so einmal im Monat ne Online Liste neuer Gesetze und Verordnungen, die für unseren Betrieb zumindest teilweise gelten. Meist Pamphlete mit dreistelligen Seitenzahlen, man schafft kaum das zu lesen, geschweigen den zu interpretieren, vom Umsetzen mal ganz zu schweigen.

Raimund 09.01.2009 11:36

Zitat:

Zitat von Wagnerli (Beitrag 178110)
Lieber Raimund,

wenn ich diesen Artikel als Mutter zweier Schülerinnen lesen,glaube ich erst Mal was da steht.
Leider bin ich auch schon während meiner eigenen Schulzeit und der Schulzeit meine Töchter mit Lehrern konfrontiert worden,die Schüler in einen Ton beschimpft haben,den ich auch nicht dulden würden.

Ich weiss sehr wohl,dass es heute ein grosses Problem an den Schulen ist,dass Kinder kein Benehmen haben,sich unmöglich aufführen und den Lehrern das Leben schwer machen.
Leider reden diese Kindern mit ihren Eltern zuhause genauso und führen sich so auf.
Wir haben diese Themen immer wieder in den Elternabenden.

Am Gymnasium meiner Tochter gab es aber auch schon genau diese Problematik,dass ein älterer Lehrer die Schüler so beschimpft hat.Der Elternbereit hat mit den Klassenlehrer versucht dieses Problem zu lösen.Der Lehrer hat nicht abgestritten,dass er solche Äusserungen von sich gegeben hat.

Es ist immer schwer sich von Aussen ein objektives Bild zu machen.

Michelle

Egal, ob es wahr ist oder nicht. Der Anwalt und vor allem der Gang zur Presse sollte der allerletzte Weg sein!!!

Zunächst sucht man das Gespräch mit dem Lehrer, dann mit dem Schulleiter, Schulrat...

Das, was jetzt passiert ist, läßt sich nicht mehr rückgängig machen. Egal, was bei einer Verhandlung herauskommt.

@ neonhelm: Klar, der Lehrer ist von der alten Schule (fast 60). Dass der vielleicht mal so handelt, wie in meiner Schulzeit, ist klar. Aber "Verstoß gegen das Grundgesetz", "mehrfache körperliche Züchtigungen", "Misshandlungen von Grundschülern" und vor allem "Morddrohung gegen Grundschüler" ist hart!

@honeyjazz: Ich bekomm leider nicht mehr alles zusammen. Es wurden aber gerade Zeugnisse geschrieben. Der Junge des initiativen Elternteils gilt als Störenfried und schlechter Schüler. Sein Vater arbeitet als Versicherungsvertrer.
Dann wurde eine Straftat beschrieben an einem Tag, wo das betreffende Kind nachweislich krank war. Außerdem kannst du an den Kommentaren erkennen, wie beliebt der Lehrer bei anderen Schülern ist.

sybenwurz 09.01.2009 11:39

Der Artikel iss mal wieder ein super beispiel, dass ne auflagengeile Zeitung (whrscheinlich) ungeprüfte Angaben einer Seite reisserisch aufmacht und sich damit auch auf diese Seite stellt.
Erfreulich, dass von Seiten der Schule die Bälle erstmal flachgehalten werden.
Ich kann mir die Situation, die Hintergründe und vorallem die Eltern aber schon ganz gut vorstellen...

barbossa 09.01.2009 11:40

Die Armen Pädagogen, die Armen Kinderlein, die Armen Eltern,
die Arme Schulverwaltung.....Armes Deutschland Arme Welt Armes Weltall...

OMG, was für ein Sturm im Wasserglas.

honeyjazz 09.01.2009 11:54

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 178216)
@honeyjazz: Ich bekomm leider nicht mehr alles zusammen. Es wurden aber gerade Zeugnisse geschrieben. Der Junge des initiativen Elternteils gilt als Störenfried und schlechter Schüler. Sein Vater arbeitet als Versicherungsvertrer.
Dann wurde eine Straftat beschrieben an einem Tag, wo das betreffende Kind nachweislich krank war. Außerdem kannst du an den Kommentaren erkennen, wie beliebt der Lehrer bei anderen Schülern ist.

Mit anderen Worten: Die Eltern und Schüler haben sich das alles nur ausgedacht?

Ich find das alles sehr subjektiv und einseitig. Nur weil ein Lehrer bei einigen beliebt ist, spricht ihn das ja nicht von den Vorwürfen frei. Über den Schüler wissen wir nichts außer (aus zweiter und dritter Hand), dass er als Störenfried und schlechter Schüler gilt.

Ich begreif ehrlich gesagt den Sinn des Postings nicht ganz. Wenn die Vorwürfe gegen den Lehrer stimmen, finde ich das Vorgehen der Eltern zumindest nachvollziehbar. Ich persönlich hätte auch keine Lust, mich vom Lehrer als "fette Kuh" etc beleidigen zu lassen. Und es steht glaub ich auch nirgendwo was davon, dass vorher nicht schon ein klärendes Gespräch gesucht wurde. Ich kenne solche Lehrer aus meiner eigenen Schulzeit auch noch. Gegen manche ist einfach kein Kraut und kein Gespräch gewachsen. Ob man da gleich Strananzeige erstatten muss, bleibt sicher fraglich, aber die wirklichen Hintergründe kennst offenbar auch du nicht.

Aber natürlich sind es jetzt die bösen Eltern, die den ehrwürdigen Lehrerberuf in den Dreck ziehen wollen....

@ Sybenwurz: Ich finde den Artikel übrigens nicht reißerisch, sondern sehr sachlich geschrieben (im Gegensatz zu deinen eigenen Andeutungen)

barbossa 09.01.2009 12:00

Zitat:

Zitat von honeyjazz (Beitrag 178234)
Aber natürlich sind es jetzt die bösen Eltern, die den ehrwürdigen Lehrerberuf in den Dreck ziehen wollen....

@ Sybenwurz: Ich finde den Artikel übrigens nicht reißerisch, sondern sehr sachlich geschrieben (im Gegensatz zu deinen eigenen Andeutungen)

Ja sicher sind sie das. Anstatt den - wie schon beschriebenen - richtigen Weg des Gesprächs zu gehen und die Kirche im Dorf zu lassen, rennt die Erzeugerkleingruppe zum Staatsanwalt.
Haben allerdings wie üblich nur die Aussage des Prachtsohnes zur Hand. Der natürlich ein Superkerl ist, niemals irgendwie was Böses tut und vorbildlich ist im Verhalten zu den Mitschülern.

Dagegen der unfähige Pädagoge, der sich natürlich nicht äußert, und somit ja schon quasi überführt ist. Er hat fette Kuh gesagt.
Gut das ist nicht nett.
Da fällt mir ein Herr Fischer ein, der den Ausspruch:
"Mit Verlaub Herr.... Sie sind ein A******"
richterlich genehmigt bekam.

Eben diesen Ausspruch könnte man in dem oben erwähnten Gespräch abschließend verwenden.
Quid pro quo

honeyjazz 09.01.2009 12:08

Zitat:

Zitat von barbossa (Beitrag 178239)
Ja sicher sind sie das. Anstatt den - wie schon beschriebenen - richtigen Weg des Gesprächs zu gehen und die Kirche im Dorf zu lassen, rennt die Erzeugerkleingruppe zum Staatsanwalt.
Haben allerdings wie üblich nur die Aussage des Prachtsohnes zur Hand. Der natürlich ein Superkerl ist, niemals irgendwie was Böses tut und vorbildlich ist im Verhalten zu den Mitschülern.

Dagegen der unfähige Pädagoge, der sich natürlich nicht äußert, und somit ja schon quasi überführt ist. Er hat fette Kuh gesagt.
Gut das ist nicht nett.
Da fällt mir ein Herr Fischer ein, der den Ausspruch:
"Mit Verlaub Herr.... Sie sind ein A******"
richterlich genehmigt bekam.

Eben diesen Ausspruch könnte man in dem oben erwähnten Gespräch abschließend verwenden.
Quid pro quo

Dem Artikel entnehme ich zumindest, dass es bereits Gespräche gegeben hat ("...soll die Lehrkraft im Gespräch mit Eltern ...blablabla")
Ob das alles so stimmt, wissen weder du noch ich.

Die Aussage des "Prachtsohnes" muss ja auch nicht gleich erfunden sein, nur weil er ein schlechter Schüler ist. Du haust mit deinen Argumenten genau in die gleiche Kerbe wie die Eltern, die du anprangerst, nur in die entgegengesetzte Richtung.

Hubschraubär 09.01.2009 12:35

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 178220)
Der Artikel iss mal wieder ein super beispiel, dass ne auflagengeile Zeitung (whrscheinlich) ungeprüfte Angaben einer Seite reisserisch aufmacht und sich damit auch auf diese Seite stellt.

Das nennt man ganz allgemein: Journalismus.

Hugo 09.01.2009 12:38

toll und jetz?

aussage gegen aussage, und wie soll es da zu einer "wahrheitsfindung" kommen, und wen interessiert eigentlich die "wahrheit"?

Pascal 09.01.2009 12:49

Zitat:

Zitat von Hugo (Beitrag 178260)
toll und jetz?

aussage gegen aussage, und wie soll es da zu einer "wahrheitsfindung" kommen, und wen interessiert eigentlich die "wahrheit"?

Eine Schulklasse besteht doch aus vielen Schülern=Zeugen...

RibaldCorello 09.01.2009 13:00

[quote=Mad Max;178055]. Auf meine Frage warum solche Schüler nicht rigeros vor die Tür gestellt werden, bekam ich die Antwort das dies untersagt sei, da die Lehrerin dann ihre Aufsichtspflicht verletzten würde. Alle lernwilligen Schüler leiden natürlich darunter, ganz zu schweigen vom Lehrkörper selber, welcher Wisssen vermitteln will aber daran gehindert wird.

QUOTE]

In der Schule, in der meine Frau als Lehrerin arbeitet gibt es das Trainingsraum-Konzept, d. h. wenn ein Schüler störrt, bekommt er einen Laufzettel , muss sich im Trainingsraum melden, in dem eine Fachkraft immer da ist, und dann muss er in einem Bericht über seine Fehler reflektieren.

Auf dem Laufzettel werden jeweils die Zeiten eingetragen wann er die Klasse verlassen und im Traingsraum eingetroffen ist und ihn wieder verlassen hat.

Hugo 09.01.2009 13:01

Zitat:

Zitat von Pascal (Beitrag 178268)
Eine Schulklasse besteht doch aus vielen Schülern=Zeugen...

ich weiß nicht in welcher altersklasse die sich gerade befinden, aber ich sagma im streit lehrer gegen schüler sind schüler nicht immer unparteiisch, und wenn du nem 10-jährigen oft genug sagst dass irgendwas vorgefallen ist, dann denkt er irgendwann dass es so war und er selbst dabei war.

viel wind um nix

F 18 09.01.2009 13:10

Zitat:

Zitat von RibaldCorello (Beitrag 178276)

In der Schule, in der meine Frau als Lehrerin arbeitet gibt es das Trainingsraum-Konzept, d. h. wenn ein Schüler störrt, bekommt er einen Laufzettel , muss sich im Trainingsraum melden, in dem eine Fachkraft immer da ist, und dann muss er in einem Bericht über seine Fehler reflektieren.

Unter Trainingsraum Konzept stellt sich Triathlet aber was anderes vor;)

Wagnerli 09.01.2009 13:27

[quote=RibaldCorello;178276]
Zitat:

Zitat von Mad Max (Beitrag 178055)
. Auf meine Frage warum solche Schüler nicht rigeros vor die Tür gestellt werden, bekam ich die Antwort das dies untersagt sei, da die Lehrerin dann ihre Aufsichtspflicht verletzten würde. Alle lernwilligen Schüler leiden natürlich darunter, ganz zu schweigen vom Lehrkörper selber, welcher Wisssen vermitteln will aber daran gehindert wird.

QUOTE]

In der Schule, in der meine Frau als Lehrerin arbeitet gibt es das Trainingsraum-Konzept, d. h. wenn ein Schüler störrt, bekommt er einen Laufzettel , muss sich im Trainingsraum melden, in dem eine Fachkraft immer da ist, und dann muss er in einem Bericht über seine Fehler reflektieren.

Auf dem Laufzettel werden jeweils die Zeiten eingetragen wann er die Klasse verlassen und im Traingsraum eingetroffen ist und ihn wieder verlassen hat.


Gibt es in der Schule meiner Jüngsten auch,aber hilft nur begrenzt.Die Gruppendynamatik ist halt auch problematisch.
Es ist selten nur einer,der sich danaben benimmt.
Die Kids merken sofort,wo sie es machen können.

Raimund 09.01.2009 14:45

Zitat:

Zitat von honeyjazz (Beitrag 178234)
(...) Ich kenne solche Lehrer aus meiner eigenen Schulzeit auch noch. (...)

Das hab ich vermutet...

Ich stehe auf der anderen Seite. Vielleicht reagiere ich deswegen so sensibel...

honeyjazz 09.01.2009 15:04

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 178343)
Ich stehe auf der anderen Seite. Vielleicht reagiere ich deswegen so sensibel...

Und wohl auch nicht ganz unparteiisch ;)
Ich verstehe ein wenig deine Aufregung, aber du weißt genausowenig wie wir alle, was da vorgefallen ist. Es gibt tatsächlich Lehrer, die kommen regelmäßig 30 Minuten zu spät, aber dafür mit Alkoholfahne in den Unterricht und pöbeln dann rum, indem sie "die lustigsten Überstezungen" der letzten Lateinarbeit vorlesen, um damit schlechtere Schüler bloßzustellen.

Ob solches Verhalten einen Strafantragt rechtfertigt, sei mal dahingestellt.
Aber ein Posting mit dem ketzerischen Titel "Wie man einem Lehrer das Leben ruiniert" in einem Forum zu posten, einen Link zum Zeitugsbericht zu nennen und lediglich noch den Hinweis zu geben, dass man jemanden an dieser Schule kennt, ist auch was anderes als sachlich oder angebracht.

TriTom 09.01.2009 15:10

>In der Schule, in der meine Frau als Lehrerin arbeitet gibt es das
>Trainingsraum-Konzept, d. h. wenn ein Schüler stört, bekommt er
>einen Laufzettel, muss sich im Trainingsraum melden, in dem eine
>Fachkraft immer da ist, und dann muss er in einem Bericht über
>seine Fehler reflektieren.

Klingt machbar bei gut erzogenen Kindern.
Ich kann mir nach den Erzählungen einer Lehrerin an einer Schule mit vielen "verhaltenskreativen" Kindern (normale Grundschule in einem allerdings "schwierigen" Stadtteil) aber gut vorstellen, dass das "Null" Auswirkung hat, weil die netten Kinder den Lehrern "einen Husten" (sehr milde ausgedrückt) solche Erziehungsmethoden mitzumachen. Hierbei handelt es sich nicht um Pupertierende, sondern um Grundschüler der 1. bis 4. Klasse.
Was die mir für Alltagsgeschichten aus der Grundschule erzählt, habe ich in 13Jahren Schullaufbahn nicht ein einziges Mal miterlebt.

Thomas

Willi 09.01.2009 16:12

Zitat:

Zitat von Wagnerli (Beitrag 178110)
wenn ich diesen Artikel als Mutter zweier Schülerinnen lesen,glaube ich erst Mal was da steht.
Leider bin ich auch schon während meiner eigenen Schulzeit und der Schulzeit meine Töchter mit Lehrern konfrontiert worden,die Schüler in einen Ton beschimpft haben,den ich auch nicht dulden würden.

Ich weiss sehr wohl,dass es heute ein grosses Problem an den Schulen ist,dass Kinder kein Benehmen haben,sich unmöglich aufführen und den Lehrern das Leben schwer machen.

Siehst Michelle,

wenn ich diesen Artikel aus Vater einer Schülerin lese, fass ich mir nur an den Kopf.

Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung liegt die Wurzel des Übels in der Regel weder in den Kids noch in den Lehrern, sondern in den Eltern, die zwar pädagogisch nicht den geringsten Schimmer haben, sich aber voller Wichtigtuerei mit ganz vielem Staubwirbel um ihre ach so armen Kids kümmern.

Da kommt irgendein missratener Bub nach Haus, heult seiner Mama was vor, der Papa, der sich sonst überhaupt nicht um die Erziehung kümmert redet mit seinem Kumpel, der einen von der Lokalredaktion kennt - und der Schreiberling freut sich, eine deftige Story zu haben - denn im Zweifel sind die Lehrer ja sowieso faule Gesellen, die mit 'nem Halbtagsjob und dreizehn Wochen Ferien im Jahr ihren Pensionsanspruch erwerben.

F 18 09.01.2009 16:22

Zitat:

Zitat von Willi (Beitrag 178378)
sind die Lehrer ja sowieso faule Gesellen, die mit 'nem Halbtagsjob und dreizehn Wochen Ferien im Jahr ihren Pensionsanspruch erwerben.


Gute Berufsbeschreibung, hätte von mir sein können;)

erwerben hätte man noch durch ehrenhalber verliehen bekommen ersetzen können:cool:


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