triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Triathlon allgemein (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=56)
-   -   Trainingsplanung: Intuition oder Kalkül? (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=6528)

Klugschnacker 19.12.2008 11:02

Trainingsplanung: Intuition oder Kalkül?
 


Trainingsplanung: Intuition oder Kalkül?
Von Karsten Keßler

Wie trainiert man erfolgreich? Durch das disziplinierte Abarbeiten ausgeklügelter Trainingspläne, als Datensammler und wandelndes Lexikon angewandter Sportwissenschaft? Oder besser als spontan und intuitiv agierender Springinsfeld, der sich hauptsächlich von seinem Gefühl leiten lässt? In diesem Beitrag steht, wo die Stärken beider Herangehensweisen liegen und wie man sie für sich nutzt.
» Weiterlesen…

drullse 19.12.2008 11:23

Klasse Artikel, trifft genau meine Vorgehensweise.

NBer 19.12.2008 12:12

hmmm, irgendwie versteh ich das nicht. überschrift und artikelanfang beschäftigen sich mit trainingsplanung, aber dann entgleitet es irgendwie in wettkampfplanung. ich meine, alles was da steht, ist ja richtig, aber irgendwie nachher nicht mehr zum eigentlichen thema gehörend.....

mauna_kea 19.12.2008 12:15

Ja schön beschrieben und erklärt sehr gut, warum gerade Einsteiger so an ihren Plänen hängen oder danach gieren.
Je mehr eigene Erfahrung (Input) vorhanden ist, desto unabhängiger trainiert man.
Das gilt auch für die Belastungsbestimmung.
Anfangs stark Pulsfixiert geht man dann langsam zum Gefühl über. (Central Governor)

felix__w 19.12.2008 12:17

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 168997)
Klasse Artikel, trifft genau meine Vorgehensweise.

Ja, so ähnlich ist es auch bei mir.

Felix

keko 19.12.2008 12:30

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 169005)
hmmm, irgendwie versteh ich das nicht. überschrift und artikelanfang beschäftigen sich mit trainingsplanung, aber dann entgleitet es irgendwie in wettkampfplanung. ich meine, alles was da steht, ist ja richtig, aber irgendwie nachher nicht mehr zum eigentlichen thema gehörend.....

Ich habe das Beispiel mit den Wettkämpfen genommen, weil ich das anschaulicher fand. Hätte auch fragen können "Was trainiere ich heute?" in Abhängigkeit von Wetter, Strassenverhältnissen, körperlicher Verfassung oder sonst was. Es geht mir nur ums Prinzip, daher ist das Beispiel nicht so wichtig.

Lecker Nudelsalat 19.12.2008 12:33

keko,

ich habe mich in dem Bericht sofort wiedergefunden. ;)

Schön geschrieben.

Gruß strwd

NBer 19.12.2008 12:45

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 169012)
Ich habe das Beispiel mit den Wettkämpfen genommen, weil ich das anschaulicher fand. Hätte auch fragen können "Was trainiere ich heute?" in Abhängigkeit von Wetter, Strassenverhältnissen, körperlicher Verfassung oder sonst was......

ok, DAS hät ich verstanden :-)

drullse 19.12.2008 13:00

Zitat:

Zitat von mauna_kea (Beitrag 169006)
Ja schön beschrieben und erklärt sehr gut, warum gerade Einsteiger so an ihren Plänen hängen oder danach gieren.
Je mehr eigene Erfahrung (Input) vorhanden ist, desto unabhängiger trainiert man.
Das gilt auch für die Belastungsbestimmung.
Anfangs stark Pulsfixiert geht man dann langsam zum Gefühl über. (Central Governor)

Besser wär's aber genau andersrum...

mauna_kea 19.12.2008 13:22

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 169035)
Besser wär's aber genau andersrum...

dazu müßte man aber den Erfahrenen Leuten glauben und wer tut das schon.
Erfahrung ist leider nur die Summe der eigenen Fehler.

drullse 19.12.2008 14:25

Zitat:

Zitat von mauna_kea (Beitrag 169058)
dazu müßte man aber den Erfahrenen Leuten glauben und wer tut das schon.
Erfahrung ist leider nur die Summe der eigenen Fehler.

Woher willst Du aber wissen, was für Dich richtig ist, wenn Du nur von außen gesteuert wirst?

keko 19.12.2008 14:37

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 169103)
Woher willst Du aber wissen, was für Dich richtig ist, wenn Du nur von außen gesteuert wirst?

Wenn du einen sehr guten Trainer/Betreuer hast, der sich voll auf dich einstellt, geht das schon.

mauna_kea 19.12.2008 14:38

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 169103)
Woher willst Du aber wissen, was für Dich richtig ist, wenn Du nur von außen gesteuert wirst?

Da haste recht.
Aber da die meisten Menschen ähnlich funktionieren, würden wenigstens die gröbsten Fehler vermieden und ein erfahrener Trainer lehrt seine Athleten selbstständig zu werden.
(So hab ichs jedenfalls immer praktiziert)

garuda 19.12.2008 15:04

Jetzt würde es mich aber mal interessieren, wer von euch hier, mit Trainer/Betreuer angefangen hat. :Holzhammer:

NBer 19.12.2008 15:25

Zitat:

Zitat von garuda (Beitrag 169124)
Jetzt würde es mich aber mal interessieren, wer von euch hier, mit Trainer/Betreuer angefangen hat. :Holzhammer:

wer nicht erst mit 20 oder so einsteigt, sondern schon im jugendalter, hat garantiert unter einem trainer angefangen. das muß ja nicht mal ein hauptamtlicher sein, es eicht ja schon ein sportkollege, der schon länger dabei ist und viel erfahrung mitbringt......

dude 19.12.2008 15:26

Ein Trainer laesst sich in nicht-technischen Disziplinen leicht durch Selbststudium ersetzen. Kein Mensch kann in mich hineinhoeren. Ich trainiere ein paar Athleten, aber das hat in 90% der Faelle mehr mit Zweitmeinung/Bestaetigung und dem "daily hug" zu tun, als mit reiner Wissensuebermittlung und Trainingssteuerung.

Das Gros der Sportler ist zu faul/uninteressiert/dumm, um sich mit der Materie intensiv zu beschaeftigen. Und Trainingsplaene bringen Geld...

Um es auf den Ausgangsartikel zurueckzubringen: als
Leistungssporttrainer ist man eher Psychologe, als handfester Trainingsmethodiker (aehnlich einem Manager).

drullse 19.12.2008 15:30

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 169132)
wer nicht erst mit 20 oder so einsteigt, sondern schon im jugendalter, hat garantiert unter einem trainer angefangen. das muß ja nicht mal ein hauptamtlicher sein, es eicht ja schon ein sportkollege, der schon länger dabei ist und viel erfahrung mitbringt......

So war es bei mir: als 16jähriger angefangen in einer Gruppe, deren Mitglieder alle schon mehr als 10 Jahre liefen, teilweise mehr als 20. Langsamste Marathonzeit dort 2:34 Std.. Kein Trainer, nur Erfahrung.

Im ersten Jahr alles an Büchern verschlungen, was es gab und eine eigene Meinung entwickelt. Die nächsten 3-4 Jahre dann trial & error und dann lief es.

Die Zeit nehmen sich nur leider sehr wenige Athleten. Der schnelle Erfolg ist wichtiger.

drullse 19.12.2008 15:40

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169133)
Ein Trainer laesst sich in nicht-technischen Disziplinen leicht durch Selbststudium ersetzen. Kein Mensch kann in mich hineinhoeren. Ich trainiere ein paar Athleten, aber das hat in 90% der Faelle mehr mit Zweitmeinung/Bestaetigung und dem "daily hug" zu tun, als mit reiner Wissensuebermittlung und Trainingssteuerung.

Das Gros der Sportler ist zu faul/uninteressiert/dumm, um sich mit der Materie intensiv zu beschaeftigen. Und Trainingsplaene bringen Geld...

Um es auf den Ausgangsartikel zurueckzubringen: als
Leistungssporttrainer ist man eher Psychologe, als handfester Trainingsmethodiker (aehnlich einem Manager).

Full ACK.

dude 19.12.2008 16:06

@keko: ausgezeichneter Artikel. Qualitativ weit ueber dem, was man in Printmedien zu lesen bekommt. :Danke:

Lecker Nudelsalat 19.12.2008 16:16

Zitat:

Zitat von garuda (Beitrag 169124)
Jetzt würde es mich aber mal interessieren, wer von euch hier, mit Trainer/Betreuer angefangen hat. :Holzhammer:

Ich!

Vor 8 Jahren und zusammen mit einer Leistungsdiagnostik (meine Erste + Letzte). Wollte halt alles richtig machen.

Der Trainer hat leider keine Rücksicht auf mein hohes Alter und darauf, dass ich in allen Disziplinen quasi Anfänger war, genommen.

Da ich es nicht anders wusste, habe ich strikt den Plan befolgt und war nach 3 Monaten verletzt.

Daraufhin habe ich mir Lektüre gekauft und erst mal gelesen und bin dann vorsichtig an die Geschichte herangegangen.

Ich habe dann weitere, eigene Fehler begangen ...

Der Rest ist Geschichte, inzwischen 3 1/3 LDs, 8 MDs, ungezählte ODs und SPs.

Gruss strwd

ChrisL 19.12.2008 16:24

Toll geschriebener Artikel:Danke:

Vieles des Beschriebenen sollte man sich öfter auch im restlichen Leben von Zeit zu Zeit auf der Zunge zergehen lassen.
Bin auch der Meinung, dass der Instinkt oder eben das Bauchgefühl des Menschen in der heutigen Zeit viel zu wenig beachtet wird bzw. man verlernt hat, darauf zu hören, obwohl es meiner Meinung nach ein Hauptkriterium für Erfolg ist - gerade heutzutage, in fast allen Lebenslagen.

ciao

zuppdidudi 19.12.2008 16:38

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169144)
@keko: ausgezeichneter Artikel. Qualitativ weit ueber dem, was man in Printmedien zu lesen bekommt. :Danke:

... dem schließe ich mich gerne an!

Derzeit ist das "Bauchgefühl"-Management wieder sehr in Mode gekommen. Allerdings wird zumeist der Anteil der Ratio sowie der bereits gemachten persönlichen Erfahrungen an einer solchen "Bauchentscheidung" ganz gerne unterschlagen. Insofern grenzt sicher der Artikel wirklich sehr gut von dem ab, was diesbezüglich teilweise durch die Presse geistert!
http://www.business-wissen.de/organi...anagement.html
Für Entscheidungstheorie-Freaks sei ergänzend der o.a. Artikel empfohlen, der allerdings etwas trockner und mehr auf das Business bezogen geschrieben ist.

NBer 19.12.2008 16:48

wenn man dem bauchgefühl der trainingswissenschaft den vorrang gibt, darf man aber auch nicht einem anderen faktor unterliegen, de rmindestens genauso gefährlich ist, wie falsch angewandte trainingswissenschaft.......dem gruppen- oder freundesdruck.
wenn man nur am rumhorchen ist, was andere (und da vor allem die besseren, wo man ja hinwill) so trainieren, schlackern einem schnell die ohren. wer sich davon beeinflussen lässt, ist dann auch bald sehr weit weg vom bauchgefühl. da wären wieder ein paar grundlegende prinzipien der trainingswissenschaft angebracht........

dude 19.12.2008 16:52

Das ist richtig, hat nach meinem Verstaednis jedoch nichts mit der vorliegenden Diskussion zu tun.

NBer 19.12.2008 16:54

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169161)
Das ist richtig, hat nach meinem Verstaednis jedoch nichts mit der vorliegenden Diskussion zu tun.

wollte nur einen möglichen, aber meist nicht wahrgenommenen einflussfaktor aufs bauchgefühl aufzeigen..........

garuda 19.12.2008 16:55

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169133)
Ein Trainer laesst sich in nicht-technischen Disziplinen leicht durch Selbststudium ersetzen. Kein Mensch kann in mich hineinhoeren. Ich trainiere ein paar Athleten, aber das hat in 90% der Faelle mehr mit Zweitmeinung/Bestaetigung und dem "daily hug" zu tun, als mit reiner Wissensuebermittlung und Trainingssteuerung.

Das Gros der Sportler ist zu faul/uninteressiert/dumm, um sich mit der Materie intensiv zu beschaeftigen. Und Trainingsplaene bringen Geld...

Um es auf den Ausgangsartikel zurueckzubringen: als
Leistungssporttrainer ist man eher Psychologe, als handfester Trainingsmethodiker (aehnlich einem Manager).

Also bis auf die Aussage "Das Gros der Sportler..." gebe ich dir Recht.

Ich glaube, dass trifft nur auf wenige zu, die sich länger mit dem Sport beschäftigen.

Sicher ist es interessanter, sich selbst mit der Materie zu beschäftigen und eigene Erfahrungen zu sammeln, dass macht ja auch mit einen Reiz aus, diesen Sport zu machen.
Aber als Anfänger stößt man da oft an seine Grenzen, oder ist etwas verunsichert, weil eben nicht direkt das Wissen da ist und man angst hat, etwas wichtiges falsch zu machen.
Ich glaube, dass ist auch der Grund, warum dann erst einmal stur an so eine Plan festgehalten wird.
Und wie du schon schreibst, gerade bei technischen Disziplinen ist Hilfe oft unerlässlich, erst recht, wenn es da ans eingemachte geht, wie leicht ist da was falsches eingeprägt.
Da ist man oft froh, wenn da jemand ist, dem man vertrauen kann und mal ein Auge drauf wirft.
:Gruebeln: glaub werd mir auch bald proffesionelle Hilfe holen.
Auch in Bezug auf TP heißt das aber nicht, dass man nicht interessiert ist, oder der jenige zu faul ist, sich mit der Materie zu beschäftigen. :)

dude 19.12.2008 16:56

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 169162)
wollte nur einen möglichen, aber meist nicht wahrgenommenen einflussfaktor aufs bauchgefühl aufzeigen..........

Da ist was dran. Wenn man dann noch den Zugang zu allerlei Medien miteinbezieht - nicht zuletzt Internetforen - dann muss man schon selbstbewusst sein, um nicht dem falschen Mass zu erliegen.

dude 19.12.2008 17:00

Zitat:

Zitat von garuda (Beitrag 169164)
Also bis auf die Aussage "Das Gros der Sportler..." gebe ich dir Recht.
[...]
Auch in Bezug auf TP heißt das aber nicht, dass man nicht interessiert ist, oder der jenige zu faul ist, sich mit der Materie zu beschäftigen. :)

Das hatte ich etwas grosszuegig unter 'Desinteresse' subsumiert. Es ist sicher etwas grob von 'Desinteresse' zu reden, wenn man nicht zwei Stunden taeglich mit Trainingswissenschaft verbringt, da dem ein negativer Beigeschmack mitschwingt. Tut man es doch, ist man innert weniger Wochen ausgeruestet, um auf starre Plaene zu verzichten.

alpenfex 19.12.2008 17:10

"Die optimale Entscheidungsregel ist die, dass man die Dinge so weit wie möglich analysiert, sie „setzen“ lässt und dann aus dem Bauch heraus entscheidet."

:confused:
Ist es dann noch eine Bauchentscheidung?

Ich finde die Idee des Artikels wirklich super, das Thema auch, aber ich bin noch am Einordnen der Inhalte. Klingt ein wenig wie ein Mix aus Schulaufsatz, Yogiteetrinkertreffen und Trainer. Aber gut.

garuda 19.12.2008 17:13

Zitat:

Zitat von strwd (Beitrag 169148)
Ich!

Vor 8 Jahren und zusammen mit einer Leistungsdiagnostik (meine Erste + Letzte). Wollte halt alles richtig machen.

Der Trainer hat leider keine Rücksicht auf mein hohes Alter und darauf, dass ich in allen Disziplinen quasi Anfänger war, genommen.

Da ich es nicht anders wusste, habe ich strikt den Plan befolgt und war nach 3 Monaten verletzt.

Daraufhin habe ich mir Lektüre gekauft und erst mal gelesen und bin dann vorsichtig an die Geschichte herangegangen.

Ich habe dann weitere, eigene Fehler begangen ...

Der Rest ist Geschichte, inzwischen 3 1/3 LDs, 8 MDs, ungezählte ODs und SPs.

Gruss strwd


Sorry keko, etwas :offtopic: aber...


Worauf würdest du heute achten, bei deiner Auswahl für einen geeigneten Trainer?
So was wie eine Zertifizierung gibt es da ja glaube ich noch nicht?

dude 19.12.2008 17:13

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 169174)
Ist es dann noch eine Bauchentscheidung?

Ja, denn jede Bauchentscheidung ist bei Menschen gekoppelt mit Hirnentscheidungen.

dude 19.12.2008 17:17

Zitat:

Zitat von garuda (Beitrag 169178)
Worauf würdest du heute achten, bei deiner Auswahl für einen geeigneten Trainer?
So was wie eine Zertifizierung gibt es da ja glaube ich noch nicht?

- entweder er kostet richtig viel Geld oder gar nix

- ersterer sollte einen kostenlosen oder billigen testmonat anbieten

- er fragt Dich erstmal stundenlang aus und laesst dich die naechsten Wochen einfach weitermachen und fragt weiter

- er will langfristig mit dir arbeiten und macht daher klar, dass die umsetzung der ziele durchaus erst im folgejahr eintreten kann

- mund-zu-mund propaganda: wenn du eine empfehlung bekommst, dann frag den tipgeber aus, warum genau er den trainer gut findet. wuerde das zu dir passen?

usw usf

alpenfex 19.12.2008 17:18

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169179)
Ja, denn jede Bauchentscheidung ist bei Menschen gekoppelt mit Hirnentscheidungen.

Kannst Du mir ein Bsp. nennen, das "Hirnentescheidungen" genauer beschreibt?

Es gibt keine Entscheidung, die einer rationalen Komptente entbehrt? Rationale Komponente = Hirnentscheiung?

dude 19.12.2008 17:22

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 169185)
Es gibt keine Entscheidung, die einer rationalen Komptente entbehrt? Rationale Komponente = Hirnentscheiung?

Ich hab' davon keine Ahnung, wuerde aber vermuten, dass lediglich in reinen Notfallsituationen keinerlei rationale Entscheidungen stattfinden.

alpenfex 19.12.2008 17:26

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169186)
Ich hab' davon keine Ahnung, wuerde aber vermuten, dass lediglich in reinen Notfallsituationen keinerlei rationale Entscheidungen stattfinden.

agree

keko 19.12.2008 20:26

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 169174)
"Die optimale Entscheidungsregel ist die, dass man die Dinge so weit wie möglich analysiert, sie „setzen“ lässt und dann aus dem Bauch heraus entscheidet."

:confused:
Ist es dann noch eine Bauchentscheidung?

Ich denke schon. Allerdings baut diese "Bauchentscheidung" auf dein vorhandenes gespeichertes Wissen auf. Ich wollte einfach nur aufzeigen, dass da was im Hintergrund abläuft, wenn man (scheinbar) spontan entscheidet und dass das durchaus richtig sein kann. Der Marathonläufer, von dem ich sparch, lief 2:28, der Schwimmer schwamm 16:20 und der Radfahrer war gehobene A-Klasse. Es gibt sicher andere Gegenbeispiele, aber ich wundere mich schon seit ewigen Zeiten, dass ich da richtig gute Leute treffe, die scheinbar planlos umhertrainieren. Das habe ich versucht aufzuarbeiten. Das Thema ist nicht ganz einfach und ich bin kein Psychologe. ;)

dude 19.12.2008 20:50

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 169285)
Es gibt sicher andere Gegenbeispiele, aber ich wundere mich schon seit ewigen Zeiten, dass ich da richtig gute Leute treffe, die scheinbar planlos umhertrainieren.

Das nicht zu verneinende Problem in all' diesen Faellen ist halt, dass man nicht weiss, ob sie nicht vielleicht trotz ihres Trainings so schnell waren oder vielleicht haetten sogar schneller sein koennen.

NBer 20.12.2008 02:05

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 169184)
- entweder er kostet richtig viel Geld oder gar nix
- ersterer sollte einen kostenlosen oder billigen testmonat anbieten
- er fragt Dich erstmal stundenlang aus und laesst dich die naechsten Wochen einfach weitermachen und fragt weiter
- er will langfristig mit dir arbeiten und macht daher klar, dass die umsetzung der ziele durchaus erst im folgejahr eintreten kann
- mund-zu-mund propaganda: wenn du eine empfehlung bekommst, dann frag den tipgeber aus, warum genau er den trainer gut findet. wuerde das zu dir passen?
usw usf


- eigene erfolge sind nicht unbedingt ein ausschlaggebendes kriterium
- schau lieber auf die erfolge bzw entwicklungen seiner bisher trainierten sportler (wobei einen bereits guten athleten noch schneller zu machen höher einzuschätzen ist, als einen blutigen anfänger über ne ironmandistanz zu bringen)

keko 20.12.2008 11:09

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 169352)
- eigene erfolge sind nicht unbedingt ein ausschlaggebendes kriterium

Kann sogar negativ sein, wenn die Erfolge des Trainers erdrückend wirken, er also damit hausieren geht. Ähnlich wenn erfolgreiche Eltern ihre Erfolge auf ihre Kinder projezieren wollen.

christian01 22.12.2008 23:00

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 169159)
wenn man dem bauchgefühl der trainingswissenschaft den vorrang gibt, darf man aber auch nicht einem anderen faktor unterliegen, de rmindestens genauso gefährlich ist, wie falsch angewandte trainingswissenschaft.......dem gruppen- oder freundesdruck.
wenn man nur am rumhorchen ist, was andere (und da vor allem die besseren, wo man ja hinwill) so trainieren, schlackern einem schnell die ohren. wer sich davon beeinflussen lässt, ist dann auch bald sehr weit weg vom bauchgefühl. da wären wieder ein paar grundlegende prinzipien der trainingswissenschaft angebracht........

genau da liegt mein größtes Problem. (zumindest was den Sport betrifft)
rumhorchen ist sehr sehr sehr sehr gefährlich weil ja die Schwerpunkte anders gesetzt werden. Wenn ich höre was ein Kollege so auf der Rolle wegspult werde ich ganz weiß im Gesicht. Hört man genauer hin und fragt nach was er sonst so macht kommt schnell heraus das er wenig läuft.
Vermutlich bringt es eine menge wenn man die Philosoph darlegt vergleicht und diskutiert um evtl andere wege zu gehen ohne die Saison gleich zu verpfuschen.
Auf mein Bauchgefühl kann ich mich leider nicht verlassen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:12 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.