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HFV Herzfrequenzvariabilität - trainiert ihr danach?
Hallo,
die Suche danach hat bei mir nichts ergeben (was ich kaum glauben kann). Trainiert ihr nach eurem HFV Status und plant die Regeneration und harte Einheiten (auch) nach dem HFV Status? Mir erscheint das logisch, da es ja anscheinend sehr zentral auf die Regeneration ankommt. Allerdings weiß ich nicht, wie sich das mit mehr oder weniger starren Trainingsplänen verhält. Ich trainiere für die LD in Roth nächstes Jahr und da sollte man ja schon jede Woche sein Pensum machen und nur in der Entlastungswoche kürzer treten. Allerdings fällt meine HFV Rate seit zwei Wochen (trotz Entlastungswoche) kontinuierlich immer weiter. Deckt sich auch mit meinem subjektiven Empfinden, da ich mich nicht wirklich leistungsfähiger fühle. An sonstigen Faktoren (Infekt, Stress, Schlaf) kann es eigentlich nicht liegen, sodass ich es tatsächlich auf das Training zurückführe. Sollte ich dann vom Plan abweichen und ein / zwei Ruhetage mehr einlegen? Wie macht ihr das? VG, Marc |
Kurz gesagt - nein. Wenn ich platt bin wird erst die Intensität dann die Dauer gekürzt. Bei Krankheit einfach nix machen.
Training wirkt auf vielen Ebenen. Nicht jede spiegelt sich in unmittelbarer Leistung wieder, |
Ich verfolge meine Werte sehr genau, trainiere aber nur selten danach.
Ich habe aktuell vier Tage die Woche, an denen ich laufen kann und bin quasi nicht flexibel. Da bin ich (noch) nicht bereit, auf eine Einheit zu verzichten, solange ich mich nicht zusätzlich schlecht fühle. Und das ist oft der Fall. Im Gegensatz dazu bin ich aktuell krank und habe top Werte :o Tatsächlich bin ich jetzt seit September das dritte Mal krank und frage mich, woran das liegt und ob ich es mit HFV-gesteuerten Training vermeiden könnte. |
Bei mir haben die Apple Watches völlig unsinnige Werte gemessen. Nach harten Einheiten ist die HRV hoch gegangen, nach Ruhephasen auch mal runter.
Für mich zu unzuverlässig, um danach das Training zu steuern. |
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Falls Du abends Alkohol trinkst, lasse ihn mal für mindestens eine Woche weg. Dann verbessern sich häufig die HRV-Werte. Außerdem könntest Du im Training stärker im Grundlagenbereich bleiben und Intensitäten meiden. Das wirkt bei mir immer ganz gut. Es kommt aber schon mal vor, dass die HRV für 1-3 Wochen nach unten rauscht. Das ist kein Drama. Gehe es im Training einfach etwas ruhiger an und bleibe im GA-Bereich. :Blumen: |
D.h., die HFV Werte kann man gar nicht dazu nutzen, um kurzfristig zu entscheiden, ob man übertrainiert, sondern nur ob man langfristig im Übertraining ist? Dann verstehe ich aber den Mehrwert nicht wirklich. Ich hätte gedacht, dass man danach schon sein Training ausrichten kann / soll, und am nächsten Tag die Einheit härter oder weniger intensiv gestaltet oder ganz weglässt, je nach Ergebnis.
Wenn das aber alles nur so zeitverzögert reagiert und sich mehrere Effekte überlagern, dann ist das ja doch eher untauglich für die Trainingssteuerung... |
Ich schaue nur auf die nächtlichen Werte, weil die von der Messung am Aussagekräftigsten sind. Die sind nach intensivem Training oder wenig Schlaf oder Alkohol deutlich niedriger und bei guter Erholung halt höher.
Das korreliert aber eigentlich auch gut mit meinem Körpergefühl. Aufmerksam werde ich vor allem, wenn der Zusammenhang mir nicht ganz klar ist, also ich eigentlich nicht hart trainiert habe und der Wert dennoch niedrig ist. Dann fühle ich mich aber meistens auch nicht 100% ok und irgendwas ist im Busch wie Infekt oder ich bin müde. Im Prinzip ist der Wert einfach nur eine weitere Bestätigung in die eine oder die andere Richtung, wenn das Körpergefühl nicht ganz eindeutig ist. Wichtig ist auch der Ruhepuls. Wenns wirklich ernst ist, geht bei mir der Ruhepuls immer hoch und die Herzfrequenzvariabilität runter. Man braucht aber auch einfach längere Erfahrung aus meiner Sicht mit seinen Werten. Die Farben z.B. von Garmin sind nicht immer sinnvoll, vor allem wenn die Daten erst ein paar Wochen gesammelt werden. Ich weiß mittlerweile nach mehreren Jahren HRV-Messung ziemlich gut, welche Werte wirklich problematisch sind. Ansteigen oder abfallen über zwei Wochen ist zum Beispiel normal, gerade in Off Saison oder bei Beginn einer härteren Trainingsphase, Es darf halt nur nicht zu steil werden. Aber nur ein Wert unter vielen, gemeinsam mit Ruhe- und Belastungspuls und Körpergefühl aus meiner Sicht hilfreich. Wichtig ist auch zu beachten, welche Werte angezeigt werden, Bei Garmin z.B. der Durchschnittswert der letzten 7 Tage. Folglich reagiert der entspechend träge und man muss das bei seiner Interpretation berücksichtigen. |
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Der generelle (berufliche) Stresslevel ist ebenfalls ein Faktor den ich bei mir ausmachen konnte. Ernährung kann den HFV ebenfalls beeinflussen, Alkohol wurde ja schon genannt. Mögliche Ursachen evtl. noch eine Entzündung im Bereich Zähne, welche im verborgenen arbeitet oder Blockaden/Verspannungen in der Brustwirbelsäule o.ä.. Hatte bei mir alles schon eine erkennbare Auswirkung auf das ganze System. |
So ganz schlau bin ich da noch nie draus geworden. Hab seit vielen Jahren Apple-Watches die das messen können, im Vergleich mit öfter mal parallel gemachten (Langzeit-)EKGs erstaunlich genau von den Messwerten her, aber erstaunlich schwer die Werte sinnvoll zu nutzen da da von unvorhersagbaren Schwankungen, Ernährung, Schlaf(mangel), Training usw.. zu viele Faktoren reinspielen.
Und seit 3 Jahren ist das ganz vorbei, seit dem ich aufgrund Vorhofflimmern eine Ablation bekommen habe ist die HRV wie festgetackert. Egal ob erholt, ausgepowert, gesund oder mit heftigem Infekt, seit dem ändert sich die nahezu gar nicht mehr. Von daher gucke ich ab und an mal interessiert auf die Werte, habe aber für mich jetzt keinen zuverlässigen Nutzen draus ziehen können. |
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:Blumen: |
Also ich würde mich auch nicht ausschließlich nach der HFV richten, was das Training angeht. Punkte wie schlechter/wenig Schlaf oder Alkohol wurden ja bereits genannt. Hohe Stress-Phasen auf Arbeit können (zumindest bei mir) auch direkten Einfluss auf die HFV haben.
Vielleicht ein kleines Beispiel, warum es auch wenig Sinn machen würde, sich ausschließlich nach dem HFV zu richten. Wenn Du zB ein 1-2 wöchiges Trainingslager startest, wo du unter Umständen 2-3 Einheiten am Tag machst, da kenne ich kaum jemanden, bei dem der HFV nicht nach paar Tagen in den Keller geht. Ich glaube es wäre nicht im Sinne eines Trainingslagers, wenn du dann deswegen nach 3 Tagen das sporteln einstellen würdest. :Cheese: Ich finde die HFV kann aber ein guter Indikator sein(neben dem Ruhepuls oder Stressausschlägen), um zu sehen, ob zB ein Infekt oder ähnliches im Anmarsch ist. :Blumen: |
Wie könnt ihr einen anbahnenden Infekt an der HRV sehen, wenn es viele die HRV reduzierende Faktoren gibt, die gar nichts mit einem Infekt zu tun haben?
Ernährung, Schlaf(mangel), Training, Stress, Alkohol, Blockaden/Verspannungen usw. Oder seht ihr das eher danach, wenn ihr dann einen Infekt habt? |
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Der Ruhepuls passt als Indikator immer noch, mehr als 5 Schläge Abweichung hat da immer einen nachvollziehbaren Grund. Der reagiert auch sehr schnell auf Trainingsbelastung oder Infekte, oft schneller als ich es selber merke. Zumindest bei der apple-Watch ist die angezeigte HRV in der Übersicht der Durchschnittswert der Messungen über den Tag, die Einzelmessungen kann man sich auch angucken. Das ist da kein Durchschnittswert über mehrere Tage. Die Messunngen sind immer in Ruhe, meistens wenn ich im Auto sitze, schlafe oder beim Couch-Surfing bin. |
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Bzgl. Infekt-Frühwarnsystem ist meine HFV-Messung leider nicht geeignet. Ich habe oft schon deutliche Anzeichen und verzichtet deshalb auf´s Training und meine Werte sind noch top. Erst an Tag zwei oder drei sind sie schlecht. Aktuell habe ich früh die Reissleine gezogen (leichtes Halskratzen und Kopfweh, bei dem ich das letzte Mal noch trainiert hatte und dann eine Woche flach lag) und habe beständig gute Werte, fühle mich aber nicht so. |
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Sind schon interessante Möglichkeiten in der Diagnostik die die aktuellen Smartwatches so bieten, da wird sicher noch einiges kommen wie das medizinisch genutzt werden kann. |
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Daher würde ich mir über hohe/niedrige Werte erstmal keinen Kopf machen. Und wie gesagt, die Werte haben bei vielen sowieso wenig Aussagekraft. |
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HRV ist auch ein Wert, der schwankt (zumindest bei mir). Meine Uhr sagt auch, dass sie die Werte mit dem Durchschnitt der letzten 7 Tage vergleicht. Normal seien Werte zwischen 19 und 75. Ich hänge einfach eher am oberen Bereich. Hätte ich nun dauerhaft 20, würde ich mit meinem Kardiologen reden, obwohl das noch normal ist. So hat er mir das auch empfohlen. |
Also Maxpuls verändert sich mit dem Alter aber auch und sinkt beständig.
HRV ist bei mir gerade mit 95 im Keller. Meine Normwerte sind eher 100-120. Werte unter 60 habe ich glaube ich noch nicht gesehen... Mein Ruhepuls liegt bei 35. |
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Bei mir sind gute Werte wenn ich topfit bin in der Wettkampfsaison >200. Generell sind die Werte bei mir besser wenn ich viel trainiere.
Unlängst war ich verletzt und konnte nicht trainieren. Sonst alles in Ordnung. Nach einer Woche haben sich die Werte in den roten Bereich bewegt (WHOOP) und sich auch dort geblieben. Ich hatte 3 Wochen keinen einzigen grünen Wert, obwohl ich nicht trainiert habe und top ausgeruht war. Hat sich auch genau so mies angefühlt. Jetzt wo ich wieder im Training stehe großteils grüne Werte und ich fühle mich auch im Ganzen wieder gut. Man muss also für sich herausfinden, wie man die Werte einordnen muss. |
Ich habe Extraschläge und Werte zwischen 8 und 250.
Daher ist das keine Richtschnur für mich. |
Wahnsinn, wie individuell unterschiedlich die Werte sind!
Bei mir i.d.R. so 40 - 50. Trainieren kann man danach mMn nicht. Die letzten drei Tage komischerweise > 70. Gab es da ein Update? :Lachen2: |
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Die Farbampeln sind generell mit Vorsicht zu genießen, weil da ja einfach Durchschnittswerte gebildet werden, aus denen dann die App folgert, was „normal“ ist und was nicht. Ohne die Information, ob aber nun in den letzten Monaten eine Buildphase, eine schwere Erkrankung oder nix von allem vorlag, ist das ja eigentlich nicht seriös zu bewerten. Und dann werden, um starke Schwankungen und für Konsumenten noch verwirrender aussehende Graphen halt eingeebnet, indem gleitende Durchschnittswerte über unterschiedliche Zeiten gebildet werden. Das kann dann dazu führen, dass man noch tagelang im Roten Bereich ist, obwohl die tagesaktuelle HRV nach einer Krankheit schon wieder sehr gut ist. Dadurch, dass die Werte so individuell streuen, ist halt die Grenze für Rot/orange bei dem einen bei 50 und beim anderen bei 20 und ändert sich sowohl übers Jahr wie auch übers Lebensalter. Ich ignoriere deshalb die Farben und auch die Durchschnittswerte weitgehend, und schaue eigentlich nur auf die nächtlichen aktuellen Werte ( genaueste Messung in der Ruhephase und gügut mit dem Vortag in Beziehung zu setzen) und achte auf anhaltende Tendenzen nach oben oder unten. Aber da ist wie gesagt der Trend entscheidend, nicht die Werte und Farbe, Weil es da auch sein kann, das alles grün ist und physiologisch müsste es eigentlich tiefrot sein, weil die Datengrundlage für die Ampel falsch ist. |
Letzte Nacht 17
Normale Wert zwischen 22-28 Gemessen wird in Schlaf mit Suunto Race Hat jemand ähnliche schlechte Werte? Ich achte eigentlich auf die Werte nicht, und ich weiss es auch nicht wie zuverlässig ist der Messung |
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Für manchen sind 50 die Oberkante, andere liegen da mit Fieber im Bett. Für mich sind aber beispielsweise Werte unter 20 extrem schlecht, die habe ich bisher nur unmittelbar nach Langdistanzen und mit 39 Fieber erreicht. Und das fühlte sich dann auch an wie eine Siebzehn. Alles über 30 ist richtig gut, aber ich fühle den Unterschied zwischen einer 34 und einer 52 nicht wirklich. Aber während 25 Müde aber nicht wirklich schlecht ist, ist 22-18 schon ein Grund, nicht aufzustehen. Oder sehr langsam. :Lachen2: Also bei mir gibt es einen kritischen Bereich, wo kleinste Veränderungen viel ausmachen. Also ich würde einfach die Werte länger beobachten und mal spüren, was so welchen Werten entspricht. Und wenn da gar kein Zusammenhang ist, würde ich die Funktion deaktivieren. :Cheese: |
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Spannende Diskussion. Ich wusste bislang gar nicht, dass es diesen Wert gibt. Daraufhin habe ich mal meine Uhr bzw. die Daten bei Garmin Connect befragt. Offenbar bin ich resistent gegen alles: Egal ob kurz oder nach der LD, ob im Training oder in der Armbruch pause, ob nun viel beruflicher Stress oder weniger, ob nun mit Nachtmessung oder ohne: meine Werte liegen durchgängig zwischen 53 und 63. Ich nehme das dann mal so zur Kenntnis. :cool:
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Nein, ich fühle mich gut! Bei mir macht der Messung von HRV über das Uhr kein Sinn. Der Optische Sensor taugt bei mir nicht. Nach unzähliger Diskussionen mit meinen Frau habe ich seine Apple Watch bei Laufen Probe getragen, und war genau so katastrophal der Messung wie bei mein Suunto Was ist oft kontrolliert ist der Ruhepuls bei aufwachen, und der korreliert mit mein Gefühl. Ich glaube das hat mich oft geholfen eine Erkältung nicht so verschlimmern |
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Interessant habe ich gefunden der Empfehlung über Atmen Techniken um eine Bessere Entspannung zu erreichen. Ich versuche es so oft wie möglich einzubauen, vor der Schlafen gehen. |
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Bei Trainingsbelastungen ist es eher umgekehrt. Da reagiert die HRV sehr sensible, der Ruhepuls geht eher Hoch, wenn die Kacke am Dampfen ist. |
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