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-   -   Energie Drinks erst ab 18 Jahren (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=52624)

DocTom 10.01.2024 22:15

Energie Drinks erst ab 18 Jahren
 
Leider bisher nur in Polen, aber vielleicht bekommen wir das in D ja auch noch hin. Ich fänd es gut.
https://www.deutschlandfunknova.de/b...eid=9c05108edc

Günsch7 11.01.2024 09:24

Fände ich gut, da ich kein Freund davon bin. Stand letztes an der Tankstelle und war überrascht wieviel Sorten es inzwischen an Energie-Drinks gibt und auch 1L oder 2L Flaschen.
Somit hat der Energie-Drink seinen Weg ins normale Leben gefunden und für viele gehört er dazu, wie die profane Dose Cola.

Wobei ich sagen muss, die Dosis macht das Gift und als Erwachsener kann man selber über sich bestimmen, aber Kinder sollte man so lange, wie möglich davon fernhalten.

Flower 11.01.2024 09:41

Also ich weiß nicht ?!

Wie heißt es so schön: Gut gewollt ist nicht immer gut gemacht.
Die Möglichkeiten der Umgehung sind mannigfaltig.

Und…… bei welchen Produkten und Dienstleistungen fängt man an und wo hört man auf ?

365d 11.01.2024 09:52

Zitat:

Zitat von Günsch7 (Beitrag 1734659)
Fände ich gut, da ich kein Freund davon bin.

Genau darum gehts.

Alkohol ab 16, Energydrink ab 18.
Völlig gaga.

Siebenschwein 11.01.2024 10:02

Klar, Bier und Wein ab 16, aber Flying Horsepiss oder wie auch immer das Zeug heisst erst ab 18... Macht total Sinn. Kiffen (iin der Schweiz) ab 16... aber Koffein und Taurin beschränken.
Absoluter Verhältnisblödsinn. Klar ist das Zeug scheisse, schon der Zuckergehalt sollte jedes denkende Wesen davon abhalten, das zu trinken- aber der Staat kann nicht alle Erziehungsaufgaben übernehmen. Genau dafür haben die Kinder eigentlich Eltern.
Drei Tassen Kaffee mit fünf Stücken Würfelzucker wirken genauso und das wäre legal?

Herr, lass Hirn regnen.

Schwarzfahrer 11.01.2024 10:06

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1734667)
...
Absoluter Verhältnisblödsinn.

...

Herr, lass Hirn regnen.

Volle Zustimmung. Wie anderswo schon geschrieben: der Staat braucht nicht jeden vor sich selbst schützen, und für Minderjährige sind die Eltern verantwortlich.

Nogi87 11.01.2024 10:27

Bei uns im Edeka wurden schon öfters vor mir an der Kasse keine Energydrinks an Kinder verkauft.
Warum jemand freiwillig die Katzenpisse trinken will ist mir eh ein Rätsel.

JENS-KLEVE 11.01.2024 11:04

Ich finde Überraschungseier und Nutella problematischer, da sie in größeren Mengen von Kindern konsumiert werden. Große Mengen an Energy Getränken werden doch erst ab Ausbildung oder Studium konsumiert.Die Alternativen Cola und Kaffee sind da nicht besser.

NiklasD 11.01.2024 11:05

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1734667)
Klar, Bier und Wein ab 16, aber Flying Horsepiss oder wie auch immer das Zeug heisst erst ab 18... Macht total Sinn. Kiffen (iin der Schweiz) ab 16... aber Koffein und Taurin beschränken.
Absoluter Verhältnisblödsinn. Klar ist das Zeug scheisse, schon der Zuckergehalt sollte jedes denkende Wesen davon abhalten, das zu trinken- aber der Staat kann nicht alle Erziehungsaufgaben übernehmen

Würde sagen, dass der Staat nicht alle Erziehungsaufgaben übernehmen kann, aber gewisse Leitlinien setzen sollte. Aber da würde ich nicht mit Energydrinks anfangen.

Wenn es um Zuckergehalt bspw. geht, finde ich den Ansatz von Özdemir, dass man Werbung für Kinder einschränkt, eigentlich ne gute Sache, aber der wird nie kommen, weil die Lobbyorganisationen zu groß sind. Wenn man alleine überlegt, wie viel Geld die Lebensmittelindustrie investiert hat, um gegen die flächendeckende Lebensmittelampel zu arbeiten.

noam 11.01.2024 14:12

Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand. Man hat festgestellt, dass ungesunde Verhaltensweisen in Ernährung und Konsum von Getränken dazu führt, dass die Leute krank werden und das Gesundheitssystem belasten und damit dem Staat Geld kosten. Nun hat man zB Suchtmittel wie Nikotin, Alkohol oder auch Süßstoffe und Zucker als Kostenverursacher ausgemacht und hier eben einen Kompensationssteuer erlassen, so dass Produkte, die "krank machen" einfach unglaublich teuer sind und damit deutlich weniger konsumiert werden.

Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.



Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.

DocTom 11.01.2024 20:35

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1734741)
Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand.
...
Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.
Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.

:Danke: das finde ich gut, DK macht es ja ähnlich...

Wenn ich mir die Kinder gerade an Schulen mit echt vielen Dummbratzeltern anschaue, die selber schon 100kg zu viel mit sich rumschleppen, glaube ich nicht an die Selbstregelung in diesem Bereich.

Preis ist aber ein gutes Regulativ.

Jegliche Alkoholgetränke sollten mMn auch erst ab 18 zu kaufen sein, wie alle anderen Suchtmittel auch, gerne auch abhängig und unter Berücksichtigung vom Zuckergehalt.
Aber davon hält uns die Lobby und der Grundsatz 'Gewinne privatisieren und Gesundheitskosten sozialisieren' ab.
NmpM
T.

triathlonnovice 11.01.2024 21:53

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1734741)
Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand. Man hat festgestellt, dass ungesunde Verhaltensweisen in Ernährung und Konsum von Getränken dazu führt, dass die Leute krank werden und das Gesundheitssystem belasten und damit dem Staat Geld kosten. Nun hat man zB Suchtmittel wie Nikotin, Alkohol oder auch Süßstoffe und Zucker als Kostenverursacher ausgemacht und hier eben einen Kompensationssteuer erlassen, so dass Produkte, die "krank machen" einfach unglaublich teuer sind und damit deutlich weniger konsumiert werden.

Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.



Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.


Das ist imho noch akzeptabel, wobei aufklären der vielleicht noch bessere Weg ist. Von Verboten halt ich nichts. Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.

Bei Verboten für Minderjährige kommt es drauf an.. Bei Energydrinks ist ein Verbot imho unsinniig. Beispiele die dies konterkarieren wurden hier schon aufgeführt.

365d 12.01.2024 08:55

Zitat:

Zitat von triathlonnovice (Beitrag 1734820)
Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.

Der Mensch ist je länger je weniger fähig eigenständig zu handeln.
Sieht man ja auch hier im Forum. Für jeden Handschuh, jeden Schal, jeden Helm und jeden Radschuh den man braucht, muss man das Volk um Entscheidungshilfe bitten.

DocTom 12.01.2024 08:58

Zitat:

Zitat von triathlonnovice (Beitrag 1734820)
... Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.
...

Du tust es nicht nur dir an, du belastest die Gesellschaft mMn unnötig. Adipositas ist halt von den Kosten nicht so eine Kleinigkeit wie ein paar verunglückte Sportler, die sonst aber eher gesundheitsbewusste Lebensführung betreiben.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundhe...nerung126.html

Und es betrifft mit steigender Zahl schon ca. 20% der Bevölkerung.
Zuckersteuer wäre auch eine Möglichkeit, und zwar bei der Produktion. In UK haben Getränke der Softdrinkindustrie einen deutlich reduzierten Zuckergehalt, seit den Produzenten eine Zuckermengen abhängige Steuer auferlegt wurde...
https://www.tagesschau.de/wirtschaft...hrung-101.html
Das einfach auf alle zuckerhaltigen Lebensmittel anwenden.,. :Blumen:

Wir müssen dann nach deiner Einstellung aber auch §216 abschaffen.
https://dejure.org/gesetze/StGB/216.html
Gleiches Recht für alle.:Blumen: :Huhu: :Cheese:

Klugschnacker 12.01.2024 09:42

Wir haben hier ein grundsätzliches Merkmal unserer Wirtschaft vor Augen, auf die wir uns viel einbilden: Unternehmen sind ausschließlich dem Eigenwohl verpflichtet, nicht dem Gemeinwohl.

Das betrifft nicht nur Energy-Drinks, sondern die gesamte Nahrungsmittelindustrie. Beispielsweise ist ein Müsli ein gesundes Nahrungsmittel; speziell für Kinder werden die Haferflocken aber so abgewandelt, dass es sich um echten Dreck handelt. Smacks, Tigerpops und wie die alle heißen sind Süßigkeiten und kein Müsli.

Wohlgemerkt: Die Hersteller wissen sehr wohl wie man ein hochwertiges, gesundes Müsli herstellt. Sie bieten auch welches an. Aber an Kindern verdienen sie mit süßem Dreck mehr, und alles weitere regelt der Markt.

Ich bin der Meinung, wir sollten solche Sachen besteuern wie Zigaretten. Im Gegenzug sollte die Umsatzsteuer für gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse entfallen.

El Stupido 12.01.2024 09:58

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1734850)
(...)
Ich bin der Meinung, wir sollten solche Sachen besteuern wie Zigaretten. Im Gegenzug sollte die Umsatzsteuer für gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse entfallen.

Würde der BMEL Cem Özdemir eine solche "Zuckersteuer" anstoßen gäbe es einen Aufschrei in gewissen Kreisen. Erstens weil es ja von einem Grünen kommt und zweitens weil dann als Automatismus "als wenn wir sonst keine Probleme hätten" kommt.

Und wenn dann gewisse Triathlet*innen hier im Forum paar Cent mehr für Riegel, Gels etc. zahlen oder für den Traubensaft etc. mit dem sie selbst flüssige Carbs anrühren während sie für gewisse Aerogains hunderte Euro zahlen ohne mit der Wimper zu zucken...

Antracis 12.01.2024 10:00

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1734850)
Wohlgemerkt: Die Hersteller wissen sehr wohl wie man ein hochwertiges, gesundes Müsli herstellt. Sie bieten auch welches an. Aber an Kindern verdienen sie mit süßem Dreck mehr, und alles weitere regelt der Markt.

Ergänzen sollte man: Jahrzehntelang in dieser Richtung seitens der Politik unterstützt mit mangelhaften Kennzeichnungspflichten bzwl Erlaubnis oder Tolerieren von schlicht irreführender Bezeichnung. Da hat sich erst im letzten Jahrzehnt allmählich etwas die Sichtweise geändert.

Mo77 12.01.2024 12:06

Wir brauchen eine progressive Zuckersteuer.
In der Formel muss natürlich ein gewisser Freibetrag sein. Abhängig vom Grundumsatz (Muskelmenge, ...) und Bewegungsmenge.
Zudem wird mit dem BMI faktorisiert. Warum sollen denn dünne mal ne Cola hoch besteuern?
Das ganze streng kontrollieren schafft auch Arbeitsplätze bei Polizei und Finanzämtern.
Vielleicht haben ja Schornsteinfeger, Postboten oder Müllmänner noch Lust auf eine Schnüffelapp. Die können ihre Bonuspunkte dann in Mehrzucker oder Geld umwandeln.
Irgendwie schon cool wie wir es geil finden Steuern zu erfinden und zu erhöhen wenn wir glauben, damit andere erziehen zu können.
Vermutlich ist es schlussendlich nicht nur Zucker progressic zu besteuern sondern generell die Kalorienzufuhr...
Wer übrigens Sport macht stößt in dem Moment mehr als 12 mal so viel Luft aus. Somit auch mehr Co2. Da könnte man auch mal progressiv ran. Die armen Ausdauersportler sind dann wirklich arm....
Aber diese Geschichte aus dem Paulanergarten ist eher was für den Klima Faden
:Lachanfall:

triathlonnovice 12.01.2024 22:45

Richtig, genau in so einem Szenario endet das Ganze dann. Das will der ein oder andere hier aber nicht so richtig wahrhaben.

triathlonnovice 12.01.2024 22:49

Zitat:

Zitat von 365d (Beitrag 1734842)
Der Mensch ist je länger je weniger fähig eigenständig zu handeln.
Sieht man ja auch hier im Forum. Für jeden Handschuh, jeden Schal, jeden Helm und jeden Radschuh den man braucht, muss man das Volk um Entscheidungshilfe bitten.

Also sollen andere unmündige Bürger die Entscheidung übernehmen. Tut mir leid, aber da komme ich nicht mehr mit.;)

svmechow 13.01.2024 00:38

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1734850)
Wir haben hier ein grundsätzliches Merkmal unserer Wirtschaft vor Augen, auf die wir uns viel einbilden: Unternehmen sind ausschließlich dem Eigenwohl verpflichtet, nicht dem Gemeinwohl.

Das betrifft nicht nur Energy-Drinks, sondern die gesamte Nahrungsmittelindustrie. Beispielsweise ist ein Müsli ein gesundes Nahrungsmittel; speziell für Kinder werden die Haferflocken aber so abgewandelt, dass es sich um echten Dreck handelt. Smacks, Tigerpops und wie die alle heißen sind Süßigkeiten und kein Müsli.

Wohlgemerkt: Die Hersteller wissen sehr wohl wie man ein hochwertiges, gesundes Müsli herstellt. Sie bieten auch welches an. Aber an Kindern verdienen sie mit süßem Dreck mehr, und alles weitere regelt der Markt.

Ich bin der Meinung, wir sollten solche Sachen besteuern wie Zigaretten. Im Gegenzug sollte die Umsatzsteuer für gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse entfallen.




Früher war das alles etwas einfacher :Lachen2:
https://youtu.be/xhA-uPPGpiM?si=e5Cf5I-jdaLX_hc1

Meik 13.01.2024 11:28

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1734850)
Aber an Kindern verdienen sie mit süßem Dreck mehr, und alles weitere regelt der Markt.

Nicht nur an Kindern :o

Zudem ist das IMHO weniger ein politisches Thema sondern vielmehr eins von Bildungsdefiziten die durch die Schule verursacht werden. Man lernt jeden Blödsinn, aber der Stellenwert von Wissen für das Leben - angefangen eben bei gesunder Ernährung - ist IMHO viel zu niedrig.

DocTom 13.01.2024 12:10

Mächtige Menschen und Politiker mögen keine gebildeten Menschen, die könnten ja das falsche Handeln durchschauen und eine Revolution anzetteln.
Also lieber die "Massen" dumm und fett halten. Statt Brot und Spiele früher heißt es heute Zucker und PayTV.
NmpM
T.:Blumen:

holti72 13.01.2024 12:22

Immer alles dem Staat in die Schuhe schieben? Der sorgt immerhin dafür das wir alle das Lesen lernen. Mit dem Rüstzeug kann sich auch jeder mal selber informieren und das auch noch einfacher als früher. Das kann ich ganz bequem von daheim auf der Couch machen, brauche nicht mal in Büchereien dafür.

NmpM :Cheese:

DocTom 13.01.2024 22:43

Zitat:

Zitat von holti72 (Beitrag 1735022)
... Der sorgt immerhin dafür das wir alle das Lesen lernen. Mit dem Rüstzeug ...

Tut er das? MMn zu wenig, zumindest was das normale Lebensrüstzeug angeht.
https://www.bpb.de/themen/bildung/do...en-lesen-2021/

Flower 14.01.2024 07:55

Ein Sprichwort sagt:

Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie selbst.

holti72 14.01.2024 14:10

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1735090)
Tut er das? MMn zu wenig, zumindest was das normale Lebensrüstzeug angeht.
https://www.bpb.de/themen/bildung/do...en-lesen-2021/

Ja, zumindest bei mir und auch bei meinen Kindern hat das noch geklappt. Und wenn ich des Lesens mächtig bin, kann ich mir auch einige Dinge selber aneignen, wenn sie mich interessieren. Ich brauche nicht für alles jemanden der mir das vorkaut.

Ich sehe schon das schlechte Ernährung auch eine Sache des Bildungstands ist, aber des Lesens sind sie bestimmt alle mächtig. Sie interessieren sich schlicht nicht dafür. Sie sind es auch nicht gewohnt ihr Leben selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen. Aber da kommen viele Faktoren zusammen, am Lesen liegt es bestimmt nicht.


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