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Wasser einatmen
Hallo zusammen,
seit Jahren schwimme ich viel und gern. Ich habe es mir allerdings "nur" selbst beigebracht. Daher schwimme ich auch immer mit dem Kopf über Wasser. Mir fehlt eine Atemtechnik und ich habe - durch schlechte Erfahrungen in der Kindheit - viel Respekt davor, aus Versehen Wasser einzuatmen oder zu verschlucken. Daher habe ich eine Frage an euch. Wie viel Wasser atmet man, selbst als fortgeschrittener oder Profi-Schwimmer mit passabler Technik noch versehentlich ein? Ist das durch die entsprechende Technik gar nichts mehr? Oder kommt es hin und wieder vor, stört einen irgendwann nur nicht mehr? Oder kommt es trotzdem vor und bleibt immer eine mindestens nervige Nebenwirkung des Schwimmens? Bevor ich intensiver an meiner Schwimmtechnik arbeite, würde ich gerne eure Einschätzungen dazu hören. Es macht sicher auch einen Unterschied, ob man in einem ruhigen Becken oder in einem Gewässer mit Seegang schwimmt und welche Schwimmtechnik man anwendet. Grüße, Lukas |
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Moin Lukas, Gerade wenn Angst im Spiel ist: such dir nen Schwimmverein, der Schwimmkurse für erwachsene Anbietet. Da lernst du in Ruhe die Technik und kannst mit einem Coach auch offen über deine händeringend sprechen. Ich atme immer mal Wasser ein, bzw. verschlucke mich kurzfristig dran. Einmal husten weiter gehts… |
Du meinst sicher schlucken nicht einatmen, dass wäre nämlich echt störend - oder?
Auskunft eines sehr schlechten Schwimmers (ich) : kaum was, im Freiwasser besonders Meer manchmal etwas mehr aus einer kleinen Welle m. |
Hin und wieder kommt Wasser in den Mund, aber man atmet es nicht ein. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern jemals Wasser eingeatmet zu haben, selbst in intensiven Wasserballspielen (wo man selbst nur teilweise Einfluss darauf hat ob der Kopf über oder unter Wasser ist) nicht.
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Wasser einzuatmen kenne ich eigentlich nur vom Brustschwimmen wenn eine Welle in der Einatmenphase unvermutet von vorne kommt - da gerät Wasser in die Luftröhre und führt bei mir automatisch zum Husten. Beim Kraulen kommt zwar auch genug Wasser in die Mundhöhle, das spuck ich aber mit ausatmen wieder aus, das würde ich dann nicht als einatmen bezeichnen.
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Schlucken kommt bei mir (schlechter Schwimmer) öfters vor, wenn ich mich recht erinnere - bin über 1 Jahr nicht mehr geschwommen. |
Da ich meine Klappe auch sonst nicht halten kann, ist nach meinem Schwimmen gefühlt kein Wasser mehr im See/Becken. Wenn es in die Luftröhre gelangt, husten und weiterschwimmen; wenn es ganz schlimm kommt, muss ich halt mal Hausbrauenbrust schwimmen, bis es wieder geht. Ansonsten „trinke“ ich halt und nehme das nächste Dixie in der Wechselzone…
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Also Wasser beim Schwimmen wirklich einzuatmen wäre ja eine gefährliche Sache - fast schon eine Vorstufe zum Ertrinken. So etwas verursacht einen starken Hustenreiz und kann auch eine Lungenentzündung hervorrufen, wenn tatsächlich Wasser in die Lunge gelangt ist. Das ist mir als aktiver Athlet nie passiert.
Dass man mal unbeabsichtigt einen ordentlichen Schluck Wassser nimmt, das kann schon passieren, wenn auch selten. Ich hab in Frankfurt mal einen guten Schluck Langener Waldsee getestet. Ist nichts passiert dabei. Good stuff! |
Man kann Wasser im Mundraum auch unter Wasser "ausspucken".
Probier das mal aus. (Stehend am Beckenrand) Vielleicht hilft das den Angst-Punkt "Wasser im Mund" zu reduzieren. |
Dass man Wasser "einatmet" gibt es so gut wie nie. Bei hohem Wellengang oder im Wettkampf kann es vielleicht mal passieren dass ein Schluck in die Luftröhre kommt und man ihn wieder aushustet.
Eher schluckt man das Wasser aber auch das ist eher selten und meist auf Wettkampf und Wellengang beschränkt. Das Wasser in unseren Seen und Schwimmbädern ist im Normalfall gesundheuitlich unbedenklich solange man es nicht literweise trinkt ;) Dass man ab und zu ein bisschen Wasser in den Mund kriegt kann passieren, meist spuckt man es aber einfach wieder aus. |
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Das geht eigentlich auch gar nicht, weil du ja unter Wasser nur ausatmest, egal welche Lage du schwimmst und beides gleichzeitig nicht geht. Unser Schwimmtrainer (aus dem damaligen Ostblock) in Jugendjahren gab den Tip, das Wasser einfach runterzuschlucken, wenn man mal etwas reinbekommt ;-) Möglicherweise atmest du zu kurz aus oder im falschen Moment ein. Anfänger sind oft zu hektisch in ihren Bewegung. :Blumen: |
Das Wichtigste wurde schon gesagt - so richtig in die Lunge kommt im Normalfalls nix, maximal Luftröhre und dann zündet der Hustenreflex.
Ich schwimme ja erst seit einem knappen halben Jahr Kraul und am Anfang passierte es mir „öfters“ (sicherlich alle 300 Meter) das ich irgendwie Wasser in den falschen Hals bekommen hab und hustend den Bewegungsablauf unterbrechen musste. Jetzt ist das praktisch nie der Fall. So ganze Schlucken kommen garnicht mehr in den Mund - Kopf dreht sich weit genug hoch. Kommt mit der Übung von ganz alleine weil der Körper sich schon Mühe gibt nicht dauernd zu husten. Was mir noch manchmal passiert ist das beim Einatmen kleinste Tropfenmengen in den Mund fliessen. Normalerweise pustet man die beim nächsten Atmen mit raus aber manchmal, wenn zwei oder drei Atmungen schief liefen mit je ein paar Tropfen. Ja dann sammelt sich (bei mir) so viel im Rachen, daß es den Hustenreflex auslösen kann. So viel = Fingerhut oder so. Ist dann halt blöd weil man wiedermal das Kraulen unterbricht. Ich vermute aber nach einem weiteren halben Jahr klappt das besser. Das Wasser reinkauf Problem besteht nämlich nicht, wenn ich im richtigen Moment den Rest der Lunge aus dem Mund entleere. Momentan treff ich den besagten Moment halt nicht zuverlässig. Übung wird helfen… Ach ja, ich bin echt ungeschickt im Wasser!!! Kann sein das meine Zeitangaben bei anderen Menschen deutlich kürzer ausfallen… Ach eins noch. Einer der hauptsächlichen Auslöser aller Probleme war meine nicht optimale Atemtechnik, die permanent zu Luftnot geführt hat und damit ihm auch ein sauberes Ein Atmen über Wasser durch ein panisches Luft ziehen ersetzte. Mir haben da sehr stark reine Atemübungen geholfen. Also die Lunge zum Beispiel leer blubbern bis man mit dem Körper an den Grund des Schwimmbeckens sinkt und dann erst wieder auftauchen. Das half mir zu verstehen, dass ich viel mehr ausatmen muss um auch ausreichend frische Luft ein zu atmen. Oder auch einfach mal am Beckenrand festhalten und mit den Beinen gegen das Absinken arbeiten, während man nichts anderes macht als den Kopf zum Atmen zu drehen. Grade wenn Du Angst vorm Verschlucken hast helfen solche Übungen glaube ich sehr stark um im Kopf zu verankern das nix schiefgehen kann… Für mich war es koordinativ wichtig Atmen getrennt zu trainieren. Bei mir ist nämlich alles ne Baustelle am Kraulen… |
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:Blumen: |
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nimm einfach einen Schnorchel. Ich hatte zwar den Kopf im Wasser, hab aber nicht geschnallt wie ich an Luft rankomme, also bin ich unter der Wasseroberfläche getaucht, mit Schnorchel ging es weiter und entspannter. :) Hab mir gerade die Total Immersion DVD "O2 in H20" angeschaut, die einem Nicht-Wissenden die Materie näherbringt. Man vergisst, dass man nicht weis, was man mit den Armen und Beinen gleichzeitig machen soll, wo welches Körperteil sich wie anstellen, pullen und pushen soll, wie rotiert wird und wie man den Hals rausstreckt um einen Schluck Luft zu ziehen :Holzhammer: :Huhu: 2/3 der Luft wird langsam durch die Nase ausgeatmet, kurz bevor ich den Kopf zur Wasseroberfläche drehe, blase ich ungefähr 1/3 Restluft durch den Mund aus, dabei würde auch Wasser ausgespuckt werden, welches beim letzen Mal Luftholen mit in den Mund kam und da nicht hingehört. Den Rat: "Wasser runterschlucken" ist ein grober Spaß oder HOAX - beim gechlorten Beckenwasser gibts fetten Dünnpfiff und beim salzhaltigen Meerwasser innerhalb eines Tri's haut es Dir das Gestell spätestens beim Laufen zusammen. Herumzutüfteln bis die Schwimmerei einigermaßen funzt, macht aber schon Spaß - morgen vormittag gehts mal flott für ne Runde "Entenherumscheuchen" an den Dorfweiher :Cheese: . |
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Ich meine, dass es dazu auch n Video von Jan Wolfgarten auf YT gibt. Edit: https://youtu.be/nlP2vSCJTts Ab 2:55 ca. … meine mich zu erinnern, dass Keko das auch so macht/sagt … für den Fall, dass Wolfgarten keine Referenz ist ;) |
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Hängt vermutlich auch mit dem Vorhofflimmern meiner Pumpe zusammen, wie z.B. vorgestern ein etwas flotterer Spaziergang - und schon zeigt der Puls 180 an und beruhigt sich nicht mehr. Ich...., für mich......, kann nur die extrem easy Variante und eins nach dem anderen und gaaannz langsam - dann bleibt auch der Puls, trotz beta-blocker, unten. :) Wesentlich für Anfänger ist, dass man nur an Luft kommt, ohne zu Überrotieren, wenn man in die Bugwelle des Kopfes einatmen kann, das geht aber erst, wenn man diese Welle bilden kann, heisst schnell genug ist (oder einen dickschädel hat - hmppf). |
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Zur Ökonimisierung trägt auch bei, mal ein paar Bahnen einen 5er oder 7er Zug zu schwimmen. Wer das schafft, macht vieles richtig. Triathleten strampeln oft wie wild mit ihren muskulösen Beinen im Wasser rum und vergeuden unötig Luft. Gute, schlanke, jugendliche Schwimmer liegen ruhig auf dem Wasser wie ein Brett. Noch heute sehe ich, dass junge Schwimmer im Verein 15m tauchen und den Rest der Bahn sprinten. Dadurch lernt man, mit der Luft zu haushalten. |
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Wenn man von Schwimmen spricht, sollte man sich auch immer vor Augen führen, dass im Triathlon im Schwimmsport völlig atypisch lange Strecken geschwommen werden und diese dann noch im Freiwasser. Im Becken, insbesondere auf der Kurzbahn, wird ja nun im Wettkampf auf den üblichen Strecken bis 200m kaum geatmet, da man pro Bahn eh nur 10 bis 12m an der Wasseroberfläche ist. Entsprechend viel Luft ist im System und wird eigentlich erst in den letzten Zügen vor dem Atemzug langsam ausgestoßen. Im 2er oder 3er Zug kann man viel flacher Amten, so dass ein gänzliches Luftausstoßen überhaupt nicht notwendig ist. Vor allem sollte man sich um solche Dinge erst Gedanken machen, wenn man locker flockig in Intervallen mit kurzer Pause um die 1:20 / 100m reproduzierbar schwimmen kann. Vorher gibt es sehr viel mehr sehr viel schwerwiegenderte Baustellen als wann wie und wie viel Luft man ausstößt. |
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Sogar gute Schwimmer sind auf Hilfe von außen angewiesen, man schätzt sich beim Schwimmen oft ganz falsche ein. Ich dachte jahrelang ich sei ein stromlinienförmiger Delfin, das erste Unterwasservideo von der Seite hat bewiesen dass ich eher ein betrunkenes Nilpferd war. Oder bin. |
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2er/3er Zug: Ich halte die Luft an und atme erst aus, sobald ich den Kopf zur Seite zum Einatmen drehe. Solange ich nach vorne schaue, halte ich die Luft an. Ausatmen also erst kurz vor dem Einatmen, wenn die Körperdrehung beginnt. 5er-Zug: Ausatmen beginnt schon etwas früher, wenn der Kopf noch vorne ist, aber im Prinzip auch erst dann, wenn die Drehbewegung zur Seite einsetzt. |
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M. |
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Echte Schwimmer haben das auch eher nötig: wenn du im kurzen Becken 400m Kraul oder 400 Lagen schwimmst, bist du bei den letzten beiden Wenden manchmal so blau und tot, dass ein gewisses Hypoxie-Training hilfreich sein kann. In diese Bereiche schwimmt sich ein gemeiner Triathlet in der Anfangsdisziplin (hoffentlich ;-) gar nicht. |
Also mein zusammengesammeltes Youtube Wissen sagt wer Luft in der Lunge lässt verschlechtert die Wasserlage weil mit dem Aufsteigen des Oberkörpers ein Absinken der Beine einhergeht.
Dazu kommt wohl das würde man die Lunge nur zu 1/3 Leeren in den zwei Dritteln die Kohlenstoffdioxid Konzentration ansteigt bis die Sensoren unserer Lunge Alarm schlagen und zu Notarmung alarmieren. Kann das jemand bestätigen? Ich frage weil hier auf Seite zwei ja die Gheorie forciert wurde die Lunge halb gefüllt zu lassen. |
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Gefülsmässig würde ich sagen, dass man eigentlich nur einen Teil seines Lungenvolumens beim Einatmen ausschöpft. Also angenommen ich habe einen Volumen von 4L, dann arbeite ich mit 1L, atme dies 1L aber dann ein und aus. 4L sind dann Reserve. |
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Hallo Schnodo, ich habe Deinen Erfahrungsbericht im Link über die Tempoverbesserung durch die kurze stossartige Ausatmung gelesen. Hast Du diese Technik auch einmal über eine lange Strecke, also 2km aufwärts ausprobiert, und wenn ja wie waren hier die Erfahrungen? Ich kenne es vom Tauchen her dass ungleichmäßige Atmung zu Beklemmungsgefühlen führen kann. Wäre interessant ob sich das höhere Tempo durch die bessere Wasserlage mit mehr verbleibender Luft in der Lunge auch im Freiwasser auf längeren Strecken umsetzen lässt und man dabei auch von der Psyche her ein gutes Gefühl hat und sich im Wasser wohl und entspannt fühlt.
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Was ich aber sagen kann, ist, dass die Atmung in dieser Form alles andere als ungleichmäßig ist. Sie ist im Gegenteil sehr gleichmäßig. Schwimmen ist ja eine Art Kraftsport, d.h. mit jedem Zug muss ich ziemlich viel Kraft aufwenden, um den Arm nach hinten zu bekommen. Und genau in diesem Moment atme ich aus, genauso wie ich es z.B. beim Bewegen eines Gewichtes an Land auch täte. Gerade im Freiwasser finde ich, dass sich diese Form der Atmung bei mir fast automatisch einstellt, je schneller ich werde. Ich "blase" den Arm förmlich zum Finish und das fühlt sich absolut normal und entspannt an. So habe ich zumindest die zweite Hälfte des Chiemsee-Schwimmens (4,5 km) letztes Jahr bewusst erlebt, die erste Hälfte habe ich gebraucht, um mich zu sortieren. :Cheese: Zitat:
Beklemmung entsteht bei mir hauptsächlich dadurch, dass ich keinen vernünftigen Atemrhythmus finde und somit nicht regelmäßig die Menge Luft austausche, die ich brauche, z.B. wenn ich vor lauter Hektik nicht genügend ausatme, dann aber viel einatmen will. Das geht nur eine Zeit lang gut, dann kommt die Panik. ;) |
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