![]() |
Rennradfahren = Selbstmord?
Hallo zusammen,
ich weiß es ist ein leidiges Thema und müßig darüber zu diskutieren. Trotzdem würde ich gerne die Meinung erfahrener Triathleten dazu wissen: Ich bin relativ neu im Triathlonsport und komme ursprünglich vom Laufen. Habe mir vor einem Jahr ein Rennrad zugelegt und direkt infiziert gewesen. Natürlich kommen beim Thema Rennrad von Bekannten und Verwandten direkt die Anmerkungen hinsichtlich der sicher nicht wegdiskutierbaren Gefahren des Sports. Hinzukommen natürlich dann noch Berichte aus Zeitungen und sonstigen Medien. Dazu noch die Gefahr, dass man explizit nach diesen Berichten sucht... Sollte man wohl besser lassen. Mich würde trotzdem mal interessieren, wie hier mit der Gefahr des Sports umgegangen wird? Zweifelsohne wird der Verkehr auf den Straßen mehr und die Unfallgefahr steigt alleine dadurch schon. Ich mache mir da als frischgebackener Familienvater natürlich meine Gedanken zu und die Thematik geht natürlich nicht so einfach an einem vorbei.... Der beste Weg ist dann vermutlich einfach die Gefahr ausblenden, die Vorkehrungen zu treffen, die man selber machen kann... Vorausschauend Fahren, soweit wie möglich für Autofahrer mitdenken, Beleuchtung etc.... Wie seht ihr das ganze? Einfach Kopf ausschalten, einfach fahren und die Gefahren gedanklich ausblenden? |
Zitat:
Dazu kann man sich noch die Statistiken anschauen. Die Gefahr persönlich in einen schweren Unfall verwickelt zu werden ist doch letztlich sehr gering, es dürfte beim Radfahren z.b. geringer sein als beim Autofahren. Trotzdem kommt fast niemand auf die Idee nicht mehr Auto zu fahren, vom Radfahren wird aber behauptet es wäre irre gefährlich. Das hat mit Fakten und Realität nichts zu tun. MfG Matthias P.s.: Im übrigen auf dem Radweg fahren ist keineswegs sicherer als auf der Strasse. Auch so ein Mythos der sich hält (Radwege sind sicher.) der aber nicht stimmt. |
Mein Rezept (wie an anderer Stelle bereits erwähnt):
Unter der Woche nur Radwege, bzw. für den KFZ-Verkehr gesperrte Wege (von denen es in meiner Gegend zum Glück sehr viele gibt). An Samstagen nur Straßen mit wenig Verkehr (mit besonderer Vorsicht an z. B. Ausfahrten von Supermärkten, etc.) Die "normalen" Straßen befahre ich eigentlich nur noch an Sonntagen und das möglichst früh. Gruß N. |
Die Frage ist wie groß ist die Gefahr wirklich.
Also wie viele Radfahrer gibt es und wie viele haben Unfälle? Und wie viele km pro Jahr legt man am Rad zurück. Es gibt viele im Forum die Unfälle hatten mit mehr oder weniger schlimmen Verletzungen und Folgen, somit passieren kann immer etwas. Aber ist das Risiko so hoch wie du glaubst, ist es nicht gefährlicher zu Fuß durch die Stadt zu laufen oder selber aktiv mit dem Auto herum zu fahren, lässt du das in Zukunft auch bleiben weil es zu viele Unfälle gibt? Ich sehe es nicht als Gefahr im Verkehr unterwegs zu sein weder am Rad noch mit dem Auto, bin mit aber bewusst das immer etwas passieren kann und achte natürlich auch immer auf die anderen Verkehrsteilnehmer und natürlich kommt man mal in brenzlig Situationen. Aber die Alternative dazu wäre nur noch zu Hause auf der Couch zu liegen und sich nicht bewegen und damit steigt die Gefahr einen Herzinfarkt zu bekommen erheblich |
"Einsame" Straßen suchen und beten ...
(Außer Jörn, der glaubt an Evolution und natürliche Selektion) |
Das Leben an sich ist gefährlich. Man kann natürlich zuhause bleiben und hoffen dass einem dort nichts zustößt, aber statistisch gesehen passieren (angeblich) die meisten Unfälle zuhause in den eigenen 4 Wänden...
Das Risiko beim (Renn-)radfahren kann man aber schon in gewisser Weise einschränken, für die Anderen mitdenken ist auf jeden Fall nie verkehrt, passiv fahren und eben die weniger befahrenen Straßen nehmen wenn möglich. Einen Helm zu tragen schadet auch nicht, auch wenn man gerade nicht auf dem RR unterwegs ist. Wenn man immer drüber nachdenkt was alles passieren könnte macht das Leben ja irgendwie auch keinen Spass... |
Zitat:
|
Es kommt sehr auf die Strecke an. Fahre ich bei mir daheim los in die Richtung meiner Arbeit bin ich viel im Berufsverkehr. da scheint es nicht zumutbar zu sein 4 Sekunden hinter einem Rennrad zu warten. Schneiden, Hupen, Schimpfen an der Tagesordnung. Da war kaum eine Fahrt (27 km) dabei, bei der ich mich nicht geärgert hab und freundlich mit dem Mittelfinger zurück gewunken habe.
Das wurde mir dann irgendwann zu übel und ich hab mir ein Cyclocross gekauft um über Feldwege zur Arbeit zu fahren. Fahre ich von zuhause in die andere Richtung los ist alles mega entspannt. Kleine Weindörfer, Landstrassen ohne Fahrradweg nebendran und entspannte Autofahrer. Dort fühle ich mich mit dem Rennrad wohl und hab deutlich weniger Angst um mein Leben. Mein Tip ist also: such dir anständige Strecken aus bei denen es nicht so viel Berufsverkehr gibt. Mir hat die App Komoot sehr dabei geholfen tolle Strecken zu finden. Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: als Rennradfahrer sollte man es den Autos so angenehm wie möglich machen. Man muss nicht immer auf sein Recht bestehen sondern darf auch gerne mal jemand durchwinken, mal Bremsen, mal sehr weit rechts fahren damit ein Auto noch vorbei kommt usw. |
Zitat:
Abseits der Straße: Bauern auf Traktoren Wilde Kühe Drähte über Wanderwege Stacheldraht rund um Bäume usw usw Richtig gefährlich |
Zitat:
Ich würde spontan schätzen, bei einer Tagestour mit dem Rad über Landstraßen ist das Risiko schwerer Verletzungen deutlich höher als bei der gleichen Tour mit dem Auto. |
Ich hab zum Glück nach wenigen Kilometern durch die "Stadt" herrlich einsame Straßen und Richtung Krumbach immer mehr gut ausgebaute Radwege.
Richtig gefährlich ist wirklich das Stück Richtung Senden an den paar Geschäften vorbei. Gerade Sonntag morgen auf dem Radweg am Bäcker vorbei zu fahren ist fast schon Selbstmord. Daher fahre ich in der Zwischenzeit entweder auf der Straße dort vorbei oder umfahre die Geschäfte durch ein anderes Wohngebiet. Viele Grüße Andy |
Zitat:
|
ich passe auf und gehe nicht davon aus, wenn ich Vorfahrt habe dass ich die auch bekomme.
Meist fahre ich Nebenstrassen. In Orten trinke ich nicht und Radwege in Orten benutze ich nur wenn sie auf der Strasse verlaufen. Bei Einfahrten oder Einmündungen rechne ich mit ausfahrenden Fahrzeugen. An Ampeln stelle ich mich nicht rechts neben LKWs. Wenn ich an einer Ampel nach vorne fahre fahre ich entweder ganz nach vorne, also vor das erste Fahrzeug oder zwischen das erste und zweite Fahrezeug. Das erste Fahrzeug kann dann abbiegen ohne mich zu gefärden. Ich gehe davon aus, dass auch Autos die nicht blinken abbiegen können. In Kreiseln rechne ich damit, dass Autos auch knapp vor mir noch rausfahren. Ich versuche den Fahrer anzuschauen. Sozusagen Blickkontakt herzustellen. Wenn ich bedenken habe zu dicht überholt zu werden fahre ich leichte Schlangenlinien. Bisher haben die Autos dann ausreichend Abstand gehalten. Hat bisher gut funktioniert. ja und was Mirco schreibt ist richtig. Man kann auch mal Autos durchwinken oder eben nicht auf Biegen und Brechen nebeneindander fahren. |
ich glaub, das hängt auch stark davon ab, wo man wohnt. Ist sicher was anderes, ob man in Berlin, Frankfurt oder im Münsterland wohnt. :Lachen2:
Grundsätzäich denk ich, Pech kann man beim Radeln natürlich immer haben, vorausschauend fahren schadet ganz sicher nicht. Radwege nutzen ist grundsätzlich auch eine gute Idee.. und eher langsamer bei kniffligen Stellen, als durchheizen. Ich fahr auch viel Crosser, damit geht man möglichen Gefahren am sinnvollsten aus dem Weg und kreirt andere.. :Cheese: Gute Fahrt allerseits, bleibt heile. :Blumen: |
Zitat:
Scherz am Rande...ich halte es wie Nobodyknows. Straßen soweit es geht meiden und das Radtraining primär auf Wald und Wirtschaftswegen durchführen. Da gibt es auch Gefahren (freilaufende Wauzen, andere Radfahrer, schlecht zielende Jäger) aber das ganze ist nicht ganz so dramatisch wie im motorisierten Straßenverkehr. Bei Radausfahrten im Straßenverkehr: Es ist kein Rennen, passiv und immer mit Fehlern anderer rechnen. Abstand zu parkenden Autos halten, bei Kreuzungen immer bremsbereit sein. Am Ende ist es wichtig, dass du stressfrei Spass hast. Und daran würde ich mich immer orientieren. |
Zitat:
2. Für den Risikovergleich Rolle <-> Landstraße brauchen wir wohl keine Statistiken bemühen ... ;) |
Radtraining auf der Rolle kommt für mich bei gutem Wetter und generell im Sommer nicht in Frage.
Ich hatte ja auch schon einen bösen Crash. Allerdings fahre ich auch viele Kilometer im Jahr (15.000+). Ich fahre spätestens seitdem tendentiell weniger befahrene Straßen, die für den Autoverkehr schlichtweg uninteressanter sind. Natürlich geht das nicht immer. Gefahrenzonen sind mir nun etwas bewusster. Ebenso da wieder: stärker befahrene Verkehrsknoten usw. Ich fahre daher also bewusst nicht auf Radwegen, sondern im Gegenteil eher Straßen ohne. Und wenn es bei uns mal Radwege gibt, kann man die meistens eh nicht fahren; Zustand unter aller Sau etc. Meine wirklichen Schlüsseleinheiten, Keysessions fürs Zeitfahren usw. fahre ich zum Großteil auf einem ganz bestimmten Streckenteil, der wenig befahren ist, also maximal durch sehr wenig Anwohner, und kaum Kreuzungen hat. Einheiten mit weniger hoher Intensität fahre ich aber auch auf normaleren Strecken, sonst wird man ja blöde. Dennoch bleibt es natürlich dabei, dass man für Leute mitdenken muss. Leider sehe ich es nicht ganz so, wie mit dem Autofahren. Die Unfallhäufigkeit mag mit dem Auto vielleicht höher sein, aber die Unterschätzung der Geschwindigkeit ist im gleichen (!) Straßenverkehr mit dem Rad massiv höher. Ebenso die bewussten Nötigungen & Co. Das ist leider der Stand der Dinge. Ich würde meine Trainings allerdings nie auf meiner Pendelstrecke mit dem Auto absolvieren. Ich sehe da teilweise einige Leute auf dem Rad, die sich dabei offensichtlich für nichts zu schade sind. Das lässt sich ja meistens beheben, indem eben nicht die Straßen gefahren werden, wo abertausende Autos im Pendelverkehr die gleiche Strecke fahren und ebensoviele Überholvorgänge dann stattfinden würden. Es gibt kein Allheilmittel oder Rezept und ich denke es kommt schon ziemlich auf die Gegend an, in der man wohnt bzw. vor allem die Streckenbeschaffenheit, Führung und insgesamt schlichtweg den Verkehr. |
@laufbekloppt: Die Locals aus Deiner Stadt kennen bestimmt viele Straßen, auf denen sich relativ gefahrlos trainieren lässt. Hänge Dich am besten an solche Radgruppen dran und lerne von ihnen die Gegend kennen.
Solche Gruppen lassen sich zum Beispiel wie facebook leicht finden. Erstkontakt immer schriftlich mit der Bitte, mal mitfahren zu dürfen. Am Treffpunkt stellst Du Dich dann mit Namen vor und fährst die folgenden Ausfahrten möglichst nur ganz hinten, bis Du mit der Gruppe etwas vertraut bist. :Blumen: |
Zitat:
Wir reden über Rennrad fahren und nicht über Free Solo klettern. Ja es gibt ein gewisses Gefahrenpotential, ja man kann es minimieren und nein es ist nicht gefährlicher als andere Sportarten |
Servus,
da draußen gibt es Kranke, vor denen musst aufpassen. Da überholen dich LKW's in der Ortschaft und ziehen rein, dabei vergessen sie ihren Anhänger. Also bei höherem Tempo auf den Bürgersteig hüpfen, ohne das es dich legt musst technisch schon drauf haben ;) In der Ortschaft von rechts einfließender Verkehr nimmt dich nicht wahr - also innerorts am Auflieger birgt höheres Risiko, auch weil das Tempo höher ist. Ich wurde 3mal auf ner super breiten Landstraße von nem Ami-Oldtimer überholt - beim 3.mal hat er mich mit seinem Spiegel an, ich meine: Beine, Hüfte und Schulter "gestubbst" - seine Beifahrerin habe ich nur breit grinsend gesehen - irgentwie hab ich mich gehalten. Hab dann die Straße sofort verlassen (sobald es ging). Das TT steht auf der Rolle - mit dem MB roll ich hier die Waldautobahnen weg, weiter draußen geht es auf Asphalt - die letzte größere Tour waren 155km 1500HM in 6h20min bei 124er avg Puls und 4 Fläschchen mit Malto - danach einen dauerblödgrinsenden eingeklemmten Nerv gehabt :Lachen2: |
Zitat:
Von wievielen Lauf- und Schwimmunfällen liest du alleine hier im Forum ? |
Zitat:
|
Zitat:
Es ertrinken z.b. praktisch genau so viele Menschen, wie auf dem Fahrrad streben pro Jahr, 2017: 404 Ertrunkene: https://de.statista.com/statistik/da...es-ertrinkens/ |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zudem würde ich annehmen, daß man es als Autofahrer noch etwas mehr in der eigenen Hand hat als als Radfahrer. |
Zitat:
Hilfreich dafür wären vielleicht Statistiken wie "Verletzungen pro Sportler" oder "pro Stunde ausgeübter Sport", nach Sportart aufgeschlüsselt ... |
Zitat:
Ansonsten hast du recht, wir als Radsportler haben natürlich ein größeres Risiko als ein Alltagsradler der 2km fährt. Das ist ja logisch. Dazu denken musst du aus dem Artikel aber auch den Gesundheits und Lebensverlängerungsgewinn, wenn man Rad fährt. Das kann man nicht einfach unter den Tisch kehren. Und in der Hand hast du immer nur was du machen kannst, egal ob im Auto oder auf dem Rad. Was die anderen machen, hast du nicht in der Hand. |
Zitat:
Was ist Sport? :Lachen2: In den Statistiken über Radunfälle stecket ja auch sehr viel Alltagsradfahren. So ne Statistik wirst du letztlich nicht finden. Und wenn du Radfahren als gefährlicher (als was auch immer) empfindest, musst du halt deine Konsequenzen ziehen. |
Danke für die ganzen Einschätzungen und den Tipp sich erstmal an andere Locals zu hängen um geeignete Strecken kennenzulernen.
Am Ende ist das ganze natürlich auch ne subjektive Sache... Statistiken sind das eine, was der eigene Kopf aus den Informationen macht das andere. ;) Also würdet ihr es nicht so einschätzen, dass es in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten schlimmer geworden ist? Meine bevorzugten Fahrzeiten sind aktuell am Wochendende sehr früh oder in der Woche ab 19 Uhr... Also dann wenn vermutlich tendenziell eher weniger Verkehr herrscht...und ich versuche auch eher auf Feldwegen zu fahren, soweit dies möglich ist. |
Tendenziell neige ich zu sagen:
Zur falschen Zeit am falschen Ort. Man sollte nach Möglichkeit stark befahrene Straßen meiden und auch die passende Uhrzeit wählen. Ich käme nie auf die Idee zur besten Feierabendszeit eine Frankfurter Zubringerstraße zu befahren. Meine "Unfälle" mit Fremdbeteileigung sind allesamt auf Radwegen passiert: Wildspringendes Kind das mich zum Sturz in einen Poller geführt hat (Rippenprellung) Sonntagsradfahrer der mich (auf der Abbiegespur des Radwegs stehend) übern Haufen gefahren hat (Abschürfungen und gleich die ersten Kratzer im Lack des neuen Rades) Opi aufm E-Bike der rechts-links rechts gefahren ist nachdem ich geklingelt hab und an ihm vorbei wollte nachdem er zur Seite ist. Zwang mich zum Notabstieg, bevor ich in den Main reingefahren wäre - keine Schäden Mit Autos hatte ich toi toi toi nur Schrecksekunden oder "verbalen Ärger". Oftmals hilft beobachten und vorrausschauende Fahrweise. An Kreuzungen groß machen, jederzeit mit ein-ausparkenden Autos rechnen hilft. Bei Bäckern und Tankstellen bin ich am Wochenende meist übervorsichtig. Ganz wichtig: Immer an die Verkehrsregeln halten!!! An den TE: Du kannst dir am Wochenende auch RTFs bzw. CTFs aussuchen - da lernt man schnell Leute kennen, die Strecken sind ausgeschildert und es gibt Verpflegung. Auch an andere Radfahrer mal anschliesen und mal kurz mit denen reden ob man mitfahren kann ist eine Möglichkeit. Radwege würde ich die tatsächlich großen Radwege (Fernradwege) nutzen und kleine, besonders gemischte vermeiden (besonders wenn "Ausfluggwetter" ist) Ansonsten hilft GPSies oder sonstige "Radplanungstools" im Netz - da finden sich viele Strecken. |
Ich bin seit ca. 10 Jahren aktiver Segelflieger, und in dem Bereich diskutiert man das Thema Risiko entweder gerne und intensiv, oder man ignoriert es, was, offen gesagt, eher die Mehrheit der Flieger tut.
Die Inhalte der Diskussionen sind sehr ähnlich zu denen, wie sie hier und woanders zum Thema Rennradfahren geführt werden. Ein paar Gedanken meinerseits dazu: - Statistiken zu Unfallhäufigkeit usw. sind nur bedingt hilfreich, teilweise sogar kontraproduktiv. Das Problem ist, dass man meint, mit einer defensiven und zurückhaltenden Fahrweise persönlich risikoärmer unterwegs zu sein, als es die Statistik vermuten lässt. Allerdings ist dieses Wissen weit verbreitet und hat sich somit in der Statistik niedergeschlagen. Man wird damit also allenfalls sein persönliches Risiko auf den statistischen Wert reduzieren können, aber diese nicht unterbieten. - Man meint gerne, dass man durch umsichtiges und defensives Fahren sein persönliches Risiko reduziert. Das ist auch an sich nicht verkehrt, im Vergleich zu unachtsamen und rücksichtslosen Fahren. Allerdings verdrängt man dabei gerne, dass die meisten Unfälle durch Fehler (eigene oder anderer passieren). Solche Fehler kann man nicht ausschließen, und man sollte immer darauf vorbereitet sein, dass einem solche Fehler unterlaufen. Manchmal entscheiden Sekunden darüber, ob eine Situation gut oder schlecht endet...die Zeit sollte man nicht dafür vergeuden, von der eigenen Fehlbarkeit überrascht zu sein. - Unfälle passieren meist dann, wenn man keine Handlungsalternativen mehr hat. Der Unfall also mehr oder weniger unvermeidlich wird. Beim Fliegen habe ich gelernt, dass die meisten tödlichen Unfälle passieren, wenn man sich in eine Situation gebracht hat, aus der es nur noch einen Ausweg bzw. eine Lösung gibt. So ähnlich ist es, wenn man unübersichtliche Verkehrsstellen zu mit zu hoher Geschwindigkeit passiert. Wie lange braucht Ihr, um die Hände vom Aeroaufsatz zu den Bremsgriffen zu bewegen und dann eine Position einzunehmen, welche eine beherzte Bremsaktion zulässt? Letztlich ist es eine extrem persönliche Entscheidung, ob man gewillt ist eine Sportart auszuüben und das damit einhergehende Risiko akzeptiert. Und schließlich gilt es ja nicht nur das Risiko zu berücksichtigen, sondern auch all die anderen ‚Kosten‘ (Zeit, mögliche alternative Tätigkeiten, echte Kosten usw.) einzubeziehen. Dies wägt man gegenüber dem ‚Ertrag‘ ab. Wer hier zu einem positiven Ergebnis kommt, wird mit dem Risiko leben können und müssen. Ich für meinen Teil, akzeptiere das inhärente Risiko beim Rennradfahren und versuche auch, wo es möglich ist, mein persönliches Risiko zu reduzieren. Deswegen gehe ich aber nicht davon aus, dass ich mein Leben lang unfallfrei unterwegs sein werde :) |
Ich hab's vielleicht überlesen, aber das wichtigste für mich ist, KNALLFARBEN zu tragen! Wenn ich gesehen werde, hab ich's besser! Der Helm hilft auch nur beim Sturz auf den Kopf, wenn es aber garnicht erst zum Crash kommt, wäre es doch noch besser!
Wenn ich hier in Baumtunneln die stylisch schwarz gewandeten Radfahrer gerade so noch erahnen kann, wie soll es da bei Oma Erna hinterm Lenkrad sein? Schwarze und dunkle Radklamotten sind Schwachsinn! |
Zitat:
|
Was habe ich früher auf Strassen km runtergespult?
Jede Menge, konnte garnicht genug davon bekommen. Seit ein paar Jahren fahre ich garnicht mehr gross auf der Strasse, es sei denn ich muss mal ein Stück Teer fahren um vom einen trail, zum anderen zu kommen. Ich fahre nur noch MTB. Nachdem ich auf facebook von so vielen verunglückten R-Radfahrern lesen musste, sitzt bei mir mittlerweile so ein "Angst-Teufel" auf der Schulter und flüstert mir ständig ins Ohr, das ich nur noch auf trails fahren soll. Da kann man zwar auch stürzen, aber in aller Regel passiert da nicht so viel. Aber ich denke das ist auch von Region zu Region verschieden. |
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
Im Training geht bei mir immer safety first. Für Intervalleinheiten suche ich mir die passenden leeren Strecken. Ich habe hier inzwischen einige sehr tolle Wege gefunden. Da kann man durchaus heizen. Wichtig ist es halt, konzentriert zu bleiben und mit eigenen Fehlern und vor allem Fehler anderer zu rechnen. Wenn ich merke, dass meine Konzentration deutlich nachlässt, mache ich einen kurzen Stopp und esse etwas... (Riegel) oder trinke halt... Zitat:
|
Zitat:
Die zwei Mal die mir gerade in den Sin kommen bin ich selbst schuld (zu schnell in der Situation). Felix |
Zitat:
|
Guten Morgen,
ich glaube, ich habe hier Glück :Cheese: . Lebe am Niederrhein auf dem Land und da lässt es sich eigentlich sehr gut und relativ gefährdungsfrei Radfahren. Selbst bei den Gruppenausfahrten können wir auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen. Oft geht es dabei auch in die Niederlande, welche ja ein anderes (besseres) Verhältnis zum Radfahren haben. "Gemütliche" Radtouren mit der Familie/Frau plane ich meist mit dem Radroutenplaner.nrw.de. Dadurch fährt man zu >90% auf Radwegen oder Feld- bzw. Wirtschaftswegen mit nahezu keinem Autoverkehr. Die "gefährlichsten" Strecken sind tatsächlich die Fahrten ins Städtchen bzw. dadurch. Da hilft, wie schon oft vorher erwähnt, nur umsichtiges Radfahren, um das Risiko zumindest zu minimieren. Konkret heißt das z.B. Reduzierung der Geschwindigkeit an kritischen Stellen, kein Provozieren, Verkehrsregeln beachten etc. Viele Grüße und noch viel Spaß beim Radfahren...:Blumen: Peter |
Geht mir weiter südlich ähnlich: am besten sieht man zu, dass man schnell genug nach Frankreich rüber kommt. Die haben nicht nur sensationell gut ausgebaute Radwege, sondern halten sich brav hinter Rennradfahrern und warten, bis sie Platz zum Überholen haben.
Auf deutscher Seite hat es allein in den Monaten April und Mai zwei Kollegen von mir erwischt. Die Krönung: als mein Kollege blutend und mit gebrochenen Knochen auf der Straße lag hielt gegenüber (!) ein Autofahrer an, kurbelte die Scheibe runter und brüllte: "So, du Idiot, und das nächste Mal fährste vorsichtiger mit deinem Rad!" und fuhr weiter. Schuld war übrigens die Autofahrerin, die den Radfahrer zwar überholt hatte, dann aber einfach nach rechts rüber zog in die Parklücke. Kollege hat zwar eine Vollbremsung hingelegt und war auch, da im Stadtverkehr, langsam unterwegs, aber sie hat ihn glatt umgenietet. |
So ist das leider öfter in Deutschland.
Total verrückt, was die Leute von sich lassen. Offensichtlich wird so einiges ausgeschaltet, sobald die Leute im Auto sitzen oder auch kurz nachdem sie ausgestiegen sind. Jegliche Kinderstube ist und wird ad acta gelegt. Das erlebt man leider immer wieder. Die Leute fühlen sich wohl "aufgehalten". Das alleine reicht schon, um völlig aggressives Verhalten an den Tag zu legen. Dabei ist es recht egal in welcher Region oder ob Stadt / Land. Jedenfalls war das bisher fast überall so, wo ich in Dtld rumgekurvt bin. Das betrifft natürlich nicht alle - aber leider einen recht hohen Anteil. Man könnte meinen, der einzige Grund, warum nicht mehr passiert als die übliche Huperei beim Überholen + Schneiden oder einfach nur "normal" auf 30 cm mit 100 Sachen überholen, ist dass die Leute keine Schramme am Auto haben wollen. Ärgervermeidung dachte ich noch bis vor einiger Zeit. Wo ich aber nach deren bekloppten Verhalten die Leute teilweise Sekunden später auf dem Parkplatz darauf angesprochen habe (alle Altersgruppen, vor allem aber auch die typische 65 jährige Oma), ist von Einsicht da oft gar nichts zu sehen. Die Leute werden zu Furien. Teilweise unfassbar. Da lobe ich mir die, die sich trotzdem richtig verhalten auch wenn sie schlechte Vorbilder/Vorfahrer haben. Natürlich ist auch eine Menge Unwissenheit dabei. Ich bin mir extrem sicher, dass ein massiv großer Teil gar nicht weiss, mit wieviel Abstand man zu überholen hat. Denn das ist ja der mit Abstand häufigste Verstoß. Für manches wäre ein Aufleben des 6. Sinns gar nicht so schlecht; am besten zwischen den Fußballspielberichterstattungen beim aktuellen Fußball.... ähm aktuellen Sportstudio. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:25 Uhr. |
Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.